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Lagebericht 2024

Viatris Austria GmbH

Original-PDF

Stichtag 31. Dez. 2024 · Eingereicht am 20. Okt. 2026

Inhaltsverzeichnis

der Viatris Austria GmbH

Der Lagebericht und der darin dargestellte Geschäftsverlauf, einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Unternehmens, wurde unter Beachtung der Generalnorm, dass der Lagebericht zusammen mit dem Jahresabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens zu vermitteln hat, aufgestellt.

1 Geschäfts- und Rahmenbedingungen 2024

Das Jahr 2024 ist das vierte volle Geschäftsjahr der Viatris Austria GmbH (Viatris Austria GmbH und Arcana Arzneimittel GmbH) unter dem Dach des im November 2020 neu gegründeten globalen Pharmaunternehmens Viatris. Die Gesellschaft vertrieb auch 2024 Arzneimittel (Originalpräparate und Generika), Medizinprodukte sowie rezeptfreie Arzneimittel und Nahrungsergänzungsmittel (OTC Produkte) und Kosmetikprodukte.

Das Portfolio umfasst Produkte für mehr als 10 unterschiedliche Therapiegebiete, wie Herz- Kreislauf und Diabetes, Gastroenterologie, zentrales Nervensystem, Frauengesundheit, Antiinfektiva & Impfstoffe, Onkologie, Immunologie, Ophthalmologie und Dermatologie. Im Jänner des Jahres 2024 wurde die Mylan Österreich GmbH in Viatris Austria GmbH umbenannt.

Der Geschäftsbereich der OTC-Produkte (Over-the-counter, also rezeptfreie Arzneimittel sowie Kosmetik- und Medizinprodukte) wurde mit 3. Juli 2024 global und so auch in Österreich verkauft und per diesem Stichtag fungierte die Viatris Austria GmbH als lokaler Vertriebspartner des Käufers. Die Umsätze, die nach dem Transfer im Rahmen der Vertriebspartnerschaft getätigt wurden, sind im Jahr 2024 im Umsatz erfasst.

Mit 1. August 2024 stellte die Viatris Austria GmbH ihr Geschäftsmodell insofern um, als dass das Fertigwarenlager aus dem in den Niederlanden ansässigen Zentrallager verlagert wurde nach Österreich. Dieser Schritt wurde gesetzt, um die Transportkosten zu optimieren (Lieferungen zwischen Niederlande und Österreich) als auch, um rascher auf Marktveränderungen mit einer vor Ort liegenden Lagerhaltung reagieren zu können.

Die Abnehmer aller Präparate sind der pharmazeutische Großhandel, Apotheken, Krankenhäuser und Drogeriemärkte in Österreich.

Gesundheitsausgaben in Österreich

Im Jahr 2024 betrugen die öffentlichen und privaten Gesundheitsausgaben in Österreich insgesamt rund 57,02 Milliarden Euro, was einem BIP-Anteil von 11,80% entspricht. 76,30% der laufenden Ausgaben wurden durch die öffentliche Hand finanziert, somit belaufen sich die privat finanzierten Gesundheitsausgaben auf 14,00 Milliarden Euro.[1]

¹ 1 Statistik Austria, https://www.statistik.at/statistiken/bevoelkerung-und-

soziales/gesundheit/gesundheitsversorgung-und-ausgaben/gesundheitsausgaben

Die Preise der am österreichischen Markt vertriebenen Arzneimittel sind seit 1996 jedes Jahr gefallen und erstmalig in 2024 konstant geblieben. Eine fiktive Arzneimittelpackung, die 1996 noch 10 Euro kostete, kostete 2024 nur mehr 6,18 Euro. Hingegen ist beim Verbraucherpreisindex (VPI) mit + 2,90% in 2024 eine konträre Entwicklung zu verzeichnen. Verbraucherpreisindex und Medikamentenpreisindex entwickeln sich von Jahr zu Jahr auseinander. Der Medikamentenpreisindex sinkt kontinuierlich.[2]

Im internationalen Vergleich liegen die Industriepreise für Arzneimittel in Österreich pro Packung häufig deutlich unter dem Mittelwert der europäischen Union, insbesondere bei Generika. Der Kostendruck durch die hohe Inflation führte dazu, dass Industriebetriebe mit Dokumentation der europäischen Preissituation eine Preiserhöhung ihrer Produkte beantragen konnten, welche vom Dachverband der Sozialversicherungsträger nach Überprüfung akzeptiert oder überarbeitet wurde. Diese Preiserhöhungen sollen es ermöglichen, dass pharmazeutische Präparate weiterhin in Österreich vertrieben werden können und Viatris Austria hat bei 50 Packungen eine Preiserhöhung im Jahr 2024 erzielt, die ca +1,1m Euro zusätzlichen Umsatz erzielte und mithalf, das Jahresergebnis zu erreichen.

