Inhaltsverzeichnis
1.Geschäftsverlauf, Geschäftsergebnis und Lage des Unternehmens
1.1. Geschäftsverlauf
Erläuterungen über die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen
Wir arbeiten weiter darauf hin, die Positionierung der Lambert Sanitätshaus GmbH als modernen orthopädietechnischen Systempartner für alle Stakeholder des Gesundheitssystems in der Region Salzburg, Tirol und Oberösterreich zu verstärken.
Durch unseren hohen regionalen Marktanteil, die fortschreitende Überalterung der Bevölkerung, die Zunahme von Wohlstanderkrankungen und langjährigen Verträge mit den österreichischen Sozialversicherungen erscheint die Zukunft der Lambert Sanitätshaus GmbH als abgesichert.
Ein großes Problem stellt die immer noch zunehmende Bürokratie bei der Bewilligung und Abrechnung mit den österreichischen Krankenkassen dar. Diese bindet zusätzlichen Verwaltungsaufwand und verlängert die Bewilligungszeiträume.
Die globalen Auswirkungen von Preissteigerungen, sowie die daraus resultierende Inflation und die hohen Lohnabschlüsse waren aber auch bei uns bemerkbar.
Die Implementierung der neuen ERP-Software und die erfolgreich durchgeführte ISO-Zertifizierung war auch 2025 noch sehr aufwändig, aber der laufende Betrieb konnte wieder verbessert werden. Die durch ISO- Zertifizierung und MDR konsequent eingeforderten und dokumentierten Sicherheits-Service-Intervalle haben ebenfalls zu einer Umsatzsteigerung geführt.
Entwicklung des Ergebnisses
Das Betriebsergebnis zum 31. 12. 2025 war daher mit € 310.740,85 erneut positiv.
Liquiditätslage:
Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind etwas gestiegen und betrugen 2025. € 2.877.209,88. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind gesunken und betrugen 2025 € 1.766.806,71. Die Skontoerträge blieben stabil und betrugen 2025 € 152.449,78.
Finanzierungsbereich
Die Gesellschaft arbeitet mit Investitionskrediten zur teilweisen Finanzierung der Investitionen und Kontokorrentkrediten.
1.2. Lage der Gesellschaft
Struktur des Unternehmens
Unternehmensbereiche
Das Unternehmen ist im Bereich der Orthopädie-Technik, Reha-Technik, Home Care Artikel und Orthopädie- Schuhtechnik tätig. Das Ziel ist dabei die regionale Versorgung von Kunden mit medizinischen Hilfsmitteln primär im Bundesland Salzburg, Oberösterreich und im Tiroler Unterland.
Die besondere Stärke des Unternehmens liegt dabei in der individuellen Maßanfertigung durch unsere bestens geschulten Mitarbeiter und in der besonderen Kenntnis des lokalen. Marktes.
Mit 31. 12. 2020 wurden die beiden operativen Einheiten, das Sanitätshaus und die Orthopädie-Schuhtechnik, mittels Abspaltung und Übertragung mit Gesamtrechtsnachfolge in dieser Gesellschaft gebündelt.
Betriebsstätten und Zweigniederlassungen
Im Jahr 2025 wurden folgende 18 permanente Standorte betrieben: 5 in Salzburg Stadt (Bergstraße, Ignaz- Rieder-Kai, Alpenstraße, Ignaz-Harrer-Straße, Itzlinger Hauptstraße), 2 in Hallein, Tamsweg, 2 in Braunau, Schârding, Ried i.l., St. Johann i. Pg., Saalfelden, Abtenau, Wals, Bergheim, Kufstein und neu hinzugekommen in Mattighofen.
Zusätzlich führten unser Tochterunternehmen ARGE Hilfsmitteldepot einen weiteren Standort in Salzburg,
2. Voraussichtliche Entwicklung und Risiken der Gesellschaft ( Prognosebericht)
Wir rechnen auch weiterhin langfristig mit organischen Umsatzsteigerungen durch die Oberalterung der Gesellschaft und die Zunahme von Wohlstandserkrankungen wie z. B. Diabetes. Um Margenkürzungen bei den reinen Handelswaren von der Krankenkasse zu mildern wollen wir uns in den nächsten Jahren vermehrt auf individuelle Maßanfertigungen konzentrieren und so das Handwerk stärken. Dabei setzen wir verstärkt auf die Digitalisierung.
