Inhaltsverzeichnis
1. Bericht über den Geschäftsverlauf und die wirtschaftliche Lage
1.1 Geschäftsverlauf
Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sind auch im Geschäftsjahr 2025 weiter eher unruhig; eine Erholungs- oder Aufschwungphase ist nicht absehbar. Mitverantwortlich dafür ist die globale Situation mit andauernden bekannten und neu hinzugekommenen Konfliktherden; zudem sorgen politische und gesellschaftliche Polarisierungen für Spannungen, die bis hin zu Destabilisierungen und Führungslosigkeit führen.
Neben Österreich und Europa wird bei den ausgewählten wirtschaftlichen Kenngrößen auch auf Nordamerika und Asien Bezug genommen. Als Quellen werden WKO Statistiken und für Asien am Beispiel China auch das Statistikportal „de.statista.com“ herangezogen.
Das Wirtschaftswachstum zeigt in Österreich nach -0,7% im Jahr 2024 im Geschäftsjahr 2025 ein prognostiziertes Wachstum von 0,6%. Im Vergleich dazu bestätigt der EU(27)-Raum insgesamt nach +1,1% im Jahr 2024 mit +1,5% im Jahr 2025 das positive Wirtschaftswachstum. Von den EU(27)-Ländern zeigen alle Länder ein positives Wachstum, darunter zwölf mit einem Wachstum von größer gleich +2,0%, angeführt von Irland +12,3%, Malta +4,0% und Zypern +3,8%. Neben Österreich gibt es noch weitere fünf Länder mit Wachstumsraten gleich oder kleiner +0,6%. Das sind Luxemburg +0,6%, Italien +0,5%, Ungarn +0,4%, sowie Deutschland und Finnland mit jeweils +0,2%. Im Vergleich dazu liegt Großbritannien bei +1,1% für das Jahr 2024 und +1,4% für das Jahr 2025, die USA bei +2,8% bzw. +1,8%. Für China beträgt das Wachstum für das Jahr 2024 +5,0% und für das Jahr 2025 prognostizierte +4,96%.
Die Arbeitslosenquote liegt in Österreich im Jahr 2025 mit 5,6% über dem Vergleichswert des Jahres 2024 mit 5,2%. Der EU(27)-Schnitt liegt im Jahr 2025 gleich wie im Jahr 2024 bei 5,9%. Im Jahr 2025 liegen vierzehn Länder über dem EU(27)-Schnitt und dreizehn Länder darunter. Die größten Arbeitslosenzahlen mit mehr als 8,0% weisen dabei Finnland [2025: 9,5%; 2024: 8,4%], Griechenland [9,3%; 10,1%], Spanien [10,4%; 11,4%] und Schweden [9,0%; 8,4%] aus. Großbritannien liegt 2025 bei 4,6% im Vergleich zu 4,3% im Jahr 2024, die USA bei 4,2% versus 4,0% im Jahr davor. China prognostiziert für das Jahr 2025 mit 5,1% eine stabile Arbeitslosenquote im Vergleich zum Jahr 2024.
Die Konsumausgaben bleiben in Österreich und im EU(27)-Schnitt weiter moderat. Österreich erzielt für das Jahr 2025 +0,7% nach +1,0% im Jahr davor, die privaten Konsumausgaben des EU(27)-Schnitts liegen im selben Vergleichszeitraum wie auch schon im Jahr 2024 bei +1,5%. Dabei liegen siebzehn Länder über dem EU(27)-Schnitt, zehn Länder liegen darunter, mit -1,4% zeigt Finnland als einziges Land eine negative Konsumquote. Insgesamt acht Länder weisen eine Konsumquote von mehr als 3% aus; es sind dies Bulgarien [2025: +5,8%; 2024: +4,9%], Kroatien [+4,2%; +6,0%], Malta [+3,6%; +6,2%], Portugal [+3,5%; +3,0%], Spanien [+3,4%; +3,1%], Polen [+3,5%; 3,0%], Tschechien [+3,3%; +2,4%] und Ungarn [+3,5%; +5,6%]. Großbritannien liegt bei +1,0% nach -0,2% im Jahr 2024 und die USA bei +2,4% nach +2,9% im Jahr davor. Für China werden für das Jahr 2025 +2,3% angegeben und damit eine deutliche Verlangsamung nach +5,2% im Jahr 2024.
