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Lagebericht 2024/25

IMRO Fernwärmetechnik GmbH

Original-PDF

Stichtag 31. März 2025 · Eingereicht am 13. Jän. 2026

Inhaltsverzeichnis

Bericht über den Geschäftsverlauf und die wirtschaftliche Lage

1. Darstellung des Geschäftsverlaufs

1.1. Erläuterungen über die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen

Die österreichische Bundesregierung hält nach wie vor am Regierungsprogrammbetreffenddem Klimaschutz fest. Auch in Österreich ist bis Ende 2040 die Klimaneutralität umzusetzen. Dasbedeutet, dass bereits jetzt massiv in Klimaschutzmaßnahmen investiert werden muss, umdas Endziel 2040, die Klimaneutralität, zu erreichen.

Die Bereitstellung der Wärmeenergie für die Beheizung der Gebäude macht etwa einViertel des gesamten Energiebedarfs Österreichs aus. Daher bieten der Einsatz neuer bzw. alternativer Technologien für die Abdeckung der erforderlichen Gebäudeheizung eine großeChancefür Unternehmen. Zusätzlich wird bei der Umstellung auf neue bzw. erneuerbare Energieformendie Abhängigkeiten von fossilen Energieimporten reduziert und damit auch der Wirtschaftsstandort Österreich für die Zukunft abgesichert.

Daher hält die starke Nachfrage nach Fernwärme über das gesamte Bundesgebiet weiterhinan. So konnte sich die Firma IMRO Fernwärmetechnik GmbH vor allem auch in diesemBereichweiterhinals österreichischer Markführer behaupten und zahlreiche Projekte in Österreich undDeutschland umsetzen.

Darüber hinaus haben die stark gestiegenen Energiepreise, insbesondere für die fossilen Energieträger, Gas, Öl und Strom, die Nachfrage nach einer Wärmeversorgung mittels Fernwärmenetz nochweiter verstärkt, sodass bereits heute Ausbaupläne bei den Netzbetreibern für die nächsten Jahrevorliegen und umgesetzt werden müssen.

1.2. Spezifische Fragen und Probleme des Geschäftszweiges

Die Firma IMRO Fernwärmetechnik GmbH ist in den Bereichsschwerpunkten Fernwärmeleitungs-und Anlagenbau bereits seit über einem Jahrzehnt tätig, wobei die Marktpräsens durch stetigsteigendes Wachstum erhöht werden konnte. So stand auch im Geschäftsjahres 2024/25, trotzreduzierter öffentlicher Fördermittel, vor allem die Errichtung von neuen Fernwärmenetzen als auch der Ausbauvon bereits bestehenden Netzen in ganz Österreich im Mittelpunkt der Firmenaktivitäten.

Die auch im GJ 2024/25 stark schwankenden Materialeinsatzkosten verbunden mit einer teilweisesehr schwierigen Beschaffungssituation (sehr lange Lieferzeiten) haben sich auch in diesemGeschäftsjahr als die dominanten Probleme herausgestellt. Kompensiert konnte diese Entwicklung nur durcheinesehr hohe Einsatzbereitschaft und eine sehr detaillierte Baustellenplanung werden, sodass dieschwierige Situation bei den Materialkosten als auch bei der Materialbeschaffung erfolgreich gemeistert werden konnten.

Die Nachfrage, insbesondere im Fernwärmeleitungsbau, war über das gesamte Geschäftsjahrauf hohem Niveau, mit einer Abschwächung ist auch im kommenden Geschäftsjahr (GJ 2025/26) nicht zu rechen.

1.3. Entwicklung der Umsätze und des Ergebnisses

Aufgrund der auch in diesem Geschäftsjahr anhaltenden hohen Nachfrage konnte der Umsatzauchin diesem Geschäftsjahr wie in den Vorjahren wieder leicht gesteigert werden. Auch für diekommende Periode bzw. für das nächste Geschäftsjahr 2025/26 kann von einer nachhaltig anhaltendenNachfrage

und somit von einer stabilen Umsatzsituation ausgegangen werden.

