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Lagebericht 2024

Valontec GmbH

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Stichtag 31. Dez. 2024 · Eingereicht am 29. Sep. 2025

Inhaltsverzeichnis

Die Salzgitter Mannesmann Stahlhandel Austria GmbH (kurz SMSA) wurde mit Eintragung vom 27.06.2012 in das Firmenbuch am Landesgericht Graz als 100%-Tochter der Salzgitter Mannesmann Stahlhandel GmbH mit Sitz in Mülheim an der Ruhr neu gegründet und hat am 01.07.2012 den Geschäftsbetrieb operativ aufgenommen. Gemäß Gesellschaftsvertrag entspricht das Geschäftsjahr dem Kalenderjahr. Seit dem Geschäftsjahr 2018 wird die SMSA im Konzernabschluss der Salzgitter AG konsolidiert.

A. Bericht über den Geschäftsverlauf und die wirtschaftliche Lage

1. Darstellung des Geschäftsverlaufes

Das Geschäftsjahr 2024 war geprägt von wirtschaftlichen und politischen Unsicherheiten, die sowohl die globale als auch die lokale Marktlage beeinflussten. Die gestiegenen Kosten in den Bereichen Lohn und Gehalt haben die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zusätzlich erschwert. Eine Belebung des Marktvolumens blieb durch fehlendes Investitionsaufkommen aus, weshalb sich die Nachfrage auf dem Niveau des Vorjahres belief.

Aufgrund dieser widrigen Umstände und Überkapazitäten im Marktumfeld sah sich die SMSA mit einer verstärkten Wettbewerbssituation konfrontiert. Neben traditionellen Stahlhändlern und Lohnfertigern drangen auch Werke und Stahl-Service-Center verstärkt in das Tagesgeschäft vor, was den Preisdruck konstant hochhielt. Trotzdem konnte der Absatz durch eine Steigerung der Trefferquote bei der Angebotslegung auf 52,2 Tausend Tonnen (Tto). gesteigert werden (2023: 50,5 Tto.). Der Umsatz belief sich dabei auf 55,7 Mio.€ (2023: 62,3 Mio€). Die geringeren Umsätze sind auf niedrigere Marktpreise durch das derzeitige Marktumfeld zurückzuführen. Da auch die Einkaufspreise entsprechend niedriger waren, konnte die Brutto-Marge (Umsatz abzüglich Materialaufwand) von 8,0 Mio.€ (2023) auf 8,7 Mio.€ in 2024 gesteigert werden.

Um auf die Marktsituation zu reagieren, wurden verschiedene Kostensenkungsmaßnahmen eingeleitet. Dazu zählten die Reduktion von Personal und Warenbestand, das Stoppen laufender Projekte, die Eindämmung der Wartungskosten und die Verschiebung von Investitionen. Parallel dazu wurden weitere Prozessoptimierungen umgesetzt, wie die Verbesserung des Qualitätsmanagements und die Optimierung interner Prozesse.

Im Bereich der Marktperformance setzte die SMSA auf eine Umstrukturierung im Verkauf sowie auf die Neukundenakquise im Bereich Anarbeitung, insbesondere im Verkaufsgebiet Oberösterreich und Salzburg.

Zum 31.08.2024 gab es eine Änderung in der Geschäftsführung der Gesellschaft. Diese wird fortan nur noch von einem Geschäftsführer, Herr Christian Goronczy, geleitet.

2. Finanzielle Leistungsindikatoren

Das Ergebnis für das Jahr 2024 belief sich auf rd. – 4,4 Mio.€ und wurde daher im Vergleich zum Vorjahr nur minimal (2023 rd. -4,5 Mio.€) verbessert. Die Netto-Verschuldung des Unternehmens ist leicht von rd. 1,0 Mio.€ im Vorjahr auf 1,1 Mio.€ gestiegen, was einem Nettoverschuldungsgrad von 12,7 % entspricht (2023: 7,9 %). Die Steigerung des Nettoverschuldungsgrades ist auf die gesunkene Bilanzsumme zurückzuführen, die wiederum aus der Senkung des Umlaufvermögens (vor allem der Vorräte) resultiert. Die Eigenkapitalquote ist von 68,2 % (2023) auf 51,3 % (2024) gesunken. Das Eigenkapital beträgt nunmehr 8,6 Mio.€ nach 13,0 Mio.€ 2023.

