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Lagebericht 2025

Weber Beton Logistik GmbH

Original-PDF

Stichtag 31. Dez. 2025 · Eingereicht am 25. Sep. 2026

Inhaltsverzeichnis

1. Wirtschaftsbericht

1.1 Rahmenbedingungen

Die Weber Beton Logistik GmbH ist ein spezialisierter Logistikbetrieb rund um den Baustoff Beton. Sowohl der Materialtransport, die Lieferung von Frischbeton und der Einbau von Beton mittels Autobetonpumpen und seit 2021 die Produktion von Frischbeton zählen zu den Geschäftsfeldern des Unternehmens.

Die Geschäftstätigkeit ist somit in das Umfeld der Bauwirtschaft eingebunden, wobei das Engagement im Tiefbau/Infrastruktur überwiegt.

Die Konjunktur in der Bauwirtschaft war zweigeteil in die Bereiche Hochbau und Tiefbau. Während sich im Bereich Hochbau die Nachfrage auf niedrigem Niveau stabilisiert hat, wies der Bereich Tiefbau eine Steigerung der Nachfrage um 2,3 % auf. Im Raum Tirol konnten die Auslastung durch die Fortführung von Baulosen beim Brenner Basis Tunnel gehalten werden. In den Bundesländern Niederösterreich und Steiermark ist die Auslastung aufgrund des Semmering-Basis-Tunnels stabil. In Wien und Salzburg konnte aufgrund von Infrastruktur-Projekten die Auslastung gegenüber dem Vorjahr beibehalten werden.

Im Jahr 2025 gab es keine ungewöhnlichen Veränderungen bei den Roh- und Betriebsstoffpreisen. Die Kosten für Arbeit und die Zinsbelastung haben sich auf hohem Niveau stabilisiert. Im Berichtsjahr ist es teilweise gelungen, die Preissteigerungen an die Kunden weiterzugeben.

Das Wirtschaftsförderungsinstitut WIFO prognostiziert für das Jahr 2026 keine Trendwende in der Baubranche insgesamt. Die Talsohle im Bereich Hochbau dürfte 2026 durchschritten werden. Die Prognose für den Tiefbau ist weiterhin leicht positiv. Die Entwicklung innerhalb der Weber-Gruppe zeigt ein ähnliches Bild bei der Umsatzentwicklung. Die Auftragslage ist aufgrund der Infrastrukturprojekte ausreichend. Die Umsätze aus dem Bereich Betonpumpen und Transporte ist gegenüber dem Vorjahr gleich geblieben. Umsatzrückgänge sind im Bereich Betonproduktion zu verzeichnen. Dies ist auf den Fortschritt einzelner Großbaustellen zurückzuführen.

1.2 Geschäftsverlauf im Bereich Betonpumpen

Die Weber Beton Logistik GmbH betreibt in Westösterreich und im Großraum Wien einen klassischen Betonpumpendienst mit Autobetonpumpen jeder Mastlänge. Das Unternehmen hat im Bereich der Großmastpumpen eine Alleinstellung in Österreich.

Die Umsätze im Bereich der Betonpumpen sind im Jahr 2025 gegenüber dem Vorjahr gleich geblieben aufgrund der anhaltenden Konjunkturschwäche im Hochbau. Das Geschäftsfeld hat einen Anteil von 4 % am Gesamtumsatz (VJ: 4 %)

Der Transport von Frischbeton vom stationären Betonwerk zur Baustelle gehört traditionell zur Kernkompetenz der Firma Weber.

Vermehrt kommen Fahrmischer auf Großbaustellen im Tiefbau zum Einsatz. Diese Baustellen weisen baufortschrittsbedingte Auslastungsschwankungen auf. Phasen mit doppelschichtigem Fahrbetrieb erzielen entsprechend bessere Umsätze und Deckungsbeiträge. Im Jahr 2025 reduzierte sich der Umsatz um rund 0,5 Mio. Euro. Der Anteil dieses Geschäftsfeldes liegt bei 26 % am Gesamtumsatz (VJ: 24 %).

