Inhaltsverzeichnis
1. ALLGEMEINES
Die Muttergesellschaft der Husqvarna Mobility GmbH ist die KTM AG. Die KTM AG produziert Motorräder der Marken „KTM“, „Husqvarna“ sowie „GASGAS“. Sämtliche zentrale Konzernfunktionen wie Einkauf, Qualitätsmanagement, Logistik, Motorsport, Finanzen & Controlling sowie Human Resources sind in dieser Gesellschaft gebündelt. Die KTM AG fakturiert die produzierten Motorräder getrennt nach den Marken direkt an die Vertriebsgesellschaften KTM Sportmotorcycle GmbH, Husqvarna Mobility GmbH und GASGAS GmbH, die wiederum über ihr eigenes Vertriebsnetzwerk verfügen.
Die KTM AG und die KTM Components GmbH sind die einzigen produzierenden Unternehmen der Bajaj Mobility-Gruppe und halten daher einen Großteil der produktionsrelevanten Maschinen und Anlagen sowie Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, unfertige Erzeugnisse und das Ersatzteillager.
Im Geschäftsjahr 2025 steht die Gesellschaft mit der Bajaj Auto International Holdings AG und deren verbundenen Unternehmen in einem Konzernverhältnis und wird in deren Konzernabschluss einbezogen. Dieser Konzernabschluss wird beim Landes- als Handelsgericht Ried im Innkreis unter der Nummer FN 532159 m hinterlegt und stellt den Konzernabschluss für den größten Konzernkreis dar.
Der Konzernabschluss für den kleinsten Konzernkreis wird von der Bajaj Mobility AG erstellt und wird beim Landes- und Handelsgericht Ried im Innkreis unter der Nummer FN 78112 x hinterlegt.
2. ANNAHME ZUR UNTERNEHMENSFORTFÜHRUNG
Dieser Jahresabschluss wird unter der Annahme der Unternehmensfortführung aufgestellt. Die Gesellschaft ist eine Tochtergesellschaft der KTM AG. Ihr Geschäftszweck besteht im weltweiten Vertrieb von Motorrädern der Marke Husqvarna.
Die KTM AG sowie zwei ihrer Tochtergesellschaften haben am 29. November 2024 den Antrag auf Eröffnung eines gerichtlichen Sanierungsverfahrens mit Eigenverwaltung eingereicht. Die Verfahren wurden am 23. Mai 2025 formal abgeschlossen, der endgültige Eintritt der Rechtskraft der gerichtlichen Bestätigung erfolgte nach Ablauf der gesetzlichen Rekursfrist gemäß § 260 IO am 16. Juni 2025. Aufgrund der bestehenden wirtschaftlichen und organisatorischen Verbindungen der Gesellschaft zur Muttergesellschaft KTM AG, geht die Geschäftsführung davon aus, dass der Fortbestand der KTM AG eine wesentliche Bedingung für die Annahme der Unternehmensfortführung der Gesellschaft ist.
endgültig gerichtlicher Bestätigung der Sanierungsverfahren sowie der Bereitstellung ausreichender Fremdkapitalmittel durch den inzwischen Mehrheitseigentümer Bajaj, sowie der Durchführung weiterer Maßnahmen zur Restrukturierung geht das Management davon aus, dass die wesentlichen Unsicherheiten in Bezug auf die Fortführung des Unternehmens beseitigt wurden und vom Fortbestand des Unternehmens auszugehen ist.
Trotz verbesserter Rahmenbedingungen ist das Unternehmen weiterhin endogenen und exogenen Risiken ausgesetzt, die auch erheblichen Einfluss auf die wirtschaftliche Performance bzw. die Erreichung der vom Management gesetzten Zielen haben können. Diese Risiken betreffen insbesondere die für die Erzielung der geplanten Ertragskraft relevanten makroökonomischen und geopolitischen Rahmenbedingungen. Die Entwicklung dieser externen Einflussfaktoren kann von den zugrunde gelegten Annahmen abweichen und sich entsprechend auf die zukünftige Geschäftsentwicklung der Gesellschaft auswirken. Sollte es zu einer derzeit nicht absehbaren, wesentlichen nachteiligen Veränderung dieser Rahmenbedingungen kommen, kann dies zur Kompensation wesentlicher Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens ggf. auch die Einleitung weiterer Restrukturierungsmaßnahmen erforderlich machen.
Das Management reagiert auf diese Rahmenbedingungen weiterhin mit unverändert starker Überwachung der Umsetzung der strategischen Prioritäten, setzt zusätzliche Initiativen zur Reduktion von Kosten und zur Steigerung der Ertragskraft. Im Geschäftsjahr 2025 konnte die KTM- Gruppe bereits Erfolge bei der Wiederherstellung der Ertragskraft erzielen und Einsparungsmaßnahmen in wesentlichem Umfang umsetzen.
3. WIRTSCHAFTLICHES UMFELD
Die weltwirtschaftliche Entwicklung blieb im Jahr 2025 sowie zu Beginn des Jahres 2026 trotz eines anspruchsvollen Umfelds insgesamt robust. Das globale Wachstum erreichte nach den Ermittlungen des Internationalen Währungsfonds (IWF) 2025 rund 3,3%. Für 2026 wird ein Wirtschaftswachstum laut IWF auf ähnlichem Niveau erwartet. Die Dynamik variiert jedoch weiterhin deutlich zwischen den Regionen.