Ein Cash-Pooling-Vertrag mit der Großmuttergesellschaft unterstützt die Liquiditätssteuerung und trägt zur finanziellen Stabilität bei. Durch das tägliche Clearing der Bankkonten ist der Cash-Flow stets Null, die Finanzverbindlichkeiten an den Konzern sind von 0,3 Mio.€ (2023) auf 2,4 Mio.€ (2024) gestiegen.

B. Bericht über die voraussichtliche Entwicklung und die Risiken des Unternehmens

1. Voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens

Aus derzeitiger Sicht werden sich die Rahmenbedingungen im direkten Marktumfeld der SMSA im Jahr 2025 nicht wesentlich verändern. Es wird von einem gleichbleibenden Marktniveau ausgegangen, während die Kosten weiterhin steigen dürften. Aufgrund der Wettbewerbssituation wird es nur vereinzelt möglich sein, die Preissteigerungen an den Markt weiterzugeben.

Die Nachfrage verharrt auf einem sehr niedrigen Niveau, während die Preise weitestgehend das Minimum erreicht haben. Wir rechnen weder mit weiteren Preisrückgängen noch mit signifikanten Anstiegen. Gleichzeitig gehen wir von einem zunehmend kurzfristig geprägten Geschäftsumfeld aus.

Zur Bewältigung dieser Entwicklungen plant die SMSA folgende Maßnahmen:

- Steigerung der internen Performance durch weitere Prozessoptimierungen - Qualitative Maßnahmen zur Verbesserung der Kundenzufriedenheit - Optimierung und Rückführung des Lagerbestands zur Risikominimierung - Aktives Kundenmanagement und intensive Neukundenakquise - Fokussierung auf die Kernkompetenz Blech-Anarbeitung - Prüfung einer möglichen Aufgabe des reinen Stahlhandels

Die SMSA ist auch Teil eines Restrukturierungsprojektes des Stahlhandels der Salzgitter- Gruppe, das 2024 aufgesetzt wurde und nach wie vor läuft. Aus diesem Projekt können noch weitere Maßnahmen folgen, die über die oben genannten hinausgehen.

2. Wesentliche Risiken und Ungewissheiten

Da der Stahlhandel wesentlich von der allgemeinen Konjunktur abhängig ist und diese derzeit keine Anzeichen einer Erholung zeigt, ist nicht von einer schnellen Erholung einzelner Märkte oder Branchen auszugehen. Insbesondere der Bau- und Industriesektor ist für das Unternehmen von großer Bedeutung.

Als externes Risiko für das Exportgeschäft der EU und Osterreichs wird die US-Abschottungspolitik betrachtet. Der Regierungswechsel bringt zusätzliche Herausforderungen für die europäische Wirtschaft mit sich. Auf der anderen Seite könnte ein Ende des Ukraine-Kriegs die Stahlnachfrage positiv beeinflussen.

Im Hinblick auf finanzielle Risiken wird das Forderungsmanagement kontinuierlich überwacht. Forderungen werden regelmäßig berichtet, und Überfälligkeiten werden umgehend angemahnt. Das Ausfallrisiko bleibt bestehen, wird jedoch durch ausschließlich versicherte Geschäfte minimiert. Die Bindung und das Recruiting von qualifiziertem Personal und Fachkräften stellt weiterhin eine große Herausforderung dar.

C. Bericht über die Forschung und Entwicklung

Für die SMSA als Handels- und Lohnfertigungsunternehmen hat dieser Bereich weniger Bedeutung. Die Bemühungen konzentrieren sich auf eine kontinuierliche Weiterentwicklung unserer Fertigungs- und Logistikprozesse.

D. Zweigniederlassungen

Neben der Zentrale in Gratkorn betreibt SMSA ein Stahlhandelslager in Graz, das im gegenständlichen Jahresabschluss einbezogen ist.

Gratkorn, am 28.01.2025

Salzgitter Mannesmann Stahlhandel Austria GmbH Geschäftsführer

Christian Goronczy

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