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Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft:
Das Anzeigengeschäft war im Geschäftsjahr 2024 wiederum von Zurückhaltung der Werbekunden geprägt. Dementsprechend büßte „HEUTE“ im Kernumsatz des Geschäftsjahres 2024 ein.
Weitere Optimierungen bei Druck und Vertrieb lieferten positive Begleitumstände für das Ergebnis. Ziel der Gesellschaft war, es in den Erscheinungsgebieten Wien, Niederösterreich und Oberösterreich sowie Burgenland die Reichweite und Marktanteile zu stabilisieren bzw. zu konsolidieren. Das ist bei diesen schwierigen Rahmenbedingungen 2024 wieder gut geglückt (It. Media-Analyse 23/24). Der österreichweite Marktanteil gemäß Media-Analyse 23/24 beträgt 9,0% (VJ: 8,7%), Wien 2024: 19,0% (VJ: 18,8%) / Niederösterreich 2024: 13,9% (VJ: 11,0%) / Oberösterreich 2024: 7,4% (VJ: 9,2%) / Burgenland 2024: 8,8% (VJ: 8,4%). Das Vertriebsnetz wurde mit Standorten im Bereich des Burgenlandes, Niederösterreichs, sowie Oberösterreichs erweitert und im Erscheinungsgebiet Wien optimiert und gefestigt.
In Wien gilt es, die Position als Nummer 1 am Tageszeitungsmarkt – vor der Kronen Zeitung und mit einem deutlichen Abstand vor der Tageszeitung Osterreich (OE24) – zu festigen. Eine weitere Optimierung der Vertriebsstandorte – vor allem durch Standorte, die über den öffentlichen Raum hinausgehen – soli dieses Ziel weiter absichern. Kreative Vertriebspartnerschaften mit verschiedensten Privatbetrieben, die eine regelmäßige starke Kundenfrequenz haben, sollen auch in Zukunft dafür sorgen, dass sich die AHVV Verlags GmbH bei ihren Vertriebslösungen mehrere Schritte vor der Konkurrenz befindet. Damit soll auch in den kommenden Jahren der Grundstein für die Reichweitenstärke und enorme Leseranzahl gelegt werden. Diese beiden positiven Parameter sind die stärksten Argumente bei unseren Kunden, im Anzeigenverkauf und damit für den wirtschaftlichen Erfolg!
Ende 2024 haben die Mitgesellschafter einen 25,5% Anteile an der AHVV Verlags GmbH vom Schweizer Medienkonzerns TX-Group AG übernommen.
Die Entwicklung im laufenden Geschäftsjahr stellt sich anhand der wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren wie folgt dar:
Der Betriebserfolg (EBIT) als operative Erfolgsgröße ist von 980 TEUR (VJ) auf 1.124 TEUR leicht gestiegen. Das Ergebnis vor Steuern beträgt in 2024 1.119 TEUR (VJ: 975 TEUR). Das Ergebnis nach Steuern 2024 beläuft sich auf 855 TEUR (VJ: 729 TEUR).
Die Eigenkapitalquote (als Relation von Eigenkapital zu Bilanzsumme) beträgt per 31.12.2024 18,0% (VJ: 9,7%). Die gearing ratio, definiert als Relation von
verzinslichem Fremdkapital zum Eigenkapital, beträgt 0%, da die Gesellschaft über Nettofinanzguthaben verfügt.
Der Cash Flow aus der operativen Tätigkeit beträgt -191 TEUR (VJ: 1.222 TEUR).
Forschung und Entwicklung:
Die Gesellschaft betreibt keine Forschung und Entwicklung.
Risikomanagement:
Ein modernes Unternehmensmanagement erfordert die bewusste Auseinandersetzung mit den für das Unternehmen relevanten Risiken. Die zentrale Aufgabe eines Risikomanagementsystems liegt in der frühzeitigen Erkennung möglicher Risiken und der Planung bzw. Veranlassung jener Maßnahmen, die nachteilige Auswirkungen negativer Entwicklungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage vermeiden oder zumindest begrenzen. Das Risikomanagementsystem wird durch ein angemessenes – auf den Tätigkeitsbereich der Gesellschaft abgestimmtes – System der internen Kontrolle unterstützt.
Kurzfristig sind die Risikofaktoren für die Gesellschaft als gering einzuschätzen. Mittel- und langfristig liegt das wesentliche Risiko für die Gesellschaft im sich laufend ändernden Kommunikations- und Informationsverhalten unserer Kunden.
Die Konvergenz zwischen neuen Informationsformen (ONLINE) und PRINT steht nunmehr verstärkt im Fokus. Mit dem im erfolgten Relaunch des Onlineportals HEUTE.at, sowie umgesetzten technischen Modifikationen und Optimierungen ist die Zukunftsorientiertheit auch im Cross-Medialen Verkauf gesichert.
