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Lagebericht 2025

Austria Pet Food GmbH

Original-PDF

Stichtag 31. Dez. 2025 · Eingereicht am 16. Sep. 2026

Inhaltsverzeichnis

1. Geschäftsverlauf und wirtschaftliche Lage

1.1. Geschäftsverlauf

Die Austria Pet Food GmbH („APF") ist als Produzent von Nassfuttermitteln für Katzen und Hunde in Dosen für den Lebensmitteleinzelhandel sowie für Fachmärkte für den Handel mit Heimtierprodukten tätig. Der Fokus der Aktivitäten liegt auf der Herstellung von Eigenmarken („Private Label") der jeweiligen Kunden. Seit Gründung des Unternehmens im Jahr 2012 bzw. Aufnahme der Produktion im Jahr 2013 hat sich die APF sowohl in Osterreich als auch in den angrenzenden Märkten und selektiv in Märkten außerhalb Europas als namhafter Player in den relevanten Marktsegmenten etabliert, im Jahr 2021 den bearbeitbaren Markt nach Inbetriebnahme einer neuen Produktionslinie um das Marktsegment Paté/Allmeat Produkte erweitert und diesen neuen Geschäftsbereich seither wesentlich ausgebaut. Mit der Umsetzung des 2024 gestarteten Investitionsprojekts zur Erweiterung der Kapazitäten zur Herstellung von Paté/Allmeat Produkten, dessen Abschluss in der ersten Jahreshälfte 2026 erfolgen wird, folgt der nächste Schritt in der strategischen Unternehmensentwicklung.

Das Geschäftsjahr 2025 war gekennzeichnet durch

• die intensive Arbeit an der Umsetzung des in Q4/2024 final gestarteten Investitionsprojekts zum Ausbau der Produktionskapazitäten für Paté/Allmeat Produkte durch Erweiterung der Produktions- und Lagerflächen, der Errichtung jeweils einer neuen Produktionsund Verpackungslinie, deren Inbetriebnahme im ersten Halbjahr 2026 erfolgen wird, sowie der Errichtung eines neuen Bürotrakts, • Einschränkungen des laufenden Betriebs durch die parallel laufenden Bauarbeiten und dadurch bedingte temporäre Reduktion der Produktionskapazität, die zum Teil durch Zukauf von Handelsware zur Bedienung bestehender Kunden kompensiert wurde, was jedoch zu einer Reduktion der Ertragskraft geführt hat, • tendenzielle Verknappung in der Verfügbarkeit einzelner Rohstoffe und demzufolge Preisdruck, • die Fortsetzung des Wachstums des bedienbaren Marktes durch weitere Zunahme des Haustierbestands in Europa, • intensive Verhandlungen mit bestehenden und potenziellen Kunden über die Ausweitung der Zusammenarbeit und Aufnahme neuer Geschäftsbeziehungen, um die neu geschaffenen Produktionskapazitäten nach Inbetriebnahme so rasch wie möglich auslasten zu können, • die Fortsetzung der Recruiting Aktivitäten zur Komplettierung des Management Teams sowie insbesondere zur Besetzung der neu geschaffenen Arbeitsplätze an den neuen Produktionslinien und der die Produktion begleitenden Positionen in Labor, Wartung und Instandhaltung sowie Lager, • intensive Verhandlungen mit Eigentümern und Investoren über die Bereitstellung von Finanzmitteln zur Ausfinanzierung des Investitionsprojekts sowie mit Finanzierungspartnern über die damit in Zusammenhang stehenden Detailanpassungen der bestehenden Finanzierungsvereinbarungen.

Der Umsatz ist 2025 gegenüber dem Vergleichsjahr 2024 wertmäßig um 6,9 % gestiegen, mengenmäßig war ein minimaler Rückgang um -0,7 % zu verzeichnen. Aufgrund der erwähnten, durch die Bauarbeiten hervorgerufenen Produktionseinschränkungen konnte insbesondere im 1. Halbjahr 2025 das Absatzpotenzial nicht vollständig realisiert werden. Die einzelnen Marktsegmente entwickelten sich unterschiedlich, während im Marktsegment Paté/Allmeat sowohl Umsatz als auch Verkaufsmenge im Jahresvergleich 2025/2024 merklich anstiegen, entwickelten sich Umsatz und Menge im Marktsegment CIG leicht rückläufig.