2.1 Wesentliche Risken und Ungewissheiten
Die Uberalterung der Gesellschaft und die damit einhergehenden Wohlstandserkrankungen sind der Haupttreiber unserer Umsätze. Einschränkend könnten Margenkürzungen, sowie zusätzlicher bürokratischer Aufwand der österreichischen Krankenkassen sein.
Daher versuchen wir permanent unseren Einkauf zu verbessern und die Produktion der individuellen Hilfsmittel mittels Digitalisierung zu optimieren.
2.2 Finanzielle Risken
Da die Mehrzahl des Umsatzes mit den österreichischen Krankenkassen getätigt wird, ist das Dubiosenrisiko unserer Kunden sehr gering. Es ist nicht davon auszugehen, dass diese in absehbarer Zeit insolvent sein könnten.
Die EZB hat Mitte 2022 ihre Nullzinspolitik beendet und wird die Zinsen wohl bis zur Eindämmung der Inflation stabil beibehalten. Wir begegnen dem mit projektbezogenen Fixzinsvereinbarungen, wo dies sinnvoll erscheint.
2.3 Risken im Bereich Erzeugung und Handel
Eine breite Streuung von Zulieferern reduziert unsere Abhängigkeiten im Bereich der Erzeugung und des Handels.
Im Jahr 2025 wurde erfolgreich eine Re-Zertifizierung nach ISO 9001 durchgeführt, was zusätzlich personelle Ressourcen im Unternehmen gebunden hat.
2.4 Anlagenrisiko
Resultiert aus Schäden an den Anlagen und Maschinen. Risikominimierung erfolgt durch Instandhaltungsstrategie und Versicherung.
2.5 Kontrahentenrisiko
Die Gefahr, dass die Geschäftspartner ihren Verpflichtungen nicht nachkommen. Da unsere Hauptkunden die österreichischen Sozialversicherungen sind, rechnen wir nicht mit einem Ausfall dieser Gruppe.
2.6 Gesetzl. Rahmenbedingungen
Verlustrisiko aufgrund von Gesetzesänderungen. Minimierung erfolgt durch Monitoring und verstärktes Lobbying in der Standesvertretung.
Die 2019 beschlossene Zusammenlegung einzelner Krankenkassen auf 5 wird langfristige Auswirkungen auf den Markt haben. Im Bereich der Bürokratie hoffen wir durch die Zusammenlegung auf eine Reduktion dieses Aufwands.
3. Forschung und Entwicklung
Derzeit liegt der Schwerpunkt bei der Digitalisierung der individuellen Orthopädie-Technik und der Verwaltung.
4. Fazit
Wir konnten 2025 die Umsätze durch organisches Wachstum weiter steigern. Die Einführung der neuen ERP Software konnte soweit umgesetzt werden, dass das Tagesgeschäft weiter optimiert werden konnte. Von der neuen ERP-Software erwarten wir uns mittelfristig eine Effizienzsteigerung und Beschleunigung der Prozesse.
Umsatzsteigerungen wurden auch durch die europäische Medizinprodukterichtlinie MDR und das dafür notwendige ISO 9001 Qualitätsmanagementsystem bewirkt, indem die Sicherheits-Service-Intervalle lückenlos eingehalten und dokumentiert werden müssen.
Abschließend lässt sich generell feststellen, dass der Bedarf nach unseren Produkten durch die Uberalterung und die Zunahme von Wohlstandserkrankungen weiter zunimmt. Allerdings bleiben die Stückpreise bei den Krankenkassenverhandlungen weiterhin unter Druck, was zu höheren Kostenbeteiligungen der Patienten führen wird.
Salzburg am, 29. 9:2026
C Gesund werdep: Ges Lambert Sanitätshaus GmbH 5020 Salzbtrg, Bergstraße 8 Tel.: 0662 / 87 96 88 Mail: [email protected]