Inhaltsverzeichnis
Geschäftsverlauf
Erläuterungen über die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen
Im Jahr Kalenderjahr 2024 haben sich im Fachverband Unternehmensberatung, Buchhaltung und Informationstechnologie die Umsätze von Unternehmen mit Sitz in Wien nominell um 11,7 % erhöht; im Bereich Unternehmensberatung stieg der Umsatz 2024 im Durchschnitt um 10,7 % (siehe hierzu das UBIT-Radar 2025). Für das Jahr 2025 wird eine Abschwächung des Wachstums auf 7,3% für die Berufsgruppe Informationstechnologie und auf 6,2% für Unternehmensberatung erwartet
Spezifische Fragen und Probleme des Geschäftszweiges
Der immer noch nicht beendete russische Angriffskrieg in der Ukraine, die generelle wirtschaftliche Unsicherheit aufgrund von Kriegen, Naturkatastrophen, Protektionismus und die allgemeinen geo-politischen Entwicklungen sowie die notwendigen Anstrengungen für mehr Nachhaltigkeit, der generelle Preisanstieg und die damit einhergehende Inflation, aber auch die nach Jahren extrem niedriger nun wieder steigenden Zinsen wirken sich zwangsläufig auf das Wirtschaftsgeschehen aus.
Insbesondere die mit Beginn 2025 startenden Zollverhandlungen mit den USA vor dem Hintergrund der starken Abhängigkeit der Deutschen-Osterreichischen Industrie von den USA führten zu einem weiteren Abkühlen des Wirtschaftsumfelds; Erholung ist vorerst nicht absehbar.
Unsere größten Kundengruppen Energieversorger, Industrie, Consumer Services, Banken, Versicherungen, und Asset Manager sehen sich weiterhin sowohl verstärkten regulatorischen Vorgaben als auch massiven Veränderungen ihrer etablierten Geschäftsmodelle, oftmals durch den technologischen Fortschritt bedingt, konfrontiert. Vor allem der Einsatz von künstlicher Intelligenz (KI) wird die Arbeitsweisen in Zukunft deutlich verändern, jedoch bewertet der Großteil der Unternehmensberatung vor allem diese Veränderung als Chance.
Banken und Versicherungen in Osterreich und Deutschland erleben weiterhin Margendruck, sprunghaft steigende Zinsen nach Jahren von Negativzinsen, die Etablierung zusätzlicher Marktteilnehmer und in Frage gestellte Geschäftsmodelle als Herausforderung. Zwar werden weiterhin Kostensenkungsprogramme gefahren, doch lässt sich eine erhöhte Investitionsbereitschaft in Innovationen wie Cloud-Computing, den Einsatz von Digitalen Assets, Kooperation mit FinTechs, Prozessautomatisierung oder die Kundenfokussierung der Geschäftsprozesse erkennen. Bei Versicherungen trieb zusätzlich das Thema Nachhaltigkeit und Digitalisierung zahlreiche Projekte. d-fine ist durch seine analytisch und technisch hoch qualifizierten Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen für die damit einhergehenden Einsätze von Methoden wie Data Science oder Machine Learning aber auch der weiterwachsenden Bedeutung der Datenverarbeitung und Datensicherheit gut aufgestellt.
In der Industrie verlagern Unternehmen zunehmend wesentliche Forschungs- und Entwicklungsleistungen nach Fernost. Dies führt zu einer Hochzeit für Restrukturierungs- Sanierungs- und Strategieberater. Für umsetzungsfokussierte Unternehmensberatungen wie d-fine sind Auswirkungen auf den Geschäftsverlauf erst mit einem gewissen Zeitverzug zu erwarten.
