Inhaltsverzeichnis
ZENTRUM FÜR SOZIALE INNOVATION centre for social Innovation
1. Geschäftsverlauf und Lage des Unternehmens
1.1 Allgemeines
• Im Geschäftsjahr 2024 sind die Umsatzerlöse der Zentrum für Soziale Innovation GmbH (im Folgenden auch ZSI GmbH) gestiegen, nämlich im Vergleich zum Vorjahr um 4,8%. • Primär ausschlaggebend waren neben den sehr erfolgreichen Projektakquisitionen auch die sehr professionelle Umsetzung der Projekte sowie die im Förderrecht notwendigen richtlinienkonformen, internen Abrechnungsprozesse, um die Fördermittel im vollen Umfang zu erhalten. • Ein weiterer Faktor liegt im hohen Personalstand des Instituts (im Vergleich zu 2021 ist das ZSI um 11 Vollzeitäquivalente gewachsen), wodurch vielschichtiger und häufiger in attraktiven Förderprogrammen wie Horizon Europe eingereicht werden konnte, was aufgrund der seit Jahren laufend sinkenden Bewilligungswahrscheinlichkeiten in den unterschiedlichen europäischen und nationalen Förderprogrammen und den zum Teil verschlechterten Abrechnungsbestimmungen einen wichtigen Erfolgsfaktor darstellt. • Die ZSI GmbH konnte im Geschäftsjahr 2024 durch erfolgreiche Projektakquisitionen, diverse Einsparungen und die Optimierung von Managementprozessen einen Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 348 erzielen. Die ZSI GmbH setzte auch 2024 Projekte in sehr unterschiedlichen nationalen wie internationalen Forschungs- und Förderprogrammen um. Die Schwerpunkte lagen auch in diesem Geschäftsjahr auf HORIZON Europe und den Europäischen Strukturfonds (u.a. INTERREG). Zusätzlich wurden weitere Projekte in anderen europäischen und nationalen Förderprogrammen abgewickelt. • Daneben wurden 2024 auch Kooperationen mit der ACR – Austrian Cooperative Research umgesetzt. • Im Rahmen der Beteiligung an HORIZON Europe (dem Nachfolgeprogramm von HORIZON 2020) zählt die ZSI GmbH mit 39 geförderten Projekten weiterhin zu den erfolgreichsten außeruniversitären Forschungsinstituten aus Osterreich (siehe Grafik unten; FFG EU Perfomance Monitoring, Mai 2025).
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| I |
|---|
• Die Fördergeber der ZSI GmbH sind auch 2024 weiter sehr breit gefächert: Neben der Europäischen Kommission sind es verschiedene Ministerien, Amter der Landesregierungen, Städte, Gemeinden und NGOs, für die die ZSI GmbH viele Projekte gemeinsam mit internationalen Partnerorganisationen umsetzt.
1.2 Mitarbeiter“innen
• Zum Bilanzstichtag 31.12.2024 waren in der ZSI GmbH 61 Mitarbeiter"innen (47 Frauen und 14 Männer) beschäftigt. Der Personalstand betrug im Jahresdurchschnitt 48,88 Vollzeitäquivalente. • Im Jahr 2024 traten 6 Mitarbeiterinnen in die ZSI GmbH ein, 5 Mitarbeiter"innen (1 Mann und 4 Frauen) verließen die ZSI GmbH. Es befanden sich 4 Mitarbeiter"innen (3 Frauen und 1 Mann) ganz oder teilweise in Bildungskarenz beziehungsweise 2 Mitarbeiterinnen ganz oder teilweise in Elternkarenz. • Das Durchschnittsalter der Mitarbeiter“innen beträgt 42,49 Jahre, wobei die ZSI GmbH auf eine ausgewogene Altersverteilung im Sinne eines „Drei-Generationen- Unternehmens“ achtet.
