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Lagebericht 2024/25

Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften GmbH

Original-PDF

Stichtag 30. Sep. 2025 · Eingereicht am 29. Juni 2026

Inhaltsverzeichnis

Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften GmbH (KL)

Im Sinne der Kriterien des § 221 UGB ist die Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften GmbH (im Nachfolgenden KL genannt) eine mittelgroße Kapitalgesellschaft; da die Kriterien für eine mittelgroße Gesellschaft seit dem Jahr 2018/2019 für zwei aufeinanderfolgende Jahre erfüllt waren, handelt es sich It. § 243 Unternehmensgesetzesbuch (UGB) um einen gesetzlich vorgesehenen Lagebericht. Bei der Erstellung des Lageberichts wurden die Kriterien für eine mittelgroße Gesellschaft berücksichtigt und dabei dem UGB und der AFRAC Stellungnahme gefolgt.

Bericht über den Geschäftsverlauf und die wirtschaftliche Lage

Die Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften GmbH fühlt sich der Vision „Inspiring Next Generations“ verpflichtet und bildet Arzt:innen und Gesundheitswissenschafter:innen von morgen aus. Die KL legt dabei großen Wert auf die Qualität in der Lehre und die Betreuung der Studierenden und ebenso Wert auf die Qualität in der Forschung in ausgewählten Schwerpunkten. Im Jahr 2022/2023 feierte die KL ihr 10-jähriges Bestehen und blickt auf eine erfolgreiche Entwicklung zurück. Als Trägergesellschaft der Karl Landsteiner Privatuniversität fungiert die Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften GmbH seit der Akkreditierung durch die AQ Austria am 28.11.2013. Diese startete als Karl Landsteiner ErrichtungsgesmbH am 20.7.2012 mit den Gesellschaftern Universität für Weiterbildung Krems (UWK), IMC Hochschule für Angewandte Wissenschaften Krems (IMC Krems) sowie Medizinische Universität Wien (MUW). Am 7.6.2016 trat die MUW 25% des Stammkapitals an die Technische Universität Wien (TU) ab. Dadurch wurde die ursprünglich in der Akkreditierung geplante Gesellschafterstruktur verwirklicht. Am 18.3.2019 übertrugen die Universität für Weiterbildung Krems ihre Anteile an das Land NO und die IMC Krems ihre 25% an die EBG MedAustron GmbH. Die neue Gesellschafterstruktur schafft für die KL neue Möglichkeiten der Weiterentwicklung bei fortgesetzter guter Zusammenarbeit auf gleicher Augenhöhe mit den ehemaligen Gesellschafter:innen am Campus Krems. Der Gesellschaftsvertrag wurde 2020 aufgrund des wichtigen Erhalts der Gemeinnützigkeit der KL für den Forschungscluster Danube Allergy Research Cluster (DARC) angepasst, sodass die KL den Großteil der Fördermittel des Landes Niederösterreich für 15 der 17 Teilprojekte treuhändig verwaltet und weitergeben kann. Das Projekt DARC 1.0 wurde im Berichtsjahr abgeschlossen, ein Anschlussprojekt DARC 2.0 wurde gestartet. Im Wirtschaftsjahr 2021/2022 wurde eine Zusammenarbeit mit EBG MedAustron GmbH durch die Konzeption des Forschungsschwerpunkts Onkologie und Einrichtung eines Departements geschaffen. Im Berichtsjahr mündete die Zusammenarbeit u.a. in der Einreichung eines 2. PhD Studiums mit dem Arbeitstitel „Tumorbiologie” bei der AQ Austria.

Im Jahr 2018/2019 befand sich die KL in der institutionellen Reakkreditierungsphase durch die AQ Austria, wie im Privatuniversitätengesetz (PUG) vorgesehen. Das Board der AQ Austria erteilte die Reakkreditierung (Beschluss des Boards 11.9.2019). Der KL wurde der Bescheid mit Auflagen am 17.10.2019 übermittelt. Gegen die Auflagen des Bescheides wurde fristgerecht am 12.11.2019 der Rechtsweg beschritten. Im Jahr 2021/2022 kam es nach einer Rückdelegation zu einer Verhandlung beim

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Bundesverwaltungsgericht und es wurde eine Vorgehensweise zur Aufarbeitung der Beschwerde abgestimmt. Im Jahr 2023/2024 wurde mit der AQ Austria eine außergerichtliche Einigung angestrebt. Im Berichtsjahr wurden die Auflagen am 20.3.2025 von der AQ Austria als erfüllt anerkannt und es kam zu einem positiven Bescheid. Die nächste Reakkreditierung der KL wird im Jahr 2030 erfolgen, die Einreichung der Unterlagen ist im Jahr 2029 geplant.

Im Jahr 2020 wurde das neue Privathochschulgesetz vom Parlament beschlossen und trat mit 1.1.2021 in Kraft. Wesentliche qualitative Anderungen im Weiterbildungsbereich sind durch die Gesetzesänderung, die am 1.10.2021 in Kraft trat, eingetreten. Die KL hat ihre Weiterbildungsangebote, die unter der Dachmarke „KL Academy” angeboten werden, darauf ausgerichtet. Im Berichtsjahr wurden folgende Lehrgänge erfolgreich durchgeführt:

Zertifikatslehrgang „Therapeutische Möglichkeiten evidenzbasierter Phytotherapie" - erster Durchgang (Start: November 2024 – Ende: Mai 2025); Zertifikatskurs „Angewandte Ethik und Ethik für Gesundheitsberufe" - zweiter Durchgang (bis Ende Jänner 2025) und dritter Durchgang (Start: April 2025, läuft bis Ende Jänner 2026); 2. Ethik-Tag Thermenregion - Kooperationsveranstaltung mit der NÖ Landesgesundheitsagentur (kurz NO LGA) (27.03.2025); Zertifikatslehrgang „EPOCAN” - Kooperationslehrgang mit der UWK (letzter Durchgang endete im April 2025).

Zahlreiche weitere Lehrgänge wurden für einen Start in den Folgejahren vorbereitet.

Die angebotenen Studienrichtungen umfassen das Bachelorstudium Medical Science (Namensänderung, vormals Health Sciences) und das darauf aufbauende Masterstudium Humanmedizin, das Bachelorstudium Psychologie, sowie das Masterstudium Psychologie.

Das PhD Programm „Mental Health and Neuroscience” wurde am 24.1.2024 von der AQ Austria akkreditiert. Das PhD Programm startete im Wintersemester 2024/2025 planmäßig. Im Berichtsjahr wurden 5 Studierende aufgenommen. Das zweite PhD Programm „Tumorbiologie" konnte im Berichtsjahr zur Akkreditierung eingereicht werden.

Der BA-Studiengang Psychologie wird im Wintersemester 2024/2025 zum neunten Mal und erneut mit einer höheren Anzahl von Studierenden durchgeführt. Im MA-Studiengang Psychologie können Studierende zwischen dem Schwerpunkt Klinische Psychologie oder dem Schwerpunkt Arbeits-, Organisations- und Wirtschaftspsychologie wählen. Der Schwerpunkt Klinische Psychologie wird in Zusammenarbeit mit der Universitätsklinik in Tulln weitergeführt. Der MA-Studiengang Psychologie hat - wie geplant - im Wintersemester 2020/2021 erstmalig gestartet und wird im Wintersemester 2024/2025 von der geplanten Höchstzahl an Studierendenden besucht.

Im Wintersemester 2024/2025 startete die zwölfte Kohorte des BA-Studienganges Medical Science. Das Bachelorstudium Medical Science wird in englischer Sprache angeboten. Die Pflichtfamulatur bei einer/m niedergelassenen Allgemeinmediziner:in wird im Bachelorstudium absolviert. Das Masterstudium Humanmedizin findet in deutscher Sprache und zu einem überwiegenden Anteil in Kleingruppen (aktuell 3 Studierende pro Lehrperson) in Form von „Bed-Side-Teaching" an den Universitätskliniken St. Pölten, Krems, und Tulln statt.

