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L A G E B E R I C H T
zum Jahresabschluss 31. Dezember 2025
GESCHÄFTSVERLAUF und LAGE DES UNTERNEHMENS
Das Jahr 2025 entwickelte sich nach einem positiven Jahresbeginn zu einem der wirtschaftlich herausforderndsten Jahre des Unternehmens. Während das erste Halbjahr noch von stabilen Umsätzen geprägt war, führte die zurückhaltende Marktdynamik in der zweiten Jahreshälfte zu einem deutlichen Rückgang der Auftragseingänge. Hauptursachen waren fehlende Förderungen in Österreich sowie verzögerte Förderfreigaben in Deutschland, wodurch zahlreiche Projekte verschoben oder nicht realisiert wurden. Um dieser Entwicklung Rechnung zu tragen, wurde bereits Mitte des Jahres mit der Implementierung eines strikten Kostensenkungsprogrammes begonnen.
Das ganze Jahr über haben wir an unseren Mediumrohr-Produktionslinien gearbeitet. Der Aufwand, der notwendig ist alle Dimensionen zu einer serienreifen Produktion zu führen, stellte sich weiterhin als herausfordernd dar. Viele Themen der letzten Jahre wurden gelöst und die entsprechenden Investitionen getätigt, um Schritt für Schritt zu einer finalen serienreifen Produktion zu finden.
Gedämmte Rohrsysteme mit Stahlmediumrohr (KMR)
Im österreichischen Markt setzte sich der rückläufige Trend des KMR-Segments fort. Fehlende Förderungen für den Kesseltausch hemmten neue Projekte, während die Aussicht auf zukünftige Fördermöglichkeiten ab 2026 potenzielle Kunden zusätzlich veranlasste, Investitionsentscheidungen aufzuschieben. Das erste Halbjahr verlief budgetnah, jedoch gingen die Auftragseingänge im weiteren Jahresverlauf deutlich zurück. Besonders hervorzuheben ist die nahezu vollständige Belieferung der Wiener Netze ab Anfang 2025 sowie mehrere erfolgreich gewonnene Ausschreibungen. Dennoch wurde das ursprünglich ausgeschriebene Vergabevolumen nur zu etwa 2,5 Mio. Euro abgerufen. Insgesamt lag der Umsatz des KMR-Segments mit 13,6 Mio. Euro deutlich unter dem Budget (17,2 Mio. Euro) und auch unter dem Vorjahreswert (14,3 Mio. Euro).
Gedämmte Rohrsysteme mit Kunststoffmediumrohr (Flex)
Im österreichischen Markt blieb die Nachfrage 2025 weiterhin verhalten. Die Gründe lagen im niedrigen Niveau des Wohnbaus sowie in fehlenden Förderungen für den Kesseltausch. Der Umsatz belief sich auf etwa 1,9 Mio. Euro und lag damit auf einem ähnlich niedrigen Niveau wie 2024. In Deutschland wirkte sich die Umstellung des Fördersystems massiv aus: während 2024 Projekte bereits nach der Antragstellung begonnen werden konnten, war 2025 erst die Förderfreigabe abzuwarten. Diese erfolgte erst im November, wodurch die Marktdynamik über 12 bis 13 Monate stark eingeschränkt war. Der Export entwickelte sich insgesamt im Rahmen der Erwartungen, wobei kleinere Partner einen steigenden Beitrag zum Gesamtumsatz leisteten.
RK Infra Romania S.R.L., Rumänien
Kurz vor Jahresende 2025 wurden die 10%-Anteile des Geschäftsführers Silviu Toma, welcher krankheitsbedingt aus dem Unternehmen ausschied, von RK Infra GesmbH übernommen, die nunmehr 90% der Anteile an der rumänischen Gesellschaft hält. Die Geschäftsführung wurde nunmehr in Alleinvertretung von Dominik Eckinger übernommen.
Das Folgeprojekt Radet Bukarest, der Hauptumsatzträger der letzten zwei Jahre wurde leider aus preislichen Gründen an die Konkurrenz verloren. Der Umsatz, und auch das Ergebnis, 2025 war also auch in Rumänien wesentlich schlechter als im Vorjahr und auch als budgetiert.
