Inhaltsverzeichnis
Grüne Wald international
1. Geschäftsverlauf, Geschäftsergebnis und die wirtschaftliche Lage des Unternehmens
1.1. Geschäft und Rahmenbedingungen
Die Grünewald Fruchtsaft GmbH beschäftigt sich mit der Erzeugung und dem Vertrieb von Frucht- und Gemüseerzeugnissen für die Lebensmittelindustrie. Zu den zentralen Produktsegmenten zählen Fruchtsäfte und Fruchtsaftkonzentrate, Fruchtpürees, sowie Fruchtpüreekonzentrate, Fruchtzubereitungen und Tiefkühlfrüchte. Das Unternehmen beliefert nationale sowie internationale Kunden.
Konjunkturelle Lage
Im Jahr 2025 verzeichnete die österreichische Wirtschaftsleistung nach zwei Jahren rückläufiger Entwicklung wieder ein leichtes reales Wachstum von 0,6%. Die gesamtwirtschaftliche Dynamik blieb insgesamt verhalten.1
Die Lebensmittelbranche weist traditionell eine vergleichsweise hohe Krisenresistenz auf. Solange Konsumenten ihr Nachfrageverhalten nicht auf reine Grundnahrungsmittel beschränken, bleibt der Sektor weitgehend stabil und nur teilweise konjunkturabhängig. Preissteigerungen in Europa sind jedoch auch 2025 spürbar: Konsumenten greifen vermehrt zu preisgünstigen Handelsmarken, wodurch Markenhersteller sowie vorgelagerte Wertschöpfungsstufen unter Druck geraten.
Rohstoffbeschaffung
Die EU-Apfelernte 2025 wird laut Prognosfruit auf rund 10,5 Millionen Tonnen geschätzt und liegt damit nahezu auf Vorjahresniveau (–0,1 %), bleibt jedoch 7,5 % unter dem Dreiund Fünfjahresdurchschnitt. Betroffen sind vor allem die Sorten Red Delicious (–19,2 %) und Idared (–8,8 %), während Gala stabil bleibt und Golden Delicious leicht rückläufig ist
¹ Statistik Austria (VGR), 2026.
(-0,9 %). Ursache sind erneut schwankende Witterungsbedingungen und strukturelle Herausforderungen im europäischen Obstanbau.
Die EU-Birnenernte 2025 steigt leicht auf 1,79 Millionen Tonnen (+1,4 % gegenüber dem Vorjahr), bleibt jedoch ebenfalls unter dem Mehrjahresdurchschnitt. Die Erträge variieren stark. In Italien kommt es zu deutlichen Einbußen (–24,7 %), während Belgien (+32,1 %) und die Niederlande (+8,1 %) deutliche Zuwächse verzeichnen.2
Die Erträge anderer Obstsorten wie Kirschen und Beeren zeigen ein heterogenes Bild: Spätfröste, Trockenheit und regionale Starkniederschläge führten insbesondere in Teilen Osteuropas zu Ausfällen, während westeuropäische Regionen teils stabile Mengen melden.3
Im Gemüseeinkauf sind für 2025 weitgehend stabile Mengen- und Preisentwicklungen im Vergleich zum Vorjahr zu verzeichnen.
Marktumfeld
Im Jahr 2025 prägen weiterhin Innovation, Natürlichkeit und Nachhaltigkeit die Lebensmittelbranche. Gleichzeitig gewinnt aufgrund der wirtschaftlichen Lage das Thema leistbare Lebensmittel an Bedeutung. Eigenmarken und Discounter profitieren von der hohen Preisorientierung der Verbraucher.3
Im Rahmen der Umsetzung der Unternehmensziele hat die Grünewald Fruchtsaft GmbH auch im Jahr 2025 die Initiative „GRÜNEWALD AGRONOMY“ weiter vorangetrieben. Diese Initiative fördert die Agronomie-Beratung für die Landwirte vor Ort, um den aktuellen Wissenstransfer, die Vernetzung und die Forschung im Anbau kontinuierlich zu unterstützen.
Mit der Initiative „GRÜNEWALD GO GREEN“ werden Projekte zum nachhaltigen Anbau umgesetzt, um dem globalen Trend zu verantwortungsbewusstem und gesundem Handeln für eine sichere Zukunft gerecht zu werden. Ein weiterer Aspekt unseres nachhaltigen Handelns umfasst konkrete Projekte zur Dekarbonisierung unserer Produktion. Durch die jährliche Erstellung einer CO2-Bilanz messen wir unsere Fortschritte auf dem Weg zu einer klimaneutralen Zukunft.
