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Lagebericht 2025

Schotthof Gemüse GmbH

Original-PDF

Stichtag 31. Dez. 2025 · Eingereicht am 30. Sep. 2026

Inhaltsverzeichnis

Schotthof Gemüse GmbH Lorettoweg 1-3 6065 Thaur

LG Innsbruck Firmenbuchnummer: 401463m

L A G E B E R I C H T

2025

1.1. Bericht über den Geschäftsverlauf und die wirtschaftliche Lage

1.2. Geschäftsverlauf

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden Supermarktketten aus Österreich und Ungarn mit Gemüse beliefert, Wobei rund 26 % des Umsatzes auf unser Nachbarland entfiel. Der Einstieg in diesen Markt wurde uns durch die AGRO-SCHOTT Mezögazdasági és Kereskedelmi Korlátolt Felelösségu Tåraság ermöglicht, da gewisse Pflanzenarten in der Inntalfurche besser gedeihen und damit deren Sortiment in Ungarn perfekt ergänzt werden konnte. Zudem ist für diese Erzeugnisse am Ungarischen Markt ein besserer Preis als im Heimatmarkt zu erzielen. Dieser zusätzliche Markt trug maßgeblich zur positiven Ergebnisentwicklung bei.

Nach wie vor war die Planbarkeit sowohl im Pflanz- als auch im Mitarbeiterbereich durch den Angriffskrieg Russlands in der Ukraine stark beeinträchtigt und schlug sich in schlechter qualifizierten Mitarbeitern - rund 60 Ukrainische Erntehelfer fielen erneut aus - im Vergleich zu den Vorkriegsjahren nieder. Es konnte somit weniger geerntet werden, reifes Gemüse musste mehrfach "eingepflügt" werden und die Verunkrautung der Äcker nahm leider zu.

Im abgelaufenen Geschäftsjahres schlug auch das Preisbewußtsein der Konsumenten wieder auf die inländische Marktsituation durch und die Nachfrage entwickelte sich leicht rückläufig.

Die eigenen Photovoltaikanlagen helfen weiterhin die Energiekostenkrise gut zu meistern, wozu auch die staatlichen Energiekostenzuschüsse beitragen sollten.

1.3. Bericht über die Zweigniederlassungen

Es werden keine Zweigniederlassungen betrieben.

1.4. Finanzielle Leistungsindikatoren

Zum Zwecke der Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben wir uns zur Offenlegung nachstehender Leistungsindikatoren entschlossen.

1.4.1. Kennzahlen zur Ertragslage

1.4.1.1. Rohergebnis

Die Rohergebnisse gliedern sich wie folgt:

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 2
20252024202320222021
EUREUREUREUREUR
Rohergebnis8.248.5597.080.7877.723.4777.013.7247.532.974
Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 3
Rohergebnisse
EUR 10.000.000,00
EUR 8.000.000,00
• 2025
EUR 6.000.000,00
• 2024
EUR 4.000.000,00• 2023
• 2022
EUR 2.000.000,00
• 2021
EUR 0,00

1.4.1.2. Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT)

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern entspricht dem um den Zinsaufwand korrigierten Ergebnis vor Steuern.

Die Berechnung erfolgt folgendermaßen:

Ergebnis vor Steuern

+ Zinsen und ähnliche Aufwendungen gem. § 231 Abs 2 Z 15 bzw. Abs 3 Z 14 UGB

= Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT)

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 3
20252024202320222021
EUREUREUREUREUR
EBIT944.070101.131843.722-447.15333.331
EBIT
EUR 1.200.000,00
EUR 900.000,00• 2025
2024
EUR 600.000,00
• 2023
EUR 300.000,00
• 2022
EUR 0,00
I 2021
EUR -300.000,00
EUR -600.000,00

1.4.1.3. Umsatzrentabilität (Return on Sales - ROS)

Die Umsatzrentabilität entspricht dem Verhältnis aus Ergebnis vor Zinsen und Steuern und den Umsatzerlösen. Die Umsatzrentabilität wurde daher wie folgt ermittelt:

Umsatzrentabilität = Ergebnis vor Zinsen und Steuern Umsatzerlöse

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 4
2025 2024202320222021
6%%%
Umsatzrentabilität7,950,937,61-4,200,30
Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 4
UMSATZRENTABILITÄT
9,00 %
6,00 %• 2025
• 2024
3,00 %
• 2023
2022
0,00 %
• 2021
-3,00 %
-6,00 %

1.4.1.4. Kapitalrentabilität

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 4
Grundsätzlich werden die Kapitalrentabilitäten auf Basis des Kapitals zum Ende des

Geschäftsjahres berechnet.

