Inhaltsverzeichnis
1. Geschäftsverlauf, Geschäftsergebnis und Lage des Unternehmens
1.1 Geschäft und Rahmenbedingungen
Die Novartis Pharma GmbH ist die österreichische Vertriebsgesellschaft der Division Innovative Medicines (Pharmaceuticals und Oncology) der Novartis-Gruppe. Sie gehört zu den führenden Unternehmen der pharmazeutischen Industrie in Österreich.
Das Geschäftsjahr 2025 war, ähnlich wie 2024, von einem wettbewerbsintensiven Marktumfeld und steigenden Kostendruck der Sozialversicherungsträger auf den Arzneimittelbereich, insbesondere auf innovative Medikamente, gekennzeichnet. Die Novartis Pharma GmbH rangierte 2025 am Retail Markt in Österreich erneut auf dem ersten Platz. Wachsende Therapiebereiche waren Immunologie & Dermatologie, Herz- Kreislauf und Onkologie.
Die Novartis Pharma GmbH konzentriert sich gezielt auf fünf therapeutische Kernbereiche (Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Immunologie, Neurologie, solide Tumore und Hämatologie), mitsamt einer schlankeren Organisationstruktur will man die Innovation fördern und eine stärkere Fokussierung extern und intern auf innovative Produkte erzielen.
Auch 2025 war aufgrund der anhaltend schwierigen Rahmenbedingungen im Gesundheitswesen ein anspruchsvolles Jahr, und es wird großer Anstrengungen bedürfen, um die hochgesteckten Ziele zu erreichen. Es ist davon auszugehen, dass im kommenden Geschäftsjahr das Gesundheitswesen durch weiteren Kostendruck und neuerliche Einsparungsinitiativen geprägt sein wird. Die Folgen der bisherigen Sparpolitik im Medikamentenbereich führen zu einem Kostendruck auf die Fabrikabgabepreise für die Pharmawirtschaft sowie einem langsameren Zugang zu neu entwickelten Medikamenten (insbesondere für Medikamente im Krankenhausbereich). Für das Geschäftsjahr 2026 ist daher von einem nur moderat steigenden Markt auszugehen.
1.2 Zweigniederlassungen
Es bestehen keine Zweigniederlassungen der Gesellschaft.
1.3 Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren
1.3.1 Ertragslage
Die Geschäftsentwicklung im abgelaufenen Jahr spiegelt das wettbewerbsintensive Marktumfeld, mit teilweise sinkenden Verkaufspreisen, wider. Die Netto-Umsätze konnten trotzdem fast auf dem Vorjahresniveuau gehalten werden (TEUR 318.167 in 2025 im Vergleich zu TEUR 319.060 in 2024) – das entspricht einem leichten Minus von 0,3% gegenüber dem Vorjahr.
Laut IQVIA beträgt der Marktanteil der Novartis Pharma GmbH 6,3 %. Damit ist Novartis gemessen am Bruttoumsatz das drittgrößte Pharmaunternehmen Österreichs. Mit einem Apothekenmarktanteil von 7,5 % ist Novartis stark im Apothekenmarkt vertreten. Zu den wichtigsten Umsatztreibern im Jahr 2025 zählten Produkte wie Cosentyx (Immunologie, TEUR 42.413, -6 % ggü. Vj.), Jakavi (Hämatologie, TEUR 25.730, -16 % ggü. Vj.), Entresto (Kardiologie, TEUR 36.202, +10 % ggü. Vj.) und Xolair (Immunologie, TEUR 27.774, -1 % ggü. Vj.). Die wichtigsten Wachstumstreiber und Fokusprodukte in 2025 und für die kommenden Jahre sind: Leqvio (Kardiologie, TEUR 9.201, +27 % ggü. Vj.), Kesimpta (Neurologie, TEUR 16.902, +41 % ggü. Vj.), Kisqali (Brustkrebs/Onkologie, TEUR 18.927, +58 % ggü. Vj.), Ilaris (Immunologie, TEUR 19.522, +53% ggü.Vj.), Scemblix (Hämatologie, TEUR 4.931, +25 % ggü. Vj.) sowie Pluvicto, eine Radioligandentherapie für Prostatakrebs, TEUR 5.703, +227 % ggü. Vj.). Mit dem verbleibenden Produktportfolio wurde ein Umsatz von TEUR 96.160 erzielt (-17 % ggü. Vj.).