Österreich verzeichnet bei der Inflationsrate nach 2,9% im Jahr 2024 einen Anstieg auf 3,6% im Jahr 2025. Damit liegt Österreich auch in diesem Jahr wieder über dem EU(27)-Schnitt mit 2,5% nach 2,6% im Jahr 2024, wobei vierzehn Länder darüber und dreizehn Länder auf oder unter dem Schnitt liegen. Zwei Länder weisen eine prognostizierte Inflationsrate von weniger als 1,5% aus - Frankreich [2025: 0,9%; 2024: 2,3%] und Zypern [0,8%; 2,3%]. Neben
Österreich liegen noch weitere sechs Länder über 3,5% für das Jahr 2025, und zwar Estland [4,8%; 3,7%], Kroatien [4,4%; 4,0%], Lettland [3,8%; 1,3%] Slowakei [4,2%; 3,2%], Rumänien [6,8%; 5,8%] und Ungarn [4,4%; 3,7%]. Für Großbritannien sind für das Jahr 2025 3,7 % nach 3,3% im Jahr davor angezeigt, für USA 2,8% nach 2,0% und für China +/-0,0% nach 0,2%.
Der Geschäftsverlauf 2025 zeigt insgesamt eine stabile Mengensituation im Vergleich zum Geschäftsjahr davor.
Der Rohüberschuss, berechnet aus Bruttoumsatz abzüglich Boni- und Erlösschmälerungen, Wareneinsatz, bezogenen Leistungen und Bestandsveränderungen, beläuft sich im Geschäftsjahr auf 12,5 Mio. EUR und hat um 0,2 Mio. EUR gegenüber den 12,7 Mio. EUR im Jahr davor nachgegeben.
In den bezogenen Leistungen sind Leiharbeitskräfte berücksichtigt. Im Geschäftsjahr beläuft sich der diesbezügliche Aufwand auf 0,1 Mio. EUR und liegt damit um 0,1 Mio. EUR über dem Vergleichswert des Vorjahres mit 0,2 Mio. EUR.
Der Personalaufwand, bestehend aus Löhnen, Gehältern und sonstigen Sozialaufwendungen, beträgt im Geschäftsjahr 8,1 Mio. EUR und ist mit 0,2 Mio. EUR niedriger als das Vorjahr mit 8,3 Mio. EUR. Die kollektivvertragliche Lohn- und Gehaltserhöhung beträgt im Geschäftsjahr 2025 3,9%, im Jahr 2024 waren es vergleichsweise 8,5%.
Die durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer beläuft sich im Geschäftsjahr auf 128 im Vergleich zum Vorjahr mit 136.
Bei den Arbeiterinnen und Arbeitern ist der Personalstand von durchschnittlich 76 im Jahr 2024 auf Grund von Investitionen zur Automatisierung von Produktionsabläufen auf durchschnittlich 74 im Geschäftsjahr 2025 und damit um gesamt 2 angepasst worden, bei den Angestellten hat sich der Jahresschnitt von 60 im Vorjahr durch organisatorische Anpassungen um 6 auf 54 im Geschäftsjahr reduziert.
Die Abschreibungen betragen 1,2 Mio. EUR, im Vorjahr waren es 1,1 Mio. EUR. Darin ist auch wieder gleich dem Vorjahr die Auflösung für Investitionszuschüsse von 0,1 Mio. EUR bereits in Abzug gebracht. Von den laufenden Abschreibungen im Geschäftsjahr entfallen ca. 0,1 Mio. EUR auf Zugänge im laufenden Jahr.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen belaufen sich im Geschäftsjahr auf 3,4 Mio. EUR nach 3,5 Mio. EUR im Jahr davor.
Im Vergleich zum Vorjahr gibt es im Geschäftsjahr beim Betriebsaufwand Einsparungen von gesamt 0,1 Mio. EUR. Dabei sind der größten Treiber Instandhaltung (Fokus auf Eigenregie, neben lfd. Wartungen auch Reparaturen und Revisionen) und Energie (hauptsächlich Preiseffekte), die Mehraufwendungen wie gerade bei den Frachtkosten (kundenspezifisch - volumengetrieben) mehr als kompensieren. Der Verwaltungsaufwand liegt im Geschäftsjahr etwas besser als das Vorjahr, während gleichzeitig der Vertriebsaufwand etwas über dem Vergleichswert des Vorjahres liegt, so dass sich beide Positionen zusammen im Wesentlichen ausgleichen.
