← Zurück zum Firmenprofil

Lagebericht 2024/25

HP Austria GmbH

Original-PDF

Stichtag 31. Okt. 2025 · Eingereicht am 30. Juli 2026

Inhaltsverzeichnis

1. Rahmenbedingungen

Im Jahr 2025 zeigte der österreichische Markt für Arbeitsplatzgeräte ein starkes Wachstum bei Desktop-PCs und Notebooks sowie einen leichten Rückgang bei Druck- und Kopierlösungen. Dieser Trend wurde maßgeblich durch die Umstellung auf Windows 11, Digitalisierungsprojekte in Unternehmen sowie den Austausch älterer Geräte beeinflusst.

Der Stellenwert der Digitalisierung bleibt weiterhin hoch. Viele österreichische Unternehmen investieren in eine moderne IT-Infrastruktur, optimierte Druck- und Dokumentenlösungen sowie Audio-/Videotechnik für hybride Arbeitsumgebungen. Insgesamt werden für 2026 stabile, jedoch verhaltene Aussichten erwartet. Aufgrund des starken Ausbaus von KI-Rechenzentren und des dadurch sehr stark gestiegenen Bedarfs an RAM- und SSD-Bauteilen wird es 2026 zu teilweisen Lieferengpässen und deutlichen Preissteigerungen kommen.

2. Optimierung von Geschäftsprozessen

Die HP Austria GmbH arbeitet weiterhin aktiv an der stetigen Optimierung von Geschäftsprozessen, um die Zusammenarbeit mit den Partnern und Kunden weiter zu verbessern. Im Berichtszeitraum konnten erneut wesentliche Veränderungen erfolgreich im Markt implementiert werden.

3. Vertriebspartner-Strukturen

Ein dichtes Netz aus hervorragend ausgebildeten und zertifizierten Vertriebs- und Servicepartnern ist ein zentrales Element des österreichweiten Marktauftritts von HP. Dieses Netz wurde auch im letzten Jahr weiter ausgebaut und der Kontakt zu den Händlern mittels Schulungen und Veranstaltungen weiter intensiviert. Das Modell ist dabei genau auf die durch kleine und mittlere Betriebe geprägte österreichische Marktstruktur abgestimmt.

Gerade für den Ausbau des Servicegeschäfts – beispielsweise im A3-Markt, bei Managed Print Services oder bei der Ausstattung des Arbeitsplatzes der Zukunft (hybrides Arbeiten) – ist die enge Zusammenarbeit mit dem Fachhandel und spezialisierten Servicepartnern ein wesentlicher Erfolgsfaktor. Für den langfristigen Erfolg bei HP spielt die Stärkung der Beziehungen zu Distributoren, Fachhändlern und Systemhäusern eine zentrale Rolle. Die enge Zusammenarbeit

mit den Partnern und das intensive Engagement bei deren Betreuung bleiben auch weiterhin die wichtigsten Aufgaben.

4. Forschung und Entwicklung

Es gab in der österreichischen Gesellschaft keine nennenswerten Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen im Geschäftsjahr 2024/2025.

5. Analyse des Geschäftsverlaufes einschließlich des Geschäftsergebnisses Die HP Austria GmbH hat im Geschäftsjahr 2024/2025 Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 140.722 (Vorjahr TEUR 139.646) erzielt. Der Umsatzanstieg ist hauptsächlich auf einen Anstieg im Hauptgeschäft, Business Computer Solutions, zurückzuführen. Im Geschäftsjahr 2024/2025 wurde ein höheres Volumen an verkauften Einheiten im Vergleich zum Geschäftsjahr 2023/2024 ausgewiesen. Wie auch im Vorjahr, hat das Büro-Druckergeschäft einen positiven Trend bei den Einnahmen aufgrund von Verträgen mit Neukunden.

Darüber hinaus sind im Ergebnis des Geschäftsjahres 2024/2025 sonstige betriebliche Erträge in Höhe von TEUR 1.809,06 (Vorjahr TEUR 1.886) enthalten.

