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Lagebericht 2024/25

KSW Elektro- und Industrieanlagenbau Gesellschaft m.b.H.

Original-PDF

Stichtag 30. Juni 2025 · Eingereicht am 30. März 2026

Inhaltsverzeichnis

. Wirtschaftsbericht

.1 Allgemeine Erläuterung zum Geschäft und dessen Rahmenbedingungen

SW ist auf die Planung, Errichtung und Wartung von Tankstellen, Tanklagern und ndustrieanlagen in Österreich und Grenzregionen spezialisiert. Langjährige und weitreichende Partnerschaften mit führenden Mineralölgesellschaften bilden dabei einen wesentlichen Grundpfeiler des Geschäftserfolgs. KSW bietet seinen Kunden ein umfassendes Leistungsportfolio - von der Verrohrung über Elektro- und HKLS-Installationen bis hin zu Service und Wartung. Besonders Großkunden schätzen die Möglichkeit, über die verschiedenen Gewerke inaus einen zentralen Ansprechpartner zu haben.

Der Markt ist derzeit geprägt von technologischen Veränderungen im Kraftstoffsektor (u.a. HVG, E-Fuels und alternative Energieträger) sowie von einer zunehmenden Elektrifizierung des Verkehrs. Zudem führen laufende Anpassungen der gesetzlichen Rahmenbedingungen - etwa im ereich Sicherheitsvorkehrungen und technischer Standards - zu neuen Anforderungen für Anlagenbetreiber. Diese werden von KSW konsequent nach dem aktuellen Stand der Technik umgesetzt.

Schwankungen sowie ein langfristig erwarteter Rückgang im klassischen Tankstellen-Retail- Geschäft werden durch eine verstärkte Ausrichtung auf den Industrieanlagenbau ausgeglichen. Parallel dazu wurden die Geschäftsfelder in den Bereichen E-Mobilität und Photovoltaikanlagen ezielt weiterentwickelt und um Batteriespeicherlösungen erweitert. Kontinuierliche Mitarbeiterschulungen sowie strategische Kooperationen mit Lieferanten und Technologiepartnern sichern dabei eine hohe Qualität und fördern die Innovationskraft des Unternehmens.

Im Berichtsjahr wurde die Geschäftsführung von KSW erweitert, um den langfristig angelegten enerationswechsel im Unternehmen schrittweise vorzubereiten. Ziel dieser Maßnahme ist es, die strategische Ausrichtung für die Zukunft zu sichern und gleichzeitig Stabilität, Wachstum und ontinuität in der Unternehmensführung zu gewährleisten. Durch die Verbindung von langjähriger Erfahrung und neuen Impulsen ist die Gesellschaft bestens positioniert, um den strukturellen Wandel im Energie- und Industriebereich aktiv mitzugestalten und langfristig erfolgreich weiterzuentwickeln.

.2 Analyse des Geschäftsverlaufes des vergangenen Jahres, einschließlich des eschäftsergebnisses und der Lage des Unternehmens

er Umsatz verringerte sich im Vergleich zum außergewöhnlich starken Vorjahr um 8,7 %. Einerseits stellte das Vorjahr aufgrund einiger großvolumiger Projekte ein Ausnahmejahr dar, andererseits kam es im Projektgeschäft infolge wirtschaftlicher und regulatorischer Unsicherheiten teilweise zu Verschiebungen von Aufträgen, deren Umsetzung zu Beginn des euen Geschäftsjahres erfolgt.

Der Bereich Service & Wartung entwickelte sich hingegen weiterhin stetig positiv und sorgt für eine stabile Grundauslastung. Auslaufende Wartungsverträge konnten erfolgreich verlängert und zusätzlich neue Wartungs- bzw. Rahmenvertrag gesichert werden - vor allem im Bereich der E-Mobilität. Hierdurch wurden die kontinuierlichen Erträge in diesem Segment weiter gestärkt.

Der Mitarbeiterstand blieb mit 428 Beschäftigten auf dem Niveau des Vorjahres. Die leicht gestiegene Personalintensität resultiert aus dem genannten Ausbau der Service- und Wartungsleistungen. Der temporär rückläufige Materialeinsatz spiegelt dagegen die Verschiebungen im Projektgeschäft wider.

nsgesamt präsentiert sich KSW mit einer soliden organisatorischen Struktur, gesunden finanziellen Basis und einem Ergebnis im Rahmen der Erwartungen. Das Unternehmen ist damit gut aufgestellt, um im kommenden Geschäftsjahr von den sich wieder belebenden Marktaktivitäten zu profitieren.