Im Geschäftsjahr 2025 wird mit 0,2 Mio. EUR gleich dem Vorjahr ein positives Betriebsergebnis erzielt.
Das Finanzergebnis beträgt -173 TEUR nach -144 TEUR im Vorjahr. Dabei beträgt der Aufwand -273 TEUR im Vergleich zum Vorjahreswert mit -295 TEUR. Der Zinsertrag ist mit 100 TEUR niedriger als im Vorjahr mit 150 TEUR; das ist auch Folge des niedrigeren Zinsniveaus. Durch eine proaktive Liquiditätssteuerung einhergehend mit Zielvereinbarungen mit Kunden und daraus resultierender Planbarkeit kommt es im Geschäftsjahr wie auch im Jahr davor zu keiner Inanspruchnahme des Kontokorrentkredits.
Das Ergebnis vor Steuern ist im Geschäftsjahr positiv mit 17 TEUR nach ebenfalls positiven 62 TEUR im Vorjahr.
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betragen im Geschäftsjahr gesamt 189 TEUR im Vergleich zu 7 TEUR im Vorjahr. Darin sind die Körperschaftsteuer, die Aktivierung von latenten Steuern und die Kapitalertragsteuern berücksichtigt. In den beiden ersten genannten Positionen ist auch das Ergebnis der Betriebsprüfung abgebildet.
Der Jahresfehlbetrag des Geschäftsjahres beträgt -172 TEUR nach einem Jahresüberschuss im Jahr 2024 von 55 TEUR.
1.2 Bericht über die Zweigniederlassungen
Es bestehen keine Zweigniederlassungen.
1.3 Leistungsindikatoren des Unternehmens
1.3.1 Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren
Auf die Angabe von Nichtfinanziellen Leistungsindikatoren wird verzichtet.
1.3.2. Finanzielle Leistungsindikatoren
Die nachfolgenden Kennzahlen werden entsprechend dem Fachgutachten des Fachsenats für Betriebswirtschaft und Organisation (KFS/BW 3) vom 27.11.2007, überarbeitet im Jänner 2016, berechnet.
1.3.2.1. Kennzahlen zur Ertragslage
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) 2025 € 190.120,38
2024 € 206.505,66
Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern entspricht dem um den Zinsaufwand korrigierten Ergebnis vor Steuern.
Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern liegt um 16 TEUR oder -7,9% unter der Vergleichszahl des Vorjahres.
Während das Ergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern um 25 TEUR über dem des Vorjahres liegt, sind es die um 41 TEUR höheren Abschreibungen, die zu der negativen Abweichung von 16 TEUR beim Ergebnis vor Zinsen und Steuern führen.
| Eigenkapitalrentabilität | 2025 0,2% |
|---|---|
| 2024 0,7% |
Die Eigenkapitalrentabilität ergibt sich aus dem Verhältnis des Ergebnisses vor Steuern zum Eigenkapital.
Im Geschäftsjahr ist die Eigenkapitalrentabilität gegenüber dem Vorjahr um 0,5% oder 72,1 Prozentpunkte zurückgegangen.
| Gesamtkapitalrentabilität | 2025 0,1% |
|---|---|
| 2024 0,3% |
Die Gesamtkapitalrentabilität ergibt sich aus dem Verhältnis des Ergebnisses vor Steuern zum Gesamtkapital, bereinigt um Investitionszuschüsse.
Die im Geschäftsjahr rückläufige Entwicklung der Gesamtkapitalrentabilität ist wesentlich beeinflusst von der Ergebnissituation. Das Gesamtkapital bereinigt um Investitionszuschüsse beläuft sich im Geschäftsjahr auf 21,7 Mio. EUR nach 18,8 Mio. EUR im Vorjahr. Der Anstieg betrifft einen Investitionskredit für den Erwerb der gesamten unmittelbar an das Betriebsgrundstück angrenzenden Liegenschaft der Firma Danone/Milupa (bestehend aus Grund mit 10.131 m2, Bürogebäude 1.639 m2 und Hochregallager 4.293 m2); gleichzeitig ist das Gesamtkapital reduziert um die planmäßigen Rückzahlungen von Krediten und den vorgesehenen Abbau der Sonstigen Verbindlichkeiten.
1.3.2.2 Kennzahlen zur Vermögens- und Finanzlage
| Nettoverschuldung | 2025 € 8,645.293,87 |
|---|---|
| 2024 € 4,344.618,86 |
Die Nettoverschuldung ergibt sich als Saldo des verzinslichen Fremdkapitals und der flüssigen Mittel.
