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Lagebericht 2023/24

Donau Chemie Aktiengesellschaft

Original-PDF

Stichtag 30. Sep. 2024 · Eingereicht am 23. Jän. 2025

Inhaltsverzeichnis

Die heimische Wirtschaft verlief über den gesamten Geschäftsjahreszeitraum sehr schwach. Insbesondere die Industrie und die Bauwirtschaft durchliefen überwiegend eine Phase der Rezession. Auch die Dienstleistungsproduktion blieb deutlich unter den Erwartungen. Im Handel, Verkehr, Beherbergung und Gastronomie stagnierte die Wertschöpfung. Zwar ließ die Inflation nach, jedoch verlief der private Konsum angesichts der hohen Reallohnzuwächse dennoch enttäuschend. Im Euroraum hemmte der produzierende Bereich ebenfalls ein Wachstum. Für 2025 sollten Konjunkturimpulse aus dem Ausland, eine niedrigere Inflation sowie steigende Realeinkommen für eine leichte Konjunkturerholung (BIP +1 %) sorgen. Im Bauwesen können das Baukonjunkturpaket sowie sinkende Zinsen für eine Belebung sorgen (WIFO, Stand Anfang Oktober 2024).

Die Donau Chemie Aktiengesellschaft, Wien, bedient mit ihren Produkten eine Vielzahl von Branchen, deren Märkte in unterschiedlichem Ausmaß von der allgemeinen Entwicklung beeinflusst werden.

Die Umsatzerlöse gingen im Vergleich zum Vorjahr um 17% auf 209 Mio. Euro zurück, was überwiegend auf die niedrigeren Marktpreise in nahezu allen Produktgruppen zurückzuführen war. Die Absatzmengen bei Elektrolyse- und Folgeprodukten sowie bei Schwefelsäure, Amidosulfonsäure und Kalziumkarbid konnten gesteigert werden.

Die Bruttomarge (Rohertrag minus Aufwendungen für Material und sonstige bezogene Herstellungsleistungen) ging um 19% auf 123 Mio. Euro zurück. Die bei einigen wesentlichen Rohstoffen und bei Fremdstrom niedrigeren Bezugspreise konnten die geringeren Verkaufspreise nur teilweise kompensieren.

Der Personalaufwand stieg um 7% an, die Abschreibungen um 8% und die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich um 15%. Das Betriebsergebnis ging damit vom Rekordwert des Vorjahres (53,5 Mio. Euro) um 72% auf 15,1 Mio. Euro zurück.

Das Finanzergebnis stieg dank höherer Zinserträge und Ergebnisüberträge von Tochterunternehmen auf 25,4 Mio. Euro (Vorjahr: 18,9 Mio. Euro).

Der Jahresüberschuss lag mit 33,9 Mio. Euro unter dem Vorjahr (55,5 Mio. Euro).

Brückl

Die geringere Nachfrage nach Natronlauge und Salzsäure, speziell im ersten Quartal sowie im Mai und im August 2024, führte zu einer leichten Rücknahme der Elektrolyselast. Die durchschnittliche Auslastung der Elektrolyseproduktion lag aufgrund einer ausgezeichneten Auslastung im September 2024 mit 106,3% über dem Vorjahr (105,4%) aber leicht unter dem Budgetwert (108%). Die Stromkosten waren im Kalenderjahr 2024 aufgrund der teilweisen Eindeckung auf dem günstigeren Spotmarkt deutlich unter dem Vorjahr und dem Budget. Die Produktpreise konnten trotz fallender Tendenz über den Erwartungen gehalten werden, was sich letztlich in einem guten Ergebnis niederschlug. Die Rohstoffversorgung der Elektrolyse durch multiples Sourcing von Meersalz und Siedesalz sowie Teilmengen von Steinsalz konnte erfolgreich prolongiert werden.

Der Bereich Wassertechnik unterstützte die Elektrolyseproduktion durch den Verbrauch von Chlor bzw. Salzsäure aufgrund hoher Produktions- und Verkaufsmengen von Eisendreichlorid und Polyaluminiumchlorid und erzielte durch die guten Verkaufserlöse ein ausgezeichnetes Ergebnis. Die Annahme von Altbeizen als Rohstoff für die Eisendreichlorid-Produktion war wieder auf sehr hohem Niveau. Der Absatz von Flüssigchlor in Flaschen und Fässern lag aufgrund des heißen Hochsommers über dem Vorjahr.

Bei der Sanierung der Altlast K05 wurden der Umbau der Aktivkohlefilteranlage und die Installation des Sandfilters für die Eisenabscheidung umgesetzt. Eine Filterpresse zur Entwässerung des Eisenschlammes muss noch nachgerüstet werden.

Landeck

Die Produktionsleistung lag mit 29.086 to Kalziumkarbid über dem Vorjahr (28.719 to). In den

Wintermonaten war der Karbidofen für eine komplette Neuausmauerung für drei Monate nicht in Betrieb. Eine 20 Tage lang dauernde Bahnsperre der Arlbergstrecke durch die OBB wurde dank unserer guten logistischen Vorbereitung komplikationslos bewältigt. Der Kokssilo 2 wurde erneuert und die Investitionsmaßnahmen in die Werkssicherheit wurden abgeschlossen. Die Gleisanlagen im Bereich der Waggonentladung wurden saniert und ein neuer Bahnübergang wurde eingebaut.

Der Austausch der Druckrohrleitung und der Verteilrohrleitung im Kraftwerk Wiesberg musste wegen des instabilen Hangs um ein Jahr verschoben werden, um das Gelände stabilisieren zu können.

Nach knapp drei Jahren konnten alle Genehmigungen für die Anlage der Firma Messer zur CO2-Gewinnung aus unserem Kalkofenabgas erreicht werden. Die Anlage ist kurz vor der Fertigstellung und soll im Herbst/Winter 2024 in Betrieb gehen.

Die Stromausbeute im Kraftwerk Wiesberg war mit insgesamt 86,9 GWh dank eines nassen Herbstes und eines schneereichen Winters deutlich höher als zuletzt (Vorjahr: 74,5 GWh).

Die IPPC-Prüfung, die Seveso IIl Inspektion und das ISO9001-Audit wurden absolviert.

Pischelsdorf

Die Schwefelsäureanlagen erreichten eine Auslastung von 72,5 % (Vorjahr: 63,8 %). Die Anlagenverfügbarkeit der Anlage S3 war mit 95,9 % unter dem Vorjahreswert von 98,9 %. Ein Schaden am Katalysatorbett der Horde 2, der in einem einwöchigen Stillstand behoben werden musste, war für den niedrigeren Wert verantwortlich. Die Anlage S2 war bis Anfang September 2024 mit einer Anlagenverfügbarkeit von 99,7 % (Vorjahr: 99,1 %) in Betrieb. Danach erfolgte der Start der planmäßigen Revision der Anlagen S2 und Amidosulfonsäure.

Die Eigenstromproduktion unserer Kondensationsturbine lag bei durchgehendem Betrieb und aufgrund der gesteigerten Schwefelsäureauslastung und dem damit einhergehenden höheren Dampfangebot sowie mit einer Ausbeute von 32,5 GWh über dem Vorjahreswert von 28,7 GWh. Insgesamt wurden 1,7 GWh (Vorjahr: 2,4 GWh) in das Netz von Energieversorgungsunternehmen (EVU) eingespeist und 14,9 GWh (Vorjahr: 11,8 GWh) an Partnerbetriebe im Industriepark Pischelsdorf geliefert. Der Fremdstromzukauf war mit 5 GWh höher als im Vorjahr (4,5 GWh).

Die Produktion von Amidosulfonsäure war geprägt von technischen Herausforderungen. Insgesamt konnten rund 4.900 to Amidosulfonsäure hergestellt werden (Vorjahr: 2600). Schäden an Pumpen, dem

Verdünner sowie die planmäßige Revision S2 waren für die Ausfallzeiten hauptverantwortlich. Dennoch konnte die technische Verfügbarkeit von zunächst 70% auf zuletzt 85 % gesteigert werden. Jedoch zeigten die Betriebszustände bei der verbesserten Verfügbarkeit, dass einige Equipments für einen Volllastbetrieb nicht geeignet sind. Die langen Lieferzeiten für eine Ersatzbeschaffung von alternativen Geräten verhindern aktuell einen rascheren Fortschritt.

