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Lagebericht 2024

LebensGroß GmbH

Original-PDF

Stichtag 31. Dez. 2024 · Eingereicht am 30. Sep. 2025

Inhaltsverzeichnis

LebensGroß GmbH Conrad-von-Hötzendorf Straße 37a, 8010 Graz

Inhaltsverzeichnis

1 Der Geschäftsverlauf und die wirtschaftliche Lage...................................... 2 1.1 Die Aufgaben der LebensGroß GmbH .................................................................... 2 1.2 Der Geschäftsverlauf 2024 ..................................................................................... 3 1.3 Die Zweigniederlassungen ..................................................................................... 4 1.4 Finanzielle Leistungsindikatoren ............................................................................. 5 1.5 Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren ...................................................................... 8 2 Beteiligungen und Arbeitsgemeinschaften ................................................ 11 3 Forschung, Entwicklung und Innovation .................................................... 12 4 Voraussichtliche Entwicklung im Jahr 2025 ............................................... 18 5 Wesentliche Risiken in der zukünftigen Entwicklung ................................. 19 5.1 Allgemeine Risiken ............................................................................................... 19 5.2 Gesundheits- und Sicherheitsrisiken .................................................................... 20 5.3 Finanzielle Risiken................................................................................................ 20

1 Der Geschäftsverlauf und die wirtschaftliche Lage

1.1 Die Aufgaben der LebensGroß GmbH

Die LebensGroß GmbH wurde im Jahr 2015 gegründet. Mit Vertrag vom 30.6.2016 wurde der Betrieb des Eigentümers Lebenshilfe Graz und Umgebung – Voitsberg rückwirkend mit Stichtag 1. Jänner 2016 in die LebensGroß GmbH eingebracht. Mit 1.6.2023 wurde die ehemalige Lebenshilfen Soziale Dienste GmbH in LebensGroß GmbH umbenannt.

Mit Wirkung vom 1. April 2019 wurde Frau Mag.a Susanne Maurer-Aldrian vom Gesellschafter zur Geschäftsführerin bestellt.

Die LebensGroß GmbH ist gemeinnützig und als solche nicht auf Gewinn ausgerichtet. Die Kraft der Organisation entspringt ihrer Verantwortung für Menschen mit Behinderung sowie für sozial benachteiligte Menschen, für das Recht auf ein selbstbestimmtes Leben, das Recht auf Lebensqualität und auf eine umfassende gesellschaftliche Teilhabe. Dies bringt eine zivilgesellschaftliche Verantwortung mit sich. Das Leitbild sowie Vision und Mission tragen diese Haltungen ins Unternehmen LebensGroß GmbH hinein und sind ihre normative Grundlage.

Als wesentliche Mittel zur Erreichung des gemeinnützigen Zweckes bietet die LebensGroß GmbH Beratung, Begleitung, Assistenz, Förderung, Pflege und Therapie sowie unterschiedliche Formen der Beschäftigung und der beruflichen Qualifizierung für Menschen mit Behinderung an. Seit zwei Jahrzehnten kommen neue Zielgruppen, die von gesellschaftlicher Exklusion betroffen oder gefährdet sind, dazu: psychosozial beeinträchtigte und sozial benachteiligte Personen sowie Vertriebene. Darüber hinaus unterstützt LebensGroß die betroffenen Familien, Angehörige und ihre Netzwerke, stärkt die Ressourcen der Lebensräume und setzt sich interessenspolitisch für die genannten Gruppen ein.

Mit mehr als 1700 Mitarbeiter:innen zählt die LebensGroß GmbH mit ihren Tochtergesellschaften zu den großen Anbietern sozialer Dienste in der Steiermark. Die entstehenden Kosten werden überwiegend von der öffentlichen Hand getragen (Land Steiermark, Städte und Gemeinden, Sozialministeriumservice, Bundesministerien und der EU). Zusätzliche Einnahmen werden aus Verkäufen von Produkten und Diensten der produktiven und kreativen Betriebe, aus der Erbringung von Zusatzleistungen für die Teilnehmer:innen, sowie aus Spenden und aus Zuschüssen des Vereins Lebenshilfe Graz und Umgebung - Voitsberg erzielt. Die LebensGroß GmbH ist als gemeinnütziges Sozialunternehmen für Menschen mit Benachteiligungen, wie die von ihr betreuten Menschen selbst, in hohem Ausmaß von den rechtlichen Rahmenbedingungen, von sozialpolitischen Entscheidungen und von der Finanzkraft der öffentlichen Haushalte abhängig.

In der Interessenvertretung für Menschen mit Behinderungen ist die LebensGroß seit über 60 Jahren tätig. Seit einigen Jahren wird die Interessensvertretung durch die Menschen mit Behinderung selbst stärker wahrgenommen und durch LebensGroß intensiv unterstützt. Durch ihr öffentliches Auftreten und durch ihre Dienstleistungen konnte LebensGroß in den vergangenen Jahren in vielen Bereichen zu den beachtlichen Verbesserungen für Menschen mit Behinderung beitragen. In den kommenden Jahren wird es darauf ankommen, noch wesentlich stärker als bisher für die Inklusion, d.h. für die selbstverständliche Teilhabe von Menschen mit Benachteiligung am normalen Leben unserer Gesellschaft (Kindergarten, Bildung, Beschäftigung, Wohnen, Gesundheit, Freizeit) einzutreten und die Lebensformen und Dienstleistungen daraufhin auszurichten. Gerade hier ist ein lebendiges Netzwerk aus verschiedenen Playern und Meinungsbildnern sowie anderen Trägern wichtig.

1.2 Der Geschäftsverlauf 2024

Grundlage der strategischen und operativen Führung der LebensGroß GmbH ist die vom Vorstand der Eigentümerin und vom Aufsichtsrat genehmigte Strategie mit Jahreszielen sowie das Budget für das Geschäftsjahr. Die Geschäftsführung informiert in regelmäßigen Abständen die beiden Gremien, sowohl über den Verlauf des operativen Geschäfts, die finanzielle Entwicklung und außerordentliche Risiken, als auch über die Umsetzung strategisch wichtiger Projekte.

Durch die Beschränkung öffentlicher Mittel auch im Bereich der Behindertenhilfe wurden nur in Ausnahmefällen zusätzliche Plätze genehmigt, neue Einrichtungen oder Erweiterungen von bestehenden wurden nicht genehmigt. Es erfolgten auch keine Ausschreibungen von neuen stationären oder mobilen Angeboten. Positiv muss hier festgestellt werden, dass seit 2013 die Preisanpassungen in den meisten Leistungen der LEVO entsprechend den Lohnerhöhungen des Kollektivvertrags der Sozialwirtschaft Österreich und des Verbraucherpreisindex durchgeführt werden. Die Ausgangsbasis, das sogenannte Normkostenmodell, ist jedoch seit Jahren überholt und bildet bei weitem nicht mehr die Realität ab.

Geprägt war 2024 auch von den Auswirkungen des Krieges in der Ukraine. Die daraus resultierenden Preissteigerungen bei Energie und in der Folge auch bei allen Gütern des täglichen Bedarfs trafen gesamt Europa unvorbereitet. Die Preisanpassung ab 1. Jänner 2024 entsprach den Gehaltserhöhungen sowie dem Verbraucherpreisindex.

Erfreulich war die Aufnahme einer neuen Leistung in den LEVO-Leistungskatalog für die Begleitung von Senior:innen in den Wohneinrichtungen ab Beginn 2024. Mit den möglichen Teilnehmer:innen wurden im Jahr 2024 im Rahmen von „Personenzentrierten Planungen“ die Vorbereitungen für die Veränderung in die neue Leistung statt. Mit November 2024 wurden die ersten Senior:innen in dieser neuen Leistungsart begleitet. Nach jahrelangen Bemühungen, die speziellen Anforderungen an die Begleitung von Senior:innen im Rahmen des vollzeitbetreuten Wohnens zu lösen, konnte dieser Prozess erfolgreich abgeschlossen werden. Zukünftig werden bis zu 70 Personen in dieser Form – zumindest in einer Teilzeitlösung – begleitet werden.

Wesentliche Entwicklungen bei den Dienstleistungen:

>> Mit 1.1.2024 hat sich das AMS-Gesetz verändert. Menschen mit Behinderung bis zum 25. Lebensjahr werden nicht mehr automatisch als „arbeitsunfähig“ eingestuft. Damit wurde eine langjährige Forderung umgesetzt. Für unserer Angebote hat dies in erster Linie Auswirkungen auf das Jugendcoaching.

>> Die barrierefreie Online-Plattform „SportFinder“ wurde gemeinsam mit einer Grazer Softwarefirma entwickelt und ging am 18.4.2024 online. Die Plattform soll Menschen mit Behinderung und Sportvereine zusammenbringen. Die Sportvereine können ihre Angebote präsentieren, Menschen mit Behinderung finden auf der Plattform passende Angebote. Link: https://sportfinder.at/

>> In den Sommermonaten konnten die Produkte der Werkstätten in einem Pop-Up Store in der Herrengasse verkauft werden. Die Räumlichkeiten wurden von der Stadt Graz zur Verfügung gestellt, das Personal stellten unsere Werkstätten bereit. In der Vorweihnachtszeit wurden Produkte in der Sporgasse, im Apflbutzn ausgestellt und konnten erworben werden. >> Die Büros der NEBA-Dienstleistungen (Jugendcoaching und Berufsausbildungsassistenz) in der Niesenbergergasse wurde umgebaut. Die Neugestaltung stand unter der Prämisse Nachhaltigkeit und soll durch großzügige Shared Spaces eine effizientere Raumnutzung bringen.