1.4 Materialtransport

Zum Materialtransport zählen das Liefern von Kies und Zement zu den Mischanlagen und der Abtransport von Aushubmaterial. Während der Materialtransport bei den stationären Betonwerken eine untergeordnete Rolle spielt, konnte bei den Großbaustellen regelmäßig die gesamte Logistik lukriert werden. Bauablaufbedingt unterliegt dieser Bereich starken Schwankungen. Der gestiegene Umsatz ist auf eine Ausweitung des Zementtransportes in Tirol zurückzuführen. Der relative Anteil des Materialtransportes am Gesamterlös beträgt rund 26 % (VJ: 22 %).

1.5 Produktion von Beton und Kies

Der Produktionsstandort für Kies in Absdorf hat im Jahr 2024 seine Tätigkeit beendet, da das Kiesvorkommen erschöpft ist. Die gewonnenen Sand- und Kiessorten werden nun für die eigene Betonproduktion verwendet. Die Produktion von Frischbeton mit stationären und mobilen Betonwerken ist 2025 um 30 % gesunken. Dies ist auf den Baufortschritt bei Baulosen in Wien und Salzburg zurückzuführen. Gemeinsam erwirtschaften diese Segmente 34 % vom Gesamtumsatz (VJ: 40 %).

1.6 Investitionen

Im Wirtschaftsjahr 2025 wurde neben den gewöhnlichen Investitionen auch Anschaffungen Grundstückseinrichtungen sowie eine Elektroladesäule getätigt. Die Anlagenzugänge in der Weber Beton Logistik GmbH betrafen zu 1 % Fahrzeuge, zu 1 % Betriebs- und Geschäftsausstattung, zu 59 % maschinelle Anlagen und geringwertige Wirtschaftsgüter, zu 37 % Grundstücke und Grundstückseinrichtungen sowie zu 2 % EDV-Anlagen und Software.

1.7 Ergebnis

Das Ergebnis der Weber Beton Logistik GmbH ist gegenüber dem Vorjahr neuerlich gesunken. Dies ist überwiegend auf die unzureichende Auslastung der Fahrmischer im Bereich der stationären Betonwerke in Wien und Niederösterreich zurückzuführen. Zudem konnte mit dem Abbau von Kies nicht begonnen werden, da Einsprüche von Anrainern noch zur Entscheidung beim Landesverwaltungsgerichtshofes verhandelt wurden.

Wesentliche Faktoren für die Verschlechterung der Ertragslage waren der Umsatzrückgang um rund 9 Mio Euro in der Sparte Betonproduktion. Dieser Rückgang ist auf die geringere Produktionsmenge

zurückzuführen, und ist somit auch im Rückgang des Materialaufwandes gespiegelt. Die Fixkosten der Betonproduktion (Personal und Produktionsanlagen) konnten nicht gesenkt werden, sodass deren Gewicht zur Verschlechterung der Ertragslage beigetragen haben.

Zudem musste im Jahresabschluss Vorsorge getroffen werden für drohende Verluste auf der Baustelle "Ausbau der U2 in Wien Stationen 17-21" in Höhe von rd. 508.000,00 Euro. Weiters musste eine erhebliche Zuführung zur Einzelwertberichtigung in Höhe von rd. 674.000,00 Euro erfasst werden.

2. Nachtragsbericht

Im Juli 2026 wurden die beiden stationären Betonwerke in Wien, 2. Molostraße 4, verkauft. Dadurch konnten stille Reserven aufgedeckt und die Liquidität unterstützt werden. Die schlechte Auslastung der Fahrmischer im Raum Wien kann in der Folge eingedämmt werden, da die Transporte von Frischbeton mit dem neuen Eigentümer und Betreiber koordiniert werden.