Die Transportmenge unserer Anschlussbahn lag mit 1,03 Mio. to ahnlich hoch wie im Vorjahr (1,03 Mio. to). Die Hafenumschlagsmenge stieg im Vergleich zum Vorjahr hingegen um 15% auf 521.000 to.

A. ENTWICKLUNG DER EINZELNEN PRO- DUKTBEREICHE

BUSINESS UNIT CHEMIE

Chemie Brückl

Die Umsatzerlöse gingen im Vergleich zum Vorjahr um 32% auf 84,1 Mio. Euro zurück. Der Europäische Markt für Elektrolyseprodukte war überaus dynamisch und herausfordernd, mit einer Mischung aus konjunkturbedingt schwächerer Nachfrage und Preisdruck aufgrund von Rohstoff- und Energiekosten. Die Nachfrage bei Natronlauge stammte in Osterreich hauptsächlich aus der Chemie-, Papier- und Pharmaindustrie. Diese Sektoren zeigten eine insgesamt stabile Nachfrage während in anderen Branchen konjunkturelle Schwankungen Einfluss nahmen. Die Verfügbarkeit im Europäischen Markt blieb bedarfsdeckend. Ab September 2024 kam es zu einem leichten Anstieg in der Nachfrage und zu regionalen Verknappungen. Verantwortlich dafür waren ein Importmangel und geplante sowie ungeplante Stillstände diverser Produzenten.

Die Marktsituation für Salzsäure war in Europa von mehreren Faktoren geprägt. Die Nachfrage stammte hauptsächlich aus der chemischen Industrie, der Metallverarbeitung sowie der Wasseraufbereitung und blieb insgesamt auf einem schwachen Niveau.

Chemie Landeck

Von einem niedrigen Niveau ausgehend stiegen die Karbid Absatzmengen im Vergleich zum Vorjahr um 12% auf insgesamt 34.917 to an. Wobei die geringe Nachfrage im ohnehin schwachen Markt für Stückkarbid zu einem weiteren Mengenrückgang führte. Bei Karbidgemisch profitierten wir hingegen von den hohen Schwefelgehalten der in der Stahlindustrie verwendeten Rohstoffe und konnten so die Verkaufsmengen steigern.

Der Strombezugspreis stabilisierte sich im Jahresverlauf auf einem noch recht hohen Niveau, er lag schließlich um 49% unter dem Vorjahreswert. Konjunkturbedingt kam es auch beim Koks zu einem Preisrückgang um 19%.

Die Umsatzerlöse gingen im Verglich zum Vorjahr um 11% auf 35,6 Mio. Euro zurück.

Chemie Pischelsdorf

Die Schwefelsäure Absatzmengen stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 12% auf 172.000 to an. Die Verkaufspreise gerieten aufgrund des Wettbewerbs durch Metallsäure stark unter Druck. Eine extreme Rohstoffknappheit (Schwefel flüssig) beeinträchtigte den Markt

wesentlich. Wir mussten viel Ware auf Spotbasis zu höheren Preisen zukaufen, um den Bedarf decken zu können. Dennoch gelang es uns, die Deckungsbeiträge auf einem hohen Niveau halten zu können. Die Absatzmenge von Amidosulfonsäure stieg im Vergleich zum Vorjahr auf 4.771 to an (Vorjahr: 2.842 to), womit wir jedoch unser Ziel aufgrund von technischen Problemen bzw. Limitierungen bei der Produktionslast deutlich verfehlt haben. Billige Importware aus Asien beeinflusste unsere Märkte wesentlich, wodurch der durchschnittliche Verkaufspreis im Vergleich zum Vorjahr um 36% zurückging.

Insgesamt wurden die Umsatzerlöse um 3% auf 27,8 Mio. Euro gesteigert.

Wassertechnik Brückl

Die hohe Auslastung der Eisendreichlorid- und Polyaluminiumchlorid-Anlagen trug wieder bedeutend zur Flexibilität des Werkes Brückl bei. Niedrigere Absatzmengen bei Eisendreichlorid aufgrund der geringeren Kundenbedarfe (der Trend zur Reduktion des spezifischen Verbrauchs setzte sich fort) wurden durch das Mengenwachstum bei Polyaluminiumchlorid und Mischprodukten fast vollständig kompensiert - die gesamte Ausliefermenge blieb mit 129.000 to stabil. Dank der lange anhaltenden Badesaison konnte der Absatz im Bereich Schwimmbad um 2% auf 1.377 to gesteigert werden.

Die Rohstoffpreise für Aluminiumhydroxid und Eisenschrott gingen im Vergleich zum Vorjahr um 8% bzw. 1% zurück, jene für Zunder blieben stabil. Durch die höhere Verfügbarkeit stieg auch der Einsatz von Alternativrohstoffen (Eisenlösungen) um 27% an.

Die marktbedingt niedrigeren Verkaufspreise führten zu einem Umsatzrückgang um 2% auf 41,6 Mio. Euro.

BUSINESS UNIT DONAU CARBON

Aktivkohle

Die Umsatzerlöse gingen auf 8,1 Mio. Euro zurück (Vorjahr: 8,6 Mio. Euro). Niedrigere Absatzmengen und Preise bei Reaktivierungen und beim Handel mit Frischkohlen waren für den Rückgang entscheidend. Dem gegenüber wurden die Umsatzerlöse bei Imprägnierungen dank eines geänderten Produktmix gesteigert. Die beiden Produktionsanlagen waren für insgesamt 27 Tage außer Betrieb (Vorjahr: 33 Tage), wofür ein geplanter Revisionsstillstand beim Kombidrehrohr sowie anlassbezogene Reparaturmaßnahmen verantwortlich waren. Die insgesamt produzierte Menge ging im Vergleich zum Vorjahr um 5% auf 3.860 to zurück.

FINANZIELLE LEISTUNGSINDIKATOREN DONAU CHEMIE AG

STICHTAGSBEZOGENE FINANZIELLE LEISTUNGSINDIKATOREN

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 4
TEUR30.09.20240230.09.2023 a
Vermögenslage
Anlagevermögen149.346139.770
Umlaufvermögen 182.900175.485
Finanzlage
Eigenmittel (inkl. Investitionszuschüsse)251.229219.692
Fremdmittel981.01795.563
1) inkl. Rechnungsabgrenzungsposten.

2) inkl. Aktive Latente Steuern.

ZEITRAUMBEZOGENE FINANZIELLE LEISTUNGSINDIKATOREN

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 4
TEUR2023/2422022/2302
Ertragslage
Betriebsleistung212.352255.296
Betriebsergebnis15.08753.451
Finanzergebnis25.42418.853
Investitionsbereich
Sachanlagen & Immaterielle Vgg. – Zugänge22.17319.841
Finanzanlagen – Zugänge6.27411.553
Cashflow
Cashflow aus dem Ergebnis47.18869.934
Operativer Cashflow42.87198.947
Cashflow aus der Investitionstätigkeit-24.549-28.114
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit-3.568-3.568
Zahlungswirksame Veränderung der flüssigen Mittel14.75467.265
Stand der flüssigen Mittel zum Periodenanfang93.46826.203
Stand der flüssigen Mittel zum Periodenende108.22293.468

1) inkl. Rechnungsabgrenzungsposten.

2) inkl. Aktive Latente Steuern.

B. SICHERHEIT, UMWELT & QUALITAT (SUQ)

Sicherheit

Die Anzahl der meldepflichtigen (HF1- mehr als drei Tage Arbeitsunfähigkeit) und nicht meldepflichtigen Arbeitsunfälle (HF2- bis drei Tage Arbeitsunfähigkeit) belief sich auf 10 (Vorjahr: 3). Die durchschnittliche Anzahl an Ausfalltagen je Unfall betrug 3 Tage (Vorjahr: 17). Die Anzahl von Unfällen ohne Ausfalltage (HF3) lag mit 6 ebenfalls deutlich unter dem Vorjahr (14). Die systematische Meldung und Erfassung von Beinaheunfällen sowie von unsicheren Handlungen und unsicheren Zuständen soll helfen, zukünftige Unfälle vermeiden zu können. Die Anzahl solcher Meldungen betrug im Berichtsjahr 128 (Vorjahr: 119).

