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SAPURA JADE GMBH – LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2025
I. Geschäftsentwicklung
Die Sapura Jade GmbH („Sapura Jade“ oder „die Gesellschaft") wurde am 13. Dezember 2013 nach österreichischem Recht gegründet. Die Gesellschaft ist Teil eines 50/50 Joint Venture zwischen Paratus Seabras UK Limited mit Sitz im Vereinigten Königreich und Sapura Offshore Sdn. Bhd. mit Sitz in Malaysia. Der Unternehmensgegenstand besteht aus der Vermietung von Rohrverlegungsschiffen, die PLSVs - Pipe Laying Support Vessels – genannt werden.
Die Gesellschaft ist Eigner eines Schiffes mit dem Namen Sapura Jade, das für die Verbindung von Erdölbohrungen mit Sammelrohren sowie OI- und Gasproduktionseinheiten, genannt FPSOs (schwimmende Verarbeitungs-, Speicherungs- und Uberladeeinrichtung), zuständig ist.
Das Schiff ist 30m breit und 146m lang und verfügt über einen 60m hohen vertikalen Lay-Aufsatz. Die beiden Karusselle bieten Stauraum für bis zu viertausend Tonnen flexibler Rohre und Kabel für den Betrieb. Das Schiff verfügt außerdem über zwei ROVs - Remotely Operated Vehicles (ferngesteuerte Unterwasserfahrzeuge) – die für das Rangieren Unterwasser zuständig sind.
Im Februar 2016 begann Sapura Jade mit den Charteraktivitäten im Rahmen einer Vereinbarung mit Petrobras – Petróleo Brasileiro S.A. Dieser Chartervertrag, der für den Betrieb in Brasilien vorgesehen ist, hat eine Laufzeit von 8 Jahren und endet im April 2024. Anschließend schloss das Unternehmen einen kurzfristigen Vertrag auf dem Spotmarkt bis Juni 2024 ab und begann dann im Juli 2024 mit neuen Charteraktivitäten im Rahmen einer Vereinbarung mit Petrobras – Petróleo Brasileiro S.A. Diese Chartervereinbarung hat ebenfalls eine Laufzeit von 3 Jahren für den Betrieb in Brasilien und endet voraussichtlich im Juli 2027. Der neue Chartervertrag weist aufgrund einer verbesserten Tagesrate eine höhere Marge auf und wird voraussichtlich zu einem nachhaltigen Umsatzwachstum beitragen.
II. Lage der Gesellschaft
a) Vermögenslage:
Das Eigenkapital der Gesellschaft beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 38.026 (2024 TEUR 43.565). Die Eigenkapitalquote per 31. Dezember 2025 beträgt 17,44% (2024 17,41%).
b) Ertragslage:
Der im Geschäftsjahr 2025 erzielte Jahresüberschuss beträgt TEUR 38.015 (2024 TEUR 43.554).
c) Finanzlage:
Der Finanzmittelbestand beträgt TEUR 2.985 (2024 TEUR 49).
Der Netto-Geldfluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit, berechnet nach der Praktikermethode, [Jahresüberschuss + Abschreibungen] ist mit TEUR 50.839 positiv.
III. Die voraussichtliche Entwicklung der Gesellschaft
Aufgrund der langfristigen Vermietung geht die Gesellschaft bei konstanten FX-Kursen (EUR-USD) von konstanten Umsatzerlösen und einem positiven Betriebsergebnis aus. Wir verweisen in dieser Hinsicht auf die Ausführungen unter I. Geschäftsentwicklung. Auf Basis des neuen Chartervertrags mit attraktiven Margen wird ab 2026 ein nachhaltig positives Betriebsergebnis erwartet.
IV. Forschung und Entwicklung
Derzeit werden keine Tätigkeiten in Forschung und Entwicklung durchgeführt.
V. Risikoberichterstattung
Die Hauptrisiken der Gesellschaft sind:
Finanzielle Risikofaktoren
Das Risikomanagement wird von der Finanzabteilung (treasury) der Sapura Gruppe, mit dem Mutterunternehmen Sapura Navegação Marítima, gemäß den durch den Vorstand (Board of Officers) genehmigten Richtlinien durchgeführt. Die Finanzabteilung identifiziert, bewertet und schützt die Gesellschaft gegen etwaige finanzielle Risiken. Der Vorstand (Board of Officers) legt die Prinzipien für das globale Risikomanagement sowie für andere spezifische Bereiche, wie Währungsrisiko, Zinsrisiko, Kreditrisiko, Verwendung von derivativen Finanzinstrumenten sowie Anlage von Liquiditätsüberschüssen, schriftlich fest.
(a) Währungsrisiko
Die Gesellschaft ist prinzipiell keinem relevanten operativen Währungsrisiko ausgesetzt, da ihre betrieblichen Tätigkeiten hauptsächlich in US-Dollars denominiert sind. Aufgrund der Denominierung des Jahresabschlusses in Euro kommt es regelmäßig zu FX-Veränderungen. Das Währungsrisiko wird im Rahmen der laufenden Risikobewertung regelmäßig überprüft. Die Geschäftsführung beobachtet die Entwicklung aufmerksam und wird bei Bedarf geeignete Maßnahmen zur Risikominimierung ergreifen.