In der Eurozone bleibt das Wirtschaftswachstum moderat. Für 2026 prognostiziert der IWF eine Zunahme des Bruttoinlandsprodukts um 1,3%. Deutschland zeigt nach einem schwachen Vorjahr 2025 zwar eine leichte Erholung, bleibt jedoch durch strukturelle und energiepreisbedingte Faktoren belastet. In den USA wird für 2026 ein Wachstum von 2,4% erwartet. Positive Impulse resultieren insbesondere aus fiskalischen Maßnahmen, einer sich entspannenden Zinssituation und hoher Investitionstätigkeit im Technologiesektor.
Das internationale Umfeld bleibt von erhöhten Unsicherheiten geprägt. Zwar hat sich die Handelspolitik im Vergleich zu 2024 stabilisiert; dennoch bestehen protektionistische Maßnahmen und strategische Kalküle weiterhin fort. Anpassungen insbesondere bei den US-Zöllen, die teilweise mit neuen Akzenten zu Belastungen von Importeuren führen, werden durch andere handelspolitische Eingriffe ergänzt und tragen weiterhin zu Unsicherheiten in den globalen Lieferketten bei.
Geopolitische Risiken bleiben ein wesentlicher Belastungsfaktor. Die durch die kriegerischen Handlungen hervorgerufene Unsicherheit in der Ukraine sowie die angespannte Lage im Nahen Osten wirken sich weiterhin auf Transportwege und Energiepreise aus. Der IWF verweist zudem auf mögliche Störungen wichtiger Handelsrouten, die kurzfristig inflations- und kostenwirksam sein könnten.
Fiskalisch befinden sich zahlreiche große Volkswirtschaften in einer Phase der Neuorientierung. Die USA setzen verstärkt auf investitionsorientierte Programme, während europäische Staaten unter anderem durch steigende Verteidigungsausgaben vor strukturellen Finanzierungserfordernissen stehen. Gleichzeitig bleiben erhöhte Staatsschulden in vielen Ländern ein Risikofaktor für Finanzmarktvolatilität.
Die weltweite Inflationsentwicklung hat sich im Verlauf des Jahres 2025 weiter abgeschwächt und folgt 2026 einem moderaten Abwärtstrend. Der IWF prognostiziert für 2026 einen Rückgang der globalen Verbraucherpreisinflation auf 3,8% nach 4,1% im Vorjahr. In den entwickelten Volkswirtschaften wird die Teuerung voraussichtlich auf rund 2,2% sinken, während sie in den Schwellen- und Entwicklungsländern mit 4,8% weiterhin erhöht bleibt. Insgesamt reflektiert die globale Inflationsverlangsamung rückläufige Energiepreise, nachlassende Nachfrageimpulse sowie eine Normalisierung der Lieferketten. Regional bestehen jedoch Unterschiede: In der Eurozone wird für 2026 eine Inflationsrate nahe dem EZB-Ziel erwartet, während die USA aufgrund verzögerter Preis- und Tarifwirkungen erst 2027 eine Rückkehr zum 2%-Ziel erreichen dürften.
| IWF-Wachstumsprognose1 | 2026 | 2027 |
|---|---|---|
| Weltwirtschaft | 3,3% | 3,2% |
| Entwickelte Volkswirtschaften | 1,8% | 1,7% |
| Eurozone | 1,3% | 1,4% |
| Deutschland | 1,1% | 1,5% |
| Vereinigte Staaten | 2,4% | 2,0% |
| Schwellen- und Entwicklungsländer | 4,2% | 4,1% |
| China | 4,5% | 4,0% |
| Indien | 6,3% | 6,5% |
1¹ World Economic Outlook; International Monetary Fund, Update January 2026.
4. MARKTENTWICKLUNG
Im Geschäftsjahr 2025 reduzierten sich die Zulassungszahlen von Motorrädern in den relevanten Märkten insgesamt um -2,4% (-108.000 Motorräder). Die Entwicklung zeichnet ein kennbar heterogenes Bild: Europa war konfrontiert mit dem stärksten nominalen Rückgang (Einmaleffekt durch Homologationswechsel), Nordamerika erfuhr eine moderate Korrektur, Australien und Neuseeland setzten den Negativtrend fort und Asien blieb weiterhin klar rückläufig.
Die Entwicklung des Motorradmarkts im Geschäftsjahr 2025 war geprägt von regulatorisch bedingten Vorzieheffekten, einer zyklischen Nachfrageabkühlung in Schlüsselmärkten sowie temporären internen Lieferrestriktionen im Zuge der insolvenzrechtlichen Sanierungsverfahren. Diese Kombination führte zu einer unterdurchschnittlichen Marktanteilsentwicklung der Marken der Bajaj Mobility-Gruppe, die trotz der strukturell attraktiven Markenpositionierung in den Bereichen Performance-Street (insbesondere über die Marke KTM), Premium-Heritage/Adventure (insbesondere über die Marke Husqvarna) und Offroad/Trial (insbesondere über die Marke GASGAS) nicht kompensiert werden konnte. Während in manchen Regionen der Bereich der Sportmotorräder als einzig wachsendes Großsegment im Geschäftsjahr 2025 vorrangig von Wettbewerbern besetzt wurde. Mit wiederanlaufender Versorgung der Märkte mit neuen Produkten der Gruppe und fokussiertem Aufbau der Händlerläger mit Neuwaren in den Kernbereichen, erwartet die Gruppe eine deutliche Besserung der aktuellen Marktposition bzw. eine Wiederaufholung der Rücksetzer aus dem Geschäftsjahr 2025. Die erfahrende anhaltend hohe Zahlungsbereitschaft der Endkunden für Premium-Technologie unterstreicht die Werthaltigkeit des angebotenen Portfolios der Gruppe. Zusammenfassend ist die Marktentwicklung des Geschäftsjahres 2025 für die Gruppe im Wesentlichen als Übergangsjahr zu werten, in dem exogene Effekte, hervorgerufen insbesondere durch regulatorische Anpassungen und Zinsentwicklungen, sowie einmalige interne Faktoren, vorrangig aufgrund der Sanierungs- und Restrukturierungsverfahren, die Grundstärke der Marken der Gruppe überlagerten.
