Inhaltsverzeichnis
THV - Reisen GmbH Leonhard-Posch-Weg 11 5026 Salzburg
L A G E B E R I C H T
2025
1. Bericht über den Geschäftsverlauf und die wirtschaftliche Lage
1.1. Geschäftsverlauf
Das Unternehmen THV - Reisen GmbH ist ein Reiseveranstalter mit Sitz in Salzburg, der vielfältige preiswerte Reiseprogramme anbietet. Das Unternehmen hat langjährige Erfahrung in Planung und Durchführung von Reisen jeglicher Art. Die THV - Reisen GmbH feierte im Jahr 2023 bereits sein 20- jähriges Jubiläum.
Das Angebot haben wurde mit wachsender Erfahrung und einem exzellenten Mitarbeiterstamm immer weiter ausgebaut, und so kamen mit der Zeit zu den Busreisen auch Flugreisen und Kreuzfahrten hinzu.
Im Geschäftsjahr 2025 konnte der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um € 7.031.630,00 erneut gesteigert werden. Aufgrund konsequenter und nachhaltiger Evaluierung der Kostenstruktur konnte das erneute Umsatzwachstum ebenfalls das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT - Earnings before Interest and Taxes) um 46,45% im Vergleich zum Vorjahr steigern.
Unabhängig von den erreichten Zahlen muss jedoch weiterhin beachtet werden, dass das Geschäftsmodell stark von der weltweiten Konjunktur und anderen exogenen Rahmenbedingungen (Kriege, instabile Rohstoffmärkte, politische Rahmenbedingungen, usw.) abhängig ist.
Die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Osterreich waren im Geschäftsjahr 2025 weiterhin herausfordernd. Nach der rezessiven Entwicklung der beiden vorangegangenen Jahre setzte im Jahresverlauf eine leichte wirtschaftliche Erholung ein. Die gesamtwirtschaftliche Dynamik blieb jedoch gering.
Die österreichische Wirtschaft verzeichnete 2025 wieder ein geringfügiges reales Wachstum. Gleichzeitig blieb die Inflation auf einem vergleichsweise hohen Niveau. Insbesondere die Entwicklung der Energie- und Dienstleistungspreise trug weiterhin zum Preisauftrieb bei. Das hohe Preisniveau beeinflusste sowohl die Kostenstruktur der Unternehmen als auch die verfügbaren Einkommen und das Konsumverhalten der privaten Haushalte.
Für die Reisebranche ist die Entwicklung der real verfügbaren Haushaltseinkommen von besonderer Bedeutung, da touristische Reisen grundsätzlich zu den aufschiebbaren Konsumausgaben zählen. Eine anhaltend hohe Inflation und wirtschaftliche Unsicherheit können daher zu einer erhöhten Preissensibilität, kürzeren Buchungsvorläufen oder einer Verschiebung der Nachfrage in günstigere Reiseprodukte und Destinationen führen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr zeigte sich die Nachfrage nach touristischen Leistungen dennoch insgesamt robust.
Auch die Entwicklung der österreichischen Tourismuswirtschaft bestätigt eine weiterhin hohe Reiseund Freizeitnachfrage. Im Jahr 2025 wurden in Osterreich rund 157,3 Mio. Nächtigungen und 48,2 Mio. Gästeankünfte verzeichnet. Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einem Anstieg der Nächtigungen um 1,9 % und der Ankünfte um 3,1 %. Diese Entwicklung unterstreicht die grundsätzlich hohe Bedeutung von Reise- und Freizeitkonsum trotz eines wirtschaftlich anspruchsvollen Umfelds.
Für die Gesellschaft sind neben der österreichischen Konjunktur insbesondere die wirtschaftliche Entwicklung in den für das Unternehmen wesentlichen Absatzmärkten, die Entwicklung der verfügbaren Haushaltseinkommen, die Inflation sowie Energie- und Treibstoffpreise von Bedeutung. Darüber hinaus können Wechselkursentwicklungen insbesondere bei außerhalb des Euroraums eingekauften Reiseleistungen Einfluss auf Einkaufspreise und Margen nehmen.
Die weitere gesamtwirtschaftliche Entwicklung ist mit Unsicherheiten verbunden. Risiken ergeben sich insbesondere aus geopolitischen Konflikten, handelspolitischen Spannungen, einer länger anhaltenden erhöhten Inflation sowie einer schwachen Konjunkturentwicklung. Demgegenüber können eine Stabilisierung der Inflation, steigende reale Haushaltseinkommen und eine Verbesserung des Konsumentenvertrauens die Nachfrage nach Urlaubsreisen positiv beeinflussen.
