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Branchenlogistik weiterg
Geschäftsverlauf und Lage des Unternehmens
Unser Unternehmen ist in zwei Geschäftsfeldern tätig, welche die Produktpalette des Unternehmens Schachinger Logistik Holding GmbH mit seinen Branchenfirmen ergänzt. Als Marktführer im Transport von Pharma- und Gesundheitsprodukten betreibt die Marke TRCplus ein Netzwerk für temperaturgeführte Pharmaprodukte in den Temperaturbereichen 15-25 °C (ambient) und 2-8 °C (cold chain), welches nach den behördlichen Auflagen der Arzneimittelbetriebsordnung (AMBO 2009) sowie den GDP-Guidelines 2013 qualifiziert ist.
Mit der Marke Schachinger Techlog werden Lager- und Distributionsleistungen mit diversen Zusatzservices (VAS) und einem 2-Mann-Handling durchgeführt. Einen wichtigen Bereich stellen sowohl die Lagerung und der Transport von IT-Equipment als auch technische Geräte für das Gesundheitswesen dar. Ergänzt wurde das Produktportfolio der Techlog um die Kreislaufwirtschaft.
Das Ergebnis vor Steuern verringerte sich von TEUR 3.415 auf TEUR 3.043.
Zweigniederlassungen
Zweigniederlassungen bestehen nicht.
Wesentliche Ereignisse im abgelaufenen Geschäftsjahr
Im Geschäftsjahr 2025/26 hat sich für die TRC die hohe Nachfrage im 2 – 8 Grad Temperaturbereich fortgesetzt, wodurch das Sendungsvolumen in diesem Temperaturbereich gegenüber dem Vorjahr um
ca. 30 % gesteigert wurde.
Auch in diesem Geschäftsjahr haben wir wieder eine wichtige Rolle im Bereich der Impfstofflogistik übernommen. Im Auftrag eines Top-Kunden haben wir ca. 40 % der von der Bundesbeschaffungsagentur ausgeschriebenen Impfstoffmengen ausgeliefert.
Am österreichischen Pharmamarkt konnten wir unseren Ruf des Qualitätsanbieters weiter festigen, was von den serviceorientierten Pharmakunden sehr geschätzt wird.
Zusätzlich haben wir uns intensiv mit unseren Prozessen und der Ausschreibung eines neuen Transport- Management-Systems beschäftigt. Nach einem professionellen Ausschreibungsprozess haben wir einen Anbieter ausgewählt. Die Implementierung erfordert viel Vorbereitung und ist im GJ 27/28 geplant.
Der Geschäftsbereich Techlog war im Geschäftsjahr 2025/26 von zwei wesentlichen Faktoren geprägt. Aufgrund der wirtschaftlichen Gesamtsituation in Österreich, gepaart mit dem Trend in Richtung Digitalisierung und Home-Office, investieren Unternehmen weniger in Drucker und Plotter, sodass dieses Segment weiter schrumpft. Unsere Kunden verlieren hier Marktanteile, da es eine Verschiebung in Richtung kostengünstigere Produkte gibt. Das Einwegpfandsystem für Kunststoffflaschen startete mit Stichtag 01.01.2025 und das entsprechende Projektgeschäft mit dem Aufstellen der
Pfandautomaten ging in ein Ersatzteilgeschäft über.
Zur teilweisen Kompensation des Rückgangs in den beiden oben genannten Bereichen, wurden die ersten Kunden im Bereich Eventlogistik und Paketboxen gewonnen, die einen stark wachsenden Umsatzanteil eingenommen haben.
Finanzielle Leistungsindikatoren
| in TEUR | GJ 2025/26 | GJ 2024/25 | Veränderung |
|---|---|---|---|
| EBIT | 3.034 | 3.383 | -10,32% |
| EBT | 3.043 | 3.415 | -10,89% |
Voraussichtliche Entwicklung im laufenden Geschäftsjahr
Die TRC ist am Markt sehr gut positioniert und die Basis ist gelegt, um im GJ 26/27 an die sehr erfreulichen Ergebnisse des Vorjahres anzuschließen. Aufgrund der uns vorliegenden Kundeninformationen gehen wir davon aus, das hohe Sendungsvolumen, insbesondere im 2 8 Grad Bereich, halten zu können.
Neben der weiteren Intensivierung unserer Kundenbeziehungen, werden wir einen großen Fokus auf unsere technologischen Investitionen legen. Wir werden im Geschäftsjahr 26/27 alle notwendigen Maßnahmen für die Einführung unseres neuen Transport-Management-Systems umsetzen, damit wir den Roll-out im GJ 27/28 erfolgreich realisieren können. Zusätzlich werden wir uns intensiv mit einer Sortieranlage in unserem Standort W11 beschäftigen. Durch diese geplante Anlage werden wir unseren Automatisierungsgrad erhöhen und gleichzeitig die Kosteneffizienz steigern.
