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L A G E B E R I C H T Arjo Austria GmbH Jahresabschluss zum 31. Dezember 2025
1.1. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen
Arjo ist ein globaler Lieferant von Medizinprodukten, Dienstleistungen und Lösungen, welche die Lebensqualität von Menschen mit eingeschränkter Mobilität und altersbedingten Gesundheitsproblemen verbessern. Wir schaffen Mehrwert, indem wir die klinischen Ergebnisse für Pflegebedürftige verbessern und ein besseres Arbeitsumfeld für medizinisches Fachpersonal herstellen. Unsere Arbeit gründet sich auf echter Sorge für die Gesundheit und das Wohlbefinden der Menschen und trägt zu einem nachhaltigen Gesundheitssystem bei – stets „empowering movement“.
Arjo hat die Vision, weltweit als der vertrauenswürdigste Partner anerkannt zu werden, der Menschen mit eingeschränkter Mobilität und altersbedingten Gesundheitsproblemen Pflege und eine bessere Lebensqualität ermöglicht. Eine der größten Herausforderungen für Gesundheitssysteme weltweit ist die alternde Bevölkerung. Arjo arbeitet daran, durch ergebnisorientierte Lösungen einen höheren Mehrwert im Gesundheitswesen zu schaffen - Lösungen, die sowohl klinische als auch wirtschaftliche Ergebnisse verbessern und somit zu einer effizienteren Ressourcennutzung im Gesundheitswesen beitragen.
Unsere Hauptkunden sind private und öffentliche Einrichtungen der Akut- und Langzeitpflege. Unser Angebot umfasst Produkte und Lösungen für Hebe- und Transfervorgänge, hygienische Versorgung, Desinfektion, medizinische Betten, therapeutische Auflagen, Prophylaxe von venöser Thromboembolie (VTE) und Diagnose. Darüber hinaus bieten wir Dienstleistungen wie Schulungen in Zusammenhang mit dem Verkauf von Produkten an.
Der Arjo Konzern, in den Arjo Austria GmbH eingebettet ist, vertreibt Produkte und Lösungen in über 100 Ländern, aufgeteilt in drei geographischen Regionen: Nordamerika, Westeuropa und der Rest der Welt. Arjo beschäftigen weltweit fast 7.000 Mitarbeiter und hat seinen Hauptsitz in Malmö, Schweden. Arjo arbeitet laufend aktiv daran, sichere, effiziente und nachhaltige Transportwege und - lösungen zu finden. Mit Produktionsstandorten an fünf globalen Standorten und Kunden in über 100 Ländern ist es für das Unternehmen essenziell, kontinuierlich Monitoring, Szenarioplanung und Transportnachverfolgung zu betreiben. Dies gewährleistet Produktionssicherheit und pünktliche Lieferungen an Kunden.
Andréas Elgaard (CEO des Konzerns) hält im Konzernabschluss unter anderem einleitend fest: „Im Jahr 2025 war die Nachfrage nach den Produkten und Lösungen von Arjo stark, und wir konnten unser Wachstum im Einklang mit unseren kommunizierten Zielen fortsetzen. Die Profitabilität war jedoch schwächer als erwartet, was sowohl auf interne Leistungsdefizite als auch auf zusätzliche negative Einflüsse externer Faktoren wie Währungseffekte und Kosten im Zusammenhang mit US- Zöllen zurückzuführen ist. In den vergangenen Jahren hat Arjo sein Angebot sowohl durch ergebnisbasierte Programme als auch durch ein evidenzbasiertes Analysetool gestärkt. Gleichzeitig hat eine unsichere und sich schnell verändernde Welt dazu geführt, dass Gesundheitsdienstleister kurzfristige Bedürfnisse gegenüber langfristigen Lösungen priorisieren mussten, was das Tempo der Umsetzung dieser Programme verlangsamt hat.
Arjo benötigt eine neue strategische Ausrichtung. Um auf unseren Stärken aufzubauen und sich erfolgreich in einem sich wandelnden externen Umfeld zu bewegen, haben wir begonnen, die nächste Phase der Unternehmensentwicklung zu definieren. Eine neue Strategie nimmt Gestalt an, und ich sehe erhebliches Potenzial, die Marktposition, das Angebot und die Effizienz von Arjo in Zukunft weiter zu stärken.“
In Österreich werden die Leistungen flächendeckend angeboten, wobei neben der Zentrale und dem Hauptlager in Wien weitere Betriebsstätten in Innsbruck, Graz, Klagenfurt und Haid bestehen.