Es ergibt sich somit ein Betriebserfolg von TEUR 17.567 (Vorjahr: TEUR 16.710). Das Ergebnis nach Steuern beläuft sich auf TEUR 13.713 (Vorjahr: TEUR 11.573), die zugehörige Eigenkapitalrentabilität beträgt 73,9% (Vorjahr 83,2%), die Umsatzrendite hat sich leicht erhöht auf 5,5 % (Vorjahr: 5,2 %) und die Gesamtkapitalrentabilität - auf 14,7% (Vorjahr: 11,3%).
1.3.2 Vermögenslage
Die Positionen Rückstellungen für Abfertigungen, Pensionen und Jubiläumsgelder verringerten sich insgesamt um TEUR 1.481 auf TEUR 20.644.
Das Umlaufvermögen ist gegenüber dem Vorjahr um TEUR 28.288 auf TEUR 109.567 gesunken. Dies ist im Wesentlichen auf eine Verringerung der Vorräte (fertige Erzeugnisse und Waren) im Zuge der Vorbereitungen der IT-Softwareumstellung auf SAP S4 HANA zum 1.1.2026 zurückzuführen.
1.3.3 Finanzlage
Aus dem Ergebnis vor Steuern (TEUR 17.567) ergibt sich unter Abzug der nicht cashwirksamen Positionen (TEUR +546), der Veränderungen in den Vorräten und Forderungen (in Summe TEUR +11.059), der Veränderung von Rückstellungen (TEUR - 18) und der Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (TEUR -32.320) ein Netto-Geldfluss aus laufender Geschäftstätigkeit iHv TEUR -7.020 (Vorjahr: TEUR 32.139). In Verbindung mit den Netto-Geldflüssen aus Investitionstätigkeiten TEUR -211 (Vorjahr: TEUR 219) und der Dividendenausschüttung in Höhe von TEUR 10.000 ergibt sich ein Finanzmittelbestand unter Einrechnung des Cash Pooling in Höhe von TEUR 31.187 (Vorjahr: TEUR 48.418).
1.3.4 Vergütung
Wir bieten wettbewerbsfähige, faire Vergütungen, die auf die Branchenpraxis und unsere Ambitionen, ein vertrauenswürdiger Marktführer bei der Neugestaltung der Medizin zu sein, abgestimmt sind.
Unser Vergütungssystem unterstützt unsere Geschäftsstrategie und ist so gestaltet, dass es fair und transparent ist. Das Engagement von Novartis für Vielfalt, Gleichberechtigung und Inklusion spiegelt sich auch in unserem Vergütungssystem wieder und stellt sicher, dass alle Mitarbeitenden für vergleichbare Tätigkeit auf der
Grundlage arbeitsbezogener Faktoren fair entlohnt werden. Wir verwenden einen marktorientierten Ansatz, um die Grundgehälter festzulegen, die jährlich anhand externer Daten überprüft werden. Unser Engagement für Transparenz spiegelt sich in unseren Richtlinien zur Gehaltspositionierung wieder. Unser Vergütungssystem betont auch die Leistungsorientierung in Form eines erfolgsabhängigen Bonussystems. Jedes Jahr wird eine Kombination aus Unternehmens-, Abteilungs- und individuellen Zielen festgelegt. Dieser Ansatz stellt sicher, dass unser Vergütungssystem nicht nur die Leistungen des Einzelnen anerkennt, sondern auch mit unseren allgemeinen Unternehmenszielen und Unternehmenserfolg übereinstimmt. Unsere Unternehmenswerte und Verhaltensweisen legen die Erwartungen fest, wie diese Ziele erreicht werden. Die erfolgsabhängige Auszahlung von Boni erfolgt auf der Grundlage der Art und Weise und des Umfangs, in dem wir unsere Ziele erreichen konnten.
1.3.5 Unsere Umwelt, Soziales und Governance – Strategie
Das Vertrauen der Gesellschaft zu gewinnen und zu behalten gehört zu den Kernzielen der Novartis Unternehmensstrategie und ist entscheidend für die Umsetzung unserer Mission, neue Wege zu finden, um Menschen zu einem besseren und längeren Leben zu verhelfen. Unsere Anstrengungen in den Bereichen Umwelt (Environment), Soziales und Unternehmensführung (Governance) (ESG), die wir unternehmensweit integrieren und in die wir auch unsere Lieferkette einbeziehen, tragen maßgeblich zur langfristigen Wertschöpfung für unsere Stakeholder bei. Wir wollen in den Bereichen branchenführend sein, in denen wir am meisten für die Menschen und die Gesellschaft bewirken können. Wir wollen unsere wesentlichsten Themen in unserem Kerngeschäft verankern, um Innovationen zur Bekämpfung schwerer Krankheiten zu entwickeln und den Zugang zu unseren Medikamenten zu erweitern.
