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Lagebericht 2025/26

Manfred Schrefler GmbH

Original-PDF

Stichtag 31. Jän. 2026 · Eingereicht am 28. Okt. 2026

Inhaltsverzeichnis

Die Manfred Schrefler GmbH mit dem Sitz in Neuzeug erstellt den Einzelabschluss gemäß dem österreichischen Unternehmensgesetzbuch (UGB). Das Geschäftsjahr ist vom 01.02.2025 bis 31.01.2026. Die Geschäftsführung der Manfred Schrefler GmbH mit dem Sitz in Neuzeug legt nachfolgend den Lagebericht gemäß § 243 UGB.

7. Bericht über den Geschäftsverlauf und die wirtschaftliche Lage

7.1. Gesamtwirtschaftliches Umfeld und Ausblick

Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen waren im Geschäftsjahr 2025/26 weiterhin von einer verhaltenen konjunkturellen Entwicklung geprägt. Nach den wirtschaftlichen Rückgängen der Vorjahre zeigten sich im Jahr 2025 erste Anzeichen einer Stabilisierung. Auch die österreichische Bauwirtschaft entwickelte sich im Jahresverlauf insgesamt stabiler als in den Vorjahren, wenngleich das Marktumfeld weiterhin herausfordernd blieb.

Die Bauwirtschaft entwickelte sich im Jahr 2025 insgesamt stabiler als in den Vorjahren. Während nach den deutlichen Rückgängen im Wohnbau in den Jahren 2023 und 2024 weiterhin ein anspruchsvolles Marktumfeld bestand, wurde für die österreichische Bauwirtschaft im Jahr 2025 erstmals wieder ein leichtes reales Wachstum zwischen rund 0,4 % und 1,0 % prognostiziert. Positive Impulse gingen dabei insbesondere vom Tiefbau und öffentlichen Infrastrukturinvestitionen aus, während der Hochbau und insbesondere der Wohnbau weiterhin unter dem Niveau früherer Jahre lagen.

Die Investitionstätigkeit im Wohnungsneubau blieb aufgrund der in den vergangenen Jahren deutlich gestiegenen Bau- und Finanzierungskosten weiterhin verhalten. Viele private und gewerbliche Investoren verschoben Bauvorhaben oder reduzierten geplante Investitionen. Gleichzeitig konnten im Jahresverlauf erste Anzeichen einer Marktbelebung festgestellt werden. Insbesondere die Entwicklung der Baubewilligungen deutete auf eine schrittweise Stabilisierung des Wohnbaumarktes hin.

Stabilisierend wirkten darüber hinaus Investitionen im Infrastruktur- und Tiefbaubereich sowie die zunehmende Bedeutung von Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen. Die energetische Sanierung des Gebäudebestandes gewann vor dem Hintergrund der europäischen Klima- und Energieziele weiter an Bedeutung. Fördermaßnahmen für Sanierungsprojekte sowie die geplante Fortführung entsprechender Programme unterstützten die Nachfrage in diesem Segment.

Zusätzliche Impulse wurden durch das Regierungsprogramm 2025-2029 erwartet. Dieses sieht unter anderem Maßnahmen zur Stärkung der Baukonjunktur, zusätzliche Wohnbaumaßnahmen, neue Finanzierungsinstrumente für Wohnbauinvestitionen sowie den Abbau kostentreibender Standards und bürokratischer Hürden vor.

Zusammenfassend war das Geschäftsjahr 2025/26 weiterhin von herausfordernden Marktbedingungen geprägt. Nach den deutlichen Rückgängen der Vorjahre zeigten sich jedoch

erstmals wieder Stabilisierungstendenzen in der österreichischen Bauwirtschaft.

Die Branchenentwicklung wurde zunehmend von einer vorsichtigen Erholung getragen, wobei insbesondere im Wohnbau ein nachhaltiger Aufschwung erst ab dem Jahr 2026 erwartet wird.

