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Lagebericht 2025

Mohren Produktions GmbH & Co KG

Original-PDF

Stichtag 31. Dez. 2025 · Eingereicht am 15. Sep. 2026

Inhaltsverzeichnis

1. Darstellung der Lage der Gesellschaft und des Geschäftsverlaufes

1.1. Wirtschaftliches Umfeld in Österreich 2025

Im Jahr 2025 zeigte sich die österreichische Wirtschaft weiterhin nur verhalten erholt. Nach der Rezession im Vorjahr entwickelte sich das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) laut Statistik Austria nur leicht positiv bzw, stagnierte in weiten Teilen des Jahres. Österreich blieb damit im europäischen Vergleich im unteren Mittelfeld der Wachstumsdynamik.

Der private Konsum entwickelte sich trotz spürbarer Reallohnzuwächse weiterhin zurückhaltend, da die Haushalte aufgrund der vorangegangenen Inflationsphase und gestiegener Lebenshaltungskosten vorsichtig agierten. Die Inflationsrate normalisierte sich weiter und lag im Jahresdurchschnitt bei rund 2,5 %, während die Arbeitslosenquote leicht auf etwa 7,2 % anstieg.

Die Industrie und Bauwirtschaft konnten sich nur langsam stabilisieren. Vor allem die schwache Nachfrage aus dem Ausland, insbesondere aus Deutschland, wirkte weiterhin dämpfend auf die Exportentwicklung. Investitionen blieben insgesamt verhalten, auch bedingt durch vergleichsweise hohe Finanzierungskosten.

Insgesamt war das wirtschaftliche Umfeld 2025 durch eine fragile Stabilisierung geprägt, ohne dass bereits von einer nachhaltigen konjunkturellen Erholung gesprochen werden konnte.

1.2. Branchenumfeld – Bier- und Getränkemarkt Österreich 2025

Der österreichische Bier- und Getränkemarkt zeigte im Jahr 2025 weiterhin ein herausforderndes, aber zunehmend differenziertes Bild. Nach den rückläufigen bzw. stagnierenden Jahren verzeichnete der Gesamtbiermarkt 2025 mengenmäßig erneut ein Minus von 7 %.

Laut Branchenanalysen des Verbands der Brauereien Österreichs blieb der Pro-Kopf- Verbrauch auf leicht rückläufigem Niveau. Strukturell setzte sich der Trend zu bewussterem Konsum fort, mit einer Verschiebung hin zu alkoholfreien und alkoholreduzierten Bieren.

Im Handel zeigte sich eine anhaltend hohe Preissensibilität der Konsumenten. Insbesondere im Lebensmitteleinzelhandel verstärkte sich der Wettbewerbsdruck durch preisaggressive Aktionen von Großbrauereien. Gleichzeitig blieb die Gastronomie - ein wesentlicher Absatzkanal für die Brauwirtschaft - zwar stabil, jedoch unter Druck durch Kostensteigerungen und eine verhaltene Frequenzentwicklung.

Für regionale Privatbrauereien ergaben sich daraus zwei gegenläufige Entwicklungen: Einerseits steigt die Wertschätzung für Regionalität, Qualität und Marken mit Herkunft, andererseits verschärfen steigende Kosten (Rohstoffe, Energie, Logistik, Personal) sowie der intensive Preiswettbewerb im Handel die Margensituation deutlich.

Zusammenfassend war das Branchenumfeld 2025 geprägt von:

- rückläufige Mengen bei gleichzeitigem Wertdruck - strukturellem Wandel im Konsumverhalten - intensivem Wettbewerb im Handel - steigender Bedeutung von Markenprofil, Innovation und Vertriebskraft

1.1. Lage der Gesellschaft

2025 war absatzmäßig ein herausforderndes Jahr für den gesamten Vorarlberger Biermarkt, So musste auch die Mohren Produktions GmbH & Co KG ein HL-Minus von 5,3 % (ca. 10.000 HL) hinnehmen.

