Inhaltsverzeichnis
der Kepler Universitätsklinikum GmbH
für das Geschäftsjahr 2025
Inhalt
1. Geschäftsverlauf, Geschäftsergebnis und Lage des Unternehmens. ..3 1.1. Geschäftsverlauf 2025. ..3 1.2. Bericht über die Zweigniederlassungen. ..4 1.3. Beteiligungen. ..4 1.3.1. FH Gesundheitsberufe OO GmbH. ..4 1.3.2. LKV Krankenhaus Errichtungs- und Vermietungs-GmbH. ..5 1.4. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren. .. 5 1.4.1. Geschäftsergebnis . ..5 1.4.2. Finanz- und Vermögenslage . ..6 1.4.3. Leistungszahlen in den medizinisch-pflegerischen Bereichen. ..7 1.4.4. Umweltbelange . ..8 1.4.5. Personal und Personalentwicklung. ..9 2. Voraussichtliche Entwicklung und Risiken des Unternehmens. ..9 2.1. Voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens im Jahr 2026 . ..9 2.2. Risikobericht . ..10 2.2.1. Allgemeiner Risikobericht. ..10 2.2.2. Spezieller Risikobericht. ..11 3. Forschung und Entwicklung. ..13 3.1. Stabsstelle Universitäre Angelegenheiten & Forschung (StUAF) und Service Center for Clinical Research (SCCR). .. 14 3.2. Klinische Studien und Forschungsprojekte im KUK– JKU-Studien und KUK-Studien 14 3.3. Neue Entwicklungen bzw. Weiterentwicklungen . .. 15
1. Geschäftsverlauf, Geschäftsergebnis und Lage des Unternehmens
1.1. Geschäftsverlauf 2025
Im Geschäftsjahr 2025 konnten im Kepler Universitätsklinikum (KUK) sowohl bezüglich des Leistungsspektrums als auch der Infrastruktur wesentliche Maßnahmen umgesetzt werden.
Mit Priv.-Doz. Dr. Stefan Stättner konnte ein international erfahrener Experte für die Etablierung eines Universitären Leber Zentrums gewonnen werden.
Univ.-Prof.in Dr.in Emmanuella Guenova hat die Professur für Translationale iⁿ Immundermatologie an der Johannes Kepler Universität (JKU) Linz und damit auch die Leitung der gleichnamigen Klinischen Abteilung am Kepler Universitätsklinikum übernommen.
Die Universitätsklinik für Kinder- und Jugendheilkunde wurde durch das Bundesministerium für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz als nationales Expertisezentrum für Wachstum und Osteologie akkreditiert.
Am Neuromed Campus (NMC) konnten durch den Einsatz des robotischen Assistenzsystems „Mazor X“ neue Standards im Bereich der Wirbelsäulenchirurgie geschaffen werden. Weiters kam 2025 an der Klinik für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde erstmals in Oberösterreich ein robotisch unterstütztes Cochlea-Implantat-System zum Einsatz.
Im Frühjahr 2025 wurde die Generalsanierung der Bauten A und B am Med Campus (MC) erfolgreich abgeschlossen. Innerhalb von acht Jahren Bauzeit wurden sämtliche Stationen und Ambulanzen modernisiert. Da die Arbeiten im laufenden Betrieb stattfanden, mussten rund 35 Stationsübersiedlungen bewerkstelligt werden, was für alle Beteiligten eine große Herausforderung darstellte. Diese wurde jedoch aufgrund der hohen Expertise sowie der hervorragenden Zusammenarbeit aller Gewerke erfolgreich gemeistert. Somit steht nun eine Infrastruktur zur Verfügung, die sowohl den Bedürfnissen der PatientInnen als auch der MitarbeiterInnen entspricht und die zu einer wesentlichen Verbesserung der Abläufe beiträgt.
Im Zuge der Generalsanierung wurde auch eine der modernsten, komplexesten und innovativsten pädiatrischen Audiologien im deutschsprachigen Raum in Betrieb genommen. Gemeinsam mit der ebenfalls 2025 etablierten Ambulanz für chronisch kranke Kinder und Jugendliche sowie dem Kinderorthopädischen Zentrum für Oberösterreich konnte somit eine wesentliche Verbesserung in der Versorgung der jüngsten PatientInnen erreicht werden.
Das Jahrhundert-Bauprojekt Kinderzentrum/Küche/MitarbeiterInnenrestaurant am Med Campus wurde auch 2025 weiter vorangetrieben. Nach umfassenden Vorbereitungen, Planungen und Abstimmungen mit den NutzerInnen fand der Spatenstich für die erste Bauetappe (Küche) im ersten Quartal 2026 statt.
Weiters wurde Ende Oktober 2025 mit den Umbauarbeiten für die Erweiterung der Zentralen Aufnahmeeinheit begonnen. Diese wird im Bereich der Blutzentrale des Roten Kreuzes errichtet.
Am Neuromed Campus verzögerte sich die für den Jahresbeginn 2025 geplante Inbetriebnahme und Eröffnung des neugebauten Psychiatrischen Versorgungszentrums auf Grund eines Wasserrohrbruches und daraus resultierenden notwendigen Sanierungsarbeiten. Voraussichtlich wird der Neubau im 1. Halbjahr 2026 bezogen werden können.
Neben den vielen positiven Entwicklungen war das Geschäftsjahr 2025 auch von personellen Herausforderungen geprägt. Um diese abzufedern, wurde eine Stabsstelle für Personalmarketing etabliert und mit einer Employer-Branding-Kampagne gestartet, die auch 2026 weitergeführt wird. Durch gezielte Maßnahmen zur MitarbeiterInnenbindung (Sommerkinderbetreuung etc.) sowie zur MitarbeiterInnengewinnung (Messeauftritte, Informationsveranstaltungen, Onboarding-Formate etc.) sollen zukünftig positive Effekte für die Besetzung notwendiger Stellen erzielt werden. Die Professionalität in diesem Bereich zeigt sich unter anderem durch den österreichweiten Branchensieg im Rahmen der BEST- RECRUITERS-Studie.
