← Zurück zum Firmenprofil

Lagebericht 2025

Gebro Pharma GmbH

Original-PDF

Stichtag 31. Dez. 2025 · Eingereicht am 14. Sep. 2026

Inhaltsverzeichnis

00

1. Geschäftsverlauf

Der Umsatz der Gebro Pharma GmbH ist im Jahr 2025 um +3,3% von TEUR 114.679 auf nunmehr TEUR 118.463 gestiegen.

Diese Steigerung ist auf gestiegene Inlands- und Auslandsumsätzen zurückzuführen. Der Inlandsteil bei den Umsätzen betrug mit TEUR 81.176 rd 68,5% (VJ TEUR 80.881, Veränderung zum VI 0,37%).

Der österr. Apothekenmarkt ist im Vergleich zum Vorjahr um 7,9% gewachsen, der Krankenhausmarkt um 7,1%. Das Gesamtmarktwachstum hat sich positiv auf die Geschäftsentwicklung ausgewirkt (Quelle:

IQVIA)

Das Ergebnis vor Steuern (EvS) erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 3.205 auf TEUR 18.095. Das entspricht einer Änderung von 21,5%.

Die sonstigen betrieblichen Erträge sind auf TEUR 1.634 gestiegen (VJ TEUR 1.608), Veränderung zum VJ 1,6%)

Der Materialaufwand ist im Jahr 2025 von TEUR 64.412 auf TEUR 63.414 gesunken, prozentuell zu den Umsatzerlösen ist der Anteil von 56,2% in 2024 auf 53,5% in 2025 gesunken.

In Summe ist der Personalaufwand um +3,9% im

Vergleich zu 2024 gestiegen und beträgt TEUR 19.912

(VJ TEUR 19.159). Der Aufwand für Abfertigungen und Leistungen an Mitarbeitervorsorgekassen ist im Jahr 2025 auf TEUR 299 gesunken. (VI TEUR 604, Veränderung zum VJ -50,6%)

Die Abschreibungen sind auf TEUR 2.406 gesunken. (VJ TEUR 3.074, Veränderung zum VI -21,7%).

Das Finanzergebnis hat sich auf TEUR 244 um -52,6% (VJ TEUR 514) verändert.

Die Steuern vom Einkommen sind im Jahr 2025 um TEUR 953 auf TEUR 4.357 (VJ TEUR 3.404) gestiegen. Der Jahresüberschuss 2025 beträgt TEUR 13.738 (VJ TEUR 11.487).

Der Bilanzgewinn 2025 beträgt TEUR 40.471 (VJ TEUR 38.733).

Der Personalaufwand hat sich in Summe erhöht, vakante Stellen konnten wieder nachbesetzt werden.

In wenigen Bereichen kam es auch noch in 2025 zu Lieferengpässen, der Großteil der Rohstoffe ist und war lieferbar, im Bereich der Rohstoffe kam es allerdings zu Preissteigerungen.

2. Lage des Unternehmens

Das langfristig gebundene Anlagevermögen hat sich gegenüber dem Vorjahr auf TEUR 5.992 verringert. Das Umlaufvermögen ist um 14,5% auf TEUR 50.248 gestiegen (VJ TEUR 50.210).

Das Eigenkapital hat sich gegenüber dem Bilanzstichtag des Vorjahres von TEUR 40.456 auf TEUR 42.194 erhöht. Das entspricht einer Erhöhung von 4,3%. Das Fremdkapital ist um -11,4% auf TEUR 15.309 (VJ TEUR 17.269) gesunken. Die Rückstellungen sind um TEUR 126 auf TEUR 8.412 (VJ TEUR 8.286) gestiegen, bei den Verbindlichkeiten kam es zu einer Verminderung um TEUR -2.086 auf TEUR 6.754 (VJ TEUR 8.841) Der Anteil des Fremdkapitals am Gesamtkapital ist von 29,9% (VJ) auf 26,6% (heuer) gesunken. Der Anteil des Eigenkapitals beläuft sich auf 73,4% (VJ 70,1%). Die Veränderung

beim FK betraf sowohl die Rückstellungen als auch die Verbindlichkeiten.