Im Geschäftsfeld Techlog liegt der Fokus auf dem stark wachsenden Markt der Out-Of-Home- Anwendungen wie beispielsweise Paketboxen, öffentlichen Waschmaschinen, etc. Weiters wird das Gebiet Kreislaufwirtschaft intensiv bearbeitet, wobei hier das Risiko besteht, dass es aufgrund der politischen Situationen in den Nachbarländern zu weiteren Projektverzögerungen kommt. Der Druckerund Plotterbereich wird weiter unter Druck sein.
Nachhaltige Verantwortung bei der SCHACHINGER LOGISTIK Gruppe
Einleitung
Sämtliche nachfolgende Angaben gelten für den gesamten Schachinger Logistik Konzern.
Nachhaltigkeit ist mit dem Abschluss des Geschäftsjahres (GJ) 2025/26 in der Unternehmensstrategie integriert und in der Unternehmenskultur verankert. Mit dem Programm Driving Change verfolgt SCHACHINGER einen ganzheitlichen, holistischen CSR- und ESG-Ansatz. Die Strategie umfasst vier strategische Handlungsfelder: unternehmerische Verantwortung, soziale Wirkung für Mitarbeitende und Beschäftigte in der Lieferkette, nachhaltiges Wirtschaften sowie Umwelt und Klima mit der Klimastrategie Roadmap to Zero. Insgesamt wurden 56 Ziele und 96 Maßnahmen über alle Handlungsfelder definiert und im Rahmen der Wesentlichkeitsanalyse die Auswirkungen, Risiken und Chancen evaluiert. Das Ziel ist die Dekarbonisierung und die soziale Wirkung innerhalb der eigenen Belegschaft sowie für Arbeitskräfte seitens unserer Lieferant:innen und für die Gesellschaft.
Unser nach der ONR 192 500 zertifiziertes integriertes Nachhaltigkeitsmanagementsystem umfasst die Strategie, soziale Arbeitgeberschaft, Ethik, Umwelt, Compliance und nachhaltige Beschaffung und wird durch die Quality Austria jährlich überprüft.
Die ESG-Nachhaltigkeitserklärung der SCHACHINGER Logistik Gruppe wurde freiwillig und in Übereinstimmung mit den European Sustainability Reporting Standards (ESRS) erstellt. Wir haben ausgewählte Aspekte der Nachhaltigkeitsberichterstattung für das GJ 24/25 mit Stand Juni 2025 einer prüferischen Beurteilung durch die KPMG Austria GmbH in Form eines High-Level Reviews unterzogen und sind in der Bearbeitung der adressierten Feststellungen/Beobachtungen und Empfehlungen. Der Bericht umfasst sämtliche Tochtergesellschaften und verbundenen Unternehmen der SCHACHINGER Logistik Gruppe.
Da die rund dreihundert Seiten der vollständigen Nachhaltigkeitserklärung für die Kommunikation mit unseren zentralen Stakeholdergruppen nur eingeschränkt geeignet sind, haben wir ein kompaktes Booklet für die externe Berichterstattung entwickelt. Dieses orientiert sich ebenfalls an den Anforderungen der CSRD und den ESRS-Indikatoren; zusätzlich enthält es unsere veröffentlichte Umwelterklärung.
Das Booklet basiert auf den wesentlichen Erkenntnissen der ESG-Nachhaltigkeitserklärung und wurde so aufbereitet, dass es für unsere wichtigsten Stakeholder leichter zugänglich und verständlich ist.
Nachhaltigkeitsbericht 2026.
Energie- und Mobilitätsstrategie
Schachinger Logistik steht im Zuge der Dekarbonisierung vor der Herausforderung, steigende Energiebedarfe einer elektrischen Flotte mit volatilen Strompreisen und begrenzten Netzkapazitäten zu vereinen. Als eines der größten Logistikzentren Österreichs verursacht der Standort Hörsching jährlich rund 30.000 Tonnen CO durch dieselbetriebene Fahrzeuge und ist zugleich stark von Preisschwankungen auf internationalen Energiemärkten betroffen. Mit der Klimastrategie Roadmap to Zero und der unternehmensinternen Initiative Raus aus Gas verfolgt SCHACHINGER daher das Ziel, Energie zunehmend selbst zu erzeugen, zu speichern und flexibel zu nutzen.