Im Jahr 2025 belief sich der Umsatz des Konzerns auf 11,000 (Vorjahr 11,292) Milliarden SEK.
1.2. Analyse des Geschäftsverlaufs und des Geschäftsergebnisses unter Einbeziehung finanzieller Leistungsindikatoren Die Arjo Austria GmbH gilt als mittelgroße GmbH. Diese braucht gem. § 279 UGB nur bestimmte Posten im Bereich der Bilanz offenlegen und kann in der Gewinn- und Verlustrechnung die Positionen Umsatzerlöse + Veränderungen des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen sowie an noch nicht abrechenbaren Leistungen + andere aktivierte Eigenleitungen - Aufwendungen für Material und sonstige bezogene Herstellungsleistungen
zur Position „Rohergebnis“ zusammenfassen.
Im offenzulegenden Anhang werden daher zu den zusammengefassten Positionen keine Detailangaben gemacht. Im Sinne der Ratio dieser Schutzbestimmung werden auch im veröffentlichten Lagebericht keine diesbezüglichen Angaben gemacht und alle Kennzahlen auf Basis des Rohergebnisses gerechnet.
1.2.1. Ertragslage
1.2.1.1. Rohertrag und Ergebnis
| TSD € | 2025 | 2024 | Veränderung | In % |
|---|---|---|---|---|
| zum Vorjahr | ||||
| Rohertrag | 17.301 | 17.166 | 135 | 0,8% |
| Abschreibungen | 1.035 | 1.127 | -92 | -8,1% |
| Betriebsergebnis | 1.531 | 1.252 | 279 | 22,3% |
| Betriebsergebnis in % vom | 8,8% | 7,3% | ||
| Rohertrag | ||||
| Finanzergebnis | 63 | 159 | -96 | -60,4% |
| Ergebnis vor Steuern | 1.594 | 1.410 | 183 | 13,0% |
| EvS in % vom Rohertrag | 9,21% | 8,2% | ||
| Jahresüberschuss | 1.228 | 1.110 | 118 | 8,9% |
| JÜ in % vom Rohertrag | 7,10% | 6,4% | ||
| Bilanzgewinn | 10.506 | 9.278 | 1.228 | 13,2% |
| Ausschüttung | 0 | 0 |
Der Rohertrag ist im Vergleich zum Vorjahr um 0,8% auf 17.301 TEUR gestiegen. Das Betriebsergebnis hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 279 TEUR verbessert und betrug in Relation zum Rohertrag 8,8% (VJ 7,3%). Das Finanzergebnis hat sich um 96 TEUR verschlechtert. Der Jahresüberschuss hat sich um 118 TEUR erhöht, womit ein Jahresüberschuss in Höhe von EUR 1.228 (VJ: 1.110 TEUR) ausgewiesen werden kann.
| 2025 TSD € | 2024 | Veränderung In % | |
|---|---|---|---|
| zum VJ | |||
| Ergebnis vor Steuern, | |||
| Zinsaufwand und | |||
| 2.802 Abschreibungen (EBITDA) = | 2.742 | 59 | 2,2% |
| EBIT + Abschreibungen | |||
| In % vom Rohertrag (EBITDA- | |||
| 16,2% Marge) | 16% | ||
| Ergebnis vor Steuern und | |||
| Zinsaufwand (EBIT) = | |||
| 1.766 Betriebserfolg + Erfolg aus | 1.615 | 151 | 9,3% |
| Finanzinvestitionen | |||
| In % vom Rohertrag (EBIT- | |||
| 10,2 Marge) | 9,4% | ||
Das EBITDA ist im Vergleich zum Vorjahr um 59 TEUR gestiegen, was einer Erhöhung von 2,2% entspricht. Das EBIT hat sich um 151 TEUR auf 1.766 TEUR verbessert.