Im Bereich Forschung und Entwicklung wurde unter „GRONEWALD INNOVATION“ kontinuierlich an der Weiterentwicklung des Produktportfolios gearbeitet. Ein weiteres Hauptaugenmerk lag auch in diesem Jahr auf den Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen der Mitarbeiter im Rahmen der „GRÜNEWALD ACADEMY“.
² Prognosfruit 2025 – EU-Apfel- und Birnenprognose, World Apple and Pear Association (WAPA); Prognosfruit
2025 – EU-Apfel- und Birnenprognose, World Apple and Pear Association (WAPA)
3 WAPA: Update der EU-Ernteprognose 2025/26 – Pipfruit Market Observatory, 10.11.2025; WAPA / EU Market Observatory: witterungsbedingte Prognoseanpassungen Herbst 2025
4 Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK): Herbstprojektion 2025 – Projektionen der
Bundesregierung, veröffentlicht unter:
https://www.bundeswirtschaftsministerium.de/Redaktion/DE/Artikel/Wirtschaft/Projektionen-der-
Bundesregierung/projektionen-der-bundesregierung-herbstprojektion-2025.html (Abruf: 16.03.2026).
Die Strategie und Ziele der Gesellschaft sowie deren Umsetzung werden von den Entscheidungsträgern des Unternehmens, der Geschäftsführung und den Eigentümervertretern festgelegt und vorangetrieben.
1.2. Geschäftsergebnis, Ertragslage
Die Betriebsleistung des Jahres 2025 beträgt TEUR 115.319. Sie erhöhte sich damit gegenüber dem Vorjahr um TEUR 15.665. Das entspricht einer Erhöhung der Betriebsleistung von rund 15,7%. Diese Erhöhung resultiert vor allem aus dem Aufbau des Lager(wertes) aufgrund gestiegener Preise.
Den gesamten Abschreibungen vom Anlagevermögen von TEUR 1.592 standen in diesem Geschäftsjahr Investitionen in Höhe von TEUR 4.289 gegenüber.
Das Betriebsergebnis ist gegenüber dem Vorjahr um TEUR 1.787 auf TEUR 8.358 gestiegen.
Das finanzielle Ergebnis (Finanzergebnis) schlägt sich im Geschäftsjahr 2025 mit einem negativen Finanzerfolg in Höhe von TEUR 264 nieder. Dies bedeutet gegenüber dem Vorjahr eine Senkung von TEUR 486, die aus der Erhöhung des Zinsaufwandes resultierte.
Das Ergebnis vor Steuern (Summe aus Betriebsergebnis und Finanzergebnis) erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 1.301 auf TEUR 8.094.
Als Jahresüberschuss ergibt sich für das Geschäftsjahr 2025 ein Betrag von TEUR 6.259 (Vorjahr: Jahresüberschuss TEUR 5.260).
Die Umsatzerlöse ergeben bezogen auf das Ergebnis vor Zinsen und Steuern eine Umsatzrentabilität von 8,0% (Vorjahr: 7,6%).
1.3. Finanzlage
Im abgelaufenen Wirtschaftsjahr konnte durch das Unternehmen ein negativer Cash-Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit in Höhe von TEUR -3.807 (Vorjahr: TEUR -3.541) erwirtschaftet werden. Der Cash-Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit ist gegenüber dem Vorjahr um rund TEUR 266 gesunken. Der Grund für die Veränderung des Cash Flows resultiert aus dem Anstieg der Forderungen und der Vorräte. Nettoinvestitionen in Höhe von TEUR -3.877 (Vorjahr: TEUR -2.340) in das Anlagevermögen konnten aus eigenen Liquiditätsbeständen finanziert werden.
Das Geschäftsjahr 2025 war bestimmt durch eine stabile und fundierte Liquiditätsbasis. Die ermittelte Schuldentilgungsdauer beträgt im Jahr 2025 2,06 Jahre (Vorjahr: 1,3 Jahre).
1.4. Vermögenslage
Das Working Capital beträgt im Geschäftsjahr 2025 TEUR 57.137 (Vorjahr: TEUR 48.172). Das Eigenkapital der Grünewald Fruchtsaft GmbH ist um TEUR 4.259 auf TEUR 60.738 (Vorjahr: TEUR 56.479) gestiegen. Die Eigenkapitalquote beträgt somit per 31. Dezember 2025 rund 71,2% (Vorjahr: 74,2%).