Die Lösung besteht im Aufbau eines der größten Speichersysteme Europas in der Logistik: ein 60 MWh Batterie-Energiespeichersystem (BESS) kombiniert mit einer PV-Anlage und moderner E- Ladeinfrastruktur inkl. E-Betriebstankstelle. Das System ermöglicht es, PV-Überschüsse am Tag aufzunehmen und nachts für das Laden der E-LKW bereitzustellen, wodurch ein Autarkiegrad von rund 95 % erreicht wird. Parallel werden Lastspitzen deutlich reduziert und der Netzanschluss entlastet. Die Anlage unterstützt außerdem das Stromnetz, indem sie überschüssige erneuerbare Energie aufnimmt oder negative Regelenergie bereitstellt und daher als präventive Blackoutversorgung bzw. zur Netzstabilisierung beiträgt.
Das Batterie-Energiespeichersystem (BESS) mit 60 MWh Kapazität und 30 MW Leistung wird ergänzt um eine 7 MWp Photovoltaikanlage (weiterer Ausbau auf 10 MWp geplant). Diese Architektur ermöglicht es, tagsüber PV-Überschüsse einzulagern und nachts die E-Flotte aus dem Speicher zu laden. Die Umsetzung verläuft stufenweise:
Parallel erfolgt der sukzessive Ausbau der E-Flotte und der Schnellladeinfrastruktur.
Derzeit sind circa 20 Schnellladepunkte (50-100 kW Nachtladepunkte und bis zu 400 kW bei den Ladetoren) verfügbar. Bis Ende des Geschäftsjahres 2026/27 sind weitere 26 Schnellladepunkte inklusive einer E-Betriebstankstelle mit Megawatt-Ladern geplant.
Die erwarteten Ergebnisse umfassen eine signifikante CO -Reduktion, planbare Energiekosten, die Stärkung der regionalen Wertschöpfung sowie eine deutliche Erhöhung der betrieblichen Resilienz. Der Standort wird in den Sommermonaten weitgehend autark, und die Elektrifizierung der Flotte schafft sowohl ökologische als auch ökonomische Vorteile. Das Projekt ist damit ein Leuchtturm für nachhaltige, energieautarke Logistik und ein wesentlicher Schritt in Richtung Dekarbonisierung des Unternehmens.
Finanziell wird durch die Eigenstromnutzung ein signifikanter Anteil der Energiekosten internalisiert, während zusätzliche Erlöse aus der Teilnahme am Regelenergiemarkt generiert werden. Langfristig unterstützt das Projekt die Ziele der Roadmap to Zero, insbesondere die Reduktion der Standortemissionen um 50 % bis 2035 und die Dekarbonisierung der Flotte bis 2040. Darüber hinaus bietet das Elektrizitätswirtschaftsgesetz neue Vorteile wie reduzierte Netztarife innerhalb von Energiegemeinschaften, die SCHACHINGER aktiv nutzen möchte.
Dabei profitieren nicht nur unsere eigene E-LKW-Flotte, sondern auch unsere externen Frächter:innen, welche an unseren Standort zu günstigen und planbaren Konditionen ihre E-Fahrzeuge laden können. Unseren Scope 3 wollen wir jährlich um 6,3 % reduzieren, deshalb begleiten wir unsere Lieferant:innen bei ihren Reduktionszielen und diese werden über das von uns eingesetzte ESG PERFORMER© Tool geratet. Dadurch haben unsere Lieferant:innen die Möglichkeit, einen kostenfreien ESG-Bericht inklusive Klimabilanz zu beziehen, welchen sie für weitere Kund:innen sowie Banken als Nachweis für ihre ökonomische/ökologische/soziale Performance nutzen können.
Ökologische Aspekte
Das Projekt ist wesentlicher Bestandteil der Klimastrategie Roadmap to Zero, im Rahmen dessen SCHACHINGER konsequent daran arbeitet, fossile Energieträger zu ersetzen und die eigene Energieversorgung zu dekarbonisieren. Ein wichtiges Element dieser Strategie ist auch die Initiative Raus
aus Gas, die bereits mit dem neuen Biomasse-Heizwerk umgesetzt wurde und jährlich rund 600 Tonnen CO e einspart. Das Batteriespeichersystem ist der nächste Schritt, um nicht nur Wärme, sondern auch den gesamten Strombedarf der Schachinger Logistik möglichst aus eigener erneuerbarer Erzeugung zu decken. Dadurch sinkt die Abhängigkeit von externen Energiequellen, Preisvolatilität und internationalen Importströmen deutlich.
Gleichzeitig entlastet der Speicher das öffentliche Netz, indem er überschüssigen PV-Strom aufnimmt und negative Regelenergie bereitstellt ein ökologischer Beitrag, der über den Standort hinauswirkt und die Integration erneuerbarer Energien im Gesamtsystem unterstützt.
Menschlich-soziale Aspekte
SCHACHINGER legt großen Wert darauf, dass die Energiewende am Standort auch den Mitarbeitenden zugutekommt. Mitarbeiter:innen können ihre privaten E-PKW vergünstigt am Standort laden, und über die entstehende Energiegemeinschaft können sie künftig direkt von günstigem regionalem PV-Strom profitieren. Darüber hinaus ist geplant, Stromspenden an soziale Einrichtungen zu ermöglichen.