1.2.2. Vermögens- und Finanzlage
1.2.2.1. Aktiva
| Veränderung | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 31.12.2025 | 31.12.2024 | im Vorjahr | In % | |||
| TEUR | % | TEUR | % | |||
| Immaterielle | ||||||
| Vermögensgegenstände | 473 | 2,4% | 730 | 3,7% | -257 | -35,2% |
| Sachanlagen | 2.073 | 10,4% | 2.491 | 12,7% | -417 | -16,8% |
| Anlagevermögen | 2.546 | 12,7% | 3.221 | 16,4% | -674 | -20,9% |
| Vorräte | 828 | 4,1% | 661 | 3,4% | 167 | 25,3% |
| Forderungen aus Lieferungen | ||||||
| und Leistungen | 3.615 | 18,1% | 3.499 | 17,9% | 117 | 3,3% |
| Übrige Forderungen | 12.921 | 64,6% | 12.121 | 61,9% | 800 | 6,6% |
| Geld und Geldanlagen | 1 | 0,0% | 13 | 0,1% | -12 | -92,3% |
| Umlaufvermögen | 17.365 | 86,8% | 16.293 | 83,2% | 1.072 | 6,6% |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 56 | 0,3% | 5 | 0,0% | 51 | 1.028,5% |
| Aktive Latente Steuer | 40 | 0,2% | 62 | 0,3% | -22 | -35,3% |
| 20.007 | 100% | 19.581 | 100% | 426 | 2,4% | |
1.2.2.2. Passiva
| Veränderung | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 31.12.2025 | 31.12.2024 | im Vorjahr | In % | |||
| TEUR | % | TEUR | % | |||
| Eigenkapital aus | ||||||
| Innenfinanzierung | 10.548 | 52,7% | 9.322 | 47,6% | 1.226 | 13,1% |
| Eigenkapital aus | ||||||
| Außenfinanzierung | 873 | 4,4% | 873 | 4,5% | 0 | 0% |
| Eigenkapital | 11.421 | 57,1% | 10.196 | 52,1% | 1226 | 12% |
| Fremdkapital kurzfristig | 4.496 | 22,5% | 4.976 | 25,4% | -479 | -9,6% |
| Fremdkapital langfristig | 4.091 | 20,4% | 4.410 | 22,5% | -320 | -7,2% |
| Fremdkapital | 8.587 | 42,9% | 9.386 | 47,9% | -799 | -8,5% |
| 20.007 | 100% | 19.581 | 100% | 426 | 2,4% | |
Die Bilanzsumme der Arjo Austria GmbH erhöhte sich im Geschäftsjahr 2025 um 2,4 % auf 20.007 TEUR. Die Fahrzeugflotte wird im Rahmen von Operating-Leasing-Verträgen genutzt und ist daher nicht im Anlagevermögen ausgewiesen. Die Investitionen in das Anlagevermögen beliefen sich auf 380 TEUR (Vorjahr: 1.101 TEUR), wodurch sich das Anlagevermögen infolge planmäßiger Abschreibungen auf 2.546 TEUR verringerte (-20,9 %).
Das Umlaufvermögen stieg um 6,6 % auf 17.365 TEUR und erreichte einen Anteil von 86,8 % an der Bilanzsumme. Wesentlicher Treiber war der Anstieg der übrigen Forderungen um 6,6 % auf 12.921 TEUR.
Das Eigenkapital erhöhte sich um 12,0 % auf 11.421 TEUR, wodurch sich die Eigenkapitalquote von 52,1 % auf 57,1 % verbesserte. Gleichzeitig reduzierte sich das Fremdkapital um 8,5 % auf 8.587 TEUR. Insgesamt verfügt die Gesellschaft über eine solide Vermögens- und Finanzierungsstruktur mit gestärkter Eigenkapitalbasis und geringerer Verschuldung
1.2.2.3. Verschuldungskennzahlen
| 2025 | 2024 |
|---|---|
| Eigenkapital Eigenkapitalquote | |
| 57,08% Gesamtkapital | 52,1% |
| Fremdkapital Verschuldungsgrad | |
| 42,92% | 47,9% |
| Gesamtkapital |
Die Eigenkapitalquote ist von 52,10% auf 57,08% gestiegen. Der Anteil des Fremdkapitals am Gesamtkapital (Verschuldungsgrad) ist auf 42,92% gesunken.