Personelle Veränderungen gab es auch in folgenden Bereichen:
Wiederbestellung der Kollegialen Führung Nataša Neuhold MA, BA hat die Leitung des Qualitäts- und Risikomanagements übernommen. Sabine Wöss, MBA hat die Funktion der stellvertretenden Pflegedirektorin übernommen. Rainer Hrnicek, MA, MBA übernahm die Leitung des Geschäftsbereiches Finanzen und Controlling. Priv.-Doz. DDr. Harald Stefanits nimmt gemeinsam mit Univ.-Prof. Dr. Tobias Gotterbarm die Stellvertretung des Ärztlichen Direktors wahr. Ing. Gerhard Lorenz und Rainer Hrnicek, MA, MBA übernahmen die Stellvertretung des Kaufmännischen Direktors.
1.2. Bericht über die Zweigniederlassungen
Im Geschäftsjahr 2025 bestanden keine Zweigniederlassungen.
1.3. Beteiligungen
1.3.1. FH Gesundheitsberufe OÖ GmbH
Die Kepler Universitätsklinikum GmbH (KUK) hält eine Beteiligung im Ausmaß von 27,33 % an der FH Gesundheitsberufe OÖ GmbH.
In acht Bachelor- und drei Master-Studiengängen sowie neun Hochschullehrgängen bietet die FH Gesundheitsberufe OÖ in Linz, Ried, Steyr, Vöcklabruck und Wels Hochschulausbildungen in Gesundheitsberufen mit international anerkannten Abschlüssen und sehr guten Jobchancen. Die Verknüpfung von Theorie, Praxis, Wissenschaft und Forschung gewährleistet ein fundiertes Studium im Gesundheitsbereich.
1.3.2. LKV Krankenhaus Errichtungs- und Vermietungs-GmbH
Die KUK hält nach wie vor Anteile im Ausmaß von 19 % an der LKV. Eine Liquidation der LKV wird vorerst nicht stattfinden. Das Gebäude der LKV am MC wird daher weiterhin von der KUK angemietet.
1.4. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren
1.4.1. Geschäftsergebnis
Im Geschäftsjahr 2025 konnte durch die Auflösung von Kapitalrücklagen in Höhe von 24,9 Mio. € ein ausgeglichenes Jahresergebnis erzielt werden.
Die Umsatzerlöse im Geschäftsjahr in Höhe von 803,6 Mio. € setzen sich aus Leistungserlösen in Höhe von 467,2 Mio. €, Erlösen aus Klinischem Mehraufwand in Höhe von 3,0 Mio. € und Beiträgen gemäß § 75 Oö. KAG (Betriebsabgangsdeckung) in Höhe von 333,3 Mio. € zusammen. Die Leistungserlöse resultieren im Wesentlichen aus den LKF Erlösen.
| Gewinn- und Verlustrechnung (Beträge in T€) | 2023 | 2024 | 2025 |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 668.068 | 766.932 | 803.574 |
| davon Leistungserlöse | 395.372 | 439.606 | 467.239 |
| davon Klinischer Mehraufwand | 2.469 | 2.962 | 3.026 |
| davon Beiträge gemäß § 75 Oö. KAG (Betriebsabgangsdeckung) | 270.226 | 324.363 | 333.309 |
| Sonstige Erträge | 74.987 | 79.915 | 93.490 |
| Betriebliche Aufwendungen | -761.588 | -853.712 | -919.376 |
| davon Personalaufwand | -485.648 | -542.921 | -586.945 |
| davon Abschreibungen | -37.705 | -37.655 | -37.113 |
| Betriebsergebnis | -18.533 | -6.865 | -22.313 |
| Finanzergebnis | -871 | -3.527 | -2.542 |
| Jahresfehlbetrag | -19.404 | -10.392 | -24.855 |
| Jahresgewinn | 0 | 0 | 0 |
Die Finanzierung der Krankenhäuser ist unter anderem durch das Oö. Krankenanstaltengesetz 1997 (Oö. KAG) geregelt. Darin sieht § 75 Oö. KAG vor, dass das Land Oberösterreich (Land OO) 85 % der Gesamtsumme der Betriebsabgänge aller Fondskrankenanstalten durch einen Landesbeitrag abgilt. Der Betriebsabgang wird gemäß § 75 Abs. 3 Oö. KAG ermittelt.
Der Landesbeitrag gemäß § 75 Oö. KAG wird bei der KUK als Teil der Umsatzerlöse ausgewiesen, da er eine Zuzahlung zur Leistungserbringung der KUK ist. Er betrug im Jahr 2025 (samt Endabrechnung für 2024) 333,3 Mio. € (Vorjahr: 324,4 Mio. €). Die über diesen Landesbeitrag hinausgehende Finanzierung des Betriebsabganges muss der jeweilige Krankenhausbetreiber leisten („Trägerselbstbehalt“). Aufgrund der überwiegend betrieblichen Veranlassung, da der Krankenhausbetrieb nicht ohne Leistung von Trägerselbstbehalten aufrecht gehalten werden kann, ist der Trägerselbstbehalt als Aufwandszuschuss zu klassifizieren und wird seit dem Jahr 2023 als übriger sonstiger betrieblicher Ertrag dargestellt. Er beträgt im Jahr 2025 75,3 Mio. € (inkl. Endabrechnung für 2024). Im Vorjahr wurden 61,0 Mio. € ausgewiesen.