1.3 Investitionen
• Im Geschäftsjahr 2024 wurden rund TEUR 77 in Einrichtungen zur elektronischen Datenverarbeitung sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung investiert.
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| 2024 | 2023 | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| Investitionen in immaterielle Anlagen | ||
| und Sachanlagen1 | 77 | 58 |
2. Finanzielle Leistungsindikatoren
2.1. Vermögens- und Finanzlage
Die Entwicklung der Vermögens- und Finanzierungsverhältnisse der ZSI GmbH stellt sich für das Geschäftsjahr 2024 wie folgt dar:
• Zum Bilanzstichtag 31.12.2024 weist die Zentrum für Soziale Innovation GmbH eine Bilanzsumme in Höhe von TEUR 6.666 aus. Diese setzt sich aus dem Anlagevermögen in Höhe von TEUR 81 und dem Umlaufvermögen (inklusive Rechnungsabgrenzungsposten) in Höhe von TEUR 6.585 zusammen. Zum 31.12.2024 beträgt das Eigenkapital (Stammkapital, Einbringungskapital und Gewinnrücklage) insgesamt TEUR 3.417 bzw. 51,3 % der Bilanzsumme (2023: TEUR 3.069 bzw. 36,8 % der Bilanzsumme). Das Fremdkapital weist einen Betrag von TEUR 3.249 bzw. 48,7 % der Bilanzsumme aus (2023: TEUR 5.260 bzw. 63,2 % der Bilanzsumme).
In den folgenden Tabellen werden die wichtigsten Kennziffern dargestellt:
| 31.12.2024 | 31.12.2023 | |||
|---|---|---|---|---|
| Aktiva | TEUR | % | TEUR | % |
| Anlagevermögen Umlaufvermögen und Rechnungs- | 81 | 1,2 | 36 | 0,4 |
| abgrenzungsposten | 6.585 | 98,8 | 8.293 | 99,6 |
| Bilanzsumme | 6.666 | 100,0 | 8.329 | 100,0 |
| Passiva | ||||
| Eigenkapital Fremdkapital und Rechnungs- | 3.417 | 51,3 | 3.069 | 36,8 |
| abgrenzungsposten | 3.249 | 48,7 | 5.260 | 63,2 |
| Bilanzsumme | 6.666 | 100,0 | 8.329 | 100,0 |
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• Im Geschäftsjahr 2024 wurden keine derivativen Finanzinstrumente eingesetzt.
2.2. Ertragslage
• Die Betriebsleistung beträgt im Geschäftsjahr 2024 TEUR 5.367 und ist im Vergleich zum Vorjahr (TEUR 5.088) um 5,5 % gestiegen. • Die Umsatzerlöse teilen sich wie folgt auf die einzelnen Bereiche der ZSI GmbH auf: der Bereich A&C erzielte TEUR 573 (2023: TEUR 517), der Bereich F&E erzielte TEUR 2.902 (2023: TEUR 2.826), der Bereich T&W erzielte TEUR 1.598 (2023: TEUR 1.462) und der Bereich Zentral erwirtschaftete TEUR 259 (2023: TEUR 283). • Der Bestand an noch nicht abrechenbaren Leistungen hat sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 523 verringert und beträgt per 31.12.2024 TEUR 603. • Aufwendungen in Höhe von TEUR 4.160 (2023: TEUR 3.860) setzen sich aus dem Personalaufwand einschließlich der gesetzlichen Sozialabgaben, den freiwilligen Sozialleistungen und den Abfertigungen zusammen. • Die Zentrum für Soziale Innovation GmbH schließt das Geschäftsjahr 2024 mit einem Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 348 (2023: Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 255) ab. • Die Kosten je Mitarbeiter*in haben sich 2024 inflationsbedingt auf TEUR 68 erhöht (2023: TEUR 59), der Umsatz je Mitarbeiter*in hat sich im Jahr 2024 mit TEUR 87 im Vergleich zum Vorjahr (2023: TEUR 78) um knapp 12 % deutlich erhöht.