Im Bereich der Energieversorger und Netzbetreiber werden derzeit zahlreiche Vorhaben gestartet, die über einen Zeitraum von mehr als 10 Jahren die durch die Energiewende induzierten Transformationsprozess begleiten. Zudem sind die Themen Versorgungssicherheit und Energiepreisschwankungen bzw. hohe Energiekosten Anknüpfungspunkte für d-fine, um unser Geschäft über den bisherigen Beratungsbereich inhaltlich auszudehnen
Entwicklung des Ergebnisses
Entwicklung der mengen- und wertmäßigen Umsätze
Der Umsatzzuwachs der d-fine Austria GmbH liegt auf einem Niveau von 6,7 % und bleibt damit leicht unter dem erwarteten Marktdurchschnitt von 8,4% für das verschobene Geschäftsjahr auf Basis des UBIT-Radar 2025. Die Gründe dafür sind im Geschäftsverlauf erläutert. In der zweiten Hälfte des Geschäftsjahres sind vor allem neue Projekte häufig aufgrund des weiter abkühlenden Geschäftsklimas aufgeschoben oder nur in reduziertem Umfang realisiert worden.
Entwicklung der Aufwendungen
Der Personalaufwand ist um rd. 31 % gestiegen. Dies liegt zum einen an einem Wachstum der durchschnittlichen Anzahl der Mitarbeitenden um rd. 16 %, und an einer großen Anpassung der Gehälter mit Wirkung zum 1. Juli 2024. Letztere war aufgrund von Inflation und eines hart umkämpften Arbeitnehmermarktes, der sich in Folge der aktuellen weltwirtschaftlichen Lage mittlerweile wieder spürbar entspannt hat, notwendig geworden. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um ca. 35% gestiegen, wobei der größte Kostentreiber der gestiegene Reisekostenaufwand ist. Nach der pandemiebedingten Remote-Arbeit wurde die gemeinsame Zusammenarbeit vor Ort von unseren Kunden zunehmend gewünscht. Auch unser Ziel ist es, näher bei unseren Kunden zu sein.
Beschaffungsbereich
Der Aufwand für bezogene Dienstleistungen (im Wesentlichen im Konzernverbund) konnte um rd. 3 % gesenkt werden.
Investitionsbereich
Im letzten Geschäftsjahr gab es keine größeren klassischen Investitionen. Wir investieren in den Knowhow-Aufbau unserer Mitarbeitenden.
Finanzierungsbereich
Die d-fine Austria GmbH finanziert sich vor allem über den laufenden Cashflow sowie das Eigenkapital und Genussrechte der Konzernmutter d-fine GmbH in Deutschland.
Die bilanzielle Eigenkapitalquote ist auf 29,7 % gesunken (Vorjahr: 44,8 %), was auf den gesunkenen Gewinn zurückzuführen ist. Das gesamte langfristige Kapital (Eigenkapital plus Genussscheine) ist um TEUR 1.014 auf TEUR 2.528 gesunken. Es werden aber weiterhin keinerlei Kredite durch fremde Dritte außerhalb vom Konzern zur Finanzierung benõtigt.
Eigenkapitalrentabilität
Die Eigenkapitalrentabilität ergibt sich aus dem Verhältnis des Ergebnisses vor Steuern (Summe aus Z 8 und Z 11) zum Eigenkapital.
| Berechnung: | 2024/2025 | 2023/2024 |
|---|---|---|
| Ergebnis vor Steuern x 100 | ||
| Eigenkapital | 19.2 % | 99,38 % |
Aufgrund des Eigen- und Hybridkapitals sowie der bisher guten Innenfinanzierungskraft durch die zeitnahe Rechnungsstellung bei d-fine und die relativ gute Zahlungsmoral unserer Kunden, wird zurzeit auf keinerlei Kreditfinanzierung zurückgegriffen. Bei kurzfristig erhöhtem Finanzierungsbedarf könnte leicht weiteres Fremdkapital bei der Muttergesellschaft aufgenommen werden.
Lage der Gesellschaft
Struktur des Unternehmens
- Organisationsstruktur
Die d-fine Austria GmbH in Wien ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der d-fine GmbH in Frankfurt am Main, Deutschland.