Die Gesellschaft weist im Geschäftsjahr 2025 einen Jahresfehlbetrag in Höhe von 24,9 Mio. € (Vorjahr: 10,4 Mio. €) aus. Der Jahresfehlbetrag resultiert insbesondere aus den Abschreibungen, die in Höhe von 37,1 Mio. € (Vorjahr: 37,7 Mio. €) nicht durch die Auflösung von Investitionszuschüssen gedeckt waren, da Teile des Anlagevermögens im Zuge der Sacheinlage im Geschäftsjahr 2015 durch Eigenkapital eingebracht wurden. Eine Kompensation durch die in der Abgangsdeckung enthaltenen Ersatzinvestitionen wirkt sich um 20,1 Mio. € aus.
Zum Ausgleich des Jahresfehlbetrages wurden im Geschäftsjahr 2025 nicht gebundene Kapitalrücklagen in Höhe von 24,9 Mio. € (Vorjahr: 10,4 Mio. €) aufgelöst.
1.4.2. Finanz- und Vermögenslage
Im Versorgungsbereich wird die KUK neben den Leistungserlösen und der Betriebsabgangsdeckung durch den Eigentümer Land OÖ finanziert. Die Realisierung von Bauvorhaben und Großgeräten erfolgt durch Zuschüsse des Oö. Gesundheitsfonds sowie durch Investitionszuschüsse des Eigentümers, für die eigene Finanzierungsvereinbarungen abgeschlossen wurden.
Die Kosten für den Neubau des Lehr- und Forschungsgebäudes und der Anmietungen für die Medizinische Fakultät wurden gemäß der Art. 15a B-VG Vereinbarung durch das Land OÖ (Abteilung Wirtschaft und Forschung) finanziert. Zum Stichtag 31.12.2020 wurden für diesen Sachverhalt erstmals kurzfristige Barvorlagen zur Zwischenfinanzierung aufgenommen. Auch zum 31.12.2025 erfolgte die Finanzierung mittels Barvorlagen.
| Cashflow (Beträge in T€) | 2023 | 2024 2025 | |
|---|---|---|---|
| Nettogeldfluss aus der betrieblichen Geschäftstätigkeit | 35.532 | 3.631 | 6.078 |
| Nettogeldfluss aus der Investitionstätigkeit | -14.034 | -32.750 | -3.685 |
| Nettogeldfluss aus der Finanzierungstätigkeit | -31.069 | 41.850 | 17.604 |
Die Investitionen im Jahr 2025 beliefen sich auf insgesamt 36,9 Mio. €. Hiervon entfielen 21,6 Mio. € auf medizinisch-technische Ausstattung und Betriebsausstattung, 14,5 Mio. € auf Bauprojekte (davon betreffen 5,4 Mio. € die Generalsanierung Bau A und B, 2,6 Mio. € die Planungen für das Kinderzentrum/Küche/MitarbeiterInnenrestaurant und 2,3 Mio.€ das Kühlkonzept am NMC) und 0,8 Mio. € auf immaterielle Vermögensgegenstände, insbesondere Rechte und Software-Lizenzen.
| Betriebswirtschaftliche Kennzahlen | Definition | 2023 | 2024 | 2025 |
|---|---|---|---|---|
| Eigenkapital | ||||
| Anlagendeckung in % | Anlagevermögen | 33,0% | 32,0% | 30,0% |
| Anl agevermögen | ||||
| Anlagenintensität in % | 84,5% | 82,8% | 81,7% | |
| Ges amtver mögen | ||||
| Eigenkapital + unversteuerte Rücklagen | ||||
| Eigenmittelquote gemäß § 23 URG in % | Gesamtkapital - Invesitionszuschüsse | 37.9% | 36,1% | 34,0% |
| - offen abgesetzte Anzahlungen auf Vorräte | ||||
| Betriebswirtschaftliche Eigenmittelquote | Eigenka pital + unversteuerte Rücklagen + Invesiti onszuschüsse | |||
| inkl. Investitionszuschüsse in % | 54,8% | 52,9% | 52,4% | |
| Gesamtkapital - offen abgesetzte Anzahlungen auf Vorräte | ||||
| Rückstellungen + Schulden - liqui de Mittel - von den Vorräten | ||||
| Fiktive Schuldentilgungsdauer gemäß | ||||
| § 24 URG in Jahren | absetzbare Anzahl ungen | 23,9 Jahre | 17,3 Jahre | 36,3 Jahre |
| Mittelüberschuss aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | ||||
| Working Capital in T€ | Umlaufvermögen - kurzfri stiges Fremdkapital | -19.065 | -23.124 | -8.836 |
| Ausgewählte Bilanzwerte in T€ | 2023 | 2024 | 2025 | |
| Bilanzsumme | 1.095.715 | 1.099.776 | 1.090.617 | |
| Anlagevermögen | 926.106 | 910.964 | 890.693 | |
| Flüssige Mittel | 559 | 13.291 | 33.288 | |
| Eigenkapital | 302.208 | 291.816 | 266.961 | |
| Eigenmittel (Eigenkapital zzgl. Investitionszuschüsse, nicht rückzahlbar) | 600.782 | 582.185 | 571.667 | |
| Langfristiges Fremdkapital | 322.327 | 310.800 | 315.232 | |
| Kurzfristiges Fremdkapital | 172.606 | 206.790 | 203.719 |
1.4.3. Leistungszahlen in den medizinisch-pflegerischen Bereichen
Die nachfolgende Tabelle stellt einen Uberblick über die wesentlichen Kennzahlen des medizinisch-pflegerischen Leistungsbereiches dar.
| Leistungs- und Kennzahlen | 2023 | 2024 | 2025 |
|---|---|---|---|
| Systemisierte Betten (Anzahl der genehmigten Betten gem. RSG 2025) | 1.704 | 1.704 | 1.704 |
| Stationäre Fälle (Anzahl Entlassungen) | 71.883 | 71.701 | 69.378 |
| Belagstage (Anzahl Belegungen zum Mittenachtsstand) | 437.726 | 436.408 | 420.442 |
| Durchschnittliche Belagsdauer in Belagstagen (nach Entlassungen) | 6,09 | 6,09 | 6,06 |
| Ambulante Frequenzen (Anzahl) | 626.432 | 643.170 | 645.543 |
| LKF-Punkte stationär relevant (verrechenbar gegenüber Oö. Gesundheitsfonds) | 321.499.238 | 322.765.718 | 357.418.412 |
| LKF-Punkte stationär gesamt (Gesamtleistung KUK) | 348.010.432 | 347.935.499 | 388.460.497 |
| Tagesklinik (Anzahl Fälle) | 6.725 | 7.158 | 6.749 |
| Geburten (Anzahl) | 3.503 | 3.551 | 3.321 |
Wegen der Umstellung des LKF-Modells ist ein Vergleich mit den Vorjahren nur eingeschränkt möglich.