.3 Analysen der finanziellen Leistungsindikatoren

.3.1 Ertragslage

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 2
ie Gesellschaft musste eine Verringerung des
■ Rohergebnis EBIT ■ Erg. n. Steuern
€ 60ohergebnisses von€52.930.930,65auf €
52,93 M € 51.87 M1.866.711,77 hinnehmen.
ufgrund desRückganges vonUmsatz und
ohergebnis ergabsicheineErhöhungder
ersonalkosten in Bezug zum Rohergebnis.
€ 40
as Ergebnis vor Steuern beträgt +9,25 % (VJ +13,48
) des Rohergebnisses, das Ergebnis nach Steuern
30
eträgt +7,10 % (VJ +10,40 %) des Rohergebnisses -
iese Positionen haben sich prozentuell im Vergleich
um Vorjahr verschlechtert.
as EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) beträgt €
.927.430,27 (VJ € 7.490.206,49).
ie Eigenkapitalrentabilität beträgt +24,52 % (VJ
44,96 %). Die Gesamtkapitalrentabilität beträgt
3,10 % (VJ 19,84 %).

.3.2 Vermögens- und Finanzlage

Vom Gesamtvermögen sind derzeit 8,5 % (VJ 6,6 %) im Anlagevermögen, 37,1 % (VJ 35,7 %) in den Vorräten und 43,5 % (VJ 54,3 %) in den Kundenforderungen investiert.

ie Finanzierung des Vermögens erfolgt zu 52,0 % (VJ 42,0 %) durch Eigenkapital, zu 17,8 % (VJ 8,3 %) durch Rückstellungen, zu 1,6 % (VJ 10,4 %) durch verzinsliche Bankverbindlichkeiten, und zu 28,6 % (VJ 29,3 %) durch unverzinsliche sonstige Verbindlichkeiten.

as Working Capital (Nettoumlaufvermögen) beträgt € 23.269.789,44 (VJ € 21.558.760,71). Es errechnet sich aus dem Saldo von kurzfristigem Umlaufvermögen abzüglich kurzfristigen Fremdkapitals.

ie Nettoverschuldung (verzinsliches Fremdkapital abzüglich flüssige Mittel) hat am Bilanzstichtag € 9.619,11 (VJ € 5.664.632,70) betragen.

Es liegt auf jeden Fall eine fristenkongruente Finanzierung vor: langfristig gebundenes Vermögen ist durch langfristiges Kapital finanziert.

ie Cash-Flow Berechnung nach der Praktikermethode (Gewinn zuzüglich Afa, Abfertigungs- und PensionsrückstellungHundHRücklagenbewegungen)HergibtHeinenHCashflowHinHHöheHvonH€H 4.738.626,76 (VJH€H6.493.786,60).

ieHGeldflussrechnungHergibtHeinenHNettogeldzuflussHinHHöheHvonHgesamtH€ +2.492.680,18 (VJH€ - 224.431,65). Dieser Gesamtbetrag kommt durch Addition der Teilbereiche: Nettogeldzufluss aus derHbetrieblichenHTätigkeitHinHHöheHvonH€ +7.393.244,30 (VJH€H+2.563.936,88), Nettogeldabfluss ausHderHInvestitionstätigkeitHinHHöheHvonH€H-1.440.487,86 (VJH€H-1.060.289,40) und einem ettogeldabflussHausHderHFinanzierungstätigkeitHinHHöheHvonH€H-3.460.076,26 (VJH€H-1.728.079,13) zustande.

.4 Analyse der nicht finanziellen Leistungsindikatoren

Die rasante technologische Entwicklung im Energiesektor und die steigenden Anforderungen an Sicherheit und Qualität erfordern eine konsequente Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. KSW investiert laufend in gezielte Schulungsmaßnahmen, die sich sowohl fachlich als auch wirtschaftlich deutlich bewährt haben.

Neben Spezialschulungen zur Installation und Wartung von E-Ladeinfrastruktur lag der Schwerpunkt im Berichtsjahr verstärkt auf der Weiterbildung im Bereich atteriespeichertechnologien. Ergänzend wird das Thema Energiemanagement und Systemintegration intensiv vorangetrieben, um die wachsende Nachfrage nach autarken, ernetzten Anlagenlösungen kompetent bedienen zu können. Das hohe technische Know-how und Engagement der Belegschaft zählen zu den zentralen Stärken des Unternehmens.

