Inhaltsverzeichnis
9. 1. Geschäftsverlauf
9.1, 1,1. Wirtschaftliche und gesellschaftliche Rahmenbedingungen in Österreich
Im Jahr 2024 setzte sich die bereits im Vorjahr eingetretene Rezession in Österreich mit spürbaren Auswirkungen auf nahezu alle Wirtschaftsbereiche fort. Zwar konnte das Bruttoinlandsprodukt im ersten Halbjahr 2024 temporär leicht zulegen – insbesondere getragen durch den privaten Konsum und Teile des Dienstleistungssektors —, jedoch blieb die konjunkturelle Erholung insgesamt schwach und uneinheillich. Der industrielle Sektor, insbesondere die Bauwirtschaft, zeigte weiterhin rückläufige Tendenzen. Rückgänge bei Baugenehmigungen, ein verlangsamtes Exportwachstum sowie geringe Investitionsdynamik präglen das gesamtwirtschaftliche Bild.
Auch auf europäischer Ebene war 2024 ein Jahr der Konsolidierung: In der EU blieb das Wachstum insgesamt unter den Erwartungen. Die europäische Zentralbank verfolgte weiterhin eine restriktive Geldpolitik, um die immer noch über dem Zielkorridor liegende Inflation zu bekämpfen. Zwar konnte die Teuerung gegenüber dem Vorjahr gedämpft werden, jedoch vor allem durch Nachfrageverlagerungen, schwache Reallohnentwicklungen und rückläufige Energiepreise – weniger durch strukturelle Entspannung auf Angebotsseite.
Global zeigten sich unterschiedliche Entwicklungsmuster: Während Nordamerika in eine Phase moderalen Wachstums überging, setzte sich in China die wirtschaftliche Schwäche – unter anderem durch struklurelle Probleme im Immobiliensektor – fort. Internationale Lieferketten stabilisierten sich im Jahresverlauf weiter, wenngleich geopolitische Spannungen (insb. im Nahen Osten und mit Blick auf die Handelsbeziehungen zu China) weiterhin Unsicherheiten mit sich bringen.
Der österreichische Arbeitsmarkt blieb 2024 trotz der angespannten Konjunktur relativ robust. Die Arbeitslosenquote stieg moderat, was jedoch insbesondere saisonale und demografische Gründe halte. Der Fachkräftemangel war weiterhin in vielen Branchen spürbar, wenngleich die Dynamik leicht abnahm. Unternehmen blieben gezwungen, ihre Personalressourcen vorsorglich zu halten, um auf eventuelle Auftragsbelebungen flexibel reagieren zu können.
Auf dem Beschaffungsmarkt traten gegen Jahresende 2024 erste Anzeichen einer erneulen Rohstoffverknappung auf. Nach einer Phase relativer Entspannung im ersten Halbjahr führten einerselts globale Nachfrageanstiege, andererseits logistische Engpässe und wetterbedingte Transporteinschränkungen – insbesondere in der Forst- und Holzwirtschaft – zu regionalen Knappheiten. Diese Entwicklung wurde durch einen starken Preisauftrieb bei einzelnen Vorprodukten und Primärrohsloffen begleitet.
Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass sich die wirtschaftliche Lage 2024 durch eine Kombination aus hoher Unsicherheit, schwachem strukturellem Wachstum und beginnender Angebotsknappheit in einzelnen Sektoren auszeichnete. Der Ausblick bleibt vorsichtig: Solange Zinsen hoch bleiben und Investitionen verzögert erfolgen, ist auch im kommenden Jahr mit einem nur langsamen Konjunkturaufschwung zu rechnen.
9.2. 1.2. Wirtschaftliche und gesellschaftliche Rahmenbedingungen in der Region
Die wirtschaftliche Entwicklung in Osttirol folgte im Jahr 2024 im Wesentlichen dem nationalen und europäischen Trend, wobei sich regionale Besonderheiten weiterhin deutlich zeigten. Zwar herrschte im Großteil des Jahres nominell noch Vollbeschäftigung, jedoch war bereits eine spürbare Abschwächung am Arbeitsmarkt erkennbar. Besonders betroffen waren große Industriebetriebe, die aufgrund rückläufiger Auftragslagen gezwungen waren, Personal abzubauen oder auf natürliche Fluktuation nicht mehr nachzubesetzen.