1.4.4. Umweltbelange
Die KUK bekennt sich zu einem sorgsamen Umgang mit Ressourcen, einer verantwortungsbewussten Vermeidung und Beseitigung von Abfall, einer bestmöglichen Wiederverwertbarkeit von Materialien und auch zum Einsatz energiesparender Technik. Darüber hinaus leistet das Unternehmen einen Beitrag zur Förderung umweltschonender Mobilität.
Die Abfallbeseitigung wird nach dem Abfallwirtschaftskonzept durchgeführt. Die getrennt gesammelten Abfälle werden nach Ö-Norm S2104 bzw. S2100 dokumentiert und an FremdentsorgerInnen übergeben. Der Abwasserentsorgung werden jährlich vorgeschriebene Proben entnommen. Sämtliche in den Einzelbescheiden vorgeschriebenen Auflagen werden erfüllt.
Die KUK achtet auf einen optimalen und umweltschonenden Energieeinsatz. Sowohl bei den Neubauten als auch bei der Sanierung bestehender Bausubstanzen sind in den Planungen entsprechende Maßnahmen enthalten, wie Berücksichtigung optimaler Energiekennzahlen, Energierückgewinnung, Zeitprogramme für Lüftungsanlagen und Beleuchtungen, optimierter Betrieb von Heiz- und Kühlanlagen etc.
Bei Neu- und Umbauten sowie Renovierungen wird auf energiesparende Technik gesetzt. Beispielsweise wird bei Neuplanungen (z. B. Generalsanierung Bau A/B) eine energieeffiziente LED-Beleuchtung projektiert. Die Heizungsanlagen werden auf ein energieeffizientes Niedertemperatursystem (Fußboden- und Deckenheizung) umgestellt. Auch bei der Errichtung des Kinderzentrums wird auf Nachhaltigkeit hoher Wert gelegt. Es wurde bei der Auslobung des Wettbewerbes ein eigener Nachhaltigkeitsexperte miteinbezogen. Es soll ein entsprechendes „klimaaktiv-Zertifikat in Silber“ erreicht werden.
Bei der Erneuerung von Maschinen, zum Beispiel in den Bereichen AEMP, Wäscherei und Küche, wird darauf geachtet, Modelle einzubauen, bei denen der Energieverbrauch und die Leistungsfähigkeit optimal abgestimmt sind.
Im Zuge der Instandhaltung werden systematisch Luftmengenmessungen durchgeführt und die Anlagen in ihrer Energieeffizienz ständig verbessert.
Das Kepler Uniklinikum ist auch in die übergreifenden Projekte der Oberösterreichischen Gesundheitsholding (OÖG) bestens eingebettet. Projekte in den Themengebieten Nachhaltigkeit und Umweltmanagement werden gemeinsam bearbeitet. Weiters werden Daten für das Energieaudit aufbereitet und zur Verfügung gestellt, um Energieverbrauchsoptimierungen durchführen zu können. Die KUK beteiligt sich auch bei der EMAS-Zertifizierung, die seitens der OÖG unterstützt wird. EMAS ist ein von der EU entwickeltes System für nachhaltiges Umweltmanagement.
1.4.5. Personal und Personalentwicklung
Im Jahr 2025 waren in der KUK 7.586 MitarbeiterInnen beschäftigt. Der Anteil der Teilzeitbeschäftigten betrug 51,55 %.
| Köpfe (im Jahresdurchschnitt) IST kumuliert 1–12 | Ø 2023 | Ø 2024 | Ø 2025 |
|---|---|---|---|
| Ärztliches & akademisches Personal | 1.081 | 1.131 | 1.171 |
| Pflegepersonal | 3.743 | 3.908 | 4.134 |
| MT-Personal | 623 | 640 | 655 |
| Verwaltungspersonal | 554 | 575 | 607 |
| Betriebspersonal | 839 | 870 | 894 |
| Sonstiges Personal | 121 | 120 | 125 |
| Gesamt | 6.961 | 7.244 | 7.586 |
Qualifizierung der MitarbeiterInnen:
Im OÖG-weiten gemeinsamen Fortbildungsportal Success Factors Learning stand den Mitarbeitenden auch im Jahr 2025 wieder ein umfassendes Angebot der Aus-, Fort- und Weiterbildung zur Verfügung. Alle intern organisierten Bildungsveranstaltungen werden auf dieser Plattform veröffentlicht und allen Mitarbeitenden zugänglich gemacht. In einem digitalen Workflow werden sämtliche Schritte von der Anmeldung über die Genehmigung durch die Führungskraft bis hin zu Teilnahmebestätigungen abgewickelt.
In der gemeinsamen E-Learning-Plattform Aka Wiki bieten die KUK und die OÖG webbasierte E- Learning-Module an, die immer mehr zum festen Bestandteil der Qualifizierung von Mitarbeitenden werden. Diese können von den Mitarbeitenden zeit- und ortsunabhängig absolviert werden.
2. Voraussichtliche Entwicklung und Risiken des Unternehmens
2.1. Voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens im Jahr 2026
Das Jahr 2026 ist im medizinischen Bereich von ersten Umsetzungsmaßnahmen in Bezug auf den Regionalen Strukturplan Gesundheit (RSG) 2030 geprägt.
