Inhaltsverzeichnis
Vorwort der Geschäftsführung
Das Geschäftsjahr 2024 war für die ADMETOS Trading GmbH ein Jahr der Stabilisierung und strukturellen Stärkung. Trotz eines herausfordernden wirtschaftlichen Umfelds in Europa, geopolitischer Unsicherheiten, Krieges in der Ukraine und volatiler Rohstoffmärkte konnte das Unternehmen seine operative Leistungsfähigkeit weiter verbessern und ein solides Jahresergebnis erzielen.
Die konsequente Umsetzung unserer Vertriebsstrategie, die Optimierung der Logistikprozesse sowie die enge Zusammenarbeit mit unseren Kunden und Lieferanten haben maßgeblich dazu beigetragen, unsere Marktposition zu festigen. Besonders hervorzuheben ist die Verbesserung des Betriebsergebnisses, die zeigt, dass unsere Maßnahmen zur Effizienzsteigerung greifen.
Wir blicken zuversichtlich in das Jahr 2026 und 2027 und werden weiterhin flexibel und entschlossen auf Marktveränderungen reagieren, um nachhaltiges Wachstum sicherzustellen.
A Darstellung der Lage der Gesellschaft
1. Geschäftsergebnis
Im Geschäftsjahr 2024 erzielte das Unternehmen ein positives Betriebsergebnis von EUR 773.670,61, womit der Vorjahreswert (EUR 748.411,68) übertroffen wurde.
Das Finanzergebnis blieb negativ und belief sich auf EUR 366.626,44 (VJ EUR -257.087,63), was auf gestiegene Zinsaufwendungen zurückzuführen ist.
Nach Berücksichtigung des Steueraufwandes iHv EUR 92.815,16 ergibt sich ein positives Jahresergebnis iHv EUR 314.229,17.
II. Vermögenslage
Die Vermögensstruktur hat sich im Jahr 2024 wie folgt entwickelt:
Die Vorräte erhöhten sich von EUR 1.817.252,63 auf EUR 2.670.450,70, was auf eine höhere Warenverfügbarkeit und gestiegene Handelsvolumen zurückzuführen ist.
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich im Geschäftsjahr 2024 von VJ EUR 24.226.092,78 auf EUR 14.059.900,03 verringert, was eine verbesserte Zahlungsmoral und ein strengeres Forderungsmanagement widerspiegelt.
Die liquiden Mittel beliefen sich zum Bilanzstichtag auf EUR 1.000.000,00 (VJ EUR 1.130.401,32).
Die Bilanzsumme verringerte sich insgesamt von EUR 32.690.580,88 auf EUR 22.761.534,29.
III. Finanzlage
Das Eigenkapital erhöhte sich auf EUR 1.491.244,69 (VJ EUR1.177.015,52), was auf den positiven Jahresüberschuss zurückzuführen ist.
Die Eigenmittelquote im Sinne des Unternehmensreorganisationsgesetzes (URG) beträgt 6,55 % (VJ 3,6 %). Die prozentuelle Berechnung der EKQ beruht auf der Steigerung der maßgeblichen Bilanzwerte und des positiven Jahresergebnisses. Die Fremdkapitalquote liegt bei 93,45 % (VJ 96,4%). Das nachrangiges Mezzaninkapital beträgt EUR 470.000.
Die Rückstellungen haben sich im Geschäftsjahr 2024 von EUR 205.601,57 auf EUR 131.338,68 verringert.
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betragen EUR 1.163.101,72 (VJ EUR 2.397.987,19).
Die erhaltenen Anzahlungen gingen von EUR 2.254.852,71 auf EUR 1.697.116,76 zurück.
Im Geschäftsjahr 2024 blieb das Auftragsvolumen insgesamt stabil, trotz eines Rückgangs im Vergleich zum Vorjahr. Gleichzeitig verbesserte sich die Qualität des Auftragsportfolios durch einen höheren Anteil margenstärkerer Geschäfte.
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden im Berichtsjahr um mehr als 40 % reduziert, was auf ein verbessertes Forderungsmanagement sowie eine erhöhte Zahlungsmoral der Kunden zurückzuführen ist. Parallel dazu konnten die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten deutlich verringert werden, wodurch sich die Finanzierungsstruktur und die Liquiditätssituation des Unternehmens weiter verbessert haben.
