Inhaltsverzeichnis
1. Bericht über den Geschäftsverlauf und die wirtschaftliche Lage der Cetracore Energy GmbH
Cetracore Energy GmbH wurde im Jahr 2015 in Wien gegründet. Der Geschäftszweck der Gesellschaft ist die Schaffung von Mehrwert für ihre Gesellschafter durch den Verkauf von Ölprodukten.
Cetracore Energy GmbH verfügt über Ankaufs- und Verkaufsverträge, wobei es sich überwiegend um langfristige Verträge handelt. Gelegentlich werden aber auch Spot - Geschäfte abgeschlossen.
Marktumfeld
Der Konflikt in der Ukraine geht in sein drittes Jahr. Die Preise für Öl und Ölprodukte zeigten 2024 einen rückläufigen Trend, sodass die Wachstumsaussichten weiterhin ein zentrales Thema auf den Märkten, einschließlich der Olmärkte, waren. Diese Situation bleibt auch im Jahr 2025 von zentraler Bedeutung.
Nach dem Ausbruch der Ukraine-Krise am 24. Februar 2022 hat die Europäische Union gemeinsam mit anderen Ländern eine Vielzahl von Sanktionen gegen Russland und Geschäfte mit russischen Unternehmen verhängt und hat diese im Jahr 2024 weiter verschärft. Die Sanktionen haben auch den Ölmarkt und die russischen Exporteure von Öl und Ölprodukten betroffen.
Die Sanktionen führten zu einem Exportverbot für Erdölerzeugnisse russischen Ursprungs in Europa. Das Verbot gilt seit Februar 2023 und ist nach wie vor in Kraft.
Die europäischen Banken verschärften weiterhin die Bedingungen für eine Zusammenarbeit im Energiesektor. Die meisten von ihnen lehnten eine Zusammenarbeit aufgrund der Umsetzung einer grünen Politik ab.
Die EIA geht davon aus, dass die steigenden globalen Ölvorräte die Rohölpreise im Prognosezeitraum nach unten treiben werden, und prognostiziert, dass der Brent-Preis bis Ende dieses Jahres auf durchschnittlich 61 USD/Barrel und 2026 auf durchschnittlich 59 USD/Barrel fallen wird. Niedrigere Rohölpreise führen in unserer Prognose zu niedrigeren Benzinpreisen im Einzelhandel.
Mittelfristig und langfristig sorgen die Energiewende und die Dekarbonisierung des globalen Marktes für Unsicherheit hinsichtlich der weiteren Entwicklung.
Geschäftsverlauf
Der Jahresbeginn 2024 brachte weitere Herausforderungen für das Unternehmen. Nach dem Ausbruch der Ukraine-Krise am 24. Februar 2022 hat Cetracore Energy GmbH den Export von Erdölprodukten aus Russland vollständig eingestellt und sich bei ihrer Geschäftstätigkeit auf alternative Lieferanten konzentriert.
Im Jahr 2024 blieb das jährliche Handelsvolumen mit Ölprodukten des Unternehmens mit rund 825.000 Tonnen, im Vergleich zum Vorjahr mit 800.000 Tonnen, weitgehend stabil.
Obwohl die Ölpreise weltweit im Laufe des Jahres 2024 einen rückläufigen Trend verzeichneten, erwies sich die Anwendung eines Preisstabilisierungsmechanismus als wirksam, um die Rentabilität des Unternehmens zu sichern. Durch die Handelsaktivitäten erzielte das Unternehmen einen Ertrag von 26.735 Mio. Euro und übertraf damit den Ertrag aus dem Jahr 2023 in der Höhe von 25.421 Mio. Euro.
Als Reaktion auf die wirtschaftlichen und marktbezogenen Herausforderungen führte das Unternehmen Kosteneinsparungsmaßnahmen ein und plant, die prognostizierten Ausgaben weiter zu senken, um eine Angleichung zwischen dem Aktivitätsniveau und der Kostenbasis sicherzustellen.
Die Betriebsausgaben stiegen leicht an, was in erster Linie auf strengere Bankauflagen und höhere Transaktionskosten im Zusammenhang mit Bankgeschäften zurückzuführen war.
Trotzdem wurden alle Verpflichtungen aus Finanzierungsgeschäften fristgerecht erfüllt.
Insgesamt hat das Jahr 2024 die Fähigkeit des Unternehmens bestätigt, seine Rentabilität in einem schwierigen Preisumfeld aufrechtzuerhalten – trotz der Herausforderungen im grenzüberschreitenden Zahlungsverkehr.