Die rückläufige Entwicklung des EBITDA ist auf folgende Einflussfaktoren zurückzuführen:

• Produktionseinschränkungen aufgrund der Bauarbeiten und teilweiser Ersatz dieser Mengen durch Handelsware mit etwas geringerer Ertragskraft, • Intensivierung der Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten an den bestehende Produktionsanlagen zur Verbesserung der Standfestigkeit und Erhöhung der Lebensdauer, • Frühzeitige Rekrutierung von Mitarbeitern, um ausreichend gut geschultes Personal zur Inbetriebnahme der in Errichtung befindlichen Produktionsanlagen zur Verfügung zu haben.

Der Umsatzbeitrag des Produktsortiments Paté/Allmeat konnte 2025 auf annähernd 50% gesteigert werden. Die Einstandspreise für Rohstoffe und Verpackungsmaterial sind im Jahr 2025 insbesondere aufgrund von Verfügbarkeitsengpässen bei bestimmten Rohstoffen tendenziell angestiegen, was zusammen mit der zur Sicherung der Bedienung bestehender Stammkunden zugekauften Handelsware im Vergleich zum Vorjahr zu einer Verringerung der Rohertragsmarge geführt hat. Die Marktpreise für Strom und Gas sind in der Berichtsperiode im Vergleich zu 2024 etwas angestiegen und verzeichneten im Jahresverlauf Schwankungen innerhalb relativ enger Bandbreiten. Von der aus Gründen der Planungs- und Kalkulationssicherheit gewählten Einkaufsstrategie der mittelfristigen Preis- und Mengenkontrahierung wurde nicht abgewichen, sodass Marktschwankungen nahezu keinen Einfluss auf die Aufwendungen für Energie genommen haben.

Die Steigerung der Löhne & Gehälter bewegte sich nach einem außergewöhnliche Ausmaß von 10,1 % im Jahr 2023 bzw. hohen 5,0 % im Jahr 2024 im Jahr 2025 mit 3,1 % auf gemä- Bigterem Niveau.

Von den im Geschäftsjahr 2025 getätigten Investitionen iHv TEUR 22.784,0 entfiel ein Anteil von etwas unter 3 %auf Investitionen zur Ergänzung und Verbesserung der bestehenden Produktionsanlagen, der IT-Infrastruktur und in die Betriebs- und Geschäftsausstattung.

Mehr als 97 % der Investitionen entfielen auf die Bauarbeiten und Produktionsanlagen des in Q4/2024 begonnen Erweiterungsprojekts.

1.2. Rahmenbedingungen

Nach den schwachen Jahren 2023 und 2024 zeigte sich im Jahr 2025 mit einem Anstieg des Bruttoinlandsprodukts von vorläufig +0,5 % eine leichte Verbesserung der gesamtwirtschaftlichen Lage in Österreich (Quelle: WKO Statistik - Wirtschaftslage und Prognose, Dezember 2025). Wie schon in den Vorjahren entwickelten sich die Volkswirtschaften im Euroraum sowie in EU 27 auch im Jahr 2025 besser als jene Österreichs und wuchsen vorläufig um +1,4 % bzw. +1,6 % (Quelle: WKO Statistik - Wirtschaftslage und Prognose, Dezember 2025).

Betrachtet man den Markt für Heimtiernahrung, zeigt sich in einer Studie von Barclays, dass für Europa bis zum Jahr 2030 ein kontinuierliches Wachstum prognostiziert wird, wobei das größte Marktsegment Nassfutter für Katzen mit ca. 5,5 % p.a. und das deutlich kleinere Marktsegment Nassfutter für Hunde mit knapp 3 % p.a. wachsen soll. Weiters belegt diese Studie die Fortsetzung des langfristigen, nur durch die Covid-Pandemie vorübergehend unterbrochenen, Trends zu Premiumprodukten. Für das Segment Premium-Katzenfutter wird ein überdurchschnittliches Wachstum von bis zu 6 % prognostiziert, während die Marktsegmente Einstieg und Medium mit ca. 4,5 % nur unterdurchschnittlich zunehmen sollen. Ein ähnliches Bild zeigt die Prognose für das Marktsegment Hundefutter, in dem das Premiumsegment mit 4,0 – 4,5 % p.a. wachsen soll, während die Zunahme in den Segmenten Einstieg und Medium mit ca. 3,0 % bzw. 2,0 % geringer ausfallen soll (Quelle: Euromonitor / Marktstudie Barclays).