Für das Jahr 2026 wird eine Fortsetzung der eingeleiteten Erholung erwartet. Branchenanalysen gehen von einem moderaten Wachstum der Bauwirtschaft aus, wobei insbesondere der Wohnbau von den zuletzt steigenden Baubewilligungen profitieren sollte. Darüber hinaus werden positive Impulse aus öffentlichen Infrastrukturinvestitionen sowie dem Bereich der Gebäudesanierung erwartet. Unterstützend wirken rückläufige Inflationsraten und eine gegenüber den Vorjahren verbesserte Finanzierungs- und Zinssituation. Insgesamt wird von einer schrittweisen Verbesserung der Marktbedingungen und einer moderaten Ausweitung der Bautätigkeit ausgegangen.

7.2. Branchenumfeld

Die Manfred Schrefler GmbH ist überwiegend in den Bereichen Erdbau und Erdbewegungen, vorbereitende Baustellenarbeiten und Güterbeförderung im Straßenverkehr tätig. Zu den wesentlichsten Produkten und Tätigkeiten zählen Abbruch-, Aushub-, Bagger- und Erdbauarbeiten sowie Großraum-, Schwer- und Schüttguttransporte und Kranarbeiten. Die Entwicklung der Manfred Schrefler GmbH ist daher im Wesentlichen von der konjunkturellen Entwicklung der Bauwirtschaft, insbesonders des Tiefbaus, und der Transportwirtschaft beeinflusst.

Die Gesamtmarktsituation in der Bauwirtschaft war im Geschäftsjahr 2025/26 von einer schrittweisen Stabilisierung geprägt. Gegenüber den Vorjahren zeigte sich eine verbesserte Nachfrageentwicklung, die von ersten Erholungstendenzen im Markt sowie einer zunehmenden Investitionsbereitschaft getragen wurde.

7.3. Geschäftsverlauf Februar 2025 bis Jänner 2026

Das Geschäftsjahr 2025/26 war für die Manfred Schrefler GmbH von wesentlichen Herausforderungen geprägt, obwohl die Entwicklung des Marktumfeldes kundenseitig zufriedenstellend verlief. Die zentralen Herausforderungen betrafen insbesondere die volatilen Materialpreise und teilweise auftretende Lieferkettenprobleme. Hinzu kamen die nach wievor hohe Zinsbelastung sowie die Schwierigkeit, qualifiziertes Fachpersonal zu gewinnen. Die Auswirkungen der Inflation zeigen sich deutlich in den einzelnen Kostenarten.

Jedoch konnte Manfred Schrefler GmbH die Effizienz steigern und die Betriebsleistung im Vergleich zum Vorjahr um 2,1 % steigern. Diese Steigerung ist grundsätzlich der hohen Kompetenz und hervorragenden Zusammenarbeit mit den Partnern zurückzuführen. Ein wesentlicher Faktor ist weiters der Umsatz aus Baustellen im Offentlichen Sektor.

Im Geschäftsjahr 2025/26 war die Absatz- und Auftragslage bei Manfred Schrefler GmbH von gemischten Entwicklungen geprägt. Während die allgemeine Bauwirtschaft in Osterreich weiterhin unter den Nachwirkungen hoher Zinsen, strenger Kreditvergaberichtlinien und einer zurückhaltenden Investitionsbereitschaft leidet, konnte sich der Tiefbau - insbesondere der Erdbau - vergleichsweise stabil behaupten. Offentliche und kommunale Infrastrukturprojekte wie Straßenbau, Leitungsverlegungen und Hochwasserschutzmaßnahmen sorgten für eine konstante

Grundauslastung. Insgesamt zeigt sich die Auftragslage im

Erdbau resilient gegenüber konjunkturellen Schwankungen, mit leicht rückläufigen privaten Aufträgen, aber stabiler öffentlicher Nachfrage.

