Inhaltsverzeichnis
Oskar Schmidt GmbH
1. Lagebericht
1.1. Geschäftsverlauf
Erläuterungen über die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen
Die Neuwagenzulassungen haben sich 2025 in Österreich um 12,29 % gegenüber 2024 erhöht. Die Gesamtzulassungen im Jahr 2025 betrugen 284.978 Einheiten (2024: 253.789).
Der Anteil der Fahrzeuge mit alternativen Antrieben (Batterie oder Hybridantrieb) ist deutlich gegenüber 2024 gestiegen. 172.515 Zulassungen bedeuten einen Anteil von 60,5% (2024: Anteil 49,5%).
Reine Elektrofahrzeuge (ohne Hybrid) wurden im Jahr 2025 60.651 (Anteil: 21,3 %) Stück zugelassen und damit um 16.029 mehr als 2024.
Der Anteil von Dieselfahrzeugen ist weiterhin rückläufig und reduzierte sich 2025 auf 11,6% (2024: 17,4 %).
Bei unserer Hauptmarke Ford konnte der Marktanteil auf 2,86 % (VJ 2,62 %) verbessert werden. In absoluten Zahlen wurden 8.163 Einheiten der Marke Ford in Osterreich neu zugelassen (+22,64 % gg.
Vorjahr).
Bei Peugeot ist der Marktanteil mit 3,23 % ebenfalls gestiegen (VJ 3,07%). Insgesamt wurden in Österreich von der Marke Peugeot 9.200 Einheiten neu zugelassen (2024: 7.801).
Bei Volvo lag der Marktanteil mit 1,57% unter dem Vorjahr (2024: 1,82 %). Im gesamten Marktgebiet
Osterreich wurden von der Marke Volvo 4.469 Einheiten neu zugelassen (2024: 4.609).
Im Bundesland Salzburg war die Steigerung im PKW-Neuwagensegment mit +11,96 % etwas geringer als im Osterreichschnitt.
Im Nutzfahrzeugbereich bis 3,5 t hat die Marke Ford eine wesentliche Bedeutung für unser Unternehmen.
Insgesamt wurden in Osterreich im Jahr 2025 33.451 Nutzfahrzeuge bis 3,5 t zugelassen. Das bedeutet
einen Anstieg in Höhe von + 1,1 % gegenüber 2024 (2024: 33.088 NZL).
Die Marke Ford steigert den Absatz um 6,22 % gg. 2024 und liegt mit einem Marktanteil von 19,60 % (2024:
18,66%) ganz knapp hinter VW (19,67%) an zweiter Stelle der Zulassungen.
Im Bundesland Salzburg lag der Anstieg sogar über dem Osterreich-Durchschnitt. Die Neuzulassungen im Nutzfahrzeugbereich bis 3,5 t erhöhten sich um 5,25 % im Vergleich zum Vorjahr.
Rechtliche und gesellschaftliche Einflussfaktoren
Die Steuer- und Energiepolitik und die damit auch im Zusammenhang stehenden Mobilitätskosten werden auch in den nächsten Jahren sehr stark das Kaufverhalten beeinflussen. Beispielsweise wird die geplante Sachbezugspflicht bei Firmenfahrzeugen mit Elektroantrieb Einfluss auf die nachgefragten Antriebsvarianten haben.
Ferner auch die Tatsache, dass für viele "Junge" das Fahrzeug an Wichtigkeit verliert und u.a. Carsharing- Modelle bzw. Mietfahrzeuge - vor allem in den Ballungszentren - eine bedeutende Alternative darstellen.
Entwicklung des Ergebnisses
Steigerungen der Absatzzahlen im Neu- und Gebrauchtwagenverkauf, niedrigere Mieten durch den endgültigen Auslauf des Mietvertrages Wals und deutlich geringere Finanzierungskosten u.a. aufgrund der Reduzierung des Lagerbestandes wirken sich positiv auf die Ergebnisentwicklung aus und führen zu einer signifikanten Verbesserung des Jahresüberschusses gegenüber 2024.
Oskar Schmidt GmbH
Beschaffungsbereich
Die Verfügbarkeit von Neufahrzeugen war insgesamt zufriedenstellend. Signifikante Lieferverzögerungen oder -engpässe lagen trotz der Marken- und Modellvielfalt nicht vor.