Untermauert wird diese Prognose durch eine Studie des Marktes Deutschland (Prof. Dr. Ohr, Renate: Heimtierstudie 2025, Universität Göttingen), die im Wesentlichen auch auf die anderen europäischen Märkte übertragen werden kann, in der eine steigende Heimtierpopulation nachgewiesen wird. Demzufolge stieg die Zahl der in deutschen Haushalten lebenden Katzen ausgehend vom Jahr 2013 mit 11,5 Mio. über 14,8 Mio. im Jahr 2018 auf 15,9 Mio. im Jahr 2024. Die Hundepopulation nahm von 6,9 Mio. im Jahr 2013 auf 10,5 Mio. im Jahr 2024 zu. 2024 lebte in 25 % aller Haushalte mindestens eine Katze (2018 23 %, 2013 19 %) sowie in 21 % aller Haushalte mindestens ein Hund (2018 19 %, 2013 14 %).

Damit bestätigt sich die seit längerem vorherrschende Markteinschätzung, dass sich bei Normalisierung des wirtschaftlichen Umfelds die vorherrschenden Trends (i) Premiumisierung und Humanisierung, (ii) Gesundheit und Wellness sowie (iii) zunehmende Bedeutung von E-Commerce mittel- und langfristig durchsetzen werden.

Die Austria Pet Food GmbH ist mit dem bestehenden Setup der Produktionsanlagen, mit dem alle relevanten Marktsegmente in Nassfuttersegment abgedeckt werden können und das eine flexible Reaktion auf kurzfristige Nachfrageverschiebungen ermöglicht, sehr gut positioniert und hat mit der bevorstehenden Inbetriebnahme der neuen Produktionsanlage ab 2026 die Möglichkeit, neue Potenziale zu erschließen.

1.3. Zweigniederlassungen

Zweigniederlassungen bestehen nicht.

1.4. Finanzielle Leistungsindikatoren

1.4.1. Geschäftsergebnis und Ertragslage

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 3
ISTISTVeränderung
Angaben in TEUR202520242024/2025
Umsatz48.794,045.661,66,9%
EBITDA1.423,44.129,0-65,5%
EBIT / Betriebsergebnis382,73.124,2-87,8%
Jahresüberschuss/-fehlbetrag-449,32.341,0-119,2%
Free Cashflow-13.811,12.968,2-565,3%

Die Produktionskapazitäten waren das ganze Jahr Uber voll ausgelastet, allerdings fiel der Produktionsausstoß im ersten Halbjahr 2025 aufgrund von Einschränkungen durch die parallel laufenden Bauarbeiten im Rahmen des Investitionsprojekts geringer aus als geplant, sodass nicht das volle Umsatzpotenzial ausgeschöpft werden konnte. Demzufolge fiel die Umsatzsteigerung mit 6,9 % geringer aus als erwartet.

Das EBITDA entwickelte sich rückläufig und erreichte TEUR 1.423,4. Diese Entwicklung ist insbesondere zurückzuführen auf eine rückläufige Ertragsmarge, bedingt durch Materialpreiserhöhungen, die nicht in vollem Umfang an Kunden weitergegeben werden konnten, sowie Kompensation des unterplanmäßigen Produktionsoutputs im 1. Halbjahr 2025 durch Handelsware mit geringerer Ertragskraft. Darüber hinaus ist das operative Ergebnis belastet durch den starken Anstieg der Personalkosten, der v.a. auf das frühzeitige Recruiting von Produktionsmitarbeitern in Hinblick auf die bevorstehende Inbetriebnahme der neuen Anlagen zurückzuführen ist.