(b) Kreditrisiko
Das Kreditrisiko wird auf Konzernbasis gesteuert. Das Kreditrisiko entsteht aus Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten, derivativen Finanzinstrumenten und Einlagen bei Banken und anderen Finanzinstituten, wie auch Kreditengagements gegenüber dem Kunden, einschließlich ausständiger Forderungen. Für Banken und andere Finanzinstitute gilt, dass nur unabhängig bewertete Parteien mit einem Rating von zumindest „A" gemäß der Standard and Poor's Bewertungsskala akzeptiert werden.
Aufgrund der betrieblichen Leistung der Gesellschaft und Erfüllung des mit ihrem Kunden abgeschlossenen Vertrags wurde es zum 31. Dezember 2025 als gering / vernachlässigbar bewertet.
(c)
Zinsrisiko
Die Gesellschaft verfügt über keine nennenswerten verzinslichen Vermögenswerte.
Das Zinsrisiko der Gesellschaft entsteht aus konzerninternen Darlehen. Die Darlehen und Finanzierungen zu festen Zinssätzen setzen die Gesellschaft dem mit dem Zinssatz einhergehenden Marktwertrisiko aus.
(d) Liquiditätsrisiko
Aufgrund der zeitlichen bzw. volumenmäßigen Entkopplung zwischen geschätzten Eingängen und Zahlungen, trägt die Gesellschaft ein Risiko nicht über ausreichende Nettobeträge zu verfügen, um ihre finanziellen Verpflichtungen zu erfüllen.
Zur Steuerung der Barliquidität werden Voraussetzungen für zukünftige Ausgaben und Einkünfte durch die Finanzabteilung (treasury) der Sapura Gruppe festgelegt und täglich überprüft.
Hinsichtlich der Verbindlichkeiten der Gesellschaft gegenüber verbundenen Unternehmen geht die Gesellschaft davon aus, dass es keine Liquiditätsprobleme geben wird und die Zahlung in Ubereinstimmung mit Barmitteläquivalenten erfolgt, wobei bei Bedarf die Unterstützung des Konzerns berücksichtigt wird.
(e) Kapitalmanagement
Die Gesellschaft fördert das Kapitalmanagement durch Regeln, welche qualitative Richtlinien festlegen, und mit den quantitativen Parametern übereinstimmen, die deren effektive Erfüllung zum Ziel haben.
Die Ziele, die die Gesellschaft mit ihrem Kapitalmanagement verfolgt, bestehen darin, zusätzlich zur Wahrung einer idealen Kapitalstruktur zwecks Reduktion solcher Kosten die fortwährende Fähigkeit der Gesellschaft sicherzustellen, den Anteilseignern eine Rendite anzubieten und etwaigen anderen Stakeholdern Leistungen (benefits) anzubieten.
Zur Wahrung bzw. Anpassung der Kapitalstruktur der Gesellschaft kann die Geschäftsleitung die Ausschüttungspolitik überarbeiten, das Kapital den Anteilseignern zurückstellen oder auch neue Anteile ausgeben oder Vermögenswerte veräußern, um beispielsweise den Grad der Verschuldung zu reduzieren, bzw. falls die Zustimmung der Anteilseigner erforderlich ist, kann die Geschäftsleitung diesbezüglich Vorschläge bringen.
Im Geschäftsjahr 2025 gab es keine Anderungen hinsichtlich der Zwecke, Regeln oder Abläufe.
(f) Finanzrisikomanagement
Das Risikomanagement findet Anwendung in der Praxis, steuert die Transaktionen und erfordert die Diversifizierung von Transaktionen und entsprechenden Darlehen. Demgemäß werden die Finanzrisiken nach ihrer Art und allgemeinen Lage regelmäßig durch die Finanzabteilung überwacht und verwaltet, um die Ergebnisse und finanziellen Auswirkungen in den Geldfluss zu bewerten.
(g) Steuerliche Risiken
Laufende Ertragsteueransprüche und -verbindlichkeiten werden mit dem voraussichtlichen Betrag bewertet, der von den Steuerbehörden zurückgefordert bzw. an diese abgeführt wird. Die zur Berechnung des Betrags verwendeten Steuersätze und Steuergesetze entsprechen den zum Bilanzstichtag geltenden bzw. im Wesentlichen geltenden Gesetzen der Länder, in denen der Konzern tätig ist und steuerpflichtiges Einkommen erzielt.
Die Gesellschaft ist seit dem Geschäftsjahr 2014 Mitglied der körperschaftsteuerlichen Organschaft der Seabras Sapura Holding GmbH (als Großelterngesellschaft und Organträger).