Nettoverschuldung: verzinsliches Fremdkapital - flüssige Mittel
= Nettoverschuldung
Das verzinsliche Fremdkapital setzt sich aus den Positionen Bankverbindlichkeiten und Rückstellungen für Pensionen zusammen. Es besteht keine Rückstellung für Jubiläumsgelder. Die Nettoverschuldung ist um 4,3 Mio. EUR gestiegen, wesentlich beeinflusst von dem im vorherigen Punkt angeführten neuen Investitionskredit. Die Umlauffinanzierung für die operative Tätigigkeit und auch die vereinbarten Tilgungen aus langfristigen Finanzierungen für Investitionen wurden planmäßig aus dem operativen Cash Flow abgedeckt. Der Stand an flüssigen Mitteln ist folglich Investitionen im Geschäftsjahr zurückgegangen. Das Kontokorrentkonto ist im Geschäftsjahr zum Bilanzstichtag mit 0,6 Mio. EUR positiv nach 0,8 Mio. EUR im Vorjahr.
| Nettoumlaufvermögen | 2025 | € 6,843.710,42 |
|---|---|---|
| 2024 | € 7,952.673,39 |
Das Nettoumlaufvermögen ergibt sich als Differenz des kurzfristigen Umlaufvermögens und der kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.
Das Nettoumlaufvermögen ist gegenüber dem Vorjahr um € 1,108.962,97 oder 13,9% zurückgegangen. Dabei einflussgebend sind die Positionen Vorräte, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und für das Geschäftsjahr ausschlaggebend mit dem größten Einzeleffekt die Flüssigen Mitteln.
Eigenkapitalquote 2025 38,3% 2024 45,2%
Die Eigenkapitalquote stellt den Anteil des Eigenkapitals am Gesamtkapital dar, und zwar bereinigt um mögliche von den Vorräten absetzbare Anzahlungen und Investitionszuschüsse, letztere treffen auf das Geschäftsjahr und das Vorjahr zu.
Die Eigenkapitalquote ist gegenüber dem Vorjahr um absolut 6,9 Prozentpunkte oder relativ 15,4% gesunken. Das ist wesentlich begründet mit dem im Geschäftsjahr vergleichsweisen höheren Gesamtkapital als Folge des neuen Investitionskredites.
Nettoverschuldungsgrad (Gearing) 2025 103,8% 2024 51,1%
Der Nettoverschuldungsgrad entspricht dem Verhältnis der Nettoverschuldung zum Eigenkapital und hat gegenüber dem Vorjahr um 52,7 Prozentpunkte oder relativ 103,1% nachgegeben. Der Bestand an flüssigen Mitteln bzw. Guthaben bei Kreditinstituten ist zurückgegangen, ein Investitionskredit ist im Geschäftsjahr neu hinzugekommen. Die Tilgung bei den Investitionskrediten ist planmäßig erfolgt
1.3.2.3. Cash-Flow-Kennzahlen
Netto-Geldfluss aus der betrieblichen Tätigkeit
2025 € 1,110.609,00 2024 € 453.904,20
Berücksichtigt neben dem betrieblichen Ergebnis auch die Veränderung von Working Capital und Steuern.
Neben dem Ergebnis beeinflusst der geplante Abbau der Sonstigen Verbindlichkeiten den Netto-Geldfluss. Dieser Effekt war im Geschäftsjahr weniger stark ausgeprägt als im Vorjahr.
Netto-Geldfluss aus der Investitionstätigkeit
2025 € -5.084.930,04 2024 € -417.910,16
Wesentliche Einzeleffekt im Geschäftsjahr ist Erwerb einer an das Betriebsgrundstück anschließenden Liegenschaft.
Netto-Geldfluss aus der Finanzierungstätigkeit
2025 € 3,014.414,55 2024 € -844.769,93
Wesentliche Einzeleffekt ist der im Geschäftsjahr ist der neue Investitionskredit für den Erwerb einer an das Betriebsgrundstück anschließenden Liegenschaft. Weiter sind auch wieder die planmäßigen Tilgungen für Investitionskredite enthalten.