Die geplante Sicherheitsinitiative wurde weiter fortgesetzt, im Februar 2024 wurde dafür ein Sicherheitsauditor für die Gruppe eingestellt. Mit dem monatlichen „Safety First Newsletter" wurde fortlaufend über Unfälle, Aktivitäten und Neuerungen berichtet. Es wurden laufend Sicherheitsaudits sowie regelmäßige Treffen und Abstimmungen der Sicherheitsfachkräfte durchgeführt. Die digitale Schulungsplattform für Sicherheitsschulungen (LENA) ist in allen österreichischen Werken implementiert, die Anzahl der überfälligen Schulungen konnte im Jahresverlauf stark reduziert werden. Ein Sicherheitsmanagementsystem für alle Standorte global ist in Ausarbeitung.

Am Standort Brückl fanden ergänzend zu den gemäß Arbeitnehmerschutzgesetz notwendigen Sicherheitsunterweisungen Schulungen in den Bereichen Technik und Sicherheit statt. Das auferlegte Sicherheitsprogramm konnte zum größten Teil umgesetzt werden. Um ein ungefährliches Einsteigen in Behälter und Gruben zu ermöglichen, wurde ein Mitarbeiter als Fachkundige Person zur Durchführung dieser Arbeiten ausgebildet. Weiters wurde ein Überwachungssystem für Alleinarbeitsplätze eingeführt. Die Begehung der Sauberkeitszonen und die Beurteilung hinsichtlich Ordnung, Sauberkeit, Kennzeichnung und Instandhaltung wurden durchgeführt. Um mögliche Leckagen im Wasserstoffsystem zu entdecken wurde ein Prüfvorgang entwickelt und im gesamten Werk etabliert. Die jährliche Seveso-III Überprüfung fand im Jänner 2024 statt. Die Unfallstatistik ergibt keinen HF1 Unfall, zwei HF2 Unfälle mit drei Ausfallstagen und zwei HF3 Unfälle. Seitens der Belegschaft wurden 42 Beinaheunfälle gemeldet.

In Landeck wurden bei den Förderbändern im Bereich Karbidlager und -ofen diverse Maßnahmen (Eingriffsschutz und Notzugleinen) umgesetzt. Im ganzen Werk gibt es knapp 100 Förderbänder.

Das Projekt Werkssicherheit wurde abgeschlossen. Die Werksumzäunung wurde erneuert bzw. ergänzt, der Bereich beim Portier wurde mit Schranken vom eigentlichen Werksgelände abgetrennt, zusätzliche Kameras wurden montiert und das Schließsystem ausgebaut.

Die Ausmauerung des Karbidofens wurde komplett erneuert.

Unser Serverraum wurde in den Keller verlegt. Die E-Werkstatt, die Schlosserei und der Steuerungscontainer für den geschlossenen Kühlkreislauf des Karbidofendeckels wurden in die Brandmeldeanlage integriert.

Unsere Versicherung hat das Kraftwerk Wiesberg in Sachen Sicherheit und Brandverhütung geprüft. Das Seveso III-Audit und das externe ISO 9001-Audit wurden erfolgreich absolviert.

Mit der Stadtfeuerwehr Landeck, dem Roten Kreuz und der Betriebsfeuerwehr wurde eine große gemeinsame Übung auf unserem Betriebsgelände abgehalten.

Die Anzahl der meldepflichtigen Arbeitsunfälle erhöhte sich auf 3 (Vorjahr: 1). Wir verzeichneten 2 nicht meldepflichtige Arbeitsunfälle mit weniger als drei Ausfalltagen (Vorjahr: 1).

Am Standort Pischelsdorf blieb die Anzahl der HF1- Unfälle auf Vorjahresniveau (jeweils 1). Die Anzahl der HF2-Unfälle stieg hingegen auf zwei an. Schwerpunkt bei der Verbesserung der Arbeitsplatzsicherheit war weiterhin die Amidosulfonsäureanlage. Das Programm zur Verbesserung des Werksschutzes wurde mit dem gestarteten Investitionsprojekt für ein neues Portiergebäude fortgesetzt (Umsetzungsgrad über alle Maßnahmen 85%). Ziel dieses Projektes ist es, die Anzahl der Besucher innerhalb des Werkszaunes zu verringern. In diesem neuen Portiergebäude werden außerdem Besprechungszimmer, Schulungsräume für Sicherheitsunterweisungen und ein Vortragssaal integriert. Die Fertigstellung ist mit Ende 2025 geplant.

Umwelt

Der erste Nachhaltigkeitsbericht für die Donau Chemie Gruppe Osterreich wurde erstellt und ausgewählten Stakeholdern zur Verfügung gestellt. Die Berechnung der Product Carbon Footprints (PCF’s) der Donau Chemie-Produkte wurde weiter fortgesetzt und die Aktualisierung der zuletzt ermittelten Werte

durchgeführt. Die Anzahl der diesbezüglichen Anfragen von Kunden steigt weiter an. Für die Standorte in Osterreich wurde der Corporate Carbon Footprint (CCF) im Rahmen eines Projekts für Scope 1, 2 und 3 berechnet und daraus Ziele zur CO2-Reduktion abgeleitet. Die Berechnungen sollen im nächsten Jahr auch in der Gruppe global durchgeführt werden.

Am Standort Brückl erfolgte bei beiden Altlasten, nach Abschluss der baulichen und technischen Maßnahmen zur Sicherung (K20 im Jahr 2018) bzw. zur Sanierung (K5 im Jahr 2023), ein kontinuierlich laufender Betrieb inkl. umfassendem Monitoring zum Nachweis der Wirksamkeit der Maßnahmen (Bodenluftabsaugung bzw. Grundwasserreinigung). Für die K20 ist die Ausweisung als gesichert im öffentlichen Altlastenatlas durch das Umweltbundesamt zu erwarten. Bei der K5 wurde die Sperrwirkung gegen den Austrag von Schadstoffen im Grundwasser durch die Erhöhung der dauerhaften Pumpleistung von 100 m3/h auf 140 m3/h verbessert. Abschließend ist eine Evaluierung des 3D- Modells für das Grundwasser geplant.

Beim Recycling von Abfällen durch die Verwertung im Rahmen der Produktion von Eisenchlorid wurden insgesamt 35.600 to Abfälle als Rohstoff verarbeitet, davon 25.800 to Altbeizen.

Einen wesentlichen Beitrag zum Klimaschutz lieferten die beiden Anlagen zur Synthese von Salzsäure (HCI5 und HCI6). Durch die gute Auslastung konnte Dampf (4,4 to/h) aus der Rückgewinnung der Reaktionswärme für die Eindampfung der Lauge genutzt werden. Darüber hinaus wurde mit der Errichtung Kärntens größter PV-Anlage begonnen (10 MWpeak).

In Landeck wurde die Anlage der Firma Messer zur Gewinnung des CO2 aus unserem Abgas durch die Gewerbe- und die Baubehörde genehmigt. Die vier CO2-Lagertanks mit einem Fassungsvermögen von 1.000 to flüssigem CO2 und die eigentliche Absorberanlage sind kurz vor der Fertigstellung. Die Inbetriebnahme wird im Geschäftsjahr 2025 stattfinden. Die IPPC-Prüfung durch die Behörden wurde erfolgreich absolviert.

In Pischelsdorf lag die Eigenstromerzeugung durch die Kondensationsturbine aufgrund der gesteigerten Schwefelsäureproduktionsleistung über dem Vorjahr, wodurch die CO2 Einsparung im aktuellen Geschäftsjahr bei 29.100 to (Vorjahr: 25.700 to) lag.

Qualität

Die Anzahl der berechtigten Reklamationen ging im Vergleich zum Vorjahr auf 48 zurück, ebenso die daraus resultierenden externen Kosten von EUR 76.000. Die durchschnittliche Bearbeitungsdauer der Reklamationen wurde reduziert.