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Die Graduierung der Absolventinnen und Absolventen aller Studiengänge wurde im September erneut in Grafenegg gefeiert.

Seit 2015 ist die KL zur Förderung des internationalen Austauschs von Studierenden und Lehrenden Mitglied der ERASMUS Charta. Durch die Covid-Situation nahmen Studierende in reduziertem Ausmaß im Ausland an Famulaturen teil. Seit 2022/2023 konnten wieder Austausche stattfinden; ein Ausbau mit einer Infrastruktur unter der Leitung von Frau Univ.-Prof. Dr. Stoiber-Sakaguchi wurde ab 2022/2023 eingerichtet, dies hat sich im Jahr 2024/2025 mit einer erneuten Steigerung der Teilnehmer:innen an Austauschprogrammen ausgewirkt. Es ist weiterhin ein Ziel der KL, verstärkt internationalen Austausch zu ermöglichen.

Entwicklung der Gesamt-Anzahl der Studierenden (Beginn des Wintersemesters 2025/2026, Stand 8.10.2025, inkl. 18 a.o. Studierende „KL Academy" und 5 PhD-Studierende „Mental Health and Neuroscience”):

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 3
StudienjahrAnzahl der Studierenden
2013/201428
2014/201582
2015/2016151
2016/2017208
2017/2018301
2018/2019380
2019/2020460
2020/2021557
2021/2022663
2022/2023727
2023/2024816
2024/2025893
2025/2026950

Die aktuellen Forschungsschwerpunkte sind eng verknüpft mit den Forschungsthemen bestehender und noch zu etablierender Fachbereiche und künftiger Professuren. Darüber hinaus bestehen im Rahmen der etablierten Professuren definierte Fachbereiche bzw. themenoffene Forschungsfelder im Bereich der Universitätskliniken und deren Abteilungen. Jede Forschungsgruppe und jeder Fachbereich für sich bringen ihre eigene Kernkompetenz in Lehre und Forschung ein.

Wesentliche Kooperationspartner:innen der KL sind das Land Niederösterreich, die NO LGA (Rechtsnachfolgerin der NÖ Landeskliniken-Holding), EBG MedAustron GmbH, die Medizinische Universität Wien, die Technische Universität Wien, die Universität für Weiterbildung Krems, die IMC Hochschule für Angewandte Wissenschaften St. Pölten Wissenschaften Krems GmbH, die Hochschule für Angewandte und die Universität Basel, im Jahr 2024/2025 sind weitere Kooperationenspartner:innen hinzugekommen.

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Durch den Universitätsklinikenverbund St. Pölten, Krems und Tulln wird eine qualitätsgesicherte, forschungsgeleitete Lehre in der Medizin sowie eine international anerkannte, qualitativ hochwertige Forschung im klinischen Bereich garantiert. Die Kooperation mit Eggenburg wurde 2023/2024 beendet, der Professor für Klinische Psychologie verließ die KL und die Kooperation mit dem Universitätsklinikum Tulln wurde verstärkt. Durch die Berufung einer Professorin, die am 1.10.2025 ihre Arbeit an der KL aufgenommen hat, ist der Bereich nun wieder inhaltlich hervorragend vertreten.

Im Sommer 2020 startete der Forschungsbereich Allergologie und Immunologie als „Danube Allergy Research Cluster (DARC 1.0)”. Dieser wurde 2022/2023 um ein weiteres Jahr verlängert. Im Jahr 2023/2024 wurde ein Folgeprojekt DARC 2.0 eingereicht, das 2024/2025 genehmigt wurde.

Die Professur für Zellbiologie und die Professur für Ernährungswissenschaften unter besonderer Berücksichtigung der Mikrobiomforschung (es handelt sich dabei um eine Stiftungsprofessur in Kooperation mit einem privaten Unternehmen im Bereich der Kurmedizin) startete am 1.10.2025. Das Berufungsverfahren für die Professur für Sport- und Bewegungsmedizin wurde im Jahr 2024/2025 erfolgreich durchgeführt und abgeschlossen. Folgende Berufungsverfahren laufen derzeit: Professur für Gesundheitspsychologie, Professur für Immunologie unter besonderer Berücksichtigung der Allergologie, Professur Biomedical and Public Health Ethics, Professur für Differentielle Psychologie und Diagnostik und Klinische Professuren.

Der Kooperationsvertrag mit der NÖ LGA bindet die drei Universitätskliniken und deren Mitarbeiter:innen als Stammpersonal in Lehre und Forschung an die KL. 2024/2025 konnten zahlreiche Forschungsprojekte und Research-Time-Out-Förderungen erfolgreich abgerechnet werden.

Durch die Lerneffekte in der Coronazeit konnte die Lehre methodisch innoviert werden. Die Lehrerfahrungen während der Corona-Pandemie haben zur Erarbeitung einer Digitalisierungsstrategie an der KL und deren Umsetzung wesentlich beigetragen. Aktuell wird das Thema KI in Lehre und Forschung verstärkt bearbeitet.

Professuren und Mitarbeiter:innen

Der erste Professor, es handelt sich um die Professur Anatomie, der KL wurde am 16.11.2015 berufen. Es folgte die Besetzung der Professur für Muskuloskelettale Biomechanik am 1.3.2016 und die Berufung der ersten Professorin der KL für den Schwerpunkt Psychodynamik, ebenfalls am 1.3.2016. Weitere drei Professuren (Pharmakologie, Mikrobiologische Diagnostik, Physiologie) wurden ausgeschrieben und Berufungskommissionen eingesetzt. Mit 1.9.2017 wurde die Professur Mikrobiologische Diagnostik besetzt. Das Berufungsverfahren für die im Studienjahr 2016/2017 ausgeschriebene Professur Psychologie konnte erfolgreich abgeschlossen werden, der Professor hat am 1.2.2018 an der KL gestartet. Die Professur für Pharmakologie konnte am 7.1.2019 mit einer Professorin besetzt werden. Am 1.3.2019 wurde die Professur für Physiologie besetzt, beide nutzen die neuen Laborräumlichkeiten im Neubau der KL, wo auch der Professor für Molekulare Onkologie und Hämatologie gemeinsam mit seiner Forschungsgruppe tätig ist. Die Professur für Klinische Psychologie wurde neu ausgeschrieben und mit 1.10.2025 mit einer Professorin neu besetzt. Anfang Mai 2021 erfolgte die Berufung des Professors für „Biostatistik and Datascience” und Anfang August 2021 die Berufung des Professors für „Biomedizinische Ethik und Ethik des Gesundheitswesens”. Dieser wechselte im Berichtsjahr an eine deutsche Universität, daher ist die Professur erneut ausgeschrieben. Die Professur für Arbeits-,

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Organisations- und Wirtschaftspsychologie wurde nach beruflicher Veränderung des Professors neu ausgeschrieben und nach dem Berufungsverfahren am 15.9.2022 mit einer Professorin besetzt. Drei Professuren im Bereich Onkologie wurden im Jahr 2022/2023 am 1.10.2022 bzw. 1.11.2022 besetzt. Der Professor für Ernährungswissenschaften startete ab 1.10.2024, der Professor für Zellbiologie am 1.9.2025.

Angesiedelt ist die Privatuniversität am Campus Krems, in unmittelbarer Nachbarschaft zur Universität für Weiterbildung Krems sowie zur IMC Hochschule für Angewandte Wissenschaften Krems GmbH. Einrichtungen wie die Bibliothek, die Core Facility, das Universitätssportinstitut, die Mensa und das Café Virginia aber auch das Kino im Kesselhaus können dadurch gemeinsam genutzt werden. Durch das Kolpinghaus am Campus besteht eine Unterbringungsmöglichkeit direkt am Campus für Studierende.