2. Bericht über die voraussichtliche Entwicklung und die Risiken des Unternehmens 2.1 Voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens:
Für das Jahr 2026 zeichnet sich ein anspruchsvolles gesamtwirtschaftliches Umfeld ab. Das Wirtschaftswachstum als richtungsweisender Indikator wird für Österreich mit lediglich +0,9% prognostiziert. Im Vergleich dazu fallen die Erwartungen für die EU(27)-Länder +1,4% und für Deutschland, Österreichs wichtigstem Handelspartner, mit +1,2% etwas besser aus. Für Großbritannien wird ebenfalls ein Plus von +1,2% erwartet, während die USA mit +1,9% und China mit +4,4% (mit einem kontinuierlichen Abwärtstrend auf prognostizierte +3,4% im Jahr 2030) stärkere Impulse verzeichnen.
In Österreich führt das schwache Wirtschaftswachstum im Jahr 2026 zu einem anhaltenden Druck auf den Arbeitsmarkt. Die dringend erforderliche Budgetkonsolidierung gestaltet sich angesichts des laufenden EU-Defizitverfahrens und spürbarer Sparpakete als äußerst herausfordernd. Das von der Regierung vorgestellte Doppelbudget lässt nach Meinung von Experten jedoch drastische Reformmaßnahmen vermissen. Zudem belasten die anhaltende Konsumzurückhaltung der privaten Haushalte sowie ein neuerlicher Energiepreisschock das Verbrauchervertrauen nachhaltig.
Das internationale Umfeld bleibt von massiver Unsicherheit geprägt, da handels- und fiskalpolitische Maßnahmen der USA sowie restriktive Budgetvorgaben innerhalb der EU die Dynamik bremsen. Zwar stützen geldpolitische Zinsaktionen den Markt, die Inflation ist infolge der Energiepreisentwicklung jedoch ein bestimmender Faktor. Damit bleibt ein notwendiger Kaufkraftgewinn aus und lässt gleichzeitig nur eine sehr moderate Erholung zu.
Ein länger andauernder Iran-Konflikt birgt auch für unser Unternehmen sowohl auf der Beschaffungs- als auch auf der Absatzseite Risiken. Dennoch blicken wir insgesamt zuversichtlich in die Zukunft, da wir davon ausgehen, dass die gesamtwirtschaftliche Situation keine signifikanten negativen Rückkopplungen für unsere Branche und damit auch für unser Unternehmen haben wird.
Wie auch schon in den Vorjahren sind abgestimmte Maßnahmen die Treiber für eine stabile und nachhaltige Unternehmensentwicklung. Damit vertrauen wir darauf, unseren Unternehmensstandort langfristig abzusichern.
1) Anlageninvestitionen
Notwendige und betrieblich erforderliche Ersatzinvestitionen werden wie in den vorangegangenen Geschäftsjahren auch im Geschäftsjahr 2025 entsprechend geplant und mit dem erwirtschafteten operativen Cash Flow finanziert. Dazu kommt im Geschäftsjahr 2025 ein wesentlicher Automatisierungsschritt im Bereich der Verpackung durch den Einsatz von Robotertechnologie (6 Roboter). Dieses Investitionsprogramm wird langfristig fremdfinanziert. Ebenfalls fremdfinanziert ist der Erwerb einer an das Betriebsgrundstück anschließenden Liegenschaft. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten aus dem Investitionsprogramm der Geschäftsjahre 2020 bis 2022 werden unverändert planmäßig getilgt.
2) Kontinuierliche Organisationsentwicklung
Die kontinuierliche Weiterentwicklung von Aufbau- und Ablauforganisation wird laufend verfolgt, um neben kundenspezifischen und rechtlichen Anforderungen auch den Themen Arbeitswelt, Nachhaltigkeit und Klimasensibilität gebührenden Platz einzuräumen.
3) Stete Kundenentwicklung
Unverändert zum bisherigen Weg soll mit einem Mix aus Bestands- und Neukunden weiterhin eine stete Entwicklung unseres Geschäfts sichergestellt sein. Neukundengeschäft verfolgen wir in Europa und in den USA. Der Nahe bzw. Mittlere Osten ist auch Thema für uns, derzeit aber auf Grund der politischen Unsicherheit sehr herausfordernd. Es ist unser Bestreben, eine ausgewogene Umsatzverteilung zu erreichen. Eine funktionierende und starke Kundenbindung schließt auch den laufenden Austausch über das Zahlverhalten mit ein.
4) Abgestimmte Finanzierung
Aus Finanzierungssicht gibt es für das kurzfristige operative Geschäft eine aufrechte Kontokorrentvereinbarung und für Investitionen abgestimmte Bankfinanzierungen.