Die Geschäftsführung geht unter Berücksichtigung der derzeit verfügbaren Informationen davon aus, dass die Nachfrage nach den von der Gesellschaft angebotenen Reiseleistungen im kommenden Geschäftsjahr sich weiterhin erhöhen wird.
1.2. Bericht über die Zweigniederlassungen
Das Unternehmen verfügt über keine Zweigniederlassungen.
1.3. nichtfinanzielle Leistungsindikatoren - Umweltbelange
Die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft als Reiseveranstalter und Reisevermittler ist mit Umwelt- und Klimafaktoren sowohl unmittelbar als auch mittelbar verbunden. Die unmittelbaren Umweltauswirkungen des eigenen Geschäftsbetriebs resultieren im Wesentlichen aus dem Energieund Ressourcenverbrauch des Bürostandorts, dem Geschäftsreiseverkehr sowie dem Einsatz von IT- Infrastruktur und Büromaterialien. Aufgrund des Geschäftsmodells sind diese unmittelbaren Auswirkungen im Vergleich zu den mittelbaren Umweltauswirkungen der vermittelten bzw. veranstalteten Reisen von untergeordneter Bedeutung.
Von wesentlich größerer Bedeutung sind die mit den angebotenen Reiseleistungen verbundenen mittelbaren Umwelt- und Klimaauswirkungen. Dies betrifft insbesondere Flug-, Bus- und Kreuzfahrtreisen. Die Gesellschaft selbst erbringt die entsprechenden Beförderungsleistungen überwiegend nicht, sondern greift auf Leistungen externer Fluggesellschaften, Busunternehmen, Reedereien und sonstiger touristischer Leistungsträger zurück.
Die zunehmende gesellschaftliche und regulatorische Bedeutung von Klima- und Umweltschutz beeinflusst die Tourismus- und Reisebranche. Anderungen umwelt- und klimapolitischer Rahmenbedingungen können sich insbesondere über CO2-Bepreisung, Energie- und Treibstoffkosten, regulatorische Anforderungen an Fluggesellschaften und Reedereien sowie über ein verändertes Reiseverhalten der Kunden auf die Preise und die Nachfrage nach einzelnen Reiseformen auswirken.
Gleichzeitig können sich aus einem steigenden Umweltbewusstsein der Reisenden Marktchancen ergeben. Eine zunehmende Nachfrage nach ressourcenschonenderen Reiseformen, längeren Aufenthaltsdauern, alternativen Verkehrsmitteln und nachhaltig ausgerichteten touristischen Angeboten kann zu einer Veränderung des Produktportfolios führen. Die Gesellschaft beobachtet diese Entwicklungen laufend und berücksichtigt Veränderungen des Kundenverhaltens bei der Gestaltung und Auswahl ihres Reiseangebots.
Darüber hinaus stellt der Klimawandel selbst einen für die Tourismusbranche relevanten Einflussfaktor dar. Zunehmende Extremwetterereignisse, Hitzeperioden, Waldbrände, Hochwasser oder sonstige Naturereignisse können einzelne Destinationen beeinträchtigen und kurzfristig zu Flugausfällen, Anderungen von Reiserouten, Stornierungen oder Umbuchungen führen. Die Gesellschaft begegnet diesen Risiken insbesondere durch laufende Beobachtung der betroffenen Destinationen, Zusammenarbeit mit ihren Leistungspartnern und erforderlichenfalls durch kurzfristige Anpassungen des Reiseangebots.
Im eigenen Geschäftsbetrieb wird auf einen sparsamen Umgang mit Energie und Ressourcen geachtet. Durch die zunehmende Digitalisierung von Buchungs-, Verwaltungs- und Kommunikationsprozessen wird insbesondere der Papierverbrauch reduziert.
1.4. nichtfinanzielle Leistungsindikatoren - Mitarbeiterentwicklung
Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stellen für die THV - Reisen GmbH einen wesentlichen Erfolgsfaktor dar. Insbesondere aufgrund der beratungs- und serviceintensiven Tätigkeit als Reiseveranstalter und Reisevermittler sind fachliche Qualifikation, Produktund Destinationskenntnisse sowie eine hohe Serviceorientierung von wesentlicher Bedeutung für die Qualität der gegenüber den Kunden erbrachten Leistungen.