Im Bereich der Infrastruktur wird im ersten Halbjahr 2026 nach einigen Verzögerungen das Psychiatrische Versorgungszentrum am Neuromed Campus eröffnet werden. Am 27. März 2026 ist überdies der Spatenstich für die neue Zentralküche sowie das MitarbeiterInnenrestaurant am Med Campus erfolgt. Dies stellt einen ersten Meilenstein im Großprojekt „Kinderzentrum, Zentralküche und MitarbeiterInnenrestaurant“ dar.
Nach dem Rücktritt von Geschäftsführer Mag. Dr. Franz Harnoncourt mit Ende Mai 2026, erfolgte inzwischen die Bestellung des neuen Geschäftsführers Dr. Meinhard Lukas per 1. Juni 2026. Überdies werden weitere Lehrstühle besetzt werden.
Um den Vollausbau der Medizinischen Fakultät (MED) der JKU Linz weiter voranzutreiben, laufen 2026 gemeinsam mit der JKU Linz sowie dem Land OÖ intensive Verhandlungen mit dem Bund bezüglich Klinischer Mehraufwand für die Periode von 2029 bis 2039.
2.2. Risikobericht
2.2.1. Allgemeiner Risikobericht
Die Finanzierung der KUK erfolgt im Rahmen der gesetzlichen Regelungen, insbesondere gemäß den Bestimmungen des KAKuG, des Oö. KAG 1997 und des Oö. Gesundheitsfonds-Gesetzes. Das Land OÖ ist aufgrund des Oö. KAG 1997 verpflichtet, den Betriebsabgang der KUK, die eine Fondskrankenanstalt ist, abzudecken („Abgangsdeckung“). Jener Teil des Betriebsabganges der KUK, der nach Abzug des Landesbeitrages unbedeckt verbleibt, ist der Trägerselbstbehalt, der vom Land OÖ als Trägerin der KUK abgedeckt wird. Die Finanzierung der Investitionen außerhalb der Abgangsdeckung werden nur dann getätigt, wenn entsprechende Beschlüsse und Finanzierungsverträge vorliegen. Damit ist das finanzielle Branchenrisiko begrenzt.
Der Geschäftsbereich Finanzen & Controlling erstellt in Abstimmung mit den relevanten Geschäftsbereichen laufend Controllingberichte (Monats- und Quartalsberichte) und stellt damit der Unternehmensführung, dem Aufsichtsrat, der OÖG und den Financiers (insbesondere dem Land OÖ) unterjährig ein zeitgemäßes Steuerungsinstrument zur Verfügung.
Eine Mittelfristplanung wird rollierend erstellt und den Financiers zur Verfügung gestellt und sichert somit auch mittel- und langfristig die benötigte Liquidität. Die Mittelfristplanung wird jährlich dem Oö. Landtag zur Beschlussfassung vorgelegt.
Zur Verringerung des Liquiditätsrisikos ist ein Cash-Management eingerichtet. Zwischenfinanzierungen werden über kurzfristige Barvorlagen abgewickelt. Langfristige Darlehen bestehen keine.
Die Veränderungen im Gesundheits- und Spitalswesen haben unmittelbare Auswirkungen auf die normativen und regulativen Anforderungen hinsichtlich der unternehmensinternen Prozesse.
Die Konzernrevision hat den Anspruch, vielseitige Themenbereiche im Rahmen eines systematischen und zielgerichteten Prüfansatzes zu bearbeiten, um für die Oberösterreichische Gesundheitsholding GmbH und ihre direkten und indirekten Beteiligungsunternehmen Geschäftsprozesse nachhaltig zu verbessern und Mehrwerte zu schaffen.
Die KUK, als wesentliche Beteiligung der OÖG, wird von der Konzernrevision insbesondere bei der Erfüllung der betrieblichen Kontroll- und Überwachungspflichten unterstützt und die Transparenz und Integrität im Unternehmen gefördert.
Der von der Konzernrevision nach Risikogesichtspunkten erstellte Prüfplan für den gesamten OÖG-Konzern umfasst auch die KUK. Prüfungen des Prüfungsplans im Bereich der KUK werden von der Geschäftsführung der OÖG mit dem Vorbehalt beschlossen, dass in der Folge ein Prüfungsauftrag von der Geschäftsführung der KUK an die Konzernrevision ergeht. Darüber hinaus kann die Geschäftsführung der KUK die Konzernrevision mit Prüfungen außerhalb des Prüfplans beauftragen.
Im Jahr 2025 wurden unter anderem die KUK betreffende Hauptprüfungen bzgl. Planungs- und Strukturierungsphase der Abwicklung des Neubaus eines Betten- und Funktionstrakts (entspricht dem Projekt Kinderzentrum/Küche/MitarbeiterInnenrestaurant) sowie organisatorische Thematiken bei der Therapiezielfestlegung und -änderung vorbereitet bzw. bearbeitet. Weiters wurden die Hauptprüfung hinsichtlich der Prozesse und Abläufe der Dienstplanerstellung und die Folgeprüfung Klinischer Mehraufwand, in der die Umsetzung der Empfehlungen untersucht wurde, abgeschlossen.
Um die Zugänglichkeit und Verfügbarkeit von Systemen und Dokumenten in der KUK zu verbessern, wurden seitens der Konzernrevision Maßnahmen eingeleitet.
2.2.2. Spezieller Risikobericht
Risiken durch Behandlungszwischenfälle und sonstige Schäden an Dritten, aber auch an Sachgegenständen sind umfassend versichert. Jährlich werden Veränderungen in den Risiken erhoben, evaluiert und neu bewertet. Auf Basis dieses Befundes werden sowohl die abgeschlossenen Versicherungen als auch der Abschluss neuer Versicherungen geprüft und beurteilt.