Bei nur leicht gestiegenen Abschreibungen verringerte sich das EBIT auf TEUR 382,7 im nahezu gleichen absoluten Ausmaß wie das EBITDA.

Das Jahresergebnis beläuft sich auf TEUR -449,3 (Vorjahr TEUR 2.341,0).

1.4.2. Vermögens- und Finanzlage

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 4
ISTISTVeränderung
Angaben in TEUR202520242024/2025
Anlagevermögen40.440,718.697,4116,3%
Umlaufvermögen9.145,79.977,6-8,3%
Eigenkapital6.539,56.988,8-6,4%
Investitionszuschüsse2.598,1489,5430.8%
Nachrangige Verbindlichkeiten *5.631,65.636,0-0,1%
Bankverbindlichkeiten20.197,27.182,5181,2%
Rückstellungen980,21.236,5-20,7%
Übrige Verbindlichkeiten13.603,67.044,393,1%
Nettoverschuldung29.631,88.366,4254,2%
Davon nachrangige Verbindlichkeiten *5.631,65.636,0-0,1%

* Mezzanindarlehen erweitert um andere nachrangige Verbindlichkeiten

Die Gesellschaft weist zum Bilanzstichtag 31.12.2025 ein Eigenkapital von TEUR 6.539,5 aus. Unter Hinzuzählung der eigenkapitalähnlichen Mittel aus Investitionszuschüssen und nachrangigen Verbindlichkeiten beläuft sich das Wirtschaftliche Eigenkapital auf TEUR 14.769,2 (Vorjahr TEUR 13.114,3), was einer Eigenmittelquote von 29,9 % (Vorjahr 45,7 %) entspricht.

Die vertraglich vereinbarten Kredittilgungen wurden planmäßig geleistet. Die Bankverbindlichkeiten lauten ausschließlich auf EURO. Zum 31.12.2025 beläuft sich der Anteil mit einer Restlaufzeit von über 5 Jahren auf TEUR 2.732,2. Ein Anteil von ca. 57 % der Bankverbindlichkeiten ist über die gesamte Laufzeit mit einem Fixzinssatz ausgestattet.

Sowohl Forderungen als auch Verbindlichkeiten aus L&L lauten ausschließlich auf EURO.

Die Nettoverschuldung ist aufgrund der hohen Investitionen in die Kapazitätserweiterung auf TEUR 29.631,8 angestiegen, wovon mit TEUR 5.631,6 ein Anteil von 19,0 % auf eigenkapitalähnliche nachrangige Verbindlichkeiten entfällt.

Der Cashflow des Geschäftsjahres 2025 setzt sich wie folgt zusammen:

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 5
ISTISTVeränderung
Angaben in TEUR202520242024/2025
Cashflow aus Betriebstätigkeit6.835,84.994,136,9%
Cashflow aus Investitionstätigkeit-20.646,9-2.025,8-919,2%
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit13.011,0-2.250,0678,3%
Cashflow-800,1718,2211,4%
Free Cashflow-13.811,12.968,2-565,3%

Der Cashflow aus Betriebstätigkeit, in welchem auch die gezahlten Zinsen dargestellt sind, liegt mit TEUR 6.835,8 um +36,9 über dem Vergleichswert aus dem Vorjahr (TEUR 4.994,1).

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit beläuft sich auf TEUR -20.646,9 und floss zum weitaus überwiegenden Teil in das Kapazitätserweiterungsprojekt, das im Jahr 2026 abgeschlossen werden wird. In dieser Position ist auch der Zufluss der ersten Tranche der von der Wirtschaftsagentur Burgenland GmbH gewährten Investitionsförderung für das Erweiterungsprojekt enthalten.

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit setzt sich aus den planmäßig geleisteten Tilgungen auf Kredite aus Vorperioden sowie den Kreditaufnahmen zur Finanzierung des Investitionsprojekts zusammen.

