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Lagebericht 2025

pde Integrale Planung GmbH

Original-PDF

Stichtag 31. Dez. 2025 · Eingereicht am 10. Juli 2026

Inhaltsverzeichnis

1. Allgemeiner Teil

Die Gesellschaft ist vollkonsolidiertes Unternehmen des PORR AG Konzerns.

Der Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit der Gesellschaft liegt in der Generalplanung von Hochbau- Bauvorhaben. Es werden alle ingenieurtechnischen Kompetenzen der Planung und Beratung abgedeckt: von der Architektur über die Technische Gebäudeausrüstung, die Tragwerksplanung und Bauphysik bzw. Bauökologie bis hin zur Nachhaltigkeit. Unter anderem bieten wir auch Leistungen im Bereich Lean Management (Lean Construction) an. Seit Mitte 2022 begleitet die pde Integrale Planung die Umsetzung der LEAN TRANSFORMATION im gesamten PORR Konzern. Die Ausrollung der LEAN TRANSFORMATION wurde im Geschäftsjahr 2023 auf die Kernmärkte der PORR AG ausgeweitet. Ebenso wurden die BIM Leistungen (BIM = Building Information Modeling) auf den Kernmärkten der PORR AG vermehrt angeboten und es hat auch einige Aufträge in Abarbeitung gegeben. BIM ist die moderne Antwort der Bauwirtschaft auf die Digitalisierungsentwicklung. Hinter dem Begriff verbirgt sich eine revolutionäre Arbeitsweise, die die gesamte Prozesskette innerhalb des Planens sowie Bauens von Gebäuden optimiert und für mehr Transparenz, Zuverlässigkeit und Effizienz sorgt. Diese Aktivitäten wurden auch vermehrt im Tunnelbau bzw. im Tiefbau angeboten (Projekt Koralmtunnel). Die Gesellschaft ist im Wesentlichen in Österreich und in Deutschland tätig. Darüber hinaus werden für Tochtergesellschaften des PORR Konzerns im In- und Ausland Dienstleistungen im Baumanagement (z. B. Arbeitsvorbereitung, Angebotsmanagement), in der Gebäudetechnik, im Leanmanagement und im Angebotsmanagement erbracht.

Der Geschäftsverlauf im Jahr 2025 stellt sich rückblickend wie folgt dar:

Ab Jahresbeginn hatten wir eine Vollauslastung der einzelnen Planungsgruppen. In der Generalplanung konnte durch Zuarbeit an den BMW Projekten in München, durch die Generalplanung für das Projekt Terminal III auf Flughafen Wien-Schwechat sowie die diverse weitere Beauftragungen von Planungsleistungen eine 100%ige Auslastung der Einheit erzielt werden. Auch die BIM- und LEAN- Gruppe hatten eine positive Auswirkung auf das Jahresergebnis. Durch die Einführung der EU- Taxonomie gibt es vermehrt Anfragen an unsere Abteilung Nachhaltigkeit (speziell im Bereich der Gebäudezertifizierung für bestehende Gebäude, bzw. für Beratungsleistungen die EU-Taxonomie betreffend). Durch die Implementierung von Lean Management im gesamten Planungsprozess der pde Integrale Planung wurde eine massive Verbesserung der Arbeitsabläufe bzw, der Projektergebnisse in unseren Generalplanungsprojekten erzielt. Durch unseren seit einigen Jahren angewendeten Controllingprozess, welcher mittlerweile bei allen Projekten angewendet wird, konnten wir kurzfristig auf Abweichungen im Planungsprozess reagieren und somit unsere Gesamtperformance verbessern. Die Hintergründe des negativen Ergebnisses sind im Wesentlichen durch die weiter unten angeführten Projekte Flughafen und Leopoldquartier zu erklären.Weiters wird der seit 2021 angewendeten Hoshin Kanri Prozess (X-Matrix) laufend verbessert, wodurch wir eine monatliche Kontrolle der von uns erstellten KPIs haben. Oberstes Ziel ist nach wie vor die Vermeidung bzw. Eliminierung von Verschwendung. Gemeinsam mit den Großprojekten Wien (jener Bereich in der Business Unit BU TU, welcher für Großprojekte im Hochbau größer 100 Mio. Euro) wurde der gestartete LEAN- Transformations Prozess laufend verbessert. Durch diesen Prozess wird in Zukunft eine massive Verbesserung der Abwicklungsqualität bzw. eine Verbesserung der Umsatzrentabilität in Totalunternehmerprojekten bzw. in Generalunternehmerprojekten erreicht werden.

1.1 Gesamtwirtschaftliches Umfeld

Europa am Wendepunkt

In der Baubranche in Österreich sowie in Deutschland, den Kernmärkten der pde Integrale Planung GmbH, ist das Marktumfeld derzeit von einer schwachen Konjunktur, hohen Baukosten, anhaltender Inflation sowie einer insgesamt zurückhaltenden Investitionstätigkeit geprägt. Besonders im privaten Hochbau ist eine deutliche Investitionszurückhaltung zu beobachten. Infolge der reduzierten Bautätigkeit sind ein zunehmender Wettbewerbs- und Preisdruck sowie längere Entscheidungsprozesse und Projektverschiebungen spürbar.