1.2.3. Liquiditätslage
1.2.3.1. Bestandsgrößenorientierte Liquiditätskennzahlen
| 2025 | 2024 |
|---|---|
| Kurzfristiges UV + ARAP – Working Capital | |
| 12.965 kurzfristiges Fremdkapital | 11.385 |
| Working Capital Working Capital Ratio | |
| 74,2% | 69,6% |
| kurzfristiges UV + ARAP |
Das Working Capital ist von 11.385 TEUR auf 12.965 TEUR gestiegen.
1.2.3.2. Geldflussrechnung
Als Fonds der flüssigen Mittel wurde bei der vorliegenden Geldflussrechnung die Bilanzposition „Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten“ festgelegt. Die Forderungen/ Verbindlichkeiten aus dem Cash-Pool wurden nicht in den Fonds der flüssigen Mittel mitaufgenommen.
| Geldflussrechnung | Veränderung | |||
|---|---|---|---|---|
| TEUR | 2025 | 2024 | zum Vorjahr | In % |
| Netto-Geldfluss aus der betrieblichen Tätigkeit | 368 | 1.057 | -689 | -65,2% |
| Netto-Geldfluss aus der Investitionstätigkeit | -380 | -1.046 | -689 | -63,6% |
| Netto-Geldfluss aus der Finanzierungstätigkeit | 0 | 0 |
Die vorstehende Geldflussrechnung zeigt, dass der Netto-Geldfluss aus der betrieblichen Tätigkeit im Jahr 2025 um 65,2 % auf 368 TEUR gesunken ist. Insgesamt hat sich der operative Cashflow im Vergleich zum Vorjahr um 689 TEUR verringert.
Gleichzeitig ist das Ergebnis vor Steuern auf 1.594 TEUR gestiegen und hat sich somit um 183 TEUR verbessert. Die Vorräte haben sich um 638 TEUR reduziert und betragen nun -167 TEUR, was einem Rückgang von 135,5 % entspricht. Auch die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie andere Aktiva sind deutlich gesunken – von 2.616 TEUR im Jahr 2024 auf 917 TEUR im Jahr 2025. Demgegenüber sind die Zahlungen für Ertragsteuern im Jahr 2025 deutlich angestiegen, und zwar von 227 TEUR auf 554 TEUR.
Der Netto-Geldfluss aus der Investitionstätigkeit hat sich im Jahr 2025 auf -380 TEUR verbessert (Vorjahr: -1.046 TEUR) und ist somit um 63,6 % weniger negativ ausgefallen. Diese Entwicklung ist insbesondere darauf zurückzuführen, dass im Jahr 2025 – im Gegensatz zum Vorjahr – keine Einzahlungen aus Anlagenabgängen erzielt wurden und gleichzeitig die Auszahlungen für Anlagenzugänge von -1.101 TEUR auf -380 TEUR deutlich reduziert wurden.
Der Netto-Geldfluss aus der Finanzierungstätigkeit beträgt, wie bereits im Vorjahr, 0 TEUR. Es wurden somit weder Eigenkapitalmaßnahmen durchgeführt noch Ausschüttungen vorgenommen.
1.2.4. Forschung und Entwicklung (Forschungsbericht)
Die Forschung und technische Entwicklung der Produkte erfolgte auf Konzernebene.
2. VORAUSSICHTLICHE ENTWICKLUNG DES UNTERNEHMENS (PROGNOSEBERICHT)
Die budgetierten Ziele des Unternehmensergebnisses konnten im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht erreicht werden. Die Umsätze sind im Vergleich zu letztem Jahr gesunken, das Betriebsergebnis um 279 TEUR, im Vergleich zum letzten Jahr gestiegen. Der Kostendruck insbesondere des öffentlichen Bereichs hält an und zwingt uns alle möglichen Synergieeffekte und Kosteneinsparungspotentiale im Unternehmen aufzuzeigen und umzusetzen.
Für 2026 wird bei einem erwarteten Gross Profit von 8.372 TEUR ein EBIT in Höhe von 2.971 TEUR angestrebt.
3. RISIKOBERICHTERSTATTUNG (RISIKOBERICHT)
Im Konzern ist ein Control Self Assessment (CSA) etabliert. Dieses System bildet ein adäquates internes Kontrollsystem für das finanzielle Berichtswesen. Das CSA muss laufend getestet und auf seine Effektivität hin überprüft werden. Die Effektivität des Systems muss laufend dokumentiert werden.