SW engagiert sich aktiv für Klimaschutz, Energieeffizienz und ein verantwortungsvolles Ressourcenmanagement. Ziel ist es, die CG₂-Bilanz der eigenen Geschäftstätigkeit kontinuierlich zu verbessern und den Eigenversorgungsgrad mit erneuerbarer Energie zu erhöhen. Die estehende Infrastruktur aus Photovoltaikanlagen zur Eigenstromerzeugung sowie Wärmepumpen für die effiziente Gebäudeheizung wurde weiter ausgebaut. Zusätzlich wird der Aufbau der hauseigenen E-Ladeparks schrittweise vorangetrieben, die in Kombination mit Batteriespeichersystemen einen hohen Grad an Energieautarkie sicherstellen. Die Ladesäulen im AC- (langsames Laden) und DC-Bereich (Schnellladen) stehen sowohl den betriebseigenen lektrofahrzeugen als auch externen Kundinnen und Kunden zur Verfügung.

m Bereich der Mobilität setzt das Unternehmen auf eine nachhaltige Flottenstrategie. Bei den Dienst- und Einsatzfahrzeugen wird großer Wert auf geringen Kraftstoffverbrauch gelegt - unter anderem durch Drehzahl- und Geschwindigkeitsbegrenzungen, die sowohl ökologisch als auch wirtschaftlich positive Effekte zeigen. Mit Beginn des Jahres 2025 wurden die betriebseigenen Tankstellen schrittweise auf den Einsatz von HVG (Hydrotreated Vegetable Gil) als nachhaltigerem Kraftstoff umgestellt. Auch bei externen Tankvorgängen wird die Nutzung von VG zunehmend forciert. Parallel dazu wird der Anteil an Elektrofahrzeugen im Fuhrpark kontinuierlich erhöht. Mitarbeiter haben zudem die Möglichkeit, vergünstigt E-Fahrräder („Firmenradl“) zu erwerben.

Die im eigenen Betrieb gesammelten Erfahrungen und Erfolgsmodelle im Bereich erneuerbarer nergien, Ladeinfrastruktur und Energiemanagement werden aktiv in die Beratung und Projektumsetzung für Kunden eingebracht - ein weiterer Schritt, um Nachhaltigkeit auch über die nternehmensgrenzen hinaus zu fördern und die Chancen neuer Technologien aktiv zu nutzen.

2. Risikobericht

Der österreichische Anlagen- und Industriesektor bleibt durch steigende Anforderungen an Qualität, Sicherheit und Nachhaltigkeit geprägt. Im Kerngeschäft (Retail-Tankstellenbau) verteidigt KSW seine starke Position durch hochwertige Ausführung, Zuverlässigkeit und angfristige Kundenbeziehungen. In den neuen Geschäftsfeldern (Industrieanlagenbau, E- Mobilität, ...) arbeitet das Unternehmen daran, seine Marktposition weiter auszubauen und strategisch zu sichern.

SW ist weiterhin stark auf einige große Mineralöl-/Energiegesellschaften fokussiert. Die Bonität dieser Großkunden wird derzeit als stabil eingeschätzt, sodass das Ausfallsrisiko gering bleibt. Eine gewisse Abhängigkeit besteht weiterhin, konnte jedoch in der Vergangenheit durch gezielte euaquisitionen verringert werden. Insgesamt bleibt das Kundenportfolio diversifiziert genug, um kurzfristige Ausfälle abzufedern.

Die Materialpreise entwickeln sich unterschiedlich: Batteriespeicher, PV-Module und Wechselrichter werden tendenziell günstiger, während Verrohrungs- und Elektrokomponenten stabil bis leicht steigend bleiben. KSW setzt auf strategischen Einkauf und langfristige Lieferverträge, um die Einkaufspreise niedrig zu halten, Kostenrisiken zu begrenzen und die Wettbewerbsfähigkeit sicherzustellen.

ie Verfügbarkeit qualifizierter Fachkräfte bleibt der wichtigste Produktionsfaktor und gleichzeitig ein zentrales Risiko. Der andauernde Fachkräftemangel in der Branche führt zu höheren Rekrutierungskosten und längeren Einarbeitungszeiten. KSW setzt auf eigene Ausbildungsmaßnahmen, interne Schulungen und die Weiterentwicklung bestehender Mitarbeiter, wodurch das Unternehmen seine stabile Fachkompetenz sicherstellt.

Für 2025 wird gemäß OeNB ein leichtes BIP-Wachstum von rund 0,2 % erwartet, während im Bauwesen ein moderates Wachstum von 0,4 % prognostiziert wird. Trotz dieser vorsichtigen Grundstimmung ist auf Kundenseite eine zunehmende Investitionsbereitschaft zu beobachten, insbesondere um Anlagen zukunftssicher zu gestalten, neue Vorschriften einzuhalten und neue Geschäftsfelder zu erschließen (E-Ladeparks, alternaative Kraftstoffe, ...). KSW begegnet diesen ntwicklungen durch eine breite Auftragsbasis, Diversifikation in Industrieprojekte und die gezielte Weiterentwicklung dieser Geschäftsfelder.