Die Bauwirtschaft, die in den vergangenen Jahren trotz Krisenphasen eine stabile Säule darstellte, verzeichnete 2024 einen deutlichen Rückgang. Neue Projekte – insbesondere im Wohnbau sowie im gewerblichen und industriellen Großbau – wurden kaum mehr projektiert oder verzögert, was sich direkt auf Beschäftigung und Materialnachfrage auswirkte. Auch das Baunebengewerbe bekam diesen Trend zunehmend zu spüren.
Im Bereich der Holzwirtschaft zeigte sich eine zusätzliche Herausforderung: Gegen Jahresende wurde Rundholz in der Region zunehmend knapp, unter anderem aufgrund der erhöhten Nachfrage, witterungsbedingter Ernteverzögerungen und logistischer Engpässe. Parallel dazu hält die Borkenkäferproblematik in vielen Teilen Osttirols an, was sowohl die Qualität als auch die planbare Verfügbarkeit von Rundholz beeinträchtigt. Die Folge sind zunehmende Unsicherheiten in der Rohstoffversorgung, die auf einem bereits von Preisschwankungen geprägten Markt die wirtschaftliche Planung zusätzlich erschweren.
10. 2. Geschäftsentwicklung
10.1. 2.1. Verkauf
Die Preisentwicklung im Jahr 2024 war erneut durch erhebliche Volatilität geprägt. Während zum Jahresbeginn vereinzelt eine stabile bis leicht positive Preisdynamik zu beobachten war – insbesondere bei Lärche und hochwertigem Nadelsägerundholz -, geriet der Markt im weiteren Jahresverlauf zunehmend unter Druck. Ursächlich dafür war ein massiver Rückgang in der Bauwirtschaft, sowohl im privaten Wohnbau als auch im gewerblich-industriellen Bereich, wodurch die Nachfrage nach Nadelschnittholz spürbar einbrach.
Zwar konnte die Sägeindustrie anfangs bereitgestellte Mengen zügig abnehmen, jedoch führten die weiterhin rückläufigen Baugenehmigungen sowie die allgemein angespannte Konjunkturlage dazu, dass sich im zweiten Halbjahr ein harter Preiskampf entwickelte – insbesondere am italienischen Exportmarkt. Die Absatzpreise für Fichte-Blochholz bewegten sich österreichweit im Bereich von 95 bis 115€/fm frei Waldstraße, lagen damit im Vergleich zu 2023 leicht höher, jedoch bei gleichzeitig steigendem Kosten- und Margendruck.
Trotz reduzierter Abnahme durch Endkunden entwickellen sich die Mengen sehr dynamisch, was auf phasenweise kurzfristig hohe Nachfrage und anschließend wieder rasche Rückgänge zurückzuführen war. Dies führte zu einer wechselhaften Lagerentwicklung über das Jahr: Während in der ersten Jahreshälfte gezielt Bestände abgebaut wurden, kam es gegen Jahresende – bedingt durch beginnende Rohstoffknappheit und ein weitgehend gefülltes Nasslager – erneut zu einem deutlichen Lageraufbau bei
Rund- und Schnittholz.
Ertragsseitig sank der Umsatz um rund 3,5 %.
10.2. 2.2. Rundholz-Einkauf
Die Rundholzversorgung war im Jahr 2024 grundsätzlich stabil, zeigte jedoch im Jahresverlauf eine zunehmend rückläufige Tendenz. Insbesondere gegen Jahresende wurde deutlich, dass die verfügbaren Mengen – insbesondere an Schadholz (Käferholz) – spürbar abnahmen, während gleichzeitig die Einkaufspreise signifikant anstiegen. Diese Entwicklung war vor allem auf die witterungsbedingt eingeschränkte Holzernte sowie auf die hohe Nachfrage nach qualitätsvollem Rundholz zurückzuführen.
Die Erfüllung der Abnahmeverpflichtungen gegenüber den Genossenschaftern gestaltete sich in diesem Umfeld teils herausfordernd, insbesondere wenn die geforderten Preise nicht mehr in einem vertretbaren Verhältnis zu den am Markt erzielbaren Verkaufspreisen standen. Trotz dieser Belastungen konnte der Wareneinsatz im Verhältnis zum Umsatz im Wesentlichen konstant gehallen werden, was vor allem auf die verfügbaren Lagerbestände an Rund- und Schnittholz zurückzuführen ist. Diese wirkten kostenstabilisierend und ermöglichten eine temporäre Entlastung auf der Einkaufsseite.