Auf Basis dieser Entwicklungen wird die Bonität des Unternehmens als stabil mit positiver Tendenz eingeschätzt. Wesentliche Risiken im Hinblick auf Zahlungsunfähigkeit oder Ausfall bestehen zum Bilanzstichtag nicht.
Die Cashflow Zahlen im Überblick:
Netto-Geldfluss aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit beträgt EUR 1.281.453 (VJ -4.649.677) Netto-Geldfluss aus laufender Geschäftstätigkeit beträgt EUR 1.084.788 (VJ -4.688.369)
Netto-Geldfluss aus Investitionstätigkeit beträgt EUR -66 (VJ -2.728)
Netto-Geldfluss aus der Finanzierungstätigkeit beträgt EUR -1.215.124 (VJ 2.867.748)
Finanzmittelbestand am Ende der Periode (Stichtag 31.12.2024) beträgt EUR 1.000.000 (VJ 1.130.401).
IV. Ertragslage
Die Umsatzerlöse belaufen sich im Geschäftsjahr 2024 auf EUR 112.488.675,64 und lagen damit leicht unter dem außergewöhnlich starken Vorjahr (EUR 121.873.567,90).
Der Umsatzrückgang ist im Wesentlichen darauf zurückzuführen, dass die Gesellschaft im Berichtsjahr die Lieferungen von Aluminium- und Kupferleiter in die Ukraine eingestellt hat, da die dortige Nachfrage nach diesen Rohstoffen nur temporärer Natur war.
Die Auftragslage blieb insgesamt stabil, wobei sich die Struktur des Auftragsportfolios zugunsten margenstärkerer Geschäfte verbessert hat. Die Gesellschaft konnte ihre Marktposition in den Kernsegmenten behaupten. Gleichzeitig ist der Wettbewerb, insbesondere im Bereich standardisierter Produkte, weiterhin durch hohen Preisdruck gekennzeichnet, während projektbezogene und technisch anspruchsvollere Segmente eine stabilere Nachfrage aufweisen.
Trotz des Umsatzrückgangs konnte das Betriebsergebnis gesteigert werden, was auf verbesserte Einkaufskonditionen, optimierte Logistikprozesse, eine effizientere Kostenstruktur zurückzuführen ist.
Das Rohergebnis (Umsatzerlöse abzüglich Materialaufwand und bezogene Leistungen) betrug im laufenden Geschäftsjahr EUR 3.909.670,18 (VJ EUR 3.895.186,10).
V. Beschreibung der wesentlichen Risiken und Ungewissheit, denen das Unternehmen ausgesetzt ist
Im Geschäftsjahr 2024 hat das Unternehmen seine Risikomanagementsysteme unter Berücksichtigung der veränderten Marktbedingungen, insbesondere der Volatilität der Rohstoffmärkte sowie der geopolitischen Unsicherheiten, weiterentwickelt und angepasst. Zur Identifikation und Steuerung von Risiken werden wirksame Kontroll- und Monitoringinstrumente eingesetzt, darunter einheitliche interne Richtlinien, spezialisierte Softwarelösungen sowie die Auswahl und Schulung qualifizierten Personals.
Im Berichtszeitraum lag ein besonderer Fokus auf der Kontrolle der Kostenstruktur, der Sicherstellung stabiler Lieferketten sowie der Diversifizierung der Absatzmärkte und Bezugsquellen. Darüber hinaus hat das Unternehmen seine Fähigkeit gestärkt, in Infrastruktur- und projektbezogenen Segmenten tätig zu sein, die durch eine stabilere Nachfrage und höhere Margen gekennzeichnet sind.
Die bestehenden Systeme zur Überwachung der Zahlungseingänge sind vollständig in die Managementprozesse integriert und ermöglichen es der Geschäftsführung, potenzielle Risiken frühzeitig zu erkennen und entsprechende Maßnahmen zur Risikominimierung zeitnah einzuleiten. Zudem hat das Unternehmen im Berichtszeitraum die Diversifizierung der Märkte und Rohstoffquellen weiter ausgebaut, indem neue Lieferanten aus alternativen Regionen eingebunden wurden.
1. Preisrisiken (insbesondere Kupfer)
Die Branche ist stark von der Entwicklung der Metallpreise abhängig.