Der Wareneinsatz als Prozentsatz zum Umsatz betrug im Geschäftsjahr 2024/2025 87%, im Geschäftsjahr 2023/2024 87%. Der Wareneinsatz wird von der konzernweit angewandten Methode der Transferpreisverrechnung (OPM Funding) beeinflusst. Die Umstellung der Methode von Cost Plus auf OPM erfolgte zum Ende des Geschäftsjahres 2024/2025. Die HP Austria GmbH hat zur Verbesserung der Vergleichbarkeit ihrer Verrechnungspreisanalyse für ihre Vertriebstätigkeit einen Methodenwechsel von der Cost-Plus Method zur Operating Profit Margin (OPM) vorgenommen. Diese Anpassung steht im Einklang mit den OECD-Leitlinien sowie der gängigen Branchenpraxis für routinemäßige Vertriebsaktivitäten. Das zugrunde liegende Geschäftsmodell blieb unverändert, und der Methodenwechsel hat keinen Einfluss auf die angestrebte Profitabilität der HP Austria GmbH. Die zuvor angewandte Cost-Plus Method war regelkonform; die Operating Profit Margin (OPM) stellt jedoch künftig einen geeigneteren Maßstab zur Beurteilung fremdvergleichskonformer Ergebnisse dar.

Der Anteil der Personalkosten am Umsatz betrug 10 % im Geschäftsjahr 2024/2025 und 11 % im Geschäftsjahr 2023/2024. Die Verringerung der Quote ergibt sich durch den hohen Anstieg der Nettoerlöse. Im Vergleich zum Vorjahr sind die Sozialkosten (hauptsächlich Pensionskosten) um TEUR 1.385 gesunken.

Der Prozentsatz der sonstigen betrieblichen Aufwendungen im Bezug auf den Umsatz betrug im Geschäftsjahr 2024/2025 im Vergleich zum Vorjahr 4 % (Vorjahr 3%).

Im Jahr 2024/2025 stieg das Betriebsergebnis im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 286. Die Änderung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen ist auf Abgrenzungsbuchungen im Rahmen des Verrechnungspreismodelles zurückzuführen. Der Rückgang der Abschreibungen auf immaterielle Gegenstände des Anlagevermögens und auf Sachanlagen resultiert dagegen aus der vollständigen Abschreibung des Kundestocks im vergangenen Geschäftsjahr.

Das Finanzergebnis ist im Geschäftsjahr im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 228 zurückgegangen.

Der Anstieg des Ergebnisses vor Steuern im Geschäftsjahr 2024/2025 auf TEUR 1.737 zum vorigen Geschäftsjahr basiert auf den bereits oben erwähnten Veränderungen und der Zinserhöhung auf Cash Pooling Guthaben.

Die Umsatzrentabilität 1) beträgt im Geschäftsjahr 2024/2025 1,2%, genau wie im Vorjahresperiode 1,2%.

Die Eigenkapitalrentabilität 2) beträgt im Geschäftsjahr 2024/2025 19,1%, im Geschäftsjahr 2023/2024 20,7%.

Die Gesamtkapitalrentabilität 3) beträgt 2,5% im Geschäftsjahr 2024/2025, im Geschäftsjahr

2023/2024 2.6%.

Grundsätzlich ist die Bilanz der HP Austria GmbH von signifikanten Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen geprägt. Dies ist hauptsächlich auf das konzernweite Cash Pooling und die Darlehensforderungen zurückzuführen.

Die Bilanzsumme zum 31. Oktober 2025 beträgt TEUR 67.661 und ist im Wesentlichen auf konzerninterne Forderungen und Verbindlichkeiten zum Bilanzstichtag um TEUR 6.131 zurückzuführen.

Der Wert des Sachanlagevermögens hat sich aufgrund Abschreibungen bei den Betriebs- und Geschäftsausstattungen entsprechend reduziert und liegt auf relativ niedrigem Niveau (TEUR 179 Vorjahr TEUR 184) und beträgt entsprechend 0,26% der Bilanzsumme.