Der Erlös bei Eigenprodukten sank um 8 %, von 12.798 TEUR auf 11.769 TEUR. Die Gesamtleistung ist von 13.557 TEUR auf 12,593 TEUR, um -7,1 % gesunken.

Der Rückgang der HL Mengen machte sich auch in einer Reduktion der Beschaffungskosten für Rohstoffe von 20,9 % bzw. 640 TEUR bemerkbar.

Der Personalaufwand ist im vergangenen Wirtschaftsjahr um 3,8 % bzw. um 115 TEUR gesunken.

Die Abschreibungen haben sich um 5 % reduziert.

Die Position „sonstige betriebliche Aufwendungen" reduzierten sich um 2,6 % bzw. 69 TEUR.

Der Jahresüberschuss reduzierte sich um 7,5 % auf 1.201 TEUR.

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 3
Kennzahlen zur Ertragslage20252024
Kapitalrentabilität
Eigenkapitalrentabilität (ROE)14,8 %19,1 %
Gesamtkapitalrentabilität (ROI)6,4 %7,7 %
Kennzahlen zur Vermögens- und Finanzlage (in TEUR)
Nettoverschuldung (Net Debt)1.4471.433
Nettoumlaufvermögen (Working Capital)4.4463.487
Eigenkapitalquote (Equity Ratio)44,2 %43,2 %
Nettoverschuldungsgrad (Gearing)15,5 %17,7 %
Cash-flow-Kennzahlen (in TEUR)
Geldfluss aus dem Ergebnis2.5532.723
Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit1.3411.038
Cashflow aus Investitionstätigkeit-1,440-463
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit12-927

2. Prognose 2026

Für das Geschäftsjahr 2026 rechnet die Mohren Produktions GmbH & Co KG mit weiterhin herausfordernden Rahmenbedingungen, Der rückläufige Bierabsatz in Österreich setzt sich fort, was sowohl strukturellen Marktveränderungen als auch dem veränderten Konsumverhalten geschuldet ist. In der Gastronomie, sowie im LEH ist die Lage angespannt, was sich in schwächerer Nachfrage und erhöhter Planungsunsicherheit widerspiegelt. Trotz gezielter Vertriebsmaßnahmen und Investitionen in Markenpflege sowie Kundenbindung bleibt die Entwicklung für das verbleibende Jahr schwer prognostizierbar.

3. Risikobericht

3.1. Marktrisiko und Nachfragerisiko

Die Mohren Produktions GmbH & Co KG ist eng mit der Vertriebsstruktur der Unternehmensgruppe verknüpft und produziert im Wesentlichen für fest definierte

Abnehmer. Ein direktes Marktrisiko im klassischen Sinne besteht daher nur in eingeschränktem Ausmaß, Risiken ergeben sich primär dann, wenn es bei den Hauptabnehmern zu Nachfragerückgängen kommt, da dies die Produktionsauslastung unmittelbar beeinflussen kann, Die aktuelle konjunkturelle Unsicherheit sowie der rückläufige Bierabsatz im Gesamtmarkt werden daher laufend beobachtet, um bei Bedarf produktionstechnisch flexibel reagieren zu können.

3.2. Energie- und Rohstoffrisiken

Als produzierendes Unternehmen ist die Mohren Produktions GmbH & Co KG auf eine kontinuierliche und wirtschaftliche Versorgung mit Energie (v, a. Strom und Erdgas) sowie mit Rohstoffen wie Malz, Hopfen und Wasser angewiesen. Starke Preisschwankungen oder Lieferengpässe können sich auf die Produktionskosten und Prozesse auswirken. Zur Absicherung dieser Risiken bestehen zum Teil längerfristige Bezugsverträge und Preisvereinbarungen mit ausgewählten Lieferanten. Darüber hinaus wird laufend in die Optimierung von Energieeffizienz und Ressourcennutzung investiert, um Kosten- und Versorgungssicherheit nachhaltig zu verbessern.