Leistungsschwankungen und Leistungsverschiebungen können zu Veränderungen im Betriebsergebnis führen. Durch ein engmaschiges Berichtswesen, laufende Analysen und Gespräche mit den Klinik- und InstitutsvorständInnen ist es möglich, unerwünschte Entwicklungen frühzeitig zu erkennen und erforderlichenfalls steuernd einzugreifen.
Im Bereich des Beschaffungs- und Investitionsmanagements wurden die Harmonisierung von Produkten und die Optimierung einzelner Beschaffungsprozesse weiter optimiert. Ebenfalls wurde das Planungsportal verbessert, um Auswertungen und Darstellungen den Kostenstellen- Verantwortlichen schneller zur Verfügung zu stellen. Die Verbesserung der Zusammenarbeit mit allen betroffenen Bereichen bei Investitionen wurde ausgebaut und standardisiert.
Laufende Änderungen am Weltmarkt führten zu neuen Engpässen oder Teuerungen, die den Geschäftsbereich Beschaffungs- und Investitionsmanagement immer wieder vor neue Herausforderungen stellten. Durch eine enge Zusammenarbeit innerhalb der OÖG und auch mit anderen KlinikbetreiberInnen konnten diese jedoch positiv gelöst oder großteils abgewendet werden.
Als wesentliche Einrichtung gemäß Netz- und Informationssystemsicherheitsgesetz (NISG) 2026 unterliegt die KUK hohen Anforderungen an ein wirksames Risikomanagement zur Vermeidung und Minimierung von Cybersicherheitsvorfällen. Aufbauend auf der 2023 erfolgreich abgeschlossenen Prüfung nach dem NISG 2018 sowie einer Vielzahl etablierter Informationssicherheitsmaßnahmen – darunter strukturiertes Risikomanagement, Incident Response, Business Continuity Management, Backup-Konzepte, Netzwerksegmentierung, Firewalls, Virenschutz, Schwachstellenmanagement und regelmäßige Schulungen – verfügt die KUK bereits über ein robustes Sicherheitsniveau. Im Rahmen eines kontinuierlichen Verbesserungsprozesses werden diese Maßnahmen fortlaufend weiterentwickelt und an aktuelle technologische Entwicklungen sowie neue gesetzliche Anforderungen (z.B. NISG 2026) angepasst.
Im Jahr 2025 wurde die KUK letztmalig nach der Norm ISO 9001 auditiert. Ab dem Jahr 2026 erfolgt die Umstellung auf die neue internationale Norm ISO 7101, die als erste ISO-Norm speziell für den Gesundheitssektor entwickelt wurde und erweiterte Anforderungen an Governance, Führung und risikobasierte Steuerung mit sich bringt. Vor diesem Hintergrund wurde das Audit 2025 bereits mit einer erhöhten Prüftiefe durchgeführt, um die Organisation frühzeitig auf die zukünftigen normativen Anforderungen auszurichten.
Das Audit bestätigte, dass das klinische Risikomanagement im KUK gut etabliert ist und seine Wirksamkeit im operativen Alltag zeigt. Die bestehenden Strukturen und Prozesse ermöglichen eine systematische Identifikation, Bewertung und Steuerung klinischer Risiken. Die jährliche Berichterstattung zum klinischen Risikomanagement stellt ein zentrales Steuerungsinstrument dar und wird der Kollegialen Führung und der Geschäftsführung vorgelegt. Sie dient als fundierte Grundlage für risikobasierte Entscheidungen und unterstützt die gezielte Weiterentwicklung der PatientInnensicherheit, der Versorgungsqualität sowie der klinischen Leistungsfähigkeit.
Im Rahmen des Audits wurde darüber hinaus das Potenzial aufgezeigt, den Risikomanagementansatz künftig noch stärker ganzheitlich und unternehmensweit auszurichten. Insbesondere bietet sich die Chance, strategische Risiken systematischer in die Führungs- und Entscheidungsprozesse auf Unternehmensebene zu integrieren und deren Berücksichtigung nachvollziehbar zu verankern. Eine stärkere Verzahnung von strategischer Planung, Risikobewertung und Managemententscheidungen würde die Transparenz erhöhen und die Steuerungsfähigkeit weiter verbessern.
Die OÖG nutzt diese Erkenntnisse als Impuls zur Weiterentwicklung eines integrierten, unternehmensweiten Risikomanagementsystems. Ziel ist es, einen adäquaten und zukunftsorientierten Rahmen zu schaffen, der eine konsequente risikobasierte Steuerung ermöglicht und strategische Risiken systematisch in Führungs-, Planungs- und Entscheidungsprozesse einbindet. Damit wird nicht nur den Anforderungen der ISO 7101 entsprochen, sondern es werden auch die Governance-Strukturen sowie die nachhaltige Organisationsentwicklung weiter gestärkt. Dieser Ansatz soll zentral für sämtliche Kliniken der OÖG angewandt und ausgebaut werden.
Das Qualitätsmanagementsystem der KUK weist einen hohen Reifegrad auf und ist über Jahre hinweg konsequent weiterentwickelt worden. Die etablierten Strukturen, Prozesse und Steuerungsmechanismen erfüllen nicht nur die Anforderungen der bisherigen Normen, sondern ermöglichen eine wirksame, transparente und nachhaltige Qualitätssteuerung im klinischen Alltag. Vor diesem Hintergrund wurde die strategische Entscheidung getroffen, als eine der ersten Universitätskliniken im deutschsprachigen Raum auf die neue internationale Norm ISO 7101 umzustellen. Dieser Schritt unterstreicht den Anspruch des Kepler Universitätsklinikums, eine Vorreiterrolle in den Bereichen Governance, Qualität und patientInnenzentrierte Versorgung einzunehmen.
Im Zuge der Normumstellung werden sämtliche klinischen Bereiche systematisch in die Anforderungen der ISO 7101 eingebunden. Gleichzeitig erfolgt eine verstärkte Integration des Neuromed Campus in das bestehende Qualitätsmanagementsystem, um eine durchgängige, standortübergreifende Qualitäts- und Prozesssteuerung sicherzustellen und bestehende Synergien weiter auszubauen.