10.3. 2.3. Produktion
Die Einschnittleistung im Sägewerk betrug im Jahr 2024 56.641,00 fm. Im Vergleich zum Vorjahr ist dies ein Rückgang von 2.947,00 fm (Einschnittleistung 2023 59.588,00 fm)
10.4. 2.4. Investitionen
Das Jahr 2024 war von einem weiteren Rückgang der Investitionstätigkeit geprägt. Nach der bereits verhaltenen Entwicklung im Vorjahr wurden auch 2024 nur begrenzte Mittel für laufende Ersatz- oder Erweiterungsinvestitionen aufgewendet. Der wesentliche Grund dafür lag jedoch nicht in der wirtschaftlichen Zurückhaltung, sondern in der strategischen Vorbereitung einer Großinvestition: Im gesamten Jahr 2024 standen die Planung, Projektierung und behördlichen Abstimmungen für den Neubau der Lager- und Produktionshalle im Vordergrund. Aufgrund der Größenordnung und Komplexität dieses Projekts war ein erheblicher zeitlicher und organisatorischer Vorlauf notwendig, weshalb der tatsächliche Baustart erst im Frühjahr 2025 erfolgte.
Im Jahr 2024 wurden Investitionen im Gesamtausmaß von EUR 763.498,10 (VJ: EUR 1.215.926,47) getätigt.
11. 3. Erfüllung des Genossenschaftszweckes und nichtfinanzielle Informationen
Die Genossenschaft stellt ihren Mitgliedern ihre Einrichtungen und Leistungen im Rahmen der geschäftlichen Aktivitäten im Sinne ihrer Funktion als qualitativ hochwertiger Abnehmer von bäuerlichen Rundholz zur Verfügung. Weiters werden zugunsten der Mitglieder umfassende Sonderleistungen (beispielweise verpflichtender Verkauf von Sägespänen) erbracht. Darüber hinaus werden entsprechende Aktivitäten und
Leistungen geboten, welche der Mitgliederbindung und -werbung entsprechend dienen.
Die Genossenschaft bekennt sich ausdrücklich dazu, in ihren Überlegungen ökologische und soziale Aspekte, insbesondere gegenüber den Mitgliedern zu berücksichtigen. Ein verantwortungsbewusstes und nachhaltiges Wirtschaften gewährleistet die Sicherung des Betriebs und somit die bestmögliche und langfristige Leistungserbringung gegenüber den Mitgliedern und sonstigen Kunden.
12. 4. Zweigniederlassungen
Das Unternehmen hat keine Zweigniederlassungen.
13. 5. Finanzielle Leistungsindikatoren
13.1. 5.1. Ertragslage
5.1.1. Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT)
Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern entspricht dem um den Zinsaufwand korrigierten Ergebnis vor Steuern (Summe aus Z 9 und Z 14).
| 2024 | 2023 | |
|---|---|---|
| Ergebnis vor Steuern (Summe aus Z 9 und Z 14) | 204.548,69 | -307.444,81 |
| + Zinsen und âhnliche Aufwendungen gem. § 231 Abs 2 Z 15 bzw. | ||
| Abs 3 Z 14 UGB | 162.205,41 | 166.167,83 |
| (= Ergebnis vor Zinsen und Steuern | 366.754,10 | -141.276,98 |
5.1.2. Umsatzrentabilität
Die Umsatzrentabilität entspricht dem Verhältnis aus Ergebnis vor Steuern und den Umsatzerlösen.
| Berechnung: | 2024 | 2023 |
|---|---|---|
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern x 100 | ||
| Umsatzerlöse | 3,42 % | - 1,27 % |
5.1.3. Eigenkapitalrentabilität
Die Eigenkapitalrentabilität ergibt sich aus dem Verhältnis des Ergebnis vor Steuern (Summe aus Z 9 und Z 14) zum Eigenkapital.
| Berechnung: | 2024 | 2023 |
|---|---|---|
| Ergebnis vor Steuern (Summe aus Z 9 und | ||
| Z 14) x 100 | ||
| Eigenkapital zum 01.01.2024 + | 3,44 % | - 5,0 % |
| |Investitionszuschüsse zum 01.01.2024 |
5.1.4. Gesamtkapitalrentabilität
Dle Gesamtkapitalrentabilität ergibt sich aus dem Verhältnis des Ergebnisses vor Zinsen und Steuern zum Gesamtkapital.