Aufgrund

• der Entwicklung der Vermögens-, Finanz-, und Ertragslage des Jahres 2025, • des überarbeiteten Business Cases, auf dessen Basis die Eigentümer im Jahr 2026 weitere Mezzanindarlehen zur Ausfinanzierung des Investitionsprojekts bereitstellen werden sowie die Finanzierungspartner den damit in Zusammenhang stehenden Detailanpassungen der bestehenden Finanzierungsvereinbarungen zugestimmt haben, sowie • der laufenden internen Updates der Planrechnungen, ist die Geschäftsführung überzeugt, dass die Ausfinanzierung des weiteren Wachstums sichergestellt ist.

1.5. Umwelt- und Arbeitnehmerbelange

Der sorgsame und sparsame Umgang mit Energie und Rohstoffen ist der Austria Pet Food GmbH eine besondere Verpflichtung. Die Herstellung und insbesondere die Haltbarmachung von Lebensmitteln ist sehr energieintensiv und es sind aktuell keine wirtschaftlichen Alternativen zu Gas verfügbar. Die Errichtung der geplanten Photovoltaikanlage auf dem Dach des bestehenden Betriebsgebäudes verzögert sich auf 2026.

Im Jahr 2025 wurden die Voraussetzungen zur Erstellung eines ersten Nachhaltigkeitsberichts nach dem Voluntary Sustainability Reporting Standard für kleine und mittlere Betriebe (VSME- Standard) geschaffen.

Die durchschnittliche Anzahl der Beschäftigten des Geschäftsjahres belief sich auf 123 Mitarbeiter (Vollzeitäquivalente), davon 92 Arbeiter und 31 Angestelite.

2. Voraussichtliche Entwicklung und die Risiken des Unternehmens

2.1. Voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens

Der Markt für Heimtiernahrung zeigt weiterhin ein nachhaltiges Wachstum mit überproportionalen Anstiegen des Premiumsegments sowie eine kontinuierlich steigende Heimtierpopulation. Durch das Setup der bestehenden Produktionsanlage, die je nach Bedarf die Bedienung sämtlicher Marktsegmente flexibel ermöglicht, kann sich die APF auf die jeweils vorherrschende Marktsituation einstellen und sich bietende Chance nutzen. Gleichzeitig bietet sich mit der Inbetriebnahme der neuen Produktionslinie im Jahr 2026 die Chance, an der starken Entwicklung des Premiumsegments partizipierten zu können.

Auf den Beschaffungsmärkten für Rohstoffe, insbesondere bei bestimmten Fleischrohwaren, zeigten sich im Laufe des Jahres 2025 Verfügbarkeitsengpässe, die in Teilbereichen zu Preissteigerungen führen. Gleichzeitig nimmt im Marktsegment Private Label der Wettbewerb aufgrund neu geschaffener Produktionskapazitäten zu.

Der Bedarf an Strom und Gas für 2026 wurde bereits frühzeitig vertraglich gedeckt, sodass Planungssicherheit und Preisstabilität gegeben sind.

Die Entwicklung der seit längerem laufenden Aktivitäten zur Akquisition neuer Kunden in Hinblick auf die Auslastung der im Jahr 2026 in Betrieb gehenden Produktionskapazitäten lassen für das Jahr 2026 eine Umsatz- und Ergebnissteigerung erwarten.

Das Jahr 2026 wird geprägt sein

• von der Inbetriebnahme der neuen Produktionsanlagen am bestehenden Standort im Laufe des ersten Halbjahrs, • von Abschlüssen von Verhandlungen und Aufnahmen von Geschäftsbeziehungen mit neuen Kunden nach Inbetriebnahme der neuen Produktionskapazitäten sowie weiteren Aktivitäten zur Gewinnung zusätzlicher Kontrakte bei bestehenden Kunden sowie Akquisition neuer Kunden, um die neue Produktionsanlage ab Inbetriebnahme so rasch wie möglich auslasten zu können.