Im Jahr 2025 hatten diese Marktentwicklungen aufgrund der weiterhin guten Auslastung der Planungsabteilung – insbesondere getragen durch die BMW-Projekte sowie das Projekt Flughafen Terminal 3 Wien-Schwechat – noch keinen wesentlichen Einfluss auf die Geschäftsentwicklung.

Für das Jahr 2026 stellen jedoch steigende Personalkosten, der zunehmende Preis- und Wettbewerbsdruck sowie die auslaufenden Großprojekte potenzielle Risiken dar, die sich negativ auf die Ertragslage auswirken könnten.

Die pde Integrale Planung GmbH ist insgesamt weniger stark von globalen makroökonomischen Risiken betroffen, da sich ihre Geschäftstätigkeit im Wesentlichen auf die Märkte Österreich und Deutschland konzentriert.

1.2. Entwicklung der Bauwirtschaft

Europäische Bauwirtschaft weiterhin zweigeteilt

Die Baubranche ist derzeit von einer zurückhaltenden Investitionstätigkeit im privaten Hochbau, steigenden Personalkosten sowie einem intensiven Wettbewerbsumfeld geprägt. Der Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit der Gesellschaft liegt in der Generalplanung von Hochbauprojekten. In diesem Zusammenhang ist die pde Integrale Planung GmbH unmittelbar von den genannten Marktentwicklungen beeinflusst.

Außergewöhnliche regulatorische oder gesetzliche Veränderungen, die einen wesentlichen Einfluss auf die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft hätten, bestehen derzeit nicht.

Technologische Entwicklungen, insbesondere im Bereich der Digitalisierung und der Künstlichen Intelligenz (KI), werden die Bau- und Planungsbranche nachhaltig beeinflussen. KI stellt daher einen wichtigen Bestandteil im Hoshin-Kanri-Prozess (X-Matrix) dar, mit dem Ziel, Verbesserungspotenziale zu identifizieren, Prozesse zu optimieren und Verschwendungen systematisch zu reduzieren.

Ein zentrales Element der digitalen Kompetenz der pde Integrale Planung GmbH ist Building Information Modeling (BIM), welches zu den Kernleistungen des Unternehmens zählt. BIM stellt die moderne Antwort der Bauwirtschaft auf die fortschreitende Digitalisierung dar. PDE Integrale Planung gehört hierbei zu den ersten Unternehmen in Osterreich, die sich intensiv und frühzeitig mit dieser Methodik auseinandergesetzt haben und entsprechende Leistungen erfolgreich anbieten.

Darüber hinaus wurden bis August Lean-Management-Leistungen erbracht sowie die Umsetzung der Lean-Transformation im gesamten PORR-Konzern begleitet. Im August wurde jedoch im PORR- Vorstand entschieden, die Lean-Management-Abteilung organisatorisch neu auszurichten und von der pde Integrale Planung GmbH in die PORR Shared Service zu überführen. Infolgedessen stellen Lean- Management-Leistungen – abgesehen von internen Geschäftsfeld der pde Integrale Planung GmbH mehr dar. Lean-Prozessen - kein eigenständiges

Als Reaktion auf steigende Baukosten und den zunehmenden Wettbewerbsdruck wurde mit der Entwicklung des Systembaus ein neues Geschäftsfeld etabliert. Ziel dieses Ansatzes ist es, durch einen hohen Grad an Standardisierung die Errichtungskosten im Hochbau deutlich zu senken und dadurch einen nachhaltigen Wettbewerbsvorteil zu schaffen.

Die weiteren Geschäftsfelder und Tätigkeiten der pde Integrale Planung GmbH, wie Generalplanung, BIM-Leistungen, Angebotsmanagement sowie Nachhaltigkeits- und Holzbauleistungen, bleiben weiterhin wesentliche Bestandteile des Leistungsportfolios des Unternehmens.

2. Leistungs- und Auftragsentwicklung

2.1. Produktionsleistung (Eigene Bauten und Arbeitsgemeinschaften)

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 3
In TEUR20252024
Eigene Bauten23.02422.166

2.2. Auftragslage

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 3
In TEUR20252024
Auftragseingang Geschäftsjahr24.05920.686
Auftragsstand Stichtag10.2509.215

3. Ertragslage – Kennzahlen

3.1. Geschäftsergebnis, Ertragslage

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 3
in TEURQuelle Berechnung20252024 Veränderung
Be trie bs le is tung(Umsatzerlöse+BV+so.betrieb. Erträge)33.15434.344-1.190
Be trie bse rfolg(GuV)-3.164-853-2.311
Umsatzrentabilität(Ergeb.vor Steuern/Betriebsleistung)-9,2%-2,5%-6.7%
Kapitalre ntabilität
Eige nkapitalre ntabilität(Ergeb.vor Steuern/durchschn.EK)-226,4%-64.6%-161.8%
Ges amtk apitalre ntabilität(Betriebserfolg/durchschn.GK)-29,3%-10,0%-19,3%

Das negative Ergebnis im Geschäftsjahr 2025 resultierte aus den Projekten Flughafen Wien-Schwechat sowie aus dem Projekt Hanuschkrankenhaus.