Insgesamt wurden im Geschäftsjahr 17 (Vorjahr: 7) neue Projekte mittels KVP-Methodik (Kontinuierlicher Verbesserungsprozess) begonnen und 13 KVP-Projekte mit einem ökonomischen Nutzen von zusammen EUR 383.000 abgeschlossen (Vorjahr: 7).

Bei den aus Audits kommenden Verbesserungen wurden 45 Verbesserungen abgeschlossen.

Am Standort Brückl wurde der Membranwechsel (inkl. Erneuerung der Elektrodengitter) beim zweiten Asahi Kasei Elektrolyseur abgeschlossen.

Alle Elektrolyseure wurden mit einer neuen Zellenspannungsüberwachung ausgerüstet. Durch die Integration von Laboranalysen kann mit dem neuen System auch die Stromausbeute in der Elektrolyse besser überwacht werden.

Um die Betriebssicherheit der werkseigenen 20 kV- Schaltanlage zu erhöhen, wurden acht neue 20 kV- Schaltfelder installiert.

Sehr viele Aktivitäten wurden auch im Bereich des Explosionsschutzes (VEXAT) gesetzt. Im gesamten Werk wurden die vorhandenen Ex-Zonen kontrolliert bzw. adaptiert (z.B. Verlängerung der Wasserstoff-Überdachleitungen).

Um die Betriebssicherheit und Verfügbarkeit des Leitsystems weiterhin sicher zu gewährleisten wurden drei neue Server angeschafft.

Mit dem Bau einer neuen Gleichrichteranlage (Gleichrichter 2) wurde begonnen. Durch den Neubau werden zwei in die Jahre gekommene Gleichrichteranlagen ersetzt.

Bei der Grundwasserdeponie K05 wurden Sandfilter und eine Filterpresse installiert. Damit konnte die Eisenabscheidung im Grundwasser signifikant verbessert werden.

Im Zuge des ISO-QM-Systems wurden vier interne Audits durchgeführt und rund 20 ISO-Dokumente überarbeitet.

In Landeck wurde das Projekt „Big Data” nun auch am Kalkofen gestartet.

Außerdem wird erforscht, wie man den Mg-Gehalt im Calziumkarbid beeinflussen kann, um dadurch wieder das Absetzverhalten des Kalks bei unseren Gaskunden zu beeinflussen.

In das Becherwerk der Mahlanlage 3 (Feinkarbidproduktion) wurde ein Magnetabscheider eingebaut. Mit unserem wichtigsten Kalksteinlieferanten wurde ein wöchentlicher Abstimmungstermin institutionalisiert, um Qualitätsprobleme vermeiden zu können.

In Pischelsdorf wurden bei der Anlage zur Herstellung von Amidosulfonsäure weitere technische und organisatorische Verbesserungsmaßnahmen umgesetzt. Die technische Anlagenverfügbarkeit konnte durch die getroffenen Maßnahmen von 70 % auf über 85 % gesteigert werden. Als neue Herausforderung sind Probleme mit der Korngröße des Produktes entstanden, welche durch Maßnahmen bei der Revision im Oktober 2024 verbessert werden sollen.

C. PERSONAL

Im Geschäftsjahr 2023/24 wurden – abgeleitet aus den jeweiligen Abteilungszielen - im Bereich Aus- und Weiterbildung zahlreiche Schulungen durchgeführt. Alle Maßnahmen waren der im Rahmen der Personalnachfolgeplanung angestrebten Nachhaltigkeit durch Sicherung und Erweiterung des Know-hows sowie dem Themenkomplex SUQ (Sicherheit-Umwelt-Qualität) gewidmet.

Es wurden gezielt Maßnahmen gesetzt, die die strategische Ausrichtung in den einzelnen Business Units zum Ziel hatten. Schulungsmaßnahmen zur Erweiterung der Fach- und Methodenkenntnisse (Betriebswirtschaft, Projektmanagement, Präsentationstechniken) wurden sowohl virtuell als auch in Präsenzformaten realisiert. Im Rahmen der Nachfolgeplanung wurden spezifische Entwicklungsmaßnahmen (inklusive Fokus Meistergruppen) definiert und umgesetzt. Schulungsmaßnahmen zur Erweiterung der Fremdsprachenkenntnisse und vor allem IT-Security-Trainings, mit dem Ziel, die Sensibilisierung in Bezug auf Datensicherheit und Datenschutz zu erhöhen und Cyber-Bedrohungen wirksam entgegenwirken zu können, wurden regelmäßig und kontinuierlich durchgeführt. Andere bedarfsgerecht technisch-chemische Schulungen (beispielsweise das Format der Chemiewerkerausbildung) wurden überarbeitet, erweitert und realisiert.

Weiterhin hohes Augenmerk wurde in diesem Geschäftsjahr im Rahmen der Safety-First-Initiative auf den Bereich Sicherheit gelegt, indem Sicherheitsschulungen (E-Learning-Format) kontinuierlich verfolgt und schwerpunktmäßig Erste-Hilfe-Kurse durchgeführt wurden.

Die bereichsübergreifende modulare Lehrlingsoffensive wurde wieder im Präsenzformat weitergeführt. Der Lehrlingsentwicklung (mit dem Modell der trialen Ausbildung) galt weiterhin hohes Augenmerk, um die Entwicklung von Schlüsselkräften zu forcieren. Employer-Branding-Maßnahmen (Adaption der Homepage, Präsenz in der Kundenzeitschrift Elemente und Social Media) sowie gezielte Marketingmaßnahmen in Form von Teilnahmen bei Veranstaltungen (Lehrstellenbörsen, Girls Day, Lehrlingsshuttle, Lehrlingshackathon NO, CHEMfluencer) sowie Insertionskampagnen wurden forciert, um die Attraktivität als Lehrbetrieb sowie bevorzugter Arbeitgeber hervorzuheben.

Das Trainingsprogramm zu den „7 Habits of Highly Effective People” sowie das Covey-Leadership-Programm (Nachwuchskräfteund

Führungskräfteentwicklung) wurde auch im Geschäftsjahr 2023/24 adressiert, um die Erhöhung der persönlichen Effektivität und die Kommunikations- und Umsetzungskompetenz zu stärken. Zur Sicherstellung der Nachhaltigkeit des Erlernten wurden zusätzlich Online-Formate mit Learning-Journeys zu definierten Schwerpunkten (Gesund Führen, Kommunikation etc.) angeboten.

Auch in diesem Geschäftsjahr wurde die Umsetzung notwendiger Maßnahmen zur Verbesserung der Arbeitsplatzqualität sowie zur Erhöhung der Arbeitgeberattraktivität adressiert. Im Zuge des Auditierungsprozesses „berufundfamilie” wurden definierte Maßnahmen umgesetzt und kontinuierlich Schwerpunkte verfolgt. Weiters wurde im September 2024 wieder eine Mitarbeiterbefragung zum Thema Arbeitsplatzqualität mit dem renommierten Great Place to Work® Institute im Online-Verfahren durchgeführt.

Von 444 zur Teilnahme eingeladenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern haben sich 279 an der Befragung beteiligt. Die daraus resultierende Rücklaufquote innerhalb der befragten Gruppe mit 63 % kann als zufriedenstellend bewertet werden. 86 % der Belegschaft bewerteten den Arbeitsplatz als sehr gut; der Trust- (Vertrauens)-Index konnte auf 73 % erhöht werden. Damit steht auch das kommende Geschäftsjahr ganz im Zeichen der Nachbearbeitung der Ergebnisse aus der aktuellen Mitarbeiterbefragung sowie der Erlangung der Rezertifizierung „berufundfamilie”. Ziel dabei ist, Stärken und Verbesserungspotenziale zu identifizieren und diese zum Wohle der Unternehmensgruppe umzusetzen.

Weiterhin wurde das Hauptaugenmerk daraufgelegt, die Betriebsabläufe kontinuierlich an die geänderten Anforderungen anzupassen. Die daraus resultierenden Qualitätsmanagementprojekte sowie die Weiterverfolgung der KVP-Offensive (Ausbildung Auditoren) wurden realisiert.