Die Qualität und Sicherheit unserer Medikamente zu gewährleisten, ist für diese Bemühungen von grundlegender Bedeutung und ist Teil unseres Kerngeschäfts. Darüber hinaus wollen wir uns in Bezug auf unsere Unternehmenskultur und unsere Möglichkeiten für Mitarbeitende, aber auch auf ökologische Nachhaltigkeit, ethische Standards und Governance als verantwortungsbewusstes Unternehmen erweisen. Zudem wollen wir unsere Kompetenzen im Bereich der ESG-Berichterstattung erweitern, um den steigenden Anforderungen in den Märkten, in denen wir tätig sind, gerecht zu werden.
Unser Abschneiden bei ESG-Kriterien zeigt sich in verschiedenen externen Ratings, einschließlich unserer fünf wichtigsten ESG-Ratings (Innovation und Zugang zu Medikamenten, Personal, Ökologische Nachhaltigkeit und ethische Standards), die auch
auf unserer Unternehmenswebsite (https://www.novartis.com/at-de/nachhaltigkeit) zusammengefasst sind.
Zugang zu Medikamenten
Novartis verfolgt das Ziel, innovative Arzneimittel für Patientinnen und Patienten weltweit verfügbar zu machen. Dabei arbeitet das Unternehmen mit externen Partnern zusammen, um neue und effiziente Wege zu entwickeln, Produkte schneller und in mehr Ländern zur Verfügung zu stellen.
Zur Verbesserung des Zugangs zu Medikamenten folgt Novartis den Novartis Access Prinzipien, die darauf ausgerichtet sind, den Zugang zu innovativen Therapien insbesondere auch in Ländern mit niedrigem oder mittlerem Einkommen (Low and Middle Income Countries, LMICs) systematisch auszubauen. Bis 2025 konnte Novartis die Zahl der in diesen Ländern mit strategischen innovativen Therapien erreichten Patientinnen und Patienten im Vergleich zum Basisjahr (2019) deutlich steigern und damit die mehrjährige Zielsetzung zur Ausweitung des Zugangs erreichen.
Im Geschäftsjahr 2025 wurden 100 % der neu eingeführten Arzneimittel mit einer globalen Zugangsstrategie eingeführt, um eine frühzeitige und möglichst breite Verfügbarkeit zu unterstützen.
Insgesamt konnte Novartis im Jahr 2025 seine globale Reichweite weiter ausbauen und weltweit über 300 Millionen Patientinnen und Patienten mit lebenswichtigen Arzneimitteln erreichen.
Unternehmensethik
Im Jahr 2025 konzentrierten sich die Ethics und Compliance Aktivitäten auf die weitere operative Verankerung der Verpflichtungen aus dem Novartis Ethikkodex – insbesondere auf den verantwortungsvollen Einsatz digitaler Technologien und künstlicher Intelligenz, die aktive Förderung einer offenen SpeakUp Kultur sowie die transparente Offenlegung von Interessenkonflikten.
Das Risikomanagement wurde weiterentwickelt, um Risiken früher zu erkennen und Chancen gezielt zu nutzen. Es umfasste dabei die Bereiche Anti Corruption Risk & Controls (ACRC), Business Continuity Management (BCM) zur Erhöhung der Resilienz, das Novartis Emergency Management (NEM) als Rahmen für Notfall- und Krisenmanagement, External Partner Risk Management (EPRM) zur Sicherstellung der Einhaltung von Novartis Standards durch externe Partner sowie Supply Risk
Management (SRM) zur Gewährleistung einer kontinuierlichen und verlässlichen Versorgung unserer Kunden und Patienten.
Umweltschutz
Novartis ist bestrebt, die natürlichen Ressourcen im Sinne einer Kreislaufwirtschaft effizient zu nutzen und die Umwelt durch unsere Aktivitäten und Produkte möglichst wenig zu belasten. Alle Standorte von Novartis ermitteln jährlich ihren ökologischen Fußabdruck und entwickeln Pläne, um diesen zu reduzieren. Im Kampf gegen den globalen Klimawandel ist es die Zielsetzung:
• Klimaneutralität im eigenen Betrieb bis 2025 (Scope 1 und 2 aus dem Energiebereich) • Reduzierung der absoluten Emissionen um 90 % bis 2030 versus 2022 (Basisjahr) • Aufrechterhaltung einer Emissionsreduktion von mindestens 90 % von 2030 bis 2040 versus 2022 (Basisjahr).