Entsprechend der Umsatzentwicklung konnte auch ein entsprechendes Ergebnis wieder erwirtschaftet werden. Auf Grund der derzeitigen wirtschaftlichen Randbedingungen kann auch imkommendenJahr mit einem soliden Ergebnis gerechnet werden.

1.4. Entwicklung der Aufwendungen

Zu den zentralen Aufwendungen gehören nach wie vor auch in diesem Geschäftsjahr vor allemder Materialeinsatz an sich und der eigene Personaleinsatz. Der Anteil der bezogenen Fremdleistungen konnte durch verstärkte Abdeckung der geforderten Arbeitsleistung durch Eigenpersonal deutlich reduziert werden.

Die Materialpreise haben sich auf einem etwas niedereren Niveau eingependelt, die Aufwendungen betreffend Eigenpersonal sind in diesem Geschäftsjahr aber stark gestiegen. Die zwei Hauptgründe waren die hohe Mitarbeiterzahl an sich und die überproportional gestiegenen Lohnkosten. Im kommenden Geschäftsjahr (GJ 2025/26) wird nochmals versucht den Eigenpersonalanteil anzuheben und damit auch die Qualität der Mitarbeiter nochmals zu verbessern bzw. zu stabilisieren.

Nach wie vor wird massiv versucht, die höheren Realisierungskosten an den Kunden weiterzugeben. Dies ist nicht immer einfach, da sich der Kunde selbst auf Grund der Materialbeschaffungssituation eigentlich eine Reduzierung seiner Beschaffungspreise erwartet. Die Einsparungenüberdie moderateren Materialeinsatzkosten werden aber durch die Kostensteigerung in allenanderen Kostenfaktoren bei weitem übertroffen. Die geforderten Preiserhöhungen konnten aber imWesentlichen an die Kunden weitergegeben werden, sodass auch auf der Ergebnisseite keineEinbußen hingenommen werden mussten.

1.5. Investitionsbereich

Entsprechend der Betriebsleistung, insbesondere unter dem Aspekt der Reduzierungder Materialkosten, ist auch der Bedarf bei den Investitionen insbesondere in den Bereichen „Fahrzeugeund Maschinen“ aliquot angepasst worden, sodass auch in diesem Jahr die Investitionenrein bedarfsorientiert erfolgt sind. Der auch heuer wieder hohe Bedarf an neuen Fahrzeugen(Ersatzvon Altfahrzeugen) wurde überwiegend geleast. Daraus leitet sich der auch heuer wieder gleichbleibende jährliche Investitionsbedarf ab.

1.6. Finanzierungsbereich

Dem deutlich gestiegenen Vorfinanzierungsbedarf im GJ 2024/25 wurde durch Eröffnungeinesneuen Kontokorrentkredites in der Höhe von € 2.000.000,00 bei der Oberbank AGRechnunggetragen. Hauptgründe für die Erweiterung der Kreditlinie sind die stark gestiegenen Lieferzeiten (Vorfinanzierung Material) und das Ansteigen der durchschnittlich verarbeiteten Rohrdimension, das wiederumzu höheren Materialeinsatzkosten führt.

Darüber hinaus wurde die Ablöse der Volksbankkonten (Kontokorrentkredit € 500.000,00und Avalkreditrahmen € 500.000,00) durch die Oberbank AG Mitte 2025 durchgeführt Die Kreditlinien der Raiffeisenlandesbank Steiermark sind wie im vorigen Geschäftsjahr 2023/24 aufrecht bzw. verlängert worden. Die erste Kreditrate des Abstattungskredit € 3.000.000,00ist erst mit 30.06.2026 fällig.

Ergänzend zur Liquiditätsabsicherung bankenseitig wurden auch die Versicherungsrahmenbei den bereits bestehenden Garantieversicherungen entsprechend erhöht und auch zwei neueRahmenbei neuen Garantieversicherern (ERGO Rahmen 2.000.000,00 und Zürich Rahmen € 3.000.000,00) abgeschlossen.