Fibron Pipe GesmbH
2025 war für die Fibron Pipe GesmbH ein herausforderndes Jahr. Die Umsätze im Bereich des Rohrverkaufes waren weiter rückläufig. Es konnte auch kein MLA (Machine Licence Agreement) abgeschlossen werden. Auch für 2026 sehen wir für Fibron ein weiteres herausforderndes Jahr, obwohl Gespräche mit mehreren Interessenten an einem MLA Geschäft laufen.
EXTERNE AUDITIERUNG
Im Jahr 2025 hatten wir, alljährlich wiederholend, diverse Audits von externen Auditierungsund Zertifizierungsstellen.
Diese sind:
| ISO 9001 | Qualitätsmanagementsystem |
|---|---|
| ISO 14001 | Umweltmanagementsystem |
| ISO 45001 | Arbeitsschutzmanagementsystem |
| EHP 001 | Produkt- und Produktionszertifizierung KMR-Produkte |
| Ofi ZG200-1 | Produkt- und Produktionszertifizierung Heat Flex Produkte weltweit |
| Ofi ZG200-2 | Produkt- und Produktionszertifizierung faserarmierte Flex Produkte |
| weltweit | |
| CSBat | Produkt- und Produktionszertifizierung Flex für Frankreich |
| KIWA | Produkt- und Produktionszertifizierung Flex für Holland |
Bestehende Zertifikate aus 2024, ohne Audit im Jahr 2025
| AGFW FW605 | RK als zertifizierter Anbieter von Montagepersonal |
|---|---|
| AGFW FW603 | Montagepersonal persönlich: Erneuerung bei der kompletten Mannschaft |
FINANZIELLE LEISTUNGSINDIKATOREN
Die nachfolgend dargestellten Kennzahlen sollen einen besseren Einblick in die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft geben:
Kapitalflussrechnung:
| Cash Flow aus Betriebstätigkeit | -4.499 TEUR (VJ -256 TEUR) |
|---|---|
| Cash Flow aus Investitionstätigkeit | -1.093 TEUR (VJ -7 113 TEUR) |
| Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit (ohne Zinszahlungen) 3.079 TEUR (VJ 9.884 TEUR) | |
| Eigenkapitalquote1 : | 45,74% (VJ 56,52%) |
| EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern): | -6.053 TEUR (VJ -304 TEUR) |
| Eigenkapitalrentabilität2 : | -29,94% (VJ -6,13%) |
| Gesamtkapitalrentabilität3 : | -15,38% (VJ -2,93%) |
¹ 1 Eigenkapital / Bilanzsumme
² 2 Jahresüberschuss/-fehlbetrag / durchschnittliches Eigenkapital
³ 3 Jahresergebnis / durchschnittliche Bilanzsumme
RISIKEN
Das Bonitätsrisiko der Grundgeschäfte ist durch eine Kreditversicherung weitgehend abgesichert. Wo es notwendig ist, sind kundenbezogene ergänzende Sicherstellungen über Bankgarantien organisiert. Konkreten Einbringungsrisiken wird mit Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen.
Das Währungsrisiko ist geringfügig, da sowohl Eingangs- als auch Ausgangsrechnungen überwiegend in EURO akzeptiert bzw. erstellt werden.
Zur Steuerung des Liquiditätsrisikos wird eine Finanzplanung geführt, die in regelmäßigen Abständen revolvierend erstellt wird. Es bestehen langfristig rückzahlbare Bankkredite, welche durch Haftungszusagen der Konzernmutter abgesichert sind. Zum Halbjahr ist die Liquiditätssituation insbesondere aufgrund planmäßiger Tilgungen zwar vorübergehend angespannt. Gleichzeitig entwickelten sich die Umsätze in den ersten fünf Monaten 2026 deutlich über Budget, sodass auf Basis der aktuellen Geschäftsentwicklung sichergestellt ist, dass die Gesellschaft über ausreichende Liquidität verfügt, um ihre fälligen Verpflichtungen termingerecht zu erfüllen.
Zur Absicherung von Risken durch Zinsschwankungen hat die Gesellschaft für den größten Bankkredit zeitlich hintereinander wirkende Sicherungsgeschäfte (Derivate) abgeschlossen.