Auch die Verfügbarkeit an gebrauchten Fahrzeugen war im akzeptablen Bereich.
Die Modellvielfalt vor allem aufgrund alternativer Antriebe bedeutet aber in Zukunft für den Handel eine veränderte Lager- und Bestellsituation, um den Kundenansprüchen gerecht zu werden. Auch die Umweltsituation spielt eine große Rolle. Besonders die steigenden Treibstoffkosten führen zu einer Veränderung des Kaufverhaltens und stärkeren Nachfrage nach alternativen Antriebsarten.
Bei den Gebrauchtwagen steigt die Nachfrage nach gebrauchten Elektrofahrzeugen und daher wird die Beschaffung von gebrauchten Elektrofahrzeugen ein wesentlicher Faktor werden.
Service- und Reparatur
Der Markt bzw. das Umsatzpotenzial im Bereich Service und Reparaturen ist sehr stabil und damit eine wichtige Grundlage für einen rentablen KFZ-Einzelhandel.
Durch größere Zuverlässigkeit der Fahrzeuge und höhere Serviceintervalle wird jedoch die herkömmliche Art der Dienstleistung etwas in den Hintergrund gedrängt. Es entstehen neue Betätigungsfelder im Bereich Elektronik, Multimedia etc. Die Markenhändler und Werkstätten orientieren sich in zusätzlichen Nischen und schließen Werkstattverträge ab, um eine ausgeglichene Auslastung in den Betrieben zu erreichen.
Sehr großen Einfluss auf die Werkstattarbeiten- und Umsätze hat der steigende Anteil der Elektrofahrzeuge. Vor allem die Arbeiten im Zusammenhang mit Batterietechnologie bzw. Hochvolttechnologie stellen hier große Herausforderungen dar. Der Wartungsaufwand ist hingegen deutlich geringer und damit auch der Erlös pro Fahrzeug.
Durch die Vielfalt der Antriebsvarianten und den sehr hohen Anteil an Software-Lösungen in Autos steigen die Anforderungen an die fachliche Ausbildung der Mitarbeiter. Ein wesentlicher Punkt ist und bleibt daher, gut ausgebildete Mitarbeiter in ausreichender Anzahl zu finden und an das Unternehmen zu binden. U.a. Maßnahmen wie Anpassung der Arbeitszeitmodelle bzw. Lohnstrukturen sind essentiell, um qualifiziertes Personal langfristig an den Betrieb zu binden und so einen hohen Qualitäts-Standard im Autohaus zu gewährleisten..
Der Karosseriebereich ist geprägt von Veränderungen im Versicherungswesen. Schadenssteuerung und alternative Reparaturmethoden verändern die Rahmenbedingungen für Unternehmen, bieten aber auch Chancen, neue Betätigungsbereiche zu erschließen. Kleinschadenreparaturen, Dellen drücken, Windschutzscheibenreparaturen und Spot-Repair werden immer mehr zum Thema, um Werkstätten die nötige Auslastung zu bringen.
Auch Serviceverträge mit Versicherungen, Fahrparkdienstleistern und Leasingunternehmen verändern den Reparaturmarkt.
Verkaufspreise
Der durchschnittliche Erlös pro Neuwagen ist gesamt um 8,12% gegenüber 2024 gestiegen. Der Preisanstieg betrifft alle Marken, wobei Citroen mit + 29,7 hervorsticht. Mengenmäßig wurden sogar um 15,62% mehr Neuwagen verkauft.
Der Durchschnittserlös pro Gebrauchtwagen konnte gesteigert werden und liegt um 4,83% über 2024. Auch die verkauften Stückzahlen liegen um 2,69% über dem Vorjahr. Rückläufig war allerdings der erzielte Bruttoertrag, der mit 3,49% unter dem Vorjahr (5,70%) liegt.
ageber
Oskar Schmidt GmbH
Die Preise im Werkstattbereich wurden erhöht und der durchschnittliche Erlös pro Stunde liegt um ca. + 8,54% über 2024.
