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PLANSEE
Die Tätigkeit der Plansee Holding AG umfasst im Wesentlichen die Verwaltung der Beteiligungen an Konzernunternehmen der Plansee Gruppe sowie die Veranlagung der gesellschaftseigenen Liquidität.
1. 1.1. Bericht über den Geschäftsverlauf und die wirtschaftliche Lage
Geschäftsverlauf
Das Ergebnis vor Steuern aus der Beteiligungsverwaltung und Liquiditätsveranlagung erhöhte sich im Geschäftsjahr 2025/26 auf 63,9 MEUR (+38,6% zum Vorjahr). Dieser Ergebnisanstieg resultiert insbesondere aus den erhöhten Dividendenerträgen abzüglich operativer Aufwandssteigerungen.
1.2.
Finanzielle Leistungsindikatoren
Die Eigenmittelquote hat sich im Vergleich zum Vorjahr von 78,6% auf 83,4% gesteigert. Das Eigenkapital veränderte sich im Geschäftsjahr 2025/26 durch den Jahresüberschuss i.H.v. rd. 60,3 MEUR, verringert um eine Gewinnausschüttung von 14,0 MEUR.
Die Nettofinanzverschuldung sank auf 38,8 MEUR (-51,9% zum Vorjahr) und zeigte damit einen Nettoverschuldungsgrad (Gearing Ratio) von 3,3% gegenüber 7,1% im Vorjahr. Der Cash-Flow aus dem operativen Bereich veränderte sich auf -41,9 MEUR (-13,2 MEUR im VJ), was im Wesentlichen auf höhere operative Aufwände als auch höhere Steuerzahlungen gegenüber dem Vorjahr zurückzuführen ist. Der Cash-Flow aus der Investitionstätigkeit beträgt +79,3 MEUR (+116,3 MEUR im VJ), im Wesentlichen aufgrund von geringeren Rückzahlungen von Ausleihungen an verbundene Unternehmen. Der Cash- Flow aus der Finanzierungstätigkeit liegt bei -67,9 MEUR (-91,4 MEUR im VJ), davon vorwiegend -75,0 MEUR aus der Rückzahlung von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und -14,0 MEUR aus der Dividendenzahlung.
2. Bericht über die voraussichtliche Entwicklung und Risiken des Unternehmens 2.1. Voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens Die Tätigkeit der Gesellschaft wird auch im kommenden Jahr auf die Verwaltung von Beteiligungen und der Veranlagung der gesellschaftseigenen Liquidität beschränkt sein. Ihr Ergebnis hängt von der wirtschaftlichen Entwicklung dieser Beteiligungsgesellschaften und dem Veranlagungserfolg aus den vorhandenen Wertpapieren ab. Stark steigende Rohstoffpreise im Speziellen für Wolfram und große Unsicherheiten in der Versorgungslage bei Energieträgern machen eine Prognose für die weiter Entwicklung der Konjunktur sehr schwierig. Trotz der weiter zunehmenden globalen Unsicherheiten (z.B. durch militärische Konflikte und durch weiter steigende Handelsbarrieren) wird mit einer leichten Erholung der Geschäftslage im Großteil der relevanten Märkte gerechnet. Die Geschäftslage in der Automobilindustrie wird sich kurzfristig aber nicht erholen. Für das Geschäftsjahr 2026/27
wird unter Berücksichtigung der beschriebenen Rahmenbedingungen mit preisbedingten
Umsatzsteigerungen und einer ähnlich positiven Ergebnissituation wie im abgelaufenen
| Geschäftsjahr gerechnet. | ||||||
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| 2.2. Wesentliche Risiken und Ungewissheiten | ||||||
| 2.2.1 Risikomanagement | ||||||
| Ein modernes Unternehmensmanagement erfordert die bewusste Auseinandersetzung mit | ||||||
| den für das | Unternehmen relevanten | Risiken. Die zentrale | Aufgabe eines | |||
| Risikomanagementsystems liegt in der frühzeitigen Erkennung möglicher Risiken und der | ||||||
| Planung bzw. Veranlassung jener Maßnahmen, die nachteilige Auswirkungen negativer | ||||||
| Entwicklungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage vermeiden oder zumindest | ||||||
| begrenzen. Das Risikomanagementsystem wird durch ein – auf den Tätigkeitsbereich der | ||||||
| Gesellschaft angemessen abgestimmtes - System der internen Kontrolle unterstützt. | ||||||
| Finanzrisiken | ||||||
| Ein Hauptrisiko sieht die Gesellschaft in Finanzrisiken, die unter 2.2.2 detaillierter | ||||||
| beschrieben werden. | ||||||
| IT-Risiken | ||||||
| Ein weiteres wesentliches Risiko besteht in Ausfall oder Störungen jedweder Art der | ||||||
| eigenen IT-Systeme. Diesem Risiko wird durch operative Maßnahmen wie Backup- und | ||||||
| Sicherheits-Systemen sowie Desaster-Recovery-Plänen entgegengewirkt. Die IT-Systeme | ||||||
| der Plansee Gruppe sind ISO 27.001 und ISAE 3402 zertifiziert. | ||||||
| 2.2.2 Finanzinstrumente | ||||||
| Zu den Finanzinstrumenten zählen finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten | ||||||
| sowie vertragliche Ansprüche und Verpflichtungen über den Tausch bzw. die Übertragung | ||||||