Die im Jänner 2022 verabschiedete Preisbandregelung[3] führte erst nach mehrfachen Verhandlungen zu einem Erstattungsverlust der Marke Sortis im Mai 2024 als auch von 2 Wirkstärken der Marke Lyrica. Dieser Umsatzverlust wurde durch die Umsatzentwicklung von anderen Marken kompensiert.

Zusätzlich zur Preisbandregelung zur Preissenkung von Produkten mit wirkstoffgleichen Alternativen, wurde der Infrastrukturkostensicherungbeitrag eingeführt, um die Infrastruktur der Großhändler (Viatris Austria GmbH ist auch Großhändler und beliefert Apotheken direkt) für die Patientenversorgung sicherzustellen. Viatris Austria GmbH hat diesen Infrastrukturkostensicherungsbeitrag (ISB) beantragt und die außerordentlichen Erlöse in der Höhe von 0,9m Euro haben geholfen, die Kosten der Organisationsstruktur der Viatris Austria GmbH in Österreich zu finanzieren.

Der patentgeschützte Bereich des Pharma-Marktes verzeichnete in 2024 das stärkste wertmäßige Wachstum mit +17,1%, während hingegen die Generikaentwicklung aufgrund des anhaltenden Preisdrucks unter dem Marktwachstum verlieb.[4]

Der Arzneimittelverbrauch ist in 2024 geringfügig gestiegen und lag bei 1,5% für den gesamten Markt.[5]

2 Pharmig, Daten und Fakten 2025, S.101: pharmig-daten-und-fakten-2025_digital.pdf

3 www.generikaverband.at, Preisband: § 351c Abs. 11 u 12 iVm Abs. 15 u 16 ASVG (idF BGBl I ³ 32/2022). Betroffene Wirkstoffe: AVSV Nr. 37/2024

4 4 IQVIA, Kalenderjahr 2024, Total Market, Zeile Ox (Originalpräparat)

5 IQVIA, Kalenderjahr 2024, DPMÖ Total Sell-in sowie für Vorjahresvergleiche: Jahresbericht

2023

Der österreichische Pharma-Markt der registrierten Arzneimittel und Nahrungsergänzungsmittel belief sich im Jahr 2024 auf einen Wert von 7,2 Milliarden Euro und ist in Wert um +9,6% gewachsen. Das größte Wachstum fand im intramuralen Bereich (Krankenhäuser) stattfand (+11,6% in Wert), es ist in diesem Zusammenhang darauf hinzuweisen ist, dass diese Wertberechnung von IQVIA auf Listenpreisen basiert, wobei die tatsächlichen Preise in der Praxis (hohe Rabattgewährung) deutlich niedriger liegen und daher diese Größenordnung eine nicht genaue Darstellung der Wirklichkeit ist. Das größte Segment des Pharmamarktes ist der Bereich der öffentlichen Apotheken und Hausapotheken (=Retail), welches 62,4% des österreichischen Pharma-Marktes darstellt und um +9,0% wertmäßig gewachsen ist.[6]

Die Viatris Austria GmbH hat im Markt die Top-Position 24[7] inne und die Herausforderung besteht darin, in über 100 Substanzen mit über 240 Produkten in den jeweiligen Marktsegmenten mit limitierten Mitteln zu bestehen bzw zu wachsen. Werden die Substanzen als eigener Markt (Active Market) summiert, so zeigt sich, dass dieser Active Market mit einer negativen Marktentwicklung von +1,5% wertmäßig stagniert.[8]