Die folgenden Tabellen stellen die entsprechenden Kennzahlen dar:
| 2023 2024 | |||
|---|---|---|---|
| TEUR TEUR | |||
| Umsatzerlöse | 5.332 | 5.088 | |
| Sonstige betriebliche Erträge | 35 | 00 | |
| Betriebsleistung2 | 5.367 | 5.088 | |
| EBITDA | 332 | 304 | |
| Abschreibungen | -31 | -56 | |
| EBIT3 | 301 | 248 | |
| Jahresüberschuss | 348 | 255 | |
| Personalaufwand*) | 4.159 | 3.860 | |
| Mitarbeiter (Jahresschnitt) | 61 | 65 | |
| Personalkosten pro Mitarbeiter | Anzahl | 68 | 59 |
| Umsatz pro Mitarbeiter | 87 | 78 |
2 Betriebsleistung ohne Erträge aus Anlagenabgängen und Auflösung von Rückstellungen
¹ EBIT definiert als Ergebnis vor Steuern abzüglich Finanzergebnis
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2.3 Cashflow-Rechnung
| 2024 | 2023 | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| Cashflow aus dem Ergebnis | 266 | 306 |
| +/- Veränderung Nettoumlaufvermögen | -1.460 | -1.510 |
| = Cashflow aus der Geschäftstätigkeit | -1.194 | -1.204 |
| +/- Cashflow aus der Investitionstätigkeit | -14 | -47 |
| = Free Cashflow | -1.208 | -1.251 |
| +/- Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | 0 | 0 |
| = Nettoveränderung liquider Mittel | -1.208 | -1.251 |
3. Wesentliche Risiken und Ungewissheiten, denen das Unternehmen ausgesetzt
ist
Nach der massiven Steigerung der Inflationsrate im Jahr 2023 und den sinkenden Werten im Jahr 2024 besteht aus heutiger Sicht nur noch ein Restrisiko für die ZSI GmbH, und zwar im Falle eines neuerlichen und starken Anstiegs der Inflation in den Jahren 2025 und 2026. • Gleichzeitig ist die politische Gesamtsituation unsicherer geworden (etwa durch den Krieg in der Ukraine). Ebenso befindet sich Osterreich derzeit in einer Rezession. Ob und inwieweit diese Faktoren Auswirkungen auf Förderungen in der sozialwissenschaftlichen Begleitforschung haben, ist derzeit nicht absehbar. Insbesondere ist derzeit nicht einschätzbar, ob und in welchem Ausmaß nationale Sparpakete Einfluss auf die Akquise nationaler, sozialwissenschaftlicher Projekte haben wird. • Mit Anfang 2028 soll auch das Nachfolgeprogramm zu Horizon Europe, das 10. Forschungsrahmenprogramm, starten. Auch hier ist noch nicht vollständig klar, in welcher Form die Abwicklung erfolgen soll bzw. in welchen inhaltlichen Schwerpunkten Förderansuchen gestellt werden können. • Die inhaltliche und methodische Breite der Projekte, das hochentwickelte Administrationswissen - etwa im Zusammenhang mit förderrechtlichen Abwicklungsprozessen - und die vielfältigen Kompetenzen unserer Mitarbeiter"innen stellen seit vielen Jahren einen wesentlichen Erfolgsfaktor des Instituts dar. Parallel dazu konnte am Institut eine gute Work-Life-Balance für alle Mitarbeiter*innen weiter umgesetzt werden. Unabhängig davon soll jedoch die Betriebsvereinbarung zum Homeoffice im Jahr 2025 nachgeschärft werden, um die bis dahin gewonnenen Erkenntnisse einzuarbeiten. • Der Umsatz im Jahr 2024 wurde - wie bereits berichtet - gesteigert, was unter anderem durch die breite Beteiligung an diversen Förderprogrammen erreicht werden konnte. Nun gilt es, in den kommenden Jahren den Beschäftigungsstand von fast 50 Vollzeitäquivalenten zu halten und gegebenenfalls leicht auszubauen.