Absatzbereich
Der Umsatz in den einzelnen Bereichen entwickelte sich wie folgt:
| Umsatz wertmäßig 2025 | Veränderung in % |
|---|---|
| Neu- und Vorführwagen | 25,07% |
| Gebrauchtwagen | 8,16% |
| Teile und Zubehör | -2,92% |
| Werkstätte | 1,50% |
Investitionsbereich
Die Investitionen in immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und Finanzanlagen betrugen im Geschäftsjahr 2025 rund 335 TEUR. Die größten Investitionen resultieren aus den folgenden Bereichen:
• EDV Hard- und Software: 70 TEUR • Einrichtung Werkstatt Alpenstraße Hebebühnen: 77 TEUR • Trockner und Lackierkabine Schalchen: 29 TEUR
Finanzierungsbereich
Die bereits 2024 eingeleiteten Maßnahmen zur Reduzierung der verzinsten Lagerbestände zeigten 2025 auf alle Fälle Erfolge. Das Finanzergebnis (Saldo aus Zinsaufwendungen und Zins- bzw. Beteiligungserträgen) konnte u.a. dadurch deutlich gegenüber 2024 verbessert werden und beträgt rund -601 TEUR (2024: -1.005 TEUR).
Personal- und Sozialwesen
Der Personalstand wurde annähernd konstant gehalten. Im Durchschnitt waren 201 Mitarbeiter beschäftigt (2024: 202 Mitarbeiter)
Wichtige Ereignisse während des Geschäftsjahres
Der Mietvertrag am Standort Wien wurde nicht verlängert und lief per 31.12.2025 aus. In der Filiale ist seit 1.1.2026 ein Vertriebsmitarbeiter aus unserer Firma beschäftigt, der vor Ort Neuwagenvermittlungen und Gebrauchtwagenverkäufe für unsere Zentrale tätigt.
1.2. Bestehende Zweigniederlassungen
• Hof bei Salzburg (Ford, Citroen Servicebetrieb) • Tamsweg (Ford, Mazda Servicebetrieb) • Kitzbühel (Mitsubishi, Volvo, Citroen und Maxus Servicebetrieb) • Schalchen (Ford, Opel, MG, Maxus, Volvo, Mazda Servicebetrieb) • Wien (Freie Werkstätte, ab 2026 nur mehr Neu- und Gebrauchtwagenvermittlung)
1.3. Lage der Gesellschaft
Absatzlage
Die Entwicklung ist in allen Bereichen sehr positiv, insbesondere die Neuwagenauslieferungen konnten um 15,6 % gegenüber 2024 gesteigert werden. Wertmäßig wird eine Gesamt-Umsatzsteigerung von 16,4 % erzielt.
Detaillierte Darstellung der Umsatzerlöse
| 2025 | 2024 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| TEUR | Anteil % | TEUR | Anteil % | +/- Vorjahr | +/- in % | |
| Erlöse KFZ Handel | 110.030 | 92,7 | 93.505 | 91,7 | 16.524 | 17,7 |
| Erlöse KFZ Werkstätte | 7.883 | 6.6 | 7.694 | 7,6 | 188 | 2,5 |
| Miet- und Pachterlöse | 128 | 0.1 | 101 | 0,1 | 27 | 26,9 |
| Provisionen | 167 | 0,1 | 124 | 0,1 | 43 | 33,7 |
| Nebenerlöse | 443 | 0.4 | 516 | 0,5 | -73 | -14,1 |
| Skonti | -12 | -0,1 | -7 | -0,2 | -5 | 51,4 |
| Summe (gerundet) | 118.640 | 101.934 | 16.705 | 16,4 |
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT)
Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern entspricht dem um den Zinsaufwand korrigierten Ergebnis vor Steuern (Summe aus Z 8 und Z 12).