| Berechnung: | 2024 | 2023 |
|---|---|---|
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern x 100 Gesamtkapital zum 01.01.2024 | 2,52 % | - 0,97 % |
13.2. 5.2. Kennzahlen und Vermögens- und Finanzlage
5.2.1. Eigenmittelquote gemäß § 23 URG:
| Eigenkapital x 100 | 34,2 % | 33,9 % |
|---|---|---|
| Gesamtkapital |
5.2.2. Fiktive Schuldentilgungsdauer gemäß § 24 URG:
| (effektives) Fremdkapital | 10,5 Jahre | 50,3 Jahre |
|---|---|---|
| Mittelüberschuss |
13.3. 5.3. Cash-Flow-Kennzahlen
| 2024 | 2023 | |
|---|---|---|
| EUR | EUR | |
| Ergebnis vor Steuern | 204.548,69 | -307.444,81 |
| Überleitung auf den Netto-Geldfluss aus dem Ergebnis vor Steuern | 1.307.167,86 | 628.284,45 |
| Netto-Geldfluss aus dem Ergebnis vor Steuern | 1.511.716,55 | 320.839,64 |
| Zahlungen für Steuern | -281.712,97 | -3.075,00 |
| Netto-Geldfluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit | 1.230.003,58 | 317.764,64 |
| Netto-Geldfluss aus der Investitionstätigkeit | -533.207,69 | -888.362,02 |
| Netto-Geldfluss aus der Finanzierungstätigkeit | -700.065,28 | -459.180,91 |
| zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestandes | -3.269,39 | -1.035.321,63 |
| Finanzmittelbestand am Beginn der Periode | 264.889,58 | 1.300.211,21 |
| Finanzmittelbestand am Ende der Periode | 261.620,19 | 264.889,58 |
| 14. |
6. Voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens und Risiken des Unternehmens
Trotz eines äußerst herausfordernden Marktumfelds konnte das Unternehmen zu Beginn des Jahres 2025 von der Marktsituation in mehrfacher Hinsicht profitieren. Der zum Bilanzstichtag 2024 hohe Lagerbestand an Rund- und Schnittholz stellte sich im Nachhinein als vorteilhaft heraus, da im Frühjahr 2025 ein deullicher Anstieg der Rundholzpreise verzeichnet wurde. Die frühzeitig vorhandenen Bestände ermöglichten es, Aufträge ohne kurzfristige Zukäufe und zu günstigen Einstandskosten zu bedienen, was sich posiliv auf Umsatz und Ergebnis auswirkte.
Gleichzeitig wurde auf dem Betriebsgelände mit dem Bau der neuen Lager- und Produktionshalle begonnen. Auch wenn die Produktionsprozesse insgesamt aufrechterhalten werden konnten, kam es infolge
notwendiger baustellenbedingter Einschränkungen, insbesondere durch Platzmangel, wiederholt zu kurzfristigen Unterbrechungen und logistischen Engpässen. Um Baufreiheit zu schaffen, wurde der Lagerbestand gezielt abgebaut, Diese Maßnahme hatte den positiven Nebeneffekt, das Preisrisiko durch Lagerwertverluste deutlich zu reduzieren.
Mit der geplanten Fertigstellung der neuen Halle noch im Laufe des Jahres 2025 wird eine spürbare Effizienzsteigerung in der Produktions- und Lagerlogistik erwarlet. Der Neubau ist ein zentraler Schritt zur Modernisierung des Betriebs und stellt langfristig eine wesentliche Verbesserung der betrieblichen Abläufe dar.
Im Jahr 2025 ist mit dem Beginn des Neubaus der Lager- und Produktionshalle eine entsprechende Liquiditätsbeanspruchung verbunden. Die erwarteten Versicherungsleistungen aus dem Schadensfall stellen weiterhin einen wesentlichen Bestandteil der Finanzierungsplanung dar; der endgültige Zufluss ist zum Berichtsstichtag jedoch noch nicht erfolgt. Um mögliche zeitliche Verschiebungen im Zahlungsfluss abzufangen, wurden vorsorglich ausreichende Maßnahmen zur Sicherstellung der Liquidität getroffen.
Für die kommenden Monate ergibt sich allerdings ein neuer Handlungsbedarf: Durch den Lagerabbau muss nun vermehrt Rundholz zugekauft werden, um eine kontinuierliche Versorgung der Produktion sicherzustellen, Dabei stellt die sich abzeichnende Rohstoffknappheit – ausgelöst durch die hohe Schlägerungsintensität der vergangenen Jahre sowie regional begrenzte Verfügbarkeit infolge von Kalamitäten – ein zentrales Risiko dar. Die Versorgungslage in der Region Osttirol wird sich voraussichtlich weiter verschärfen.
