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Lagebericht 2024/25

KARO Metall GmbH

Original-PDF

Stichtag 31. März 2025 · Eingereicht am 17. Nov. 2025

Inhaltsverzeichnis

1. DARSTELLUNG DER WIRTSCHAFTLICHEN LAGE DER GESELLSCHAFT

1.1. Geschäftsergebnis

Das Unternehmen schrieb im abgelaufenen Geschäftsjahr ein positives Betriebsergebnis von TEUR 531,1 und ein negatives Finanzergebnis von TEUR 82,4.

Insgesamt wurde damit ein Ergebnis vor Steuern von TEUR 448,7 erwirtschaftet.

Nach Berücksichtigung der Körperschaftsteuer inkl. Veränderung der latenten Steuern ergibt sich ein Jahresüberschuss von TEUR 361,9.

Zum Bilanzstichtag weist das Unternehmen einen Bilanzgewinn von TEUR 1.592,7 aus.

1.2. Vermögenslage

Das Grundstück, Betriebs- und Geschäftsgebäude sowie Grundstückseinrichtungen befinden sich im Eigentum der Pohn Immobilien GmbH und werden durch die KARO Metall GmbH angemietet.

Die Bereiche Maschinen, Betriebs- und Geschäftsausstattung, EDV-Einrichtung sowie Fuhrpark befinden sich im Anlagevermögen der Gesellschaft. Das Anlagevermögen weist zum Ende des Geschäftsjahres 2024 einen Buchwert von TEUR 912,4 aus.

Die ausgewiesenen Vorräte verringerten sich zum Vorjahr von TEUR 4.014,0 auf TEUR 3.925,8. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich von TEUR 991,7 auf TEUR 1.006,1.

1.3.

Finanzanlage

Das Unternehmen weist zum 31.03.2025 ein Eigenkapital iHv TEUR 2.673,3 aus, daraus ergibt sich eine Eigenkapitalquote von 44,89 %.

Die Rückstellungen erhöhten sich zum Vorjahr von TEUR 770,8 auf TEUR 1.117,6.

1.3.1. Finanzielle Leistungsindikatoren

Die in nachstehender Tabelle angegebenen Zahlen sind jeweils in TEUR.

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 1
Kennzahl2024/252023/24
Umsatzerlöse
Umsatzerlõse (netto)13.884,616.638,1
+/- Bestandsveränd. noch nicht abrechenbare Leistungen+2.460,5-531,7
+ sonstige betriebliche Erträge + aktivierte Eigenleistungen+134,9+189,0
= Betriebsleistung16.480,016.295,5
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT)531,1245,8
Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 2
Gesamtrentabilität (Return on Investment – ROI)8,9 %40 %
EBIT / Gesamtkapital (Bilanzsumme) * 100
Nettoumlaufvermögen (Working Capital)2.032,41.695,7
kurzfristiges Umlaufvermögen5.043,05.219,0
abzgl. kurzfristiges Fremdkapital-3.010,6-3.523,3
Eigenkapitalrentabilität (ROE)16,78 %5,0 %
Ergebnis vor Steuern (EBT) / Eigenkapital * 100
Eigenkapitalquote44,89 %38,9 %
Eigenkapital / Gesamtkapital (Bilanzsumme) * 100

1.4. Ertragslage

Die Umsatzerlöse betrugen im Geschäftsjahr 2024/25 TEUR 13.884,6. Mit Berücksichtigung der Bestandsveränderung an noch nicht abrechenbaren Leistungen iHv TEUR +2.460,5 und der sonstigen betrieblichen Erträge einschließlich der aktivierten Eigenleistungen von TEUR 134,9 ergab die Gesamtbetriebsleistung im abgelaufenen Geschäftsjahr TEUR 16.480,0.

Die sonstigen betrieblichen Erträge sind im Wesentlichen Erträge aus Förderungen und aus dem Abgang von Anlagevermögen.

Der Aufwand für Material und bezogene Herstellungsleistungen betrug TEUR 9.182,9.

Der Personalaufwand liegt im Wirtschaftsjahr bei TEUR 5.259,6.

Die Abschreibungen auf Sachanlagen betrugen TEUR 225,0.

Der sonstige betriebliche Aufwand ergab im abgelaufenen Geschäftsjahr TEUR 1.281,5. Die darin enthaltenen wesentlichen Posten sind Mietaufwand Betriebs- und Geschäftsgebäude, Instandhaltungund Betriebskosten für Maschinen und EDV, Reisekosten, sowie KFZ-Aufwand.

Das negative Finanzergebnis iHv TEUR -82,4 resultiert aus Bankzinsen und Haftungsprovisionen.

2.