Zwischen Bilanzstichtag und Tag der Unterzeichnung des Jahresabschlusses sind weder auf der Beschaffungsseite, noch auf der Absatzseite wesentliche Veränderungen eingetreten. Im Bereich Tiefbau ist die Auslastung unverändert auf hohem Niveau, da diese Bauvorhaben in der Regel langfristigen Charakter haben und weiterhin Infrastrukturprojekte in die bauliche Umsetzungsphase kommen.

3. Forschung und Entwicklung

Im Berichtsjahr wurden keine Forschung- und Entwicklungsprojekte durchgeführt.

4. Mitarbeiter

Die Weber Beton Logistik GmbH beschäftigte 2025 durchschnittlich 448 Mitarbeiter inklusive Lehrlinge (2024: 462). Die Personalstatistik zeigt folgende Verteilung nach Arbeiter/Angestellte, nach Herkunft und nach Altersstruktur:

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 3
2025in %2024in %
davon Arbeiter382,9285,4%392,6785,1%
davon Angestellte65,2514,6%67,5014,6%
davon Lehrlinge0,000,0%1,500,3%
aktive Dienstnehmer448,17461,67
2025in %2024in %
davon aus EU-Länder349,9278,1%351,0876,0%
davon Inländer745816,6%86,2518,7%
davon aus Drittländer23,675,3%24,425,3%
aktive Dienstnehmer448,17461,75
2025in %2024in %
davon unter 30 Jahre65,5114,6%77,9116,9%
davon zw. 30 und 50 Jahren224,3350,1%242,5952,5%
davon über 50 Jahre158,3335,3%141,2430,6%
aktive Dienstnehmer448,17461,74

Für die Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter werden teilweise externe Bildungsinstitute herangezogen. Unternehmensspezifische Einschulungen erfolgen in einem Bodysystem, bei dem dem auszubildenden Mitarbeiter ein erfahrener Mitarbeiter als Lehr- und Ansprechpartner zur Seite gestellt wird. Besonderes Augenmerk wird auf die jährliche Fahrerschulung gelegt.

5. Zweigniederlassungen

Die Agenden für den Großraum Wien und Niederösterreich werden vom Standort 3470 Kirchberg am Wagram, Industriestraße 15 betreut. Ebenso befindet dort die Zentrale für den Bereich Betonproduktion.

6. Finanzielle Leistungsindikatoren

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 4
GeschäftsjahrVorjahr
Wert in EURWert in EUR
A. KENNZAHLEN ZUR VERMÖGENS-
UND KAPITALSTRUKTUR
Anlagevermögen x 1005 919 967,685 975 552,68
Gesamtvermögen18 936 395,4820 598 517,97
Anlagenintensität in %31,2629,01
Eigenkapital x 100141 073,902 246 009,44
Gesamtkapital18 936 395,4820 598 517,97
Eigenkapitalanteil in %0,7410,90
Fremdkapital x 10018 795 321,5818 352 508,53
Eigenkapital141 073,902 246 009,44
Verschuldungsgrad in %13 323,03817,12
B. KENNZAHLEN ZUR FINANZ- UND
LIQUIDITÄTSSTRUKTUR
Eigenkapital x 100141 073,902 246 009,44
Anlagevermögen5 919 967,685 975 552,68
Anlagendeckung I in %2,3837,59

C. KENNZAHLEN ZUR RENTABILITÄT

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 5
Jahresüberschuss x 100-2 104 935,54-1 762 062,07
Eigenkapital141 073,902 246 009,44
Eigenkapitalrentabilität in %-1 492,08-78,45
Jahresüberschuss x 100-2 104 935,54-1 762 062,07
Gesamtleistung66 089 767,7675 104 521,44
Umsatzrentabilität I in %-3,18-2,35

D. WORKING CAPITAL

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 5
Umlaufvermögen10 689 359,4311 751 320,27
-kurzfristige Verbindlichkeiten14 483 953,3713 933 697,80
= Working Capital-3 794 593,94-2 182 377,53

