Inhaltsverzeichnis
I. Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft:
I.I. Entwicklung des Geschäftsverlaufs
Der Schwerpunkt der Tätigkeit liegt nach wie vor in der Beratung in Versicherungsangelegenheiten, Veranlagungen, sowie der Beratung in Finanzierungsfragen. Durch ein breites Angebot aus der Kooperation mit maßgebenden Partnergesellschaften (Versicherungen, Banken, Bausparkassen und Veranlagungsgesellschaften), sowie durch ständige Aus- und Weiterbildung der selbständig tätigen Geschäftspartner unterscheidet man sich grundlegend von der herkömmlichen Vermittlung von Finanzdienstleistungen.
Gemäß dem Unternehmenskonzept erfolgt die Beratung des Kunden mit Hilfe einer Finanzanalyse und auf Basis eines speziell entwickelten EDV-Auswertungsprogrammes, wobei unter Berücksichtigung der persönlichen Situation des Kunden der individuelle Bedarf erhoben und nach detaillierter Auswertung ein spezifisches Angebot mit Lösungsvorschlägen erstellt wird. Diese konservative, kundenorientierte Strategie wurde in diesem Geschäftsjahr beibehalten und vor allem zu einem Gesamtkundenkonzept ausgebaut.
Trotz erheblicher Imageprobleme im Finanzdienstleistungssektor konnten die Umsätze deutlich gesteigert werden. Die damit zusammenhängenden aufwandseitigen Belastungen fielen im vergangenen Geschäftsjahr entsprechend höher aus; die Provisionsaufwendungen sind korrespondierend zur Umsatzentwicklung deutlich gestiegen.
I.II. Lage der Gesellschaft
Folgende wirtschaftliche Leistungsindikatoren seien für die, unter Punkt I.I. dargestellte Entwicklung des Unternehmens, exemplarisch herausgegriffen und den Vorjahreswerten gegenübergestellt.
| Kennziffern – Vermögenslage, Finanzlage | 2024/25 | 2023/24 |
|---|---|---|
| Anlagevermögen | 9.580 TEUR | 7.294 TEUR |
| Umlaufvermögen | 13.364 TEUR | 12.867 TEUR |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 35 TEUR | 57 TEUR |
| Bilanzsumme | 22.979 TEUR | 20.218 TEUR |
| Eigenmittelquote gem. § 23 URG | 28 % | 31 % |
| CF aus der operativen Tätigkeit | 4.151 TEUR | 4.605 TEUR |
| CF aus der Investitionstätigkeit | - 2.391 TEUR | - 179 TEUR |
| CF aus der Finanzierungstätigkeit | - 2.623 TEUR | - 2.182 TEUR |
Die Bilanzsumme hat sich gegenüber dem Vorjahr um rd. 13,7 % erhöht. Die liquiden Mittel haben sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 863,6 verringert. Gleichzeitig erfolgte eine Erhöhung der Verbindlichkeiten. Die kurzfristige Liquidität der Gesellschaft ist weiterhin ausgezeichnet. Neben Wertpapieren in Höhe von TEUR 6.796 verfügt die Gesellschaft über kurzfristig realisierbare Bankguthaben in Höhe von TEUR 10.244.
| Kennziffern – Ertragslage | 2024/25 | 2023/24 |
|---|---|---|
| Betriebsleistung | 23.901 TEUR | 20.434 TEUR |
| Ergebnis vor Steuern (EBT) | 5.452 TEUR | 5.421 TEUR |
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) | 5.262 TEUR | 5.191 TEUR |
| Gesamtkapitalrentabilität (bezogen auf das ord. | ||
| Betriebsergebnis) | 19 % | 22 % |
| Eigenkapitalrentabilität (bezogen auf das ord. | ||
| Betriebsergebnis) | 64 % | 70 % |
II. Die voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens, Risiken und Ungewissheiten:
Zur Sicherung und Förderung des weiteren Wachstums werden die Maßnahmen zur Gewinnung neuer Kunden und Geschäftspartner konsequent fortgeführt. Diese Aktivitäten stehen jedoch weiterhin unter dem Einfluss intensiven Wettbewerbs, sich laufend ändernder gesetzlicher Rahmenbedingungen, dynamischer Produktlandschaften, hoher Marktdichte, einer breiten Angebotsvielfalt sowie des teils herausfordernden Images der Finanzdienstleistungsbranche. Parallel dazu werden die Initiativen im Bereich Aus- und Weiterbildung gezielt ausgebaut, um die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens langfristig zu stärken. Im Berichtszeitraum wurde zudem eine Erweiterung der Geschäftsräume vorgenommen, die nun einen modernen Schulungsbereich umfasst.