Ein Gebäude für die KL wurde am Campus Krems errichtet und mit Beginn des Jahres 2017 bezogen. Die Eröffnungsfeier für den Neubau (ca. 5.000m2 Nutzfläche, davon 500m2 Lehr- und Forschungslaborfläche) fand am 17.3.2017 statt. Ab März 2017 konnte der Studierendenbetrieb aufgenommen werden. Vermieterin des Gebäudes ist die FM-Plus Facility Management GmbH, die im 100% Eigentum des Landes Niederösterreich steht.

Die Forschungslabore im Gebäude der KL am Campus Krems und die Zusammenarbeit mit den Institutionen - auch im Zusammenhang mit der Core Facility, die durch gemeinsame Nutzung von Forschungsgeräten durch alle Institutionen am Campus Krems geprägt ist - ermöglichen einen raschen Aufbau der Forschung.

Das rasche Wachstum machte einen Ausbau der KL notwendig. Ende September 2023 konnte der erste Teil des Neubaus übernommen werden und stand den Studierenden und Mitarbeiter:innen mit Studienjahrstart 2023/2024 zur Verfügung. Eine feierliche, offizielle Eröffnung mit Landeshauptfrau Mag.a Johanna Mikl-Leitner und LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf im Beisein von Vertreterinnen und Vertretern der IMC Hochschule für Angewandte Wissenschaften Krems, der Universität für Weiterbildung Krems und der Karl Landsteiner Privatuniversität sowie zahlreichen Ehrengästen erfolgte am 3.6.2024, nach der Fertigstellung des zweiten Teils im Mai 2024. Die Mietflächen der KL wurden damit verdoppelt. Die Besiedlung der neuen Flächen wurde im Jahr 2024/2025 weitgehend abgeschlossen. Im Rahmen des DARC-Projekts wurde ein Zentrum für Allergologie in Zusammenarbeit mit der Medinischen Universität Wien aufgebaut, weiters ein Labor mit dem Schwerpunkt klinische Immunologie mit einem Professor des Universitätsklinikums St. Pölten.

Bereits am 4.12.2018 wurde ein Vertrag für die Förderung der Forschung an den Kliniken mit dem Land NÖ abgeschlossen. Diese Förderschiene wird unter dem Titel „Forschungsimpulse" geführt. Schwerpunkte bilden beispielsweise die Freistellung von Arzt:innen für Forschungsprojekte, um sich der Forschung widmen zu können oder das „Seed Funding" um die Entwicklung von Forschungsprojekteinreichungen zu unterstützen.

Ein Antrag auf Akkreditierung eines Bachelorstudiums „Informations- und Datenmanagement im Gesundheitswesen” wurde am 11.4.2024 bei der AQ Austria eingereicht, im Jahr 2024/2025 fand die Site-Visit statt, der Start des Studiengangs wurde auf 2027/2028 verschoben.

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In der Satzung der KL werden die Organe und die Organisationsstruktur definiert: Rektorat/Geschäftsführung, Universitätsrat/Aufsichtsrat, Senat, Advisory Board, Studiengangsleitungen, Kommission für Gleichstellung und Frauenförderung, Kommission für Ethik und wissenschaftliche Integrität, Zentrale wissenschaftliche Einrichtungen (Departments und Fachbereiche), Verwaltungsservice, Universitätskliniken. Geleitet wird die Karl Landsteiner Privatuniversität vom Rektor, Univ.-Prof. Dr. Rudolf Mallinger, und der Prorektorin, Mag. Sabine Siegl-Amerer, die auch die beiden Geschäftsführer der GmbH sind. Der Vizerektor für Lehre, Assoc. Prof. Dr. Manfred Wieser, wurde vom Universitätsrat in seiner Sitzung am 13.10.2021 ernannt. Das Jahr 2024/2025 war geprägt von Veränderungen betreffend die Geschäftsführungsfunktionen für die Folgeperiode. Durch eine internationale Ausschreibung und ein mehrstufiges Auswahlverfahren erfolgte die Besetzung der Funktion des Rektors/der Rektorin. Die Generalversammlung der KL hat sich am 18.6.2025, für Univ.-Prof.ln DDr.in Andrea Olschewski, MSc, als designierte Rektorin sowie Geschäftsführerin der KL ausgesprochen. Die Fachärztin für Anästhesie und Interdisziplinäre Schmerztherapie - aktuell Professorin für Experimentelle Anästhesie an der Universitätsklinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin der Medizinischen Universität Graz sowie Leiterin von drei FWF-geförderten Forschungsprojekten – wird Univ.-Prof. Dr. Rudolf Mallinger ab Februar 2026 nachfolgen. Weiters war auch die Funktion der Prorektorin/des Prorektors und der 2. Geschäfts-führerin/des 2. Geschäftsführers für die Folgeperiode ausgeschrieben. Univ.-Prof in DDr.in Andrea Olschewski, designierte Rektorin der KL, hat Mag.s Sabine Siegl-Amerer nach dem Hearing-Prozess als Prorektorin und Geschäftsführerin vorgeschlagen. Die Generalversammlung der KL hat sich dem Vorschlag der designierten Rektorin/Geschäftsführerin der KL, angeschlossen und Mag. Sabine Siegl-Amerer als Prorektorin und Geschäftsführerin einstimmig bestellt. Die erfahrene Wirtschaftsexpertin im Hochschul- und Bildungsbereich soll mit Februar 2026 ihre erfolgreiche Arbeit an der KL fortsetzen.

Das im September 2018 eingerichtete Advisory Board besteht aus angesehenen Persönlichkeiten aus Bildung und Forschung, die eine langjährige Expertise in bildungspolitischen Fragestellungen ebenso wie in Fachbereichen der Medizin und Gesundheit, medizinischen Technik, Neurowissenschaften und Psychologie mitbringen, und berät das Rektorat in der strategischen Weiterentwicklung. Ziel des KL Advisory Boards ist der gegenseitige Erfahrungsaustausch, die Beratung und Reflexion strategischer Uberlegungen der KL, die Einbringung von Expertise und die Vernetzung von Privatuniversität und Gesellschaft.

Einen Betriebsrat (dieser ist im Privathochschulgesetz vorgesehen) richteten die Mitarbeiter:innen der KL am 17.2.2021 ein. Die Betriebsrät:innen sind im Aufsichtsrat ab der Sitzung vom 30.6.2021 vertreten. Es fand im Jahr 2024/2025 eine neue Betriebsratswahl aufgrund der Pensionierung des Vorsitzenden und überraschenden Auflösung des bestehenden Gremiums statt. Der neue Betriebsrat wurde am 24.2.2025 mit einer Wahlbeteiligung von 50% gewählt und konstituierte sich am 12.2.2025.

Am 28.6.2021 wurde eine wesentliche Satzungsänderung im Senat der KL beschlossen, die u.a. ein Karrieremodell für wissenschaftliche Mitarbeiter:innen beinhaltet und die Ernennung von Vizerektor:innen ermöglicht.

Im Jahr 2021/2022 wurden weitere wesentliche Satzungsänderungen realisiert: die Möglichkeit der Qualifizierung von wissenschaftlichen Mitarbeiter:innen mittels Qualifizierungsvereinbarung der KL bis zum/r Associate Professor:in, die Ernennung von Kliniker:innen zu Clinical Associate Professors und Clinical Assistant Professors.