- Bereiche, in denen das Unternehmen tätig ist
Die Marke d-fine mit der Muttergesellschaft d-fine GmbH ist ein Beratungsunternehmen, deren Fokus auf der Realisierung komplexer Vorhaben mit ausgeprägten analytischen, quantitativen und technologischen Herausforderungen liegt. Projekte rund um „Data Analytics“ sind prägend für das Image von d-fine.
d-fine Austria GmbH bildet als Tochtergesellschaft der d-fine GmbH dessen lokalen Geschäftsauftritt ab. Sie nimmt im Wesentlichen die gleichen operativen Tätigkeiten wie das Mutterunternehmen wahr. Unterschiede ergeben sich nicht in den Tätigkeitsbereichen an sich, sondern in deren Gewichtung, abhängig von den regionalen Bedarfen und den jeweiligen Wirtschaftsstrukturen. An dieser Stelle sei auf den zusammengefassten Lagebericht des d-fine Konzerns verwiesen.
Im Verhältnis zur gesamten Gruppe zeichnet sich der Tätigkeitsbereich der österreichischen Niederlassung durch einen deutlich höheren Anteil an lokalen Projekten im Energie- und Industriesektor aus.
Absatzlage
- Auftragslage
Die Auftragslage entwickelte sich im ersten Halbjahr sehr positiv und wurde maßgeblich durch Großaufträge langjähriger Bestandskunden getragen. Ab dem zweiten Halbjahr führten jedoch konjunkturelle Unsicherheiten dazu, dass einige langfristig geplante Projekte seitens der Kunden storniert oder in ihrem Umfang reduziert wurden. Dies hatte eine spürbare Reduzierung des langfristigen Auftragsbestands zur Folge. Dieser Effekt konnte jedoch zumindest teilweise kompensiert werden, indem der Vertrieb gezielt wirtschaftlich weniger stark betroffene Branchen adressierte. Diese Entwicklung verdeutlicht die Resilienz, die sich aus der Diversifizierung der Geschäftstätigkeit ergibt, sowie die damit verbundene Reduktion einer übermäßigen Abhängigkeit von einzelnen Branchen. Der Umsatz der d-fine Austria GmbH ist im vergangenen Geschäftsjahr um rd. 1 Mio. Euro gestiegen.
Umsatzrentabilität
Die Umsatzrentabilität entspricht dem Verhältnis aus Ergebnis vor Steuern und den Umsatzerlösen.
| Berechnung: | 2024/2025 | 2023/2024 |
|---|---|---|
| Ergebnis vor Steuern (EBT) x 100 | ||
| Umsatzerlöse | 1,9 % | 16,9 % |
Vermögenslage
Trotz Umsatzwachstums sind die kurzfristigen Forderungen nicht gestiegen. Die Fakturierung der Leistungen erfolgt relativ zeitnah. Die Erhöhung der kurzfristigen Rückstellungen betrifft den Personalbereich. Diese Leistungen werden erst im FY25/26, also nach dem Ablauf dieses Geschäftsjahr zeitnah ausgezahlt. Neben den kurzfristigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie den flüssigen Mitteln liegen die Assets einer Unternehmensberatung hauptsächlich in den immateriellen Vermögensgegenständen wie z.B. „Know-how“, die nicht bilanziert werden.
Klassische materielle langfristige Vermögensgegenstände spielen in der Bilanz der d-fine Austria GmbH keine Rolle, da die Betriebsausstattung bis auf die Büroeinrichtung geleast oder gemietet ist. Ferner ist fast die gesamte Verwaltungstätigkeit an Drittfirmen oder an die Konzernmutter ausgelagert, so dass sich in der gesamten Belegschaft rd. 3 % Verwaltungsmitarbeitende finden. Ein nicht betriebsnotwendiges Vermögen ist nicht vorhanden.