Im Geschäftsjahr 2025 beschäftigte die Gesellschaft durchschnittlich 37 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (Vorjahr: 40). Die Gesellschaft legt besonderen Wert auf die laufende fachliche Aus- und Weiterbildung ihrer Beschäftigten. Schwerpunkte liegen insbesondere in den Bereichen Produktkenntnis, Buchungs- und Reservierungssysteme, Kundenberatung, Digitalisierung sowie in der laufenden Schulung hinsichtlich der für die Reisebranche relevanten rechtlichen Rahmenbedingungen.
Die Arbeitsorganisation ist wesentlich durch die saisonalen Schwankungen der Reisebranche geprägt. Insbesondere in buchungsstarken Zeiträumen sowie bei kurzfristig auftretenden Anderungen im Reiseablauf können erhöhte Anforderungen an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter entstehen. Dies betrifft insbesondere die Bearbeitung von Umbuchungen und Stornierungen sowie die Betreuung von Kunden bei Flugänderungen, Streiks, Unwettern oder sonstigen Beeinträchtigungen des Reiseverkehrs. Durch eine entsprechende Personal- und Einsatzplanung sowie klar definierte interne Abläufe wird diesen Anforderungen Rechnung getragen.
Der Wettbewerb um qualifizierte Fachkräfte stellt auch für Unternehmen der Reise- und Tourismusbranche eine Herausforderung dar. Die Gesellschaft begegnet diesem Risiko durch flexible Arbeitszeitmodelle, laufende Weiterbildungsmaßnahmen, attraktive Arbeitsbedingungen sowie sonstige Maßnahmen. Die Fluktuation im Geschäftsjahr 2025 war gering. Wesentliche Beeinträchtigungen des Geschäftsbetriebs aufgrund personeller Engpässe bestanden nicht.
1.5. finanzielle Leistungsindikatoren - Kennzahlen zur Ertragslage
1.5.1. Umsatzerlöse
Die Umsatzerlöse der Gesellschaft erhöhten sich im Geschäftsjahr 2025 von € 49,07 Mio. auf € 56,10 Mio. und damit um rund € 7,03 Mio. bzw. 14,3 % gegenüber dem Vorjahr. Die Gesellschaft konnte somit das Geschäftsvolumen im Geschäftsjahr 2025 deutlich ausweiten.
1.5.2. Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT – Earnings before Interest and Taxes) Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) entspricht dem Ergebnis vor Steuern (EBT) unter Hinzurechnung der Zinsen und ähnlichen Aufwendungen. Im Geschäftsjahr 2025 betrug das Ergebnis vor Steuern € 3,40 Mio.; unter Berücksichtigung des Zinsaufwands von rund € 4 Tsd. ergibt sich ein EBIT von € 3,41 Mio. Im Vorjahr hatte das EBIT bei € 2,33 Mio. gelegen. Damit erhöhte sich das EBIT gegenüber 2024 um rund € 1,08 Mio. bzw. 46,4 %. Da das EBIT wesentlich stärker als die Umsatzerlöse gestiegen ist, zeigt sich im Geschäftsjahr 2025 eine deutliche Verbesserung der operativen Ertragskraft.
1.5.3. Umsatzrentabilität (ROS – Return on Sales)
Die Umsatzrentabilität stellt das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) in Relation zu den Umsatzerlösen und zeigt, welcher Anteil der Umsatzerlöse als operatives Ergebnis vor Zinsen und Steuern verbleibt. Auf Basis eines EBIT von € 3,41 Mio. und Umsatzerlösen von € 56,10 Mio. ergibt sich für das Geschäftsjahr 2025 eine Umsatzrentabilität von 6,07 %. Im Vorjahr hatte diese bei 4,74 % gelegen. Die Umsatzrentabilität verbesserte sich somit um 1,33 Prozentpunkte. Je € 100 Umsatzerlöse wurde 2025 ein EBIT von rund € 6,07 erzielt, gegenüber rund € 4,74 im Vorjahr. Die Verbesserung der Umsatzrentabilität ist darauf zurückzuführen, dass das EBIT mit 46,4 % deutlich stärker gestiegen ist als die Umsatzerlöse mit 14,3 %.