Die Viatris Austria GmbH (inklusive der Zurechnung der Produkte der Firma Upjohn und inklusive Arcana Arzneimittel GmbH) ist im Jahr 2024 um ca 1,2% in Umsatz rückläufig. In Stück fiel der Umsatz der Viatris Austria GmbH um -0,3%. Der wertmäßige und mengenmäßige Rückgang ist auf die stark fallende Entwicklung des Marktsegments zurückzuführen, in welchem die Viatris Austria GmbH aktiv ist (Active Market), als auch auf wiederkehrende Lieferschwierigkeiten aufgrund von Produktionsausfällen bzw - verzögerungen. Weiters ist anzumerken, dass die IQVIA-Daten keine komplette Abdeckung der Viatris-Lieferungen in den Marktzahlen darstellt.[9]

Die Hauptumsatzbereiche der Viatris liegen in den Therapiegebieten der Stoffwechselerkrankungen (31,9% Anteil am Viatris Marktumsatz) sowie im Nervensystem (19,8% Anteil am Viatris-Marktumsatz) und Kardiovaskulärem System (14,2%)..[10] [10]

Der Markt der rezeptfreien Produkte (OTC) wuchs im Jahr 2024 um +4,1% wertmäßig und fiel um -0,5% mengenmäßig und betrug 591m Euro (registriert und nicht registriert).[11] In diesem Markt ist Viatris Austria GmbH (per 03. Juli 2024 als lokaler Vertriebspartner) mit einem Marktanteil von 2,2% wertmäßig die Nr13.[12] Die Hauptmarken innerhalb dieser Vertriebspartnerschaft sind Armolipid, Molaxole, Magnofit, als auch Prosta Urgenin.[13]

6 IQVIA, Kalenderjahr 2024, Total Market

7 IQVIA, Kalenderjahr 2024, DPMÖ Total Sell-in 8 IQVIA, Kalenderjahr 2024, Viatris Active Market 9 IQVIA, Dezember 2024, DPMÖ Total Sell-in 10 IQVIA, Dezember 2024, Viatris TAs 11 IQVIA, Dezember 2024, OTC Reg und Non-Reg Products — 12 IQVIA, Dezember 2024, OTC Distributor List 13 IQVIA, Dezember 2024, Viatris OTC Brand

2 Geschäftsverlauf 2024 und Analyse des Jahresabschlusses anhand von Leistungsindikatoren

Im Anschluss wird die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage erläutert.

2.1 Ertragslage

Gewinn- und Verlustrechnung 2024 im Überblick

Mit den in der Gewinn- und Verlustrechnung für 2024 zu den einzelnen Posten ausgewiesenen Beträgen werden die in der Gewinn- und Verlustrechnungen für 2023 ausgewiesenen Beträge verglichen.

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 4
TEUR20242023+/- abs.+/- abs %
Umsatzerlöse
89.28990.321-1.032,00(1)%
Materialeinsatz-62.042-67.4325.39000(8)%
Personalaufwand-9.966-8.368-1.598,0019 %
Abschreibungen auf Sachanlagen
und Firmenwert-365-364-1,00%
Sonstiger betrieblicher Aufwand
abzüglich sonstiger betrieblicher
Erträge-1.087-10.1249.037,00(89)%
Betriebserfolg15.8294.03311.796,00292 %
Finanzergebnis142256-114,00(45)%
Gewinn vor Steuern15.9714.28911.682,00272 %
Steuern-3.761-1.117-2.644,00237 %
Jahresüberschuss12.2103.1729.038,00285 %
EBITDA16.1944.39711.797,00268 %

Wenn man die Gewinn- und Verlustrechnung der Viatris Austria GmbH betrachtet, ergeben sich folgende Änderungen:

Der Umsatz im Jahr 2024 weist im Vergleich zu 2023 einen leichten Rückgang auf.

Der Anstieg in den sonstigen betrieblichen Erträgen begründet sich im Wesentlichen aus Erträgen aus dem Verkauf des Geschäftsbereiches OTC in Höhe von 12.348 TEUR (Vorjahr € 0) sowie aus Erträgen für öffentliche Zuschüsse in Höhe von € 889.961,52 (Vorjahr € 0).