Emissionen, Wasser-, Energie und Abfall werden in einer regelmäßigen ESG- Berichterstattung erfasst und im jährlichen Nachhaltigkeitsbericht (Novartis in Society) veröffentlicht.
2. Voraussichtliche Entwicklung und die Risiken des Unternehmens
Da die Umwandlung in ein „reines“ innovatives Arzneimittelunternehmen nun abgeschlossen ist, wird unsere Pipeline das Wachstum in den kommenden Jahren vorantreiben, während wir auch unsere Technologieplattformen nutzen, um eine robuste frühe Pipeline zu versorgen, um zukünftiges Wachstum über 2027 hinaus voranzutreiben. Eine erneuerte Strategie und der Forschungs- und Entwicklungsansatz zielt darauf ab, Novartis in die Lage zu versetzen, seinen Einfluss zu erweitern und Technologieplattformen in wichtigen Bereichen der Medizin zu entwickeln, die die menschliche Gesundheit langfristig verändern könnten. Die mittelfristige Umsatzprognose liegt bei 5 % und die strategische Perspektive besteht darin, als Arzneimittelunternehmen als voll fokussierter Innovationsträger zu agieren.
Trotz bestehender geopolitischer Spannungen und bewaffneter Konflikte außerhalb Österreichs, einschließlich im Nahen Osten (z. B. Iran), ergeben sich für das Unternehmen derzeit keine wesentlichen direkten Auswirkungen, da der Absatzmarkt ausschließlich in Österreich liegt und die Beschaffung über Konzernlieferanten erfolgt.
2.1 Marktzugang von Arzneimittelspezialitäten des Unternehmens
Der Zugang zu Medikamenten ist in Österreich grundsätzlich sehr gut. Das Land verfügt über ein gut entwickeltes Gesundheitssystem, das einen hohen Standard an Gesundheitsdienstleistungen gewährleistet, einschließlich eines raschen Zugangs zu einer breiten Palette von Medikamenten.
Österreich verfügt über ein universelles Gesundheitssystem, das seinen Bürgern eine umfassende Versorgung bietet, einschließlich des Zugangs zu verschreibungspflichtigen Medikamenten.
Hinsichtlich der Verfügbarkeit von Arzneimitteln ist Österreich mit einem robusten Lieferkettensystem ausgestattet, das eine stetige und konsistente Verfügbarkeit durch innovative Arzneimittel von Novartis gewährleistet. In Fällen, in denen ein bestimmtes Medikament nicht verfügbar ist, welches primär den niedrigpreisigen patentfreien Bereich betrifft, werden in der Regel alternative Optionen angeboten.
Die Erstattung von Novartis-Medikamenten erfolgt in der Regel auf Basis von medizinischen, pharmakologischen und ökonomischen Bewertungen, Verhandlung und Empfehlungen durch eine Evaluierungskommission.
Es ist wichtig zu beachten, dass die genauen Details der Erstattung von Novartis- Medikamenten von Fall zu Fall unterschiedlich sein können und möglichen Restriktionen unterliegen können, welche im sogenannten Erstattungskodex geregelt sind und diesem zu entnehmen sind. Es empfiehlt sich daher, sich bei der jeweiligen Krankenkasse oder Apotheke über die genauen Bedingungen und Erstattungsmöglichkeiten zu informieren. Insgesamt erfolgt die Arzneimittelerstattung von Novartis Produkten in Österreich als Teil des umfassenden Krankenversicherungssystems einerseits geregelt durch das ASVG für den extramuralen und anderseits durch das KAKUG für den Intramuralen Bereich. Hierzu bedarf es einem geregeltem Zusammenspiel von Novartis, dem Dachverband der Krankenkassen und den jeweiligen Länderorganisationen, um eine angemessene Versorgung der PatientInnen sicherzustellen.
Insgesamt ist der Zugang zu Arzneimitteln in Österreich im Allgemeinen sehr gut, mit einem gut funktionierenden Gesundheitssystem, einer breiten Verfügbarkeit von Apotheken und einem starken Fokus auf Erschwinglichkeit.