1.6. finanzielle Leistungsindikatoren - Kapitalrentabilität
1.6.1. Eigenkapitalrentabilität (ROE – Return on Equity)
Die Eigenkapitalrentabilität stellt das Ergebnis vor Steuern (EBT) in Relation zum Eigenkapital und gibt damit Aufschluss über die Verzinsung des eingesetzten Eigenkapitals. Im Geschäftsjahr 2025 stand einem Ergebnis vor Steuern von € 3,40 Mio. ein Eigenkapital von € 2,63 Mio. gegenüber. Daraus ergibt sich eine Eigenkapitalrentabilität von 129,61 %. Im Vorjahr betrug diese bei einem Ergebnis vor Steuern von € 2,33 Mio. und einem Eigenkapital von € 2,73 Mio. 85,25 %. Der deutliche Anstieg der Eigenkapitalrentabilität ist damit insbesondere auf die erhebliche Verbesserung des Ergebnisses vor Steuern bei gleichzeitig leicht gesunkener Eigenkapitalbasis zurückzuführen.
1.6.2. Gesamtkapitalrentabilität (ROI – Return on Investment)
Die Gesamtkapitalrentabilität stellt das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) in Relation zum Gesamtkapital und zeigt damit die Verzinsung des insgesamt im Unternehmen eingesetzten Kapitals unabhängig von dessen Finanzierung. Im Geschäftsjahr 2025 betrug das EBIT € 3,41 Mio. bei einem Gesamtkapital von € 9,19 Mio., woraus sich eine Gesamtkapitalrentabilität von 37,07 % ergibt. Im Vorjahr hatte diese bei einem EBIT von € 2,33 Mio. und einem Gesamtkapital von € 8,57 Mio. 27,16 % betragen. Die Gesamtkapitalrentabilität erhöhte sich somit um 9,91 Prozentpunkte. Die Verbesserung ist darauf zurückzuführen, dass der Anstieg des operativen Ergebnisses deutlich stärker ausfiel als die Erhöhung des eingesetzten Gesamtkapitals.
1.7. finanzielle Leistungsindikatoren - Kennzahlen zur Vermögens- und Finanzlage
1.8.1. Eigenkapitalquote (Equity Ratio)
Die Eigenkapitalquote stellt das Eigenkapital in Relation zum Gesamtkapital und gibt damit Aufschluss darüber, welcher Anteil des Unternehmensvermögens durch Eigenkapital finanziert ist. Zum Ende des Geschäftsjahres 2025 betrug das Eigenkapital € 2,63 Mio. bei einem Gesamtkapital von € 9,19 Mio., woraus sich eine Eigenkapitalquote von 28,57 % ergibt. Im Vorjahr hatte diese bei einem Eigenkapital von € 2,73 Mio. und einem Gesamtkapital von € 8,57 Mio. 31,85 % betragen. Die Eigenkapitalquote verringerte sich damit um 3,28 Prozentpunkte. Der Rückgang ist sowohl auf die Verringerung des ausgewiesenen Eigenkapitals als auch auf die Erhöhung des Gesamtkapitals zurückzuführen.
1.8.2. Cashflow
Der Cashflow wird ausgehend vom Jahresüberschuss unter Berücksichtigung jener Aufwendungen und Erträge ermittelt, die im dargestellten Berechnungsschema als nicht zahlungswirksame bzw. korrigierende Positionen berücksichtigt werden. Der Jahresüberschuss erhöhte sich im Geschäftsjahr 2025 von € 1,77 Mio. auf € 2,59 Mio. Unter Hinzurechnung der Abschreibungen auf das Anlage- und Umlaufvermögen von rund € 154 Tsd. sowie der Restbuchwerte ausgeschiedener Anlagegüter von rund € 57 Tsd. ergibt sich für 2025 ein Cashflow I von € 2,80 Mio. Da keine Dotierungen zu Abfertigungs- oder Pensionsrückstellungen zu berücksichtigen waren, entspricht der Cashflow II ebenfalls € 2,80 Mio. Nach Berücksichtigung der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von rund € 34 Tsd. beträgt der Cashflow III schließlich € 2,77 Mio.
Im Vorjahr hatte der Cashflow III € 1,89 Mio. betragen. Er erhöhte sich somit im Geschäftsjahr 2025 um rund € 0,88 Mio. bzw. 46,9 %. Die deutliche Verbesserung des Cashflows steht insbesondere im Zusammenhang mit dem gegenüber dem Vorjahr wesentlich höheren Jahresüberschuss und zeigt eine entsprechend gestiegene Innenfinanzierungskraft der Gesellschaft.
1.8. Ereignisse von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag
Im laufenden Geschäftsjahr 2026 fand eine Betriebsprüfung für die Jahre 2021 bis 2024 statt. Die Ergebnisse aus dieser Prüfung sind im vorliegenden Abschluss bereits im Rahmen einer sonstigen Rückstellung eingearbeitet.