Vor dem Hintergrund zunehmender Ressourcenknappheit verfolgt das Qualitätsmanagement gezielt den Ansatz der Lean-Prinzipien. Dieser Fokus ermöglicht eine bewusste und effiziente Nutzung vorhandener Ressourcen bei gleichzeitiger Steigerung von Qualität, Wirksamkeit und kontinuierlicher Weiterentwicklung. Neben der Ergebnisqualität rücken dabei verstärkt Prozessqualität und Prozesseffizienz in den Mittelpunkt der Betrachtung.
Ein zentraler Entwicklungsschwerpunkt liegt in der weiteren Etablierung und dem Ausbau von PatientInnenpfaden. Diese ermöglichen eine ganzheitliche Betrachtung der Versorgung entlang des gesamten Behandlungsverlaufs – vom Eintritt in das Krankenhaus bis zum Austritt der PatientInnen. Durch die systematische Analyse von Schnittstellen, Durchlaufzeiten und Verantwortlichkeiten werden Transparenz, Fluss und Effizienz der Versorgung gezielt verbessert.
Ein weiterer Schwerpunkt für das Jahr 2026 liegt auf der systematischen Messung und Bewertung von Verbesserungsmaßnahmen. In diesem Zusammenhang werden qualitätsrelevante Kennzahlen definiert und in einem Management-Dashboard zusammengeführt, um Fortschritte, Wirksamkeit und Handlungsbedarfe transparent darzustellen und steuerungsrelevant aufzubereiten.
Parallel dazu werden die bestehenden Qualitätsziele evaluiert und gezielt adaptiert. Ziel ist es, diese stärker in die operative und strategische Steuerung einzubinden und eine durchgängige Zielkaskadierung von der obersten Leitungsebene bis zu den Mitarbeitenden sicherzustellen. Die transparente Dokumentation und Nachvollziehbarkeit der Qualitätsziele sollen damit einen wesentlichen Beitrag zu einer wirksamen Führung, klaren Verantwortlichkeiten und einer nachhaltigen Qualitätskultur leisten.
Zur nachhaltigen Verankerung dieser Ansätze werden die bestehenden Schulungs- und Qualifizierungskonzepte des Qualitätsmanagements evaluiert und weiterentwickelt. Ziel ist es, das Qualitätsbewusstsein sowie die methodische Kompetenz direkt am Ort der Leistungserbringung zu stärken und Mitarbeitende gezielt in die kontinuierliche Verbesserung einzubinden. Auch wird nach Formaten gesucht, gezielt Aus- und Weiterbildungen für Führungskräfte zu ermöglichen und anzubieten, damit Bewusstsein für Qualitätsmanagement als Führungsaufgabe gestärkt wird und so eine gestärkte Unterstützung und Umsetzungskraft auf Leitungsebene ermöglicht wird.
Darüber hinaus wird die Zusammenarbeit mit der Stabsstelle Qualitätsmanagement Pflege weiter intensiviert. Durch die enge Abstimmung auf Managementebene sollen Synergien besser genutzt, Ressourcen gebündelt und eine größere Anzahl an Mitarbeitenden wirksam erreicht werden.
3. Forschung und Entwicklung
Die KUK steht für Versorgung, Lehre und Forschung. In Kooperation mit der Johannes Kepler Universität Linz – insbesondere der Medizinischen Fakultät – und der Fachhochschule für Gesundheitsberufe OÖ GmbH unterstützt die KUK die Lehre der klinischen Fächer und die klinische Forschung mit Fokus auf die Bereiche Arzneimittelprodukte und Medizinprodukte sowie die Forschungsschwerpunkte der Medizinischen Fakultät und der FH Gesundheitsberufe OÖ. Die klinische sowie die wissenschaftliche Ausbildung und Karriereentwicklung der MitarbeiterInnen stehen dabei im Mittelpunkt.
3.1. Stabsstelle Universitäre Angelegenheiten & Forschung (StUAF) und Service Center for Clinical Research (SCCR)
JKU-MitarbeiterInnen mit Arbeitsplatz in der KUK
Die Anzahl an JKU-MitarbeiterInnen mit Arbeitsplatz in der KUK hat stetig zugenommen. Der schon 2021 von der KUK vorgeschlagene Prozess für ein effizientes Onboarding der JKU- MitarbeiterInnen konnte nun gemeinsam mit der JKU Linz festgelegt werden. Es wurde eine einjährige Pilotphase vereinbart, die mit 15. Jänner 2026 startete.
JKU-MED-Studierende – Onboarding KUK
Um sicherzustellen, dass alle Studierenden an der MED/JKU Linz für Tätigkeiten in der KUK die rechtlichen und innerbetrieblichen Erfordernisse erfüllen, wurde gemeinsam mit der Lehrund Studienorganisation der JKU Linz ein Willkommensprozess erarbeitet. Der Prozess wird durch das StUAF-Sekretariat in enger Zusammenarbeit mit der Arbeitsmedizin der KUK und dem MitarbeiterInnenkartenbüro der KUK administriert. Im Jahr 2025 wurden insgesamt 325 Studierende betreut.
3.2. Klinische Studien und Forschungsprojekte im KUK– JKU-Studien und KUK-Studien
Das Ziel, die klinische Spitzenforschung in der KUK bzw. an der JKU Linz und die Interaktion mit der Grundlagenforschung und der translationalen Forschung zu stärken, wird in enger Kooperation mit dem Zentrum für Klinische Forschung (ZKF) und dem Kompetenzzentrum für Klinische Studien Linz (KKS Linz) der JKU Linz weiterverfolgt und vorangetrieben.