Die Eigenkapitalrentabilität beläuft sich im Geschäftsjahr 2025 auf rund 13,98% (Vorjahr: 12,7%) und die Gesamtkapitalrentabilität auf rund 9,9% (Vorjahr: 9,4%).
1.5.1 Technische Entwicklung
Im Jahr 2025 wurde weiter in den Ausbau von Anlagen investiert, um die Produktionseffizienz zu erhöhen.
1.5.2 Personelle Entwicklung
Die Qualifikation der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stellt einen wesentlichen Erfolgsfaktor für das Unternehmen dar. Zur Bewältigung der steigenden fachlichen und organisatorischen Anforderungen wurden im Geschäftsjahr 2025 gezielte Weiterbildungsund Schulungsmaßnahmen auf allen Organisationsebenen durchgeführt. Zur nachhaltigen Sicherung des Fachkräftebedarfs für die kommenden Jahre wurde zudem eine Lehrlingsoffensive initiiert. Ergänzend wurde ein neues Mitarbeitergebäude errichtet, um den erweiterten betrieblichen und sozialen Anforderungen Rechnung zu tragen.
1.6. Zweigniederlassungen
Die Grünewald Fruchtsaft GmbH betreibt keine zusätzlichen Zweigniederlassungen.
1.7. Forschung und Entwicklung
Die Forschung und Entwicklung bilden einen wesentlichen Bestandteil der Grünewald Strategie. Gemeinsam mit dem Kunden werden im eigenen Entwicklungscenter Projekte zur Produktneuentwicklung angestoßen oder bestehende Produkte optimiert, um kundenbzw. marktorientiertes Wachstum sicherzustellen.
2. Voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens (Prognosebericht)
Die Geschäftsführung der Grünewald Fruchtsaft GmbH geht davon aus, dass die gesamtwirtschaftliche Entwicklung auch im Jahr 2025 einen eher untergeordneten Einfluss auf den Geschäftsverlauf haben wird. Dennoch werden die wirtschaftlichen Herausforderungen weiterhin die Lebensmittelbranche beeinflussen.
Um diesen Entwicklungen zu begegnen, setzt die Grünewald Fruchtsaft GmbH auf eine breite Produktpalette und höchste Qualitätsstandards in der NFC-, Püree- und Saftkonzentratverarbeitung sowie in der Herstellung von Fruchtzubereitungen. Der Ausbau der technischen Anlagen und die kontinuierliche Prozessoptimierung bleiben zentrale Elemente der Unternehmensstrategie, um den Innovationsanspruch am Standort zu erfüllen.
Die Rohwarensicherung wird auch 2026 eine zentrale Rolle spielen. Sowohl der ausländische als auch der heimische Beschaffungsmarkt sind wichtige Faktoren, da Regionalität und Sortenvielfalt heimischer Früchte bei den Konsumenten immer beliebter werden. Die Erweiterung des Angebots an nachhaltig zertifizierten Produkten bleibt ein Schwerpunkt, ebenso wie die Bestrebungen zur Energiereduktion und Verbesserung der Klimabilanz.
Das Wachstum des Kundenstamms in neuen Märkten und die Neukundenakquise werden weiterhin durch Zusammenschlüsse bestehender Marktteilnehmer bestimmt. Die Grünewald Fruchtsaft GmbH setzt auf umfassende Serviceleistungen, um flexibel auf die Bedürfnisse ihrer Kunden einzugehen.
Die Prognosen des Vorjahres haben verdeutlicht, dass die Unsicherheiten in den Bereichen Ernte, Preise und Konsumentenverhalten die genaue Entwicklung der Ertragslage schwer vorhersagbar machen. Die Geschäftsführung geht nach derzeitiger Beurteilung für das Geschäftsjahr 2026 von einer im Vergleich zu 2025 stabilen bzw. leicht steigender Absatzlage aus. Vor diesem Hintergrund und unter der Annahme von ansonsten zum Jahr 2025 vergleichbaren Ernte- und Preissituationen erwartet die Geschäftsführung für das Jahr 2026 ein zu 2025 in etwa vergleichbares Umsatzniveau und einen Jahresüberschuss, der ebenfalls in der Größenordnung des Vorjahres liegen könnte.