1.4.1.4.1. Eigenkapitalrentabilität (Return on Equity - ROE)

Die Eigenkapitalrentabilität ergibt sich aus dem Verhältnis des Ergebnisses vor Steuern zum Eigenkapital und berechnet sich folgendermaßen:

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 4
Ergebnis vor Steuern
Eigenkapitalrentabilität =
Eigenkapital
2025 202420232022 2021
66%%%
Eigenkapitalrent.22,22-1,0918,60-15,81-0,65
Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 4
EIGENKAPITALRENTABILITÄT
30,00 %
20,00 %• 2025
10,00 %• 2024 • 2023
0,00 %
• 2022
-10,00 %• 2021
-20,00 %

1.4.1.4.2. Gesamtkapitalrentabilität (Return on Equity - ROI)

Die Gesamtkapitalrentabilität ergibt sich aus dem Verhältnis des Ergebnisses vor Zinsen und Steuern zum Gesamtkapital.

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 5
Ergebnis vor Zinsen und Steuern
Gesamtkapitalrentabilität = –
Gesamtkapital
2024 2025202320222021
%%%%%
Gesamtkapitalrent.11,901,359,74-4,800,34
GESAMTKAPITALRENTABILITÄT
15,00 %
10,00 %• 2025
• 2024
5,00 %• 2023
• 2022
0,00 %
• 2021
-5.00 %

1.4.2. Kennzahlen zur Vermögens- und Finanzlage

1.4.2.1. Nettoverschuldung (Net Debt)

Die Nettoverschuldung ergibt sich als Saldo des verzinslichen Fremdkapitals und der flüssigen Mittel.

verzinsliches Fremdkapital flüssige Mittel

Nettoverschuldung

Für das verzinsliche Fremdkapital wurden folgende Posten angesetzt:

- Anleihen - Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten - Rückstellungen für Abfertigungen - Rückstellungen für Pensionen - Rückstellungen für Juiläumsgelder

Die flüssigen Mittel setzten sich wie folgt zusammen:

- Kassenbestand, Schecks, Guthaben bei Kreditinstituten - Wertpapiere des Umlaufvermögens

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 5
20252024202320222021
EUREUREUREUREUR
Nettoverschuldung2.728.8563.312.6173.347.5734.032.6913.637.203
Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 6
NETTOVERSCHULDUNG
EUR 5.000.000,00
EUR 4.000.000,00
EUR 3.000.000,00
• 2025
EUR 2.000.000,00• 2024
• 2023
EUR 1.000.000,00
• 2022
• 2021
EUR 0,00

1.4.2.2. Eigenkapitalquote (Equity Ratio)

Die Eigenkapitalquote stellt den Anteil des Eigenkapitals am Gesamtkapital dar.

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 6
Eigenkapital
Eigenkapitalquote =
Gesamtkapital
2025 20242022 20232021
%%%%%
Eigenkapitalquote47,5041,4243,4435,3238,93
Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 6
EIGENKAPITALQUOTE
50,00 %
40,00 %
30,00 %• 2025
• 2024
20,00 %
• 2023
10,00 %• 2022
• 2021
0,00 %

1.4.2.3. Nettoverschuldungsgrad (Gearing)

Der Nettoverschuldungsgrad entspricht dem Verhältnis der Nettoverschuldung zum Eigenkapital

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 6
Nettoverschuldung
Nettoverschuldungsgrad = –
Eigenkapital
Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 7
2025202420232022 2021
%%%%%
Nettoversch.grad72,40106,4488,95122,6095,49

NETTOVERSCHULDUNGSGRAD

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 7
150,00 %
120,00 %
90,00 %• 2025
• 2024
60,00 %
• 2023
30,00 %• 2022
• 2021
0,00 %

1.4.3. Cash-Flow-Kennzahlen

Der Cash-Flow wurde nach der Praktiker Methode wie folgt berechnet:

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 7
20252024202320222021
EUREUREUREUREUR
Jahresü. /Fehlbetrag656.916-34.738651.527-519.791-10.393
+ Abschr. AV u. UV + Abschr. Disagio572.214660.922672.476836.188857.181
+ RBW ausg. AG0000
Zuschreibungen6.77107067.60015.895
00000
Cash-Flow |1.235.901626.1841.324.709323.997862.683
+ Dot. Abf.rst.4.1314.98417.57511.1445.078
+ Dot. Pens.rst.00000
Cash-Flow Il1.240.032631.1681.342.284335.140867.761
- Aufl. Rückstellungen-2.000000-195
Eigenverbrauch00000
Cash-Flow III1.238.032631.1681.342.284335.140867.566
Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 8
CASH-FLOW
EUR 1.500.000,00
EUR 1.200.000,00 I
EUR 900.000,00
• 2025
EUR 600.000,00• 2024
• 2023
EUR 300.000,00• 2022
• 2021
EUR 0,00