>> Seit Jahresbeginn 2024 bietet das Steiermärkische Behindertengesetz auch die Möglichkeit, dass auch Menschen mit Behinderung in Pension gehen können. Diese neue Regelung gilt für Menschen über 50 Jahren mit höchstem und Menschen über 60 Jahren mit hohem Unterstützungsbedarf. In intensiven Vorbereitungen wurden Bewohner:innen und Erwachsenenvertreter:innen informiert und befragt, für die betreffenden Einrichtungen mussten Konzepte erarbeitet und Genehmigungen durch die Fachabteilung eingeholt werden. Alle Wohneinrichtungen haben die Bewilligung erhalten, mit 1. Oktober 2024 konnten die ersten beiden „Pensionisten“ diese neue Möglichkeit ausprobieren.

>> 2024 bot mit Europa-, Nationalrats- und Landtagswahlen viele Möglichkeiten, die demokratische Mitbestimmung wahrzunehmen. Im Rahmen von „Meine Stimme zählt“ wurden in fünf Veranstaltungen Diskussionsrunden mit Politiker:innen gestaltet. Diskutiert wurde zu den Themen Arbeit, Bildung, Klima und Gesundheit. Die Diskussionsrunden wurden von „Mein- Bezirk“ via Livestream übertragen. Mehr als 10.000 Menschen verfolgten die Diskussionen online.

>> Mit 1.1.2024 trat ein neues Steiermärkisches Schulassistenzgesetz (StSchAG 2023) in Kraft. Ab Mai 2024 wurden von ersten Gemeinden Dienstleistungen für das Schuljahr 2024/2025 ausgeschrieben. Die Ausschreibung der Stadt Graz wurde mit einer ARGE als Zusammenschluss von LebensGroß, Jugend am Werk, alpha nova, Institut für Familienförderung, Institut für Kinder, Jugend und Familie sowie Zeitleben angeboten und es erhielt diese ARGE auch den Zuschlag. Den Lead in der ARGE haben wir übernommen. Der Preis deckt gerade die direkten Kosten der Dienstleistung, offen sind einzelne Verrechnungsdetails, wie Verrechnung der DGKP-Stunden, Schullandwochen etc.

>> Die Dienstleistungen LeLi – Tageszentrum für Menschen mit Essstörungen, Mobile Sozialpsychiatrische Betreuung und die Angebote der Beratungsstelle wurden in einen neuen Bereich Mental Health zusammengefasst. Einzelne Dienstleistungen aus diesem Bereich sollen auch in anderen Bundesländern entwickelt werden.

Wie in den Vorjahren waren die Dienstleistungen der LebensGroß auch 2024 unverändert gut ausgelastet. In vielen stationären und teilstationären Diensten konnte eine 100-prozentige Auslastung der technischen Kapazitäten erreicht werden. Die generell hohe psychische Belastung in der Gesellschaft und in den sozialen Dienstleistungen ist auch hier spürbar. Im Sinne von Krankenständen und Bereitschaft einzuspringen oä. LebensGroß investiert in die betriebliche Gesundheitsförderung, Arbeitspsychologie, Supervision und Coaching um die Belastungen auszugleichen.

Durch die hohe Inflation, die ab Mitte 2022 zu Preissteigerungen von über 20% führte, wurden auch die Gehälter im Rahmen des SWÖ-Kollektivvertrages entsprechend angepasst. Diese Erhöhung der Gehälter wirkt sich auch massiv bei den Personalrückstellungen aus. Die Überprüfungen unserer Einrichtungen und Dienste durch das Land Steiermark und das Bundessozialamt ergaben im Jahr 2024 keine nennenswerten Beanstandungen. Einige Prüfberichte attestieren eine außerordentlich hohe Qualität der Leistungserbringung.

1.3 Die Zweigniederlassungen

Die unmittelbare Geschäftstätigkeit im Dienstleistungsbereich erstreckte sich 2024 auf die Stadt Graz sowie die Bezirke Graz-Umgebung, Voitsberg und Deutschlandsberg. Im Einzelfall war die LebensGroß GmbH auch in den Bezirken Leibnitz und Südoststeiermark tätig. Die Adressen der Zweigniederlassungen sowie Stilllegungen, Erweiterungen und Inbetriebnahmen sind der Beilage zu entnehmen.

1.4 Finanzielle Leistungsindikatoren

Ertragslage

Die Haupterlöse des Jahres 2024 lagen bei € 70.700.830,41, wobei die Betriebsleistung € 71.355.747,81 betrug.

Die Bedeutung der verschiedenen Erlösquellen macht folgende Tabelle deutlich:

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 6
Erlösquellen – Anteil an den Erlösen20242023
Leistungserlöse84,40%83,08%
Subventionen und Förderungen8,16%9,02%
Zusatzleistungen0,34%0,34%
Rückersätze0,76%0,68%
Personalkostenzuschüsse2,24%2,50%
Auftragsarbeiten und gewerbliche Tätigkeit3,19%3,42%
Spenden0,53%0,54%
sonstige Erlöse (Auflösung von Rückstellungen, Versicherungsentschädigungen …)0,38%0,42%
Gesamterlöse100,00%100,00%

Einen guten Überblick über die Ertragsanteile der verschiedenen Geschäftsbereiche vermittelt die Erlösstruktur 2024:

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 6
Beschäftigung
Wohnen und
Erlösstruktur 2024Qualifizierungund Schul-Mobile DienteMental HealthZentrale Erlöse
dienste
Leistungserlöse7%45%46%2%0%
Subventionen71%3%0%11%15%
Zusatzleistungen1%1%98%0%0%
Rückersätze17%25%23%0%35%
Personalkostenzuschüsse17%31%39%0%13%
Auftragsarbeiten83%13%0%0%3%
Spenden14%21%7%1%57%
sonstige Erlöse2%8%9%1%82%

Die LebensGroß GmbH kann mit den Leistungsentgelten des Landes Steiermark und den Subventionen für geförderte Projekte allein nicht ausreichend finanziert werden: Konkret heißt das, dass die LebensGroß GmbH auf die Verkaufserlöse der produktiven und kreativen Werkstätten und Gewerbebetriebe, auf die Eigenleistungen der Eltern und Teilnehmer:innen, auf Erträge aus Spenden und Verlassenschaften, sowie auch auf Zuschüsse des Vereins angewiesen ist, um ein ausgeglichenes Betriebsergebnis zu erzielen.

Wie der Gewinn- und Verlustrechnung zu entnehmen ist, beträgt das Ergebnis vor Steuern € - 276.305,52 und ergibt nach der Berücksichtigung von Steuern bzw. der Zuführung zu und

Auflösung von Rücklagen ein ausgeglichenes Ergebnis. Die Auflösungen von und Zuführungen zur Gewinnrücklage wurden wie folgt durchgeführt: Rücklage Investitionen – Auflösung: € 57.600,00, keine Zuführung; Rücklage für Entwicklung, Digitalisierung und Innovation – Auflösung: € 153.590,00, keine Zuführung; Rücklage Mieten – Auflösung: € 44.000,-, keine Zuführung und sonstige Rücklage – Auflösung: € 22.135,92, keine Zuführung.

Umsatzrentabilität

Berechnung: (EBIT x 100%) / (Betriebsleistung)

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 7
Werte in Tsd Euro20242023
Ergebnis vor Zinsen und Steuern Betriebsleistung335 71 356-820 63 679
Umsatzrentabilität-0,47%-1,29%

Gesamtkapitalrentabilität

Berechnung: ((Ergebnis vor Steuern + Zinsaufwand) x 100%) / (EK + FK)

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 7
Werte in Tsd Euro20242023
Ergebnis vor Steuern + Zinsaufwand Gesamtkapital276 23 940-810 23 507
Gesamtkapitalrentabilität-1,15%-3,45%

Vermögenslage

Die Geldflussrechnung (Cashflow) aus der laufenden Geschäftstätigkeit zeigt ein Ergebnis von TEUR – 589. Die offenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betragen mit 31. Dezember 2024 TEUR 12.194.

Die folgenden – für ein gemeinnütziges soziales Dienstleistungsunternehmen relevanten – finanziellen Kennzahlen zur Analyse des Geschäftsverlaufes 2024 zeigen, dass Kapitalstruktur und Ertragslage der LebensGroß GmbH positiv zu bewerten sind.

Eigenkapitalquote

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 7
Berechnung: (Eigenkapital x 100%) / (Gesamtkapital)
Werte in Tsd Euro20242023
Eigenkapital inkl. zweckgebundene
Finanzierungsbeiträge7 6307 961
Gesamtkapital23 94023 507
Eigenkapitalquote31,87%33,86%

Verschuldungsgrad

Berechnung: (Fremdkapital x 100%) / (Gesamtkapital)

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 8
Werte in Tsd Euro20242023
Fremdkapital16 31015 546
Gesamtkapital23 94023 507
Verschuldungsgrad68,13%66,14%

Finanzlage

Mobilitätsgrad und Working Capital sagen aus, inwieweit die kurzfristig fälligen Schulden durch die kurzfristig gebundenen Vermögensgegenstände gedeckt werden. Dies bietet einen Anhaltspunkt für die kurzfristige Liquiditätslage und Liquiditätsplanung des Unternehmens.