Der für das Jahr 2025 prognostizierte Rückgang des Vertragsvolumens stellt eine strategische Herausforderung dar. Um die Ertragskraft zu erhalten, sind proaktive Maßnahmen im Kostenmanagement, eine Diversifizierung des Portfolios und eine Stärkung der Wettbewerbsposition erforderlich.
Für die Tochtergesellschaft der Cetracore Energy GmbH, Cetracore JetOil S.A., waren die Marktbedingungen im Jahr 2024 weniger günstig. Für 2024 prognostizierte Cetracore JetOil S.A. einen Anstieg des Absatzvolumens um 5 %. Entgegen den Erwartungen gingen die tatsächlichen Umsatzerlöse jedoch im Vergleich zum Jahr 2023 um 19,4 % zurück, was sich negativ auf alle wichtigen Finanzkennzahlen auswirkte.
Aufgrund gestiegener Einkaufspreise und ungünstiger Marktpreise im Einzelhandel in Griechenland, die die Marge weiter verschlechterten, belief sich die für das Jahr 2024 erzielte Marge von Cetracore JetOil S.A., im Vergleich zu der prognostizierten Bruttomarge von 13.9 Mio. Euro, nur auf 8.5 Mio. Euro.
Unter den vorherrschenden wirtschaftlichen Bedingungen und dem anhaltenden Aufwärtsdruck auf die dienstleistungsbezogenen Kosten, hat Cetracore JetOil S.A. eine konstante jährliche Effizienzsteigerung von 8–10 % bei den Vertriebskosten (von – 7.4 Mio. im Jahr 2023 auf 6.7 Mio. im Jahr 2024) und den Allgemein- und Administrativkosten (G&A) (von – 4.025 Mio. im Jahr 2023 auf 3.320 Mio. im Jahr 2024) erzielt. Trotz dieser Erfolge hat sich die Senkung der Betriebskosten jedoch als unzureichend erwiesen, um die Umsatzausfälle aufgrund des erheblichen Rückgangs der Verkaufsmengen auszugleichen. Dieses Missverhältnis zwischen rückläufiger Umsatzentwicklung und begrenzter Kostenabsorptionsfähigkeit hat zu einem steigenden Betriebsdefizit geführt, welches
wiederum zusätzlichen Druck auf die Liquidität und das Betriebskapital ausübt.
Dieser Trend wird sich voraussichtlich bis 2025 fortsetzen. Obwohl geringfügige Optimierungen bei den Fixkosten zu erwarten sind, bleiben diese Ausgaben aufgrund der strukturellen Natur des Geschäfts weitgehend unverändert. Ohne Beeinträchtigung der Geschäftskontinuität oder Störung kritischer Betriebsabläufe sind keine wesentlichen Einsparungen möglich. Dies schränkt die Flexibilität des Unternehmens bei der Anpassung der Kostenbasis an geringere Einnahmen ein.
Darüber hinaus bereitet Cetracore JetOil S.A. ein geplantes Wartungs- und Sanierungsprogramm für seine Lageranlagen im Zeitraum 2025-2026 vor. Diese Investitionen werden zwar vorübergehend zu einem Anstieg der langfristigen Vermögenswerte führen und sich in einer Erhöhung der Gesamtvermögensbasis niederschlagen, sind jedoch strategischer Natur. Die Verbesserungen sollen die Lagerkapazität erhöhen, neue Vermietungsmöglichkeiten eröffnen und wiederkehrende Einnahmen generieren, was letztlich die Produktivität der Vermögenswerte stärkt und sich positiv auf die Bewertung des Unternehmens auswirkt.
Im Geschäftsjahr 2024 hat Cetracore Energy GmbH die uneinbringlichen Forderungen von Cetracore JetOil S.A. in Höhe von 13.6 Mio. Euro abgeschrieben. Dies hatte negative Auswirkungen auf das Ergebnis der Cetracore Energy GmbH.
Dennoch wurden im Rahmen der neu abgeschlossenen Vereinbarungen und der bestehenden Verpflichtungen alle im Jahr 2024 fälligen Rückzahlungsverpflichtungen erfüllt. Das Management beider Unternehmen überwacht regelmäßig die Lagerbestände, die Leistung, den Cashflow und die Geschäftsprognose von Cetracore JetOil S.A.
Trotz all dieser Faktoren belief sich das EBIT der Cetracore Energy GmbH auf 4.189 Mio. Euro, der erzielte Nettogewinn auf 3.937 Mio. Euro (im Jahr 2023 Verlust in der Höhe von 10.991 Mio. Euro). Das Gesamtvermögen sank im Geschäftsjahr 2024 von 466.632 Mio. Euro auf 361.112 Mio. Euro.