| 30.6.2025 | 30.6.2024 | +/- | |||
|---|---|---|---|---|---|
| TEUR | TEUR | TEUR | % | ||
| kurzfristiges Umlaufvermögen | |||||
| Vorräte | 29 | 0 | 29 | k. A. | |
| Lieferforderungen | 1.243 | 1.531 | -288 | -18,8 | |
| Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen | 663 | 728 | -65 | -8,9 | |
| sonstige Forderungen | 390 | 116 | 274 | 236,6 | |
| flüssige Mittel | 2.622 | 2.926 | -304 | -10,4 | |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 2 | 2. | 0. | -2,7 | |
| 4.949 | 5.303 | -354 | -6,7 | ||
| kurzfristiges Fremdkapital | |||||
| kurzfristige Rückstellungen | 1.589 | 1.137 | 452 | 39,8 | |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 0 | 0 | 0 | -100,0 | |
| Lieferverbindlichkeiten | 104 | 14 | 90 | 625,7 | |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen | |||||
| Unternehmen | 68 | 68 | 0 | 0,0 | |
| sonstige Verbindlichkeiten | 1.177 | 1.120 | 56 | 5,0 | |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 16 | 20 | -4 | -19,2 | |
| 2.953 | 2.359 | 594 | 25,2 | ||
| Working Capital (Netto-Umlaufvermögen) | 1.996 | 2.944 | -948 | -32,2 | |
| Anlagevermögen | |||||
| Sachanlagen | 532 | 598 | -66 | -11,1 | |
| langfristiges Fremdkapital | |||||
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen | |||||
| Unternehmen | 900 | 900 | 0 | 0,0 | |
| Reinvermögen (Eigenkapital) | 1.628 | 2.642 | -1.014 | - | -38,4 |
| Stammkapital | 35 | 35 | 0 | 0,0 | |
| Bilanzgewinn | 1.593 | 2.607 | -1.014 | -38,9 | |
| Summe Eigenkapital | 1.628 | 2.642 | -1.014 | -38,4 | |
| Summe Fremdkapital | 3.853 | 3.259 | 594 | 18,2 | |
| Bilanzsumme | 5.481 | 5.901 | -420 | -7,1 | |
Finanzlage
Die Einzelheiten der Liquiditätsentwicklung sind in der Kapitalflussrechnung dargestellt. Im Geschäftsjahr 2024/25 ergibt sich für die d-fine Austria GmbH ein Netto-Geldfluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit von TEUR 970, aus Investitionstätigkeit von TEUR - 32 und aus Finanzierungstätigkeit von TEUR - 1.242. Bei dem Netto-Geldfluss aus Finanzierungstätigkeit wirken sich vor allem die Auszahlungen für die Ausschüttungen des Vorjahresgewinns aus. Der Finanzmittelfbestand hat sich im Vergleich zum letzten Geschäftsjahr um TEUR 304 (einschließlich wechselkursbedingter Anderungen) verringert und betrug TEUR 2.622.
Ertragslage
Mit 16.629 TEUR lag der Umsatz um 6,7 % über dem Vorjahresumsatz von 15.583 TEUR. Die Betriebsleistung ist ebenfalls um 6,7 % gestiegen. Ursächlich hierfür war hauptsächlich eine gute Auslastung während des ersten Halbjahres im Geschäftsjahr, das sich im zweiten Halbjahr so nicht fortgesetzt hat.
Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) hat sich um TEUR 2.315 bzw. 85,9 % auf TEUR 379 gesenkt. Diese Senkung resultiert insbesondere aus den erhöhten Personalkosten und Reisekosten.
Weiterhin ist der Personalaufwand der mit Abstand höchste Kostenblock und macht 73,6 % (Vorjahr: 59,9 %) der Gesamtkosten aus. Aufgrund des Geschäftsmodells von d-fine wird sich das auch in den kommenden Jahren nicht ändern. Die Covid-19-Pandemie veränderte die Arbeitswelt und die Reiseaktivitäten von Unternehmen. Die Aufwendungen für Reisekosten sind im Vergleich zum Vorjahr angestiegen, im Vergleich zu der Zeit vor der Pandemie jedoch immer noch relativ niedrig. Auf Kundenprojekten eingesparte Reisekosten werden meist als Rabatt an unsere Kunden weitergereicht.