Das System und alle anderen im Unternehmen eingeführten Berichtsformen haben die folgenden wesentlichen Aufgaben zu erfüllen:
Ausgestaltung der Kontrollen über alle Ausweisposten des Jahresabschlusses Informationen über die Initiierung, Autorisierung, Verarbeitung, Aufzeichnung und Berichterstattung aller wesentlicher Transaktionen Informationen über den Beleg- und Wertefluss, um beurteilen zu können, an welchen Stellen Fehler auftreten können Kontrollen über den Prozess der Erstellung des Jahresabschlusses Kontrollen hinsichtlich des Vermögensschutzes der Gesellschaft Kontrollen zur Verhinderung von betrügerischen Machenschaften
Die Arjo Austria GmbH unterliegt als Tochtergesellschaft ebenfalls uneingeschränkt diesen Bestimmungen.
3.1. Wesentliche Risiken und Ungewissheiten, denen das Unternehmen ausgesetzt ist
Arjo ist international tätig und wird – wie andere Unternehmen auch – von allgemeinen globalen wirtschaftlichen, finanziellen und politischen Rahmenbedingungen beeinflusst. Die Nachfrage nach medizinischen Geräten und Lösungen von Arjo hängt unter anderem von makro-ökonomischen Entwicklungen ab. Unsicherheiten hinsichtlich der künftigen wirtschaftlichen Entwicklung, einschließlich politischer Spannungen, können sich auf die Kaufentscheidungen der Kunden auswirken und somit die Geschäftstätigkeit, die finanzielle Lage und das Ergebnis von Arjo beeinflussen.
Das Unternehmen unterliegt keinem erhöhten Konjunkturrisiko, da die Nachfrage nach Gesundheitsleistungen nicht konjunkturabhängig ist. Auf der Absatzseite ist aber ein permanentes „politisches“ Risiko vorhanden, dass unter anderem darin besteht, dass der öffentliche Gesundheitsbereich unter permanenter finanzieller Belastung steht und seitens der Träger der Gesundheitseinrichtungen alle Maßnahmen getroffen werden, um die Kosten der Gesundheitsleistungen zu minimieren. Damit entsteht ein ständiger Preisdruck, dem nur durch außergewöhnlichen Service und der zur Verfügungstellung neuer Produkte und Dienstleistungen begegnet werden kann, wobei dadurch auch die Anforderungen an eine Kostenoptimierung steigen.
Aus der Forschung- und Entwicklung trifft uns kaum ein Risiko, da die Verantwortung für diese Funktionen nicht bei uns, sondern im Konzern liegt. Dem Risiko der Abwanderung von Fach- und Führungskräften wird entsprechendes Augenmerk zugewandt und insbesondere durch ein leistungsorientiertes Vergütungssystems entgegnet. Ständige Aus- und Weiterbildung unserer Mitarbeiter (Kosten im Jahr 2025 iHv EUR 3,615 Mio, Vorjahr EUR 3,498 Mio) soll das Risiko einer Überalterung der Mitarbeiter verhindern und das notwendige Know-how der Mitarbeiter sichern.
3.2. Risiken im Zusammenhang mit Finanzinstrumenten
3.2.1. Risiko aus Forderungen und Verbindlichkeiten
Von den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in der Höhe von 3.615 TEUR (Vorjahr: 3.498 TEUR) wurden 134 TEUR (VJ: 113 TEUR) wertberichtigt.
Die überwiegenden Forderungen bestehen gegenüber von Körperschaften gehaltenen Gesundheitseinrichtungen, weswegen das Ausfallrisiko als sehr gering einzustufen ist. Die Kundenforderungen sind nicht ausfallversichert. Bei den Kundenforderungen besteht kein Fremdwährungsrisiko. Die Kundenforderungen werden laufend in Hinblick auf deren Einbringlichkeit überprüft. Dem Mahnwesen wird die nötige Aufmerksamkeit gewidmet.
3.2.2. Risiko aus Kassa und Bankguthaben
Die Kassapositionen werden extrem gering gehalten. Seit dem laufenden Geschäftsjahr gibt es keine Bankguthaben, weil diese täglich gegenüber dem Cash Pool-Konto abgeschlossen werden. Ein Ausfallrisiko für die Guthaben aus dem Cash Pool-Konto besteht insoweit nicht, als die liquiden Mittel im Rahmen eines konzerninternen Cash-Clearing-Systems auf Konzernebene verwaltet werden. Zum Bilanzstichtag gibt es keine Bankverbindlichkeiten. Verzinsliche Verbindlichkeiten bestehen nur gegenüber verbundenen Unternehmen. Dabei handelt es sich um ein langfristig gewährtes Darlehen, das einer fix vereinbarten Verzinsung unterliegt, weswegen aus einer eventuellen Veränderung des Zinsniveaus keine negativen Auswirkungen zu erwarten sind.