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Im Jahr 2024/2025 wurde die Satzung zuletzt am 9.10.2025 angepasst und vom Senat beschlossen. Zuletzt wurde der Alumni Club der KL, der bis zu diesem Zeitpunkt ein eigener Verein war, aus organisatorischen Gründen in die KL integriert.

Die KL wurde als gemeinnützige GmbH konzipiert, ihre Struktur ist privatrechtlicher Natur. Die Erträge setzen sich zum Großteil aus Studiengebühren und Forschungserträgen zusammen. Die Forschungserträge werden in Form von kompetitiven Forschungsdrittmitteln erwirtschaftet, Auftragsforschung ist in einem gemeinnützigkeitsfreundlichen Umfang ebenfalls angestrebt.

Die Kosten setzen sich im Wesentlichen aus Personalkosten, Sachaufwendungen und Mieten zusammen. Die Kosten des lehrenden Stammpersonals der Universitätskliniken werden vom Land NO direkt getragen. Die KL hat die Zielsetzung, effizient zu wirtschaften. Die finanzielle Planung bezieht sich auf einen Zeithorizont von sechs Jahren. Jährlich wird ein ausgeglichenes, operatives Budget angestrebt, welches bisher erreicht wurde.

Zur Erreichung dieses ausgeglichenen Budgets und insbesondere zur strategischen Entwicklung der KL ist aktuell und in den Folgejahren eine Förderung des Landes NO vorgesehen. Diese bewegt sich innerhalb der Fördersumme des bestehenden, unbefristeten Fördervertrages. Die Forschung in den Kliniken wird durch die „Forschungsimpulse", deren Maßnahmen im Jahr 2018/2019 nach einem partizipativen Prozess mit dem ärztlichen Personal in den Kliniken ausgearbeitet wurden, eingerichtet und gefördert. Durch diese verschiedenen Finanzierungsquellen erzielt die KL einen Risikoausgleich.

Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Die Umsatzsteigerung gegenüber dem Vorjahr lag bei 22,78%. Es wurde eine GuV-Gliederung gewählt, die jener der Verordnung für den Rechnungsabschluss (BGBl. II Nr. 214/2023) der öffentlichen Universitäten folgt. Die Bilanzsumme beläuft sich auf € 37.795.895,69 mit einer Steigerung um 11,64%. Die Forschung befindet sich weiterhin im Aufbau, neunzehn Forschungsprojekte wurden abgeschlossen, rund 7% der Erträge entfallen im Jahr 2024/2025 auf die Forschungsdrittmittel. Das EBIT 2024/2025 beläuft sich auf € 738.517,11 nach der Zuweisung zu Rücklagen ist der Jahresgewinn bei € 0,00.

Die um die Investitionszuschüsse bereinigte Eigenkapitalquote beträgt 12,9% und liegt wie die Reserven mit 15,9% in der Passiven Rechnungsabgrenzung (ohne Berücksichtigung der zweckgebundenen passiven Rechnungsabgrenzung) innerhalb der Parameter des mit dem Land NO abgeschlossenen Fördervertrags. Die PRA Basisförderung Land NO wurde mit € 3.273.822,80 festgesetzt. Die zweckgebundene PRA Forschungsimpulse wurde mit € 2.812.527,53 festgesetzt. Sonstige diverse zweckgebundene PRA wurde mit € 2.414.476,76 festgesetzt.

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Die Gesamtkapitalrentabilität (Gewinn + Zinsen) / GK (EK + langfr. VK) beträgt unter Berücksichtigung der Erlöse des Landes NO 0,04%. Der Nettoverschuldungsgrad beträgt 0%, die Working Capital Ratio (UV / (liquide Mittel + kurzfr. FK) * 100) beträgt 76%.

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 8
EBIT (Gewinn vor Zinsen und Steuern)€738.517,11
Cashflow aus dem Ergebnis3.481.890.98
=Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit€4.813.143,29
=Cashflow aus der Investitionstätigkeit€-1.355.146,76
=Cashflow aus der Finanzierungstätigkeite0,00
Veränderung Finanzmittelbestand€6.939.887,51

Finanzinstrumente

Die KL verfügt über keine derivativen Finanzinstrumente. Die (Zwischen)-Veranlagung liquider Mittel erfolgt konservativ in Ubereinstimmung mit der Richtlinie für die Veranlagung, die im Berichtsjahr aktualisiert wurde. Die Abwertung 2021/2022 konnte bereits im Jahr 2023/2024 zur Gänze aufgeholt werden. Die Neuveranlagung erfolgt konservativ zum Großteil in Festgeld.

Ereignisse von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag

Alle Studiengänge starteten im Oktober 2025, und das grundsätzlich mit den geplanten Studierendenzahlen.

Bericht über die voraussichtliche Entwicklung und die Risiken des Unternehmens

Entwicklung in den Gesundheitswissenschaften und des relevanten Bildungssektors in Österreich Wirtschaftlich gesehen wird der Gesundheitsbranche weiterhin ein starkes Wachstumspotential zugeschrieben. Die politischen Rahmenbedingungen im österreichischen Gesundheitswesen sind durch eine geteilte Zuständigkeit von Bund und Ländern gekennzeichnet, wobei der Bund für die allgemeine Gesundheitspolitik und Gesetze zuständig ist und die Länder die Gesetzgebung und Umsetzung im Spitalsbereich verantworten. Zentrale Ankerpunkte sind die Gesundheitsziele Österreich, die bis 2030 als Handlungsrahmen dienen, sowie der Grundsatz "Gesundheit in allen Politikfeldern" („Health in All Policies"). Weitere wichtige Aspekte sind die Patientensicherheits- und Qualitätsstrategien sowie spezifische Gesetze für verschiedene Gesundheitsberufe.

Bildung & Ausbildung im Gesundheitsbereich

* Interdisziplinäre Ansätze: Die Ausbildung soll stärker interprofessionell gestaltet werden, um Synergien zwischen Medizin, Pflege, Sozialarbeit und Public Health zu nutzen. • Digitalisierung &Innovation: E-Learning, Simulationstechnologien unddigitale

Gesundheitskompetenz werden zunehmend in die Curricula integriert.

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Forschung & Entwicklung

Fokus auf Prävention: Die Forschung soll sich stärker auf gesundheitsfördernde Lebenswelten, soziale Determinanten von Gesundheit und nachhaltige Präventionsstrategien konzentrieren. • Vernetzung von Institutionen: Universitäten, Fachhochschulen und außeruniversitäre Einrichtungen sollen enger zusammenarbeiten, um Forschung und Lehre zu verzahnen.

Politische Rahmenbedingungen

Roadmap „Zukunft

Gesundheltsförderung": Ein partizipativer Strategieprozess des Bundes-ministeriums hat zehn Maßnahmenbündel definiert, die u. a. Bildung, Ernährung und soziale Gerechtigkeit betreffen.

Regierungsprogramm 2025-2029: Im Kapitel „Bildung, Innovation und Zukunft” sind Vorhaben zur Stärkung der Gesundheitsbildung verankert – etwa durch mehr Gesundheitskompetenz in Schulen und Weiterbildung.

Gesellschaftliche Relevanz

• Gesundheitskompetenz als Schlüssel: In einer alternden Gesellschaft mit komplexen Gesundheitsherausforderungen wird die Fähigkeit, Gesundheitsinformationen zu verstehen und anzuwenden, immer wichtiger. • Partizipation & Bürgernähe: Die Bevölkerung wird aktiv in die Gestaltung von Gesundheits-bildungsmaßnahmen eingebunden - etwa durch öffentliche Konsultationen und Mitgestaltungs-möglichkeiten.

Der Bedarf an ärztlichem Nachwuchs ist ungebrochen, der Anteil der welblichen Studierenden und Absolventiinnen steigt kontinuierlich an. Die Mobilität der Jung-Ärzt:innen nimmt insbesondere innerhalb der EU zu.