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• Auch 2025 werden sich nationale und internationale Förderregelungen, welche die Abrechnungsgrundlage unserer Projekte darstellen, anspruchsvoll gestalten. Insbesondere bei Projektaudits, welche über die Anerkennung von förderfähigen Kosten entscheiden, werden die notwendigen Prozesse und Nachweise intensiver, detaillierter und vielfältiger. • Veränderte Förderregelungen, deren Interpretation auch die Auditor”innen zunehmend fordern, sowie unterschiedliche Abrechnungsmethoden innerhalb der einzelnen Programme, bedeuten für die ZSI GmbH zunehmenden Ressourceneinsatz, um bei den Abrechnungen die Fördergelder vollständig zu erhalten. • Leider ist auch 2025 nicht absehbar, ob bzw. wann seitens der Fördergeber eine Harmonisierung und Vereinfachung der Förderregeln umgesetzt wird, was für die ZSI GmbH eine spürbare Verwaltungsvereinfachung darstellen würde. Aufgrund der professionellen Struktur und Erfahrung der ZSI GmbH konnten die meisten Problematiken mit externen Auditor*innen auch im Jahr 2024 zufriedenstellend gelöst werden. • Im Jahr 2024 hat die ZSI GmbH Mittel für die Weiterbildung und -entwicklung im Themenbereich „künstliche Intelligenz" eingesetzt, um auf diesem Gebiet auf dem aktuellen Wissenstand zu bleiben. Wissenschaftliches Arbeiten ist ohne Einsatz dieser Instrumente hinkünftig nicht mehr möglich. Gleichzeitig ist es für die ZSI GmbH essenziell, bei Einsatz dieser Instrumente die wissenschaftliche Qualität auf höchstem Standard zu wahren. • Abzuwarten bleibt, in welchem Ausmaß der Einsatz von Instrumenten künstlicher Intelligenz seitens der Fördergeber im Rahmen der Bewertung, Vergabe und Budgetierung hinkünftiger Projekte Berücksichtigung findet bzw. ob es zu einer leichten Veränderung der Förderlandschaft kommt. Auch hier gilt es abzuwarten, inwieweit diese Entwicklungen etwa im 10. Forschungsrahmenprogramm Berücksichtigung finden werden. • Weiterhin müssen auch die gestiegenen Anforderungen an die interne Deckungsprüfung zur Vermeidung von Doppelförderungen umgesetzt werden. Ebenso wird das interne Kontrollsystem der ZSI GmbH weiterhin laufend erweitert und verbessert, um sich den sich laufend verändernden Förderbedingungen bestmöglich anzupassen. • Aufgrund der vermehrten Audits und der damit verbundenen Feedbackschleifen verzögerten sich wie in den Vorjahren die Auszahlungen durch die Fördergeber zum Teil. Dadurch steigt weiterhin die Bedeutung der in die Sonderrücklage eingestellten Zufallsgewinne. Diese dient weiterhin nicht nur der Finanzierung von notwendigen Akquiseaufwendungen, sondern auch zur Zwischenfinanzierung laufender Projekte bzw. der Abdeckung von Verlusten, die aus nicht anerkannten Projektkosten sowie Umsatzrückgängen in den Bereichen resultieren. Aufgrund der Inflationsentwicklung der letzten Jahre ist die Sonderrücklage weiterhin sehr bedeutsam, um allfällige - nicht über Fördermittel abrechenbare - gestiegene Gemeinkosten zu bedecken. • Die Wettbewerbssituation um nationale und internationale Fördermittel gestaltet sich weiterhin herausfordernd, ebenso sinken teilweise die effektiven Förderquoten, wie etwa im Rahmen der INTERREG Programme. • Inwieweit die in den vergangenen Jahren stark gestiegene Inflation Auswirkungen auf die Höhe der Fördersummen bzw. Anzahl der geförderten Projekte, insbesondere am Ende von Programmperioden haben wird, ist derzeit nicht absehbar. Somit wird die ZSI GmbH weiterhin gefordert sein, durch eine inhaltliche und strategische
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Erweiterung der Beteiligung an anderen Förderprogrammen eine ausgewogene Risikoverteilung zu erreichen.