Im neuen Geschäftsjahr ist mit einer verbesserten Ergebnissituation wie im Geschäftsjahr 2024/25 zu rechnen. Die aktuelle Entwicklung zeigt, dass das Neugeschäft im ersten Quartal im Einheitenbereich um rund 32,02 % höher ist und die Erlöse höher sind als im Vergleichszeitraum des Vorjahres.
Zum aktuellen Zeitpunkt bestehen nach wie vor Unsicherheiten betreffend der generell angespannten wirtschaftlichen Situation (Energiepreise, Lieferketten, Arbeitsmarkt, Inflationsanstieg, Zinsentwicklung, hohe Lebenshaltungskosten, schwaches Konsumverhalten, gedämpfte Investitionsneigung, westliche Sanktionspakete etc.) und deren Auswirkungen, insbesondere aufgrund der anhaltenden Krisen in der Ukraine und im Nahen Osten, die weltweit wirtschaftliche Entwicklungen, Wachstum und geopolitische Beziehungen belasten. Zusätzlich beeinflussen die wirtschafts- und handelspolitischen Veränderungen in den Vereinigten Staaten – insbesondere im Zusammenhang mit neuen industriepolitischen Programmen, der Neuausrichtung von Handelsabkommen sowie der geldpolitischen Kursanpassung der US-Notenbank – die globalen Märkte und führen zu weiteren Unsicherheiten.
Vor diesem Hintergrund ist es für das Management herausfordernd, präzise betriebswirtschaftliche Einschätzungen vorzunehmen. Die erstellten Budgets und Hochrechnungen stehen in hohem Maße unter dem Einfluss der zuvor genannten Entwicklungen. Eine abschließende und verlässliche Bewertung der wirtschaftlichen Lage sowie der voraussichtlichen Geschäftsergebnisse kann aus derzeitiger Sicht nicht vorgenommen werden.
Die angespannte wirtschaftliche Lage erschwert sowohl
den Vertrieb von
Lebensversicherungsprodukten als auch die Sicherung des Bestandes in diesem Geschäftsbereich erheblich. Gleichzeitig ist bei den Nichtlebensversicherungsverträgen ein deutlich erhöhter Arbeitsaufwand – bedingt durch höhere Stückzahlen, eine steigende Zahl an Schadensfällen sowie zunehmende Komplexität – zu verzeichnen mit geringeren Erträgen bei Vertragsabschlüssen.
Auf der Aufwandseite ist mit steigenden Belastungen (Schulungen, Personal, Auszeichnungen, Adaptierungen, Büromieten, Provisionszahlungen, sonstiger Verwaltungsaufwand, etc.) aus dem herkömmlichen Geschäftsbetrieb zu rechnen. Die Gesellschaft ist mit den branchenüblichen Versicherungsleistungen ausgestattet, insbesondere wird auf eine dem Geschäftsvolumen angepasste Betriebshaftpflicht geachtet.
Im Juni 2024 erhielt die in Bulgarien ansässige Kapitalanlagegesellschaft, an der die AFB AG mit 24 % beteiligt ist, von der Finanzaufsichtskommission in Sofia die Genehmigung zur Auflage eines Fonds. Die Lizenz zur Gründung der Gesellschaft war bereits im Geschäftsjahr 2022/2023 von derselben Aufsichtsbehörde erteilt worden.
Die in der Bilanz ausgewiesenen originären Finanzinstrumente sind Gegenstand des allgemeinen Risikomanagements des Unternehmens. Erkennbare Risiken und notwendige Vorsorgen werden im Rahmen der angewendeten Buchhaltungs- und Bilanzierungsmethoden erfasst und sind im vorliegenden Jahresabschluss angemessen berücksichtigt.
IIl. Forschung und Entwicklung:
Unserem Unternehmensgegenstand zufolge wurden für Forschung und Entwicklung keine Mittel verwendet.
IV. Bestand, sowie Erwerb und Veräußerung eigener Anteile:
In der Vergangenheit hat weder ein Erwerb, noch eine Veräußerung eigener Anteile stattgefunden.
V. Zweigniederlassungen:
Es besteht eine im Firmenbuch eingetragenen Zweigniederlassungen der Gesellschaft in Ungarn, Sopron.
Graz, Öktober 2025