E. KENNZAHLEN ZUR INSOLVENZ

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 5
Eigenkapital
+ Investitionszuschuss
x 100198 268,902 261 863,44
Gesamtkapital
18 936 395,4820 598 517,97
Eigenmittelquote in %
(§ 23 URG)1,0510,98
Minimum = 8 %
Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 5
Rückstellungen
+ Verbindlichkeiten
- verfügbare Aktiva
- absetzbare Anzahlungen
auf Vorräte17 707 734,5316 998 350,67
Mittelüberschuss aus der
gewöhnlichen Geschäfts-
tätigkeit (Cash flow)-1 515 954,63-1 079 295,85
Fiktive Schuldentilgungsdauer
(§ 24 URG)-11,68-15,75

Maximum = 15 Jahre

nicht darstellbar

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 6
20252024
TEURTEUR
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit-2 097,52-1 768,24
+/- Abschreibungen/Zuschreibungen auf Vermögensgegenstände des Investitionsbereichs -/517,41643,05
+Buchwerte aus dem Abgang von Vermögensgegenständen des Investitionsbereichs-40,00-69,63
+/- sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge668,93-23,55
-Auflösung von Investitionszuschüssen-7,34-4,94
Geldfluss aus dem Ergebnis-958,52-1 223,31
Zunahme/Abnahme der Vorräte, der Liefer- und Leistungsforderungen
-/+ sowie anderer Aktiva (ARA)473,44-3 402,50
+/- Zunahme/Abnahme der Rückstellungen660,4879,88
Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
+/- sowie anderer Passiva (PRA)-961,494 811,79
Netto-Geldfluss aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit-786,09265,86
+/- Netto-Geldfluss aus außerordentlichen Posten0,000,00
-/+ Zahlungen für Ertragsteuern1,08-1,00
Netto-Geldfluss aus laufender Geschäftstätigkeit-785,01264,86
+Einzahlungen aus Anlagenabgang (ohne Finanzanlagen)40,00167,00
+Einzahlungen aus Finanzanlagenabgang und sonstigen Finanzinvestitionen0,000,00
-Auszahlungen für Anlagenzugang (ohne Finanzanlagen)-461,82-1 385,15
-Auszahlungen für Finanzanlagenzugang und für sonstige Finanzinvestitionen0,000,00
+Erhaltene Investitionszuschüsse48,680,00
Netto-Geldfluss aus der Investitionstätigkeit-373,14-1 218,15
+Einzahlungen von Eigenkapital0,000,00
-Rückzahlungen von Eigenkapital0,000,00
-Auszahlungen aus der Bedienung des Eigenkapitals0,000,00
+Einzahlungen aus Girokrediten (Verb.) und der Aufnahme von Finanzkrediten1 011,741 641,20
-Auszahlungen für die Tilgung von Anleihen und Finanzkrediten-317,76-383,16
Netto-Geldfluss aus der Finanzierungstätigkeit693,981 258,04
zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestandes-464,17304,75
+/- Wechselkursbedingte und sonstige Wertänderungen des Finanzmittelbestandes0,000,00
+Finanzmittelbestand am Beginn der Periode592,82288,07
Finanzmittelbestand am Ende der Periode128,65592,82
Finanzmittelbestand am Ende der Periode (lt. Bilanz)128,65592,82
Abweichung (Finanzmittel lt. Bilanz - Finanzmittel berechnet)000000

7. Finanzinstrumente

Es werden keine Finanzinstrumente eingesetzt.