3.3. Lieferkettenrisiko

Die Versorgung mit Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen erfolgt über ein ausgewähltes Netzwerk an regionalen und internationalen Lieferanten, Zwar bestehen keine Anzeichen akuter Lieferprobleme, dennoch können globale Störungen (etwa durch politische Entwicklungen, Logistikprobleme oder klimatische Ereignisse) mittelbar die Versorgungssicherheit gefährden. Die Mohren Produktions GmbH & Co KG begegnet diesem Risiko durch frühzeitige Disposition, Mehrlieferantenstrategien und enge Zusammenarbeit mit bestehenden Partnern.

3.4. Zinsänderungsrisiko

Die Mohren Produktions GmbH & Co KG weist Verbindlichkeiten in überschaubarer Höhe auf. Soweit diese Finanzierungen variabel verzinst sind, besteht grundsätzlich ein begrenztes Zinsänderungsrisiko. Aufgrund des moderaten Umfangs der Verbindlichkeiten und der aktuell stabilen Finanzierungsstruktur wird dieses Risiko als gering bis überschaubar eingestuft. Eine laufende Beobachtung des Zinsumfelds findet statt, um gegebenenfalls Absicherungsmaßnahmen zu ergreifen.

3.5. Ausfall- und Kreditrisiko

Das Ausfall- und Kreditrisiko ist für die Mohren Produktions GmbH & Co KG gering. Die Gesellschaft verfügt lediglich über zwei Kunden, bei denen aufgrund der stabilen Bonitätslage und der engen vertraglichen Bindung keine wesentlichen Ausfallrisiken bestehen. Auf der Passivseite bestehen Verbindlichkeiten in begrenztem Umfang, die regelmäßig bedient werden, Aufgrund der konservativen Finanzierungsstruktur und des überschaubaren Forderungs-portfolios besteht aus heutiger Sicht kein wesentliches Risiko.

3.6. Klimarisiken

Der Klimawandel kann sowohl direkte als auch indirekte Auswirkungen auf das Geschäftsmodell der Mohren Produktions GmbH & Co KG haben. Extremwetterereignisse oder veränderte klimatische Bedingungen könnten künftig die landwirtschaftliche Verfügbarkeit und Qualität von Braurohstoffen beeinflussen. Auch kundenseitig können diese negative Auswirkungen haben, so hat das Bodenseehochwasser im Frühjahr 2024 zu wochenlangen Schließungen der Gastronomie geführt.

Zudem führen regulatorische Entwicklungen im Bereich Energie, CO2-Bepreisung und Nachhaltigkeit zu zusätzlichen Anforderungen. Diesen Herausforderungen begegnen wir durch Investitionen in Energieeffizienz, nachhaltige Produktionsprozesse und eine vorausschauende Beschaffungsstrategie.

3.7. Währungsrisiko

Da die Mohren Produktions GmbH & Co KG ausschließlich im Inlandsgeschäft tätig ist und weder in Fremdwährungen fakturiert noch Verbindlichkeiten oder Forderungen in Fremdwährungen bestehen, ergibt sich aus heutiger Sicht kein Währungsrisiko. Die Zahlungsströme erfolgen ausschließlich in Euro, weshalb Wechselkursschwankungen keine direkte Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben.

3.8. Einsatz von Finanzinstrumenten

Im Rahmen der operativen Geschäftstätigkeit kommen derzeit keine derivativen Finanzinstrumente zum Einsatz. Die vorhandenen Finanzinstrumente beschränken sich auf originäre Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie auf Bankguthaben, Diese unterliegen keinen wesentlichen Risiken. Ein aktives

Risikomanagement durch den Einsatz komplexer Finanzinstrumente ist aufgrund der überschaubaren Risikostruktur derzeit nicht erforderlich.

4. Forschung und Entwicklung

Aktuell betreibt die Mohren Produktions GmbH & Co KG keine Forschung oder Entwicklung.

5. Zweigniederlassung

Aktuell betreibt die Gesellschaft keine Zweigniederlassung.

Mohren Produktions GmbH & Co KG

Dornbirn, am 09. Juni 2026

Mohrenbrauerei Huber GmbH

Mag. Thomas Pachole

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