Die Energiekosten blieben auch 2025/26 ein belastender Faktor für die Branche. Zwar ging die allgmeine Inflation leicht zurück, dennoch führten hohe Dieselpreise und gestiegene Stromkosten zu einer spürbaren Erhöhung der Betriebsausgaben, insbesondere im Bereich Maschinen- und Fuhrparkeinsatzes. Die Energiepreisentwicklung bliebt ein zentrales Risiko für die Kalkulation und Wettbewerbsfähigkeit im Erdbau und Gütertransport.

Der Beschaffungsbereich der Manfred Schrefler GmbH war im Geschäftsjahr 2025/26 von volatilen Rohstoffpreisen und Lieferengpässen geprägt. Besonders betroffen waren Baustoffe wie Kies, Sand und Schotter, deren Preise aufgrund gestiegener Transportkosten und regionaler Verfügbarkeitsprobleme teils deutlich schwankten. Die Zusammenarbeit mit regionalen Lieferanten und die frühzeitige Lagerhaltung erwiesen sich als wichtige Maßnahmen zur Sicherstellung der Materialverfügbarkeit und zur Stabilisierung der Projektabläufe.

7.4. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

7.4.1. Ertragslage und Rentabilität

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 3
in TEUR2025/262024/25Veränderung
Umsatzerlöse22.00319.3212.682
EBIT320-617737
Finanzergebnis-233-315-79
EBT87-932816
Steuern-1325-38
Jahresüberschuss/-fehlbetrag100-957854
Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 3
in TEUR2025/262024/25Veränderung
Betriebsleistung20.59520.174401
Deckungsbeitrag19.10417.7851.294
nach Abzug Materialaufwendungen und bezogene
Herstellungsleistungen
Ergebnis vor Steuern, Zinsen und1.465660611
Abschreibungen

Der Umsatz der Manfred Schrefler GmbH betrug im

Geschäftsjahr 2025/26 TEUR 22.003 (Vorjahr: TEUR 19.321). Dies bedeutet eine Erhöhung von rund 13,9 %. Der Anstieg der Umsätze resultiert daraus, die Nachfrageentwicklung im Geschäftsjahr 2025/26 erfreulich verlief.

Insbesondere seitens größerer Auftraggeber konnte festgestellt werden. eine verstärkte Investitionstätigkeit

Die sonstigen betrieblichen Erträge betrugen im Geschäftsjahr 2025/26 TEUR 1.380 (Vorjahr: TEUR 1.383); davon entfallen TEUR 305 auf Erträge aus dem Abgang von Anlagevermögen (Vorjahr: TEUR 905) und TEUR 1.074 auf übrige (Vorjahr: TEUR 478). Die übrigen sonstigen

betrieblichen Erträge resultieren im Wesentlichen aus Versicherungsvergütungen, Sachbezügen und Veräußerung von geleasten Fahrzeugen.

Die Aufwendungen für Material und sonstige bezogene Herstellungsleistungen betrugen rund TEUR 1.490 (Vorjahr: TEUR 2.389).

Der Personalaufwand betrug im Geschäftsjahr 2025/26 TEUR 7.967 (Vorjahr: TEUR 7.860).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betrugen im abgelaufenen Geschäftsjahr TEUR 11.057 (Vorjahr: TEUR 10.651). In Wesentlichen ist der Anstieg auf eine Erhöhung der Verwaltungskosten zurückzuführen.

Die Abschreibung ist 2025/26 mit TEUR 1.140 gegenüber dem Vorjahr (TEUR 1.274) um 6,3 % gesunken.

Das Betriebsergebnis der Manfred Schrefler GmbH betrug TEUR 320 (Vorjahr: TEUR -617). Der Finanzerfolg belief sich auf TEUR -233 (Vorjahr: TEUR -315).

Das Ergebnis nach Steuern betrug TEUR 100 (Vorjahr: TEUR -957).