8. Risikobericht

Die Weber-Gruppe ist im Rahmen ihrer unternehmerischen Tätigkeit einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt. Durch die Nähe zur Bauwirtschaft ist auch die Weber-Gruppe zyklischen Schwankungen unterworfen, welche regional und nach Geschäftsbereich unterschiedlich verlaufen. Die allgemeine wirtschaftliche Entwicklung, die Entwicklung der Baubranche, die Wettbewerbssituation, aber auch die Verhältnisse auf den Kapitalmärkten und die technologischen Veränderungen bei den Kraftfahrzeugen können zum Entstehen von Risiken führen. Diese Risiken werden vom Management und von den operativen Einheiten kontinuierlich überwacht. Veränderungen bei diesen Risikofaktoren führen zu Anpassungen in der Organisation, in der Marktpräsenz und der Angebotspalette. Die Weber-Gruppe begegnet dem Marktrisiko durch geografische und produktbezogene Diversifizierung, um den Einfluss eines einzelnen Faktors bzw. die Nachfrage nach bestimmten Dienstleistungen auf den Unternehmenserfolg möglichst gering zu halten.

Im Finanzbereich gilt besonderes Augenmerk dem Liquiditäts- und Forderungsmanagement, das durch laufende Finanzplanung und tägliche Statusberichte gesichert wird. Die Einhaltung der internen kaufmännischen Richtlinien wird durch die zentralen Fachbereiche Rechnungswesen und Controlling sichergestellt, die ferner das interne Berichtswesen und den periodischen Planungsprozess verantworten. Die seit dem 4. Quartal 2022 steigenen Zinsen verursachen einen Mehraufwand, welcher auch 2025 Einfluss auf die Liquidität und Rentabilität des Unternehmens nahm.

Wesentlichen Personalrisiken, wie Engpässen bei der Personalbeschaffung, Fachkräftemangel, Fluktuation sowie arbeitsrechtlichen Risiken, wird mit einer zentralen Personalverwaltung und einer nachhaltigen, bedarfsorientierten Personalentwicklung gegengesteuert. Durch gezieltes Recruting von Kraftfahrern in osteuropäischen Ländern, einer leistungsgerechten Entlohnung mit verbindlicher Einhaltung arbeitsrechtlicher Vorgaben und innerbetrieblichen Ausbildungsmaßnahmen sollen Personalrisiken möglichst reduziert werden.

Aufgrund zunehmender Bedrohungen durch IT-Risiken wurden verschiedene Maßnahmen in Form von Sicherheits- und Antivirenkonzepten, der Vergabe von Zugriffsrechten, Zugangskontrollsystemen und zweckmäßigen Datensicherungen umgesetzt. Dennoch kam es im Juni 2025 zu einem unbefugten Zugriff und in der Folge zu einem Email-Spoofing, welches für das Unternehmen einen Schaden von rund 100.000,00 Euro verursacht hat. Die Zutritte zum Email-Server wurden nun durch ein Zwei-Faktor-Login ergänzt.

Im Abschlussjahr bestanden keine Engpässe im Bereich Rohstoff-Beschaffung. Die Anschaffungspreise für Dieseltreibstoffe waren 2025 auf einem Niveau wie vor Beginn des Ukraine-Kriege, sind jedoch 2026 aufgrund des Irankrieges wieder deutlich angestiegen. Im Unternehmen wird aufgrund einer Heizungsumstellung in der Werkstatt kein Erdgas verwendet. Die gestiegenen Energiepreise für Strom schlagen im Bereich der Kiesgewinnung und der Betonproduktion zu buche. Diese Risiken können jedoch durch die Weitergabe der

Preissteigerungen an die Kunden abgemildert werden.

9. Auswirkungen globaler Krisen

Als staatliche Hilfe wurde 2021 die Möglichkeit der Stundung von Steuer- und Sozialversicherungsbeiträgen in Anspruch genommen. Wie geplant wurden zirka 50 % dieser Stundungen aus eigener Liquidität bezahlt, sowie 50 % über ein staatlich besichertes Darlehen im Rahmen der AWS-Förderung.

Zum Zeitpunkt der Berichterstellung sind gestundete Steuer- und Sozialversicherungsbeiträge bereits vollständig ausgeglichen. Die Rückzahlung des AWS-Darlehens erfolgte plangemäß und endete per 31.12.2025.