Zur Sicherung der künftigen Rohstoffversorgung ist das Unternehmen zunehmend gefordert, seine bisher stark regional fokussierte Beschaffungsstrategie zu erweitern. Angesichts der in den letzlen Jahren überdurchschnittlich hohen Einschlagsmengen und der damit verbundenen erschöpften Ressourcensituation im regionalen Umfeld wird künftig ein signifikanter Teil des Rundholzes aus anderen Bundesländern oder aus dem benachbarten Ausland zuzukaufen sein, Insbesondere in Osttirol ist durch Kalamitäten, intensive Vornutzungen und sich verändernde Eigentümerstrukturen mittelfristig mit einem Rückgang des verfügbaren, qualitativ hochwertigen Rundholzes zu rechnen.
Diese strategisch notwendige Öffnung des Beschaffungsradius geht jedoch mit erheblichen logistischen Herausforderungen einher. Der Zukauf aus entfernten Regionen verursacht höhere Frachtkosten, längere Transportzeiten und eine komplexere Disposition. Zudem bedarf es verlässlicher Partnerschaften mit Lieferanten außerhalb des bisherigen Kernmarkts, was zusätzlichen Koordinationsaufwand mit sich bringt. Die dadurch steigenden Gesamtkosten in der Holzbringung und Logistik stellen eine klare Belastung für die betriebliche Kostenstruktur dar und erfordern eine entsprechende Anpassung der Preiskalkulation sowie des Lager- und Transportmanagements. Darüber hinaus ist bei höheren Abhängigkeiten von externen Quellen auch die Preisstabilität geringer, was das Preisrisiko zusätzlich erhöht.
Parallel dazu bestehen auch auf makroökonomischer Ebene fortwährende Unsicherheiten. Die anhaltend schwache Baukonjunktur in Europa, getrieben durch hohe Finanzierungskosten, regulatorische Unsicherheiten und Nachfragerückgänge im privaten wie auch gewerblichen Wohnbau, wirkt sich weiterhin negativ auf die Absatzmärkte aus. Zusätzlich erschweren globale Lieferkettenstörungen, geopolitische Risiken sowie Abhängigkeiten bei industriellen Vorleistungen – etwa im Bereich der Ersatzleilversorgung für Maschinen – die operative Planbarkeit.
Waldgenossenschaft Iseltal reg. Genossenschaft
sondern auch die Voraussetzungen für eine zukunftsfähige Produktionssteuerung und Lagerlogistik verbessern, In Summe verfügt das Unternehmen über die strukturellen Voraussetzungen, um auch unter anspruchsvollen Rahmenbedingungen wettbewerbsfähig und stabil zu agieren.
7. Forschung und Entwicklung
Im Unternehmen bestehen keine eigenen, kontinuierlichen Forschung- und Entwicklungstätigkeiten im klassischen Sinn. Dennoch versteht sich der Betrieb als Leitbetrieb im Bereich der Lagerung von Faserholz in Nasslagern. In diesem Zusammenhang beteiligt man sich regelmäßig an einschlägigen Forschungsprojekten und ist häufig Gastgeber für Fachexkursionen von Wissenschaftler:innen und Branchenvertreter:innen aus der Holz- und Forstwirtschaft.
Im Jahr 2024 wurde gemeinsam mit der Universität für Bodenkultur Wien (BOKU) sowie weiteren Partnerbetrieben ein Forschungsprojekt zur Lagerung von Holz unter Folie initiiert. Ziel ist es, alternative Methoden zur Qualitätssicherung bei der Zwischenlagerung von Rundholz zu erproben und wissenschaftlich zu evaluieren. Die aktive Mitwirkung an diesem Projekt wird auch 2025 fortgeführt und unterstreicht die praxisnahe Innovationsbereitschaft des Unternehmens im Bereich der Holzlogistik.
8. Information über Umwelt und Arbeitnehmerbelange
8.1. Umwelt
Sämtliche die Umwelt betreffenden Bestimmungen werden eingehalten.
8.2. Arbeitnehmerschutz
Die Wahrung der Arbeitnehmerschutzvorschriften und die Betriebssicherheit werden durch eine interne Sicherheitsfachkraft und durch den Zugang zu arbeitsmedizinischer Betreuung gewährleistet.
8.3. Personalentwicklung
Der Personalstand im Jahr 2024 betrug durchschnittlich 33 (VJ: 32) Mitarbeiterinnen,
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| 34 Datum. Unterscheit des Voratänds | ||||||
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