Neuerungen in den Gesundheitsberufen greifen auf Osterreich über. Diesen Entwicklungen tragen transnationale Fördergeber wie die EU, nationale Förderschwerpunkte und regionale Strategien, wie die Hochschulstrategie des Landes NÖ, die FTI-Strategie des Landes NÖ oder die NÖ Wirtschaftsstrategie, Rechnung. Entwicklung und Ausbau von tertiären Bildungseinrichtungen, die Lehre und Forschung in diesem Bereich betreiben, ist daher mittelfristig sinnvoll und notwendig.

Eingebettet im Campus Krems mit den Bildungseinrichtungen UWK Krems und IMC Hochschule Krems hat die KL einen Standortvorteil aufzuweisen. Die Studienangebote und Forschungsressourcen der Einrichtungen ergänzen einander. Die Einrichtung einer gemeinsamen Core Facility zur Nutzung von Forschungsgeräten wird erfolgreich umgesetzt. Der Ausbau des Campus Krems ist 2023/2024 abgeschlossen worden.

Ab dem Wintersemester 2024/2025 gibt es in Österreich 19 private Hochschulen, davon zwei Privathochschulen und 17 Privatuniversitäten. Weitere österreichische Privatuniversitäten, die ebenfalls

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im Gesundheitsbereich tätig sind: die Paracelsus Medizinische Privatuniversität Salzburg und die Private Universität für Gesundheitswissenschaften, Medizinische Informatik und Technik (UMIT) in Tirol. Die Sigmund Freud Privatuniversität Wien (SFU) bietet Studiengänge im Themenkreis Psychologie und Psychotherapie und seit dem Wintersemester 2015/2016 in Kooperation mit einem privaten Gesundheitsversorgungsunternehmen in Wien einen Studiengang in Humanmedizin an. Die Danube Private University (DPU) führt ein zahnmedizinisches Curriculum und ab Wintersemester 2019/2020 auch ein humanmedizinisches Studium. 2023/2024 wurde eine Kooperation zwischen der DPU und der NO LGA zur Nutzung der Landeskliniken Wr. Neustadt, Neunkirchen und Hochegg als Universitätskliniken der DPU abgeschlossen. In St. Pölten hat die Bertha von Suttner Privatuniversität mit den Schwerpunkten Psychotherapie und Humanwissenschaften ihren regulären Betrieb im Jahr 2019 aufgenommen. Im Jahr 2024/2025 wechselten die Gesellschafter, 50% der Anteile hält nun die Hochschulen St. Pölten Holding GmbH und die weiteren 50% sind im Eigentum von Gesellschaftern aus der SFU.

Die seit 2020 durch den neuen Mehrheitseigentümer der Modul Universität Wien vorangetriebene Planung eines Medizinstudiums wurde durch neuerlichen Wechsel des Eigentümers (an die ungarische MCC) abgebrochen. Die Charlotte Fresenius Privatuniversität hat ihren Sitz im Technologiezentrum Seestadt und bietet einen BA-Studiengang Psychologie und einen BA-Studiengang Wirtschaftspsychologie an. Insgesamt bieten 2025 19 österreichische Privatuniversitäten- und -hochschulen ihre Leistungen an.

Folgende staatliche Universitäten in Österreich bieten aktuell medizinische Studiengänge an: Medizinische Universität Wien, Universität Linz, Medizinische Universität Graz und Medizinische Universität Innsbruck. Die Nachfrage nach medizinischen Studienplätzen entwickelt sich positiv, an den öffentlichen Universitäten übersteigt die Nachfrage nach wie vor die Anzahl der verfügbaren Studienplätze um mehr als das Fünffache. Die Quotenregelung der EU betreffend europäische ausländische Studierende an Osterreichs staatlichen Medizinuniversitäten wurde unbefristet verlängert, dies macht Privatuniversitäten auch für Studierende aus dem EU-Raum, insbesondere aus Deutschland, attraktiv. Das Land Niederösterreich fördert seit dem Studienjahr 2022/2023 Studierende, welche nach Abschluss der Ausbildung als Arztin bzw. Arzt für Allgemeinmedizin in einer Angebotsregion des Landes Niederösterreich tätig sein werden. Das Stipendiensystem wird mit dem Wintersemester 2025/2026 umgestaltet und gewährt Voll- bzw. Teilstipendien an Studierende der Humanmedizin, die sich nach ihrem Studium verpflichten, in Niederösterreich als Ärzt:innen tätig zu sein. In Österreich wurde auch eine Erhöhung der Studienplätze für Mediziner:innen an öffentlichen Universitäten gefordert, im Rahmen des Programms „Med-Impuls 2030" ist der Ausbau auf 2.000 öffentliche Studienplätze skizziert worden. Die ersten 50 neuen Studienplätze kamen 2022/2023 dazu – und zwar 20 an der Medizinischen Universität Wien und je zehn an den Medizinischen Universitäten Graz und Innsbruck bzw. der Medizin-Fakultät der Universität Linz. Anschließend wächst die Zahl alle zwei Jahre jeweils erneut um 50 Plätze, 2028 sind dann 2.000 Anfänger-Studienplätze erreicht.

In der Weiterbildung wurde mit der Gesetzesänderung am 1.10.2021, eine umfassende Reform umgesetzt, die ab 1.1.2022 mit einer zweijährigen Übergangsfrist in Kraft getreten war und eine einheitliche Basis für alle Anbieter schafft.

In der Sitzung des Nationalrats vom 17.4.2024 wurde das neue Psychotherapiegesetz 2024 (PThG 2024) beschlossen. Dieses Gesetz regelt die Akademisierung der Psychotherapieausbildung und enthält neben anderem auch Konkretisierungen des Berufsbildes, der Berufsausübung und der Berufspflichten. Die Umsetzung startete per 1.1.2025. Es werden 500 öffentliche Studierendenplätze im Masterstudium

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Psychotherapie zur Verfügung stehen, da die Nachfrage ungebrochen ist, werden auch private Universitäten – darunter auch die KL - Anbieter sein.

Das Privathochschulgesetz wurde zuletzt zum 30.4.2024 novelliert. Eine neue AQ Berichtsverordnung trat mit 1.4.2025 in Kraft.

Voraussichtliche Entwicklung

Wachsende Bevölkerungszahlen, höhere Lebenserwartung, steigende Kosten in der medizinischen und therapeutischen Versorgung sowie eine große Nachfrage an interdisziplinär geschulten Fachkräften im Bereich der Gesundheitswissenschaften - die Gesundheit der Zukunft verlangt nach neuen Perspektiven. Die KL versteht sich hier als Wegbereiterin und Katalysatorin für innovative, gesellschaftlich relevante Lehr- und Forschungsbereiche in der Medizin und im Gesundheitswesen, um ihren Beitrag zur Lösung der gesellschaftlichen Herausforderungen zu leisten.

Grundlage der Entwicklungsplanung der KL sind der „Entwicklungsplan" und der „Business- bzw. Mittelfristplan"; beide Dokumente waren Bestandteil der Einreichung der Karl Landsteiner Privatuniversität Errichtungsgesellschaft m.b.H. zur Akkreditierung bei der AQ Austria, die am 27.11.2013 erteilt wurde. Rollierend wird in jedem Jahr ein neuer Mittelfristplan vom Aufsichtsrat/Universitätsrat beschlossen, der die neuen Entwicklungen samt der Strategieentwicklung abbildet. Der aktuell gültige Mittelfristplan wurde am 11.2.2025 beschlossen. Im Herbst 2025 wurde dieser aufgrund der aktuellen Entwicklungen und insbesondere aufgrund des Sparbudgets der nächsten zwei Jahre des Amtes der NO Landesregierung überarbeitet. Ein neuer Mittelfristplan wird mit der neuen Rektorin erarbeitet werden, der Generalversammlung frühestens im Jänner 2026 vorgelegt werden und dieser ersetzt dann den bestehenden.