2.2. Wesentliche Risiken und Ungewissheiten, denen das Unternehmen ausgesetzt ist

Ein verantwortungsvoller Umgang mit unternehmerischen Risken und Chancen ist fur die Austria Pet Food GmbH ein integraler Bestandteil einer nachhaltigen Unternehmensführung. Wesentliche Elemente zur Überwachung der wirtschaftlichen Risken des operativen Geschäfts sind der Budgetierungs- und Planungsprozess sowie die laufende monattiche Berichterstattung in Form einer integrierten Planrechnung mit Plangewinn- & -verlustrechnung, Plancashflow und Planbilanz. Durch das Reporting sowie mit Hilfe EDV-gestützter Informationssysteme ist ein rascher Zugriff auf relevante Informationen seitens der Geschäftsführung gewährleistet.

Nachdem Abschluss der Investitionen in die Kapazitätserweiterung, in deren Rahmen eine komplette Linie zur Produktion und Abfüllung von Paté/Allmeat Produkten in Dosen sowie zu deren Verpackung in Kartons und Palettierung errichtet werden, erfolgt im Jahr 2026 deren Inbetriebnahme mit den damit einhergehenden Anlaufrisiken. Diesen Risiken wurde durch frühzeitige Einstellung von Produktionspersonal und dessen Einführung auf den bestehenden Produktionsanlagen sowie Einschulung auf den neuen Maschinen durch das technische Personal der jeweiligen Anlagenlieferanten Rechnung getragen.

Als Verarbeiter von Nebenprodukten aus der Schlachtung von Nutztieren für die menschliche Ernährung sowie Rohstoffen aus landwirtschaftlicher Produktion unterliegt die Austria Pet Food GmbH Beschaffungsrisiken, die einerseits internationalen Angebots- und Nachfrageschwankungen, andererseits teilweise auch Witterungseinflüssen unterliegen.

An den Energiemärkten ist nach der Beruhigung in den letzten beiden Jahren die Unsicherheit aufgrund der kriegerischen Ereignisse im Iran massiv angestiegen. Aufgrund der frühzeitigen Beschaffung der voraussichtlich benötigten Mengen an Strom und Gas kann die Austria Pet Food GmbH mittelfristig das Risiko von Marktpreissteigerungen entsprechend absichern. An dieser vorausschauenden und risikominimierenden Strategie im Energieeinkauf wird weiterhin festgehalten und bereits heute das Augenmerk auf die über die bereits fix kontrahierten Zeitråume gelegt, um bei sich bietender Gelegenheit die Versorgung und Kalkulierbarkeit sicher zu stellen.

An den Beschaffungsmärkten für Fleischrohwaren zeichnen sich Verfügbarkeitsengpässe für bestimmte Sorten ab, die auch steigende Einstandspreise zur Folge haben. Auch diesen Beschaffungsrisiken wird durch eine vorausschauende Einkaufspolitik in Form von mittel- und langfristigen Einkaufsverträgen und mit intensiven laufenden Lieferantenverhandlungen begegnet.

Höchste Produktqualität im Interesse der Kunden steht bei der Austria Pet Food GmbH an vorderster Stelle. Risiken durch Qualitätsmängel etwa in Folge verunreinigter Rohstoffe oder von Verarbeitungsfehlern wird durch Investitionen in die ldentifizierung von Fremdkörpern und strenge interne Qualitätsstandards entgegengetreten, die durch wiederkehrende Audits zur Emeuerung der Zertifizierung nach dem International Food Standard (IFS), umfangreiche Audits von Kunden sowie durch das interne Qualitätsmanagement laufend überprüft werden.

Für die Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentliche Ausfallsrisiken in Zusammenhang mit Lieferforderungen bestehen nicht.

3. Finanzinstrumente, Risiken und Strategien

Zum Bilanzstichtag bestehen keine derivativen Finanzinstrumente.

4. Forschung und Entwicklung

Die Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten der Gesellschaft konzentrieren sich auf die Weiterentwicklung und Vervollständigung des Paté/Allmeat-Produktsortiments mit starkem Fokus auf das Premium-Segment.

Weitere Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten der Gesellschaft beziehen sich auf die Entwicklung neuer bzw. Verbesserung bestehender Rezepturen.

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 8
Pottelsdorf, am 24.04.2026
Mag. Bernd BerghoferMagndreas Otmayr
GeschäftsführefGeschäftsführe

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