1.7. Personalwesen

Trotz der anhaltenden schwierigen Personalsituation am heimischen Arbeitsmarkt ist es gelungendas Personal insbesondere im Bereich Facharbeiter nicht nur zu halten, sondern sogar auszubauen. Damit besteht auch die Möglichkeit Leihpersonal durch eigenes zusätzliches Personal abzudecken. Diese Vorgehensweise leistet auch einen wertvollen Beitrag zur Absicherung der Arbeitsqualität anden Baustellen vor Ort. So bleibt auch die gewonnene Arbeitserfahrung der einzelnen Mitarbeiter auch mittelfristig im Unternehmen erhalten und kann weiter ausgebaut werden.

2. Bericht über die Zweigniederlassungen

2.1. Organisationsstruktur

Der Firmensitz und damit auch gleichzeitig zentrale übergeordnete Organisations- und Verwaltungseinheit ist der Firmenstandort in Graz. Daher erfolgen auch die Unternehmenslenkung, die gesamte Logistikabwicklung, das Beschaffungsmanagement und die Projektkoordinationandiesem Standort.

Das gesamte Auftragsvolumen wird in einer Projektorganisation abgearbeitet, sodass für jedeeinzelne Baustelle ein Projektleiter verantwortlich ist. Vor Ort (auf der Baustelle) wird der Projektleiter voneinem Baustellenleiter unterstützt, der auch die Verantwortung auf der Baustelle selbst trägt.

Alle Projekte werden in einem zentralen EDV-System erfasst und sämtliche mit demProjekt verbundene Daten (Pläne, Aufmaß, Bestellungen, Ein- und Ausgangsrechnungen, …) in einemstrukturierten Projektordner hinterlegt. Auf diesen Projektordner können dann alle Projektbeteiligten zugreifenunddie notwendigen Informationen beziehen bzw. hinterlegen.

2.2. Betriebsstätten

Grundsätzlich erfolgt die logistische, rechnerische und firmentechnische Steuerungdes Gesamtunternehmens am Firmenstandort Graz. Auf Grund der Tatsache, dass sichauchin Westösterreich zahlreiche Projekte bzw. Baustellen befinden, wurde zur leichteren Abwicklungein eigenes Büro in Innsbruck angemietet. Somit können unsere Kunden auch in dieser Regionleichterund damit auch besser vor Ort betreut werden. Darüber hinaus kann für die einzelnen lokalen Baustellendie notwendige Projektunterstützung auch vom wesentlich näheren Bürostandort Innsbruck erfolgen. Beschaffungswesen, Lieferlogistik und Abrechnung werden aber nach wie vor amStandort Graz abgewickelt

3. Kennzahlen zur Ertragslage

3.1. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt:

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 3
2024/20252023/2024
EUREUR
Umsatzerlöse 35.412.89034.867.246

3.2. Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT)

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern entspricht dem um den Zinsaufwand korrigiertenErgebnisvor Steuern. Die Berechnung erfolgt folgendermaßen:

Ergebnis vor Steuern

+ Zinsen und ähnliche Aufwendungen gem. § 231 Abs 2 Z 15 bzw. Abs 3 Z 14 UGB

= Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT)

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 4
2024/20252023/2024
EUREUR
EBIT2.533.7542.326.471

3.3. Umsatzrentabilität (Return on Sales – ROS)

Die Umsatzrentabilität entspricht dem Verhältnis aus Ergebnis vor Zinsen und Steuernundden Umsatzerlösen.

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 4
2024/20252023/2024
Ergebnis vor Zinsen und Steuern x 100
Umsatzrentabilität Umsatzerlöse7,15 %6,67%

3.4. Kapitalrentabilität

Die Kapitalrentabilitäten werden auf Basis des Kapitals zum 31.03. des Geschäftsjahres berechnet.

3.4.1. Eigenkapitalrentabilität (Return on Equity – ROE)

Die Eigenkapitalrentabilität ergibt sich aus dem Verhältnis des Ergebnisses vor Steuernzum Eigenkapital.

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 4
2024/20252023/2024
Ergebnis vor Steuern x 100
Eigenkapitalrentabilität Eigenkapital30,99 %36,44%

3.4.2. Gesamtkapitalrentabilität (Return on Equity - ROI)

Die Gesamtkapitalrentabilität ergibt sich aus dem Verhältnis des Ergebnisses vor ZinsenundSteuern zum Gesamtkapital.