| finanzieller Vermögenswerte. Die (originären) Finanzinstrumente umfassen auf der | ||||||
| Aktivseite im Wesentlichen Finanzanlagen wie Wertpapiere, Beteiligungen, Forderungen | ||||||
| und flüssige Mittel. Auf der Passivseite entsprechen sie weitgehend den Verbindlichkeiten. | ||||||
| Preisänderungsrisiko | ||||||
| Preisänderungsrisiken bestehen darin, dass der Wert eines Finanzinstrumentes aufgrund | ||||||
| von Veränderungen des Marktpreises oder preisbeeinflussender Parameter (wie | ||||||
| Wechselkurse, Volatilitäten oder Marktzinssätze) Schwankungen unterworfen ist. Bei der | ||||||
| Plansee Holding AG bestehen solche Preisänderungsrisiken vor allem bei den fix | ||||||
| verzinsten Finanzforderungen/-schulden (sofern vorhanden) und bei den Wertpapieren des | ||||||
| Anlagevermögens (Investmentfondsanteile, sofern vorhanden). Insbesondere durch die in | ||||||
| den letzten Jahren verstärkt aufgekommenen militärischen Konflikte als auch die aktuellen | ||||||
| weltweit steigenden Handelsbarrieren zeigt sich eine nicht ausreichend gesicherte Stabilität | ||||||
| der globalen Wirtschaft. Die entsprechenden Auswirkungen auf den Geschäftsverlauf im | ||||||
| Jahr 2026/27 sind deshalb schwierig einzuschätzen. Ein besonderes Augenmerk liegt auf | ||||||
| der situationsbezogen risikoadjustierten Allokation von Veranlagungen der Liquidität. | ||||||
| Dem | Fremdwährungsrisiko | wird | durch | ausschließlich | zu | Sicherungszwecken |
| abgeschlossene, unterjährige derivative Finanzgeschäfte entgegengewirkt. | ||||||
| Liquiditätsrisiko | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Liquiditätsrisiken bestehen im Allgemeinen darin, dass ein Unternehmen möglicherweise | ||||||
| nicht in der Lage ist, die Finanzmittel zu beschaffen, die zur Tilgung der im Zusammenhang | ||||||
| mit Finanzinstrumenten eingegangenen Verpflichtungen notwendig sind. Die bestehende | ||||||
| Liquiditätssituation versetzt die Gesellschaft in die Lage, ihren Verpflichtungen fristgerecht | ||||||
| nachzukommen. Wesentliche Instrumente zur Steuerung des Liquiditätsrisikos sind eine | ||||||
| revolvierende Finanzplanung wie auch die Vereinbarung bestätigter Kreditlinien bei | ||||||
| Finanzierungspartnern. | ||||||
| Ausfallsrisiko | ||||||
| Ausfallsrisiken ergeben sich im Allgemeinen aus der Gefahr, dass der Vertragspartner | ||||||
| eines Finanzinstrumentes seinen Verpflichtungen nicht oder nicht fristgerecht nachkommen | ||||||
| kann und dadurch finanzielle Verluste eintreten. Das Ausfallsrisiko für an externe | ||||||
| Geschäftspartner | gegebene | Garantien | für | Verbindlichkeiten | anderer | |
| Konzerngesellschaften wird als gering eingestuft. Bei den liquiden Mitteln wird das | ||||||
| Ausfallsrisiko ebenfalls als gering eingeschätzt, da es sich bei den Vertragspartnern um | ||||||
| Kreditinstitute mit bester Bonität handelt, die Liquidität u.a. über den Cash Pool bei anderen | ||||||
| Konzerngesellschaften veranlagt wird oder auch Aufrechnungsvereinbarungen (mit den | ||||||
| Verbindlichkeiten anderer Konzerngesellschaften) bei den Kreditinstituten bestehen. | ||||||
| Cashflow-Risiko | ||||||
| Cashflow-Risiken resultieren im Allgemeinen daraus, dass die künftig erwarteten | ||||||
| Zahlungsströme aus einem Finanzinstrument Schwankungen ausgesetzt und damit | ||||||
| vertraglich nicht definiert sind. Solche Schwankungen können bei der Plansee Holding AG | ||||||
| v.a. durch | Anderungen der Beteiligungs- und Veranlagungserträge entstehen. Ein | |||||
| Zinsänderungsrisiko besteht insbesondere bei den variabel verzinsten Finanzforderungen | ||||||
| bzw. Finanzverbindlichkeiten. Diesem Risiko wird – bei langfristigen Verträgen – durch | ||||||
| ausschließlich zu Sicherungszwecken | abgeschlossene, derivative Finanzgeschäfte | |||||
| entgegengewirkt. | ||||||
| Bericht über Forschung und Entwicklung 3. | ||||||
| Die Gesellschaft betreibt als Holding-Gesellschaft keine eigene Forschung und | ||||||
| Entwicklung. | ||||||
| Zweigniederlassungen 4. | ||||||
| Die Gesellschaft hat keine Zweigniederlassungen. | ||||||
Reutte, den 13. Mai 2026
| Der Vorstand | |||
|---|---|---|---|
| Karlheinz Wex Karlhein | Ulrich Lau: | Lausecker | |
| • | |||
| Mag. Karlheinz Wex |
Ing. Mag. Ulrich Lausecker
| Andreas Lackner | |||
|---|---|---|---|
| Andreas Schwenninger | Andreas Lackner | ||
| Mag. Andreas Schwenninger | Dr. Andreas Lackner | Signed quaifed with sproot. | 13.05.2024, 1702 UTC-02 |