Aufgrund anhaltender Schwierigkeiten mit dem Cashflow im Jahr 2024 übertrug das Unternehmen im Januar 2025 die Finanz- und Handelsverträge mit dem indischen Exporteur im Wege einer Novation auf ein Drittunternehmen. Mit der Novation der Finanzund Handelsverträge wurde das Unternehmen von allen seinen Verpflichtungen und Verbindlichkeiten befreit, und das übernehmende Unternehmen übernahm alle Rechte, Pflichten und Verbindlichkeiten des Unternehmens.
Bericht über Zweigniederlassungen
Das Unternehmen operiert von seinem Hauptsitz in Wien aus. Es bestehen keine Zweigniederlassungen. Cetracore Energy GmbH hat eine Repräsentanz in Moskau.
Mitarbeiter
Am 31. Dezember 2024 beschäftigte das Unternehmen 6 Mitarbeiter, die alle zum Stammpersonal gehören. Da der Ölhandelsmarkt im Jahr 2024 weiterhin erheblichen Veränderungen unterworfen war, die zu einer Reduzierung des Transaktionsvolumens und zum vollständigen Ausstieg aus dem Geschäft mit Ölprodukten russischen Ursprungs führten, war im Jahr 2024 eine weitere Umstrukturierung des Geschäfts erforderlich, um die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens zu sichern und damit auf die neuen Marktbedingungen zu reagieren.
Bedauerlicherweise hatte diese Umstrukturierung das Ausscheiden von zwei MitarbeiterInnen aus unserem Team zur Folge. Diese Entscheidung war notwendig, um die langfristige Rentabilität der Geschäftstätigkeit und die Fähigkeit der Gesellschaft weiterhin einen Mehrwert für die Gesellschafter zu schaffen, zu gewährleisten.
Diese Veränderungen wurden unter Berücksichtigung der Bedürfnisse des Unternehmens und der Gesellschafter ohne eine Unterbrechung der Geschäftstätigkeit durchgeführt.
2. Bericht über die voraussichtliche Entwicklung und die Risiken des Unternehmens Wie im Mai 2023 angekündigt, hat Cetracore Energy GmbH alle Geschäfte mit
Ölprodukten russischen Ursprungs nach dem 5. Februar 2023 eingestellt und wird keine neuen Handelsgeschäfte mit solchen Produkten eingehen, es sei denn, die zuständigen Regierungsbehörden dies erlauben.
Die Gesellschaft wird ihre rechtlichen Verpflichtungen aus den bestehenden Verträgen weiterhin erfüllen, sofern alle einschlägigen Sanktionen gemäß unserer Sanktionspolitik eingehalten werden und die Erfüllung dieser Verträge machbar und sicher ist.
Die Folgen des anhaltenden Konflikts zwischen Russland und der Ukraine, der europäischen Energiekrise und der daraus resultierenden Regulierungsmaßnahmen und anderer derzeit zu beobachtenden wirtschaftlichen Verwerfungen sowie das Ausmaß und die Dauer der wirtschaftlichen Auswirkungen können derzeit nicht verlässlich abgeschätzt werden. Aus heutiger Sicht bestehen trotz der oben genannten Maßnahmen erhebliche Unsicherheiten, die erhebliche Zweifel an der Fortführungsfähigkeit des Unternehmens aufwerfen können.
Das aktuelle Vertragsportfolio ermöglicht es dem Unternehmen, seine Geschäftstätigkeit bis Ende 2025 fortzusetzen. Das Unternehmen ist aktiv auf der Suche nach neuen Lieferanten und Märkten, was wiederum zu erheblichen Veränderungen in der Geschäftsstruktur führen kann. Darüber hinaus arbeitet das Management aktiv an neuen Geschäftsmöglichkeiten auf neuen Märkten mit alternativen Produkten. Vor diesem Hintergrund hat das Management den Jahresabschluss unter der Annahme der Unternehmensfortführung erstellt.
Die Geschäftsführung erwartet für das Geschäftsjahr 2025 ein positives Jahresergebnis. Die aktuellen politischen und damit verbundenen rechtlichen und makroökonomischen Risiken haben einen wesentlichen Einfluss auf die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft. Für den Fall, dass aufgrund dieser Risiken bestehende Vereinbarungen und Verpflichtungen von den Vertragsparteien nicht vereinbarungsgemäß erfüllt werden können, ergeben sich wesentliche Unsicherheiten, die erhebliche Zweifel an der Unternehmensfortführung aufwerfen können.