2.2 Allgemeine Beschreibung der Risiken
Das Risikomanagement des Unternehmens ist integrierter Bestandteil der Unternehmensführung und in die Geschäftsprozesse eingebunden. Übergreifende internationale Risiken im Zusammenhang mit Markenführung, Produktions- und Sicherheitsstandards, Finanzierung und Wertentwicklung des Konzerns werden zentral bei der Konzernmutter in Basel überwacht. Ein zielorientiertes Controlling sowie ein regelmäßiger Strategieabgleich sorgen dafür, dass bei unternehmerischen Entscheidungen Chancen und Risiken in einem ausgewogenen Verhältnis zueinander stehen und frühzeitig erkannt werden. Die interne Revision in Basel überwacht (durch regelmäßige interne Audits) darüber hinaus die Einhaltung des internen Kontrollsystems und gewährleistet die Integrität der Geschäftsabläufe.
Lieferantenrisiken
Vor allem in der Beschaffung von Dienstleistungen ist die Gesellschaft auch auf Fremdanbieter angewiesen. Durch die Einbeziehung Dritter werden Risiken wie unerwartete Lieferschwierigkeiten oder unvorhergesehene Preiserhöhungen infolge von Marktentwicklungen geschaffen. Die Gesellschaft versucht, lieferantenbezogene Risiken durch intensive Marktbeobachtung, gründliche Prüfung von Lieferqualität sowie durch langfristige Lieferverträge zu begegnen, um vorteilhafte Belieferung und Preise sowie die Zulieferung von Material und das Ausführen von Dienstleistungen sicherzustellen.
Personalrisiken
Talentierte und engagierte Mitarbeitende mit unterschiedlichstem Hintergrund spielen bei der Umsetzung der Novartis Geschäftsstrategie eine entscheidende Rolle. Um die besten Talente für Novartis nicht nur zu gewinnen, sondern auch langfristig im Unternehmen zu halten, ist Novartis bestrebt eine Unternehmenskultur zu schaffen, in der sich Mitarbeitende wertgeschätzt, fair behandelt und integriert fühlen. Der Novartis Ethikkodex ist die Grundlage unseres Handelns. Novartis arbeitet kontinuierlich daran, eine Kultur zu schaffen, die Mitarbeitende aktiv bei der Erreichung der individuellen und geschäftlichen Ziele unterstützt. Dazu wurde einerseits eine Talentmanagement- und Führungsstrategie im gesamten Novartis Konzern etabliert, welche sicherstellt, dass Novartis die besten Kandidaten auswählt und anschließend so schult, weiterentwickelt
und fördert, dass sowohl das Unternehmen als auch die Mitarbeitenden profitieren. Andererseits gibt es eine Strategie für „Diversity & Inclusion“, in deren Fokus steht, die Verschiedenartigkeit unserer Mitarbeitenden zu fördern und zu schätzen. Von Mitarbeitenden gegründete und vom Unternehmen finanziell unterstützte Gemeinschaften, sogenannte „Employee Resource Groups“ befassen sich mit definierten geschäftsrelevanten Themen und machen die verschiedenen Aspekte von Vielfalt, Gerechtigkeit, Inklusion und Kultur für alle greifbar und vermitteln zudem ein Gefühl der Zugehörigkeit zum Unternehmen. Das Engagement dieser Mitarbeitergruppen ist ein Beleg für die Novartis-Kultur des Inspiriert-Seins, der Neugier und des eigenverantwortlichen Handels, untermauert von Integrität. Dies alles erfolgt im Einklang mit den sechs Unternehmenswerten: Innovation, Qualität, Zusammenarbeit, Performance, Mut und Integrität. Diese Werte sind in alle Aspekte des Arbeitslebens eingebettet, von der Rekrutierung und Entwicklung bis zu Beförderungen, Leistungsbeurteilungen und Leistungsprämien.
Neben einer wertschätzenden und inklusiven Unternehmenskultur sind es attraktive Arbeitsbedingungen und Zusatzleistungen, die Novartis zu einem "best place to work" machen: Novartis ermöglicht seinen Mitarbeitenden eine flexible Arbeitszeitgestaltung und unterstützt verschiedene Arbeitszeitmodelle. Mitarbeitende an den Standorten Kundl und Schaftenau/Langkampfen stehen unternehmensgeförderte Kinderbetreuungsmöglichkeiten zur Verfügung. Umfangreiche Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten zur gezielten Förderung und Entwicklung von Mitarbeitenden sind Teil der Unternehmensstrategie. Die betriebliche Gesundheitsförderung und qualifizierte arbeitsmedizinische und arbeitspsychologische Betreuung unterstützen Mitarbeitende dabei, gesund zu bleiben – am Arbeitsplatz und darüber hinaus. Daneben sorgen intensive Arbeitssicherheits-Programme dafür, dass Arbeiten bei Novartis so sicher wie möglich ist.