4. Zweigniederlassungen
Im Jahr 2024 bestanden keine Zweigniederlassungen.
5. Forschung und Entwicklung
Die Zentrum für Soziale Innovation GmbH ist ein gemeinnütziges wissenschaftliches Institut. Forschung und Entwicklung sind daher die Basis für die Umsetzung vielfältiger Projekte in den drei Bereichen der ZSI GmbH.
Im folgenden Überblick werden die wesentlichen Schwerpunkte dargestellt, um unsere Forschungs- und Entwicklungsprojekte in den einzelnen Bereichen umsetzen zu können. Es handelt sich dabei um eine demonstrative Aufzählung der Methoden und Kompetenzen, welche fortlaufend weiterentwickelt werden:
Der Bereich „Arbeit und Chancengleichheit“ (A&C) arbeitet an folgenden Schwerpunkten:
• Soziale Innovation und Sozialwirtschaft. Wir untersuchen das Potenzial sozialer Innovation und der Sozialwirtschaft für gesellschaftliche Transformation. Wir erforschen, wie soziale Innovation in verschiedenen Kontexten und Phasen zum Tragen kommt. Wir unterstützen soziale Innovator“innen in ihren Innovationsprozessen und tragen zur Entwicklung eines nationalen und transnationalen Okosystems für soziale Innovation bei. • Arbeit. Wir forschen zu innovativen Beschäftigungspolitiken sowie zu den Veränderungen des Arbeitsmarktes und der Arbeitswelt aufgrund gesellschaftlicher Megatrends wie Digitalisierung und KI, Globalisierung, demografischer Wandel und Klimawandel. Dabei bewerten wir kritisch die Chancen und Risiken für Arbeitnehmer"innen, ihre Vertretung und die Arbeitsbeziehungen. • Bildung und junge Menschen. In unseren Projekten arbeiten wir gemeinsam mit jungen Menschen und Akteuren aus den Bereichen Bildung, Ausbildung und Sozialarbeit daran, wie die Teilhabe junger Menschen an Gesellschaft und Wirtschaft gefördert werden kann. • Gesundheit. In unseren Projekten möchten wir insbesondere junge und gefährdete Menschen dabei unterstützen, ihre psychische Gesundheit und Widerstandsfähigkeit zu stärken. Gemeinsam mit verschiedenen Interessengruppen entwickeln wir innovative Lösungen für das Gesundheitswesen.
Folgende Methoden und Zugänge bilden unser Portfolio:
• Stakeholder Engagement und Co-Creation • Partizipative Forschung mit verschiedenen Zielgruppen, insbesondere mit vulnerablen Gruppen. • Unterstützung und Evaluierung von sozialen Innovationsprozessen
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• Evaluierung, Monitoring und Wirkungsanalyse. Unsere Expertise reicht von partizipativer Co-Evaluierung bis hin zu Experimentdesigns. • Qualitative Forschung. Qualitative Interviews, Fokusgruppen, partizipative Beobachtung, fördernde Methoden und Fallstudienmethodiken. • Quantitative Forschung. Umfragedesign, deskriptive und inferenzstatistische Verfahren. • Mixed Methods • Innovative, inklusive Methoden zur Operationalisierung der Social Readiness in F&I- Projekten
Der Bereich „Technik und Wissen“ (T&W) setzt entlang der Kernkompetenzen Forschung, Monitoring, Wissenstransfer und Netzwerkbildung sehr unterschiedliche Projekte um, die flexibel auf die zu lösenden Aufgaben und Bedürfnisse zugeschnitten werden.