» Europa (ohne Motocross)
Der europäische Markt fiel auf knapp unter 800.000 Neuzulassungen im Geschäftsjahr 2025 (-16,6%). Dieser Rückgang reflektiert wesentlich einen Einmaleffekt durch hohe Tageszulassungen Ende 2024 infolge der Umstellung der Euro-Homologation per 1. Jänner 2025. Der Effekt kann auf ca. 10 Prozentpunkte taxiert werden. Damit beläuft sich die bereinigte Marktentwicklung im Bereich von ca. -6-7%. Nominell die stärksten Rückgänge verzeichneten die Märkte in Deutschland (-37,8%), Großbritannien (-18,8%) sowie Italien (-18,6%) .
Der Marktanteil der Bajaj Mobility-Gruppe mit ihren Kernmarken KTM, Husqvarna und GASGAS verringerte sich von im Vorjahr 11,1% auf nunmehr 4,7%. Neben dem allgemeinen Markttrend liegt der wesentliche Grund für diesen Rückgang im temporären Produktionsstopp zum Ende des Geschäftsjahres 2024 sowie in der ersten Hälfte des Geschäftsjahres 2025 im Zuge der insolvenzrechtlichen Sanierungsverfahren. Dieser Produktionsstopp hat die Lieferfähigkeit, Modellverfügbarkeit und Händlerauffüllung mit neuen Produkten wesentlich beeinflusst.
Die Gruppe ist mit der Marke KTM im Bereich Naked/Adventure/Enduro, im Bereich Premium-Heritage/Adventure mit der Marke Husqvarna und im Bereich Offroad/Trial mit der Marke GASGAS auf dem europäischen Markt strukturell stark. Oben angeführter Vorzieheffekt aus Tageszulassungen Ende 2024 belastete vor allem Subsegmente betreffend Straßen-Motorräder, in denen die Marke KTM stark vertreten ist.
» Nordamerika (inkl. Motocross)
Der nordamerikanische Motorradmarkt sank um -5,9% auf 467.000 zugelassene Einheiten im Geschäftsjahr 2025. Der Marktanteil der KTM-Kernmarken reduzierte sich von 12,8% auf 9,0%.
Inhaltlich entwickelten sich im Wesentlichen alle Motorrad-Segmente auf dem nordamerikanischen Markt rückläufig, während der Bereich Sportsbikes ein erhebliches Wachstum verzeichnete (+17,0%). In den ersten Wochen des Geschäftsjahres 2026 hat sich dabei gezeigt, dass diese hohe Nachfrage nunmehr auch auf die neu eingeführte KTM 990 RC R übergeht.
Traditionell ist die Position der Gruppe auf dem nordamerikanischen Markt im Bereich Offroad/Enduro/Motocross stark. Eine Steigerung der Präsenz im Bereich Street/Sportsbike ist anvisiert, wobei der Rückgang der Marktanteile analog zum europäischen Markt auch auf die eingeschränkte Versorgung durch neue Produkte im Zuge der Produktionsunterbrechungen verstärkt wurde.
» Australien/Neuseeland (inkl. Offroad)
Die Marktentwicklung in Australien und Neuseeland zeigt eine analoge Tendenz zu den übrigen Märkten: Die Volumina der Gesamt-Neuzulassungen sank um -4,5% auf 61.000 Einheiten im Geschäftsjahr 2025. Der Marktanteil der Bajaj Mobility-Gruppe sank im Gleichklang ebenfalls auf 14,5% (Vorjahr: 18,6%).
Der australische und neuseeländische Motorradmarkt zeigt sich traditionell sehr affin für den Offroad-Bereich, was im Allgemeinen ein positiver Faktor für die Offroad-starke Gruppe darstellt. Nichtsdestoweniger überwogen im Geschäftsjahr 2025 zyklisch bedingte Abkühlungen der Nachfrage, höhere allgemeine Finanzierungskosten sowie die ebenso eingeschränkte Versorgung mit Neuwaren durch die Gruppe.
» Asien (Premium-Importe & >250 ccm Segmente)
Der für die Gruppe relevante asiatische Raum verzeichnete ebenfalls deutliche Rückgänge betreffend die Zulassungszahlen von Motorrädern; in einer Gesamtbetrachtung beläuft sich der Rückgang auf -25,0%. Hervorzuheben sind insbesondere die Märkte in Thailand (-74,9%), China (Premium-Import, -13,6%) und Japan (Modelle mit mehr als 250 ccm, -7,5%). Der Marktanteil der Gruppe entwickelte sich von 5,1% im Vorjahr auf nunmehr 3,9% für das Geschäftsjahr 2025.