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern | 2025 | 2024 |
|---|---|---|
| Ergebnis vor Steuern (Summe aus Z 8 und Z 12) | 79.923,54 | -1.087.095,55 |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen gem. § 231 Abs 2 Z 15 bzw. Abs 3 | ||
| Z 14 UGB | 876.452,43 | 1.208.485,93 |
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern | 956.375,97 | 121.390,38 |
Umsatzrentabilität
Die Umsatzrentabilität entspricht dem Verhältnis aus Ergebnis vor Steuern und den Umsatzerlösen.
| Umsatzrentabilität | 2025 | 2024 |
|---|---|---|
| Ergebnis vor Steuern (Summe aus Z 8 und Z 12) / Umsatzerlöse x 100 | 0,07% | -1,1% |
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Eigenkapitalrentabilität
Die Eigenkapitalrentabilität ergibt sich aus dem Verhältnis des Ergebnisses vor Steuern (Summe aus Z 8 und Z 12) zum Eigenkapital.
| Eigenkapitalrentabilität | 2025 | 2024 |
|---|---|---|
| Ergebnis vor Steuern (Summe aus Z 8 und Z 12) / Eigenkapital zum | ||
| 01.01.2025 x 100 | 2,1% | -27,2% |
Gesamtkapitalrentabilität
Die Gesamtkapitalrentabilität ergibt sich aus dem Verhältnis des Ergebnisses vor Zinsen und Steuern zum Gesamtkapital.
| Gesamtkapitalrentabilität | 2025 | 2024 |
|---|---|---|
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern / Gesamtkapital zum 01.01.2025 x 100 | 2,4% | 0.3% |
Vermögenslage
| in TEUR | 31.12.2025 | 31.12.2024 | +/- TEUR | +/- in % |
|---|---|---|---|---|
| Vorräte | 25.931 | 28 425 | -2.494 | -8,8 |
| Lieferforderungen | 3.553 | 4 597 | -1.044 | -22,7 |
| Forderungen gg. verbundenen Unternehmen | 6.572 | 3 357 | 3.215 | 95,8 |
| Sonstige Forderungen | 1.485 | 1 464 | 21 | 1,4 |
| Flüssige Mittel | 18 | 199 | -181 | -91,0 |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 61 | 61 | 0 | 0,0 |
| Summe kurzfristiges Umlaufvermögen | 37.620 | 38 103 | -483 | -1,3 |
| Kurzfristige Rückstellungen | 588 | 536 | 52 | 9.7 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 30.053 | 8 737 | 21.316 | 244,0 |
| Erhaltene Anzahlungen | 596 | 715 | -119 | -16,6 |
| Lieferverbindlichkeiten | 779 | 23 092 | -22.313 | -96.6 |
| Verbindlichkeiten gg. verbundenen Unternehmen | 42 | 71 | -29 | -40,8 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 1.607 | 1 379 | 228 | 16,5 |
| Summe kurzfristiges Fremdkapital | 33.665 | 34 530 | -865 | -2,5 |
| Working Capital (Netto-Umlaufvermögen) | 3.955 | 3.573 | 382 | 10,7 |
| Immaterielles Anlagevermögen | 276 | 307 | -31 | -10,1 |
| Sachanlagen | 1 589 | 1 827 | -238 | -13,0 |
| Finanzanlagen | 236 | 213 | 23 | 10,8 |
| Summe Anlagevermögen | 2 101 | 2 347 | -246 | -10,5 |
| Aktive latente Steuern | 168 | 166 | 2 | 1,2 |
| Summe langfristiges Umlaufvermögen | 168 | 166 | 2 | 1,2 |
| Langfristige Rückstellungen | 2.240 | 2.134 | 106 | 5,0 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 135 | 175 | -40 | -22,9 |
| Summe langfristiges Fremdkapital | 2.375 | 2.309 | 66 | 2,9 |
| Reinvermögen (Eigenkapital) | 3.849 | 3.778 | 72 | 1,9 |
Bilanz
| in EUR | 31.12.2025 | 31.12.2024 +/- TEUR | +/- in % | |
|---|---|---|---|---|
| Stammkapital | 37 | 37 | 0 | 0,0 |
| Kapitalrücklagen | 590 | 590 | 0 | 0,0 |
| Gewinnrücklagen | 4 | 4 | 0 | 0,0 |
| Bilanzgewinn | 2.598 | 2.519 | 79 | 3,1 |
| Einlage stiller Gesellschafter | 581 | 581 | 0 | 0,0 |
| Investitionszuschüsse | 39 | 47 | -8 | -17,0 |
| Summe Eigenkapital | 3.849 | 3.778 | 71 | 1,9 |
| Summe Fremdkapital | 36.041 | 36.839 | -799 | -2,2 |
| Bilanzsumme | 39.889 | 40.617 | -725 | -1,8 |
Die Bilanzsumme hat sich um -1,8% verringert, das Fremdkapital liegt -2,2% unter dem Vorjahr, das Eigenkapital durch den Jahresgewinn um 1,9% über 2024.