3. Bericht über die Forschung und Entwicklung
Cetracore Energy GmbH betreibt keine Forschungs- und Entwicklungstätigkeit.
4. Bericht über das Risikomanagement und das interne Kontrollsystem
Risikomanagement-System
Als ein internationales Unternehmen ist Cetracore Energy GmbH einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt, unter anderem operativen Risiken, Marktrisiken, regulatorischen- und Compliance-Risiken, politischen, finanzielle und Reputationsrisiken.
Weiterhin überwacht Cetracore Energy GmbH die geopolitischen Entwicklungen und ihre möglichen Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit. Geowirtschaftliche Fragmentierung, Handelsbeschränkungen und Unterbrechungen der globalen Lieferketten könnten eine weitere Kosteninflation auslösen. Zusammen mit steigenden Zinssätzen könnte dies zu einer Verschlechterung des Wirtschaftswachstums führen und die Nachfrage nach Cetracore‘ s Produkten negativ beeinflussen.
Die wichtigsten Unsicherheitsfaktoren, die sich auf die Leistung des Unternehmens auswirken können, sind operative Risiken, Marktpreisrisiken, politische Risiken und auch Regulatory und Compliance Risken. Die Risikomanagementprozesse konzentrieren sich auf die Risikoidentifizierung, -bewertung und -evaluierung solcher Risiken und deren Auswirkungen auf die finanzielle Stabilität und Profitabilität des Unternehmens, sodass sie aktiv gesteuert werden können. Das Risikomanagementsystem der Cetracore Energy GmbH wird weiterentwickelt und im Hinblick auf neu auftretende Risiken aktualisiert und erweitert.
Die Geschäftsleitung stützt sich auf Best Practice-Prinzipien und lädt daher Berater dazu ein, bestehende Praktiken zu prüfen und notwendige Verbesserungen vorzuschlagen.
Operative Risiken
Operative Risiken sind definiert als Verluste, die infolge der ungeeigneten oder fehlerhaften Prozesse oder Menschen- und Systemversagens infolge externer Ereignisse eintreten. Sie werden durch die operative Risikopolitik und die regelmäßige Überprüfung der eingetretenen Verluste durch die Geschäftsführung reduziert.
Marktrisiken
Marktrisiken sind als Verlustrisiko aufgrund schwieriger Marktbedingungen, d.h. etwa unterschiedliche Preisperioden definiert. Cetracore Energy GmbH unterliegt dem Risiko anhaltend niedriger Preise für Ölprodukte. Unsere Aktivitäten hängen von den jeweiligen Rohstoffpreisen ab. Die Rohstoffpreise können aus vielen Gründen, die außerhalb unserer Kontrolle liegen, schwanken. Die Abhängigkeit der Cetracore Energy GmbH von den Rohstoffpreisen, dem Angebot und der Nachfrage nach Rohstoffen, macht dies zum wichtigsten Risiko.
Das Marktrisiko wird kontinuierlich überwacht. Gegebenenfalls werden geeignete Maßnahmen zur Absicherung des Cashflows getroffen. Das Risiko wird auch durch die Marktrisikopolitik gemildert, indem die Verkäufe entweder nach dem back-to-back-Prinzip getätigt werden oder, sofern dies wirtschaftlich angemessen ist, das Risiko durch den Handel mit Derivaten abgesichert wird. Derartige Sicherungsgeschäfte werden in Übereinstimmung mit einer Marktrisiko-Management-Richtlinie abgewickelt. Im Jahr 2024 hatte Cetracore Energy GmbH keine Verträge mit Preisrisikovariablen und hat keine neuen Absicherungsgeschäfte abgeschlossen.
Regulatorische/Compliance-Risiken
Regulatorische/Compliance-Risiken sind definiert als der Verlust aufgrund böswilliger Handlungen oder anderer beabsichtigter oder nicht beabsichtigter Nichteinhaltung von Sanktionsgesetzen oder anderen Vorschriften. Sie werden durch Einführung der regelmäßig aktualisierten „Sanctions Compiance Policy” (die einen Entscheidungsbaum und Know-
Your-Client-Prozesse (KYC) beinhaltet), gemindert. Die Cetracore Energy GmbH überwacht weiterhin alle neuen Sanktionen und Gegensanktionen, die sich daraus ergeben könnten. Das Unternehmen prüft auch regelmäßig die möglichen weiteren Auswirkungen auf sein Geschäft.