Zu Beginn des Jahres war die Auslastung der Planungsgruppen sehr gut. In der Generalplanung wurde eine hohe Kapazitätsauslastung durch Beiträge zu den BMW-Projekten in München, durch die Generalplanung des Projekts Terminal III am Flughafen Wien-Schwechat sowie durch diverse weitere Planungsaufträge erreicht. Zusätzlich wurde das Geschäftsfeld Systembau erfolgreich entwickelt.

Beim Projekt Flughafen Wien-Schwechat traten jedoch Herausforderungen auf: Mehrere Umplanungen und Mängelbehebungen führten zu einem Rückgang des Projektergebnisses im Vergleich zum Vorjahr. Im Projekt kam es zu personellen Anderungen, und mehrere Nachträge werden derzeit verhandelt. Die PDE nutzt hierfür monatliche Leistungsfeststellungen, Projektabstimmungen, Auswertungen in iTWO, Soll-Ist-Vergleiche sowie das Qualitätsmanagement, um Überlastungen frühzeitig zu erkennen und Mängel künftig zu beheben.

Die BMW-Projekte, die überwiegend von der pde Integrale Planung GmbH in Osterreich geführt werden und betriebswirtschaftlich auch dort angesiedelt sind (handelsrechtlich jedoch der PDE Integrale Planung Deutschland zugeordnet), erzielten positive Ergebnisse. Dadurch relativiert sich die Verschlechterung des Ergebnisses in Österreich.

Wie bereits im Vorjahr wirkten sich auch die BIM-Gruppe sowie die Gruppen Bauvorbereitung und Angebotsmanagement positiv auf das Jahresergebnis aus. Der Bereich Nachhaltigkeit, insbesondere die Gebäudezertifizierung bestehender Gebäude und Beratungsleistungen im Rahmen der EU-Taxonomie, konnte das Ergebnis und den Auftragsbestand stabilisieren.

3.2. Vermögenslage - Kennzahlen

Vermögens- und Finanzlage

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 4
in TEUR2025in %2024in %
Anlage vermögen250,2%260,3%
Umlaufve rmöge n12.19599,8%9.38399,7%
Eigenkapital1.34511,0%1.34514,3%
Fre mdkapital10.87589,0%8.06485.7%
Gesamtkapital12.220100,0%9.409100,0%

3.3. Kennzahlen zur Vermögens- und Finanzlage

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 4
in TEURQuelle Berechnung20252024
Nettoverschuldung (Net Debt)Verzinsl.FK abzgl.flüssige Mittel-7.498-5.607
Ne ttoumlaufve rmögen
(Working Capital)Kurzfr. UV abzgl. kurzfr. FK3.1223.188
Eigenkapitalquote (Equity Ratio)Eigenkapital/Gesamkapital11,0%14,3%
Nettoverschuldungsgrad (Gearing)Nettoverschuldung/EKnegativnegativ

3.4. Kapitalflussrechnung

Kapitalflussrechnung

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 5
in TEUR20252024
Cash Flow aus dem operativen Bereich-3.535992
Cash Flow aus Investitionstätigkeiten371-1.845
Cash Flow aus Finanzie rungsaktivitäten3.164853

Der Cash Flow aus dem operativen Bereich sank im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 4.527, da sich vor allem das Ergebnis verschlechterte. Die Veränderung des Cash Flows der Investitionstätigkeit um TEUR 2.216 ist auf die Veränderung des Cash-Pooling zurückzuführen. Die Veränderung im Cash Flow aus der Finanzierungsaktivität ist ausschließlich die Ergebnisübernahme.

Der Cash Flow aus Investitionstätigkeiten beinhaltet das Cash-Pooling und der Cash Flow aus Finanzierungsaktivitäten beinhaltet die Ergebnisabführung an die Muttergesellschaft PORR AG.

4. Nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Dekarbonisierung. Das Unternehmen setzt einen klaren Schwerpunkt auf Forschung und Entwicklung im Sinne des Klimaschutzes und der nachhaltigen Bauweise. Mit ihrer konzernweiten Klimastrategie verfolgt die PORR-Gruppe das Ziel, einen wirksamen Beitrag zur Bewältigung der zentralen Herausforderungen unserer Zeit – insbesondere des Klimawandels und seiner negativen Auswirkungen – zu leisten und diese möglichst zu begrenzen bzw. zu vermeiden. Klimabezogene Risiken werden im Rahmen des konzernweiten Risikomanagements systematisch identifiziert, analysiert und gesteuert. Darüber hinaus orientiert sich die PORR-Gruppe an den Empfehlungen der Task Force on Climate- Related Financial Disclosures (TCFD) zur transparenten und vergleichbaren Klimaberichterstattung für Unternehmen und Investoren.

Als Teil der PORR Gruppe und vollkonsolidierte Tochtergesellschaft hält sich die PDE Integrale Planung an die konzernweiten Dekarbonisierungsmaßnahmen, Zielvorgaben und Richtlinien der PORR.