Durch die Geopolitische Lage im Nahen Osten haben wir bis Mitte des Jahres Kostensteigerungen im Rohmaterial von rund 8,5% auf Verkaufspreise in mehreren Schritten erhalten. Hier haben wir bereits ab Mai entsprechende Preissteigerungen an unsere Kunden weitergegeben. Derzeit sind für die nächsten Wochen stabile Rohmaterialpreise von unseren Lieferanten angekündigt. Die Entwicklung ab August ist jedoch noch abzuwarten.
Die durch die Inflation gestiegenen Lohn- und Gehaltskosten in den letzten Jahren stellen mittlerweile eine nicht unwesentliche Herausforderung dar. Nachdem alle unsere Mitbewerber die Formteile nicht, oder weitgehend nicht, in Österreich produzieren, haben wir hier einen klaren Wettbewerbsnachteil.
ZWEIGNIEDERLASSUNGEN
Es bestehen keine Zweigniederlassungen.
FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG
Flex-Rohre
Technische Weiterentwicklung
Die kritischen Themen der Mediumrohrproduktion aus dem Jahr 2024 wurden 2025 analytisch untersucht und behoben. Dazu zählten insbesondere die Haftung zwischen den einzelnen Schichten, die homogene Vermischung der Komponenten wie Stabilisatoren und Antioxidantien sowie die gleichmäßige PE-X-Vernetzung.
Investitionen in Qualitätssicherung
Zur Unterstützung dieser Verbesserungen wurde in erweiterte Anlagentechnik sowie in zusätzliche Prüfeinrichtungen und Prüfmittel investiert.
Entwicklungsschwerpunkt 2025
Im Jahr 2025 lag der Schwerpunkt darauf, die geforderte hohe Qualität in der Serienproduktion des gesamten, breit gefächerten Produktportfolios sicherzustellen.
Erweiterung des Produktportfolios
Im letzten Quartal 2025 erweiterten wir unsere Produktpalette gedämmter Rohrsysteme um die Produktgruppe Freezeflex (gedämmte PE-Trinkwasserleitung mit Begleitheizung). Damit wurde ein wichtiger Schritt im internationalen Markt gesetzt, da auf dieser Basis das erste große Projekt zur Trinkwasserversorgung in Südkorea umgesetzt wurde.
KMR
Entwicklungsschwerpunkt 2025
Im Jahr 2025 lag die Entwicklung des Produktportfolios im Bereich der starren Rohrsysteme auf Kunststoffmediumrohren, insbesondere auf PP-R-Mediumrohren.
• Lösungen für Rohre und Formteile • Lösungen für Absperrschieber
VORSCHAU UND PROGNOSE
Allgemeine Markteinschätzung
Die geopolitische Lage, insbesondere die Entwicklungen im Nahen Osten, sorgt für Unsicherheiten hinsichtlich Lieferketten und Rohstoffpreisen. Erste Hinweise deuten auf Preisanstiege hin, wenngleich noch keine unmittelbaren Versorgungsengpässe bestehen. Diese Unsicherheiten sind in zukünftigen Planungen zu berücksichtigen.
Die ersten Monate des Jahres 2026 zeigen bereits eine sehr erfreuliche Geschäftsentwicklung. Auf Basis der aktuellen Einschätzung wird davon ausgegangen, dass sich dieser positive Trend im weiteren Jahresverlauf fortsetzt und ein EBITDA im Rahmen des Budgets erreicht werden kann.
Ausblick KMR
Seit 2025 besteht die Möglichkeit, die Wiener Netze nahezu vollständig zu beliefern, und die Belieferung läuft stabil. Der Rahmenvertrag mit der Linz AG umfasst ein Volumen von etwa 12 Mio. Euro über drei Jahre. Das Projekt Lustenau soll 2026 deutlicher voranschreiten, Für das Jahr 2026 wird ein Budget von 15 Mio. Euro angenommen, was einem geplanten Wachstum von rund 10 % entspricht.
Ausblick Flex-Produkte
Für Deutschland wird nach dem schwachen Jahr 2025 wieder eine positive Marktentwicklung erwartet. Auch im Export wird ein stabiles Wachstum prognostiziert. Das Exportbudget beträgt 19,8 Mio. Euro, was einem Zuwachs von 15 % gegenüber 2025 entspricht.
st. valentin, 24.06.2026
RK Infra GesmbH
Wald Kenmor
Ing. Gerald Wedl Geschäftsführer
Mag. Andreas Obermayer | Geschäftsführer