Die Gruppe partizipiert auf dem asiatischen Motorradmarkt vorrangig im Bereich der Premium-Importe (Marken KTM und Husqvarna) sowie Offroad-Nischenprodukten (Marke GASGAS). Das Geschäftsjahr 2025 kennzeichnete sich im asiatischen Raum durch eine wesentliche Volatilität der Nachfrage, preisliche Sensitivitäten im Segment Einsteiger-Premium sowie belastender Importrestriktionen und -abgaben. Auch hier wirkte sich die eingeschränkte Verfügbarkeit mit Neuwaren punktuell maßgeblich aus.
5. WEITERE WESENTLICHE EREIGNISSE WÄHREND DES GESCHÄFTSJAHRES
Im Zuge der insolvenzrechtlichen Sanierungsverfahren der KTM AG, der KTM Components GmbH sowie der KTM Forschungs & Entwicklungs GmbH, allesamt Tochterunternehmen der vormals Pierer Mobility AG, hat der langjährige Minderheiteneigentümer, die Bajaj Gruppe, umfangreiche Finanzierungen zum erfolgreichen Abschluss aller drei Verfahren bereitgestellt. Dabei hat sich die Bajaj Gruppe auch eine Call-Optionsvereinbarung auf sämtliche Anteile an der vormals Pierer Bajaj AG, die ihrerseits 74,94% der Anteile an der vormals Pierer Mobility AG hält, gesichert. Diese Option wurde im November 2025 ausgeübt und sämtliche verbleibende Anteile im Umfang von 50,01% an der vormals Pierer Bajaj AG an die Bajaj Gruppe übertragen. Damit ist die Bajaj Gruppe seither Mehrheitseigentümer an der vormals Pierer Mobility AG.
Im Zuge des Wechsels der Mehrheitsverhältnisse wurde im Rahmen einer außerordentlichen Hauptversammlung vom 19.11.2025 zwei Umfirmierung beschlossen: Die vormals Pierer Bajaj AG firmiert nunmehr als Bajaj Auto International Holdings AG, die Firma der vormals Pierer Mobility AG lautet nun auf Bajaj Mobility AG. Im vorliegenden Jahresabschluss unterbleibt aus Gründen der Verständlichkeit die weitere Nennung des vormaligen Unternehmens- oder Gruppennamens.
6. GESCHÄFTSVERLAUF (EINZELABSCHLUSS)
Folgende wesentliche Kennzahlen zeichnen das abgelaufene Geschäftsjahr aus:
| Kennzahlen | GJ 2025 | GJ 2024 |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| Umsatz | 115.082 | 381.805 |
| EBIT | 1.151 | 3.310 |
| EBIT-Marge | 1,0% | 0,9% |
| Bilanzsumme | 58.048 | 159.071 |
| Eigenkapital | 16.130 | 17.967 |
| Eigenkapitalquote | 27,8% | 11,3% |
| Mitarbeiterstand zum 31,12 | 1 | 12 |
6.1. Umsatzentwicklung nach Regionen
Der Umsatz der Husqvarna Mobility GmbH für das Geschäftsjahr 2025 beträgt 115.082 TEUR (Vorjahr: 381.805 TEUR). Der Umsatz mit Nordamerika entspricht 15,1% des Gesamtumsatzes (–15,94% zum Vorjahr) Der Umsatz mit Australien entspricht 2,2% des Gesamtumsatzes (–1,2% zum Vorjahr). Der Gesamtumsatzanteil mit Europa beträgt 59,8% (+10,5% zum Vorjahr), im Rest der Welt beträgt der Gesamtumsatzanteil 22,8% (+6,6% zum Vorjahr).
| Umsatz nach Regionen | 2025 TEUR | Anteil % | 2024 TEUR | Anteil % |
|---|---|---|---|---|
| Europa | 80.899 | 59,8 | 201.807 | 49,3 |
| Nordamerika | 20.481 | 15,1 | 126.953 | 31,0 |
| Australien | 3.006 | 2,2 | 13.992 | 3,4 |
| Sonstige Länder | 30.911 | 22,8 | 66.269 | 16,2 |
| Bruttoerlöse | 135.297 | 100,0 | 409.021 | 100,0 |
| abzügl. Erlösminderungen | –20.215 | –27.217 | ||
| Nettoerlöse | 115.082 | 381.805 |
6.2. Umsatzentwicklung nach Produktgruppen
Der Anteil der Fahrzeuge Full Size Motorräder und Sportminicycles am Gesamtumsatz ist mit 80,9% gegenüber dem Vorjahr (85,8%) um –4,9 Prozentpunkte gesunken. Der Umsatzanteil im Offroad-Segment ist mit 44,6% um 2,5 Prozentpunkte gestiegen. Im Street-Segment reduzierte sich der Umsatzanteil im Vergleich zum Vorjahr um –9,6 Prozentpunkte auf 29,9%. Der Umsatzanteil mit PG&A Products am Gesamtumsatz ist im Vergleich zum Vorjahr um 7,5 Prozentpunkte auf 14,9% gestiegen.