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 4
2025/262024/252023/24
Umsatzrentabilität0,4 %-4,6 %-2,1 %
Gesamtkapitalrentabilität3,2%-5,9 %-0,2 %

Aufgrund des negativen Eigenkapitals konnte für das Geschäftsjahr 2025/26 sowie das Vorjahr keine aussagekräftige Eigenkapitalrentabilität berechnet werden.

Die Entwicklung der Rentabilitätskennzahlen verdeutlicht die wirtschaftlichen Herausforderungen, mit denen das Unternehmen konfrontiert war. Insbesondere negative Eigenkapitalstruktur und anhaltenden Verluste belasten die Kapitalverzinsung. Dennoch sind im laufenden Geschäftsjahr 2026/27 erste positive Tendenzen erkennbar, die auf eine beginnende wirtschaftliche Stabilisierung hindeuten.

7.4.2. Vermögens- und Finanzlage

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 4
in TEUR31.01.202631.01.2025Veränderung
Anlagevermögen4.7654.869-104
Umlaufvermögen5.6704.4701.201
Rechnungsabgrenzungsposten1257055
Aktive latente Steuern655312
Aktiva10.6259.4621.163
Eigenkapital-2.366-2.46619
Investitionszuschüsse187215-28
Rückstellungen443583-58
Verbindlichkeiten12.36111.1301.231
Passiva10.6259.4621.163

Die Eigenkapitalquote betrug zum Bilanzstichtag -20,51 % und liegt damit über dem Vorjahreswert von -23,79 %.

Bei den URG-Kennzahlen handelt es sich um negative Kennzahlen. Die Eigenmittelquote weist im Geschäftsjahr 2025/26 ein Ergebnis von -24,75 % aus (Vorjahr: -26,05 %). Die fiktive Schuldentilgungsdauer beträgt im Geschäftsjahr 2025/26 11,4 Jahre. Eine Überschuldung im Sinne des Insolvenzrechtes liegt nicht vor, da eine positive Fortführungsprognose vorliegt. Im Geschäftsjahr 2026/27 setzt sich die wirtschaftliche Trendumkehr fort.

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 5
in TEUR2025/262024/25Veränderung
Netto-Geldfluss aus laufender440480-40
Geschäftstätigkeit
Netto-Geldfluss aus Investitionstätigkeit-705684-1.389
Netto-Geldfluss aus Finanzierungstätigkeit249-1.1471.396

Die Darstellung des Netto-Geldflusses erfolgt auf Grundlage der Geldflussrechnung gemäß AFRAC 36. Zur Gewährleistung der Vergleichbarkeit wurde die Darstellung des Vorjahres entsprechend angepasst.

7.4.3. Finance & Treasury

Die Steuerung und Überwachung des Zahlungsverkehrs, das Cash- und Liquiditätsmanagement, das Debitorenmanagement sowie das Working Capital Management der Manfred Schrefler GmbH wird durch die Geschäftsführung durchgeführt und überwacht. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden keine derivativen Finanzinstrumente eingesetzt. Am Abschlussstichtag 31.01.2026 gab es somit keine offenen derivativen Finanzinstrumente.

7.4.4. Nachhaltigkeit und Umwelt

Dem Thema des nachhaltigen Wirtschaftens wird ein besonders hoher Stellenwert beigemessen. Die Manfred Schrefler GmbH ist darauf bedacht, durch den Einsatz eines modernsten Fuhrparks ihren CO2-Ausstoß möglichst zu verringen. Weiters führt die Manfred Schrefler GmbH „Baustoffrecycling“ durch und bemüht sich im Sinne einer Kreislaufwirtschaft Baurestmasse aufzubereiten und zu verwerten.

7.4.5. Arbeitnehmer

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 5
31.01.202631.01.2025Veränderung
Arbeiter1089117
Angestellte1920-1
Mitarbeiter gesamt12711116

7.5. Bericht über die Zweigniederlassungen

Die Manfred Schrefler GmbH verfügt über keine Zweigniederlassungen.