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 4
2023/20242022/2023
Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 5
Ruthardweg 17b
8055, Graz-Puntigam

Lagebericht

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 5
GesamtkapitalrentabilitätErgebnis vor Zinsen und Steuern x 10013,72 %12,57%
Gesamtkapital

4. Kennzahlen zur Vermögens- und Finanzlage

4.1. Nettoverschuldung (Net Dept)

Die Nettoverschuldung ergibt sich als Saldo des verzinslichen Fremdkapitals und der flüssigenMittel.

verzinsliches Fremdkapital

- flüssige Mittel = Nettoverschuldung

Für das verzinsliche Fremdkapital wurden folgende Posten angesetzt:

• Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten • Rückstellung für Jubiläumsgeld

Die flüssigen Mittel setzen sich wie folgt zusammen:

• Kassenbestand, Schecks, Guthaben bei Kreditinstituten • Wertpapiere des Umlaufvermögens

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 5
2024/20252023/2024
EUREUR
Nettoverschuldung4.013.2375.374.012

4.2. Eigenkapitalquote (Equity Ratio)

Die Eigenkapitalquote stellt den Anteil des Eigenkapital am Gesamtkapital dar.

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 5
2024/20252023/2024
Eigenkapital
Eigenkapitalquote Gesamtkapital38,66 %29,41%

4.3. Cash-Flow

Der Cash-Flow wurde nach der Praktiker-Methode wie folgt berechnet:

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 5
2024/20252023/2024
EUREUR

Ruthardweg 17b

Lagebericht

8055, Graz-Puntigam

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 6
Seite6
Jahresüberschuss/Fehlbetrag1.698.1411.512.178
+ Abschreibung AV u. UV246.280255.827
+ Abschreibung Disagio00
+ RBW ausg. AG46.46363.443
- Zuschreibungen00
- Aufl. Inv.Zuschuss1.0966.222
Cash-Flow I1.991.9801.837.670
+ Dot. RST Jubiläumsgeld23.63922.512
Cash-Flow II2.015.6191.860.182
- Aufl. Rückstellungen00
- Eigenverbrauch00
Cash-Flow III2.015.6191.860.182

5. Bericht über die voraussichtliche Entwicklung und dieRiskendes

Unternehmens

5.1. Voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens

Auch in diesem Geschäftsjahr haben sich Umsatz, Betriebsleistung und damit auch verbundendas Ergebnis der Firma IMRO Fernwärmetechnik GmbH wieder positiv entwickelt. Der Umsatz konntetrotz gegenüber dem Vorjahr niedererer Materialeinsatzkosten gehalten bzw. sogar leicht gesteigert werden. So ist es auch dieses Jahr gelungen, trotz schwieriger Randbedingungen (schwankende Materialpreise, unterschiedlichste Lieferzeiten, deutlich gestiegenen Lohnkosten, …) das Vorjahresergebnisansich wieder zu übertreffen.

Somit konnte die Firma IMRO Fernwärmetechnik GmbH trotz schwieriger Randbedingungenihre Marktposition speziell in den Bereich Rohrleitungs- und Anlagenbau nicht nur halten, sondernsogar weiter ausbauen.

Das stetige Gewinnen von Neukunden, der Erhalt der Stammkunden mit vorwiegendlangfristigen Projekten sorgen auch für eine zukünftige Absicherung der Auftragsbelegung. Dies gilt insbesondere auch für Kunden, die mit uns Jahresbauverträge, zumeist mit Verlängerungsoptionen, abgeschlossen haben.

Aus heutiger Sicht wird sich trotz veränderter Fördersituation (Entfall der direkten Wärmeanschlussförderung), vermutlich gleichbleibenden Materialeinsatzkosten und der verstärkten Nachfrage nach besserer Nutzung von Abwärme der Umsatz auf ähnlichemNiveau, wieimVorjahr, einpendeln. Darüber hinaus wurde auch bereits von der Regierung angekündigt, dassein Förderprogramm zur Direktförderung von Wärmeanschlüssen für das Kalenderjahr 2026 wieder geplant ist.