Die Abnahme der Umsatzerlöse bedingt eine entsprechende Abnahme des Materialaufwands. Der darüberhinausgehende Rückgang im Materialaufwand im Berichtsjahr ist im Wesentlichen erklärbar durch niedrigere Wertberichtigungen für per Stichtag sich im Bestand befindliche Vorräte in Höhe von 5,70 MEUR (Wertberichtigung Vorräte 31.12.2023 T€ 10.950.868,93, 31.12.2024 T€ 5.255.780,01).

Der Personalaufwand ist höher in 2024 aufgrund leicht höherer Mitarbeiterzahl und aufgrund von angefallenen Gehaltserhöhungen sowie aus höheren Aufwendungen für Abfertigung.

Der Anstieg der sonstigen Aufwendungen resultiert im Wesentlichen aus Vertriebskosten in Zusammenhang mit dem Verkauf des OTC Geschäftsbereiches.

2.2 Vermögens- und Finanzlage

Folgende Änderungen von Bilanzposten in der Berichtsperiode sind erwähnenswert:

Der Bestand an Handelswaren saldiert mit Wertberichtigungen zum Jahresende betrug T€ 28.276.382,10 im Vergleich zu € 32.967.460,27 zum Ende des Vorjahres und beinhaltet einen Rückgang der Wertberichtigung Vorräte in Höhe von 5,70 MEUR. Viatris Austria GmbH verfügte Ende 2024 über mehr Vorräte, um den Marktbedarf in den Folgeperioden besser decken zu können (u.a. Alloga und Schachinger Bestände).

Der Anstieg in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen resultiert aus der Umstellung des Geschäftsmodells im Zusammenhang mit dem Fertigwarenlager.

Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen per 31.12.2024 beinhalteten eine Forderung aus Cash-Pool in Höhe von T€ 5.824.169,02, während im Vorjahr eine Intercompany Verbindlichkeit aus Cashpooling in Höhe von 4,7 MEUR bestand.

Der Bestand an Bankguthaben verringertet sich gegenüber dem Vorjahr von T€ 3.572 auf T€ 2.863.

2.3 Finanzielle Leistungsindikatoren:

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 5
TEUR / %20242023+/- abs.+/- abs %
ROS (1)17,7 %4,5 %13 %297 %
ROE (2)29,7 %11,0 %19 %171 %
Working Capital (3)41.04634.305674119,7%
Cash flow (4)12.5753.5369039256 %

1) Betriebsergebnis/Umsatzerlöse *100

2) Jahresüberschuss/Eigenkapital * 100

3) Vorräte + Forderungen aus Lieferungen und Leistungen + Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen aus Lieferungen und Leistungen - Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen - Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 4) Jahresüberschuss + (Abschreibungen – Zuschreibungen)

2.4 Nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Die Mitarbeiter Entwicklung ist für Viatris Austria sehr wichtig und immer im Fokus. Der Bedarf an Fortbildung der Mitarbeiter kann innerhalb der Viatris Austria gut abgedeckt werden. Diesbezüglich werden Seminare und Kongresse besucht, um unsere Mitarbeiter immer auf dem aktuellen Stand zu halten.

Da Viatris Austria ein Teil der großen Viatris Gruppe ist, können Weiterbildungen auch innerhalb des Konzerns nach Bedarf organisiert werden.

Wir setzen stark auf die Nachhaltigkeit, weshalb wir uns als „Paperless“ Standort bezeichnen. Dazu halten wir unseren Standort immer auf dem aktuellen IT und Sicherheitsniveau.

3 Risikobericht

Da sämtliche Umsätze in Euro abgewickelt werden, bestehen keinerlei Währungsrisiken – der Abschluss von Sicherungsgeschäften ist daher nicht notwendig.

Die Marktwerte der flüssigen Mittel und kurzfristigen Veranlagungen (Cashpooling-Verbund im Konzern) und der kurzfristigen Forderungen und Verbindlichkeiten entsprechen aufgrund der täglichen oder kurzfristigen Fälligkeit im Wesentlichen dem Buchwert. Für derartige Finanzinstrumente werden aufgrund der täglichen oder kurzfristigen Fälligkeit keine Sicherungsgeschäfte gegen das Preisänderungsrisiko abgeschlossen.