¹ EGT/Umsatzerlöse

² EGT/Durschnitt des EK der letzten zwei Jahre

3 EGT/Durschnitt der Bilanzsumme der letzten zwei Jahre

Durch die Übernahme der vorhandenen Geschäftsbereiche von der Hewlett-Packard Gesellschaft mbH per 31. Juli 2015 entstanden immaterielle Vermögensgegenstände in Höhe von 16 Mio. Euro, die über eine lLaufzeit von 15 und 8,5 Jahren abgeschrieben werden. Der Kundenstock wurde im Jahr 2023/2024 vollständig abgeschrieben.

Die Vorräte sind im Vergleich zum Vorjahr um 1.628 TEUR gesunken. (4% der Bilanzsumme).

Die Forderungen der HP Austria GmbH waren im Geschäftsjahr 2024/2025 durchschnittlich 32 Tage, im Geschäftsjahr 2023/2024 durchschnittlich 41 Tage offen.

Das Eigenkapital beträgt im Geschäftsjahr 2024/2025 14% und betrug im Geschäftsjahr 2023/2024 12% vom Gesamtkapital.

Die angeführten Leistungsindikatoren sind aufgrund der im Konzern verwendeten Transferpreisverrechnung (entsprechend den OECD-Verrechnungspreisgrundsätzen) stark beeinflusst: Insbesondere die rentabilitätsbezogenen Kennzahlen resultieren aus der Ermittlung des Ergebnisses auf Basis fremdüblicher Bandbreiten. Liquiditätsbezogene Kennzahlen, inklusive Nettogeldflussrechnung, resultieren aus der konzernweiten Optimierung des Cashflows in Zusammenarbeit mit dem zentralisierten Treasury und Cash Management.

HP Austria GmbH, ist als Vertriebstochter des HP Inc. Konzerns hinsichtlich der Finanzgebarung stark in die Gesamtgruppe eingebettet.

6. Informationen über Nachhaltigkeit und Unternehmerbelange

Die HP Austria hat die Europäische Recycling Plattform Austria (ERP) damit beauftragt, den gesetzlichen Verpflichtungen für alle HP Elektronik- und Elektrogeräte nachzukommen, die in den Geltungsbereich der österreichischen Elektro-Altgeräteverordnung (EAG-VO) fallen.

Zudem bietet HP seinen kommerziellen Kunden ein freiwilliges Hardware Take-Back’- Programm an. HP nimmt alle IT Elektroaltgeräte seiner Kunden zurück und übernimmt für die Kunden die Kosten der ordnungsgemäßen Verwertung und Entsorgung. Außerdem bietet HP seinen Kunden die kostenlose Rücknahme und Verwertung von Tintenpatronen und Tonerkartuschen über das HP Planet Partner Programm an. Die zurückgenommenen Zubehörmaterialien werden recycelt. Aus den gewonnenen Materialien werden neue HP Tintenpatronen und HP Tonerkartuschen produziert.

HP betreibt im Rahmen seiner gesellschaftlichen Verantwortung mehrere Programme, um die sozialverträgliche und ökologische Herstellung und den Vertrieb der HP Produkte zu

gewährleisten. Details zu diesen Programmen sowie die Ziele, die HP mit diesen verfolgt, sind im Nachhaltigkeitsbericht von HP detailliert dargelegt. So hat sich HP z.B. zum Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2025 30% recycelten Post-Consumer-Kunststoff in allen HP Personal Systems und Druckerprodukten zu nutzen (dieses Ziel ist bereits zu 23% erreicht).

Die laufenden Mitarbeiterprogramme der HP Austria GmbH sieht unter anderem die Auszahlung von Performance Boni, ein Pensionsplan, eine Krankenzusatzversicherung, eine Betriebskantine und ähnliches vor.