| Umsatz nach Produktgruppen | 2025 TEUR | Anteil % | 2024 TEUR | Anteil % |
|---|---|---|---|---|
| Offroad Sportmotorcycles | 60.398 | 44,6 | 172.260 | 42,1 |
| Street-Sportmotorcycles | 40.435 | 29,9 | 161.674 | 39,5 |
| Full Size Motorräder | 100.833 | 74,5 | 333.934 | 81,6 |
| Sportminicycles | 8.655 | 6,4 | 17.036 | 4,2 |
| Special Vehicles (E Balance Bike, Skutta) | 227 | 0,2 | 1.412 | 0,3 |
| PG&A | 20.161 | 14,9 | 30.194 | 7,4 |
| Sonstiges | 5.422 | 4,0 | 26.445 | 6,5 |
| Bruttoerlöse | 135.297 | 100,0 | 409.021 | 100,0 |
| abzügl. Erlösminderungen | –20.215 | –27.217 | ||
| Nettoerlöse | 115.082 | 381.805 |
6.3. Absatzentwicklung nach Produktgruppen
Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2025 wurden 18.856 Motorräder (Vorjahr: 57.110 Motorräder) abgesetzt.
Im Offroad-Bereich wurden 8.428 Motorräder, dies entspricht einem Anteil von 44,7% (Vorjahr: 43,1%) verkauft. Im Bereich der Sportminicycles beträgt der Absatz 2.691 Motorräder, dies entspricht einem Anteil von 14,3% (Vorjahr: 8,7%).
Im Street-Bereich wurden 5.966 Motorräder verkauft, dies entspricht einem Anteil von 31,6% (Vorjahr 42,4%).
| Absatz nach Produktgruppen: | 2025 TEUR | Anteil % | 2024 TEUR | Anteil % |
|---|---|---|---|---|
| Offroad-Sportmotorcycles | 8.428 | 44,7 | 24.601 | 43,1 |
| Street-Sportmotorcycles | 5.966 | 31,6 | 24.228 | 42,4 |
| Summe Full Size | 14.394 | 76,3 | 48.829 | 85,5 |
| Sportminicycles | 2.691 | 14,3 | 4.952 | 8,7 |
| Special Vehicles (E Balance Bike, Skutta) | 1.771 | 9,4 | 3.329 | 5,8 |
| Summe Motorräder | 18.856 | 100,0 | 57.110 | 100,0 |
6.4. Absatzentwicklung nach Regionen
Die USA sind mit einem Absatzanteil von 17,6% im abgelaufenen Geschäftsjahr der größte Einzelmarkt von Husqvarna Mobility GmbH. Die absatzstärksten Märkte waren Österreich (12,4%) vor Deutschland (6,7%), Mexiko (5,4%), Frankreich (4,4%), Schweden (3,7%) und Niederlande (3,6%). Insgesamt wurden 63,3% des Gesamtabsatzes in den zehn wichtigsten Ländern weltweit erzielt.
6.5. Ergebnisanalyse
Im Geschäftsjahr 2025 verzeichnete die Gesellschaft aufgrund der verminderten Absatzmenge einen geringeren Nettoumsatz von 115.082 TEUR, im Vergleich zum Vorjahr mit 381.805 TEUR. Dies entspricht einem Rückgang von 69,86%. Der Umsatz- und Absatzrückgang ist sowohl auf das anhaltend negative Marktumfeld, die daraus hervorgehenden wirtschaftlichen Herausforderungen wie auch die erhebliche temporäre Reduktion der operativen Tätigkeit im Zuge der Sanierungsverfahren zurückzuführen.
Die sonstigen betrieblichen Erträge sind um 41 TEUR auf 487 TEUR gesunken und resultieren im Wesentlichen aus der Fremdwährungsbewertung.
Die Aufwendungen für Material und sonstige bezogene Leistungen in Höhe von 102.194 TEUR (Vorjahr: 353.871 TEUR) entsprechen einem Anteil von 8880% am Gesamtumsatz.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von 11.291 TEUR (Vorjahr: 23.595 TEUR) enthalten im Geschäftsjahr 2025, neben den Logistikaufwendungen und Konzernverrechnungen, Aufwände für Lizenzen.
Das Finanzergebnis beträgt –2.975 TEUR (Vorjahr: -6.290 TEUR). Die Veränderung gegenüber dem Vorjahr resultiert im Wesentlichen aus dem Rückgang der Zinsen für kurzfristige Finanzierungsverbindlichkeiten.
Das Betriebsergebnis (EBIT) in Höhe von 1.151 TEUR (Vorjahr: 3.310 TEUR) entspricht einer Marge von 1,00% (Vorjahr: 0,87%). Die Steuern vom Einkommen betragen –13 TEUR (Vorjahr: 4 TEUR).
6.6. Bilanzanalyse
Als reine Vertriebsgesellschaft hält die Husqvarna Mobility GmbH bis auf das Fertigwarenlager sowie Forderungen gegenüber Dritten und verbundenen Unternehmen weitere Vermögensgegenstände von nur untergeordneter Bedeutung.
Die Bilanzsumme ist im Vergleich zum Vorjahr deutlich von 159.071 TEUR auf 58.048 TEUR zurückgegangen, was einer Reduktion um 63,5 % entspricht.
Das Anlagevermögen beinhaltet im Wesentlichen Sachanlagen.