Aufgrund der Rolle der PDE Integrale Planung als Dienstleistungsunternehmen mit Schwerpunkt auf Planung und Beratung sind einzelne operative Klimaschutzmaßnahmen, insbesondere aus der Bauausführung, für die Gesellschaft nur eingeschränkt anwendbar. Dennoch leistet die PDE Integrale Planung durch nachhaltige Planungsansätze, die Einbindung ihrer Nachhaltigkeitsabteilung sowie durch die konsequente Berücksichtigung von ESG-Kriterien einen wesentlichen Beitrag zur Umsetzung und Weiterentwicklung der konzernweiten Klimastrategie.

Insbesondere durch energieeffiziente Planung, ressourcenschonende Materialkonzepte,

Lebenszyklusbetrachtungen sowie die Integration nachhaltiger und innovativer Technologien wirkt die PDE Integrale Planung aktiv an der Erreichung der Klimaziele des gesamten Konzerns mit.

Kreislaufwirtschaft und Lebensräume. Zum Erhalt der natürlichen Lebensgrundlagen für künftige Generationen hat Ressourcenschonung bei der PORR-Gruppe höchste Priorität. Nachhaltigkeitsaspekte werden entlang der gesamten Bau-Wertschöpfungskette von Beginn an berücksichtigt. Dazu zählen unter anderem zirkuläres Design, ein ressourceneffizienter Materialeinsatz sowie das Recycling und die Wiederverwendung von Baustoffen. Darüber hinaus werden gezielt Partnerschaften aufgebaut, um gemeinsam innovative Lösungen zu entwickeln. Ziel ist es, die Transformation hin zu einer Kreislaufwirtschaft aktiv zu unterstützen, Innovationen zu fördern und den verantwortungsvollen Umgang mit natürlichen Ressourcen kontinuierlich zu verbessern.

Als Teil der PORR-Gruppe und vollkonsolidierte Tochtergesellschaft hält sich die pde Integrale Planung GmbH an die konzernweiten Richtlinien und Maßnahmen zur Kreislaufwirtschaft. Gleichzeitig trägt PDE, insbesondere durch den Einsatz digitaler Technologien, die Arbeit der Nachhaltigkeitsabteilung sowie die Berücksichtigung von ESG-Aspekten, aktiv dazu bei, die Strategie des Konzerns mitzugestalten und auf die Planungsprozesse anzuwenden. So leistet PDE einen Beitrag dazu, nachhaltige Lebensräume zu fördern und ökologische Effizienz bereits in der Planungsphase zu verankern.

Arbeitssicherheit und betriebliche Gesundheit. Verantwortungsvolles Wirtschaften umfasst auch die Fürsorge für die Mitarbeitenden. Die pde Integrale Planung GmbH gewährleistet ein attraktives und sicheres Arbeitsumfeld durch zahlreiche Schulungs- und Weiterbildungsprogramme sowie hohe Arbeitssicherheitsstandards. Die Gesundheit der Beschäftigten wird zudem durch ein vielfältiges Angebot in den Bereichen Sport, Ernährung und psychisches Wohlbefinden aktiv gefördert.

Die Risiken im Bereich Arbeitssicherheit und Unfallquote sind bei pde Integrale Planung GmbH Planung aufgrund der überwiegend büro- und dienstleistungsbasierten Tätigkeiten vergleichsweise gering. PDE beteiligt sich selbstverständlich an allen relevanten Programmen und Initiativen der PORR-Gruppe. Darüber hinaus sind die Zufriedenheit und das Wohlbefinden der Mitarbeitenden zentrale Elemente der Unternehmensstrategie der pde Integrale Planung GmbH und als eines der wichtigsten Ziele in der Hoshin-Kanri X-Matrix festgelegt.

Arbeitswelt. Die fünf PORR-Prinzipien – Verlässlichkeit, Schulterschluss, Anerkennung, Leidenschaft und Pioniergeist – bilden die Grundlage der gemeinsamen Unternehmenskultur. Sie tragen wesentlich zu einem inklusiven und wertschätzenden Arbeitsumfeld bei. Alle Mitarbeitenden der PORR-Gruppe sind Botschafter dieser Werte und handeln gemäß dem Leitsatz, moralisch, ethisch und rechtlich einwandfrei zu agieren.

Durch ein vielseitiges Aus- und Weiterbildungsangebot werden Talente und Potenziale aus den eigenen Reihen gezielt gefördert. Diversität und Inklusion stärken den Zusammenhalt im Unternehmen und schaffen eine nachhaltige Basis für zukünftige Erfolge.

Die pde Integrale Planung GmbH ist aktiv an allen entsprechenden Maßnahmen und Programmen der PORR Gruppe beteiligt und setzt die Konzernrichtlinien in der eigenen Organisation konsequent um. Die pde Integrale Planung GmbH führt jährlich eine Mitarbeiterumfrage durch, aus deren Ergebnissen werden konkrete Verbesserungspotenziale und Maßnahmen abgeleitet und in Umsetzung gebracht.

5. Risikoberichterstattung

Wesentliche Risiken und Ungewissheiten

Risikobericht

Ein aktives Risikomanagement ist in der PORR fester Bestandteil einer verantwortungsvollen Unternehmensführung und sichert langfristig die eigene Wettbewerbsfähigkeit. Sollten Risiken in einem der Geschäftsfelder oder Märkte der PORR schlagend werden, so könnte dies negative Auswirkungen auf den Unternehmenserfolg, die Umwelt und die Stakeholder der PORR haben.