Working Capital Ratio (Mobilitätsgrad)

Berechnung: (Kurzfristiges Vermögen x 100 %) / (kurzfristiges Fremdkapital)

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 8
Werte in Tsd Euro20242023
Kurzfristiges Vermögen17 80517 363
kurzfristiges Fremdkapital13 88713 348
Working Capital Ratio (Mobilitätsgrad)128%130%

Working Capital in % des Umlaufvermögens

Berechnung: (Kurzfristiges Vermögen – kurzfristiges Fremdkapital) / kurzfristiges Vermögen x 100 %

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 8
Werte in Tsd Euro20242023
Kurzfristiges Vermögen17 80517 363
kurzfristiges Fremdkapital13 88713 348
Working Capital in % des Umlaufvermögens22,00%23,12%

1.5 Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Mitarbeiter:innen

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 9
Mitarbeiter:innen31.12.202431.12.2023
Betreuungsbereich1263 / 69 Karenz1377 / 64 Karenz
Verwaltung114 / 3 Karenz119 / 3 Karenz
Wirtschaft88
Freie Dienstnehmer:innen146156
Projektteilnehmer:innen1719
Zivildiener4647

Die Thematik um den Arbeitskräftemangel ist seit der Corona Pandemie in allen Branchen evident, sehr massiv betroffen ist der Sozial- und Gesundheitsbereich. Sowohl im Gesundheitssystem, in der Begleitung von alten Menschen als auch in den Bereichen der Behindertenarbeit bzw. der Kinder- und Jugendhilfe gibt es massive Schwierigkeiten, freie Stellen bzw. einen Ausbau von Angeboten mit neuen Mitarbeiter:innen zu besetzen. Attraktiv sind Stellen, in welchen eine höhere Entlohnung in Aussicht ist. Als attraktiver Arbeitgeber ist es uns gelungen, alle offenen Stellen rasch zu besetzen.

Gleichermaßen schwierig ist es, Quer- und Einsteiger:innen in entsprechende Ausbildungen zu bringen. Hier sind Maßnahmen, die Attraktivät des Jobs und des Arbeitgebers darzustellen, immer wichtiger. Nicht immer zählt aber das Thema Entlohnung, die Kolleg:innen, Arbeitszeit- und Arbeitsplatzgestaltung oder die für den Betrieb auch kostenintensive Dienstplansicherheit sind wichtige Auswahlfaktoren. Hier zeigen unsere Mitarbeiter:innen-Zufriedenheits-befragungen für 2022 sehr positive Werte.

Kund:innen

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 9
Kund:innen31.12.202431.12.2023
Wohnen (Vollzeit, Teilzeit, Trainingswohnen)285284
Arbeit und Beschäftigung (§ 8 und § 16 StBHG)687637
Mobile Dienste (inkl. berufl. Integration)2.9042.858
Beratung (mon. Durchschnitt 1 bis 12)4433
Flüchtlingshilfe8489

Umweltbelange

Nachhaltige Nutzung von Anlagegütern und Gütern des täglichen Gebrauchs ist uns sehr wichtig und daher in der Geschäftspolitik der LebensGroß GmbH fest verankert. Bei allen Beschaffungen wird auf die Notwendigkeit, Qualität der Produkte, Langlebigkeit, Wirtschaftlichkeit und Energieeffizienz geachtet.

Aus den in den Jahren 2016 und 2022 verpflichtend durchzuführenden Energieeffizienzaudits haben wir Maßnahmen abgeleitet, die umgesetzt wurden. Durch die Maßnahmen

(Austausch von Beleuchtungen gegen LED-Leuchten, etc.) konnten an den betroffenen Standorten die Energieverbräuche deutlich reduziert werden. Zusätzlich zur bereits 2022 in Betrieb genommenen Photovoltaikanlage am Standort Conrad-von-Hötzendorf Straße mit rd. 40 kWp wurden 2024 an den Standorten Deutschlandsberg, Lieboch, Voitsberg-Perschlerstraße und Söding Siedlungsstraße Photovoltaikanlagen mit insgesamt 124 kWp in Betrieb genommen. Damit soll ein Teil der Stromversorgung der Standorte abgedeckt werden. An den Standorten Deutschlandsberg, Lieboch, Casalgasse und Söding wurden die Heizungssteuerungen und Umwälzpumpen erneuert und die Leitungen gespült. Dadurch konnte z.B. am Standort Söding der Verbrauch an Heizöl um rd. 20% reduziert werden.

Im Zukunftsbild 2025+, das im Laufe des Jahres 2019 gemeinsam mit vielen Mitarbeiter:innen erarbeitet wurde, wurde ein Schwerpunkt zum Thema ökosoziale Verantwortung verankert. Im Sinne von Nachhaltigkeit wollen wir unsere Verantwortung gemeinsam mit unseren Teilnehmer:innen für unser ökosoziales Umfeld übernehmen. Dazu wurden bereits einige Projekte (Studie zu den Folgen des Klimawandels für Menschen mit Behinderungen, plastikfreie Schulbuffets, finanzielle Anreize zur Nutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln für Mitarbeiter:innen, Erarbeitung von Mobilitätstrainings für Teilnehmer:innen zur Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel statt individueller Taxifahrten, etc.) zur Umsetzung gebracht.

Die Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) ist eine EU-weite Informationspflicht über Nachhaltigkeitsaspekte, die umfangreicher ist als bisherige Vorgaben. Unternehmen müssen in einem speziellen Abschnitt des Lageberichts über Umweltrechte, soziale Rechte, Menschenrechte und Governance-Faktoren berichten. Ob uns diese Berichtspflicht treffen wird, ist ungewiss. Aufgrund der Stop-the-Clock-Richtlinie verschiebt sich die verpflichtende Nachhaltigkeitsberichterstattung für LebensGroß auf 2027, sodass der erste Bericht über das Jahr 2027 in 2028 veröffentlicht wird.

Dennoch wurde der Prozess der doppelten Wesentlichkeitsanalyse in Probe gestartet. Im Ergebnis wurden Chancen und Risiken, Auswirkungen sowie Kennzahlen definiert. 3 wesentliche Chancen und Risiken wurden identifiziert, die aufgrund der doppelten Wesentlichkeit (CSRD)/Risikobewertung bei LebensGroß zu berücksichtigen sind: Chancen wurden im Bereich des Marktes, Risiken im Bereich der Datenverluste und der Cyberkriminalität sowie dem Fachkräftemangel herausgearbeitet.

Diese Chancen und Risiken sind bereits in der bestehenden Risikobewertung berücksichtigt und erfordern somit keine weiteren expliziten Maßnahmen.

Im Sinne der Auswirkungen diente als Basis für die Analyse die Liste der 89 Unterthemen aus der ESRS. Für LebensGroß wurden dabei 44 Auswirkungen als relevant bewertet. Diese Auswirkungen sind den folgenden ESRS-Themen zugeordnet:

 E1: Klimawandel >> z.B. Klimaschutz („CO2 Emissionen durch Mobilität der TN:innen und MA:innen“)    E3: Wasser- und Meeresressourcen >> z.B. Wasserentnahme („Wasserentnahme durch versch.Tätigkeiten &Aktivitäten (Körperpflege, Kochen, Wäscherei, Arbeitsstätten …)“) E5: Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft >> z.B. Ressourcenzuflüsse einschließlich Ressourcennutzung („Verbrauch von erneuerbaren und nicht-erneuerbaren Ressourcen (IT, Fahrzeuge, Verbrauchsmaterialien, Lebensmittel etc.“) S1: Eigene Belegschaft >> z.B. Arbeitsbedingungen-Gesundheitsschutz und Sicherheit („psychische Belastungen, physische Belastung, Gesundheitsgefahren und fremdgefährdendes Verhalten von Teilnehmer:innen“)  S3: Betroffene Gemeinschaften

  >> z.B. Bürgerrechte und politische Rechte von Gemeinschaften („Sensibilisierung der Gesellschaft durch Konfrontation mit den Bedürfnissen von Menschen mit Benachteiligungen“) S4: Verbraucher:innen und Endnutzer:innen >> z.B. Persönliche Sicherheit von Verbraucher:innen und/oder Endnutzer:innen – Kinderschutz („Begleitete Kinder erfahren durch Dienstleistungen von LG, wie Frühe Hilfen, Gute Chancen, KiJu Unterstützung und Inklusion“) G1: Unternehmenspolitik >> z.B. politisches Engagement („LG ist eine geschätzte Partnerin zum (kritischen) Diskurs mit politischen Parteien auf lokaler und Regionaler Ebene“)

Die Auswirkungen werden in entsprechende Datenpunkte (DP)/Kennzahlen übersetzt: Allgemeine Angaben (10 DP), Umwelt (83 DP), Soziales (71 DP), Governance (3 DP).

Derzeit wird gerade abgewartet und beobachtet, welche Anforderungen aus der Omnibus- Verordnung/Stop-the-Clock-Richtlinie für LebensGroß Gültigkeit erlangen. Erst im nächsten Schritt werden dann mit den verantwortlichen Personen die relevanten Datenpunkte im Unternehmen erhoben und entsprechend aufbereitet, sowie Definitionen von Policies, Actions, Targets für jede Kennzahl ergänzt.