3. Risikoberichterstattung
3.1. Allgemeine Beschreibung der wesentlichen Risiken und Ungewissheiten, denen das Unternehmen ausgesetzt ist
Die Geschäftsleitung der Grünewald Fruchtsaft GmbH geht im Rahmen ihrer Tätigkeit verantwortungsbewusst mit Chancen und Risiken um, die in täglich stattfindenden Besprechungen mit den jeweiligen Abteilungsleitern identifiziert, überwacht und gesteuert werden. Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts sind keine grundsätzlichen, den Bestand des Unternehmens unmittelbar gefährdenden Faktoren erkennbar. Die Geschäftsleitung verweist gleichwohl auf die bereits erläuterten wirtschaftlichen bzw. branchenspezifischen Rahmenbedingungen und weitere geopolitische Unwägbarkeiten, die die Gesellschaft vor allem in ausländischen Märkten treffen könnten.
Anderungen im Konsumverhalten und der demographischen Entwicklung in wichtigen Industrieländern, den Hauptabsatzmärkten des Unternehmens, haben mittel- bis langfristige Auswirkungen auf das Geschäft. Der Trend zu deutlichen Rohstoffpreisschwankungen aufgrund des fortschreitenden Klimawandels setzt sich fort. Steigende Rohstoffpreise können die Ertragslage des Unternehmens erheblich negativ beeinflussen, wenn es nicht gelingt, die gestiegenen Kosten weiterzugeben oder durch Kostensenkungen in anderen Bereichen zu kompensieren.
Kurzfristig sind insbesondere Rohstoffpreisänderungen aufgrund schwankender Erntemengen im Frucht- und Gemüsebereich sowie die Auswirkungen unvorhersehbarer globaler Ereignisse (wie die aktuellen kriegerischen Auseinandersetzungen in der Ukraine oder im Nahen Osten) auf die kommende Erntesaison relevant. Über die gestiegenen Energiepreise hinaus werden die weltweite Inflation und geopolitische Spannungen weiterhin Druck auf alle Wirtschaftsbereiche ausüben.
Der seit Anfang 2026 eskalierende Nahost-Konflikt erhöht die Risiken für Energie- und Transportmärkte erheblich. Störungen im Schiffs- und Luftverkehr rund um das Rote Meer und die Straße von Hormus führen zu steigenden Transport- und Versicherungskosten, längeren Lieferzeiten sowie zunehmender Volatilität bei Öl- und Gaspreisen, was die Inflation und Kostenstrukturen in Europa belasten kann.3 Besonders betroffen ist die energieintensive Ernährungsindustrie, die mehr Energie verbraucht als die Stahlbranche und daher unmittelbar unter höheren Energie-, Transport- und Verpackungskosten leidet." Die weiterhin protektionistische Handelspolitik der USA belastet die regelbasierte Weltwirtschaftsordnung. Ein Abbau wechselseitiger Zölle durch erfolgreiche EU-Verhandlungen könnte jedoch die Wertschöpfung spürbar stärken.?
Die Grünewald Fruchtsaft GmbH ist seit Jahrzehnten zusammen mit anderen Unternehmen der GI-Gruppe in dem Geschäftsbereich am Markt tätig, und insoweit verfügen die Mitarbeiter über entsprechend langjährige Marktkenntnis, die über die Vernetzung in der Firmengruppe noch vertieft wird. Die Geschäftsleitung begegnet den Chancen und Risiken, denen das Unternehmen im Rahmen seiner Tätigkeit zwangsläufig ausgesetzt ist, u.a. durch regelmäßigen Austausch und Informationsfluss zwischen allen Abteilungsleitern mit dem Ziel, Chancen und Risiken zu identifizieren und zu überwachen, um im Bedarfsfall ggf. steuernd eingreifen zu können.
Der Markt für alkoholfreie Getränke ist trotz wachsender Nachfrage nach alkoholfreien Alternativen weiterhin durch anspruchsvolle Markt- und Wettbewerbsbedingungen gekennzeichnet. Kalorienbewusste nachhaltige Ernährung, permanente Forderungen nach Produktinnovationen und ein breiteres Produktportfolio im Einzelhandel sind Begleitumstände, die in der Unternehmensplanung Berücksichtigung finden müssen.