Ein Ausbau der Studiengänge, ein Anstieg der Studierenden, die Umsetzung einer Forschungsinitiative in den Universitätskliniken, die Zusammenarbeit mit EBG MedAustron GmbH, ein weiterer Aufbau von Professuren, ein etwaiger Neubau von Forschungsinfrastruktur in St. Pölten und ein Ausbau der Räumlichkeiten in den Kliniken sind Eckpfeiler der Entwicklungsplanung für die nächsten 6 Jahre. Ein PhD-Studium wurde 2024 bei der AQ Austria akkreditiert, ein weiteres eingereicht. In den folgenden Jahren ist die Einrichtung weiterer Studiengänge geplant.

Die Weiterbildungsangebote wurden unter der geschützten Marke „KL Academy” zusammengefasst.

Die KL ist in den nächsten Jahren auf ein weiteres Wachstum ausgerichtet. Internationale Kooperationen, die Einrichtung neuer Professuren und die Etablierung neuer Studiengänge werden für die nächsten sechs Jahre angestrebt.

Wesentliche Risken und Ungewissheiten

Durch die private Tätigkeit am Markt ist die KL dem Marktrisiko ausgesetzt. Die Inflation in Osterreich war 2023 hoch (7,33%), ist 2024 zurückgegangen (2,9%) und wird vermutlich 2025 leicht ansteigen (4%).) Die KL sieht sich mit höheren Kosten für Energie, Rohstoffe und Lohnsteigerungen konfrontiert, die sie aufgrund der Preisgarantie für die Studierenden nicht zeitnahe an die Verbraucher:innen weitergeben kann. Die Studiengebühren werden in Euro fakturiert und die Aufwendungen werden in Euro bezahlt, daher besteht kein Währungsrisiko. Im Rahmen der bestehenden Förderverträge besteht das Risiko, dass Förderungen in der erforderlichen oder geplanten Höhe nicht gewährt werden. Forschungsprojekte und Dienstreisen sind durch vertragliche Bestimmungen abgesichert. Im Datenschutz und in der

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Datensicherheit wurde durch organisatorische Maßnahmen vorgesorgt. Im Berichtsjahr lag hier ein besonderer Schwerpunkt, ein Lenkungsausschussprojekt zum Thema „Security Monitoring" wird aktuell bearbeitet. Ein externes Backup und Schulungen der Mitarbeiter:innen sichern die Datenbestände. Es bestehen eine Betriebshaftpflicht und eine Betriebsunterbrechungsversicherung. Durch das Brandschutzmanagement am Campus werden Risiken durch etwaige Brände vorgebeugt, für die Uberbrückung bei Stromausfällen sorgt die USV-Anlage. Das Team des Brandschutzmanagements hat 2021 begonnen, die Prozesse für weitere Risiken, wie auch ein etwaiges Blackout, auszuarbeiten. Die gute Zusammenarbeit in der Covid-Krise mündete in einem Prozess für Krisenmanagement, auch hier wurde ein Lenkungsausschussprojekt eingerichtet Für die Beschädigung von Forschungsgeräten, der IT-Ausstattung und der Whiteboards wurden Versicherungen abgeschlossen. Die Tätigkeit der Studierenden ist durch eine Praktika-Haftpflichtversicherung und seit dem Studienjahr 2014/2015 zusätzlich durch Versicherungen im Rahmen der OH-Mitgliedschaft abgesichert. Ausfallsrisiko: Der Ausstieg von Studierenden aus definierten, wichtigen Gründen wird in den ab dem Wintersemester 2016/2017 zum Einsatz gekommenen Ausbildungsverträgen teilweise durch eine Versicherung abgedeckt; ab Wintersemester 2020/2021 wurde eine neue Versicherung als Partnerin gewonnen.

Zusätzliche Risiken bestehen durch Personalfluktuation, da durch einen Austritt immer Know-How verloren geht. Dies wird durch organisatorische Maßnahmen gemanagt, insbesondere durch Einschulungen und Ubergabe. Da die KL eine begehrte Arbeitergeberin der Region ist, zeigt sich die Fluktuation aktuell mit 2% (inklusive geplanter Austritte durch Projektabschluss 8%) gering. Im Bereich der Forschung darf zudem nicht unerwähnt bleiben, dass eine gewisse Fluktuation auch ein Qualitätsmerkmal darstellt, da Forscher:innen nach ihrer Zeit an der KL in andere Teams an anderen Universitäten wechseln und zum guten Ruf der KL beitragen. Um wissenschaftlichen Mitarbeiter:innen eine Perspektive an der KL zu geben wurde im Berichtsjahr 2023/2024 die Qualifizierungsmöglichkeit zum Senior Lecturer/Senior Scientist und Assistant Professor umgesetzt. Aktuell hat bereits eine Person ihre Qualifizierungsvereinbarung abgeschlossen und ist Assoc. Professor geworden. Die KL begegnet dem Risiko der Personalfluktuation mit verstärkten Maßnahmen des Employer-Brandings, Teilzeitbeschäftigungsmöglichkeiten, Homeoffice-Tätigkeit und einer Lehrlingsausbildung im IT-Bereich oder im Verwaltungsbereich. Verstärkte Schulungen der Mitarbeiter:innen in der KI-Anwendung und IT-Security prägten das Jahr 2024/2025.

Bericht über die Forschung und Entwicklung

Forschung an der KL

Forschung findet an der KL in den Fachbereichen, Kompetenzzentren und Forschungsgruppen am Campus in Krems sowie an den Universitätskliniken in St. Pölten, Krems und Tulln statt. Darüber hinaus besteht eine enge Kooperation mit dem Partikelstrahlungszentrum MedAustron, das über zwei Professuren (FB Radioonkologie, FB Medizinphysik) personell mit der KL verbunden ist.

Mit dem Entwicklungsplan 2024-2030 wurden für die KL drei Forschungsschwerpunkte festgelegt:

Mental Health and Neuroscience

Der Forschungsschwerpunkt Mental Health und Neuroscience umfasst neurobiologische

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Grundlagenforschung, psychologische Grundlagenwissenschaft und klinische Forschung in der Psychiatrie. Neben den einschlägigen Fachbereichen am KL-Campus in Krems und den klinischen Abteilungen an den Universitätskliniken St. Pölten und Tulln sind auch die Fachbereiche Biomedizinische Ethik und Ethik des Gesundheitswesens und Biostatistik und Data Science sowie das Kompetenzzentrum Gerontologie eingebunden. Ziel ist es, Störungen des Nervensystems und Beeinträchtigungen des psychischen Wohlbefindens über einen breiten multidisziplinären Ansatz zu erforschen.

Im Rahmen des Forschungsschwerpunkts ist das PhD-Programm „Mental Health and Neuroscience: Disease Mechanisms - Diagnostics and Therapy - Clinical Neuroscience” angesiedelt und es besteht die Möglichkeit sich an der KL in diesem Themenfeld zu habilitieren.

Tumorbiologie

Der Forschungsschwerpunkt Tumorbiologie ist der Untersuchung molekularer Mechanismen der Tumorentstehung und der klinischen Forschung im Bereich der Onkologie gewidmet, wobei ein translationaler Ansatz („from bedside to bench and backwards") verfolgt wird. Neben den drei Fachbereichen des Departments Translationale Onkologie und Hämatologie, dem Fachbereich für Pharmakologie und den in diesem Bereich arbeitenden klinischen Abteilungen an den Universitätskliniken der KL besteht eine enge Zusammenarbeit mit dem Partikelbehandlungszentrum MedAustron in Wr. Neustadt. In der Datenanalyse wird der Forschungsschwerpunkt methodisch durch den Fachbereich Biostatistik und Data Science unterstützt. Maßgeblich beteiligt ist außerdem der Fachbereich Biomedizinische Ethik und Ethik des Gesundheitswesens. Der Aufbau eines PhD-Programms „Tumor Biology: Basic Cancer Research - Translational Cancer Research - Clinical Cancer Research" ist geplant.