Kupfer zeigte 2024 eine erhöhte Volatilität, was sowohl Einkaufs- als auch Verkaufspreise beeinflusst.
2. Globale politische Risiken
Das Unternehmen ist indirekt betroffen durch:
• geopolitische Spannungen in Europa, • Konflikte im Nahen Osten, • Krieg in Ukraine • mögliche Störungen internationaler Lieferketten.
Diese Faktoren können zu Verzögerungen, Preisänderungen und höheren Logistikkosten führen.
Zur Minimierung der mit den militärischen Ereignissen in der Ukraine verbundenen Risiken hat das Unternehmen im Berichtszeitraum Maßnahmen zur Diversifizierung der Lieferketten umgesetzt. Dabei erfüllen die ukrainischen Lieferanten ihre vertraglichen Verpflichtungen weiterhin stabil und vollständig. Ergänzend wurden neue Lieferanten aus Usbekistan eingebunden sowie ein zusätzlicher Produktionsstandort in Polen (Zabrze) erschlossen.
Die Umsetzung dieser Maßnahmen gewährleistet die Stabilität der Lieferketten, ermöglicht eine unterbrechungsfreie Erfüllung der Verpflichtungen gegenüber den Kunden und stärkt die Position des Unternehmens als verlässlicher und stabiler Geschäftspartner.
3. Kredit- und Ausfallsrisiken
Im Geschäftsjahr 2024 hat das Unternehmen weiterhin Instrumente zur Steuerung von Kreditrisiken eingesetzt, insbesondere die Absicherung von Forderungen durch den Kreditversicherer ATRADIUS und Factoring. Die breite Kundenbasis reduziert die Abhängigkeit von einzelnen Abnehmern.
Das Unternehmen verfügt über stabile Bonitätseinstufungen, die durch unabhängige Ratingagenturen wie KSV und Creditreform bestätigt werden.
Darüber hinaus wird das Unternehmen regelmäßig durch die UniCredit Bank, die als Kreditgeber fungiert, überprüft und erhält dabei durchgehend positive Bewertungen. Dies bestätigt die stabile finanzielle Lage sowie die hohe Kreditwürdigkeit des Unternehmens.
4. Liquiditäts- und Cashflow-Risiken
Die Reduktion der Forderungen im Jahr 2024 hat die Liquiditätssituation verbessert.
Dennoch bleibt das Unternehmen auf ein aktives Working-Capital-Management angewiesen.
B. Prognosebericht 2026-27
Für das Geschäftsjahr 2026 erwartet die Geschäftsführung:
1. Umsatzsteigerung
Im Jahr 2026 ist der Kabelmarkt durch ein gleichzeitiges Wachstum der Kostenbasis und eine Stärkung der fundamentalen Nachfrage gekennzeichnet. Einen zusätzlichen wesentlichen Einfluss stellt ein neuer geopolitischer Faktor dar: die Eskalation des Konflikts zwischen den USA und dem Iran, die zu einer teilweisen Blockade der Straße von Hormus geführt hat.
Diese Entwicklung hat direkte Auswirkungen auf die Rohstoffmärkte. Störungen der Logistik in einer für den globalen Handel zentralen Region führten innerhalb kurzer Zeit zu einem Anstieg der Aluminiumpreise um rund 20 %, was die Herstellungskosten insbesondere im Bereich der Energiekabel unmittelbar erhöht. Gleichzeitig führte der Anstieg der Ölpreise zu einer deutlichen Verteuerung von PVC – einem zentralen Material für Isolierung und Ummantelung von Kabeln – mit kurzfristigen Preissteigerungen von bis zu 45 %, was zusätzlichen Druck auf die Produktionskosten ausübt.
Gleichzeitig führen die Beschleunigung der Energiewende in der Europäischen Union sowie der Ausbau der Energie- und digitalen Infrastruktur zu einer zusätzlichen Nachfrage nach Kabelprodukten.
Für die Jahre 2026–2027 bleibt der Marktausblick moderat positiv. Es wird ein nachhaltiges Wachstum in den infrastrukturellen und projektbezogenen Segmenten erwartet, insbesondere in den Bereichen Mittel- und Hochspannung (MV/HV). In standardisierten Produkten wird hingegen weiterhin ein hoher Wettbewerbs- und Margendruck erwartet.