Risikomanagement

Ziel des Risikomanagements ist es, Risiken zu erkennen und diese bei gleichzeitiger Aufrechterhaltung des unternehmerischen Ertragspotenzials zu minimieren. Die dazugehörigen organisatorischen Prozesse und Kontrollen, mit deren Hilfe Risiken frühzeitig erkannt werden, sowie Maßnahmen zur Gegensteuerung sollen kontinuierlich weiterentwickelt und verbessert werden.

Das Risikomanagement ist ein zyklischer Prozess, der beginnend bei der Projektakquisition über die Bau Ausführung bis hin zur Nachbearbeitung durchgeführt wird. Aus dem Vergleich der in diesem Zeitraum realisierten Chancen und Risiken mit den anfänglichen Erwartungen wird das Risikomanagement laufend weiterentwickelt. Die PORR identifiziert und erfasst sowohl Gefahren als auch Chancen. Technische, rechtliche, wirtschaftliche und terminliche Aspekte sowie Arbeitssicherheit und Umweltbelange werden dabei berücksichtigt. In der Bewertung der einzelnen Risiken werden deren Auswirkung und Eintrittswahrscheinlichkeit (%) bzw. das Gefährdungspotenzial (Arbeitssicherheit, Umwelt) qualitativ oder quantitativ evaluiert. Je nach Ergebnis werden Abhilfe- und Sicherungsmaßnahmen umgesetzt, um Risiken zu vermeiden oder zu minimieren bzw. um Chancen zu erhalten, zu vergröbern oder zu nutzen.

Das Risikomanagement erfolgt im Team, wobei eine transparente Kommunikation über Risiken und Maßnahmen sicherzustellen ist. Die Geschäftsführung und in weiterer Folge der Vorstand erhalten frühzeitig (mindestens monatlich) Informationen, um gegebenenfalls Korrekturen vorzunehmen.

Ein wesentlicher Teil des Risikoportfolios wird halbjährlich von den relevanten Zentralfunktionen (Shared Service Centern, SSCs) auf Managementebene bewertet. Dabei werden Risiken, Chancen und deren Auswirkungen, Eintrittswahrscheinlichkeiten und Maßnahmen ermittelt. Die Ergebnisse werden anschließend mit der Leitung des Konzern-Risikomanagements abgestimmt und evaluiert. Bei negativen Veränderungen oder hohen Risiken werden Minderungsmaßnahmen durchgeführt. Neben wirtschaftlichen, technischen und rechtlichen Aspekten werden auch Umweltbelange und Arbeitssicherheit in die Risikobewertung einbezogen. Die transparente Kommunikation und regelmäßige Berichterstattung an die Geschäftsführung und den Vorstand gewährleisten eine frühzeitige Steuerung von Risiken und Chancen.

Geopolitisches Risiko

Der anhaltende Krieg zwischen Russland und der Ukraine, der Nahostkonflikt sowie handelspolitische Spannungen mit den USA haben auf die Gesellschaft nur einen indirekten Einfluss – insbesondere über steigende Ol- und Materialpreise sowie über konjunkturelle Auswirkungen. Weder der PORR-Konzern noch die pde Integrale Planung GmbH sind direkt in diesen Märkten tätig.

Die konkreten Auswirkungen auf die Gesellschaft sind schwer planbar und steuerbar. Dennoch werden die geopolitischen Entwicklungen kontinuierlich beobachtet, um mögliche indirekte Risiken frühzeitig zu erkennen und gegebenenfalls geeignete Gegenmaßnahmen abzuleiten.

Projektrisiko

Die Überwachung des Projektrisikos erstreckt sich über alle operativen Einheiten der PORR-Gruppe und kann hinsichtlich des Kalkulations- und Ausführungsrisikos qualifiziert werden. Alle Projekte werden von der Angebotsbearbeitung bis hin zum Vertragsabschluss auf spezifische technische, kaufmännische und rechtliche Risiken geprüft. Dies geschieht in enger Abstimmung zwischen den Verantwortlichen für das operative Geschäft und den Risikomanagern anhand von Risikochecklisten und im Zuge der finalen Preis-Meetings. Während der Projektabwicklung unterliegen alle Projekte einem laufenden Soll-Ist-Abgleich. Sobald sich ein Projekt außerhalb der Soll-Parameter bewegt, werden entsprechende Gegensteuerungsmaßnahmen eingeleitet, von den Risikomanagern überwacht und im Hinblick auf ihre Wirksamkeit überprüft. Als Teil des Bereichs Commercial Management übernimmt das Risikomanagement die Steuerung der Länder auf Konzernebene.

Zur Steuerung und Überwachung des Projekts werden monatliche Leistungsfeststellungen, Projektabstimmungen, Auswertungen in iTWO sowie Soll-Ist-Vergleiche durchgeführt. Das Qualitätsmanagement dient dazu, Mängel frühzeitig zu erkennen und künftig zu beheben. In der Arbeitskalkulation wurden zudem ausreichend Stunden für Umbauten, Gewährleistungsarbeiten und die Baubetreuung berücksichtigt. Mehrkostenforderungen wurden konservativ bewertet, und der bisher angefallene Aufwand ist bereits im aktuellen Ergebnis berücksichtigt.