Finanzinstrumente
Zu den Finanzinstrumenten zählen finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sowie vertragliche Ansprüche und Verpflichtungen über den Tausch bzw. die Ubertragung finanzieller Vermögenswerte. Die (originären) Finanzinstrumente umfassen auf der Aktivseite im Wesentlichen Forderungen und flüssige Mittel. Auf der Passivseite entsprechen sie weitgehend den Verbindlichkeiten. Derivative Finanzinstrumente bestehen nicht.
Preisänderungsrisiko
Preisänderungsrisiken bestehen darin, dass der Wert eines Finanzinstrumentes aufgrund von Veränderungen des Marktpreises oder preisbeeinflussender Parameter (wie Wechselkurse, Volatilitäten oder Markzinssätze) Schwankungen unterworfen ist. Bei der AHVV Verlags GmbH bestehen solche Preisänderungsrisiken nicht, da weder
verzinsliche Finanzinstrumente vorliegen noch originäre Verbindlichkeiten und Forderungen in Fremdwährungen, bestehen.
Liquiditätsrisiko
Liquiditätsrisiken bestehen im Allgemeinen darin, dass ein Unternehmen möglicherweise nicht in der Lage ist, die Finanzmittel zu beschaffen, die zur Tilgung der im Zusammenhang mit Finanzinstrumenten eingegangenen Verpflichtungen notwendig sind. Die bestehenden Liquiditätsreserven versetzen die Gesellschaft in die Lage, ihren Verpflichtungen fristgerecht nachzukommen. Wesentliches Instrument zur Steuerung des Liquiditätsrisikos ist eine revolvierende Finanzplanung. Ein (derzeit nicht ausgenutzter) Kontokorrentkreditrahmen steht zur Abdeckung von Liquiditätsspitzen bei Bedarf zur Verfügung.
Ausfallsrisiko
Ausfallsrisiken ergeben sich im Allgemeinen aus der Gefahr, dass der Vertragspartner eines Finanzinstrumentes seinen Verpflichtungen nicht oder nicht fristgerecht nachkommen kann und dadurch finanzielle Verluste eintreten. Das Ausfallsrisiko bei den Forderungen wird aufgrund von Erfahrungswerten als gering eingestuft. Zur Minimierung der Ausfälle wurde eine Partnerschaft mit dem Kreditschutzverband von 1870 eingegangen. Durch aktives Debitoren-Management wird die durchschnittliche Debitorendauer sukzessive gesenkt. Bei den liquiden Mitteln wird das Ausfallsrisiko ebenfalls als gering eingeschätzt, da es sich bei den Vertragspartnern um Kreditinstitute mit bester Bonität handelt.
Cashflowrisiko
Cashflowrisiken resultieren im Allgemeinen daraus, dass die künftig erwarteten Zahlungsströme aus einem Finanzinstrument Schwankungen ausgesetzt und damit vertraglich nicht festgelegt sind. Solche Risiken bestehen bei der Gesellschaft nicht.
Umweltbelange:
Auf die Erfüllung aller gesetzlichen Anforderungen betreffend Umweltbelangen wird Bedacht genommen.
Arbeitnehmerbelange:
Durch die Übersiedlung an einen neuen Standort im November 2020 in zentraler Lage wurde die innerbetriebliche Kommunikation vereinfacht und Abläufe und Effizienz der PRINT- und ONLINE-Redaktion verbessert. Alle notwendigen Umstellungen sowie Entscheidungsprozesse wurden mit dem Ziel zusätzliche Mitarbeitermotivation/-Zufriedenheit zu erzielen, entriert. Laufende Evaluierungen triggern Verbesserungsprozesse unter Ausnützung sämtlicher Synergien an.
Zweigniederlassungen:
Es befindet sich eine Betriebsstätte in Linz, jene in St. Pölten wurde in die Zentrale verlegt. Hier werden vornehmlich Lokalnachrichten PRINT und ONLINE redaktionell für die jeweiligen Bundesländerausgaben verarbeitet.
Geschäftsentwicklung 2025 sowie voraussichtliche Ergebnisentwicklung:
Die Gesellschaft sieht sich weiterhin der Gefahr von Umsatzeinbußen aufgrund der aktuellen Werbezurückhaltung im PRINT-Segment ausgesetzt, und geht daher von Ergebnissen auf dem Niveau des Geschäftsjahres 2024 aus. Preisrisiken in Bezug auf den Papierpreis ex Anstieg EUWID sind 2025 maximal aus dem volatilen Gaspreis zu erwarten, wurden aber in die Planung 2025 vorsichtshalber eingepreist. Die Geschäftsführung geht -trotz noch immer deutlichen VPI-Anstiegen (direkte Beeinflussung aller Verträge, sowie der Personalkosten) weiterhin von positiven Ergebnissen aus und plant weitere Einsparungsmaßnahmen (wie z.B. Wechsel des Vertriebspartners) als Instrument zur Gegensteuerung.
Wien, am 28. Februar 2025
Die Geschäftsfükrung
Wolfgang Jansky