Konzentrationsrisiken
Cetracore Energy GmbH hat wesentliche Konzentrationsrisiken betreffend ihre Lieferanten und Abnehmer. Konzentrationsrisiken werden schlagend sobald wesentliche Lieferanten oder Abnehmer die Liefer- oder Abnahmebeziehungen, aus welchem Grund auch immer, nicht aufrechterhalten können. Daraus ergeben sich Risiken bezüglich der Unternehmensfortführung.
Politischen Risiken
Politische Risiken sind mögliche Störungen der geschäftlichen Aktivitäten internationaler Unternehmen durch politische Kräfte und Ereignisse, die u.a. aus Veränderungen in der internationalen Umgebung entstehen. Dazu gehören auch nachteilige staatliche Eingriffe und Regulierungen. Milderung politischer Risiken im derzeitigen rechtlichen Umfeld ist in äußerst schwieriges Unterfangen. Cetracore Energy GmbH ist in vielen Ländern auf der Welt tätig, von denen einige als Entwicklungsländer, komplexe Länder oder Länder mit einem instabilen politischen oder sozialen Umfeld eingestuft werden. Infolgedessen sind wir einem breiten Spektrum von politischen und regulatorischen Rahmenbedingungen ausgesetzt. Unsere Geschäftstätigkeit kann auch durch politische und wirtschaftliche Instabilität beeinträchtigt werden.
Regelmäßiges Monitoring des politischen Risikos ein wichtiger Bestandteil der Risikomanagementstrategie. Es ermöglicht potenzielle Risiken zu identifizieren und zu bewerten, die sich auf das Geschäft auswirken können.
Finanzielle Risiken
Finanzielle Risiken werden definiert als die Gefahr eines Verlustes aufgrund der Nichterfüllung von Zahlungsverpflichtungen eines Abnehmers (Kredit- /Gegenparteirisiko), ungünstiger Wechselkursschwankungen (Währungsrisiko), erhöhter Zinsbelastung (Zinsänderungsrisiko), Cashflow-Lücken (Liquiditätsrisiko). Diese Risiken werden durch geeignete Maßnahmen wie der Einsatz von Akkreditiven, Garantien oder Kreditrisikoversicherungen vor der Lieferung, Back-to-Back-Vereinbarungen mit FX- Fixing sowohl in Liefer- als auch in Abnehmerverträgen, Kreditvereinbarungen mit Festzinsklauseln oder EURIBOR-plus-Aufschlag Komponenten in den Anzahlungsvereinbarungen sowie ein proaktives Forderungsmanagement reduziert.
Reputationsrisiken
Reputationsrisiken sind definiert als Risiken, die sich aus Ereignissen ergeben, die das Vertrauen der Kunden oder des Marktes im Allgemeinen in die Cetracore Energy GmbH mindern, das Vertrauen in ehrliche Geschäftsbeziehung untergraben und die Kreditwürdigkeit des Unternehmens beeinflussen können. Die Risikominimierung erfolgt durch die Einführung eines Verhaltenskodex für die Mitarbeiter und die Aufnahme von Anti-Korruptions-Bestimmungen in alle unterzeichneten Verträge.
Internes Kontrollsystem
Der gesamte Prozess von der Beschaffung bis zur Zahlung unterliegt internen Richtlinien. Bei der Erfassung aller getätigten Transaktionen wird das Vier-Augen-Prinzip angewendet und durch die BMD-Software mit entsprechenden Modulen und maßgeschneiderten Addons unterstützt.
Im Rahmen des internen Kontrollsystems wird das Unternehmen regelmäßig durch einen Steuerberater in verschiedenen steuerlichen und bilanziellen Fragen unterstützt, so dass die Einhaltung aller relevanten Vorschriften, die Einfluss auf die Geschäftstätigkeit des Unternehmens haben, sichergestellt werden kann. Die Jahresabschlüsse werden jährlich
geprüft.
Quartalberichte (sowohl über die Rechnungslegung als auch über die Lage der Gesellschaft) werden der Geschäftsführung und den Partnerbanken zur Analyse vorgelegt.
5.Verwendung von derivativen Finanzinstrumenten
Im Jahr 2024 wurden keine Verträge mit Preisrisikovariablen abgeschlossen, keine neuen Sicherungsgeschäfte getätigt und keine sonstigen derivativen Finanzinstrumente (keine eingebetteten Derivate) eingesetzt.
Wien, September 2025
Cetracore Energy GmbH Geschäftsführer
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