Liquidität und Verschuldungsgrad
| In | % | 31.12.2025 | 31.12.2024 | 31.12.2023 |
|---|---|---|---|---|
| Liquidität und Verschuldungsgrad | 936,3 | 975,1% | 770,5% | |
Fremdkapital/Eigenkapital * 100
Oskar Schmidt GmbH
Geldflussrechnung
| in TEUR | 2025 | 2024 | ||
|---|---|---|---|---|
| 1 | Ergebnis vor Steuern | 80 | -1 087 | |
| +/- Abschreibungen/Zuschreibungen auf Vermögensgegenstände des | ||||
| 2 | Investitionsbereichs | 576 | 571 | |
| -/+ Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Vermögensgegenständen des | ||||
| 3 | Investitionsbereichs | -2 | 3 | |
| -+ Beteiligungserträge, Erträge aus anderen Wertpapieren und | ||||
| 4 | Ausleihungen des Finanzanlagevermögens sowie sonstige Zinsen und ähnliche Erträge/Zinsen und ähnliche Aufwendungen | 602 | 1 005 | |
| +/- sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge, soweit nicht | ||||
| 5 | Posten 7 bis 9 betreffend | -8 | -8 | |
| 6 | Geldfluss aus dem Ergebnis | 1 247 | 483 | |
| -/+ Zunahme/Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und | ||||
| 7 | Leistungen sowie anderer Aktiva | 303 | -207 | |
| 8 | +/- Zunahme/Abnahme von Rückstellungen | 159 | -41 | |
| -/+ Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und | ||||
| 9 | Leistungen sowie anderer Passiva | -22 233 | 4 285 | |
| 10 | Netto-Geldfluss aus der betrieblichen Tätigkeit vor Steuern | -20 525 | 4 520 | |
| 11 | - Zahlungen für Ertragsteuern | -3 | 233 | |
| 12 | Netto-Geldfluss aus der betrieblichen Tätigkeit | -20 528 | 4 753 | |
| 13 | + Einzahlungen aus Anlagenabgang (ohne Finanzanlagen) | 8 | 3 | |
| 15 | - Auszahlungen für Anlagenzugang (ohne Finanzanlagen) | -312 | -369 | |
| 16 | - Auszahlungen für Finanzanlagenzugang und sonstige Finanzinvestitionen | -23 | -105 | |
| 17 | + Einzahlungen aus Beteiligungs-, Zinsen- und Wertpapiererträgen | 275 | 204 | |
| 18 | Netto-Geldfluss aus der Investitionstätigkeit | -52 | -267 | |
| + Einzahlungen aus der Begebung von Anleihen und der Aufnahme von | ||||
| 22 | Finanzkrediten | 21.276 | 0 | |
| 23 | - Auszahlungen für die Tilgung von Anleihen und Finanzkrediten | 0 | -3 098 | |
| 24 | - Auszahlungen für Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -876 | -1 208 | |
| 25 | Netto-Geldfluss aus der Finanzierungstätigkeit | 20 399 | -4 307 | |
| 26 | zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestandes | -181 | 176 | |
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| 27 | + Finanzmittelbestand am Beginn der Periode | 199 | 24 | |
|---|---|---|---|---|
| 28 | Finanzmittelbestand am Ende der Periode | 18 | 199 |
Umgliederung von Liefer- und Bankverbindlichkeiten:
Die Finanzierung von Neu- und Vorführwagen übernehmen seit einigen Jahren von den Herstellern beauftragte Banken. Der Ausweis erfolgte jedoch bisher unter den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Im aktuellen Geschäftsjahr wird dies geändert und erfolgt eine Zuordnung zu den Bankverbindlichkeiten.