Aufgrund signifikanter Umsatzrückgänge durch den Verlust von zwei Großkunden ist für 2026 ein Jahresfehlbetrag prognostiziert. Gegenmaßnahmen sind eingeleitet. Die Umlauffinanzierung und die Tilgung von Investitionskrediten sind gesichert. 2027 sollten die eingeleiteten Maßnahmen wirken und wieder ein positives Ergebnis erzielt werden.
Eine unmittelbare Folge ist, dass für unsere 100% Tochterunternehmen in Slowenien, Sunray d.o.o., Cesta na Gradec 17, 8233 Mirna, mit Anfang Februar 2026 ein Liquidationsverfahren eingeleitet wurde.
2.2 Wesentliche Risiken und Ungewissheiten:
Die globale Lage ist der externe Risikofaktor, politisch wie wirtschaftlich. Politisch sind neben anderen Krisenherden gerade der Nahost-Konflikt und auch der RU-UA-Konflikt bestimmend.
Es braucht die politische Beruhigung und damit Stabilität und Vertrauen als Basis für abgestimmte wirtschaftliche Impulse, die eine Gesundung der Wirtschaft ermöglichen und nachhaltiges Wachstum sicherstellen können.
Wie für jedes Unternehmen gilt auch für uns, dass ein erfolgreiches nationales und internationales Agieren abhängig ist von einem guten politischen und wirtschaftlichen Umfeld, das von Vertrauen und Sicherheit bestimmt wird.
Unsere Philosophie ist ganz grundsätzlich durch eine sensitive und proaktive Unternehmenssteuerung vermeintliche Risken und Ungewissheiten rasch zu erkennen und diese unmittelbar durch unser proaktives und sensitives Agieren mit geeigneten Maßnahmen zu neutralisieren.
Auf der Beschaffungsseite setzen wir dabei auf einen Mix aus Lieferanten, um so auch Abhängigkeiten zu reduzieren. Das soll uns bei Lieferengpässen oder Lieferschwierigkeiten ausreichend Flexibilität und Alternativen geben, um so mögliche Produktionsengpässe hintanzuhalten.
Auf der Absatzseite liegt der Fokus auf einer Umsatzstruktur, die möglichst ausgewogen in Bezug auf Kunden und Märkte ist. Dazu kommt ein etabliertes Kundenmonitoring, das uns hilft, Veränderungen unmittelbar festzustellen und anlassbezogen zu reagieren.
Wesentlich ist auch der Fokus auf die laufende Organisationsentwicklung, die auch gewährleisten soll, dass Investitionen rasch und effizient in die betrieblichen Abläufe eingebunden sind, dass externe Anforderungen umfassend berücksichtigt sind, und dass das Erfordernis nach einer lernenden und damit flexiblen Organisation erfüllt ist.
Aus Finanzierungssicht gilt für die Beschaffungs- und die Absatzseite gleichermaßen, dass Geschäfte unverändert in EUR abgeschlossen werden. Sollte das nicht möglich sein, wird abgestellt auf den konkreten (Einzel)-fall auf Kurssicherungsgeschäfte zurückgegriffen. Übrige (derivative) Finanzinstrumente werden nicht eingesetzt.
Im Geschäftsjahr 2026 sind wir als Organisation in allen Bereichen und damit auch unsere Philosophie sehr gefordert, um aus der Volumen- und Umsatzreduktion die richtigen Maßnahmen abzuleiten. Erste Erfolge sollen sich dabei bereits im Geschäftsjahr 2026 einstellen, im Folgegeschäftsjahr 2027 soll die nachhaltige Gesundung fortgesetzt werden.
3. Bericht über die Forschung und Entwicklung
Essentiell sind für uns die laufende Produktentwicklung, Analysen wie auch Maßnahmen zur Qualitätssicherung. Dies ist ein permanenter Prozess, der auch mit Kunden und Lieferanten eng abgestimmt ist. Daneben sind auch öffentliche Stellen und externe Labors eingebunden. Zusätzlich stellen regelmäßige, unabhängige externe Audits sicher, dass erforderliche und definierte Auflagen erfüllt sind.
Vomp, am 29.7.2026
| Gil | bH |
|---|
| Gittis Naturprodukte GmbH |
|---|
| Mag. (F) Hannes Pollo sco |
| 1 44302 |
| 5. Mail [email protected] - www.gittis. al |