ANGEMESSENE ANALYSE DES GESCHÄFTSVERLAUFS

2.1. Erläuterung der finanziellen Leistungsindikatoren

2.1.1. Ergebnisentwicklung

Das Unternehmen erzielte im Berichtsjahr einen Jahresüberschuss von TEUR 361,9.

Das Geschäftsergebnis im abgelaufenen Jahr 2024/25 ist auf die erfolgreiche verschiedener Projekte zurückzuführen. Abwicklung

Eine durchgehend gute Auftragslage sowie stetige Auslastung in sämtlichen Unternehmensbereichen wirkten sich im Geschäftsjahr ebenfalls positiv aus.

2.1.2. Kapitalausstattung

Die Gesellschaft verfügt laut aktuellem Bericht über ein Eigenkapital von TEUR 2673,3.

Dies entspricht einer Eigenkapitalquote It. URG-Berechnung von 44,89 %.

2.1.3. Cashflow (Kapitalfluss)

Im Wirtschaftsjahr 2024/25 wurde ein Nettogeldfluss aus der betrieblichen Tätigkeit iHv TEUR 1.333,9 erzielt, abzüglich Nettogeldfluss aus der Investitionstätigkeit iHv TEUR -263,0 und abzüglich aus der Finanzierungstätigkeit von TEUR -1.070,7 ergibt sich eine Veränderung des Finanzmittelbestandes gegenüber dem Vorjahr iHv TEUR 0,2.

Der Finanzmittelbestand zum 31.03.2025 beträgt TEUR 3,2.

2.1.4. Liquidität

Die Liquidität ist durch besicherte Kreditlinien bei der Hausbank für das Geschäftsjahr 2024/25 gesichert. Die Zahlungsmittel iHv TEUR 3,2 umfassen den Kassenbestand.

3.

PROGNOSEBERICHT

3.1. Ausblick auf die voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens

Für das WJ 2025/26 erwartet das Unternehmen trotz weiterhin herausfordernder gesamtwirtschaftlicher Rahmenbedingungen eine insgesamt stabile Geschäftsentwicklung.

Der österreichische Bau- und Metallbausektor ist nach wie vor von einem hohen Wettbewerbsdruck sowie steigenden Materialkosten geprägt.

Dennoch bestehen aufgrund laufender Projekte und einer guten Projektpipeline in Osterreich gute Voraussetzungen die Auftragslage im WJ 2025/26 stabil halten zu können.

Wie auch im Jahr zuvor haben sich die Auftragssummen pro Projekt erheblich reduziert, welche einen nicht unwesentlichen Mehraufwand und höhere Belastungen im administrativen Bereich nach sich ziehen.

Risiken bestehen weiterhin durch volatile Rohstoffpreise, Verzögerungen in der Realisierung sowie mögliche konjunkturelle Schwankungen.

Das Unternehmen sieht sich jedoch aufgrund einer soliden Eigenkapitalquote, eines erfahrenen Mitarbeiterstamms sowie langjähriger Kundenbeziehungen gut aufgestellt, um diesen Herausforderungen zu begegnen.

Ein Wachstum für 2025/26 ist nicht realistisch, die angestrebte Zielmarge im angespannten Marktumfeld beträgt 2.5-3.0 %. Es gilt den Umsatz bestmöglich halten zu können.

4. SONSTIGE ANGABEN

4.1.

Vorgänge besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag (Nachtragsbericht)

Es sind keine gravierenden Ereignisse zu erwarten, welche zu einer veränderten Beurteilung des Unternehmens führen würden. Der negativen Entwicklung eines noch laufenden Projektes wurde bereits mit einer Rückstellung iHv € 51,5 TEUR Rechnung getragen.

4.2.

Mittelfristige Weiterentwicklung

Wie in den Jahren zuvor sieht sich das Unternehmen auch im WJ 25/26 als stabiles mittelständisches Metallund Fassadenbauunternehmen. Ein klarer Fokus liegt weiter im Ausbau Lohnfertigungskapazitäten sowie Spezialprodukte der Sicherheitstechnik. der

Durch die vorausschauende Investition in ein Stahlbearbeitungszentrum konnten wir unser Portfolio im Bereich Stahltürproduktion weiter ausbauen sowie bereits erste Projekterfolge in diesem Bereich umsetzen.

Die bereits 2023 getätigte Netzanbindung der Photovoltaikanlage war im abgelaufenen WJ 2024/25 sehr hilfreich, um die steigenden Energiekosten und somit Fixkosten abfedern zu können.

4.3.

Tochtergesellschaften

Der Vollständigkeit halber wird festgehalten, dass keine Tochtergesellschaften zu verzeichnen sind.