Im Jahr 2025 wurden an der KUK nachfolgende klinische Studien bzw. Forschungsprojekte gemeldet bzw. durchgeführt:
| 2025 | Kategorie | GEMELDET | GESTARTET | LAUFEND (2) (2) | GESCHLOSSEN |
|---|---|---|---|---|---|
| KUK (1) | GESAMT | 92 | 57 | 342 | 56 |
| EF (3) akademisch (3) | 72 | 48 | 242 | 38 | |
| Auftragsstudie | 16 | 8 | 96 | 18 | |
| Antragsstudie | 4 | 1 | 4 | 0 | |
| GESAMT | 221 | 94 | 162 | 52 | |
| JKU | EF (3) akademisch (3) | 162 | 63 | 112 | 34 |
| Auftragsstudie | 58 | 26 | 43 | 17 | |
| Antragsstudie | 1 | 5 | 7 | 1 |
(1) Alle KUK-Studien – inkl. Studien auf Lehrstuhlkliniken bis 2022
(2) Alle Studien, die zum Zeitpunkt der Auswertung in Durchführung waren.
(3) EF = Eigenforschung akademisch
Im Vergleich zu 2024 ist bei den Studienmeldungen bei JKU-Studien eine Zunahme von rund 32 % und bei KUK-Studien eine Verdoppelung zu verzeichnen.
Forschungsunterstützung und Förderprogramme für junge Forschende
2025 wurden für die Förderung von akademischer klinischer Forschung in der KUK (JKU- und KUK-Studien) und für die Förderung von jungen Forschenden der KUK rund 90.000 € ausgeschüttet.
JKU-Forschungsprojekte und -Forschungsinitiativen, die von der KUK gefördert und unterstützt werden:
(1) Digidow (Christian-Doppler-Labor) mit dem Forschungsschwerpunkt „Private Digitale Authentifizierung in der Physischen Welt“ unter der Projektleitung von Univ.-Prof. Dr. René Mayrhofer, Institut für Netzwerke und Sicherheit (2) Forschungskooperation mit dem Forschungsschwerpunkt „Versorgungsforschung“: In dieser Kooperation arbeitet die KUK mit der JKU Linz, Univ.-Prof. Dr. Gerald Pruckner, der Ärztekammer für Oberösterreich, der OÖG und der Österreichischen Gesundheitskasse (ÖGK) für Oberösterreich zusammen. (3) OÖ Forschungsinitiative – Personalisierte Technische Medizin (PTM): Die KUK ist Teil dieser Forschungsinitiative, die gemeinsam mit der JKU Linz, der Fachhochschule Oberösterreich, dem Land OÖ, der Interdisciplinary Transformation University Austria (IT:U) und der Wirtschaftskammer OÖ durchgeführt wird. Das Ziel der Initiative ist es, durch die enge hochschulübergreifende Zusammenarbeit neue Maßstäbe in der medizinisch-technologischen Forschung zu setzen und die Entwicklung personalisierter Präventions-, Diagnose- und Therapielösungen voranzutreiben, innovative Forschungsprojekte an der Schnittstelle von Medizin und Technik zu fördern und den Wissenschafts- und Innovationsstandort Oberösterreich nachhaltig zu stärken.
3.3. Neue Entwicklungen bzw. Weiterentwicklungen
Linz Clinician Scientist Program – 2025
ÄrztInnen an der KUK wird seit 2019 die Teilnahme am Nachwuchsförderungs- und Qualifizierungsprogramm Clinician Scientist Program (CSP) und Advanced Clinician Scientist Program (ACSP) der JKU Linz ermöglicht. In diesem Programm wird jungen Forschungsinteressierten des Kepler Universitätsklinikums Forschungszeit im Ausmaß von zehn bis zwölf Wochenstunden finanziert. 2025 wurde das Programm fortgesetzt.
CSP: Programm gestartet – 13 ForscherInnen (Drei ForscherInnen sind noch in Vorbereitung.) ACSP: Programm gestartet – vier ForscherInnen (Ein/e ForscherIn ist noch in Vorbereitung.)
Durchführung von Gentherapeutischen Studien
Die erste Gentherapeutische Studie (GTS) an der KUK wurde gestartet und befindet sich mittlerweile in der Monitoring-Phase. Eine zweite GTS wurde gemeldet und startete mit Ende Jänner 2026. Die KUK fungiert bei GTS gemäß § 74 Gentechnikgesetz (GTG) als Betreiberin und das SCCR hat im vergangenen Jahr dazu alle erforderlichen Prozesse aufgebaut und Funktionen eingerichtet. Der Arbeitsauftrag der Kollegialen Führung ist nach Fertigstellung des Abschlussberichts abgeschlossen. Zur Sicherstellung aller Voraussetzungen für die Durchführung von GTS werden im ersten Halbjahr 2026 gemeinsam mit der JKU Linz zusätzliche Autoklaven beschafft und an den beiden Standorte MC und NMC errichtet.
Forschungsdokumentationsdatenbank „ PURE“
Die KUK als enge Kooperationspartnerin der JKU Linz beteiligt sich an der Implementierung der neuen Datenbank und alle Kliniken und Institute, die noch nicht universitär sind, werden von SCCR-Mitarbeiterinnen in diese neue Datenbank transferiert. Der Transfer der Daten in die PURE-Produktivdatenbank wurde gestartet.
Health Data Research Hub (HDRH)
Die KUK hat gemeinsam mit der JKU Linz und der OOG an einem Forschungsnetzwerkkonzept gearbeitet. Ziel ist die Implementierung eines zentralen Hubs zur sicheren Verarbeitung, Analyse und Speicherung von Gesundheitsdaten für Forschungszwecke. Der Projektauftrag wurde erstellt und von den mitwirkenden Kooperationspartnerinnen unterzeichnet. In 2026 starten drei Arbeitsgruppen mit den Themenschwerpunkten Recht und Datenschutz, Technik und Leistungsprofil/Prozesse.
Linz, am 23. April 2026
Der Geschäftsführer
Mag. Dr. Franz Harnoncourt