Dies bedeutet aber auch, dass die derzeitige Auftragssituation weiterhin so erhalten bleibt undkeine wesentlichen Anzeichen für ein Nachlassen der Nachfrage am Markt sichtbar sind.

Weiterhin gibt es eine gewisse Marktunsicherheit bei der Lieferung von fossilen Brennstoffen, insbesondere Gas und Öl. Diese Unsicherheit bewirkt nach wie vor eine anhaltende Nachfragenach einer leitungsgebundenen Wärmeversorgung und einer Wärmeproduktion mittels alternativer Energieformen.

Die auch in Zukunft unsichere Situation bei den fossilen Brennstoffen betreffen vorwiegenddie Liefersicherheit, die Preisentwicklung und die weiterhin existierende Forderung, bis 2040inÖsterreich klimaneutral zu sein, sind nach wie vor die unmittelbaren Treiber des Ausbaues der Fernwärmenetzte.

Bereits ab 2026 sollen wieder zahlreiche Förderprogramme für den Fernwärmenetzausbauzur Verfügung stehen, um damit auch wieder die finanziellen Anreize zu verstärken.

5.2. Wesentliche Risiken und Ungewissheiten

5.2.1. Materialeinsatz

Wie bereits im Punkt 1.4., Entwicklung der Aufwendungen, beschrieben, haben sich die Preisebei der Materialbeschaffung, insbesondere in den Bereichen isolierter Rohre, vorgefertigter Teile undauchaller Heizkesseleinrichtungen auf einem niedrigeren Niveau eingependelt. Trotzdemschwankendie Materialpreise nach wie vor oft noch erheblich. Hauptgründe dafür sind die trotzdemnochstark unterschiedlichen Lieferzeiten. Die oft erforderliche kurzfristige Verfügbarkeit spielt dabei einenicht unwesentliche Rolle.

Derzeit gibt es keine Anzeichen am Markt, dass sich die Materialeinsatzkosten deutlich nachobenoder unten entwickeln bzw. verschieben werden. Punktuelle Ausnahmen wird es aber in Zukunft bei der Materialbeschaffung gehäuft geben. Gerade dann ist es besonders schwierigdiehohen Materialeinsatzkosten auch direkt an die Kunden weiterzugeben, um zu verhindern, dass dieseKosten teilweise im eigenen Haus abgedeckt werden müssen.

Momentan gibt es keine Anzeichen, dass sich die Situation betreffend der Materialbeschaffung gravierend ändern wird. Somit gehen wir für das kommende Geschäfts- bzw. Planjahr voneiner ähnlichen Beschaffungssituation aus.

5.2.2. Finanzierung

Die im GJ 2024/25 getroffenen Maßnahmen zur Abdeckung der erforderlichen Vorfinanzierungwurden bereits im Punkt 1.6. Finanzierungsbereich erläutert.

Schwerpunkt zur Absicherung der zusätzlich erforderlichen Liquidität im GJ 2024/25 war dieEröffnung eines neuen Kontokorrentkredites in der Höhe von € 2.000.000,00 bei der Oberbank AG. Damit wurde dem erhöhten Finanzierungsbedarf, hervorgerufen durch die teilweise stark gestiegenenLieferzeiten (Vorfinanzierung Material) und das Ansteigen der durchschnittlich verarbeiteten Rohrdimensionen, die wiederum zu höheren Materialeinsatzkosten führen, Rechnung getragen.

Zudem bewirken die deutlich gestiegenen Zinsen, dass die Vorfinanzierungskostensichauch entsprechend in der Kalkulation auswirken und auch bei der Angebotslegung dannlaufend berücksichtigt werden müssen.

Ergänzend zur Erhöhung der liquiden Mittel bankenseitig wurden auch die Versicherungsrahmen betreffend erforderlicher Haftungen und Garantien bei den bereits bestehenden Garantieversicherungen ausgeweitet und auch zwei neue Rahmen bei neuen Garantieversicherer (ERGORahmen2.000.000,00 und Zürich Rahmen € 3.000.000,00) abgeschlossen. Damit ermöglicht eine verstärkteNutzungvon Versicherungsgarantien, wenn immer diese auch vom Kunden akzeptiert werden, einealternative Abdeckungsmöglichkeit für erforderliche Bankgarantien ohne die Liquidität langfristig zu belasten.