Im Unternehmen wurden weitere wichtige Personalinitiativen etabliert, die die Kultur nachhaltig verändert haben. Dazu gehören zum Beispiel Programme wie Vereinbarkeit Beruf und Familie, betriebliche Gesundheitsförderung (BGF), Mentalberatung (Mavie Work), Gemeinwohlökonomie und Weiterbildungsangebote (2025 wurde die Schachinger Akademie gegründet, die 2026 die ISO-21001- Zertifizierung erhielt).
Die Einführung von partizipativen Entscheidungsformaten stärkt die Mitbestimmung und fördert eine Atmosphäre, in der Mitarbeiter:innen Verantwortung übernehmen und sich langfristig mit dem Unternehmen identifizieren. Die Gemeinwohlökonomie dient dabei als Leitlinie für faire Arbeitsbedingungen, Gleichstellung und transparente Kommunikation.
Das Programm Mavie Work fördert die betriebliche Gesundheit durch Prävention wie rund 800 Gesundenuntersuchungen allein 2025 und die Bereitstellung von Finanzmitteln für rund 3.000 Beratungsstunden zur mentalen Gesundheit sowie die Förderung einer offenen Feedbackkultur. Auch das bereitgestellte Programm Beruf & Familie unterstützt die physische und psychische Gesundheit der Belegschaft. Alle angeführten Maßnahmen dienen der sozial nachhaltigen Entwicklung in der Logistik.
Anerkennungen und Nachhaltigkeits-Zertifikate
Wir konnten im Geschäftsjahr 2025/26 einige wichtige Auszeichnungen und Zertifikate erhalten. Diese bringen uns in unserer innerbetrieblichen Weiterentwicklung voran, sind bei Ausschreibungen nützlich und dienen zur Stärkung der Arbeitgebermarke: ONR 192500 integriertes Nachhaltigkeitsmanagementsystem, Energie Star OÖ 2025, ESG/EcoZert-Sustainability Finanzrating, Ecovadis Silber, BVL Großer Nachhaltigkeitspreis Top 3, CDP, SBTi committed, Leitbetriebe Austria.
Qualität
Qualitätsführerschaft als weiteres strategisches Ziel des Unternehmens drückt sich unter anderem durch die bestehenden Zertifikate aus.
Seit 1997 hat das Unternehmen sein integriertes Qualitätsmanagement gemäß ÖNORM EN ISO 9001 zertifiziert und entspricht heute der ÖNORM EN ISO 9001:2015. Zum Schutz der Umwelt verfügt Schachinger über ein dokumentiertes Umweltmanagementsystem gemäß ISO 14001:2015. Das Unternehmen verfügt auch über das Arbeits-, Gesundheits- und Sicherheitsmanagementsystem Zertifikat ISO 45001:2018. Das jährlich durchgeführte Audit fand im April 2025 statt und wurde erfolgreich bestanden.
Investitionen zur technischen Erneuerung im Hinblick auf die Erhaltung und Verbesserung des hohen Qualitäts-, Sicherheits- und Umweltanspruches werden fortlaufend durchgeführt.
Wesentliche Risiken und Ungewissheiten
Das Risikopotenzial des Unternehmens liegt in der schwierigen Anpassung der Preise für die Dienstleistungen. Außerordentliche Erhöhungen auf der Kostenseite können nur nach Verhandlungen und mit zeitlicher Verzögerung an die Kunden weitergegeben werden.
Für die sehr volatilen Treibstoffpreise wurden praktisch mit sämtlichen Kunden sogenannte `Dieselpreistangenten` vereinbart, die zwar verzögert wirken, aber annähernd für Kostenneutralität sorgen. Gleiches gilt für die üblichen Straßenverkehrsabgaben, wo jeweils `Mautvereinbarungen` mit den Kunden getroffen wurden.
Grundsätzlich besteht ein Risiko von Forderungsausfällen, dem durch ein effizientes Debitorenmanagement entgegengewirkt wird. Die sehr geringen Forderungsausfälle in den letzten Jahren belegen dies.
Beilage II/8
Finanzinstrumente
Spezielle Instrumente zur Absicherung von Währungs- und Zinsrisiken werden nicht eingesetzt. Fremdwährungskredite sind nicht vorhanden.
Forschung und Entwlcklung
In der Gesellschaft wird keine Forschung betrieben. Für Entwicklung fallen keine wesentlichen Aufwendungen an.
Hörsching, am 02. Juni 2026
Die Geschäftsführer
Dipl.-Ing. Günther Gfrerrer, MBA
Markus Macho