8. Bericht über die voraussichtliche Entwicklung und die Risiken des Unternehmens

8.1. Voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens

Die Geschäftsführung ist für die Entwicklung des Geschäftsjahres 2026/27 positiv gestimmt und erwartet eine Ergebnisverbesserung. Im aktuellen Geschäftsjahr 2026/27 wurde von der Manfred Schrefler GmbH bis August 2026 ein positives Ergebnis erwirtschaftet. Sowohl der Deckungsbeitrag I und II als auch das EBT sind positiv. Ausschlaggebend dafür ist ein gesicherter Auftragsbestand über die zweite Hälfte des Geschäftsjahres hinaus sowie eine erwartete Entspannung bei den Beschaffungspreisen für Betriebsstoffe und Rohstoffe. Das Wirtschaftsforschungsinstitut (WIFO) prognostiziert für den Hoch- und Tiefbau insgesamt einen realen Zuwachs von 1,6 % im Jahr 2026 und von 1,0 % im Jahr 2027. Dabei entwickelt sich insbesondere der Hochbau mit erwarteten Wachstumsraten von 2,0 % bzw. 1,4 % positiv, während für den Tiefbau mit leichten Rückgängen gerechnet wird.

Überdies liegt bereits eine positive Planungsrechnung für das Wirtschaftsjahr 2026/27 vor. Die Planung für das Geschäftsjahr 2026/27 geht auch weiterhin von einer positiven Entwicklung der Manfred Schrefler GmbH aus.

Die Preisentwicklung in der Bauwirtschaft war auch im Geschäftsjahr 2025/26 von Unsicherheit und Volatilität geprägt. Die gestiegenen Einkaufspreisen sind vorallem auf die Lohnkostenkomponente zurückzuführen. Die Verbrauchsmaterialien und Rohstoffe unterliegen auch teils starken Schwankungen. Um diesen Entwicklungen entgegenzuwirken, versucht die Manfred Schrefler GmbH, Einkäufe zu günstigen Konditionen durchzuführen und die Materialien anschließend im Unternehmen einzulagern.

Die Personalentwicklung stellt für Manfred Schrefler GmbH weiterhin eine zentrale Herausforderung dar. Der Fachkräftemangel bleibt ein dominantes Thema. Das Unternehmen reagiert mit verstärkten Maßnahmen zur Mitarbeiterbindung, etwa durch flexible Arbeitstzeitmodelle und gezielte Nachwuchsförderung.

8.2. Wesentliche Risiken und Ungewissheiten

Die Manfred Schrefler GmbH ist gemäß § 243 Abs. 1 UGB verpflichtet, die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten, denen sie ausgesetzt ist, zu beschreiben. Allgemeine, versicherte Risiken werden nicht angeführt.

8.2.1. Bestandsgefährdende Risiken

Das Unternehmen ist einer Reihe von bestandsgefährdenden Risiken ausgesetzt, die sowohl aus der operativen Tätigkeit als auch aus externenen Rahmenbedingungen resultieren können.

Besonders hervorzuheben sind:

Die projektbezogenen Risiken, wie unklare Ausschreibungen, nachträgliche Planänderungen oder mangelhafte Baugrunduntersuchungen, die zu erheblichen Kostenüberschreitungen und

Verzögerungen führen können. Die finanziellen Risiken, insbesondere durch steigende Zinsen, volatile Materialpreise und hohe Energiekosten, die die Kalkulation und Liquidität belasten. Personalrisiken, wie der Mangel an qualifizierten Fachkräften, hohe Fluktation oder krankheitsbedingte Ausfälle, die die Projektentwicklung gefährden könnten. Zudem noch die Naturgefahren und Witterungseinflüsse, etwa Starkregen, Frost oder Hangrutschungen, die insbesondere im Erdbau zu Schäden und Unterbrechnungen führen können.

Zur Absicherung gegen diese Risiken setzt das Unternehmen auf ein kontinuierliches Risikomanagement, das bereits in der Planungsphase greift und durch technische, organisatorische und versicherungsseitige Maßnahmen ergänzt wird.