5.2.3. Auftragsentwicklung

Die Tendenz der stark steigenden Umsätze aus den Vorjahren hat sich imGeschäftsjahr 2024/25 deutlich abgeschwächt, sodass sowohl Umsatz als auch Gewinn nur geringfügigüber dem Vorjahresniveau liegen. Die wieder aus einem sehr hohen Niveau gesunkenen Materialeinsatzpreise tragen auch sehr wesentlich zur Umsatzkonsolidierung bei. Dieser Umstand wurde auch inder Planung für das kommende Geschäftsjahr 2025/26 berücksichtigt, sodass eine gleichbleibendeUmsatz-und Gewinnsituation planerisch realisiert wurde. Erschwerend kommt hinzu, dass die Förderprogramme, insbesondere die Direktförderung für Fernwärmeanschlüsse, ausgelaufen sind und aus heutiger Sicht

erst 2026 wieder neu aufgelegt werden. Daher wurde bereits im Vorfeld versucht, dies durchAufträgein den Bereichen Restwärme- und Abwärmenutzung zu kompensieren.

Im darauffolgenden Geschäftsjahr sollte dann wieder eine Fördersituation vorliegen, bei der auchdas Spektrum Errichtung von Einzelanschlüssen und damit verbunden auch eine entsprechende Netzverdichtung wieder entsprechend beauftragt werden.

5.2.4. Personal

Auch in diesem Geschäftsjahr ist es der IMRO Fernwärmetechnik GmbH gelungen, den Eigenanteil an qualifizierten Mitarbeitern wieder zu erhöhen, sodass sowohl der eigene Zusatzbedarf alsauchder Ersatz von Leiharbeitern am Arbeitsmarkt lukriert werden konnte. Dabei hat sich wieder bestätigt, dass Lohnmodelle, die eine ganzjährige Beschäftigung ermöglichen (Überbrückung der temperaturbedingten Winterpause), einen wesentlichen Beitrag zur Mitarbeiterzufriedenheit leisten.

Darüber hinaus wird nach wie vor versucht, die momentan tätigen Leiharbeitsfirmen für einelangfristige, stabile Zusammenarbeit zu gewinnen, sodass auch im Bereich der Leiharbeit eine gewisseKontinuität bei der Beschäftigung der einzelnen Leiharbeiter gewährleistet ist.

5.2.5. Rechtsstreitigkeiten

Bei den Rechtsstreitigkeiten gibt es zum Geschäftsjahresschluss aus wirtschaftlicher Sicht einwichtiges Verfahren: IMRO-Montcommerce. Dabei kann aber davon ausgegangen werden, dassmit der Klagenden Partei ein Vergleich geschlossen werden wird und die in der Bilanz 2024/25 berücksichtigten Forderungen der Klagenden Partei zur Abdeckung nicht überschritten werden.

Im Verfahren IMRO-Veichtelbauer ist die vereinbarte Vergleichszahlung bereits geleistet worden, der noch offen verbleibende Betrag wurde in den Rückstellungen berücksichtigt.

Details und Ergänzungen zu den einzelnen nicht aufgelisteten Verfahren können der Stellungnahme Rechtsanwälte Scherbaum Seebacher entnommen werden.

6. Bericht über die Forschung und Entwicklung

6.1 F u. E Aufwendungen

Auch bei den F u. E Aufwendungen gibt es zum vorigen Geschäftsjahr keine neuen Erkenntnisse. Da die Firma IMRO Fernwärmetechnik GmbH selbst kein Eigenprodukt herstellt, fallen auch keinedirekten F u. E Aufwendungen bzw. Kosten an. Nach wie vor unterstützen wir auch die F u. EAktivitätenunserer Lieferanten, wobei unser Hauptbeitrag die Erprobung und Verbesserung von Neuheiten imPraxiseinsatz ist.

Datum, Unterschrift des Geschäftsführers

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