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Bericht über den Geschäftsverlauf
Das Unternehmen Die Firma Fertigputze Haslinger GmbH führt Fertigputze, Innen- und Außenputze, Fassadendämmungen sowie Estricharbeiten aus. Der Großteil des Umsatzes wird in Oberösterreich und Salzburg erwirtschaftet. In diesen beiden Bundesländern zählt das Unternehmen zu den führenden Anbietern im Bereich Vollwärmeschutz und Innenputz, und hat sich vor allem durch hochqualitative Arbeiten und zuverlässige Auftragsdurchführung einen Namen gemacht.
Geschäftsverlauf Die wirtschaftliche Entwicklung des Geschäftsjahres 2025 verlief sehr positiv. Bei einer deutlich gestiegenen Betriebsleistung, konnten sowohl prozentuelle Materialkosten als auch Personalaufwand wieder etwas gesenkt werden.
Zweigniederlassungen Die Fertigputze Haslinger GmbH betreibt neben dem Standort in Sankt Johann am Walde Zweigniederlassungen in Pfarrwerfen und Bad Ischl.
Kennzahlen zur Ertragslage
Umsatz
Der Umsatz betrug im Geschäftsjahr 2025 EUR 16.025.900,00. Dies stellt gegenüber dem Vorjahr eine Steigerung von 30 % dar.
Der Innenputzumsatz stieg um 34 %, der Außenputz stieg um 39 % und der Estrichumsatz sank um 5 %. Der Umsatz der Sparte Malerei sank um 5 %
| 2025 | 2024 | Veränderung | % | ||
|---|---|---|---|---|---|
| Innenputze | 4.075 | 3.031 | + 1.044 | + 34 | |
| Außenputze | 9.886 | 7.128 | + 2.758 | + 39 | |
| Estrich | 969 | 1.025 | 56 | - | 5 |
| Malerei | 1.124 | 1.188 | 64 | - | 5 |
| Sonstige Umsätze | 397 | 400 | 3 | - | 1 |
| Skonti | - 425 | - 412 | 13 | + | 3 |
| 16.026 | 12.360 | + 3.666 | + 30 | ||
Ergebnis
Das Ergebnis vor Steuern (EBT) sowie daraus abgeleitet das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) entwickelten sich in den vergangenen Jahren folgendermaßen:
| 2025 | 2024 | 2023 | |
|---|---|---|---|
| Ergebnis vor Steuern (EBT) | 1.653.000 | 1.199.700 | 1.735.000 |
| Bereinigt um Finanzergebnis | 64.700 | 14.200 | 119.900 |
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) | 1.717.700 | 1.214.000 | 1.854.900 |
Nach Berücksichtigung des Gewinnanteils des stillen Gesellschafters, und nach Abzug der Steuern weist die Gesellschaft im Geschäftsjahr 2025 einen Jahresgewinn von EUR 1.265.300,00 aus.