Exposom und Umweltgesundheit

Der Forschungsschwerpunkt Exposom und Umweltgesundheit der KL beruht auf einem umfassenden Verständnis von Umwelt als der Basis eines gesunden Lebens und umfasst die Forschungsfelder des Fachbereichs Wasserqualität und Gesundheit, des Fachbereichs Ernährungswissenschaft und Mikrobiomik und der Wissenschaftlichen Arbeitsgruppen zu Allergologie und Immunologie. An der Universitätsklinik St. Pölten wird mit dem Klinischen Institut für Mikrobiologie und Hygiene, der Klinischen Abteilung für Kinderheilkunde und der Abteilung für Innere Medizin Il (Gastroenterologie und Hepatologie) zusammengearbeitet. Enge Kooperationen in diesem Forschungsfeld bestehen mit der Technischen Universität Wien und der Medizinischen Universität Wien.

Abseits der genannten Forschungsschwerpunkte werden sowohl in den Fachbereichen, Kompetenzzentren und Forschungsgruppen am Campus Krems als auch an den drei Universitätskliniken eine Vielzahl von Projekten durchgeführt. Das Spektrum reicht hier u.a. von sozialwissenschaftlicher Forschung in der Gerontologie, Bioethik und Pflegewissenschaft über Grundlagenforschung und translationaler Forschung in der Biomechanik, Forschung in den Bereichen Psychologie und Psychologische Methodenlehre bis hin zu zahlreichen Projekten in der Klinischen Forschung an den Universitätskliniken.

Eine zentrale Komponente im Ausbau des Forschungsbetriebs an der KL ist die Etablierung von PhD-Programmen. Neben dem bereits laufenden PhD-Programm „Mental Health and Neuroscience:

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Disease Mechanisms - Diagnostics and Therapy - Clinical Neuroscience wurde im Berichtszeitraum der Antrag auf Akkreditierung des Programms “Tumorbiology - Basic, Translational and Clinical Cancer Research" gestellt.

Die im Entwicklungsplan 2024-2030 skizzierte Forschungsstrategie verfolgt das Ziel, in den Forschungsschwerpunkten Exzellenz nach internationalem Maßstab aufzubauen. Die Begleitforschung zu lokalen Projekten an den Universitätskliniken liefert einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Gesundheitsversorgung in NO. Der laufende Forschungsbetrieb der KL erfüllt den Anspruch, eine hochwertige, forschungsgeleitete, universitäre Ausbildung in den Studiengängen Medizin und Psychologie zu bieten und trägt insgesamt zur Stärkung des Gesundheits- und Forschungsstandorts NÖ bei.

Forschungsoutput im Berichtszeitraum - Publikationen und Projekte

Geförderte Forschung im Geschäftsjahr 2024/2025

Im Berichtszeitraum waren an der KL 61 geförderte Forschungsprojekte aktiv. Dabei handelt es sich ausschließlich um Projekte mit Drittmittelförderung. Akademische Projekte sowie industrielle Auftragsforschung an den Universitätskliniken sind in dieser Darstellung nicht enthalten. Die Projekte wurden von einer Vielzahl an Förderstellen unterstützt, darunter die Gesellschaft für Forschungsförderung NO (GFF), der Austrian Science Fund (FWF), die Austrian Research Promotion Agency (FFG) sowie internationale Programme wie Horizon Europe. Weitere Förderstellen sind unter anderem die Ludwig Boltzmann Gesellschaft, der Vienna Science and Technology Fund (WWTF), Erasmus+, die Stadt Wien und das Land Niederösterreich.

Kooperationen spielen eine zentrale Rolle: Von den 61 im Geschäftsjahr laufenden geförderten Forschungsprojekten wurden 12 in Zusammenarbeit zwischen KL-Departments und Universitätskliniken durchgeführt, 5 Projekte ausschließlich an den Kliniken, und 44 Projekte an den KL-Departments am Campus Krems. Darüber hinaus bestehen wichtige externe Partnerschaften, insbesondere mit der Medizinischen Universität Wien, der Technischen Universität Wien, der Hochschule für Angewandte Wissenschaften St. Pölten und der Universität für Weiterbildung Krems. Zu den bedeutenden Kooperationen zählt auch die Fortsetzung des DARC-Projekts (Danube Allergy Research Cluster), einem wichtigen niederösterreichischen Vorhaben, das die Allergieforschung im Bereich des Forschungsschwerpunkts Exposom und Umweltgesundheit stärkt und gemeinsam mit Partner:innen wie der Medizinischen Universität Wien, der Universität für Bodenkultur Wien und dem Universitätsklinikum St. Pölten internationale Netzwerke ausbaut.

Im Berichtszeitraum wurden zusätzlich 14 neue Projekte genehmigt, Forschungsaktivitäten der KL erweitern (s. Tabelle 1). die künftig die

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 14
FörderstelleAnzahl
Horizon Europe Framework Programme1
Austrian Science Fund (FWF)2
Gesellschaft für Forschungsförderung NÖ3
Austrian Research Promotion Agency (FFG)2
Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung1
European Hematology Association1

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Verein zur Förderung der Forschung im Wilhelminenspital

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 15
Amt der NÖ Landesregierung2
Alles Clara Gemeinnützige GmbH - Gesellschaft zur Entlastung pflegender1
Angehöriger
Gesamt14

Tabelle: Im Geschäftsjahr 2024/2025 genehmigte Forschungsprojekte nach Förderstelle; Quelle: KRIS, abgerufen am 28.10.2025

Für die kommenden Monate sind 3 geförderte Projekte mit Startdatum im nächsten Geschäftsjahr vorgesehen (s. Tabelle 2).

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 15
FörderstelleAnzahl
Horizon Europe Framework Programme1
Austrian Science Fund (FWF)
European Hematology Association1
Gesamt3

Tabelle: Demnächst startende geförderte Forschungsprojekte nach Förderstelle; Quelle: KRIS, abgerufen am 28.10.2025.

Forschungsimpulse

Im Rahmen des vom Land Niederösterreich finanzierten Maßnahmenpakets Forschungsimpulse waren im Geschäftsjahr 2024/25 insgesamt 69 Projekte aktiv, die über die Förderinstrumente Research Time Out (RTO) und Seed Funding (SF) unterstützt wurden (s. Tabelle 3).

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 15
UK-StandortFörderinstrumentAnzahl Projekte
UK TulinResearch Time Out (RTO)3
UK St. PöltenResearch Time Out (RTO)9
UK KremsResearch Time Out (RTO)2
UK TullnSeed Funding9
UK St. Pölten Seed Funding40
UK KremsSeed Funding6
Gesamt69

Tabelle: Im Wirtschaftsjahr 2024/25 laufende RTO- und SF-Projekte nach UK-Standort; Quelle: KRIS, abgerufen am 28.10.2025

Die Forschungsimpulse leisten einen wesentlichen Beitrag zur Stärkung der klinischen Forschung an den Universitätskliniken, fördern die Integration in die universitäre Forschungslandschaft der KL und unterstützen die Entwicklung des wissenschaftlichen Nachwuchses.

Publikationen

Insgesamt haben diese Aktivitäten zu einem hohen wissenschaftlichen Output geführt: Im Geschäftsjahr 2024/25 sind 344 wissenschaftliche Publikationen in peer-reviewed Journals mit KL-Affiliation erschienen.