Im CSRD-Prozess ist ein Einbeziehen der Stakeholder gefordert. Die für LebensGroß wichtigsten Interessensgruppen wurden herangezogen und befragt. Diese sind: Eigentümer, Mitarbeitende, Teilnehmer:innen, Auftraggeber + Überwachungsbehörden, Angehörige. Die Interessensgruppen meldeten in verschiedenen Dialogformaten zurück, dass alle wesentlichen Themen berücksichtigt wurden und es derzeit keinen Handlungsbedarf gibt.

Treibhausgasbilanz (THG)

Für den Fuhrpark von LebensGroß wurde eine erste CO2-Bilanz erstellt. Das Ergebnis zeigt eine CO2 Reduktion im Jahr 2024 (im Vergleich zum Vorjahr).

Ergebnis CO2 Bilanz Fuhrpark LebensGroß:

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 11
20232024
Anzahl Fahrzeuge6563
Jahreskilometerleistung532 673 km506 215 km
CO2 Bilanz89 037 kg84 392 kg
CO2 Reduktion in kg4 645 kg
CO2 Reduktion in %5,5 %

Darüber hinaus wurde für 2023 eine erste Treibhausgasbilanz (THG) für LebensGroß mit dem Tool „ClimCalc“ erstellt. Der Daten-Pool entstammt dem Bau- und Facilitymanagement, Controlling, HR, Office und der Mobilitätsumfrage. Dazu wurden die 19 repräsentativsten Einrichtungen von LebensGroß als Datenbasis ausgewählt und die Verbrauchsdaten erhoben.

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 11
GesamtorganisationVerbrauch Hygienepa-Verbrauch StromVerbrauch Wärme
pier* in kgin kWhin kWh
Summe12.873630.8892.467.277

2 Beteiligungen und Arbeitsgemeinschaften

Die LebensGroß GmbH hat am 17. Juli 2015 die LGA LebensGroß Assistenz GmbH (FN 437772 h) gegründet. Die Gründung der Gesellschaft und die Bestellung des Geschäftsführers erfolgten mit Beschluss des Gesellschafters der LebensGroß GmbH. Zum Geschäftsführer wurde Herr Donat Schöffmann bestellt. Die Gesellschaft übernahm mit 1. September 2015 den Auftrag der Stadt Graz für die Pflege- und Betreuung der Kinder und Jugendlichen mit Behinderung in den Grazer Pflichtschulen und danach in einigen Grazer Umlandgemeinden. Mit Wirkung vom 1. April 2019 wurde Frau Mag.a Susanne Maurer-Aldrian vom Gesellschafter zur Geschäftsführerin bestellt.

Mit Wirkung vom 11. Dezember 2021 wurden die Gesellschaftsanteile an der erfa GmbH (FN 563080i, errichtet am 5. August 2021) vom Verein ERfA – Erfahrung für Alle gemäß Beschluss der Mitgliederversammlung vom 2. Dezember 2021 auf die LebensGroß GmbH übertragen. Der Verein übertrug die Gesellschaftsanteile im Zuge der Auflösung. Die erfa GmbH bietet Arbeitssuchenden, vor allem langzeitarbeitslosen Personen Beschäftigungsmöglichkeiten an, um wieder in den Arbeitsprozess integriert zu werden.

Die LebensGroß GmbH hat sich gemeinsam mit anderen Organisationen in den Jahren 2015 bis 2024 an mehreren Ausschreibungen in Form von Bietergemeinschaften beteiligt. Jene Bietergemeinschaften, welche den Zuschlag erhalten haben, erbringen die beauftragten Leistungen als Arbeitsgemeinschaft, in Form einer Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GesbR). Die Anteile an der Gesellschaft errechnen sich anhand der, für die jeweilige Organisation zugeschlagenen Beschäftigungsausmaße in Vollzeitäquivalenten. Die Geschäftsführung wird jeweils von einer Organisation abgewickelt, welche für die vertragsgemäße Erbringung sowie für die Einhaltung der Plankosten entsprechend dem jeweiligen Fördervertrag verantwortlich ist.

Zum 31.12.2024 war die LebensGroß GmbH an folgenden Arbeitsgemeinschaften beteiligt:

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 12
ARGE für Flexible Hilfen für Kinder und Jugendliche in Graz-Umgebung GesbR,
Firmensitz: Idlhofgasse 59, 8020 Graz
ARGE für Flexible Hilfen Deutschlandsberg GesbR,
Firmensitz: Lendplatz 35, 8020 Graz
ARGE Produktionsschule GesbR,
Firmensitz: Keplerstraße 109, 8020 Graz
ARGE Jugendcoaching GesbR,
Firmensitz: Idlhofgasse 59, 8020 Graz
ARGE Frühe Hilfen Steiermark GesbR
Firmensitz: Lendplatz 35, 8020 Graz
ARGE Schulassistenz GesbR
Firmensitz: Conrad-von-Hötzendorf Straße 37a, 8010 Graz

3 Forschung, Entwicklung und Innovation

>> „Zeit mit dir“ - Partnerbörse für Menschen mit Behinderung

Ausgehend vom Wunsch vieler Teilnehmer:innen nach einer inklusiven Plattform für Freundschaften und Liebesbeziehungen wurde 2022 das Innovations-Projekt „Zeit mit dir“ ins Leben gerufen. Aufbauend auf ersten Bedarfsanalysen in Kooperation mit der FH Joanneum, entwickelte ein interdisziplinäres Team ein Gesamtpaket an digitalen und analogen Services. Die künftigen User:innen wurden während des gesamten Innovations-Prozesses intensiv eingebunden, brachten ihre Ideen und Gedanken ebenso ein, wie Inputs und Vorschläge in Hinblick auf Barrierefreiheit.

2024 wurde die digitale Plattform fertiggestellt und ging online. Sie stößt bereits auf große Resonanz, sowohl bei User:innen als auch bei anderen Trägern, die bereits Interesse bekundet haben, als Partnerorganisationen und Multiplikatoren zu fungieren.

Gemeinsam mit diesen Partnerorganisationen (u.a. alpha nova, Lebenshilfen, Jugend am Werk, Volkshilfe, Hilfswerk) soll ein System etabliert werden, bei dem die Erstberatung über diese Einrichtungen oder online erfolgt. Ab 2025 ist eine Nutzungsgebühr für externe Nutzer:innen geplant.

„Zeit mit dir“ wurde von der FFG mittels der Förderschiene „Impact Innovation“ co-finanziert. Außerdem schaffte es dieses Projekt ins Finale des GASBA – Get Active Social Business Award, wo es von einer Expert:innen Jury unter die Top 10 aus 126 Einreichungen gewählt wurde. Dieser Award wird jährlich von Coca Cola, der WU Wien und dem Standard verliehen.

>> Hobby Lobby

Seit dem Wintersemester 2023/24 setzen wir das Projekt Hobby Lobby in mehreren Grazer Schulen um. Die kostenlosen Sport- und Freizeitangebote für sozioökonomisch benachteiligte Kinder und Jugendliche werden von uns organisiert und gemeinsam mit ehrenamtlichen Mitarbeiter:innen/Kursleiter:innen umgesetzt.

Wir sind Franchise-Nehmerin in diesem in Wien entstandenen und nun in weiten Teilen Österreichs, Deutschlands und in Rumänien wirkenden Projekt. Mit Stand Dezember 2024 hat die Hobby Lobby Steiermark rund 280 Kinder und Jugendliche erreicht, die an 42 verschiedenen Kursen in Graz teilgenommen haben. Im Herbst 2023 wurde außerdem das Youth Leaders Programm ins Leben gerufen, bei dem 12 ehemalige Hobby Lobby Kids durch pädagogische Workshops zu Co-Kursleiter:innen ausgebildet werden.

Das Projekt wird von der Stadt Graz sowie von Spenden finanziert.

>> Autismus und Asperger

Aktuelle internationale Studien zeigen, dass mehr als 1% der Weltbevölkerung vom Autismus-Spektrum betroffen ist. In Österreich sind das mehr als 80 000 Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Und die Tendenz ist, aufgrund größeren Bewusstseins und verbesserter Diagnostik, weiter steigend. Um dieser Entwicklung Rechnung zu tragen, bedarf es des permanenten Ausbaues der bestehenden Therapie- und Beratungsangebote – im Sinne der Ganzheitlichkeit und eines gelingenden Transfers in die jeweiligen Lebenswelten.

LebensGroß verfolgt dabei einen ganzheitlichen, integrativen Therapie- und Förderansatz, der auf die Gesamtentwicklung des autistischen Kindes, der Jugendlichen oder Erwachsenen abgestimmt ist und das Umfeld mit einbezieht.

Eine isolierte Sichtweise, die z.B. nur einen Aspekt (z.B. die herausfordernden Verhaltensweisen) hervorhebt, wird dieser tiefgreifenden Entwicklungsstörung nicht gerecht. Auch eine Sichtweise, die den autistischen Menschen isoliert betrachtet und behandelt, die die Bedeutung des Umfeldes und gleichzeitig die grundlegende autistische Schwierigkeit, nämlich Veränderungen auf andere Gebiete zu übertragen, vernachlässigt, greift ebenso zu kurz.

Unsere Angebote sind auf die individuelle Person ausgerichtet und orientieren sich an der jeweiligen Thematik des autistischen Menschen und seines sozialen Umfeldes, seiner Familie und seinen Bezugspersonen.

Das Angebotsspektrum umfasst: Beratung und Information zum Thema „Autismus Spektrum Störung“, ressourcenorientierte, ganzheitliche, systemisch-pädagogische Förderung, Coaching, Gruppenangebote, psychologische Behandlung, Psychotherapie, Diagnostik.