3.2.3. Risiko aus sonstigen Finanzinstrumenten
Aus den sonstigen Aktiv- und Passivpositionen entstehen keine berichtenswerten Risiken im Sinne des § 243 Abs. 3 Z 5 UGB.
4. NACHHALTIGKEITSBERICHT
Nachhaltige Gesundheitsversorgung ist in vielerlei Hinsicht der Kern unserer Geschäftstätigkeit, indem mehr Menschen mit weniger Ressourcen eine bessere Versorgung angeboten wird. Als Teil unseres Nachhaltigkeitsrahmenwerks arbeiten wir daran Emissionen und den Ressourcenverbrauch zu reduzieren und gleichzeitig verantwortungsbewusst zu handeln. Zur Erreichung unserer wissenschaftsbasierten Ziele wurden mehrere wichtige Schritte unternommen. Wir arbeiten kontinuierlich daran, um unsere Umweltauswirkungen zu analysieren und zu reduzieren.
4.1. Forschung und Entwicklung
Arjo entwickelt neue Lösungen auf der Grundlage eines umfassenden Verständnisses der Herausforderungen und Bedürfnisse des Gesundheitswesens sowie einer langjährigen und engen Zusammenarbeit mit Leistungserbringern. Durch kundenorientierte Forschungs- und Entwicklungsprozesse schafft Arjo Produkte und Lösungen, die zu einer besseren und effizienteren Gesundheitsversorgung beitragen – mit ständigem Engagement für Sicherheit und Benutzerfreundlichkeit. Die Entwicklungsaktivitäten von Arjo halten sich an die Grundsätze des Ökodesigns, um nachhaltige Produkte mit langen Lebenszyklen und begrenzten Umweltauswirkungen während des gesamten Lebenszyklus des Produkts zu gewährleisten.
4.2. Einkauf
Die Medizinprodukteindustrie hat strenge Anforderungen in Bezug auf Faktoren wie Qualität, Sicherheit und Hygiene, die den Rahmen für den Einkauf von Materialien und Komponenten bilden.
Arjo erwartet von seinen Lieferanten und Geschäftspartnern, dass sie sich nach besten Kräften dafür einsetzen, um negative Umweltauswirkungen ihrer Geschäftstätigkeit zu reduzieren – insbesondere durch die Verringerung von Emissionen und Abfällen. Dabei wird ein strukturierter und systematischer Ansatz zur Vermeidung und Minderung direkter und indirekter Umwelteinflüsse vorausgesetzt. Die Lieferantenauswahl von Arjo beinhalten spezifische Nachhaltigkeitskriterien mit klimabezogenen Fragestellungen, die sorgfältig geprüft werden, bevor neue Geschäftsbeziehungen eingegangen werden.
Der separate Verhaltenskodex von Arjo für Lieferanten und andere Geschäftspartner ist ein Standardbestandteil von Einkaufsverträgen. So werden beispielsweise auch die CO2-Emissionen in der Lieferkette – die den größten Anteil an den gesamten CO2-Emissionen des Konzerns ausmachen – im Dialog mit der globalen Lieferantenbasis des Unternehmens überprüft.
4.3. Produktion
Arjo strebt eine effiziente und flexible Produktion an, die den schwankenden Anforderungen der Kunden gerecht wird. Die fünf Produktionsstätten von Arjo verfügen über fortschrittliches Know-how in beiden Produktbereichen und nachhaltiger Produktion. Alle Werke erfüllen die relevanten Kriterien für die Herstellung von Medizinprodukten und sind nach ISO 14001 und ISO 13485 zertifiziert. Arjo arbeitet kontinuierlich daran, die Produktion zu rationalisieren, die Umweltbelastung zu reduzieren und die Gesundheit, Sicherheit und Kompetenzentwicklung seiner Mitarbeiter zu schützen.