Flughafen Wien-Schwechat, Terminal 3 stellt aufgrund seiner Komplexität eine besondere Herausforderung dar. Einige Punkte sind noch offen, insbesondere im Zusammenhang mit Nachträgen, die derzeit verhandelt werden. Zudem entstehen Mehrkosten durch Planungsänderungen sowie Planungsfehler. Aus heutiger Sicht ist der genaue Mehraufwand noch nicht abschätzbar. Für einige der potenziellen Mehrkostenforderungen liegen bislang noch keine Beauftragungen vor, da die Verhandlungen hierzu noch andauern.

Liquiditätsrisiko

Das Liquiditätsrisiko ist definiert als das Risiko, dass Verbindlichkeiten bei Fälligkeit nicht beglichen werden können. Das Management des Liquiditätsrisikos basiert auf einer im Zuge der Ergebnisplanung und Vorschaurechnung integrierten Finanzplanung, die ihren Ausgang auf operativer Ebene nimmt. Neben dem operativen Teil werden sämtliche liquiditätswirksamen Finanzthemen wie Fälligkeiten aus Finanz- und Kapitalmarkttransaktionen, Zinsen und Dividenden in Entsprechung der Konzernverantwortung zentral geplant.

Zinsrisiko

Das Zinsrisiko des Konzerns ist definiert als das Risiko steigender Aufwands- oder sinkender Ertragszinsen aus Finanzpositionen und resultiert bei der PORR-Gruppe für die Finanzverbindlichkeiten aus dem Szenario steigender Zinsen, insbesondere im kurzfristigen Bereich. Dagegen wirkt ein Anstieg der kurzfristigen Zinsen im Bereich der liquiden Mittel positiv und führt zu einem Anstieg der Ertragszinsen. Etwaige künftig notwendige Absicherungstransaktionen werden durch das Group Treasury abgeschlossen.

Kreditrisiko

Das Risiko bei Forderungen gegenüber Kunden kann aufgrund der breiten Streuung und einer permanenten Bonitätsprüfung grundsätzlich als gering eingestuft werden. Branchenspezifisch fallen Vorleistungen durch den Generalunternehmer an, die erst später durch Zahlungen abgedeckt werden. Zur Absicherung eines etwaigen Ausfallrisikos ist eine Bonitätsprüfung zwingend vorgeschrieben und es werden weitestgehend Sicherheitsleistungen vereinbart.

Das Ausfallrisiko bei anderen auf der Aktivseite ausgewiesenen originären Finanzinstrumenten ist ebenfalls als gering anzusehen, da die Vertragspartner Finanzinstitute und andere Schuldner mit bester Bonität sind. Der Buchwert der finanziellen Vermögenswerte stellt das maximale Ausfallrisiko dar. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfallrisiken erkennbar sind, wird diesen Risiken durch Wertberichtigungen Rechnung getragen. Ansonsten liegen keine operativen Risikokonzentrationen aufgrund hoher offener Beträge bei einzelnen Schuldnern vor.

CYBERRISIKO

Die PORR nutzt umfangreiche IT-Systeme zur Steuerung ihrer Geschäftsaktivitäten, darunter Client Computer, Smartphones, Tablets, Server, Standard- und Spezialsoftware, Zugangskontrollsysteme für zahlreiche Verarbeitungen von Baustellen sowie personenbezogenen Daten. Diese Systeme können ausfallen oder Cyberattacken ausgesetzt sein.

Unbefugter Zugriff, beispielsweise durch das Erlangen von Login-Daten, das Ausnutzen von Schwachstellen, das Einbringen von Schadsoftware sowie Denial-of-Service Angriffe können erhebliche Auswirkungen auf den Betrieb haben, sowie zu einem Verlust bzw. der Veröffentlichung von sensiblen Daten führen. Deshalb werden in diesem Bereich regelmäßig Schulungen zu Themen wie Phishing durchgeführt.

Durch den Einsatz von künstlicher Intelligenz (KI) werden Angriffe immer zielgerichteter, effizienter und schneller. Dies erfordert seitens PORR auch KI-gestützte Abwehrsysteme und ein hohes Maß an Flexibilität, um auf die sich ständig ändernden Angriffsmethoden schnell und effizient reagieren zu können.

Ein Missbrauch von Daten oder eine Verletzung der Cybersicherheit könnte zu finanziellen oder juristischen Konsequenzen für die PORR und das PORR Management führen, sowie das Image der PORR schädigen.

Internes Kontrollsystem

Das Interne Kontrollsystem (IKS) der PORR orientiert sich an den seit 2009 verpflichtenden EU- Standards. Darüber hinaus legt die PORR großen Wert auf die Sicherung des Unternehmensvermögens, die Wirksamkeit und Effizienz betrieblicher Abläufe und die Sicherstellung der Verlässlichkeit der Berichterstattung. Das Ziel der PORR ist es, das IKS kontinuierlich weiterzuentwickeln und es laufend an die sich ändernden Rahmenbedingungen und neue Konzernrichtlinien anzupassen.