Richtlinien, die die Bewusstseinsbildung, Umsetzung und Einhaltung der Compliance Bestimmungen adressieren wurden kommuniziert. Alle betroffenen Mitarbeiter haben die verpflichtende Compliance Unterweisung mittels E-Learning zu den Themen Korruption und Wettbewerb erfolgreich durchgeführt.

Im Bereich des betrieblichen Gesundheitswesens (,Vital in Form”-Programm) wurden neben den vorgeschriebenen Untersuchungen auch wieder Präventivmaßnahmen in Form von Impfaktionen und speziellen Untersuchungen (Vorsorge, Atemtraining, Augenuntersuchung etc.) durchgeführt. Zusätzliche Aktivitäten zur Vermeidung psychischer Belastungen wurden in Form von Fitnesstrainings und Massageeinheiten

sowie Präsenzseminaren (Resilienz, Stressbewältigung, Erste-Hilfe-Kurse) initiiert. Mit dem Ziel, zusätzliche Präventivmaßnahmen zur Gesundheitserhaltung und -förderung der Belegschaft anzubieten, wurden im Rahmen des bereits bestehenden Employee Assistance Programm (Mavie) begleitende Kurzwebinare („Mentale Viertelstunde* mit Schwerpunkt Resilienzförderung und Stressbewältigung) angeboten sowie das Programm BüroBuddy weiterverfolgt.

Die Anzahl der Dienstnehmer betrug zum Geschäftsjahresende 442 (Vorjahr: 433).

Wir möchten an dieser Stelle wieder allen unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Dank und Anerkennung für ihre Einsatzbereitschaft, Zuverlässigkeit sowie für die gelebte hohe Veränderungsbereitschaft und Loyalität aussprechen.

D. KOMMUNIKATION

Im vergangenen Geschäftsjahr wurde im Bereich Kommunikation der Fokus verstärkt auf die Weiterentwicklung der digitalen Kanäle gelegt und zugleich klassische Kommunikationsmaßnahmen weitergeführt. Im Donau Chemie Group Blog veröffentlichten regelmäßig verschiedene Abteilungen spannende Beiträge, die wesentlich zur Stärkung der Markenbekanntheit und Kundenbindung beitrugen. Diese Maßnahmen führten auch zu einer erheblichen Verbesserung der Sichtbarkeit in Suchmaschinen-Rankings.

Durch kontinuierliche Aktivitäten in den sozialen Medien stärkt die Donau Chemie fortlaufend die Mitarbeiterbindung und die Sichtbarkeit der Marke. Regelmäßige, authentische Beiträge über die Arbeit, die Mitarbeitenden und die Lehrlinge fördern nicht nur das Zugehörigkeitsgefühl, sondern tragen auch dazu bei, das Vertrauen in die Marke zu erhöhen. Zudem ermöglichen regelmäßige Wissens-Postings und Fachbeiträge eine effektive Wissensvermittlung, die das Unternehmen als innovativen und zuverlässigen Partner in der Branche positioniert. So wird nicht nur das Image als attraktiver Arbeitgeber gestärkt, sondern auch die Position als Vorreiter und Experte in einem sich ständig wandelnden Markt gefestigt.

Die digitalen Plattformen wurden ebenfalls gezielt genutzt, um das Arbeitgeberimage zu stärken - sowohl bei aktuellen als auch bei potenziellen Mitarbeitenden. Besonders hervorzuheben ist die Förderung des Lehrstellenprogramms, das durch die Teilnahme an Lehrlingsmessen im Umfeld der Werke und einen „Tag der offenen Tür” am Standort Brückl unterstützt wurde. So wurden wertvolle Einblicke in das Arbeitsumfeld und die Unternehmenskultur geboten und die Attraktivität als Arbeitgeber in der Region weiter ausgebaut.

Zusätzlich zu den Aktivitäten im Bereich der Nachwuchsförderung ist auch die Teilnahme am Lehrlingshackathon, einer Veranstaltung, die jungen Talenten die Möglichkeit gibt, kreative und digitale Lösungen zu entwickeln, von wesentlicher Bedeutung. Diese stärkt die Position der Donau Chemie als innovativer Ausbildungsbetrieb und fördert zugleich die digitalen Kompetenzen der Lehrlinge.

Neben den beschriebenen Maßnahmen wurden im vergangenen Geschäftsjahr auch die Weichen für eine umfassende Neugestaltung der mittlerweile in die Jahre gekommenen Unternehmenswebsite gestellt.

Ziel dieses Projekts ist es, die Website moderner und benutzerfreundlicher zu gestalten, um den aktuellen Anforderungen der Stakeholder gerecht zu werden und die digitale Präsenz der Donau Chemie zukunftssicher aufzustellen. Mit diesem Vorhaben wird ein weiterer wichtiger Schritt im Rahmen der Digitalisierungsstrategie vollzogen. Zudem werden die Kommunikation und das Nutzererlebnis über die digitalen Kanäle nachhaltig ausgebaut.

Zur weiteren Kundenbindung wurden Broschüren und Informationsflyer entwickelt, die exakt auf die Bedürfnisse der jeweiligen Zielgruppen abgestimmt waren. Darüber hinaus wurde ein Messeauftritt für einen Gemeinschaftsstand der Donau Carbon und der Sparte Wassertechnik auf der IFAT, der Weltleitmesse für Umwelttechnologien, umgesetzt. Diese Messebeteiligung ermöglichte es, die innovativen Lösungen und Produkte einem internationalen Publikum zu präsentieren und wertvolle neue Kontakte in der Branche zu knüpfen. Begleitende Kommunikationsmaßnahmen, darunter gezielte Einladungen an Kunden und Partner sowie Social-Media-Aktivitäten während der Messe, steigerten die Sichtbarkeit der Standpräsenz und sorgten für eine effektive Ansprache der Messebesucher.

Im Rahmen der Produkteinführung von DONAU PAC®$ AQUACLEAR der Sparte Wassertechnik wurde eine umfassende Kampagne entwickelt, die verschiedene Kommunikationskanäle vereinte, um die Markteinführung optimal zu unterstützen. Die Kampagne umfasst gezielt erstellte Infobroschüren, die die Funktionen und Vorteile des Produktes detailliert erklären. Außerdem wurden verschiedene Fachbeiträge und Inserate in relevanten Medien veröffentlicht, um die Reichweite und das Vertrauen in der Zielgruppe zu stärken sowie das Wissen über unsere Kompetenz zu erhöhen.

Ergänzt wurde die Kampagne durch ein professionell produziertes Video, das anschaulich die Anwendungsmöglichkeiten und Effizienz des Produkts zeigt. Ein zielgerichtetes Mailing sowie Produktpräsentationen auf zielgruppenspezifischen Fachveranstaltungen rundete die Maßnahmen ab und informierten gezielt unsere Kunden und Partner über die Einführung von DONAU PAC® AQUACLEAR. Diese integrierte Kampagne trug dazu bei, die Bekanntheit des neuen Produkts zu steigern und erste Verkaufsimpulse zu setzen.

Die halbjährlich erscheinende Kundenzeitschrift „Elemente” und ausgewählte Anzeigen in branchenspezifischen Medien stärkten erfolgreich unser Unternehmensimage.

Im Bereich Corporate Social Responsibility (CSR) wurde das langjährige Engagement der Gruppe fortgesetzt, indem für die Kunden regelmäßige Sicherheitsschulungen zum sachgemäßen Umgang mit Chemikalien organisiert wurden.

Im Zuge des Engagements für mehr Transparenz und Verantwortung wurde ein umfassender Nachhaltigkeitsbericht erstellt, der die sozialen und ökologischen Initiativen der Gruppe darstellt. Um die wesentlichen Inhalte des Berichts einer breiteren Offentlichkeit zugänglich zu machen, wurde eine begleitende Broschüre gestaltet. Diese Broschüre fasst die wichtigsten Nachhaltigkeitsthemen und die Fortschritte in kompakter Form zusammen und richtet sich gezielt an Kunden, Partner und die interessierte Offentlichkeit. Auch die Aktivitäten auf der Nachhaltigkeitsbewertungsplattform EcoVadis wurden gezielt optimiert.