>>Innovationsnetzwerk zur Entlastung pflegender Angehöriger - „Lotta“

Das Innovationsnetzwerk zur Entlastung pflegender Angehöriger ist ein gemeinsames Projekt, welches im Rahmen des Programms Laura Bassi 4.0 mit freundlicher Unterstützung des ehemaligen Bundesministeriums für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort (BMDW) ermöglicht und von Two Next Inclusion, Caritas der Erzdiözese Wien, Ludwig-Boltzmann-Institut Digital Health and Patient Safety, semanticlabs GmbH und der LebensGroß GmbH umgesetzt wurde.

Im Projekt wurden digitale Lösungsansätze zur Entlastung unterschiedlicher Teilgruppen von pflegenden Angehörigen erarbeitet und in einen ersten digitalen Prototyp gebracht.

Innovationszyklus 1: Im Zeitraum von 04/2021 bis 03/2022 legte das Netzwerk den Fokus auf Angehörigenpflege auf Distanz, also Angehörige, die Hauptbezugspersonen sind aber mindestens eine Stunde entfernt zu den pflegebedürftigen Personen wohnen.

Der Forschungsphase folgte ein Design-Thinking-Prozess, in dem zwei Lösungsansätze entwickelt wurden. In weiterer Folge entstand ein digitaler Prototyp namens „Lotta“. „Lotta“ ermöglicht eine vereinfachte Kommunikation und Koordination der Care-Aufgaben im Unterstützernetzwerk und soll durch die Funktionen „Ich brauche“ – „ich biete“ auch die Distance Carer unterstützen.

Innovationszyklus 2: Der im April 2022 gestartete zweite Zyklus 2022/23 stellt die Gruppe der pflegenden Eltern in den Mittelpunkt. Eltern von Kindern mit physischem, psychischem und kognitivem Unterstützungsbedarf stehen in den unterschiedlichen Lebensphasen ihrer Kinder immer wieder vor neuen Herausforderungen und Hürden. Vor allem in den Jugendjahren verstärkt sich die Problematik. Die Belastungen steigern sich durch das Ende der Schulpflicht, die Herausforderungen bei der Integration in den Arbeitsmarkt, wegfallende finanzielle Unterstützung, eingeschränkte Freizeitangebote, usw. In enger Zusammenarbeit mit der Zielgruppe konnte das Bedürfnis der pflegenden Eltern herausgearbeitet werden, dass sie sich in der Gesellschaft mehr Verständnis und Präsenz für ihre Anliegen wünschen. Aber auch der Austausch unter Peers auf eine unkomplizierte Art und Weise wurde genannt. So entstand als Lösungsansatz der Podcast „Pflegende Eltern – Lebensgeschichten“, der nach Projektende von LebensGroß, Two Next und drei pflegenden Angehörigen weitergeführt wird. Neue Folgen erscheinen im Monatsabstand auf allen gängigen Podcast-Plattformen: Pflegende Eltern: Lebensgeschichten RSS Feed (letscast.fm)

Innovationszyklus 3: Im Zeitraum von 04/2023 bis 03/2024 widmete sich der letzte Innovationszyklus der Gruppe der "Jungen Erwachsenen mit Pflegeverantwortung", die sich noch in der Phase ihrer beruflichen Ausbildung befinden. Häufig erfährt diese Personengruppe eine Ungleichheit in den Möglichkeiten, sich ohne Einschränkungen in ihrer Ausbildung zu

orientieren und gegenüber Gleichaltrigen ohne Pflegeverantwortung Chancengleichheit zu erfahren. Care-Tätigkeiten in diesen jungen Lebensjahren zu übernehmen, beeinflusst die Persönlichkeitsentwicklung und Definition des eigenen Ichs. Sich bewusst Auszeiten und Zeit für die eigene Lebensplanung zu nehmen, kommt zu kurz. Aus diesem Grund wurde der digitale Prototyp „Bemerkenswert“ erarbeitet – eine App, die junge Menschen mit Pflegeverantwortung in der täglichen Selbstreflexion, Journaling und Coaching unterstützt.

Die gesamten Projektergebnisse gibt es zur Nachlese auf unserer Projektwebsite (Pflege- Innovationsnetzwerk (two-next-inclusion.org)) und im Abschlussbericht (INEPA_Abschlussbericht.pdf (two-next-inclusion.org)).

>> Theaterakademie LebensGroß

Seit Jänner 2024 darf die Theaterakademie von LebensGroß erstmals talentierten Menschen mit Behinderung eine Ausbildung als Bühnendarsteller:innen anbieten. Im Zentrum stehen Workshops und Unterricht in verschiedenen Bereichen der darstellenden Künste, wie zum Beispiel Tanz und Theater, aber auch kreatives Schreiben und Musik. Menschen mit Behinderung werden befähigt, als professionelle Performer:innen zu arbeiten und bei Kooperationspartner:innen mit den großen Kunst- und Kulturinstitutionen in Graz, wie der Oper und dem Schauspielhaus, tätig zu sein. Künstlerische Innovation und Vielfalt sowie kulturelle Teilhabe sind wichtige Anliegen der Theaterakademie. Das Projekt stellt einen Impulsgebenden Mehrwert für den Mainstream Kunst und Kultur dar. Finanziert wird das Projekt vom Innovationsfond von Licht ins Dunkel.

Im April 2024 führten wir die erste gemeinsame inklusive Lehrveranstaltung "szenisches Forschen" mit Studierenden des Schauspiel-Departments der Kunstuniversität Graz durch. Hierbei arbeiteten 3 Gruppen mit je 3-5 Personen mit und ohne Behinderung mit Texten des Autors Thomas Köck. Es gab 3 Präsentationen der Ergebnisse im Theater im Palais an der Kunstuni. Die Lehrveranstaltung wurde im Sommersemester 2025 zum 2. Mal durchgeführt. Im Herbst 2024 erarbeitete das gesamte Ensemble der Theaterakademie eine Stückentwicklung zum Thema Bedeutung, welches unter der Regie von Julia Gratzer im Herbst 2024 im Salon Stolz aufgeführt wurde. Es gab 3 ausverkaufte Aufführungen.

Für 2025 ist eine Wiederaufnahme des Stücks "Geschichten aus dem Frisiersalon" im Schauspielhaus geplant. Das Stück entstand gemeinsam mit dem Mezzanin Theater.

Zusätzlich werden 3 Bühnendarsteller:innen in einem inklusiven Spielclub im Schauspielhaus, mit Präsentationen im Juni 2025 zu sehen sein. Die 3 Schauspielerinnen werden im Anschluss in der Produktion "Amore mio" unter der Regie von Anja Wohlfahrt ein Theaterstück mit Schauspieler:innen des Ensembles erarbeiten. Premiere ist im November 2025 im Rahmen des inklusiven Tanz-, Kultur- und Theaterfestivals InTaKT.

>> Inklusive Klimaschutz Akademie

In der Inklusiven Klimaschutz Akademie werden Menschen mit Inklusionsbedarf und Menschen ohne Inklusionsbedarf gemeinsam zu Klimaschutz-Coaches ausgebildet. Es wird ein Lehrgang in leichter Sprache entwickelt, der an die Bedürfnisse der Teilnehmer:innen angepasst ist. Die fertig ausgebildeten Expert:innen geben dann ihr Wissen im Rahmen von Workshops und Vorträgen an andere Einrichtungen, Schulen, Betriebe, etc. weiter. Leadpartner im Projekt ist Das Gramm - Bildungsverein zur Ressourcenschonung (Verena Kassar). LebensGroß GmbH und atempo GmbH sind Projektpartner.

>> Di-LeLi - Telemonitorisch unterstütztes Versorgungsprogramm für Essstörungen im LeLi-Tageszentrum

Das Projekt „DiLeLi“ soll das bestehende Angebot im LeLi-Tageszentrum für Menschen mit Essstörungen digital unterstützen. Gemeinsam mit den Projektpartnern AIT Austrian Institut of Technology GmbH und der telbiomed Medizintechnik und IT Service GmbH wird eine Telemonitoring-Lösung für die Teilnehmenden und das Behandlungsteam erarbeitet. Diese Lösung soll die Versorgung und das Therapienetzwerk in der Kommunikation und Dokumentation unterstützten.

Als Basis wird die KIT Tele Health Plattform, entwickelt vom AIT, verwendet und an die spezifischen Anforderungen für die Begleitung von Menschen mit Essstörungen angepasst. Ab Sommer 2024 wird die neue Monitoring-Lösung im LeLi-Tageszentrum für ein Jahr pilotiert. >> Digitale Jugendarbeit – Fit für die Praxis

LebensGroß arbeitet in vielen Bereichen mit Jugendlichen und sieht die Herausforderungen in diesem Bereich. Gemeinsam mit Partner:innen der FH Joanneum und der Uni Graz arbeiten wir an Lösungen. Ein Ergebnis ist der Pilot-Lehrgang „Digitale Jugendarbeit“. Finanziert durch die Arbeiterkammer konnten dabei Jugendarbeiter:innen kostenlos im Umgang mit digitalen Prozessen geschult werden. Der Lehrgang dauerte 8 Monate und umfasste 130 Ausbildungsstunden. Jede:r Teilnehmer:in musste während der ganzen Laufzeit außerdem eine Projektarbeit verfassen. Wichtigstes Ziel des Lehrgangs war es, den Jugendarbeiter:innen praktisches Wissen mitzugeben, das sie in ihrem Arbeitsalltag mit den Jugendlichen einsetzen können. Auf unserer Projektseite Digitale Jugendarbeit – Fit für die Praxis können einige der Abschlusspräsentationen, sowie Ergebnisse in Form von entwickelten Kartensets und Lernvideos angesehen werden. Es wird derzeit angedacht, den Lehrgang in kompakter Form auf Basis der Evaluierung der FH Joanneum eventuell 2026 wieder anzubieten.