Die Verantwortung für die Umsetzung sowie Einhaltung der gesetzlichen Anforderung an das rechnungslegungsbezogene IKS liegt beim Vorstand. Dieser beauftragt seinerseits die Abteilung Group Controlling mit dem internen Berichtswesen, die Abteilung Group Accounting mit dem externen Berichtswesen sowie die Abteilung Corporate Sustainability mit der Nachhaltigkeitsberichterstattung. Das IKS umfasst sowohl die Bewertung operativer Risiken als auch die adäquate -Umsetzung von organisatorischen Normen und Prozessen im -gesamten Rechnungs- und -Berichtswesen der PORR. Es stellt sicher, dass die Erfassung, Aufbereitung und Bilanzierung der Geschäftsfälle im Unternehmen vereinheitlicht sind und diese ordnungsgemäß in die Konzernrechnungslegung übernommen werden. Parallel dazu werden auch die Anforderungen einer ordnungsgemäßen Nachhaltigkeitsberichterstattung erfüllt und deren Prozesse und Normen sowie die Erfassung und Aufbereitung von nichtfinanziellen Kennzahlen berücksichtigt.

Maßnahmen wie klare, unternehmensinterne Vorgaben sowie vordefinierte und system-gestützte Verfahrensanweisungen zur Aufarbeitung von Daten des Rechnungswesens unterstützen den Prozess der einheitlichen und ordnungsgemäßen Rechnungslegung. Jene Maßnahmen stellen auch eine einheitliche und regelkonforme Vorgehensweise zur Aufarbeitung von ESG-Daten zur Nachhaltigkeitsberichterstattung sicher.

Die Berichterstattung der in den Konzernabschluss einbezogenen Tochtergesellschaften sowie die Konsolidierung erfolgen durch integrierte, datenbankgestützte IT-Systeme. Relevante Anforderungen zur Sicherstellung der ordnungsgemäßen Rechnungslegung werden in konzerneinheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften festgehalten und regelmäßig kommuniziert.

Durch klare Funktions-trennungen und diverse Kontroll- und Uberwachungsmaßnahmen, wie Plausibilitätsprüfungen, regelmäßige Kontrollaktivitäten auf diversen Berichtsebenen und das Vier- Augen-Prinzip, werden eine verlässliche und korrekte Rechnungslegung und Nachhaltigkeitsberichterstattung sichergestellt. Die systematischen Kontrollen sorgen dafür, dass die Rechnungslegung und die Nachhaltigkeitserklärung der PORR im Einklang mit den nationalen und internationalen Rechnungslegungs- bzw. Berichtsstandards sowie mit den unternehmensinternen Richtlinien stehen. Sie gewährleisten zudem einen ordnungsgemäßen und einheitlichen Ablauf der entsprechenden Prozesse.

Innerhalb des IKS übernimmt der Prüfungsausschuss für den Aufsichtsrat die Aufgabe der Uberwachung des Rechnungslegungsprozesses und der Finanzberichterstattung. Der Nachhaltigkeit- /Sustainability-Ausschuss überprüft für den Aufsichtsrat die Befassung mit und die Analyse von Nachhaltigkeitskriterien und Corporate-Responsibility-Konzepten im Unternehmensprozess. Außerdem gewährleisten das Compliance-Managementsystem und die Interne Revision die unabhängige Uberwachung der Wirksamkeit des IKS mit dem Ziel der Verbesserung der Geschäftsprozesse.

Die Interne Revision der PORR wurde zuletzt im Oktober 2023 extern durch das Institut für Interne Revision Österreich nach Standard IIA (Institute of Internal Auditors) zertifiziert und erfüllt somit international anerkannte Leitlinien. Zur Wahrnehmung ihrer Aufgaben ist die Interne Revision mit umfassenden Prüf-befugnissen ausgestattet, die sowohl präventive als auch aufdeckende Kontrollen umfassen. Die Kontrollleistung der Internen Revision erfolgt im direkten Auftrag des Konzernvorstands gemäß einem jährlichen Prüfplan. Zusätzlich können auf Veranlassung des Konzern-vorstands bei risikorelevanten, aktuellen Anlässen jederzeit Ad-hoc-Prüfungen eingeleitet werden.

Im Jahr 2024 erfolgte nicht nur die planmäßige Re-Zertifizierung des umfangreichen Compliance- Managementsystems durch Austrian Standards nach ISO 37301 und ISO 37001 für die PORR AG und die Porr Bau GmbH, sondern erstmals auch für alle Töchter- und Ländergesellschaften des Konzerns. Damit ist die PORR-Gruppe erstmals in ihrer Gesamtheit nach diesen Standards zertifiziert.

6. Forschung und Entwicklung

Die pde Integrale Planung GmbH hat im Jahr 2025 an insgesamt zwei maßgeblichen F&E Aktivitäten teilgenommen.

Building Twin

Dieses Projekt wurde über die letzten vier Jahre mit dem wissenschaftlichen Partner der AEE – Institut für Nachhaltige Technologien und weiteren Branchenpartnern aus Planung und öffentlicher Hand begleitet. Der Abschluss des Projektes war im Dezember 2025. Als Konsortialpartner in diesem Forschungsprojekt wird die dabei entwickelte Plattform nun PORR-Intern weiter verwertet.