Bei den auf der Aktivseite erfassten Finanzinstrumenten stellen die in der Bilanz ausgewiesenen Beträge gleichzeitig das maximale Ausfallrisiko dar. Das Risiko betreffend Guthaben bei Kreditinstituten in Höhe von T€ 2.863 ist trotz der Risikokonzentration aufgrund der Bonität des Kreditinstitutes als gering anzusehen. In Bezug auf die Veranlagung im Konzern-Cash-Pool ist die Risikokonzentration zwar ebenfalls hoch, das Ausfallrisiko wird aber auch diesbezüglich als gering angesehen. Bei den Forderungen findet das Ausfallrisiko durch Vornahme von Einzelwertberichtigungen Berücksichtigung.

Für das zinsbedingte Cashflow-Risiko, das als das Risiko steigender Aufwands- oder sinkender Ertragszinsen definiert ist, werden keine derivativen Finanzinstrumente abgeschlossen; auch hier ist das Risiko als gering einzustufen.

Pharmafirmen sind hinsichtlich unerwünschter Nebenwirkungen von Arzneimitteln zu besonderen Vorsorgemaßnahmen (Arzneimittelsicherheit und Qualitätssicherung) verpflichtet. Gesetzliche Grundlagen hierzu sind das österreichische Arzneimittelgesetz (AMG), die Pharmakovigilanzverordnung 2013 (PhVO 2013) sowie die Arzneimittelbetriebsordnung (AMBO 2009).

Betreffend die Umsetzung der gesetzlichen Vorgaben zur Pharmakovigilanz betreibt eine betriebsansässige verantwortliche Person ein System für die Sammlung und Bewertung von Informationen über vermutete Nebenwirkungen durch von der Viatris Austria GmbH (Teil der Viatris Gruppe) in Verkehr gebrachte Arzneimittel inklusive Missbrauchs. Die Datensammlung und Erstellung von Berichten erfolgten mittels Unterstützung einer von der Global Drug-Safety der Firma Viatris betreuten Datenbank. Vermutete Nebenwirkungen werden gemäß den Vorgaben des AMG und der PhVO 2013 von der Viatris Austria GmbH (Teil der Viatris Gruppe) und der Global Drug-Safety der Firma Viatris via E2B dem Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen mitgeteilt.

Eine gezielte Absicherung durch aktives Risikomanagement ist auch für die Firma Viatris Austria GmbH von essenzieller Wichtigkeit. Das implementierte Risikomanagement wird durch einen Risk Management Plan erweitert. Dieser wird in Zusammenarbeit mit der Gesundheitsbehörde zugelassen und entsprechendes Schulungsmaterial effizient verteilt. Dies dient ausschließlich zur Sicherheit des Patienten.

4 Forschung und Entwicklung

Die Gesellschaft erbringt keine eigenen Forschungs- und Entwicklungsleistungen in Österreich.

5 Ausblick

Die Organisationsstruktur, die sich nach der Trennung von den schweizerischen und der österreichischen Geschäfte im Jahr 2022 etabliert hat, ist sukzessive dem Wandel unterworfen. Die 3 Divestments (BioSimilars 2022, Women’s Health in 2023 und OTC sowie ausgewählte Rx-Produkte in 2024) verringerten den Umsatz der Viatris Austria, der durch neue Produkt- Launches nicht kompensiert werden kann und folglich zu einer Abschmelzung der Außendienst- Größe in 2024 mit einer Reduktion von 3 auf 2 Außendienstteams im Bereich Retail geführt hat. Die organisatorischen Anpassungen werden sich auch aufgrund des Preisdrucks und des veränderten Portfolios auch in 2025 fortsetzen, wobei diese in Einklang mit allen Rechten und Pflichten eines korrekten Arbeitgebers umgesetzt werden.

Der Name Viatris wird seit der Umbenennung im Jänner 2024 nunmehr fortwährend über LinkedIn-Kampagnen den Stakeholdern in Österreich kommuniziert, diese Unternehmensvorstellung wird auch weiterhin fortgeführt, um als attraktiver Arbeitgeber als auch verlässlicher Partner in der Gesundheitsbranche wahrgenommen zu werden.

Die ambitionierten Budgetziele sind durch eine starke Konzentration auf die konzernweit im Fokus stehenden Marken (Global Key Brands) möglich; zusätzlich gibt es ein Portfolio an Produkten, die nicht persönlich beim verschreibenden Arzt beworben werden, und als Tail-End- Produkte bezeichnet werden. Für diese werden über die nächsten Jahre digitale Bewerbungsformate erarbeitet und mit Unterstützung der „Digital Marketing Specialists“ ausgerollt.