Der Irankrieg und generell die damit verbundenen Probleme im Nahen Osten waren für das Unternehmen sehr herausfordernd. Hier vor allem die Restriktionen, die mit dem Flughafen Dubai (Drehscheibe für die meisten Flüge nach Asien) verbunden waren. Nichtsdesotrotz konnten die geplanten Ertragsziele bis dato erreicht werden.
2. Bericht über die voraussichtliche Entwicklung und die Risiken des Unternehmens
2.1. Voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens
Für das laufende Wirtschaftsjahr erwartet die Geschäftsführung trotz der unter Punkt 1.5. sowie der in Punkt 2.2. dargestellten Risiken und Herausforderungen eine insgesamt positive Geschäftsentwicklung. Auf Grundlage der bisherigen Buchungs- und Nachfrageentwicklung sowie der aktuellen Einschätzung der Markt- und Branchenlage wird davon ausgegangen, dass die Nachfrage nach den von der Gesellschaft angebotenen Reiseleistungen weiterhin auf einem guten Niveau bleiben wird.
Unter Berücksichtigung der derzeit verfügbaren Informationen rechnet die Geschäftsführung daher im laufenden Wirtschaftsjahr mit einer weiteren Steigerung der Umsatzerlöse gegenüber dem Vorjahr. Gleichzeitig wird – trotz des weiterhin bestehenden Kosten- und Wettbewerbsdrucks sowie der gesamtwirtschaftlichen und geopolitischen Unsicherheiten – auch mit einer Verbesserung des Betriebsergebnisses gerechnet.
Die weitere Entwicklung ist insbesondere von der allgemeinen wirtschaftlichen Lage, der Konsumbereitschaft der Kunden, der Entwicklung der Reise- und Beförderungskosten sowie von geopolitischen Ereignissen abhängig. Aus heutiger Sicht wird die weitere wirtschaftliche Entwicklung der Gesellschaft insgesamt positiv beurteilt.
2.2. Wesentliche Risiken und Ungewissheiten
Die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft als Reiseveranstalter und Reisevermittler ist mit verschiedenen unternehmerischen Risiken und Ungewissheiten verbunden. Wesentliche Risiken ergeben sich insbesondere aus der gesamtwirtschaftlichen und geopolitischen Entwicklung. Eine schwache Konjunktur, hohe Lebenshaltungskosten sowie geopolitische Konflikte und Sicherheitsrisiken können die Reisenachfrage sowie einzelne Destinationen negativ beeinflussen. Darüber hinaus können Naturkatastrophen, Extremwetterereignisse, Pandemien oder sonstige außergewöhnliche Ereignisse zu Stornierungen, Umbuchungen und erhöhten Kosten führen.
Weitere Risiken bestehen aus Leistungsstörungen oder dem wirtschaftlichen Ausfall von Fluggesellschaften, Busunternehmen, Reedereien, Hotels und sonstigen Leistungsträgern. Steigende Energie-, Treibstoff-, Personal- und sonstige Kosten sowie Wechselkursschwankungen können die Einkaufspreise und Margen belasten. Aufgrund der zeitlichen Unterschiede zwischen Kunden- und Lieferantenzahlungen können zudem saisonale Liquiditätsschwankungen auftreten.
Als Reiseveranstalter unterliegt die Gesellschaft umfangreichen gesetzlichen Anforderungen, insbesondere hinsichtlich des Pauschalreiserechts und der Insolvenzabsicherung. Darüber hinaus bestehen Risiken aus IT-Ausfällen, Cyberangriffen, Datenschutzverletzungen sowie der Verfügbarkeit qualifizierter Mitarbeiter.
Die Geschäftsführung begegnet den genannten Risiken durch laufende Beobachtung der wirtschaftlichen und geopolitischen Entwicklungen, sorgfältige Auswahl der Leistungsträger, laufende Liquiditäts- und Kostenkontrolle sowie angemessene organisatorische und technische Maßnahmen. Die Gesamtrisikolage wird unter Berücksichtigung der getroffenen Maßnahmen als beherrschbar eingeschätzt. Bestandsgefährdende Risiken sind derzeit nicht erkennbar.
2.3. Verwendung von Finanzinstrumenten
Das Unternehmen verwendet keine derivativen Finanzinstrumente.
sums - 21. A. 2016
Dkfm. Heinrich Kanne-Hhfeld