Risiken der IT-Systeme
Novartis hat sowohl von globaler als auch lokaler IT Ebene Überwachungsmaßnahmen im Einsatz, die gegebenenfalls umgehende Anpassungen im Sinne von IT Resilienz und Geschäftskontinuität ermöglichen. Sowohl im Bereich Verfügbarkeit, Zuverlässigkeit als auch IT Security.Es werden höchste Sicherheitsstandards in Bezug auf IT Security und entsprechender Überwachung gesetzt.
Es wurden im Laufe des Jahres sowohl präventive als auch reaktive Maßnahmen umgesetzt und trainiert, um ganz besonders Kernsysteme noch besser zu schützen. Weiters wurden Frameworks für Notfall Szenarien definiert, trainiert und entsprechende
Notfall Reserven an IT-Equipment angeschafft, um kritische Bereiche abdecken zu können.
3. Forschung und Entwicklung
Die Forschung und Entwicklung erfolgt im Auftrag der Novartis Pharma AG, Basel, wobei die Tätigkeit der Novartis Pharma GmbH im Rahmen ihrer medizinischen Abteilung auf die Entwicklung und Durchführung internationaler Studien gerichtet ist. Primäres Ziel ist dabei die Sammlung und die Evaluierung klinischer Daten im Rahmen der Entwicklungsphasen II, III und IV, welche für die Erarbeitung von Genehmigungsanträgen neuer Medikamente benötigt werden.
4. Erwerb und die Veräußerung eigener Anteile
Novartis Pharma GmbH hält keine eigenen Anteile im Bestand.
5. Wesentliche Merkmale des internen Kontroll- und des
Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess Im Jahr 2006 wurde das vom Konzern entwickelte, auf COSO abgestimmte „Novartis Financial Controls Manual“ (NFCM) implementiert, ein konzernweiter Standard, der Gültigkeit für alle Prozesse und Aktivitäten hat, die sich in der finanziellen Berichterstattung niederschlagen. Seither ist das NFCM in die betroffenen Prozesse der Novartis Pharma GmbH integriert worden und es werden die bestehenden Kontrollen regelmäßig auf ihre konzeptionelle Wirksamkeit und Funktionstüchtigkeit hin untersucht. NFCM wurde ab dem 1.01.2020 durch ein Steuerkontrollsystem ergänzt und die Novartis Gruppe nahm ab 1.01.2021 an der Begleitenden Kontrolle teil. Im Rahmen der Abspaltung des Generika – Geschäfts von Novartis am 3.10.2023 wurde die betroffenen Länderorganisation vorab darauf vorbereitet, weshalb die Novartis Pharma GmbH im Jahr 2022 aus der bisherigen Gruppenstruktur ausschied und mit 2023 in die neue Novartis Gruppe aufgenommen wurde, welche ab dem 1.1.2024 wieder an der Begleitenden Kontrolle teilnimmt.
Weiters übermittelt die Gesellschaft monatlich eine detaillierte Risk & Opportunity- Analyse an die Konzernmutter. Dies stellt ein weiteres wirksames Instrument dar, Risiken schnell zu erkennen, zu kommunizieren und geeignete Maßnahmen einzuleiten. Die in der Bilanz ausgewiesenen originären Finanzinstrumente sind Gegenstand des allgemeinen Risikomanagements des Unternehmens, welches in den Buchhaltungsund Bilanzierungsmethoden seinen Niederschlag findet. Außer den bereits im Jahresabschluss und Anhang adressierten Risiken bestehen keine weiteren Preisänderungs-, Ausfalls-, Liquiditäts- und Cashflow-Risiken.
6. Angaben zu Kapital-, Anteils-, Stimm- und Kontrollrechten und damit verbundenen Vereinbarungen
Das Stammkapital der Novartis Pharma GmbH beträgt TEUR 1.091, wovon TEUR 1.090 von der Novartis Holding GmbH und TEUR 1 von der Novartis AG gehalten werden.
Wien, den 11. Mai 2026
Die Geschäftsführer
Signed by: Catherine Emond –A69D 19138E57489... 11-May-2026 | 10:32:22 AM BST
cuSigned by: Sergey burdod 26AA IFS 16 DB0439..
Catherine Emond
11-May-2026 | 9:00:03 AM BST
Sergey Kerdod