Im August 2024 wurde innerhalb des nationalen Impfprogramms die Grippeimpfung für 3 Altersgruppen für die Saisonen 2025/2026 und 2026/2027 ausgeschrieben und Viatris Austria hat das mengenmäßig größte von 3 Losen gewonnen: Los2 (Inaktivierter Influenza-Impfstoff für Säuglinge, Kleinkinder, Kinder und Erwachsene in Form einer Fertigspritze inkl. Auslieferung). Deshalb ist in den nächsten 2 Jahren das Impfstoffgeschäft für die Viatris Austria abgesichert.

Über Viatris

Viatris Inc. (NASDAQ: VTRS) ist ein Gesundheitspartner der neuen Generation, engagiert in der breiten Versorgung aller Menschen in jeder Lebensphase. Durch den einzigartigen Global Healthcare Gateway® bietet das Unternehmen Zugang zu Arzneimitteln, Impfstoffen und neu entwickelten Biosimilars. Viatris setzt sich für eine nachhaltige Unternehmensführung ein, entwickelt innovative Lösungen und nutzt seine Kompetenz, um möglichst vielen Menschen Zugang zu mehr Produkten und Dienstleistungen zu ermöglichen.

Viatris, ein globales Pharmaunternehmen, wurde vor einem Jahr nach dem Zusammenschluss der beiden bekannten Pharmaunternehmen Mylan und Upjohn mit einem ehrgeizigen Ziel

gegründet: den Menschen in jeder Lebensphase ein gesünderes Leben zu ermöglichen. Unsere globalen operativen Einrichtungen haben eine beachtliche Größe und sind in allen Regionen der Welt vertreten. Mit mehr als 40.000 Mitarbeiter:innen, darunter 11.000 Vertriebsmitarbeiter:innen, ist es uns möglich, Patient:innen und Kund:innen in mehr als 165 Ländern und Gebieten einen breiten Zugang zu Arzneimitteln zu ermöglichen. Wir bieten ein breit gefächertes und differenziertes Portfolio für eine Vielzahl von Therapiegebieten und Medikamenten zur Behandlung von neun der zehn häufigsten Todesursachen laut Definition der Weltgesundheitsorganisation (WHO).

Zur Viatris-Gruppe Osterreich mit Standort Wien gehören die pharmazeutischen Unternehmen Viatris Austria GmbH (incl. ehem. UpJohn Produkte) und Arcana Arzneimittel GmbH. Die rund 77 Mitarbeiter/innen vereinen globale Expertise mit lokaler Kompetenz und langjähriger Erfahrung, mit der Zielsetzung, die besten individuellen Lösungen für Patient:innen, medizinische Fachkräfte und alle Partner:innen im Gesundheitssystem zu finden. Das Portfolio umfasst in Österreich rund 200 Produkte, darunter Originale, z.B. Kreon®, Calciduran®, Generika, Biosimilars und rezeptfreie Produkte (z.B. Magnofit®, Armolipid®). Eine der Stärken liegt daher im besonders vielfältigen Portfolio und der Abdeckung unterschiedlicher Therapiegebiete wie Herz-Kreislauf, Infektiologie, Onkologie, Immunologie, ZNS, Frauengesundheit, Diabetes und Stoffwechsel, Gastroenterologie, Atemwegserkrankungen, Allergie und Dermatologie. Hervorzuheben sind die komplexen Arzneimittel wie Biosimilars (Immunologie, Onkologie und Diabetes), Antithrombotika und Impfstoffe (Influenza).

Weitere Informationen finden Sie auf https://www.viatris.at, https:/linvestor.viatris.com, Twitter @Viatrislnc, LinkedIn und YouTube.

Wien, am 30. Juni 2026

uglg gasse 15, 6. Stock 1110 Wien

Viatris Austria GmbH, Wien

Austric glgasse 15, 6. Stock 1110 Wien

gez.:

Mico Tesanovic (Geschäftsführer)

gez.:

Mag. Dietrich Göller (Geschäftsführer)

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