Entwicklung der
Ertragskraft
Über eine Laufzeit von sieben Jahren zeigen Umsatz (inkl. Bestandsveränderungen) und Ertragskraft, auch Umsatzrentabilität genannt, folgendes Bild:
| 18,00 | 14,0% | ||
|---|---|---|---|
| 16,00 | |||
| 12,0% | |||
| 14,00 | 10,0% | ||
| 12,00 | |||
| 10,00 o | 8,0% | ||
| 8,00 | 6,0% | ||
| 6,00 2 | |||
| 4.0% | ||||||
| 4,00 d | S 2,0% | |||||
| 2.00 | ( | |||||
| 0.0% | ||||||
| 2019 | 2020 | 2021 | 2022 | 2023 | 2024 | 2025 |
| • Betriebsleistung | – Ertragskraft | |||||
Kapitalrentabilität
Die Kapitalrentabilitäten ergeben sich aus dem Verhältnis des Ergebnisses zum durchschnittlichen Kapital. Die Eigenkapitalrentabilität (Return on Equity), bezogen auf das EBT, und die Gesamtkapitalrentabilität (Return on Investment), bezogen auf das EBIT, haben sich wie folgt entwickelt:
| 2025 | 2024 | 2023 | |
|---|---|---|---|
| Eigenkapitalrentabilität in % | 65,5 | 46,9 | 69,6 |
| Gesamtkapitalrentabilität in % | 23,7 | 18,5 | 29,0 |
Kennzahlen zur Vermögens- und Finanzlage
Nettoverschuldung
Der Überschuss des verzinslichen Fremdkapitals über die flüssigen Mittel (Nettoverschuldung) und dessen Verhältnis zu den Eigenmitteln (Nettoverschuldungsgrad) haben sich wie folgt entwickelt:
| 2025 | 2024 | 2023 | |
|---|---|---|---|
| Nettoverschuldung (Net Debt) | - 4.245.100 | - 4.176.600 | - 4.206.800 |
| Eigenmittel | 2.688.600 | 2.374.800 | 2.759.300 |
| Nettoverschuldungsgrad (Gearing) in % | n.v.* | n.v.* | n.v.* |
| * Überschuss der flüssigen Mittel |
Working Capital
Die Entwicklung des Working Capital, auch Nettoumlaufvermögen, als Saldo zwischen dem kurzfristigen Umlaufvermögen und dem kurzfristigen Fremdkapital, ist in der nachstehenden Tabelle dargestellt:
| 2025 | 2024 | 2023 | |
|---|---|---|---|
| Nettoumlaufvermögen (Working Capital) | 2.614.200 | 2.284.200 | 2.825.200 |
| Bilanzsumme | 8.091.300 | 6.892.200 | 6.900.200 |
| Anteil Working Capital an Bilanzsumme in % | 32,3 | 33,8 | 40,9 |
URG-Kennzahlen
Der Anteil des Eigenkapitals am Gesamtkapital gemäß § 23 URG und die fiktive Schuldentilgungsdauer gemäß § 24 Abs. 1 URG entwickelten sich in den letzten drei Jahren folgendermaßen:
| 2025 | 2024 | 2023 | |
|---|---|---|---|
| Eigenmittelquote in % | 33,2 | 34,4 | 39,3 |
| Fiktive Schuldentilgungsdauer in Jahren | 0,8 | 0,3 | k.a. (kein effektives |
| Fremdkapital) |
Cash-Flow-Kennzahlen
Netto-Geldfluss
Die im Folgenden dargestellten Teilergebnisse wurden entsprechend der AFRAC-Stellungnahme 36 zur Geldflussrechnung (UGB) berechnet.
| Netto-Geldfluss | 2025 | 2024 | 2023 | |
|---|---|---|---|---|
| aus der operativen Tätigkeit | 1.168.400 | 1.451.700 | 1.789.800 | |
| aus Investitionstätigkeit | - 164.500 | - | 74.500 | - 65.500 |
| aus Finanzierungstätigkeit | - 935.400 | - 1.407.400 | - 757.300 | |
Entwicklung Investitionen
und Cash-Flow
Im Geschäftsjahr 2025 wurden EUR 222.800,00 in das Anlagevermögen (inkl. geringwertiger Vermögensgegenstände) investiert. Diesen Investitionen steht ein Cash-Flow (ergebnisbezogen) in Höhe von EUR 1.772.000,00 gegenüber.
Investitionen und Cash-Flow aus dem Ergebnis bewegten sich in den vergangenen drei Jahren wie folgt:
Selbstfinanzierung der Investitionen durch den Cash-Flow
| Cash-Flow | 2025 | 2024 | 2023 |
|---|---|---|---|
| Investitionen | 222.800 | 141.400 | 64.200 |
| Cash-Flow aus dem Ergebnis | 1.772.000 | 1.272.600 | 1.863.600 |
| Selbstfinanzierungsgrad in % | 795,2 | 901,2 | 2.902,8 |
Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten
Im Geschäftsjahr 2025 wurden weder Forschungs- noch Entwicklungstätigkeiten vorgenommen.