Der Irankrieg im Jahr 2025 (12-Tage-Krieg) hatte keinen Einfluss auf das Unternehmen. Im Jahr 2026 wurde der Irankrieg (Epic Fury) fortgesetzt. Dadurch kam es zur Schließung der Straße von Hormus und zu steigenden Dieselpreisen. Dieser Anstieg kann aufgrund von Indexvereinbarungen großteils an die Kunden weitergegeben werden.

10. Umweltbericht

Zuletzt wurde im August 2024 ein Energieaudit durchgeführt.

Im Jahr 2025 wurde mit der thermischen Gebäudesanierung von 2 Arbeiterunterkünften abgeschlossen. In diesem Zuge wurde auch die Ölheizung durch eine Hackschnitzl-Heizung getauscht. Ebenso wurde die Erdgasheizung in der Werkstatt durch eine Hackschnitzl-Heizung ersetzt. Diese Sanierungsinitiative wird in den Folgejahren fortgesetzt werden.

Der Betrieb der Weber Beton Logistik GmbH weist keine wesentlichen Umweltrisiken auf. Altlasten und damit in Zusammenhang stehende Sanierungserfordernisse sind nicht vorhanden. Die Abfallentsorgung basiert auf den für Transport- und Betonerzeugungsunternehmen vorgesehenen gesetzlichen Maßnahmen und Vorschriften.

11. Prognosebericht

Die Ergebniserwartung für das Jahr 2026 ist aufgrund des Verkaufs von 2 Betonwerken in Wien und die damit verbundene Aufdeckung von stillen Reserven positiv. Das operative Betriebsergebnis ist nach wie vor negativ. Aus diesem Grund hat sich die Geschäftsführung entschieden, die Betonproduktion auch in den stationären Werken in Kirchberg am Wagram und in Wien, Oberlaaer Straße, mit Jahresende 2026 einzustellen. Diese Maßnahme entfaltet ihren Einfluss auf das Betriebsergebnis jedoch erst im Jahr 2027. Die Umsatzentwicklung 2026 liegt zirka 13 % über den Erwartungen. Dem gegenüber liegt der Wareneinsatz rund 32 % und die sonstigen Kosten rund 10 % höher als im Budget geplant. Die Finanz- und Ertragsplanung von 2027 zeigt ein ausgeglichenes Ergebnis und eine deutliche Verbesserung der Liquidität.

Die zugrunde gelegten Planungen beruhen jedoch auf Annahmen und Faktoren, die sich teilweise außerhalb des direkten Einflussbereiches der Gesellschaft befinden und mit wesentlichen Unsicherheiten verbunden sind. Dazu zählen insbesondere die Stabilität der Rohstoffkosten (Diesel, Zement) und die für eine nachhaltige Verbesserung der Ertragslage erforderlichen gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen sowie die gesicherte Bereitstellung der notwendigen Finanzmittel.

Diese Umstände beinhalten wesentliche Unsicherheiten, die die Einschätzung der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit beeinflussen können. Sollten sich diese Unsicherheiten nachteilig entwickeln, könnte dies die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft sowie die fristgerechte Erfüllung ihrer Verpflichtungen beeinträchtigen.

Das Zahlungsverhalten unserer Kunden ist nach wie vor schleppend. Mittlerweile mussten wir bei mehreren nahmhaften Kunden eine Mahnklage einbringen. Sofern es zu keinen wesentlichen Zahlungsausfällen kommt, rechnen wir 2026 mit einer deutlichen Verbesserung der Liquidität durch den Verkauf der stationären Betonwerke in Wien.

An Investitionen sind in der Weber Beton Logistik GmbH nur kleine Ersatzinvestitionen vorgesehen, da die Muttergesellschaft Weber Holding Tirol GmbH für große Investitionen in Fahrzeuge, Anlagen und Gebäude verantwortlich zeichnet.

Inzing, am 23.09.2026

Jan - whe-Re

Martin Weber-Pienz Geschäftsführer

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