>> Angstfrei im Internet

Im Internet sind Menschen mit Behinderungen oft besonders gefährdet – sei es durch Cybermobbing, Betrug oder digitale Diskriminierung. Algorithmen in Sozialen Medien zeigen nicht immer angemessene Inhalte. Besonders für Menschen mit Behinderungen kann das bedeuten, dass sie vermehrt mit irreführenden oder teils auch gefährlichen Inhalten konfrontiert werden. Auch Identitätsdiebstahl, Online-Belästigung oder Fake News stellen eine große Herausforderung dar.

Deshalb setzt sich LebensGroß für mehr digitale Aufklärung und Schutz ein. Im Projekt „Angstfrei im Internet“ werden Menschen mit intellektueller Behinderung gestärkt, damit sie sich selbstbewusst im digitalen Raum bewegen. Sie sollen lernen Gewalt im Internet zu erkennen und aktiv dagegen Handlungen zu setzen.

Wir bieten 2025 kostenlose Workshops an, die sich der Sicherheit im digitalen Raum widmen – für Menschen mit Behinderungen, aber auch für Mitarbeiter:innen, die Menschen mit Behinderungen begleiten. Auch eigene Workshops nur für Frauen, die oft mit sexualisierten Inhalten konfrontiert sind, werden angeboten. Das Projekt wird zu 100% vom Bundeskanzleramt gefördert.

>> inklusive Unternehmen

Gemeinsam mit dem Forschungsinstitut Queraum führten wir 2024 eine Studie durch. In dieser Studie wird das Themenfeld Diversity, Equity und Inclusion (kurz DEI) in Unternehmen erhoben. Aufbauend auf einer ersten Recherche wurden Unternehmer:innen in Interviews befragt, bzw. fand ein Workshop bei LebensGroß gemeinsam mit Unternehmensvertreter:innen statt. Hier wurde erhoben, wo Unternehmen derzeit in diesem Themenfeld

stehen, was sie sich wünschen und wo sie aktuell noch auf Hürden treffen, wenn es darum geht Diversität und Inklusion voll umzusetzen, auch wenn die Vorteile eines diversen Arbeitsumfeldes oftmals schon bekannt sind.

Aufbauend auf den Ergebnissen des Forschungsprojekts, soll 2025 ein Innovationsprojekt starten. In diesem soll eine Dienstleistung entwickelt werden, die Unternehmen dabei unterstützt, die Potentiale, die Diversität und Inklusion mit sich bringen, voll auszuschöpfen.

>> F.I.M. Flexibel Inklusiv Mobil

Das 2024 gestartete, partizipative Projekt F.I.M untersucht Bedarfe von Menschen mit dauerhafter Mobilitätseinschränkung. Ziel ist, den Zugang zu Mobilitätsangeboten zu verbessern und nachhaltiger zu machen. So sollen künftig Fahrzeuge und Fahrten einfacher buch- und nutzbar werden.

Es handelt sich um ein von der FFG gefördertes Konsortialprojekt. Im Lead ist Triagonal Verkehrsplanung, LebensGroß und Chance B sind Projektpartnerinnen.

>> Simpl4ALL

Das Erasmus+ Projekt Simpl4All zielte darauf ab, inklusives Lernen durch Einbeziehung junger Menschen und Mediator:innen in einem kreativen Prozess zu fördern, um die allgemeine und berufliche Bildung in Europa attraktiver zu gestalten und zu verbessern. Im Rahmen dieses EU-Projekts wurde durch die Schaffung von zugänglichen Bildungswerkzeugen und -materialien ein Beitrag zum inklusiven Lernen geleistet, sowie die Weiterqualifizierung des Lehrund Betreuungspersonals und Förderung der Nutzung von digitalen Technologien und Vernetzung unterstützt. Das Projekt wurde im August 2024 abgeschlossen.

>> INE

Das von LebensGroß koordinierte Erasmus+ Projekt INE (Inclusive Nature Experience) verbindet die Themen Inklusion mit Klimaschutz sowie Gesundheit und Prävention. INE zielt darauf ab, Menschen mit und ohne Behinderungen einen inklusiven Zugang zur Natur zu ermöglichen und von ihr zu profitieren. Durch die Förderung positiver und wertvoller Erfahrungen in der Natur will das Projekt das Engagement für den Naturschutz stärken, das Lernen über die natürliche Umwelt fördern und die Bereitschaft erhöhen, sich für den Klimaschutz einzusetzen. Der Nutzen für die eigene Gesundheit soll erkannt und davon profitiert werden. Die Natur wieder bewusst zu erleben und sich mit ihr zu verbinden, ist ein wichtiger Schritt hin zur Verbesserung der Lebensqualität aller Menschen. LebensGroß koordiniert dieses EU-Projekt und arbeitet gemeinsam mit Zavod RISA (SLO), Les Apprimeurs (FR) und A.R.T Fusion (RO) daran, inklusive, maßgeschneiderte Bildungsangebote für Menschen mit intellektueller Behinderung, Lernschwierigkeiten und geringeren Chancen zu entwickeln, die einen umweltfreundlichen, gesunden Lebensstil fördern. Das Projekt mit der Laufzeit von 24 Monaten startete im Oktober 2024.

>> UNITY

Das im Juni 2024 gestartete EU-Projekt UNITY fördert Einheit, Gleichstellung und Inklusion in der Europäischen Demokratie, indem es Menschen mit intellektuellen Behinderungen oder Lern-Schwierigkeiten bestärkt, die demokratische Zukunft mitzugestalten. Drei Organisationen aus Österreich (LebensGroß), Slowenien (Zavod RISA) und Belgien (Inclusion Europe) ermöglichen Debatten, Kampagnen und Workshops, um die politische Agenda in Richtung echter Vertretung zu lenken. Durch neue Technologien, die Vermittlung von Medienkompetenz und in sozialen Netzwerken wird jede Perspektive gehört und aufgegriffen. Es werden politische Empfehlungen entwickelt, um einen dauerhaften Wandel zu bewirken. UNITY wird ein nachhaltiges Netzwerk von Partnerschaften bilden und das Engagement für ein

kontinuierliches bürgerschaftliches Engagement verstärken. Das Projekt aus der Förderschiene CERV läuft bis Mai 2026.

>> Sharing is Caring

Das von der FFG geförderte Pilotprojekt mit dem Grazer Startup ByeAgain und erfa ging 2024 in den Regelbetrieb über. Über die Refurbishing Plattform ByeAgain werden gebrauchte Kinderartikel verkauft. Davor werden sie von Teilnehmer:innen der erfa hygienisch gereinigt und repariert. Was 2023 noch in einem Innovationsprozess konzipiert, entwickelt und getestet wurde, konnte 2024 soweit professionalisiert werden, dass bereits 2 ehemalige Teilnehmer:innen der erfa im Herbst 2024 von ByeAgain fix angestellt werden konnten. Weitere erfa Teilnehmer:innen arbeiten nun regelmäßig im Zuge der fallweisen Beschäftigung bei ByeAgain und können zunehmend verantwortungsvollere Aufgaben im Refurbishment Prozess übernehmen.

Im Ranking „Österreichs Top innovative Unternehmen 2025“ von trend und statista wurde LebensGroß auf Platz 62 gelistet. Das Ranking würdigt Unternehmen, die unter anderem durch innovative Technologien, kreative Lösungen oder zukunftsweisende Unternehmenskulturmodelle hervorstechen. Zur Ermittlung wurden 9.000 Befragungen mit Innovations-Expert:innen und Mitarbeiter:innen der untersuchten Unternehmen durchgeführt.

4 Voraussichtliche Entwicklung im Jahr 2025

2025 steht unter dem Zeichen von Sparmaßnahmen der öffentlichen Haushalte. Noch sind die tatsächlichen Ausmaße bzw. Auswirkungen nicht klar, das Land Steiermark hat bis zum Abschluss der Berichtslegung für 2025 noch keine Verlautbarung der Preisanpassungen für die Leistungen nach dem StBHG durchgeführt. Die Organisationen müssen die gestiegenen Kosten (die Inflation liegt nach wie vor bei über 3%, die Gehälter nach dem SWÖ-KV wurden mit Jahresbeginn um 4% erhöht) aus eigenen Reserven bewältigen.

Mit 1.1.2024 gibt es eine zusätzliche Dienstleistung, die uns die Betreuung von Menschen mit Behinderung im Alter im Rahmen des vollzeitbetreuten Wohnens ermöglicht. Alle Wohneinrichtungen wurden betriebsbewilligt. Die weiteren Vorarbeiten, vor allem mit den Teilnehmer:innen dauerten bis zum November 2024, der Großteil der Änderungen bei den Teilnehmer:innen erfolgte mit Beginn 2025. Diese durchaus positive Entwicklung ermöglicht zusätzlich den großen Bedarf an B&F-Nachfrage zu decken und wird gerade dort für einen Modernisierungsschub sorgen. Ein neuer Standort wurde in der Lagergasse gefunden und wird mit der GWS im Jahr 2025 umgesetzt.