| eb | (c) |
|---|---|
| Oskar Schmidt GmbH |
Ertragslage
| +/- in | ||||
|---|---|---|---|---|
| in TEUR | 2025 | 2024 | +/- TEUR | % |
| Umsatzerlöse | 118 640 | 101 934 | 16 705 | 16,4 |
| Bestandsveränderung | 8 | 25 | -16 | -65,7 |
| Betriebsleistung | 118 648 | 101 959 | 16 689 | 16,4 |
| Aufwendungen für Material und sonstige bezogene | ||||
| Leistungen | 100 871 | 85 302 | 15 569 | 18,3 |
| Rohertrag I | 17 777 | 16 657 | 1 120 | 6,7 |
| Personalaufwand gesamt | 11 634 | 11 342 | 291 | 2,6 |
| Rohertrag II | 6 144 | 5 315 | 829 | 15,6 |
| sonstige betriebliche Erträge | 117 | 107 | 10 | 9,9 |
| sonstige betriebliche Aufwendungen | 5 003 | 4 933 | 70 | 1,4 |
| Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen | ||||
| (EBITDA) | 1 258 | 488 | 770 | 157,6 |
| Abschreibungen | 576 | 571 | 6 | 1,0 |
| Erträge aus Beteiligungen | 26 | 32 | -7 | -20,7 |
| sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 249 | 171 | 78 | 45,4 |
| Finanzerträge gesamt | 275 | 204 | 71 | 34,8 |
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern | 956 | 121 | 835 | 687,9 |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | 876 | 1 208 | -332 | -27,5 |
| Ergebnis vor Steuern | 80 | -1 087 | 1 167 | -107,4 |
| Steuern vom Einkommen | 1 | -242 | 243 | -100,3 |
| Jahresüberschuss | 79 | -845 | 924 | 109,4 |
2. Bericht über die voraussichtliche Entwicklung und die Risiken des Unternehmens
2.1. Tendenzielle Entwicklung von Umsatz und Ergebnis:
Wirtschaftliche und politische Ereignisse bzw. Rahmenbedingungen:
Trotz wiederkehrender, negativer wirtschaftlicher und politischer Schlagzeilen zeigt sich die Autobranche in Osterreich sehr stabil. Von den Automobil-Importeuren werden im Jahr 2026 Zuwächse bei den Neuzulassungen und ein Gesamtmarkt von über 300.000 Fahrzeugen erwartet (2025: 284.978).
Die Fahrzeugimporteure haben in den letzten Jahren an einer Umstellung ihres Vertriebssystems gearbeitet.
Zum Teil gab es Anderungen, aber viele Hersteller sind auch beim bestehenden System geblieben.
Mittlerweile haben sich die Vertriebssysteme gefestigt und die sogenannte europäische KFZ- Gruppenfreistellungsverordnung (= der rechtliche Rahmen für Vertriebssysteme im Fahrzeug-Handel) ist bestätigt worden.
Eine verbreitete Vertriebsvariante ist das sogenannte Agenturmodell. Stellantis (Peugeot, Citroen, Opel) hat mit dem System bereits im Jahr 2023 gestartet. Ein großer Vorteil dieses Systems ist, dass risikobehaftete Themen (Lagerbestände, Zinsen) beim Importeur bleiben. Gleichzeitig sinken jedoch die dem Einzelhandel gewährten Margen.
Die Zinspolitik der EZB lässt ein weiteres Ansteigen der Leitzinsen und somit der Finanzierungskosten erwarten. Umso mehr gilt es, das in den Lagerbeständen gebundene Kapital möglichst gering zu halten.
Absatzlage
Die Zulassungszahlen haben sich im letzten Jahr wieder deutlich erholt. Sowohl bei PKW als auch bei leichten Nutzfahrzeugen ist das letzte Jahr positiv verlaufen. Dieser positive Trend sollte sich 2026 fortsetzen, die Steigerungen im ersten Halbjahr (PKW-Neuzulassungen 1-6 2026: + 15,01% gg. Vorjahr; Nutzfahrzeuge +46,4 % gg. Vorjahr) bestätigen die Erwartung.
Mit unserem Markenportfolio sind wir im Markt gut positioniert und werden vom Anstieg der Gesamtnachfrage profitieren. Die Verkaufszahlen im ersten Halbjahr (+ 20,9% gegenüber 1-6 2025) untermauern diese Entwicklung.
Zusätzlich werden die Automobilhersteller günstigere Elektro-Fahrzeuge auf den Markt bringen, wodurch auch in diesem Bereich von steigenden Stückzahlen auszugehen ist.