Gesamtkapitalrentabilität
Die Gesamtkapitalrentabilität ergibt sich aus dem Verhältnis des Ergebnisses vor Zinsen und Steuern zum Gesamtkapital.
| Berechnung: | 2024/2025 | 2023/2024 |
|---|---|---|
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern x 100 | ||
| Gesamtkapital | 6,4 % | 49,2 % |
Voraussichtliche Entwicklung der Gesellschaft
Volkswirtschaftliche Entwicklung
Gemäß dem WIFO-Konjunkturbericht (März 2025) schrumpfte Osterreichs Wirtschaft (BIP) 2024 um 1,2% und damit stärker als im Jahr zuvor (–1,0%). Die derzeitige Industrierezession dauert bereits länger an als die drei letzten Krisen.
Die Konjunktur war von einer Industrierezession und einer Konsumzurückhaltung geprägt, wobei letztere sich im vierten Quartal 2024 stabilisierte. Demgegenüber dürfte Osterreichs Bauwirtschaft die Talsohle erreicht haben. Vermehrte Neuabschlüsse von Hypothekarkrediten, das etwas günstigere Zinsumfeld und die für Mitte 2025 erwartete Lockerung der Kreditvergaberichtlinien verbessern die Rahmenbedingungen für Bauinvestitionen. Der heimische Tourismus floriert nach wie vor. Nach einem Nächtigungsrekord im Sommer 2024 zeichnet sich auch für die Wintersaison 2024/25 ein neuer Höchststand ab. Die hohe Nachfrage kann zwar den Produktionsausfall in der Industrie bei weitem nicht kompensieren, dämpft aber den Abschwung. Der Arbeitsmarkt erweist sich angesichts der Konjunkturflaute noch als relativ robust. Die Arbeitslosenquote stieg zwar im Vergleich zum Vorjahr deutlich an, stagnierte aber in den letzten Monaten nahezu (saisonbereinigt).
Die Inflation, die im Jahr 2023 hoch war (7,8%), ist zwar zurückgegangen, bleibt aber mit 3,4% im Jahr 2024 über dem langfristigen Durchschnitt. Der Schwerpunkt der Inflationsbeiträge verschob sich 2023 von den Energiepreisen zu den in der Kerninflation erfassten Bereichen (Industriegüter, Dienstleistungen). Diese Entwicklung hielt 2024 an, wobei die (arbeitsintensiven) Dienstleistungen hauptverantwortlich für den Preisauftrieb bleiben. Hier spielt die Überwälzung der Lohnsteigerungen auf die Preise eine wichtige Rolle. Die wirtschaftliche Entwicklung Osterreichs im Jahr 2025 wird von einer gewissen Stabilisierung nach einer längeren Rezession geprägt sein, aber auch von Unsicherheiten, insbesondere im transatlantischen Verhältnis und dessen Unsicherheiten was handelspolitischen Maßnahmen betrifft. Es wird erwartet, dass die Inflation im Jahresverlauf sinken könnte.
Wesentliche Änderungen im Unternehmen
- Personal
Frau Michaela Bundschuh ist zum 1.7.2025 als Geschäftsführerin der d-fine Austria GmbH berufen worden.
Entwicklung der Marktstellung
Das sich verändernde Marktumfeld, insbesondere infolge der anhaltenden konjunkturellen Abschwächung, hat zu einem intensiveren Wettbewerbsumfeld unter Unternehmensberatungen geführt. Besonders in ITnahen Beratungsfeldern ist ein zunehmender Preis- bzw. Ratendruck zu verzeichnen.