In den Produktionsstätten von Arjo werden kontinuierlich Verbesserungen vorgenommen, um den Gesamtanteil an Abfall sowie den Anteil an Abfällen, die auf Deponien oder durch Verbrennung entsorgt werden, zu reduzieren.
4.4. Verkauf
Arjo ist ein globales Unternehmen, das über etablierte Routinen verfügt, um Transparenz und Kontrolle im gesamten Verkaufsprozess sicherzustellen. Solide Geschäftsethik und klar definierte Prinzipien für Compliance bilden den Kern der langfristigen Geschäftsbeziehungen von Arjo. Der Ehrgeiz des Unternehmens ist es, zur Entwicklung eines fairen globalen Marktes beizutragen. Arjo vermarktet seine Produkte und Lösungen in Übereinstimmung mit hohen ethischen und regulatorischen Anforderungen sowie geltenden gesetzlichen Vorschriften.
4.5. Vertrieb
Jeden Tag bewirkt Arjo mehr als 1.000 Lieferungen an Kunden auf der ganzen Welt. Der Transport zu den Kunden ist für einen erheblichen Teil der Umweltauswirkungen des Unternehmens verantwortlich. Effizienzsteigerungen in der Logistikkette und schrittweise Umstellungen auf fossilfreie Kraftstoffe entlasten die Umwelt, während es dem Unternehmen ermöglicht, schnelle, zuverlässige und nachhaltige Lieferungen anzubieten.
4.6. Produkte
Arjo ist bestrebt, Produkte anzubieten, die einfach und benutzerfreundlich sind und für Pflegefachkräfte sicher zu verwenden sind. Zentrale Aspekte in der Produktentwicklung des Unternehmens sind die Gewährleistung eines langen Lebenszyklus und Reduzierung der Umweltbelastung der Produkte.
Während der Nutzungsphase soll der Wasser- und Energieverbrauch optimiert werden und auch eine einfache Reinigung der Produkte zur Nachhaltigkeit führen. Arjos globales Netzwerk von Servicetechnikern achtet darauf, dass die Produkte so funktionieren, wie diese konzipiert sind.
Die Produkte von Arjo haben einen langen Lebenszyklus, der sich günstig auf den Nachhaltigkeitsaspekt auswirkt. Durch die Berücksichtigung von Ökodesign-Prinzipien in der Produktentwicklung werden Upgrades erleichtert. Gleichzeitig wird sichergestellt, dass Produkte am Ende ihrer Nutzungsdauer einfach und fachgerecht demontiert und entsorgt werden können.
4.7. Niederlassungen
Die ARJO Austria GmbH verfügt in Österreich über folgende Niederlassungen:
• Zentrale: Lemböckgasse 49a, 1230 Wien • Service und Schulungszentrum: Seybelgasse 18, 1230 Wien • Service und Schulungszentrum Graz: Neuseiersberger Straße 155, 8055 Graz • Servicecenter und Büro Innsbruck: Dörrstraße 85, 6020 Innsbruck • Servicecenter Haid/Ansfeld: Industriestraße 19, 4053 Haid/Ansfeld • Servicecenter Klagenfurt: St. Veiterstraße 106, 9020 Klagenfurt
4.8. Derivative Finanzinstrumente
Im Geschäftsjahr 2025 verfügte die ARJO Austria GmbH über keine derivativen Finanzinstrumente.
Wien, am 6. Juli 2026
Aerni And a Johannes Ibrahim Khizher
4.7. Niederlassungen
Die ARJO Austria GmbH verfügt in Osterreich über folgende Niederlassungen:
• Zentrale: Lemböckgasse 49a, 1230 Wien • Service und Schulungszentrum: Seybelgasse 18, 1230 Wien • Service und Schulungszentrum Graz: Neuseiersberger Straße 155, 8055 Graz • Servicecenter und Büro Innsbruck: Dörrstraße 85, 6020 Innsbruck • Servicecenter Haid/Ansfeld: Industriestraße 19, 4053 Haid/Ansfeld • Servicecenter Klagenfurt: St. Veiterstraße 106, 9020 Klagenfurt
4.8. Derivative Finanzinstrumente
Im Geschäftsjahr 2025 verfügte die ARJO Austria GmbH über keine derivativen Finanzinstrumente.
Wien, am 6. Juli 2026
Aerni Andreas Johannes brahim Khizher