Entwicklung
Wesentliche strukturelle Maßnahmen wie der Auslauf des Mietvertrages in Wals, die Etablierung des Standortes Schalchen (nach der Übersiedlung von Mattighofen nach Schalchen im Jahr 2024) und der Werkstätten-Umbau in Salzburg wurden 2025 abgeschlossen. Damit wurden für 2026 deutlich bessere Rahmenbedingungen geschaffen.
Die Personalsuche ist auch für uns ein permanentes Thema. Erfreulicherweise gibt es aber in allen Bereichen erfahrene Mitarbeiter mit langjähriger Firmenzugehörigkeit, wodurch Engpässe sehr gut kompensiert bzw. anforderungsgerecht gelöst werden können.
Auch die Rahmenbedingungen im Neuwagenbereich, bedingt durch die Marken – und Modellvielfalt und die sehr gute Verfügbarkeit der unterschiedlichen Antriebsvarianten (von Diesel, Benzin über Hybrid bis zum reinen Elektro-Antrieb) lassen eine stabile bzw. positive Entwicklung erwarten.
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2.2. Wesentliche Risiken und Ungewissheiten
Steuerpolitik
Die Steuerpolitik ist ein permanentes Risiko, da diese gerade den Fahrzeugkauf und auch -betrieb stark betrifft und schwer abschätzbar ist. Gerade im Bereich Elektro-Fahrzeuge spielt die Förder- bzw. Steuerpolitik eine wesentliche Rolle. Anreize für den Umstieg auf Elektromobilität fehlen derzeit weitestgehend.
Forderungen
Das Risiko in Bezug auf Forderungen wird durch striktes Forderungsmanagement mit hoher Mahnfrequenz, Bonitätsprüfungen und Vorauskassen minimiert.
Liquidität
Die Finanzierungsstruktur ist komplex, entspricht aber absolut den Anforderungen, die sich aufgrund des operativen Geschäfts und der Markenvielfalt ergeben. Für einen Kreditrahmen besteht eine Befristung bis 31.3.2027. Wir können aber davon ausgehen, dass eine Umwandlung in einen unbefristeten Vertrag erfolgen wird.
Ein mögliches Liquiditätsrisiko durch eine ungünstige Entwicklung im Vorrats- bzw. Forderungsbereich wird durch ein permanentes Monitoring ggf. gemeinsam mit den Abteilungsleitern vermieden.
Budget-Abweichungen mit Auswirkungen auf Ergebnis und Liquidität werden kurzfristig gegengesteuert.
IT-Systeme
Das Risiko der IT-Systeme wird durch die Nutzung von Standardsoftware mit Wartungsvertrag minimiert. Grundsätzlich sind auch externe Dienstleister in der Lage, unsere IT-Systeme am Laufen zu halten. Um einen möglichen Schaden aus Cyberangriffen zu vermeiden, wurden und werden laufend geeignete Maßnahmen wie die Verwendung einer aktuellen Firewall und Virenschutzsoftware, Datensicherungen außerhalb des Firmen-Netzwerkes und räumlich getrennt, Mitarbeiterschulungen, eingeschränkte Zugriffsrechte, Mehr- Faktoren-Authentifizierung etc. gesetzt.
Werthaltigkeit der Waren
Die Werthaltigkeit der Waren wird durch das Niederstwertprinzip sowie durch Abwertung je nach Lagerdrehung sichergestelt. Aktives, permanentes Bestandsmanagement und vorsichtige Einkaufspolitik verhindern eine Überalterung der Waren und somit übermäßigen Wertverlust.
Produkthaftungen
Als Händler besteht in Bezug auf Produkthaftung kein besonderes Risiko. Produktmängel werden vom Importeur/Produzenten gedeckt. Haftungen aus Mängeln im Werkstattbetrieb sind durch Versicherungen gedeckt.
Personal
Die Fluktuation ist im Branchenvergleich üblich. Fachpersonal für Werkstätten ist schwieriger zu finden, kann aber ohne größere Verzögerungen wieder nachbesetzt werden. Mit gezielten Schulungen, Benefits und Firmenveranstaltungen versuchen wir, die Motivation und Zufriedenheit hoch zu halten und die Mitarbeiter an das Unternehmen zu binden.