Bei den Dienstleistungen merken wir deutlich Zuwächse gegenüber den letzten Jahren, bei der Schulassistenz ist die Nachfrage ungebrochen. Die Schulassistenz wurde unter den neuen Rahmenbedingungen des StSchAG 2023 in vielen Gemeinden neu ausgeschrieben. Die Entscheidung über die Vergabe erfolgt - trotz der Aufhebung einer Ausschreibung nach dem Billigstbieterprinzip durch das Landesverwaltungsgericht - letztlich doch über den Preis. Einige Mitbewerber unterbieten die vom Land Steiermark festgelegten Preise deutlich. Die Punktevergabe für die inhaltlichen Kriterien ist oft nur schwer nachvollziehbar.

Die Anforderungen an die technische Infrastruktur steigen laufend. Bei Überprüfungen von Einrichtungen wird von den Prüfer:innen des Landes Steiermark auf die laufende Weiterentwicklung und Anpassungen von Maßnahmen zur Barrierefreiheit hingewiesen und oft als Auflage festgeschrieben. Hier gilt es, die Entwicklungen zu beobachten und frühzeitig die Möglichkeiten der neuen Technologien zu nutzen. Allerdings gibt es in diesem Bereich nur wenige Anbieter, die sich der Marktsituation bewusst sind und dies durch eine entsprechende Preisentwicklung ausnutzen.

5 Wesentliche Risiken in der zukünftigen Entwicklung

5.1 Allgemeine Risiken

>> Nach Jahren der Delegitimierung zivilgesellschaftlichen Handelns durch die v.a. politische Unterstellung von Profitinteressen, Abwertung der sozialen Arbeit bzw. der Care-Berufe steht man nun in eher brüchigen und unsicheren Zeiten vor der Problematik einer allgemeinen Überforderungskultur. Zudem ist die immer weiter bröckelnde öffentliche Bildungs-, Pflegeund Gesundheitsinfrastruktur ein beachtliches Problem. Nun soll es Reformen und Attraktivierungsversuche geben, zum Teil haben die Bundesländer mit Gehaltserhöhungen versucht, vor allem im Gesundheitsbereich als attraktiverer Arbeitgeber aufzutreten oder Quereinsteiger:innen in die Schulen zu holen. Die Auswirkungen auf die Behindertenhilfe und auch auf unser Unternehmen sind gegeben. Hier gilt es im Lobbying auf Bundes- und Landesebene mitzuwirken. Die Gleichzeitigkeit von Sicherheitsdenken und die Notwendigkeit von Entwicklung und Innovation fordert das gesamte Unternehmen und die Gesellschaft massiv.

>> Die Rahmenbedingungen der StBHG-Novelle 2014 und die budgetären Probleme im Sozialbereich – auf den Ebenen der Gemeinden, des Landes und des Bundes – bedeuten für den Behindertenbereich nach wie vor ein schwer zu kalkulierendes Risiko für die wirtschaftliche Führung. Der Bedarfs- und Entwicklungsplan für den Behindertenbereich wird von Seiten des Landes Steiermark als Grundlage für Entscheidungen über zusätzliche Plätze verwendet. Unsere Erfahrungen haben sich in der Erhebung der Ist-Situation bestätigt: es gibt – vor allem im Zentralraum – viel mehr Bedarf, als der Bedarfs- und Entwicklungsplan zeigt. Die Umsetzung ist vor allem aus Gründen der Finanzierung derzeit völlig offen. Im Rahmen des Aktionsplans zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention will die Steiermärkische Landesregierung aktiv die Möglichkeit der Flexibilisierung von Leistungen und des verstärkten Einsatzes von Geldleistungen prüfen, wobei die Auswirkungen auf die Träger derzeit nicht ausreichend beurteilt werden können. Eine diesbezügliche Gesetzesänderung wurde bereits vor Jahren beschlossen, die diesbezügliche Verordnung zur Umsetzung fehlt noch gänzlich. An der Umsetzung wird in verschiedenen, vom Land geführten Gremien gearbeitet.

>> Die Personalsituation im Pflege- und Sozialbereich ist herausfordernd. Allein die Pflege erwartet einen Bedarf von zusätzlich rund 100.000 Pflegekräften bis 2030 (Pflege- und Bedarfsprognose für Österreich, BMASGK, 2019). Die LebensGroß GmbH bewegt sich zu einem hohen Grad im selben Arbeitsmarktsegment. Die Konkurrenz um die guten Mitarbeiter:innen wird zukünftig unbestritten härter, bei den beschlossenen Maßnahmen zur Pflegereform konnte auch die Behindertenhilfe mit einbezogen werden. Derzeit gelingt es uns gut, freie Stellen zu besetzen.

Es wird intensiv an der Attraktivierung der Arbeitgebermarke gearbeitet. Zudem werden spezielle Konzepte für Umschulungen, Finanzierung von Ausbildungen sowie dauerhafte Rekrutierung von Praktikant:innen erarbeitet.

Die Auswertung der Fluktuationszahlen zeigt eine rückläufige Tendenz (10,18% zu 12,54% im Jahr 2023). Der Hebel der Reduktion von Mitarbeiter:innenfluktuation ist der Wichtigste. Austrittsgründe werden analysiert und so kann gezielt gegengesteuert werden: Betriebliche Gesundheitsförderung, individuelles Onboarding, interne Entwicklungsmöglichkeiten etc. Die Zukunft des HR-Managements und der Führung muss individuelle Lebensmuster und -situationen von Mitarbeiter:innen mit den Konzepten von Personenzentrierung und

Sozialraumorientierung sowie den hohen professionellen Anforderungen unserer Branche in Einklang bringen können.

>> Generell ist zu vermerken, dass der Bedarf an Dienstleistungen v.a. auch im psychosozialen Bereich wesentlich steigt und die Anzahl der Mitarbeiter:innen, die in den vorhandenen Logiken eingesetzt werden können, sinkt. Es bräuchte ein dringendes Umdenken in der Pflege, mobilen Hilfen und auch im psychiatrischen bzw. psychosozialen Bereich: Stichwort: Home-Treatment.

5.2

Gesundheits- und Sicherheitsrisiken

>> Die LebensGroß GmbH ist vorbildlich bei der Umsetzung aller Vorgaben des Arbeitnehmer:innenschutzes. Besonderes Augenmerk wird auf die psychischen Belastungen am Arbeitsplatz, auf die Hygiene in den Bereichen Produktion und Verabreichung von Nahrungsmitteln, Verpflegung, Reinigung und Wäsche und auf den Umgang mit biologischen Arbeitsstoffen gelegt.

5.3 Finanzielle Risiken

Als wesentliche Risken für die kommenden Jahre müssen hier genannt werden:

• Abhängigkeit von wenigen Fördergebern; • Fehlende Flexibilität der Fördergeber bei gleichzeitig erwarteter hoher Flexibilität in den Dienstleistungen; • degressive Refinanzierung durch Tages- und Stundensätze bei fehlender oder nur teilweiser Valorisierung; • fehlende vollständige Refinanzierung der notwendigen und vertraglich vereinbarten Betreuungsschlüssel und der Infrastrukturkosten; • starke Umsatzrückgänge durch eine restriktive Zuerkennung von Leistungen an Menschen mit Behinderung bzw. Einstellung von Leistungsarten; • Ausfall von Subventionen durch Veränderung von Förderschwerpunkten; • fehlende Stabilität bei der Auftragslage, da Dienstleistungen nur mehr durch Ausschreibungen vergeben werden oder/und zunehmend Leistungen an Menschen mit Behinderung nicht mehr als Sachleistung, sondern als Geldleistung vergeben werden könnten; • Liquiditätsengpässe der öffentlichen Hand; • Druck auf die Gesundheits- und Sozialbudgets aufgrund der allgemeinen wirtschaftlichen und globalen Situation, aber auch durch Anderungen im politischen Bereich; • Auswirkungen der Krisen der letzten Jahre auf die öffentlichen Haushalte und daraus folgende Sparmaßnahmen, vor allem in weniger lobbyierten Bereichen der Sozialwirtschaft; • aktuell starke Preisanstiege bei Konsumgütern, Verpflegung, Energie sowie starke Preissteigerungen bei Baukosten und Investitionen; • Schwierigkeit der Positionierung als interessanter Partner für CSR-Aktivitäten verschiedener Profitbetriebe bei anhaltenden Nothilfe-Aktivitäten; • Sicherheitsrisiken beim Umlaufvermögen.

Finanzinstrumente

Die LebensGroß GmbH setzt in der Veranlagung keine derivativen Finanzinstrumente ein. Im Bereich der originären Finanzinstrumente wurde in mündelsichere und von den jeweiligen Bankengruppen garantierte Wertpapiere investiert, die zur langfristigen Sicherstellung der Abfertigungsansprüche dienen.

Die sonstigen in der Bilanz ausgewiesenen Finanzinstrumente sind Gegenstand des allgemeinen Risikomanagements des Unternehmens, welches in den Buchhaltungs- und Bilanzierungsmethoden seinen Niederschlag findet. Außer den bereits im Jahresabschluss und im Anhang sowie hier beschriebenen Risiken, bestehen keine weiteren Preisänderungs-, Ausfalls-, Liquiditäts- und Cashflow-Risiken.