Im Rahmen einer Betriebsprüfung für die Jahre 2013 bis 2018 stellte das Finanzamt fest, dass die von den Schifffahrtsgesellschaften in diesem Zeitraum erbrachten Leistungen als einheitliche betriebliche Leistung zu klassifizieren gewesen wären und dass die einschlägigen Bestimmungen des internationalen Steuerabkommens zwischen Brasilien und Osterreich entsprechend zu berücksichtigen seien, sofern in Brasilien eine Betriebsstätte bestand.
Aufgrund dieser Feststellung wurden die Körperschaftsteuern für die Unternehmensgruppe ab 2019 nach dem Betriebsstättenkonzept berechnet, und nur die den österreichischen Niederlassungen zuzurechnenden Einkünfte unterlagen der österreichischen Besteuerung.
Die Geschäftsführung hat sich intensiv mit dieser Frage auseinandergesetzt und sich umfassend beraten lassen. Sie geht davon aus, dass das Finanzamt auch in der nächsten Betriebsprüfung der in der abgeschlossenen Betriebsprüfung dargelegten Auffassung folgen und das Betriebsstättenkonzept unter vergleichbaren Umständen akzeptieren wird. Daher schätzt die Geschäftsführung das Steuerrisiko als gering ein.
VI. Zweigniederlassungen
Es existieren keine Zweigniederlassungen der Gesellschaft.
VII. Nicht finanzielle Leistungsindikatoren
Hinsichtlich der Stellungnahme zu § 243 Abs 5 UGB und den darin angeführten nicht-finanziellen Leistungsindikatoren geben wir an, dass im Unternehmen keine Mitarbeiter beschäftigt werden.
Sapura als Gruppe ist stets bemüht die Abfall- und Kohlenstoffemissionen sowie von Energie-, Wasser- und Papierverbrauch zu verringern. Die Gruppe strebt nach einer kontinuierlichen Verbesserung der Effizienz und Effektivität ihrer Ressourcen, beispielsweise indem Lösungsansätze bezüglich des Druckens eingeführt werden, dadurch zielt die Gruppe eine Reduktion des Jahrespapierverbrauchs. Unsere Quality Health Safety and Environment Abteilung (Qualität Gesundheit Sicherheit und Umwelt) kontrolliert und analysiert die Abfall- und atmosphärischen Emissionen jedes Schiffs anhand von nicht finanziellen Leistungsindikatoren, um die Umweltmanagementmaßnahmen der Gruppe dementsprechend zu gewährleisten bzw zu optimieren.
Kennzahlen zur atmosphärischen Emissionsanalyse und Abfall Recycling:
Atmosphärische Emissionsanalyse
| 2025 | 2024 | |
|---|---|---|
| Diesel Oil Consumption (m3) | 7.852,97 | 7.311,53 |
| CO2 (t) | 21.153,20 | 19.694,75 |
| CH4 (t) | 1,18 | |
| N20 (t) | 8,64 | |
| CO2eq (t) | 23.756,85 | 22.118,89 |
| Hinweis: CO2 eq beinhaltet CH4. N20, Nox und Sox |
Sapura Jade / Abfall Recycling
| Behandlungs | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| anteil | Referenzbeträge | ||||
| Abfallindiz Regionen | Versorgung | (%) | |||
| 2025 2024 | |||||
| Restmüll | Industrial Land-Class II 100% 100% | NA | |||
| Wiederverwendung | |||||
| Holz | (Industriofen) | 100% 100% | 100% | ||
| Santos Becken - | |||||
| Metall SP | Recycling | 100% | 100% | 85% | |
| Papier / Karton | Recycling | 100% | 100% | 85% | |
| Plastik | Recycling | 100% | 100% | 85% | |
| Glas | Recycling | 100% | 100% | 100% | |
| Restmüll | Industrial Land-ClassII 100% | 100% | NA | ||
| Wiederverwendung | |||||
| Metall | (Industriofen) | 100% | 100% | 100% | |
| Campos Becken - | |||||
| Metall RJ | Recycling | 100% | 100% | 85% | |
| Papier / Karton | Recycling | 100% | 100% | 85% | |
| Plastik | Recycling | 100% | 100% | 85% | |
| Glas | Recycling | 100% | 100% | 100% | |
| Restmüll | Industrial Land - Class II 100% | NA | NA | ||
| Wiederverwendung | |||||
| Holz | (Industriofen) | 100% | NA | 100% | |
| Campos Becken - | |||||
| Metall ES, BA | Recycling | 100% | NA | 15% | |
| Papier / Karton | Recycling | 100% | NA | 85% | |
| Plastik | Recycling | 100% | NA | 15% | |
| Glas | Recycling | 100% | NA | 100% | |
Hinweis: gewisse Regionen stellten keine richtigen Recyclingmaßnahmen zur Verfügung, wodurch die Recyclingentsorgung einiger Abfälle nicht ermöglicht wurde.
Wien, am 30. Juli 2026
Geschäftsführer
| Intyr | pister |
|---|
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