2. Bericht über die voraussichtliche Entwicklung und die Risiken des

Unternehmens

2.1. Voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens

Leider ist durch den Angriffskrieg Russlands die Personalsituation bei den Erntehelfern weiterhin angespannt und sind qualifizierte Mitarbeiter rar. Diese Situation hat sich auch durch die moderate 3,3%ige Anhebung der Kollektivvertragslöhne nicht wesentlich gebessert.

Aus dem Vorjahr wurden diesbezüglich aber Lehren gezogen und die Aussaat dem Qualifizierungsgrad der Mitarbeiter angepasst, sodass bisher wesentlich weniger Schwund hinzunehmen war.

Durch große Investitionen in den Vorjahren wurde ein ausgezeichnetes Niveau am Maschinensektor erreicht und sind deshalb im laufenden Geschäftsjahr lediglich Ersatzinvestitionen im untergeordneten Bereich zu erwarten.

Der Markt hat sich nach den bewegten Vorjahren (COVID-19, Angriffskrieg Russlands) wieder etwas beruhigt und konnte man im laufenden Jahr durch vorausschauende Planung stets die gesamte Ernte am Markt unterbringen. Vorallem im Salatsortiment musste man auf eine Änderung der Nachfrage reagieren. Die bisherigen Hauptumsatzträger (Kopfsalat, Romanischer Salat, fertige Salatmischungen) werden zunehmen durch Eissalat, Jungzwiebel und Radieschen ersetzt.

2.2. Wesentliche Risiken und Ungewissheiten

Die Entwicklung der Preise am Energiemarkt (Treibstoffe, Strom für die Kühlung) und bei Düngern, sowie die anstehenden Kollektivvertragsverhandlungen werden mit Interesse verfolgt. Im Bereich der Versorgung mit elektrischer Energie wird weiterhin auf den Ausbau der Photovoltaik gesetzt.

Für den Kredit an die AGRO-SCHOTT Mezögazdasági és Kereskedelmi Korlátolt Felelösségu Táraság wurde mit Vereinbarung vom 5. März 2024, abweichend von den gültigen Kreditverträgen, eine Zusatzvereinbarung getroffen, welche der Restrukturierung der Kreditnehmerin dienen soll. Der Zinssatz wurde für die Jahre 2024 und 2025 mit 3,5 % fixiert und Tilgungen ausgesetzt. Als Voraussetzung für diese Maßnahme wurden im Vorfeld seitens der Kreditnehmerin Sondertilgungen in Höhe von € 806.441,17 zur Herstellung des vertragskonformen Standes getätigt. Die laufenden Tilgungen sollen dann ab dem Jahr 2026 gemeinsam mit dem Zinsdienst wieder entsprechend den Kreditverträgen erfolgen. Der Kredit wurde zur Modernisierung des

Betriebes gewährt und können durch die ergänzenden Produktpaletten (unser Umsatzerlösanteil in Ungarn liegt bei rund 26 %) Synergieeffekte gehoben werden. Leider konnte auch im Geschäftsjahr 2025 von der Kreditnehmerin kein positives Ergebnis erwirtschaftet werden. Dies lag in erster Linie an der vorherrschenden Wasserknappheit. Für die Modernisierung des Betriebes wurden von der Ungarischen Regierung namhafte Förderungen zur Auszahlung gebracht. Die damit einhergehende Betriebspflicht ist Ende 2025 ausgelaufen. Deshalb wird seitens der Kreditnehmerin in Erwägung gezogen, bei abermals nicht erwartungegemäßer Ergebnisentwicklung, den gesamten Betrieb zu verpachten und aus den Pachteinnahmen den Verpflichtungen aus den Kreditverträgen bestmöglich nachzukommen.

3. Bericht über die Forschung und Entwicklung

Zur Optimierung der Beschaffenheit der Böden wird fremde Expertise zugekauft, eigene Forschung und Entwicklung wird nicht verfolgt.

Die Entwicklung im Bereich der Automatisierung wird mit Interesse verfolgt.

4. Bericht über den Bestand sowie den Erwerb und die Veräußerung eigener Anteile

Es bestehen keine eigenen Anteile der Gesellschaft.

Thaur, am 30. September 2026

(Josef Norz, Geschäftsführer)

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