Zusätzlich zu den etablierten Kommunikationsmaßnahmen wurden im vergangenen Geschäftsjahr umfassende begleitende Kommunikationsstrategien rund um die Unternehmensübernahmen entwickelt und umgesetzt. Diese Maßnahmen zielten darauf ab, die Stakeholder – von Mitarbeitenden über Kunden bis hin zu Geschäftspartnern – transparent und zeitnah über die Integration neuer Unternehmensbereiche zu informieren und Vertrauen zu schaffen.

Die interne Kommunikation wurde hauptsächlich über das Intranet, E-Mail, Infopoints und Mitarbeiterversammlungen gewährleistet. Eine zentrale Rolle spielte dabei die frühzeitige und offene Kommunikation mit den Mitarbeitenden.

Ein weiterer Fokus lag auf der „Safety-First”-Initiative, die auf Arbeitssicherheit abzielt. Dabei erhalten die Mitarbeitenden monatlich sicherheitsrelevante Informationen.

Zeitnahe Informationen zur Unternehmensentwicklung sowie regelmäßige Mitarbeiterevents, wie Sportevents, Afterwork-, Grill- und Weihnachtsfeiern etc., förderten zusätzlich Motivation und Teamgeist im Unternehmen.

E. FORSCHUNG & ENTWICKLUNG

Im Bereich der Business Unit Chemie konnten die Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten in allen Bereichen erfolgreich umgesetzt und weitergeführt werden.

Für den Standort Pischelsdorf wurden im Rahmen der Verfahrensoptimierung der Amidosulfonsäureanlage mehrere Kleinprojekte im laufenden Betrieb umgesetzt. Ein Schwerpunkt für den weiteren Ausbau der Amidosulfonsäure Produktion lag in einer verbesserten und kontinuierlichen Prozessführung von Stoffströmen. Eine weitere technische Umsetzung scheint vielversprechend. In Folge wurde ein weiteres strategisches Projekt zur Verfahrensentwicklung in diesem Bereich gestartet. In diesem soll ein derzeitiger Batch- Prozess ebenfalls durch ein kontinuierliches Verfahren ersetzt werden.

Die Laborinfrastruktur im zentralen Forschungs- und Entwicklungslabor wurde durch den Erwerb eines neuen Massenspektrometers verbessert. Dieses Instrument wird zukünftig für die Messung verschiedener Prozess- und Abgasströme sowie zur Prozessoptimierung eingesetzt.

Für den Standort Brückl wurde das Projekt zur Evaluierung möglicher Folgeprodukte vorerst abgeschlossen. Im Fokus stand die Suche nach weiteren Folgeprodukten. Dazu wurden verschiedene potentielle Chlorderivate auf Ihre Tauglichkeit untersucht. Im kommenden Geschäftsjahr wird das Thema Folgeprodukte für den Standort Brückl weiterhin von der Forschung und Entwicklung verfolgt.

Am Standort Landeck konnten die strategischen Projekte zur Produktionsoptimierung, zur Verbesserung der Verfügbarkeit kritischer Betriebsmittel und zur Integration alternativer Rohstoffe erfolgreich fortgeführt werden. Die detaillierte Analyse und Auswertung der eingesetzten Rohstoffe und relevanten Prozessdaten liefern wertvolle Hinweise für ein verbessertes Prozessverständnis. Nach Abschluss der Auswertung des Karbidofenprozesses wurde im Anschluss mit der Analyse des Kalkofenprozesses begonnen. Ein strategisches Projekt zur Erkundung und Evaluierung von Karbid Folge- und möglichen Alternativprodukten in bestehenden und neuen Absatzmärkten wurde fortgesetzt.

Im Bereich Wassertechnik konnten die ersten vielversprechenden Ergebnisse des neuen innovativen

Fällmittels durch weitere Feldversuche bestätigt werden. Der Einsatz alternativer Rohstoffe lieferte vergleichbare Produkte mit dem Vorteil einer verbesserten und einfacheren Prozessführung in der Herstellung. Zur Optimierung einzelner Verfahrensschritte in der Eisenchloridherstellung wurde ein Projekt zur Analyse und detaillierten Auswertung der Prozess-, Eduktund Produktparameter via JMP fortgesetzt.

Die vielversprechenden Laborversuche zur extraktiven Entzinkung von hochbeladenen Zinkbeizen konnten in Folge im Pilotmaßstab und in Zusammenarbeit mit einem Engineering Partner bestätigt werden. Das daraus resultierende Verfahrenskonzept, die technische Umsetzbarkeit am Standort Brückl und eine erste wirtschaftliche Beurteilung sind vielversprechend und eine Projektfortführung wurde durch den Vorstand genehmigt.

Die Forschungs- und Entwicklungstätigkeit für die Business Unit Donau Carbon wurde erfolgreich fortgeführt und erweitert. Die Schwerpunkte lagen neben einem effizienten Produktionssupport, in der Suche nach alternativen Rohstoffen für die Aktivkohleproduktion und in der Entwicklung von verbesserten und neuartigen Imprägnierungen für unterschiedliche Anwendungsgebiete.

Die Aktivierbarkeit und Dotierung nachhaltiger Rohstoffe wurden am Versuchsdrehrohr in Pischelsdorf untersucht, wodurch wertvolle Informationen für weitere Produktionsversuche auf den Philippinen gewonnen wurden.

Die Untersuchungen am neuen Multifunktionsteststand wurden erfolgreich weitergeführt und diverse Kundenanfragen zeitnah umgesetzt. Ein Projekt zur Untersuchung der Reaktivierungsbedingungen von Biogaskohlen trug wesentlich dazu bei, wichtige Prozessbedingungen zu klären. Dieses Projekt bildete die Grundlage für die potenzielle Verwendung von kokosnussbasierten Aktivkohlen anstelle der derzeit verwendeten Steinkohleprodukte in diesem Bereich. Feldtests an ausgewählten Biogasanlagen sollen die vielversprechenden Laborergebnisse im kommenden Geschäftsjahr bestätigen.

In Zusammenarbeit mit einem externen Partner wurde eine innovative und neuartige Silberimprägnierung für den Trinkwasserbereich hergestellt und im Labor getestet, weitere Produktionstests mit einem bestehenden Donau Carbon Kunden sind in Arbeit. Im Rahmen einer F&E Konferenz für den Bereich Carbon wurden die Forschungsprojekte für das Geschäftsjahr 2024/25 festgelegt, priorisiert und durch die Geschäftsleitung genehmigt.

F. INVESTITIONEN

Das Investitionsvolumen betrug 28,4 Mio. Euro (Vorjahr: 31,4 Mio. Euro), davon waren 22,2 Mio. Euro für Sachanlagen und Immaterielle Vermögensgegenstände (Vorjahr: 19,8 Mio. Euro).

Brückl

Im Bereich Chemie ist der Membranwechsel und das Re-Coating für die Elektrolyseure 6-7 (AKC) finalisiert worden. Das Programm und die Hardware für das neue Performance Monitoring der Elektrolyse wurde installiert und in Betrieb genommen. Die kompletten Podeste und Leitern für das Salzsäure- und Eisenchlorid-Tanklager wurden aus Sicherheitsgründen getauscht. Ein Ersatzsalzsäurespeicher wurde installiert. Für die Sicherstellung der Gleichstromversorgung in der Elektrolyse wurde eine neue Trafo-/Gleichrichteranlage geplant, ausgeschrieben und bestellt. Diese Anlage soll zwei uralte Trafo / Gleichrichter ersetzen. Ein neuer Chlortrocknungsturm wurde installiert. Im Bereich Wassertechnik wurden eine neue Vorchlorierungskolonne und ein modifizierter Ersatz Zunderlösebehälter für die Eisenchlorid Anlage implementiert. Ein Ersatz Eisenchlorid Lagerspeicher wurde installiert. Der alte Schrottkran in der Eisenchlorid Produktion wurde ersetzt. In der Chlorflaschenabfüllung wurde eine neue großzügige Raumluftreinigungsanlage errichtet, um dem Arbeitnehmerschutz gerecht zu werden. Ausgeschiedene Chlorflaschen und Chlorfässer wurden ersetzt.