8.2.2. Markt-, Preis- und Wettbewerbsrisiko

Die Manfred Schrefler GmbH ist überwiegend im Bereich der Bauwirtschaft bzw. Transport tätig. Dem allgemeinen Marktrisiko wird durch fundierte Marktkenntnisse entgegengewirkt. Die Manfred Schrefler GmbH hat sich entscheiden, eine Diversifizierungsstrategie zu verfolgen. Diese Strategie zielte darauf ab, das Dienstleistungsportfolio zu erweitern und neue Marktsegmente zu erschließen.

Darüber hinaus begegnet das Unternehmen dem allgemeinen Marktrisiko mit einer vertieften Wertschöpfungsstrategie in den Bereichen „Recycling" bzw. „Deponierung" und kooperiert in diesem Zusammenhang mit dem Schwesterunternehmen „MS Abbruch und Erdbau GmbH“.

Das Preis- und Wettbewerbsrisiko besteht maßgeblich im Hinblick auf bisherige Marktteilnehmer, die sich durch Fokussierung auf Preisstrategien neue Marktanteile erkaufen wollen bzw. die Auslastung ihrer Kapazitäten sichern wollen. Dem Preis- und Wettbewerbsrisiko wird durch eine fundierte Marktkenntnis und eine Fokussierung auf Qualität und damit einhergehend - eine klare Marktpositionierung- entgegengewirkt.

8.2.3. Betriebliche Risiken

Zur Vermeidung von betrieblichen Risiken erfordert eine intensive Auseinandersetzung mit den Risiken entlang der Wertschöpfungskette durch die Geschäftsführung. Zur Abfederung und Saisonalität kommen flexible Arbeitszeitmodelle zum Einsatz. Ein erhöhtes Augenmerk ist bei der Manfred Schrefler GmbH auf die Optimierung der internen Unternehmensabläufe und -prozesse gerichtet. Die Manfred Schrefler GmbH arbeitet an einer laufenden Optimierung der Prozesse. Risiken ergeben sich unter anderem auch durch die Extremwetterbedingungen, die im Jahr 2025 verzeichnet werden. Diese Bedingungen erschweren das Arbeiten auf den Baustellen, was Bauverzögerungen zur Folge hat.

8.2.4. Beschaffungs- und Einkaufsrisiken

Die Beschaffung von Betriebsstoffen sowie unterschiedlicher Rohstoffe stellt einen wesentlichen Faktor für die Manfred Schrefler GmbH dar, zumal die Marktpreisentwicklung vom Unternehmen nicht beeinflusst werden kann. Ein wesentlicher Bestandteil der Strategie ist die Investition in hochwertige LKWs samt Zubehör und Baumaschinen. Durch den Einsatz von hochwertigen Maschinen wird die Qualität der Dienstleistungen erheblich gesteigert. Diese Ausrichtung führt

zusätzlich zu mehr Sicherheit und Zufriedenheit der Mitarbeiter und um bestmögliche Werkzeuge und Maschine zur Verfügung zu stellen.

Hinsichtlich von Verbrauchsmaterialien und Rohstoffen erfolgt teilweise eine Einlagerung, um deren Verfügbarkeit zu gewährleisten. Die Möglichkeit von weiteren deutlichen Preissteigerungen, besonders im Bereich der Betriebsstoffe, ist weiterhin gegeben und stellt für das Unternehmen ein wesentliches Risiko dar.

8.2.5. Finanzielle Risiken

Die Erfüllung ihrer finanziellen Verpflichtungen sowie die Aufrechterhaltung der Liquidität stellt für die Manfred Schrefler GmbH ein wesentliches Risiko dar.

Der Manfred Schrefler GmbH steht zur Aufrechterhaltung ihrer finanziellen Flexibilität ein befristeter Kontokorrentrahmen zur Verfügung. Mittelfristig kann die Manfred Schrefler GmbH durch eine Veräußerung von Teilen des Fuhr- und Maschinenparks zusätzliche Liquidität generieren.