Die Vorräte (Fertigwaren) sind gegenüber dem Vorjahr um 23.750 TEUR auf 23.167 TEUR (39,9% der Bilanzsumme) gesunken. Die Verringerung fußt im Wesentlichen auf dem Abverkauf von Vorräten und der Produktionsunterbrechnung im 1. Halbjahr 2025.
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind um 25.264 TEUR auf 9.003 TEUR (–73,7%) gesunken. Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen reduzierten sich um 32.398 TEUR auf 17.231 TEUR (–65,3%). Während das Volumen der im Rahmen von Factoring-Programmen veräußerten Forderungen im Geschäftsjahr 2025 zurückging, reduzierten sich sowohl die erzielten Umsatzerlöse als auch die gewährten maximalen Zahlungsziele.
Die sonstigen Forderungen und Vermögensgegenstände reduzierten sich um 8.590 TEUR auf 1.869 TEUR. Die Veränderung resultiert im Wesentlichen aus der Reduktion der Reserven für die Factoring-Programme.
Das Eigenkapital hat sich gegenüber dem Vorjahr von 17.967 TEUR auf 16.130 TEUR reduziert. Die Veränderung ergibt sich aus dem Ergebnis nach Steuern von –1.837 TEUR. Auf Grund der signifikant gesunkenen Bilanzsumme konnte zum 31.12.2025 eine Eigenkapitalquote von 27,8% (Vorjahr: 11,3%) ausgewiesen werden.
Die sonstigen Rückstellungen verringerten sich um 1.830 TEUR auf 5.972 TEUR, die Veränderung ergibt sich im Wesentlichen aus der Veränderung der umsatzabhängigen Bonusrückstellung.
Zum Bilanzstichtag waren Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in der Höhe von 0 TEUR (Vorjahr: 29.487 TEUR) ausgenutzt.
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen reduzierten sich stichtagsbezogen um 6.948 TEUR auf 1.343 TEUR.
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen reduzierten sich um 60.573 TEUR auf 31.989 TEUR. Bedeutenden Einfluss auf diesen Rückgang hatte der Abverkauf der Vorräte.
Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten im Wesentlichen erhaltene Kautionen und verringerten sich von 1.922 TEUR auf 1.830 TEUR.
6.7. Liquiditätsanalyse
Die liquiden Mittel verringern sich per Saldo, um 8.726 TEUR auf 6.517 TEUR. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten belaufen sich auf 0 TEUR (Vorjahr: TEUR 29.487).
Weiters verfügt die Gesellschaft über Factoring Programme, bei denen Forderungen in Höhe von 13.488 TEUR (Vorjahr: TEUR 50.456) aufgrund des Übergangs des wirtschaftlichen Eigentums ausgebucht wurden.
Der Cash-Flow aus dem operativen Bereich ist gegenüber dem Vorjahr um 41.451 TEUR auf 20.761 TEUR gestiegen. Die Investitionen (ohne Berücksichtigung von Deinvestitionen) betrugen im Geschäftsjahr 2025 wie im Vorjahr –1 TEUR und führten zu einem Free-Cash-Flow von 20.760 TEUR (im Vorjahr -20.690 TEUR). Der Cash-Flow aus den Finanzierungsaktivitäten beträgt –29.487 TEUR (im Vorjahr 23.268 TEUR).
6.8. Investitionen
Aufgrund der Geschäftstätigkeit tätigt die Gesellschaft keine wesentlichen Investitionen ins Anlagevermögen.
7. RISIKOBERICHT
Die Gesellschaft ist Teil der Bajaj Mobility-Gruppe. Aufgrund des Geschäftszwecks der Gesellschaft zum weltweiten Vertrieb von Motorrädern der Marke GASGAS, wirken sich die wesentlichen Risiken im Zusammenhang mit der wirtschaftlichen Entwicklung des Konzerns auch auf die Gesellschaft aus. Diese betreffen insbesondere Finanz- und Absatzrisiken, trotz des erfolgreich beendeten insolvenzrechtlichen Sanierungsverfahrens der KTM AG, KTM Components GmbH sowie KTM Forschungs und Entwicklungs GmbH, die allgemeine Markt- und Branchenentwicklung, sowie Zinsänderungsrisiken und wertänderungs- und verfügbarkeitsbezogene Risiken bei der Beschaffung produktionsrelevanter Ressourcen.
Aufgrund des Geschäftszwecks der Gesellschaft zum weltweiten Vertrieb von Motorrädern der Marke Husqvarna, wirken sich Risiken in der Geschäftstätigkeit des Konzerns - wie oben beschrieben - mittelbar auch auf die Gesellschaft aus. Dies betrifft insbesondere die Sicherung der Ertragskraft durch den weltweiten Vertrieb von Motorrädern sowie Sicherstellung der erforderlichen Liquidität.
8. MITARBEITER
Im Geschäftsjahr 2025 beschäftigte die Husqvarna Mobility GmbH durchschnittlich 7 Mitarbeiter (Vorjahr: 13 Mitarbeiter). Der Umsatz pro Mitarbeiter betrug im Geschäftsjahr 2025 16.440 TEUR (Vorjahr: 29.370 TEUR).
9. FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG
Der Unternehmensgegenstand der Gesellschaft umfasst im Wesentlichen Vertriebs- und Marketingtätigkeiten. Daher weist die Gesellschaft Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen von nur untergeordneter Bedeutung aus.