Den Mitarbeitern stehen weiterhin und vermehrt lokale, internationale und virtuelle Schulungsund Entwicklungsprogramme zur Verfügung. Durch eine jährliche Umfrage „Voice Insight Action“ wird die Mitarbeiterzufriedenheit abgefragt und gemäß dem Ergebnis werden korrektive Maßnahmen eingeleitet.

7. Ausblick 2026 und Risiken des Unternehmens

Die österreichische Wirtschaft bewegt sich im Jahr 2026 in einer Phase der moderaten Erholung, bleibt konjunkturell aber unter dem EU-Schnitt. KI, Digitalisierung und Cybersecurity/NIS2 werden zu klaren Wachstumstreibern im Technologie- und Gerätegeschäft. Die umfangreichen Sicherheitslösungen für Endgeräte von HP sind ein deutliches Unterscheidungsmerkmal. Die NIS2-Verordnung unterstreicht die Wichtigkeit dieser Produktmerkmale.

Laut OECD und EU-Daten bleibt der Mangel an IT-Fachkräften ein strukturelles Problem, das die digitale Transformation und die Wirtschaft bremst. Da die Produktivität nur langsam steigt, bleibt der Einsatz von Technologie ein Schlüssel zur Effizienzsteigerung.

Die globale Halbleiterindustrie erlebt seit Ende 2025 eine schwere Speicherknappheit, die sich bis 2027 hinziehen könnte. Grund ist vor allem die massive Nachfrage nach HBM-Speicher für KI- Rechenzentren, wodurch Hersteller wie Samsung, SK Hynix und Micron ihre Produktion zugunsten hochmargiger KI-Speicher umschichten. Dadurch fehlen Kapazitäten für herkömmliche DRAM- und NAND-Bausteine für Smartphones und PCs. Preise steigen deutlich, während das Angebot begrenzt bleibt.

Aus dem Ausblick lassen aber sich keine signifikanten Risiken auf das Unternehmen ableiten.

8. Finanzinstrumente

Das Währungsrisiko wird zur Gänze durch Transaktionen durch das Konzerntreasury abgesichert. Das verbleibende Währungsrisiko ist daher als gering einzustufen. Derivative Finanzinstrumente werden von der Gesellschaft selbst nicht verwendet. Ebenso wird das Liquiditätsrisiko durch die Einbindung in das Konzerntreasury als gering angesehen.

Der Marktwert der flüssigen Mittel und kurzfristigen Veranlagungen, kurzfristigen Forderungen und Verbindlichkeiten entspricht aufgrund der täglichen oder kurzfristigen Fälligkeit im Wesentlichen dem Buchwert. Für derartige Finanzinstrumente werden aufgrund der täglichen oder kurzfristigen Fälligkeit keine Sicherungsgeschäfte gegen das Preisänderungsrisiko abgeschlossen.

Bei den auf der Aktivseite erfassten Finanzinstrumenten stellen die in der Bilanz ausgewiesenen Beträge gleichzeitig das maximale Ausfallsrisiko dar. Das Risiko betreffend Guthaben bei Kreditinstituten ist als gering anzusehen. Bei den Forderungen findet das Ausfallsrisiko durch Vornahme von Einzelwertberichtigungen Berücksichtigung.

Für das zinsbedingte Cashflow-Risiko, das als das Risiko steigender Aufwands- oder sinkender Ertragszinsen definiert ist, werden keine derivative Finanzinstrumente abgeschlossen. Das Risiko wird jedoch als gering eingestuft.

9. Zweigniederlassungen

Die Gesellschaft unterhält keine Zweigniederlassungen.

Die Geschäftsführung

D TRUST

Michael Smetana Pe Kleiner

Wien, am 13. Mai 2026

Wir verwenden Cookies, um grundlegende Funktionen der Plattform sicherzustellen und anonymisierte Nutzungsstatistiken zu erfassen. Durch einen Klick auf "Akzeptieren" stimmst du der Verwendung dieser Cookies zu.