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Damit beläuft sich die Gesamtzahl wissenschaftlicher Publikationen in peer-reviewed Journals mit KL-Affiliation auf 2.373 (Quelle: KRIS Forschungsinformationssystem, abgerufen am 28.10.2025).

Der aktuelle Stand der Forschungsprojekte und Publikationen ist über das KRIS Forschungsportal abrufbar.

Berichterstattung über wesentliche Merkmale des internen

Kontroll-und des

Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess

Am Strategieentwicklungs- und Zielprozess (TOM) unter Einbindung der Mitarbeiter:innen wurde routiniert weitergearbeitet, ebenso wurde das Zielsystem der Universität erneut aktualisiert und die Zielvereinbarungsgespräche (Mitarbeitergespräche) in einer Kaskade mit allen Mitarbeiter:innen geführt. Die Aufgaben und Beiträge („unique contributions" oder UC) der Teams und der Mitarbeiter:innen samt den Erfolgskriterien wurden in einem gemeinsamen Prozess im vergangenen Jahr weiter durch die ausständigen Gruppen erarbeitet. Die Zielerreichung wurde ab 2024/2025 auch im Mitarbeiter:innenbereich an ein Prämiensystem geknüpft. Die Gliederung der Fachbereiche in die Fakultäten Medizin, Psychologie und Gesundheitswissenschaften wurde im Berichtsjahr gestartet. Ein Handbuch zur Organisation liegt vor, welches die bisherigen Arbeiten am Managementsystem zusammenfasst. Das Gehaltssystem wurde erneut indexiert und wird derzeit überarbeitet. Es wurden Kategorien für die Karriereentwicklung eingeführt: Senior Lecturer, Senior Scientist, Assistant Professor, Associate Professor. Ein IKS-Check wurde 2020 und 2023 durchgeführt und wird alle drei Jahre wiederholt. Mit dem Betriebsrat wurde folgende Richtlinie als Betriebsvereinbarung gänzlich überarbeitet und im Berichtsjahr abgeschlossen: BV Dienstreisen.

Der Entwicklungsplan erfuhr eine inhaltliche Überarbeitung mit Festlegung der Forschungsschwerpunkte mit Beschluss durch den Universitätsrat am 3.7.2024. Das neue Leitbild „Inspiring Next Generations” ist in den Start der neuen Homepage 2023 eingeflossen. Die Mittelfristplanung mit Hochrechnung auf die nächsten sechs Jahre bildet den Entwicklungsplan und neue Szenarien ab, hier erfolgte eine Einbringung in den Universitätsrat im Februar 2025. Das operative Budget ist in die Mittelfristplanung eingebettet. Ein quartalsweiser Soll-/Ist-Vergleich wird vom Controlling an alle Bereiche verteilt und steht elektronisch zur Verfügung. Mit der Umsetzung des neuen Budgetierungstools wurde begonnen, die Planung im Jahr 2026 wird damit erfolgen.

Das Forschungscontrolling wurde im Berichtsjahr wesentlich erweitert. Das Forschungsservice startete ein neues Lenkungsausschussprojekt „Fit4 Forschung". Das Verwaltungssystem OpenCampus wurde weiter ausgebaut und läuft im KVP Prozess.

Dem Vier-Augen-Prinzip wird auf allen Ebenen Rechnung getragen: Bestellungen, Eingangsrechnungen, Ausgangsrechnungen, Verträge, wobei Verträge nur dann rechtsgültig sind, wenn sie von beiden Geschäftsführern bzw. Rektor und Prorektorin unterschrieben wurden. Im Jahr 2024/2025 wurden bestehende Richtlinien erneut überarbeitet und diese übersichtlich nach Bereichen am gemeinsamen Laufwerk zur Verfügung gestellt. 2024/2025 lag der Schwerpunkt in der Aktualisierung von bestehenden Richtlinien und Prozessen insbesondere mit der neuen Prozess-Software. Die Prozesslandkarte wurde überarbeitet und in einem neuen Tool dargestellt.

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Im Jahr 2023/2024 hat das Neubauprojekt der KL seinen Abschluss gefunden. Der Trakt UA (N08) wurde im September 2023 bezogen, der Trakt UD (N09) im Mai 2024. Die Labore im UA nahmen ihre Arbeit auf und wurden im Jahr 2024/2025 mit weiteren Geräten ausgestattet. Die KL hat mit dem Neubau der Gebäude N08 und N09 ihre Mietflächen verdoppelt. Im N09 wurde die Einrichtung der Labore für das Forschungszentrum „Center for Molecular Allergology” unter der Leitung von Huey-Jy Huang und Rudolf Valenta, und jenes der wissenschaftlichen Arbeitsgruppe Klinische Immunologie an der KL unter der Leitung von Thomas Eiwegger, Universitätsklinikum St. Pölten begonnen. Im Zuge der Umsetzung der DSGVO wurden die Prozesse eingerichtet. Eine neue überarbeitete Richtlinie zum Datenschutz und zur Datensicherheit, die Mitarbeiter:innenschulungen und das abgeschlossene Projekt „Clean Desk” tragen zu einer Präzisierung der Verantwortlichkeiten, einer höheren Transparenz und zu einer standardisierten Archivierung bei, die auch die neuen Fachbereiche im Onboardingprozess erfasst.

Der Neubau zeichnet mit den größeren Sozialflächen, der Sonnenterrasse und den Lernbereichen für Studierende dafür, dass Anregungen von Mitarbeiter:innen und Studierenden aufgegriffen wurden. Die Ergebnisse der Mitarbeiter:innenbefragung des Jahres 2024 wurden am 28.1.2025 präsentiert auch hier werden Anregungen aufgegriffen.

erstmalig Im Jahr 2020/2021 wurde vom Qualitätsmanagement eine umfassende Studierendenbefragung durchgeführt, die Zufriedenheitswerte sind sehr hoch. Im Jahr 2021/2022 wurde eine Lehrendenbefragung, die ebenfalls hohe Zufriedenheitswerte zeigt, umgesetzt und im Jahr 2022/2023 eine Absolvent:innenbefragung mit sehr gutem Ergebnis durchgeführt. Im Juni des Berichtsjahrs erfolgte erneut eine Studierendenbefragung, die wiederrum hervorragende Zufriedenheitswerte zeigte.

Seit Februar 2025 ist die KL mit dem equalitA-Gütesiegel des Bundesministeriums für Arbeit und Wirtschaft zertifiziert. Diese Auszeichnung wird an Unternehmen und Institutionen vergeben, die sich nachweislich für Chancengleichheit, Frauenförderung und faire Karrierewege einsetzen. Als zertifizierte Organisation verfolgt die KL gezielte Maßnahmen zur Karriereförderung von Frauen, zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie zur Schaffung eines diskriminierungsfreien Arbeitsumfelds. Im Wirtschaftsjahr 2024/2025 wurde auch der Fit2Work-Betriebsberatungsprozess abgeschlossen. Ziel war es, die Gesundheit, Zufriedenheit und Zusammenarbeit an der KL zu stärken. Im Prozess wurden verschiedene Herausforderungen identifiziert und passende Maßnahmen erarbeitet. Darüber hinaus wurde im Rahmen des Prozesses das Betriebliche Eingliederungsmanagement (BEM) eingeführt. Dieses Verfahren unterstützt Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die langfristig krankheitsbedingt ausfallen, beim erfolgreichen Wiedereinstieg in den Arbeitsalltag.

Krems, November 2025

Unterschrift der Geschäftsführung

A.o. Univ.-Prof. Dr. Rytiolf Mallinger Rektor, Geschäftsfüter Mag e Sie egl-Am erer Prorektorin, Geschäftsführerin

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