Ungeachtet dieser Herausforderungen haben sich die kontinuierlichen Investitionen der vergangenen Jahre in Markenbildung und Leistungsqualität ausgezahlt: Die Außenwahrnehmung der Gesellschaft hat sich spürbar verbessert. Dies zeigt sich unter anderem in einem deutlichen Anstieg an vertriebsrelevanten Inbound-Anfragen. Darüber hinaus konnte die Reaktivierung zuvor inaktiver Kundenbeziehungen – insbesondere im Finanzdienstleistungssektor – erfolgreich umgesetzt werden. Erste neue Projekte mit diesen Kunden wurden bereits initiiert und bilden eine vielversprechende Basis für die weitere Geschäftsentwicklung.
In den einzelnen Tätigkeitsbereichen wird folgende Entwicklung der Marktstellung erwartet:
Tendenzielle Entwicklung von Umsatz und Ergebnis
- Entwicklung des Umsatzes und des Ergebnisses
Die Vertriebszahlen der letzten Monate lassen kurzfristig (1-2 Quartale) eine Entspannung der Auslastung erwarten, hauptsächlich durch kleinere Engagements. Zudem könnten aktuelle Anfragen zu mittelgroßen Projekten langfristig zur Stabilisierung der Umsatzentwicklung beitragen. Insgesamt überwiegt eine positive Erwartung, da die notwendige digitale und strategische Transformation als Schlüssel für künftigen Erfolg in einem sich wandelnden Marktumfeld angesehen wird. Wir gehen also davon aus, dass d-fine weiterhin vom prinzipiellen Trend der verstärkten Nachfrage nach analytischer und technologischer Expertise aus einer Hand und seiner inzwischen erreichten absoluten Größe profitieren wird - sowohl auf der Kundenseite als auch bei der Einstellung von jungen Menschen mit diesen sehr gesuchten Fähigkeiten und diesem Vorwissen.
Damit erwarten wir eine Umsatzsteigerung zumindest i.H. des letzten Geschäftsjahres.
Forschung und Entwicklung
Beschäftigte Mitarbeiter
Im Bereich Forschung und Entwicklung waren 2024/2025 insgesamt 8 Mitarbeitende beschäftigt (Vorjahr: 7 Mitarbeiter).
Den starken Veränderungen und der Vielzahl an neuen Themen hat d-fine durch eine auf vier Säulen beruhende interne Struktur in Forschung und Entwicklung Rechnung getragen. Die kontinuierlichen Innovationen werden durch große spezialisierte Fachbereiche vorangetrieben. In einem Innovation-Lab werden Themenfelder, die sich in ersten Pilotprojekten bewährt haben, zur Marktreife entwickelt. Weitreichende Innovationen mit großem Investitionsbedarf werden strukturiert in internen Inkubatoren angegangen. Als letzte Säule schafft ein Think-Tank die Basis, um durch die strukturierte Beschäftigung mit Themen, die erst mit einem Zeithorizont größer drei Jahre für d-fine relevant sein könnten, die Basis für das langfristige Geschäft zu legen.
Neben der rein internen Forschung und Entwicklung nimmt d-fine verstärkt an (geförderten) Forschungsprojekten teil, welche finanziell nicht oder wenig interessant sind, aber neben dem Know-how, welches für die Auftraggeber erarbeitet wird, natürlich auch den d-fine internen Wissensfundus stärkt und ggf. in der Folge für (auskömmlich) bezahlte Projekte in den jeweiligen Umfeldern sorgt.
Aufwendungen für Forschung und Entwicklung und deren Entwicklung
Für Forschung und Entwicklung wurde im Geschäftsjahr 2024/2025 TEUR 980 aufgewendet (Vorjahr: TEUR 747).
Bestehende Zweigniederlassungen
Die d-fine Austria GmbH besitzt keine Zweigniederlassungen.
| Wien, am 11. August 2025 | |||
|---|---|---|---|
| tvo | on | Signed by: | DocuSigned by: |
| Michaela Brundschenk | Clemens Magner Brushe | ||
| 8843 | 15FDAF8E6BA0460.. | — 3E5897B406874E4.. | |
| Markus von Rothkirch | Michaela Bundschuh | Clemens Wagner Bruschek | |
| Datum, Unterschriften der Geschäftsführer | |||