Graz, am 12. Juni 2025

Die Geschäftsführerin:

Mag.a Susanne Maurer-Aldrian, MBA

Beilage: Zweigniederlassungen und Einsatzstellen (Stand 31.12.2024)

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 23
Teilhabe an der Beschäftigung Netzwerk Berufliche Assistenz
Netzwerk Berufliche Assistenz 8020 Graz, Niesenbergergasse 37
• Jugendcoaching
• Berufsausbildungsassistenz
8052 Graz, Schererstraße 5
• VOPS - Vormodul AusbildungsFit
• AusbildungsFit
8010 Graz, Schießstattgasse
TEAM A+
8561 Söding, Lebenshilfeweg 5
Haus- und Garten
•JUFA Deutschlandsberg
•Freilichtmuseum Stübing
•Reinigungsfachdienst
•8020 Graz, Idlhofgasse 74, JUFA Graz
•8130 Frohnleiten, Hauptplatz 3-5, Klinikum Theresienhof
•Therme Nova, 8580 Köflach
•Gemüsekiste, Lassnitzhöhe
Gastro faMoos - Betriebe
8562 Mooskirchen, Oberer Markt 6, Café – Konditorei Famoos
8052 Graz, Schererstraße 5, Café – Konditorei Famoos
8010 Graz, Schubertstraße 3, faMoos im Unicorn
Gastro Schulbuffets
8010 Graz, Körösistraße 157, Schulbuffet HTL Ortweinschule
8580 Köflach, Piberstraße 15, Schulbuffet BG Köflach
8570 Voitsberg, Franz Jonas Straße 13-15, Schulbuffet HAK Voitsberg
8580 Köflach, Schulstraße 7, Schulbuffet NMS und Polytechnikum Köflach
Betriebliche Arbeitsgruppen Graz
Conrad-v.-Hötzendorfstraße 37a, 2. Stock
Betriebliche Arbeitsgruppen:
•Kastellfeldgasse 8, 8010 Graz, ATG
•Franziskanerplatz 14, 8010 Graz, Kloster der Franziskaner
•8076 Vasoldsberg, Vasoldsberg 76, SeneCura Sozialzentrum
•Magna Steyr
Anzengrubergasse 6-8, 8010 Graz, (Post/Lebensladen )
STEP BY STEP II
Frühe Hilfen – Familienbegleitung und Netzwerkmanagement
in Graz, Graz-Umgebung, Südwest- und der Südoststeiermark
8020 Graz, Niesenbergergasse 37
8530 Deutschlandsberg, Bahnhofstraße 6
8430 Leibnitz, Dechant Thaller Straße 37
Tageszentrum für Essstörungen
8020 Graz, Reininghauspark 7
Beschäftigung und Tagesgestaltung Werkstätte/Tagesförderstätte Gratkorn
8101 Gratkorn, Grazerstraße 86 Schuldienste
Tageszentrum für Seniorlnnen Söding
8561 Söding, Lebenshilfeweg 5
Tagesförderstätte / Werkstätte Lieboch
8501 Lieboch, Am Marktplatz 3
Tagesförderstätte Niesenbergergasse
8020 Graz, Niesenbergergasse 37
Werkstätte Reininghauspark
8020 Graz, Reininghauspark 7
Werkstätte /Tagesförderstätte Anzengrubergasse
8010 Graz, Anzengrubergasse 6-8
Forschungsbüro Menschenrechte
8010 Graz, Conrad-von-Hötzendorf-Str. 37a, 2. Stock
Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 24
Tagesförderstätte/ Werkstätte Deutschlandsberg
8530 Deutschlandsberg, Schwanberger Straße 9
 8530 Deutschlandsberg, Hauptstraße 40 (Die Wäscherei)
Tagesförderstätte/
Tageszentrum für SeniorInnen Rosenhain
8010 Graz, Rosenhain 5
Tageszentrum für SeniorInnen Casalgasse
8041 Graz, Casalgasse 58
Einrichtungsverbund Voitsberg
8580 Köflach, Karlschacht 1 (Tagesförderstätte/Werkstätte)
8580 Köflach, Karlschacht 1 (Seifensiederei)
8564 Krottendorf-Gaisfeld, Krottendorf 161 (Postshop)
Tagesförderstätte/ Tageszentrum für SeniorInnen Voitsberg
8570 Voitsberg Perschlerstraße 17
Begleitung in Schulen und Kindergärten
8010 Graz, Anzengrubergasse 8
8570 Voitsberg, Conrad-von-Hötzendorf-Straße 25b
8530 Deutschlandsberg, Bahnhofstraße 6
WohnenAugust Pachleitner – Wohnhaus 3 Söding
Mobile Dienste Beratung8561 Söding, Lebenshilfeweg 5
Wohnhaus Siedlungsstraße
8561 Söding, Siedlungsstraße 10/12
Wohnverbund Voitsberg
8570 Voitsberg, Bahnhofstraße 20 (Wohnhaus am Bahnhof)
8580 Köflach, Peter-Rossegger-Gasse 1 und 5 (dislozierte Wohngruppe)
8580 Köflach, Volksbankplatz 4
Wohnhaus und WG Deutschlandsberg
8530 Deutschlandsberg, Schwanberger Straße 7
Wohnhaus Lieboch
8501 Lieboch, Pfarrgasse 10, Pfarrgasse 18a und Pfarrgasse 7
Wohnhaus Am Rosenhain
8010 Graz, Rosenhain 5
Wohnverbund und Wohngemeinschaft Messequartier I+II
8010 Graz, Klosterwiesgasse 101 a, 103 a (U1 + U2)
8010 Graz, Klosterwiesgasse 105 a und b
8010 Graz, Conrad-von-Hötzendorf Straße 37a
Wohnverbund Graz Nord
8020 Graz, Waldertgasse 11, 11b und 7d
8020 Graz, Waagner-Biro Straße 65 und 65c
Wohnhaus Casalgasse
8041 Graz, Casalgasse 58
Trainingswohnungen
8010 Graz, Klosterwiesgasse 103 a (U1 + U2)
8010 Graz, Klosterwiesgasse 105 a und b
8501 Lieboch, Pfarrgasse 10
8561 Söding, Siedlungsstraße 10/12
8580 Köflach, Peter-Rosegger Gasse 1
8530 Deutschlandsberg, Schwanberger Straße 7
8020 Graz, Waagner-Biro Straße 65
Wohnverbund Geidorf
8010 Graz, Theodor-Körner-Str. 115
8010 Graz, Carnerigasse 113 (Büro)
8010 Graz, Bergmanngasse 45 (dislozierte Wohngruppe)
8020 Graz, Carnerigasse 7 (dislozierte Wohngruppe)
8010 Graz, Körösistraße 116 u. 120 (dislozierte Wohngruppe)
8010 Graz, Laimburggasse 23, Top 1
8020 Graz, Kalvarienbergstraße 56, 67a/Top 3, 5, 11, 82 Top 20
Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 25
SeniorInnen-Wohngruppe Vinzenzgasse
8020 Graz, Vinzenzgasse 57d
Wohnverbund Reininghaus
8020 Graz, Maria-Pachleitner-Straße 43 und 45
Familienentlastungsdienst
8020 Graz, Maria-Pachleitner-Straße 49
8530 Deutschlandsberg, Bahnhofstraße 6/Top 4
8570 Voitsberg, Conrad-von-Hötzendorf-Straße 25b
Freizeitassistenz, Tumawas
8020 Graz, Maria-Pachleitner-Straße 4
8530 Deutschlandsberg, Bahnhofstraße 6/Top 4
8570 Voitsberg, Conrad-von-Hötzendorf-Straße 25b
Mobile Wohnassistenz
8010 Graz, Theodor-Körner-Str. 115
8530 Deutschlandsberg, Bahnhofstraße 6/Top 4
8570 Voitsberg, Conrad-von-Hötzendorf-Straße 25b
Frühförderung
8020 Graz, Maria-Pachleitner-Straße 49
8530 Deutschlandsberg, Bahnhofstraße 6/Top 4
8570 Voitsberg, Conrad-von-Hötzendorf-Straße 25b
Mobile Sozialpsychiatrische Betreuung
8010 Graz, Conrad-von-Hötzendorf-Straße 37a
Mobile Dienste Deutschlandsberg (Regionalstelle)
8530 Deutschlandsberg, Bahnhofstraße 6/Top 4
Mobile Dienste Voitsberg (Regionalstelle)
8570 Voitsberg, Conrad-von-Hötzendorf-Straße 25b
Mobile Dienste Leibnitz (Regionalstelle)
8430 Leibnitz, Dechant Thaller Straße 37
Flexible Hilfen in der Kinder- und Jugendhilfe
8530 Deutschlandsberg, Bahnhofstraße 6/Top 4 (Region DLBG)
8010 Graz, Anzengrubergasse 8 (Region GU)
Familienberatungsstelle Graz
8020 Graz, Keplerstraße 53
Support und EntwicklungHuman Ressources Management
Personalentwicklung
E-Learning
Betriebliche Gesundheitsförderung
Pflegemanagement
EDV-IT
Marketing, Kommunikation und Fundraising
Entwicklung, EU-Projekte, PZA
Strategie
Qualitäts- und Projektmanagement
Gewaltschutz
Innovation
LebensLernen
8010 Graz, Conrad-von-Hötzendorf-Straße 37a
VerwaltungRechnungswesen
Personalverwaltung
Controlling
Facility Management
Office
8010 Graz, Conrad-von-Hötzendorf-Straße 37a

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