Weiters ist die Manfred Schrefler GmbH auch einem Zinsrisiko ausgesetzt, da Kredit- und Leasingverträge zum Teil einer variablen Verzinsung unterliegen.

Die Manfred Schrefler GmbH ist bei ihren Forderungen einem Ausfallrisiko ausgesetzt. Im Hinblick auf die gestiegenen Zinssätze und des sich perspektivisch verschlechternden Marktumfeldes in der Bauwirtschaft wird durch die Geschäftsführung ein verstärkter Fokus auf das Debitorenmanagement gelegt. Eine breite Streuung der Kundenstruktur verhindert zudem eine Risikokonzentration auf einzelne Kunden.

8.2.6. Rechtliche Risiken

Umfassende rechtliche Beratungen durch externe Experten ermöglichen die Abfederung von rechtlichen Risiken. Maßgebliche Verträge größerer Art werden nur in Abstimmung mit der Geschäftsführung oder durch die Geschäftsführung abgeschlossen.

8.2.7. Personalrisiken

Die Manfred Schrefler GmbH ist einem Personalrisiko ausgesetzt. Die Bau- und Transportwirtschaft ist typischerweise von einer erhöhten Mitarbeiterfluktuation gekennzeichnet. Darüber hinaus fällt es zunehmend schwer, qualifizierte Mitarbeiter sowohl in externen Bereichen (LKW-Fahrer, Baumaschinenfahrer) als auch in internen Bereichen (Fakturierung, Buchhaltung) zu finden. Diesem Risiko wird durch die Geschäftsführung mit aktiver Mitarbeiterbindung und einer kompetitiven Renumeration begegnet.

8.2.8. IT-Risiken

Die Manfred Schrefler GmbH hat IT-Risiken wie den Ausfall von Netzwerken und die Verfälschung von Daten aufgrund von Bedien- oder Programmfehlern sowie externen Einflüssen identifiziert. Regelmäßige Investitionen in Hard- und Software, der Einsatz von Virenscannern und FirewallSystemen stellen entsprechende Maßnahmen zur Vermeidung dar.

8.3. Annahme der Unternehmensfortführung

Die Manfred Schrefler GmbH hat den Jahresabschluss unter der Annahme der Unternehmensfortführung gemäß § 201 Abs. 2 Z 2 UGB aufgestellt. Der Geschäftsführung sind keine wesentlichen rechtlichen oder faktischen Gründe bekannt, die ein Abgehen von der Fortführungsannahme erfordern.

Das Unternehmen ist buchmäßig überschuldet. Eine Überschuldung im Sinne des Insolvenzrechtes liegt nicht vor, da eine positive Fortführungsprognose vorliegt. Das negative Eigenkapital ist teilweise durch stille Reserven im Anlagevermögen (im Wesentlichen Fuhrpark und Maschinen) gedeckt und es liegt eine harte Patronatserklärung der Muttergesellschaft Manfred Schrefler Vermietung und Verpachtung GmbH vor. Darüber hinaus liegt eine positive Planungsrechnung für die folgenden Jahre vor. Ein positiver Trendumkehr ist in der Prognoserechnung erkennbar. Wesentliche Risiken, die das geplante Ergebnis beeinflussen können, sind u.A. die Beschaffungspreise für Betriebsstoffe sowie die Sicherstellung einer ausreichenden Auslastung der Unternehmenskapazitäten zu kostendeckenden Preisen. Darüber hinaus besteht ein wesentliches Risiko in der Aufrechterhaltung der betriebsnotwendigen Liquidität, welche mit einem befristeten Kontokorrentkreditrahmen zur Verfügung gestellt wird.

9. Bericht über die Forschung und Entwicklung

Die Manfred Schrefler GmbH führt keine Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten durch.

Neuzeug, 28. Oktober 2026

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