10. RENNSPORT IM KONZERN
Aktivitäten und Erfolge im Rennsport
Eine Saison voller Engagement und Teamwork brachte 2025 weltweit 29 große Rennmeisterschaften in verschiedenen Disziplinen ein – darunter 17 internationale Fahrertitel und 12 FIM-Herstellertitel. 2025 markiert damit die bislang erfolgreichste Motorsportsaison der Unternehmensgruppe. Über alle Marken erreichte die Gruppe eine neue Bestmarke: Einschließlich der Saison 2025 wurden insgesamt bereits 537 Weltmeistertitel über die drei Marken KTM (372), Husqvarna (122) und GASGAS (43) gefeiert.
» Road Racing
Red Bull KTM trat in der MotoGP-Saison mit einem leistungsstarken Fahreraufgebot im Red Bull KTM Werksteam und dem Red Bull KTM Tech3 Satellitenteam an. Während Maverick Viñales (Tech3) zu Saisonbeginn mit der KTM RC16 konkurrenzfähig war, jedoch durch eine Verletzung zur Saisonmitte zurückgeworfen wurde, überzeugte Pedro Acosta insbesondere in der zweiten Saisonhälfte für das Factory Team. Insgesamt erzielte KTM acht Sprint- sowie sechs Grand-Prix-Podestplätze und beendete die Saison auf Rang drei der Herstellerwertung; Acosta erreichte Platz vier in der Fahrer-Gesamtwertung. Die vollzogene Übernahme der MotoGP durch Liberty Media stärkt die langfristige Perspektive der Serie. Mit Blick auf die neuen technischen Regularien ab 2027 nahm KTM frühzeitig die Entwicklung des künftigen Motors auf und absolvierte als erster Hersteller bereits erste Testläufe auf dem Prüfstand und der Rennstrecke.
In der Moto2 verlief die Saison für Red Bull KTM anspruchsvoll: Trotz einer Verletzung steuerte Deniz Öncü zwei Siege bei, Collin Veijer zeigte als Rookie eine klare Entwicklung, und Ersatzfahrer Daniel Muñoz trug mit Podestplätzen zu insgesamt fünf Top-drei-Resultaten des Teams bei.
In der Moto3 setzte Red Bull KTM seine Dominanz fort: José Antonio Rueda gewann den Weltmeistertitel, KTM die Herstellerwertung. Mit 20 Siegen in 22 Rennen mit der KTM RC4 unterstrich das Werk seine herausragende Wettbewerbsfähigkeit in der Kategorie.
» Offroad Racing
Die Motorsportsaison 2025 startete mit einem emotionalen Höhepunkt: Daniel Sanders gewann die prestigeträchtige Rally Dakar sowie im Laufe der Saison den Weltmeisterschaftstitel der W2RC. Zudem sicherte sich KTM den Herstellertitel. Mit Edgar Canet triumphierte KTM außerdem in der Rally2-Klasse der Dakar und der W2RC-Weltmeisterschaft.
Die SuperEnduro-Weltmeisterschaft dominierte Billy Bolt (Husqvarna) mit Siegen in allen sieben Runden und sicherte sich seinen vierten Titel. Im EnduroGP gewann Josep Garcia (Red Bull KTM) sowohl die Gesamt- als auch die Enduro1-Wertung; KTM holte beide Hersteller-Titel, während Andrea Verona auf GASGAS in der Enduro2-Klasse den Gesamtsieg einfuhr. Auch im Hard Enduro stellte KTM mit Manuel Lettenbichler erneut den Weltmeister, inklusive prestigeträchtiger Siege beim Red Bull Erzbergrodeo und den Red Bull Romaniacs.
In der MXGP überraschte der 19-jährige Lucas Coenen mit Gesamtrang zwei in seiner Debutsaison in der Klasse, Jeffrey Herlings steuerte fünf GP-Siege bei. Die MX2 Meisterschaft wurde erneut von KTM und Husqvarna dominiert, angeführt von Weltmeister Simon Längenfelder auf der KTM 250 SX-F.
Im US-Supercross (Vize-Meisterschaft mit Chase Sexton mit nur 2-Punkten Rückstand) und der AMA Pro Motocross Serie erzielte KTM zahlreiche Siege und Podestplätze.
Geschäftsentwicklung
Die Bajaj Mobility-Gruppe blickt abermals auf ein bewegtes Geschäftsjahr zurück. So markierte das Jahr 2025 den erfolgreichen Abschluss insbesondere der Sanierungsverfahren der KTM AG, der KTM Components GmbH sowie der KTM Forschungs und Entwicklungs GmbH, die für den Fortbestand der Gruppe und somit der Gesellschaft maßgeblich waren. Die dafür notwendigen finanziellen Mittel wurden vom langjährigen strategischen Partner Bajaj zur Verfügung gestellt. Im Zuge dessen erfolgte zum Ende des Jahres 2025 die Übernahme der Mehrheitsbeteiligung an der Bajaj Mobility AG durch die Bajaj-Gruppe.
