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Lagebericht 2025

FRIES Kunststofftechnik GmbH

Original-PDF

Stichtag 31. Dez. 2025 · Eingereicht am 28. Sep. 2026

Inhaltsverzeichnis

1. Allgemein

Das Wirtschaftsjahr 2025 war geprägt vom dritten Jahr der Rezession. Nachdem die Umsätze im ersten Halbjahr noch auf Vorjahresniveau stagnierten, ließ sich im Herbst eine leichte Tendenz einer positiven Entwicklung erkennen. Zum Jahresende hin flaute diese jedoch aufgrund der geopolitischen Entwicklungen und Zurückhaltung bei Konsum und Investitionen schon wieder ab. Ausgabenseitig wirkten sich die kollektivvertraglichen Erhöhungen und die Kostensteigerungen im Material- und Dienstleistungsbereich negativ auf das Ergebnis aus.

1.1.Ertragslage

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 1
in TSD EUR20252024 Veränderung
Rohergebnis15.84715.910-63
EBITDA1.2291.528-299
Betriebsergebnis1008812
Jahresgewinn-28215-243

Das Geschäftsjahr 2025 weist im Vergleich zum Vorjahr einen geringen Umsatzrückgang aus und schließt mit einem Betriebsergebnis von 100 Tsd. ab, das Jahresergebnis ist mit -28 Tsd. leicht negativ.

Bei den Personalkosten kam es zu einer geringfügigen Reduktion, resultierend aus der Verschiebung von Mitarbeitern in die Muttergesellschaft.

Die Bezugspreise für Kunststoff-Rohmaterial stiegen - wie auch schon im Vorjahr - im Frühjahr an und gingen im Verlauf der zweiten Jahreshälfte wieder zurück.

1.2. Finanzlage

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 1
in TSD EUR20252024 Veränderung
Finanzmittelbestand am Beginn der Periode2.3312.31714
Finanzmittelbestand am Ende der Periode3.2332.331902

Die Investitionen betrugen im Jahr 2025 700 Tsd. Euro. Dabei wurde die kontinuierliche Erweiterung, Erneuerung und Optimierung des Produktionsbereiches fortgesetzt.

1.3.Vermögenslage

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 2
in TSD EUR20252024 Veränderung
langfristige Vermögensgegenstände4.2684.781-513
kurzfristige Vermögensgegenstände9.3168.556760
Summe Aktiva13.58413.337247
langfristiges Fremdkapital (inkl. Exportfondskredit)5.3605.235125
kurzfristiges Fremdkapital4.1213.885236
Investitionszuschüsse98184-86
Eigenkapital4.0054.033-28
Summe Passiva13.58413.337247

Die Bilanzsumme erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um 248 Tsd. Euro. Den Neuinvestitionen im Anlagevermögen in Höhe von 700 Tsd. Euro stehen Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände in Höhe von 1.065 Tsd. Euro, gegenüber. Das Vorratsvermögen reduzierte sich gesamt um 572 TEUR. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten konnten in diesem Jahr um 89 TEUR, die sonstigen Verbindlichkeiten um 783 TEUR reduziert werden. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen hingegen sind um 1.150 TEUR gestiegen.

1.4. Mitarbeiter

Der Mitarbeiterstand erhöhte sich im Jahres-Durchschnitt von 110 Mitarbeitern im Jahr 2024 auf 111 Mitarbeiter in 2025 (Vollzeitäquivalente VZA).

2. Risikomanagement

Die Gesellschaft ist einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt. Das interne Risikomanagement berücksichtigt die notwendigen Planungs- und Entscheidungsprozesse zur Risikoanalyse und Risikobeherrschung.

Das Debitorenrisiko wird durch laufende Beobachtung der Zahlungseingänge, der Einholung von Kreditauskünften, sowie durch den Abschluss einer Kreditversicherung für die Forderungen minimiert.

Auf den Beschaffungsmärkten wird laufend die Entwicklung beobachtet und versucht, im Rahmen der Möglichkeiten entsprechend zu reagieren. Das strategische Lieferantenmanagement hat sich als wertvoll erwiesen.

Durch ein aktives Cash- und Liquiditätsmanagement ist ausreichende Liquidität vorhanden, um die eingehenden Verbindlichkeiten laufend zu begleichen.

Investitionen werden auf Risikoaspekte hin analysiert und müssen klaren Rentabilitätszielen entsprechen.

Derivative Finanzinstrumente werden nicht eingesetzt.

3. Ausblick auf das Geschäftsjahr 2026

Für das Geschäftsjahr 2026 gehen wir in der Planung von einem geringen Umsatzwachstum aus. Dieses resultiert aus einer gestarteten Internationalisierungs-Strategie in mehreren Geschäftsfelden. Aufgrund der wieder gestiegen Inflation steigen die Sach- und Personalkosten weiter an. Dadurch erhöht sich der Preisdruck auf unsere Produkte weiterhin.

Aufgrund des Iran-Krieges und der dadurch blockierten Straße von Hormus sind die Rohmaterialpreise ab April stark angestiegen.

Durch diese Entwicklung im Nahen Osten und die nicht absehbaren Auswirkungen auf die Wirtschaft ist eine realistische Prognose über die Entwicklung von Umsatz und Ergebnis aktuell nicht möglich.

4. Forschung und Entwicklung

Es wird laufend an Produktentwicklungen und Kundenprojekten gearbeitet.

Sulz, 09. Juni 2026

Der Geschäftsführer

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