Im Bereich Allgemein konnte der zweite Abschnitt des neuen Verkehrskonzeptes zum größten Teil umgesetzt werden, die Fertigstellung erfolgt im Herbst 2024. Für die Erneuerung des Wasserkraftwerkes sind die Vorprojektierung abgeschlossen und die darauf basierenden Einreichunterlagen fertiggestellt worden. Die Lieferaufträge für die PV-Anlage Ausbaustufe II und IIl mit insgesamt 10 MW Peakleistung wurden vergeben und mit dem Bau begonnen. Eine neue Anlage zur Notentnahme von Kühlwasser aus der Gurk wurde gebaut.

Landeck

Im Werk Landeck wurde zur Erhöhung der Werkssicherheit die alte Garage bei der Werkseinfahrt abgerissen und dort das neue Schiebetor mit diversen Schrankenanlagen installiert. Am Tiefbrunnen 3 wurde der Deckel und die Aufnahme neu betoniert. Die Vertiefung und der Pumpversuch wurden erfolgreich durchgeführt.

Ein Drittel der Förderbänder im Werk wurden auf den letzten sicherheitstechnischen Stand gebracht. Die Gleise im Bereich der Kalksteinwaggonentladung wurden neu verlegt und östlich davon ein neuer Bahnübergang errichtet.

Beim großen Koksbrecher wurde eine hydraulische Spaltverstellung installiert. Ein neuer Drucklufttrockner wurde angeschafft und in Betrieb genommen. Auf Grund des sehr instabilen Hanges musste der Tausch der Druckrohrleitung für das Kraftwerk Wiesberg in das nächste Geschäftsjahr verschoben werden. Zwanzig Stück gebrauchte Grobkarbid-Transport- Container wurden angekauft, sandgestrahlt und neu lackiert.

Die Errichtung der CO2 Absorption auf unserem Werksgelände durch die Firma Messer wurde baulich weiter vorangetrieben. Die vier CO2-Tanks sind aufgestellt, auf Dichtheit geprüft, kalt gespült und mit ca. 100 to CO2 vorgefüllt. Das Gebäude für die Absorber Anlage ist fast fertig, der Schornstein der Anlage ist installiert und die Rohrleitung für den Rohgastransport vom Kalkofen zur Anlage ist montiert.

Pischelsdorf

Im Bereich Chemie lag der Schwerpunkt weiterhin auf der Optimierung der Amidosulfonsäure Anlage. In der Kristallisation wurde ein zusätzlicher Zyklon zur Staub- Vorabscheidung eingebaut und in Betrieb genommen, um die hohe Staubbelastung und die damit verbundenen Probleme mit den Filtersäcken zu verbessern. Für den Herbst 2024 ist der gleichzeitige Revisionsstillstand der Schwefelsäureanlage 2 und der Amidosulfonsäureanlage vorgesehen. Die notwendigen Ersatzapparate (Überhitzer, Kerzenfilter, Endabsorber) sind rechtzeitig zum Stillstand geliefert worden und wurden bereits eingebaut. Beim Stillstand wurde weiters der alte Abgasfilter im Endabsorber durch eine komplette Kerzenfiltereinheit ersetzt, um die aktuellen Emissionsvorschriften an H2SO4-Aerosolen einhalten zu können.

Im Bereich Aktivkohle fand im April 2024 die Revision des Kombidrehrohres statt. Dabei wurde die Brennersteuerung auf den Stand der Technik gehoben. Eine neue Wärmekammer wurde installiert und in Betrieb genommen. Der Bürozubau wurde abgeschlossen und die neuen Büros wurden Anfang Feber 2024 bezogen. Für das neue Portiergebäude wurden die Behördenverhandlung erfolgreich durchgeführt und die notwendigen Bescheide erwirkt. Die Gewerke wurden vergeben und der Baustart ist planmäßig im Sommer 2024 erfolgt.

Wien

In der IT wurde der Hardwarebestand durch die Beschaffung von Desktop PC, Notebooks, Monitoren, Docking-Stations, Druckern, Smartphones und zwei weiteren Videokonferenzsystemen erneuert und für das Werk Brückl wurden 6 zusätzliche Outdoor Access Points angeschafft.

Der Rechenzentrumsbetrieb wurde auf die neue SimpliVity Infrastruktur umgestellt. Eine Softwarelösung für das Digitale Archiv wurde in Betrieb genommen und der Lizenzbestand für den SAP Betrieb wurde aufgestockt.

Eine Lösung für die Multi-Faktor-Authentifizierung zur Hebung des Schutzniveaus und einer verbesserten Usabiltiy für die Anwender wurde an alle Benutzer ausgerollt.

Nach einem umfassenden Testbetrieb wurde DNS (Domain-Name-Service) Schutz in die bestehende Security-Landschaft integriert. Dadurch werden gefährliche Websites blockiert und der Zugang zu bösartigen Domains verhindert. Für den Direktionsfuhrpark wurden drei Autos getauscht. Zahlreiche Büros wurden mit neuen höhenverstellbaren Schreibtischen für eine verbesserte Arbeitsplatzgestaltung ausgestattet.

G. RISIKOBERICHT

Risikomanagementsystem (RMS)

Die Donau Chemie AG ist mit einer Anzahl von Risiken konfrontiert, die ein andauernd fortlaufendes Risikomanagement erforderlich machen. Nach Meinung des Vorstandes sind diese Risiken durchaus überschaubar und gut zu beherrschen. Einzelne Risikotransaktionen werden einer speziellen Prüfung unterzogen. Das Risikomanagement konzentriert sich auf jene Risiken, die im täglichen Geschäftsablauf auftreten können. Größere Investitionen bzw. Akquisitionen werden speziell durchleuchtet und einer gesonderten Risikobetrachtung unterzogen, ebenso die Eingliederung neuer Produktlinien.

Seit Inkrafttreten des Unternehmensrechts-Anderungsgesetzes 2008 und der damit verbundenen erhöhten Bedeutung des Internen Kontrollsystems (IKS) sowie des Risikomanagementsystems ist ein Prüfungsausschuss eingerichtet, der sich u.a. kontinuierlich auch mit Fragen zum Risikomanagement und zum IKS bzw. dessen Überwachung befasst. Im Sinne einer wertorientierten Unternehmensführung ist Risikomanagement integrierter Bestandteil der Geschäftsprozesse, es erstreckt sich sowohl über die strategische als auch die operative Ebene. Behandelt und dokumentiert werden dabei im Wesentlichen Betriebs-, Umwelt-, Markt-, Beschaffungs-, Technologie-, Finanz-, Compliance- und IT-Risiken.

Lieferantenrisiken

Dem Risiko der volatilen Energiekosten begegnen wir durch eine laufende Beobachtung der Situation an den relevanten Märkten, die frühzeitige Fixierung der Bezugspreise sowie längerfristige Lieferverträge. Die kontinuierliche Optimierung des Energieeinsatzes in Produktion und Vertrieb gehört ebenfalls zu unseren Hauptanliegen. In der Rohstoffbeschaffung streben wir ein möglichst diversifiziertes Lieferantenportfolio an.

Währungsrisiken

Da Geschäfte fast ausschließlich in Euro abgeschlossen werden, ist das Kursrisiko gering. Fremdwährungsrisiken, die sich generell aus der globalen Einkaufstätigkeit ergeben, werden unter Inanspruchnahme von geeigneten Sicherungsinstrumenten minimiert bzw. eliminiert.

Kreditrisiken

Durch straffes Forderungsmanagement, das sowohl schriftlich als auch telefonisch praktiziert wird, können

Zahlungsausfälle geringgehalten werden. Zudem wird ein beträchtlicher Kundenkreis kreditversichert. In Spezialfällen wird von der Unternehmensleitung ein internes Kreditlimit vorgegeben. Seit Beginn der COVID- 19-Pandemie wurde die Kontrolltätigkeit noch einmal intensiviert und die überfälligen Posten werden zweimal wöchentlich an die Geschäftsleitung berichtet, um frühzeitig Forderungsausfälle verhindern zu können.