Auch nach Übernahme der Mehrheitsanteile kennzeichnet sich die Zusammenarbeit mit der Bajaj-Gruppe durch ein strategisch-partnerschaftliches Verhältnis. Zeitgleich markiert die Übernahme durch Bajaj die Beendigung der Zugehörigkeit der Bajaj Mobility-Gruppe zum Pierer- Konzernverbund, wie die Umfirmierung der Gesellschaft verdeutlicht. Die Verwurzelung in Österreich bleibt indes unverändert, was für die Gruppe und Bajaj eine zukunftsweisende strategische Entscheidung darstellt. Ziel ist es, dass die Gruppe durch die strategische Partnerschaft mit Bajaj ihre Spitzenposition im globalen Motorradmarkt schnell und nachhaltig zurückerobert, neue Standards setzt und den Unternehmenserfolg sowohl kurz- als auch langfristig dauerhaft absichert. Vor dem Hintergrund der Zugehörigkeit zur Bajaj-Gruppe evaluiert der Vorstand zudem weitere Synergiepotentiale.
Das Geschäftsjahr 2026 wird maßgeblich von der konsequenten Weiterführung des Sanierungsplans geprägt sein, dessen Maßnahmen zur Fokussierung, Redimensionierung und Effizienzsteigerung die operative und finanzielle Stabilität der Gesellschaft nachhaltig stärken. Mit der Wiederaufnahme eines Factoring-Programms im Dezember 2025 wurde ein weiterer wichtiger Schritt zur Stärkung der Liquidität gesetzt.
Für das Geschäftsjahr 2026 ist insbesondere die Vereinfachung der gesellschaftsrechtlichen Strukturen vorgesehen. Die strategische Ausrichtung auf Fokussierung und Redimensionierung spiegelt sich zudem in einer umfassenden Neugestaltung der internen Führungsstrukturen wider. Durch den Abbau von Hierarchieebenen, die Reduktion von Informationsschnittstellen sowie die Straffung bestehender Prozesse sollen Entscheidungswege deutlich verkürzt und die organisatorische Leistungsfähigkeit weiter gestärkt werden.
Trotz der steten und intensiven Umsetzung der bereits im Zuge des Sanierungsverfahrens kommunizierten Maßnahmen erwartet die Gesellschaft auch für das Geschäftsjahr 2026 ein herausforderndes Marktumfeld. Die eingeleiteten Maßnahmen sollen sicherstellen, dass die Gesellschaft trotz des herausfordernden Marktumfelds wieder nachhaltig in die operative Profitabilität zurückgeführt wird. Im Vordergrund stehen die konsequente Umsetzung des Sanierungsprogramms, eine klare Fokussierung auf das Kerngeschäft, die Optimierung der Kostenstrukturen sowie die Stärkung der finanziellen Stabilität. Die enge Zusammenarbeit mit der Bajaj-Gruppe bildet dabei einen zentralen Hebel zur Verbesserung der globalen Wettbewerbsfähigkeit und Effizienz. Zusammen sollen diese Schritte gewährleisten, dass die Gesellschaft langfristig stabile positive Ergebnisse erzielt und dauerhaft solide Free Cashflows generiert. Das Working-Capital-Management bleibt weiterhin ein zentraler Bestandteil der finanziellen Stabilisierung und Steuerung. Im Fokus steht dabei die konsequente Reduktion der Lagerbestände sowohl auf Händlerals auch auf Konzernebene. Durch die Optimierung von Produktionsplanung, Bestellprozessen und Distributionsabläufen sollen Überbestände systematisch vermieden und Kapitalbindungen nachhaltig reduziert werden. Auf der Kundenseite hält die Gesellschaft strikt an ihren bestehenden Zahlungszielen fest. Eine Ausweitung der Zahlungsfristen wird bewusst vermieden, um das Forderungsmanagement stabil zu halten und das Risiko erhöhter Außenstände zu minimieren. Parallel dazu wird die Wiederherstellung marktüblicher Zahlungsziele bei Lieferanten vorangetrieben.
Die Ergebnissituation der Gesellschaft wird zusätzlich durch die im Geschäftsjahr 2025 eingeführten US-Zollregelungen belastet. Für Motorradimporte aus der Europäischen Union sind insbesondere der Basiszoll von 15% sowie ein zusätzlicher Zollsatz von 50% auf bestimmte Stahl- und Aluminiumderivate relevant. Daraus ergibt sich ein durchschnittlicher Zollsatz zwischen 16-25%. Für Handelswaren aus China und Indien werden Importzölle bis zu 50% aufgeschlagen. Im Bereich PG&A variieren die Zollsätze je nach Produkt und Importweg; hier liegt die durchschnittliche Belastung bei etwa 19%. Diese zusätzlichen Kosten wurden vollständig in den aktuellen Geschäftsplanungen berücksichtigt. Nach derzeitiger Einschätzung führen die Zölle zwar zu einem spürbaren Effekt auf das EBIT, stellen aber weder das bestehende US-Engagement noch die strategische Ausrichtung der Gesellschaft in Frage. Aufgrund laufender Verhandlungen und stets möglicher, kurzfristiger Änderungen sei darauf hingewiesen, dass diese Erläuterungen betreffend die Auswirkungen zollpolitischer Entscheidungen auf die Gesellschaft nur eine aktuelle Aufnahme zum Zeitpunkt der Erstellung des vorliegenden Berichts wiedergeben.
HUSOVARNA MOBILITY GMBH DEILADE II/II
Mattighofen, am 03. März 2026
Die Geschäftsführung
Markus Gruber
Gottfried