Die inhaltliche Ausrichtung von T&W basiert auf folgenden Schwerpunkten:
• Technik und Lernen: In diesem Cluster werden Fragestellungen bearbeitet, die im Zusammenhang mit technologie-unterstütztem Lernen, Hands-on Lernen in Makerspaces und im STEAM Bereich von Relevanz sind. • Soziotechnische Systeme: In diesem Cluster stehen neue Formen von Technikbewertung, Ansätze der nachhaltigen Technikgestaltung mit dem Fokus auf Nutzer*innen, die Verbreitung und Wirkung von neuen Technologien und die wissenschaftliche Erforschung und Begleitung von Nachhaltigkeitsprozessen im Zentrum. • • Wissenschaft und Gesellschaft: Partizipationsprozesse in der Wissenschaft stehen hier in Form von Citizen Science, Open Innovation, Deliberationsprozessen mit unterschiedlichen Stakeholdern, verantwortungsvoller Forschung und Innovation (RRI) und Wissenschaftskommunikation im Fokus. • Sozialökologische Themen: In diesem Cluster geht es um sozial-ökologische Transformationsprozesse, erneuerbare Energien, Energiegemeinschaften, Bioökonomie, Ernährung sowie Klimaschutz und –anpassung.
Die Umsetzung der entsprechenden Projekte erfolgt im Wesentlichen durch folgende wissenschaftliche Zugänge:
• Sozialwissenschaftliche und interdisziplinäre Studien zur Entstehung, Verbreitung und Wirkung von Sozialer Innovation • Entwicklung und Anwendung von partizipativen Prozessen und Multi-Stakeholder Formaten • Entwicklung und Betreuung von regionalen und thematischen Wissensnetzwerken • Planung und Durchführung von Workshops, Symposien und wissenschaftlichen Konferenzen
Der Bereich „Forschungspolitik und Entwicklung“ (F&E) konzipiert und realisiert Projekte im Wechselspiel zwischen Forschung und Anwendung. Diese basieren auf Koope-
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rationen und Netzwerken mit internationalen Partnerorganisationen in der EU, den Erweiterungsländern und Drittstaaten. Viele davon sind finanziert durch die Rahmenprogramme der Europäischen Union (Horizon Europe, Interreg, etc.).
Bei F&E handelt es sich um den größten Bereich der ZSI GmbH, entsprechend vielfältig sind daher seine inhaltlichen Schwerpunkte, wie etwa:
• Koordination und Umsetzung von forschungs- und technologiepolitischen Initiativen der EU in der Region Südosteuropa/Westbalkan • Vernetzung des Europäischen Forschungsraumes mit Forschung und Innovation in Drittstaaten und Regionen in der ganzen Welt • Koordination und Umsetzung von forschungs- und technologiepolitischen Initiativen Österreichs • Beratung im Politikbereich STI (Science-Technology-Innovation) und Internationalisierung von F&E • Evaluierung und begleitendes Monitoring von Projekten und Programmen der Forschungsförderung und Bildungszusammenarbeit • Untersuchung von Innovationssystemen und Wissensgesellschaften
So vielfältig wie die bearbeiteten Themen stellt sich die dafür notwendige Methodenkompetenz dar, die wie folgt zusammengefasst werden kann:
• Forschung, Methoden und Analysen: Studien zur internationalen Bildungs-, Forschungs- und Entwicklungszusammenarbeit • F&E arbeitet speziell im Bereich RTDI (Research, Technology, Development and Innovation) und begleitet dabei den gesamten Zyklus politischer Entscheidungsprozesse (sogenanntes "Policy Making"): Evaluation, Monitoring, Wirkungsmessung von forschungspolitischen Vorhaben sowie die Definition und Umsetzung von politischen Empfehlungen im Bereich RTDI. • klassische qualitative und quantitative Methoden der empirischen Sozialforschung, Analyse regionaler und globaler innovationspolitischer Trends • Datensammlung, Datenaufbereitung, Mapping und vergleichende Analysen • Evaluierungen, begleitendes Monitoring und Wirkungsanalyse von Projekten und Programmen der Forschungsförderung und Bildungszusammenarbeit • Untersuchung von Innovationssystemen und Wissensgesellschaften • Zukunftsorientierte Gestaltung von Forschungspolitik (Foresight) und institutionellem Kapazitätsausbau – Twinning von Institutionen und Anticipatory Governance • Analyse und Unterstützung von Transformationsprozessen in komplexen adaptiven Systemen • Capacity Building, Analyse und Kompetenzaufbau zu Forschungssicherheit mit Fokus auf Organisationen und Organisationseinheiten • Konzeption und Umsetzung von experimentellen Politikinterventionen zur nachhaltigen Provision grundlegender, öffentlicher Services • Beratung: Planung, Umsetzung, Monitoring und Evaluation von Konzepten, Programmen, Institutionen, Instrumenten und Projekten sowie im Bereich internationaler Bildungs-, Forschungs- und Entwicklungspolitik
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• Beratung und Analyse im Bereich R&I (Research & Innovation), Innovationsmanagement sowie in der Koordination und Umsetzung forschungs- und technologiepolitischer Initiativen
6. Voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens
• Aufgrund des aktuellen Betriebsergebnisses wird die gemeinnützige Zentrum für Soziale Innovation GmbH im Jahr 2025 in Teilbereichen weiterhin strategische Veränderungsprozesse umsetzen, um noch stärker in den Kernthemen von Horizon Europe verankert zu sein und dadurch mittelfristig weiterhin eine moderate Umsatzsteigerung zu erreichen. So ist etwa angedacht, die innerhalb der Bereiche implementierte Lab-Struktur weiterzuführen. • Im Jahr 2025 ist es für die ZSI GmbH von großer Bedeutung, weitere Horizon Europe Projekte zu akquirieren, um sowohl den hohen Beschäftigungsstand abzusichern als auch den Übergang ins 10. Forschungsrahmenprogramm gut meistern zu können. • Vor dem Hintergrund des Endes von Horizon Europe mit 2028 sowie den zu erwartenden nationalen Sparmaßnahmen, bleiben Planungsunsicherheiten bestehen. Aufgrund der Marktstellung sowie der laufenden strategischen Maßnahmen rechnet die Geschäftsführung mittel- und langfristig dennoch weiterhin mit einer positiven Entwicklung. • Ebenso könnte die Inflationsentwicklung eine weitere Herausforderung für die ZSI GmbH darstellen, da laufende Projekte mit einer niedrigeren Valorisierung zur Förderung eingereicht wurden. • Homeoffice wird auch im Jahr 2025 weiterhin die bestimmende Arbeitsform darstellen. Gleichzeitig ist das Management der ZSI GmbH gefordert, die Balance zwischen Büroanwesenheit und Homeoffice, gerade für neue Mitarbeiter"innen, neu zu justieren. • Weiterhin setzen wir auf die Vielfalt von Programmen und werden unser Geschäftsmodell - unter Berücksichtigung allfälliger neuer Schwerpunkte - laufend an die sich wandelnde Förderlandschaft anpassen. Aufgrund der unterschiedlichen Förderquoten ist es jedoch weiterhin wichtig, eine abwicklungstechnische Balance zwischen den Programmen zu wahren. • Inhaltlich wird sich die ZSI GmbH noch stärker an die Bedarfe und Themen der für das Institut relevanten Forschungsfelder anpassen.
Dr. Klaus Schuch
Geschäftsführung
Mag. Wolfgang Michalek Geschäftsführung
Wien, am 6. Juni 2025