Neue Anforderungen im Bereich Sicherheit, Umwelt, Energieeffizienz sowie technische Entwicklungen stellen die Gesellschaft vor fortlaufende Anpassungsaufgaben. Bei Photovoltaikanlagen beispielsweise können künftig Einspeisebeschränkungen (Feed-In Limits) die Auslegung von Projekten beeinflussen. KSW begegnet diesen Neuerungen durch laufende Weiterbildung und gezielte Anpassung des Produkt- bzw. Leistungsportfolios, um die daraus esultierenden Chancen aktiv zu ergreifen und die Wettbewerbsfähigkeit zu stärken.

. Nachtragsbericht samt Prognosebericht

ür das Geschäftsjahr 2025/26 strebt KSW eine moderate, jedoch solide Weiterentwicklung an. Ausgehend von der Marktverankerung im bestehenden Geschäft erwarten wir, dass sich das Bestandssegment stabil behauptet, während wir gleichzeitig in den neuen Geschäftsfeldern weiter Marktanteile gewinnen.

Nach der Prognose des WIFO dürfte Österreichs Wirtschaft 2026 mit einem Wachstum von rund 1,2 % aus der Wirtschaftsflaute herausfinden. Die Oesterreichische Nationalbank

prognostiziert für dasselbe Jahr ein moderates Wachstum von +0,9 % gegenüber 2025. Diese Rahmenbedingungen bieten Potenzial für eine anziehende Investitionsdynamik.

Zugleich erwarten wir, dass viele Kunden - getrieben durch sich stetig ändernde gesetzliche sowie kundenseitige Anforderungen - bereits in 2025/26 verstärkt investieren, um ihre Anlagen zukunftssicher zu gestalten und Marktchancen zu nutzen.

n diesem Umfeld setzen wir folgende Erwartungen und Schwerpunkte:

• Umsatzwachstum: Wir planen, gegenüber 2024/25 einen Umsatzzuwachs im mittleren einstelligen Prozentbereich zu erreichen, getragen durch Projekte im Bestands- und Neugeschäft. • Margenentwicklung: Durch strategischen Einkauf, langfristige Lieferverträge und technologische Fortschritte streben wir stabile bis leicht verbesserte Margen an. • Investitionen & Kapazität: Wir investieren weiterhin gezielt in Personal, Schulung und Kapazitätsausbau in den Wachstumsfeldern, um Marktpotenziale zu realisieren. • Risikoposition: Externe Unsicherheiten - etwa geopolitische Entwicklungen, Energiepreisvolatilität, Inflation und regulatorische Änderungen - bleiben Bestandsrisiken. Vor diesem Hintergrund erfolgt die Planung konservativ und unter Berücksichtigung der Risiken.

nsgesamt sieht KSW 2025/26 als Jahr des strukturellen Übergangs. Wir erwarten ein moderates, aber nachhaltiges Wachstum, basierend auf einer stabilen Basis im Bestandsgeschäft und zunehmender Dynamik im Zukunftsgeschäft.

4. Forschungs- und Entwiicklungsbericht

SW arbeitet kontinuierlich an der Weiterentwicklung seiner Lösungen im Bereich Tankstellen-, nergie- und Ladeinfrastrukturtechnik. Ein Schwerpunkt liegt auf der engen Zusammenarbeit mit führenden Lieferanten von Kassensystemen und Tankautomaten, um zukunftssichere, den Marktbedürfnissen entsprechende Lösungen bereitzustellen.

Parallel werden Gesamtkonzepte für E-Ladeparks entwickelt, welche Photovoltaikanlagen und atteriespeicher integrieren - sowohl für öffentliche Ladeinfrastruktur als auch für betriebliche Anwendungen. Diese Lösungen vereinen Energieeffizienz, Autarkie und Wirtschaftlichkeit und stärken die Position von KSW als umfassender Systemanbieter im Bereich moderner Energie- und Tanktechnik.

. Niederlassungsbericht

eben dem Hauptsitz in Feldkirch ist KSW mit weiteren Niederlassungen in ganz Österreich vertreten: Biedermannsdorf, Weißkirchen, Graz, Lienz, Innsbruck und Klagenfurt. Diese Standorte ermöglichen eine regionale Nähe zu Kunden, effiziente Projektabwicklung und eine optimale Betreuung in allen Geschäftsbereichen.

Feldkirch, am 10.12.2025

Josef Schneider

Christopher Schneider,M.A.

Schneida

Marcel Schneider

DI (FH) Reinhard Bayer

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