Risiken des Unternehmens
Allgemeine Risiken
Es bestehen derzeit keine, über die gewöhnlichen unternehmerischen Risiken hinausgehenden, Risiken und Ungewissheiten, die die wirtschaftliche Entwicklung des Unternehmens beeinträchtigen.
Finanzielle Risiken
Fremdwährungen
Im Währungsbereich bestehen keine Risiken da alle Ein- und Verkäufe in EURO abgewickelt werden.
Zinsveränderung
Risiken aus der Veränderung des Zinsniveaus bestehen nicht, da kein verzinsliches Fremdkapital vorhanden ist.
Forderungsausfall
Den Risiken aus Forderungsausfällen wird durch eine laufende Evaluierung der Kunden und deren Zahlungsverhalten begegnet. Derzeit gibt es keine erhöhten Bonitätsprobleme der Kunden.
Personalrisiken Für den Bereich "Fertigputz und Estrich" gibt es keine fachspezifische Ausbildung. Daher ist qualifiziertes Personal Mangelware. Die Mitarbeiterweiterbildung wird vor allem durch betriebliche Schulungen in Zusammenarbeit mit Lieferanten forciert. Es ist wieder weniger gelungen, das Auftragsvolumen durch eigenes Personal abzudecken, und der Aufwand für Subunternehmer hat sich gegenüber dem Vorjahr um mehr als 60 % erhöht.
Operative Risiken Durch hohen persönlichen Einsatz des Gesellschafter-Geschäftsführers und dessen Familie sind die Risiken aus dem normalen Geschäftsverlauf überschaubar. Regelmäßige Besprechungen mit den Bauleitern und persönliches Engagement der Geschäftsleitung auf Baustellen zielt auf die Vermeidung von Schadensereignissen sowie auf die Reduzierung des Schadensausmaßes bei eingetretenen Schäden ab.
Strategische Risiken Das größte Branchenrisiko ist der unlautere Wettbewerb durch unseriöse Unternehmen die nur kurz am Markt auftreten und ohne Abgabenentrichtung wieder vom Markt verschwinden. Lohn- und Sozialdumping durch ausländische Mitbewerber ist ebenfalls ein großes Problem, da die Kontrollen durch die zuständigen Behörden hier nur sehr mangelhaft durchgeführt werden können.
Finanzinstrumente Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden keine derivativen Finanzinstrumente eingesetzt. Ein- und Verkäufe werden ausschließlich in Euro abgewickelt.
Voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens
Im ersten Halbjahr war die Nachfrage und Auftragslage im Privatbau gut, jedoch eher überschaubar, während hingegen bei den Objekt- und Wohnungsbauten eine sehr hohe Nachfrage bestand. Allerdings gestaltet sich die tatsächliche Auftragsvergabe aufgrund des starken Preisdruckes, welcher derzeit am Markt herrscht, als sehr schwierig. Für das zweite Halbjahr wird insgesamt ebenfalls mit einer überschaubaren Auftragslage, ohne Aussicht auf eine wesentliche Markterholung, zu rechnen sein.
Zusätzlich führt der aktuell anhaltende Konflikt im Nahen Osten zu steigenden Energie- und Rohstoffpreisen. Wodurch es zu Preissteigerungen in nahezu allen Produktbereichen im Baugewerbe kommt. Durch die gestiegenen Materialkosten, sowie der instabilen Preisentwicklungen führt dies auch zu erschwerten Kalkulationen in der Bauchbranche.
Eine Verbesserung der Lage ist abhängig von der weiteren Entwicklung des Iran-Krieges sowie der Stabilisierung der Energie- und Rohstoffpreise.
St. Johann am Walde, den 06. August 2026
führer René Hasfinger Geschäftsführer