Personalrisiken

Um hoch qualifizierte Fach- und Führungskräfte halten zu können, wurden attraktive Vergütungsvereinbarungen geschaffen, wobei auch vielfältige Entwicklungsmöglichkeiten vorgesehen sind.

Liquiditätsrisiken

Durch die sehr gute Cashflow-Entwicklung besteht derzeit kein Liquiditätsrisiko in der Gesellschaft. Seit Beginn der COVID-19-Pandemie wurde die Kontrolltätigkeit noch einmal intensiviert und die verfügbare Liquidität wird einem wöchentlichen Monitoring unterzogen sowie an die Geschäftsleitung berichtet, um zeitgerecht Maßnahmen zur Liquiditätsabsicherung zu setzen.

H. VORSCHAU GESCHÄFTSJAHR 2024/25 Unsere Strategie, unsere Kernaktivitäten zu stärken und auszubauen, werden wir auch im nächsten Jahr weiter konsequent verfolgen. Die Diversifikation unserer Produkte und Märkte wird uns dabei helfen, erfolgreich zu sein – auch wenn die Herausforderungen durch eine anhaltende wirtschaftliche Unsicherheit mit einer extrem volatilen Marktentwicklung sowie mit trüben wirtschaftlichen Aussichten weiter steigen werden.

Im Werk Brückl ist im Bereich Chemie der gesicherte Absatz der Koppelprodukte bei einer gleichzeitig hohen Auslastung der Elektrolyse weiterhin ein vorrangiges Ziel. Durch die im ersten Quartal noch höheren Strompreise und den zu erwartenden Preisdruck bei den Elektrolyseprodukten durch die schwache Konjunktur ergeben sich große Herausforderungen, um die Ergebniserwartungen zu erfüllen. Der Bereich Wassertechnik wird durch eine stabil hohe Auslastung der Produktionsanlagen und weiterhin gute Verkaufserlöse einen wichtigen Beitrag zum Werkserfolg leisten. Die Beschaffung und der Einsatz von Alternativrohstoffen (Altbeizen) auf hohem Niveau sowie die Nutzung von zusätzlichen Optimierungspotenzialen im Produktions- und im Vertriebsprozess sollen diese Ziele weiterhin unterstützen.

Das Werk Landeck wird nach der Karbidofenausmauerung im Vorjahr nun dank eines kürzeren Reparaturstillstands wieder eine höhere Produktionsleistung von 37.500 to erreichen. Für die Fertigungsanlagen sind zahlreiche Ertüchtigungsmaßnahmen eingeplant, wie z.B. die Erneuerung der Kokstrocknung oder der Wechsel von Teilen des Karbidofendeckels sowie die

Errichtung einer neuen Stickstoff PSA-Anlage. Im werkseigenen Wasserkraftwerk in Wiesberg wird die 125 Jahre alte Druckrohrleitung ausgetauscht – der Durchmesser der neuen Leitung wird um 50 cm vergrößert, wodurch die Energieverluste verkleinert werden. Das Wasserschloss und das Aquädukt werden gleichzeitig saniert.

Im Werk Pischelsdorf rechnen wir aufgrund der aktuellen Marktsituation mit einer Produktionsmenge von 190.000 to Schwefelsäure. Die Rohstoffbeschaffung wird aufgrund der Reduktion von Schwefel-Produktionskapazitäten in Mitteleuropa weiterhin eine Herausforderung bleiben, jedoch arbeiten wir intensiv an Langzeitlieferverträgen mit unseren Geschäftspartnern. Durch den getrübten wirtschaftlichen Ausblick rechnen wir mit einer verhaltenen Nachfrage.

Die Eigenversorgung und die Belieferung unserer Partnerbetriebe im Businesspark mit Strom aus unserer Kondensationsturbine werden weiterhin gewährleistet sein.

Aufgrund der eingeleiteten Maßnahmen zur Erhöhung der Produktionsleistung der Amidosulfonsäureanlage und einer besseren technischen Verfügbarkeit werden wir unser Auslastungsziel von 9.000 to erreichen können. Durch unsere hohe Produktqualität sowie die kurzen Transportwege werden wir auch den Absatz in unseren bestehenden Märkten weiter steigern und neue Märkte erschließen können.

Im Bereich Aktivkohle sollen beide Produktionsanlagen weiterhin vollständig ausgelastet werden. Wir rechnen mit höheren Absatzmengen bei Reaktivierungen und Imprägnierungen sowie mit einem leichten Rückgang aus dem Handel mit Frischkohle.

Wien, am 25. November 2024

Der Vorstand

qualifiziert elektronisch signiert: DI James Schober Vorsitzender qualifiziert elektronisch signiert: MMag. Richard Fruhwürth

islation de Masing

qualifiziert elektronisch signiert: Mathieu de Krassny, MSc

I. STANDORTE

Generaldirektion: Am Heumarkt 10, A-1030 Wien

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 17
Osterreich
Brückl / KärntenNatronlauge 50 %, Atznatron/Schuppen, Chlor flüssig und in Chlorflaschen, Salzsäure, synth. rein u. chem.
rein, Natriumhypochlorit-Lösung,
Donau Klar®, Eisen(Il)-chlorid / Eisen(I)-chlorid, Polyaluminiumchlorid
Verwertung: Eisenbeizen von Feuerverzinkereien
Fertigungs- u. Auslieferungslager DONAUCHEM
Landeck / TirolKalziumkarbid für die chemische und metallurgische Industrie
Kalziumkarbidgemische zur Roheisenentschwefelung
Verwertung von gesättigten Aktivkohlen
Wiesberg / TirolKraftwerk
Pischelsdorf / NiederösterreichSäuren
Schwefelsäure techn. u. chem. rein, Spezialsäuren, verdünnte Schwefelsäure, Akkumulatorensäure,
Amidosulfonsäure
Aktivkohle
Herstellung von Spezialaktivkohlen, Reaktivierung und Handel
Fertigungs- u. Auslieferungslager DONAUCHEM

Ausland

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 17
Frankfurt / DeutschlandDonau Carbon GmbH
Reaktivierung von Aktivkohle, Verkauf von Aktivkohle, Projektierung & Abwicklung Servicefilter
Guanzate / ItalienDONAUCHEM ITALIA S.r.l.
Vertrieb Chemieprodukte
Budapest / UngarnDonauchem Vegyianyag Kereskedelmi Kft
Fertigung und Handel Chemieprodukte
Kazincbarcika / UngarnFertigung und Vertrieb Wassertechnikprodukte
Senec / SlowakeiDONAUCHEM s.r.o.
Fertigung und Handel Chemieprodukte
Nymburk / TschechienDONAUCHEM s.r.o.
Fertigung und Handel Chemieprodukte
Rokietnica / PolenDonauchem Polska Sp.z.0.0.
Fertigung und Handel Chemieprodukte
Lehliu-Gara / RumänienDONAUCHEM ROMANIA SRL
Fertigung und Handel Chemieprodukte
Belgrad / SerbienDonauchem d.o.0., Beograd
Handel Chemieprodukte
El Salvador City / PhilippinenDONAU CARBON PHILIPPINES CORP.
Herstellung von Aktivkohlen
Dunnellon / Florida (USA)Donau Carbon US LLC
Herstellung von und Handel mit Aktivkohlen
Saint-Fos / FrankreichDonau Carbon France SARL
Verkauf von Aktivkohle, Projektierung & Abwicklung Servicefilter
Kistelek / UngarnUNICHEM Vegyipari Kereskedelmi Szolgalto Kft
Fertigung und Vertrieb Wassertechnikprodukte
Logistikdienstleistungen, Unisolve Kft
Cluj-Napoca / RumănienSC UNICHEM SRL
Vertrieb Wassertechnikprodukte
Subotica / SerbienUNICHEM ENVIRO DOO
Vertrieb Wassertechnikprodukte
Pannasamudra / IndienKalpa Char Products Private Limited
Herstellung von Aktivkohlen

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