4.4.

Risikobericht

4.4.1. Beschreibung der wesentlichen Risiken und Ungewissheiten, denen das Unternehmen ausgesetzt ist

Das Unternehmen ist in einem wettbewerbsintensiven Umfeld tätig, das von unterschiedlichen externen und internen Einflussfaktoren geprägt ist.

Wesentliche Risiken ergeben sich insbesondere aus den folgenden Bereichen:

• Markt- und Konjunkturrisiken Die Baukonjunktur in Osterreich und Deutschland unterliegt Schwankungen, die sich direkt auf die Nachfrage nach Metallbau- und Fassadenbaulösungen auswirken können. Konjunkturelle Abschwächungen oder verzögerte Projektentscheidungen bergen das Risiko einer rückläufigen Auslastung.

• Beschaffungs- und Preisrisiken • Personelle Risiken

Die Verfügbarkeit und Preisentwicklung von Rohstoffen wie Aluminium, Stahl und Glas sind volatilen Märkten ausgesetzt. Starke Preisschwankungen oder Lieferengpässe können die Kalkulation und damit unsere Verkaufspreise beeinflussen.

Aufgrund bevorstehender Pensionierungen von langjährigen Mitarbeitern ist es wichtig, im Jahr 2025/26 einen entsprechenden Knowhow Transfer noch sicherzustellen. Das Unternehmen begegnet diesem Risiko mit gezielten Maßnahmen in der Lehrlingsausbildung, Mitarbeiterbindung, Weiterqualifizierung sowie frühzeitiger Nachbesetzung.

• Projekt- und Abwicklungsrisiken

Aufgrund der Komplexität der Bauprojekte bestehen Risiken im Hinblick auf Terminverzögerungen, Nachtragsforderungen oder technische Herausforderungen. Durch die quartalsmäßigen HF Bewertung können kaufmännische Belange frühzeitig erkannt werden. Technische Risiken werden durch Einhaltung der Systemvorgaben sowie durch Zuhilfenahme externer Statik & Fachexperten minimiert.

• Finanzielle Risiken

Zinsänderungsrisiken und Liquiditätsrisiken werden durch konservative Finanzierungsstrukturen sowie eine solide Eigenkapitalbasis begrenzt.

• Rechtliche Risiken

Anderungen in Bauvorschriften, Normen oder Förderprogrammen können sich auf die Nachfrage und die Projektabwicklung auswirken. Das Unternehmen beobachtet laufend die regulatorischen Entwicklungen und steht in engem Austausch mit unserer Interessensvertretung der AMFT, welche als unser Dachverband besonderes Augenmerk auf die rechtlichen Rahmenbedingungen legt.

Gesamtbeurteilung

Trotz dieser Risiken sieht sich das Unternehmen dank seiner breiten Kundenbasis, einer guten Marktstellung sowie interner Steuerungs- und Kontrollmechanismen in der Lage, die wesentlichen Risiken zu beherrschen. Mit der Dotierung von Einzelwertberichtigungen wurde für die bestehenden Risiken entsprechend der Einschätzung der Geschäftsleitung ausreichend Vorsorge getroffen.

4.4.2.

Angabe der Risikomanagementziele und -methoden

Durch das im Jahr 2020 eingeführte Risikomanagement sollen Gefahrenquellen,

Eintrittswahrscheinlichkeiten und Höhe der Auswirkungen frühzeitig identifiziert sowie Maßnahmen zur Risikominimierung erarbeitet werden.

Folgende Maßnahmen werden verstärkt umgesetzt:

Bonitätsprüfungen von potenziellen Auftraggebern vor Vertragsabschluss Detaillierte Vertragsprüfungen, teilweise bereits im Vorfeld unter Inanspruchnahme unserer Rechtsvertretung - Auswahl von Projekten in der Angebotsphase nach Faktoren, welche aus vorangegangenen erfolgreichen Projekten ermittelt wurden - - Vereinbarung von Anzahlungen mit AG Gezielte Maßnahmen zur Weiterentwicklung des Personals - Investitionen zur Erhöhung der IT-Sicherheit Investitionen zur Reduzierung der Ausfallzeiten im Maschinenpark

4.4.3.

Angabe bestehender Preisänderungs-, Ausfall-, Liquiditäts- und Cashflow-Risiken

Aufgrund eines ausgeglichenen Zahlungssaldos über sämtliche Projekte sind Ausfallrisiken gering zu bewerten. In Einzelfällen wird durch standardmäßiges Prüfen während den Projekt-Verhandlungen ein Zahlungsplan vereinbart. Vorfinanzierungen sind über bestehende Rahmenvereinbarungen möglich.

Schortling, am 23/4/25

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