Eco-Twin

Dieses Projekt wurde seitens der technischen Universität Innsbruck als wissenschaftlicher Partner, die ÖBV, Österreichische Bautechnik Vereinigung, initiiert und als FFG Projekt eingereicht. Projektstart war im Juni 2025 und vereint große Industriebauunternehmen sowie öffentliche Auftraggeber wie die Asfinag in einem Forschungskonsortium zum Thema Nachhaltigkeit. Das EcoTwin-Projekt zielt darauf ab, den Zustand von Infrastrukturbauwerken im Hinblick auf die Erhaltung und Nachhaltigkeitsindikatoren in Echtzeit zu monitoren, zu analysieren und vorausschauend auf digitalen Planungsmodellen zu steuern.

7. Zweigniederlassungen

Die Gesellschaft hat keine Zweigniederlassungen.

8. Finanzinstrumente

Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat das Unternehmen keine Produkte auf Wechselkurse oder Zinssätze, Swaps, Optionen, Warentermingeschäfte u.ä. Finanzprodukte oder Derivate genutzt.

9. Personal

Die Mitarbeiteranzahl der pde Integrale Planung GmbH betrug per 31.12.2025 insgesamt 257 und ist damit um 19 Beschäftigte zurückgegangen. Hauptgrund für den Rückgang war die Zuordnung der gesamten Lean-Abteilung an die PORR AG. Darüber hinaus verringerte sich die Mitarbeiterzahl in der Planung um sieben Personen, da aufgrund auslaufender Projekte und voraussichtlich geringerer Leistungsanforderungen im Jahr 2026 einige Abgänge nicht nachbesetzt wurden.

Die individuelle Förderung und Weiterentwicklung der Stärken, fachlichen Kompetenzen und Soft Skills der Beschäftigten zielt darauf ab, das Engagement und die Produktivität am Arbeitsplatz zu steigern. Zudem trägt das umfassende Bildungsprogramm der PDE zur Sicherung von Know-how und zur Erhöhung der Innovationskraft bei.

Die konzernweite PORR Academy umfasst sämtliche Aus- und Weiterbildungsangebote der PORR- Gruppe, in die auch die pde Integrale Planung GmbH integriert ist. Zusätzlich werden individuell konzipierte Ausbildungsprogramme für bauspezifische Berufsbilder angeboten, um den Erwerb wesentlicher fachlicher und persönlicher Kompetenzen sicherzustellen. Die Programmauswahl orientiert sich an aktuellen branchenspezifischen Trends und wird laufend aktualisiert. Konzepte wie generationsübergreifendes Lernen, mobiles Lernen und Microlearning sind dabei fest etabliert.

Es werden eine Vielzahl technischer Weiterbildungen, Schulungen und E-Learning-Angebote bereitgestellt, z. B. zu iTWO, BIM, Compliance und Datenschutz, die ein einfaches Eintauchen in die jeweiligen Themen ermöglichen. Im Berichtsjahr wurde zudem eine verpflichtende ESG-Schulung eingeführt. Neben virtuellen und flexibel nutzbaren Lernformaten bietet die PORR-Gruppe vielfältige Möglichkeiten für persönlichen Austausch und Networking.

Die pde Integrale Planung GmbH organisiert darüber hinaus eigene Schulungen für ihre Mitarbeiter sowie Persönlichkeitsentwicklungs-Workshops für Führungskräfte.

10. Prognosebericht

Einige Großprojekte, darunter die BMW-Projekte und das Terminal-III-Projekt am Flughafen, werden im Jahr 2026 abgeschlossen. Derzeit befinden sich zahlreiche neue Projekte in der Kalkulation oder Akquisephase. Um die Auftragslücke zu schließen, werden intensive Akquisetätigkeiten durchgeführt. Für das Jahr 2026 wird ein Rückgang der Betriebsleistung um rund 10 % erwartet.

Neue Geschäftsfelder wie Systembau sowie mögliche Synergien mit EPC, EPC Healthcare sowie größere Projekte in der Industrie und in Rechenzentren bieten zusätzliche Potenziale für die pde Integrale Planung GmbH Integrale Planung. Basierend auf den zum Zeitpunkt der Erstellung des Jahresabschlusses vorliegenden Informationen und den getätigten Vorsorgen gilt das Ziel, die Auftragslücke im Laufe des Jahres 2026 zu schließen und positive Ergebnisse zu erzielen, als realistisch.

Wien, am 7. Mai 2026

Die Geschäftsführung

Markus Johann Strobl qualifiziert elektronisch unterfertigt Dipl. Ing.(FH) Markus Strobl

Clemens Neubauer qualifiziert elektronisch unterfertigt Dipl. Ing. (FH) Clemens Neubauer

Daniel Rudolf Welsiele qualifiziert elektronisch unterfertigt Dipl. Ing. Daniel Weisiele, M.Sc.

Die mit dem Dokument verknüpften elektronischen Signaturen decken den Jahresabschluss und Lagebericht ab und können über die Bildmarke im Dokument überprüft werden. Die Rechtswirkung ist durch die elDAS-VO (Art 25 eIDAS-VO) sowie das österreichische Signatur- und Vertrauensdienstegesetz (SVG) geregelt.

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