Hohe Wettbewerbsintensität, anhaltender Preis- und Margendruck bei stagnierendem bis rückläufigem Konsum begünstigen weiterhin Konsolidierungstendenzen in der Lebensmittelindustrie. Den dabei entstehenden Delkredere- und Bonitätsrisiken begegnet die Gesellschaft durch striktes Forderungsmanagement und Liefersperre betreffender Kunden.
Die in den zurückliegenden Jahren beobachteten Anderungen des Zinsniveaus haben sich vornehmlich im Bereich der Pensionsverpflichtungen durch entsprechende Ergebnisbelastungen und Zuführungen zu den Rückstellungen bemerkbar gemacht. Auch
3 Markt & Mittelstand (2026): Iran-Konflikt treibt Ölpreis: Was jetzt auf den deutschen Mittelstand zukommt
https://www.marktundmittelstand.de/politik/iran-konflikt-treibt-oelpreis
6 Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung (FAS) (15. März 2026): Die größte Sackgasse der Welt. Wirtschaftsteil,
S. 17.
7 Flach, L. und Scheckenhofer, L. (2025): US Reciprocal Tariffs and their Erosion of Globai Trade Rules:
Implications for Germany. EconPol Policy Brief 71, ifo Institut.
wenn aktuell Anzeichen für ein Sinken des Zinsniveaus erkennbar sind, erachtet die Geschäftsführung angesichts der Kapitalausstattung die Auswirkungen eines solchen im Hinblick auf Finanzierungskosten momentan für gering.
Wie oben erläutert, werden Rohwarenpreise traditionell maßgeblich durch die saisonalen Auswirkungen aus Verfügbarkeit der Rohware und steigenden Produktionskosten bei Hilfsstoffen, Löhnen (u.a für Erntehelfer) bestimmt. Diese Faktoren haben einen wesentlichen Anteil am Produktpreis.
Die Geschäftsführung geht für das Geschäftsjahr 2026 momentan von einer weiterhin stabilen Absatzlage unter dem Vorzeichen stabiler Preise auf Grund des beschriebenen Kostendrucks aus.
3.2. Finanzierungsinstrumente
Aufgrund der guten Eigenkapitalbasis des Unternehmens ist eine Fremdfinanzierung im klassischen Sinne nicht nötig, sondern wird nur gegebenenfalls zur saisonalen Deckung oder aus finanzstrategischen Gründen vorgenommen.
4. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren
4.1. Umweltbelange
Im Bereich Umwelt ist man bei der Grünewald Fruchtsaft GmbH auch weiterhin darauf bedacht, auf weitgreifende Maßnahmen zu setzen. Mit Hilfe der Nachhaltigkeitsinitiative „GO GREEN“ der Grünewald Fruchtsaft GmbH will das Familienunternehmen die Verantwortung für die ökonomischen, ökologischen und sozialen Folgen ihres Handels tragen. Das Unternehmen setzt sich damit auch aktiv für den Klimaschutz ein.
Ziel ist es dabei, durch gezielte Maßnahmen die gesamte Wertschöpfungskette vom Erzeuger zum Produzenten bis zum Endkunden positiv zu beeinflussen, um einen langfristigen nachhaltigen Effekt zu erzielen.
4.2. Arbeitnehmerbelange
Die Anzahl der Beschäftigten im Jahresdurchschnitt beläuft sich auf 123 Mitarbeiter. Davon sind 54 (Vorjahr 48) Mitarbeiter als Angestellte, 69 (Vorjahr 69) Mitarbeiter als Arbeiter und 4 Lehrlinge beschäftigt.
Die Gesellschaft ist bestrebt durch entsprechende interne und externe Weiterbildungsmaßnahmen die Qualifikation ihrer Mitarbeiter ständig zu optimieren.
Der durchschnittliche Personalaufwand pro Mitarbeiter beläuft sich rund auf TEUR 84.
4.3. Sonstige für die Geschäftstätigkeit wichtige nichtfinanzielle Kennzahlen Der Umsatz pro Mitarbeiter im Geschäftsjahr 2025 beläuft sich auf rund TEUR 860.
Stainz, am 08.06.2026
Grünewald Mag. Gabriqle Grünewald
Fruchtsatt GmbH Grazer Straße 20, 8510 Stainz - Aualria Phone +43 (0) 3463 2101- E-Mail: [email protected] www.gruenewald.at
Julin
Stainz, am 08.06.2026
recht frammacol DI Mag. Julia Friedl-Grünewald