Zu den wesentlichen Einflussfaktoren zählen weiterhin die Volatilität der Rohstoffpreise, geopolitische Risiken sowie logistische Einschränkungen. Gleichzeitig gewinnt die Fähigkeit, umfassende Lösungen im Rahmen von Elektrifizierungsprojekten anzubieten, zunehmend an Bedeutung.
2. Marktausweitung
Die Expansion in angrenzende EU-Märkte bleibt ein strategischer Schwerpunkt.
3. Optimierung der Logistik- und Transportkosten
Durch enge Zusammenarbeit mit Lieferanten und Kunden sollen Transportwege weiter optimiert werden.
4. Aktives Risikomanagement
Besonderes Augenmerk liegt auf:
• Metallpreisabsicherung, • Lagerbestandssteuerung, • flexibler Preisgestaltung. 5. Gesamtprognose
Das Unternehmen geht von einer stabilen und profitablen Geschäftsentwicklung im Jahr 2026 aus.
C. Sonstige Angaben
I. Forschung und Entwicklung (Forschungsbericht)
Eigene Forschungseinrichtungen bestehen nicht; der Fokus liegt auf der Erweiterung der Produktlinie.
II. Zweigniederlassungen
Es bestehen keine Zweigniederlassungen.
III. Verwendung von Finanzinstrumenten
Finanzinstrumente werden ausschließlich zur Absicherung des operativen Geschäfts eingesetzt.
a) Angabe der Risikomanagementziele und –methoden inklusive der angewandten Methoden zur
Absicherung von geplanten Transaktionen:
Das Ausfallrisiko aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird durch die Übertragung der Forderungen an eine Factoring Bank weitgehend minimiert. Im Berichtszeitraum setzte das Unternehmen die Zusammenarbeit mit einem Factoring-Partner fort, was eine effiziente Steuerung der Kreditrisiken sowie eine Beschleunigung der Forderungsumschlagsdauer ermöglicht.
Darüber hinaus befindet sich das Unternehmen in Verhandlungen mit der UniCredit Bank, bei der das Unternehmen ein Konto unterhält, über die Inanspruchnahme von Factoring-Dienstleistungen. Die Implementierung dieses Instruments wird dazu beitragen, das Ausfallrisiko weiter zu reduzieren, insbesondere im Hinblick auf die größten Kunden des Unternehmens.
b) Angabe bestehender Preisänderungs-, Ausfall-, Liquiditäts- und Cashflow-Risiken:
Das Kreditrisiko des Unternehmens wird in erheblichem Maße durch den Einsatz von Forderungsausfallversicherungen reduziert. Ein wesentlicher Teil der Kunden ist durch den Kreditversicherer ATRADIUS abgesichert, der eine umfassende Bonitätsprüfung der Geschäftspartner vornimmt und entsprechende Kreditratings vergibt. Auf Basis dieser Ratings werden die
Geschäftsbeziehungen gesteuert, wodurch das Ausfallrisiko deutlich reduziert wird. Die Zusammenarbeit mit ATRADIUS besteht langfristig und stabil.
Zusätzlich werden die Kreditrisiken durch die Übertragung von Forderungen an eine Factoring Gesellschaft weiter reduziert, was sowohl zur Minimierung des Ausfallrisikos als auch zur Verbesserung der Liquidität und Beschleunigung des Forderungsumschlags beiträgt.
Sämtliche Zahlungen und Abrechnungen des Unternehmens erfolgen in Euro, sodass kein wesentliches Währungsrisiko besteht. Entsprechend besteht keine Notwendigkeit für den Einsatz von Währungsabsicherungsinstrumenten.
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen unterliegen laufenden Überwachungs-, Kontroll- und Genehmigungsverfahren. Aufgrund der diversifizierten Kundenstruktur besteht keine wesentliche Konzentration von Kreditrisiken.
Liquiditäts- und Cashflow-Risiken werden durch ein aktives Working-Capital-Management, die laufende Überwachung der Zahlungsströme sowie durch die Steuerung von Kreditlimits kontrolliert, sodass das Unternehmen jederzeit in der Lage ist, seinen finanziellen Verpflichtungen fristgerecht nachzukommen.
Wien, 17.04.2026
Nadiia Kalinina ,/Geschäftsführerin