Tendenzielle Entwicklung von Umsatz und Ergebnis
Die Zahl der PKW und Nutzfahrzeugzulassungen in Osterreich wird 2025 im höheren einstelligen %-Bereich über dem Vorjahr liegen (siehe auch Punkt Absatzlage). Wir gehen davon aus, dass auch in unserer Unternehmensgruppe der Absatz gegenüber 2025 auf einem ähnlichen Niveau gesteigert werden kann.
Dafür sprechen die Mehrmarken-Struktur und unsere Erfahrungen im Nutzfahrzeugbereich.
Durch die Mehr-Markenstruktur im Vertrieb haben wir ein breites Angebot sowohl an konventionellen als auch an alternativ angetriebenen Fahrzeugen. Die steigende Nachfrage nach Hybrid- und Elektrofahrzeugen können wir sehr gut bedienen und auch in Zukunft haben wir gute Voraussetzungen, um von diesem wachsenden Segment profitieren zu können.
Zusätzlich wird unsere breite Nutzfahrzeugpalette das Geschäft 2026 ankurbeln und vom wachsenden Markt profitieren. Besonders, da wir in diesem Segment eine unserer Kernkompetenzen sehen.
Im Gebrauchtwagenbereich, der sich generell sehr verhalten zeigt, liegt der Fokus auf der Qualität des Gebrauchtwagen-Bestandes. Im Wesentlichen ist hier ein gesunder Mix von Verbrennersfahrzeugen, Hybridfahrzeugen und Elektromodellen der Erfolgsfaktor. Eine schnelle Drehung mit geringen Standtagen wird die Basis für zufriedenstellende Erträge sein.
Anzumerken ist, dass die Gebrauchtwagenabteilung prsonell 2025 und 2026 neu aufgestellt wurde und von dieser neuen Mannschaft wieder bessere Erträge als in den vergangenen Jahren zu erwarten sind.
Im Werkstatt- und Teilebereich erwarten wir 2026 leicht steigende Umsätze. Ein stabiler Fahrzeugbestand im Einzugsgebiet und Umsatzpotenzial durch Ausweitung unseres Markenportfolios auf unsere Filialen gewährleisten auch in Zukunft stabile Umsätze und Erträge.
Die Filiale Wien wurde 2025 redimensioniert und wird seit Anfang 2026 als reiner Vermittlerstandort mit einem Mitarbeiter ohne wesentliche Fixkosten geführt.
Steigenden Finanzierungskosten aufgrund der Leitzins-Anhebungen werden wir durch ein straffes Bestandsmanagement gegenwirken.
Durch ein laufendes Controlling und Liquiditätsmanagement werden mögliche Fehlentwicklungen rasch erkannt und Gegenmaßnahmen eingeleitet.
In den letzten beiden Jahren wurden Zuständigkeiten und Aufgaben in der Führungsstruktur angepasst, sodass kunden-, markt- und herstellerseitige Anforderungen bestmöglich erfüllt werden können.
Eine eigene PV-Anlage am Standort Alpenstraße und Ladestationen an allen Standorten für interne und externe Kunden sind wichtigen Voraussetzungen für die zunehmende E-Mobilität.
Ausblick:
Ein ausgewogenes, zukunftstaugliches Markenportfolio, ein stabiler Personalstamm mit zahlreichen erfahrenen Mitarbeitern und ein konsequentes Kostenmanagement sorgen für eine solide Basis, um zukünftig wieder die erforderlichen Erträge erwirtschaften zu können.
Marken und Filialen stehen aber regelmäßig am Prüfstand. Sollten die Ertragserwartungen nicht erfüllt werden, werden mitunter auch kurzfristige Maßnahmen zur Redimensionierung oder Beendigung eingeleitet. Die zukünftige Konzentration auf nachhaltig ertragsstarke Geschäftsbereiche und Trennung von Verlustbringern wird ein wesentlicher Teil der zukünftigen Unternehmensausrichtung sein.
Oskar Schmidt GmbH
3. Forschung und Entwicklung
Forschung und Entwicklung im engeren Sinn wird im Unternehmen nicht betrieben.
186.626 f
Datym/Untersohrift Geschäftsführer