Der Aufwand für Steuern vom Einkommen betrug TEUR 4.357. Nach dem Abfluss der Ausschüttungen an die Gesellschafter in Höhe von TEUR -12.000 ist der Finanzmittelbestand gegenüber dem Vorjahr um TEUR -215 auf TEUR 22.926 (VJ TEUR 23.141) gesunken. Der Cashflow aus operativer Tätigkeit beträgt TEUR 14.024 (VJ TEUR 19.697), aus Investitionstätigkeit TEUR - 2.239 (VJ TEUR -2.134) und aus Finanztätigkeit TEUR - 12.000 (VJ TEUR -10.000).

In der folgenden Tabelle sind die

wichtigsten Umsatzdaten der letzten zwei Jahre einander gegenübergestellt:

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 3
Jahr20242025
In TEUR
Umsätze Inland80.88181.176
Umsätze Ausland35.07938.605
Erlösschmälerungen-1.280-1.319
Umsatzerlöse114.679118.463

3. Zusammenfassung wichtiger Kennzahlen

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 3
20242025
Umsatzrentabilität13,0%15,3%
Evs/Umsatz
Eigen kaptialrentabilität37,5%43,8%
EvS/ØEigenkapital
GesamtkapRentabilität25,7%31,0%
Erg v Zinsen und
Steuern/ØGK
Nettoumlaufvermögen37.84339.696
kurzfristiges UV-kurzfristiges
FK
Eigenkapitalquote71,1%71,7%
ØEK/ØGK

Nichtfinanzieller Bericht

Zum Jahresende waren 217 Mitarbeiter FTE beschäftigt. (VJ 210; +3,3%). Die Mitarbeiter werden laufend im Rahmen eines Schulungsplanes geschult und weitergebildet, für die Mitarbeiter stehen verschiedene freiwillige Sozialleistungen zur Verfügung und es wurde ein employer branding Programm gestartet und wird laufend verbessert.

Im Bereich Einkauf und Logistik wird versucht durch langfristige Lieferantenbeziehungen die Lieferqualität und -sicherheit zu erhöhen.

Im Bereich der Produktion sichern laufende Investitionen einen hohen technischen Standard für die Herstellung der Gebro Produktpalette.

4. Zweigniederlassungen

Es sind keine Zweigniederlassungen vorhanden.

5. Voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens

Ausblick

Der Umsatz im Jahr 2026 wird im Vergleich zum Jahr 2025 steigen. Das Ergebnis vor Steuer wird 2026 sinken.

Der Gesetzgeber hat Änderungen im Zusammenhang mit Preisregularien für Arzneimittel beschlossen. Das bedeutet für die Firma Gebro, dass im Jahr 2023 bei einzelnen Produkten Preisreduzierungen vorgenommen werden mussten. Die nächste Preisevaluierung und mögliche weitere Preissenkungen erfolgen in 2027.

Bei einzelnen Produkten kann es auch zu Out of Stock

Situationen kommen, mitentsprechenden Versorgemaßnahmen und erhöhten Sicherheitsbeständen soll dies minimiert werden. Weiters wird es auch in 2026 zu Kostensteigerungen (zB Personal-, Herstellkosten kommen.

6. Forschung und Entwicklung

Die Gebro Pharma GmbH ist eine Pharmafirma, die über alle wesentlichen, für das Geschäft nötigen Ressourcen im eigenen Haus verfügt. Dazu gehört auch eine leistungsfähige F&E, welche für das Unternehmen eine zentrale Funktion einnimmt.

Das Unternehmen verfügt aktuell über die dafür nötigen Kapazitäten und Kompetenzen. Ziel der Gebro

ist es, diese Kapazitäten zu erhalten und fortlaufend den steigenden Anforderungen, insbesondere aus dem regulatorischen Bereich anzupassen.

Für das Jahr 2026 sind die Bereiche F&E, Registrierung und Medizinische Abteilung mit Aufwendungen in Höhe von rund TEUR 3.728 geplant (VJ TEUR 3.526).

7. Risikoanalyse

Produktionsrisiko

Durch die Kontrolle der Produktionsprozesse im Rahmen unseres IKS Systems und durch die Anwendung der Good Manufacturing Praxis (GMP) im Rahmen eines Qualitätssicherheitssystems umfangreichen wird sichergestellt, möglicherweise entstehenden Risiken entgegenzuwirken. Es wurden genau definierte Standards (SOP) und Arbeitsanweisungen festgelegt.

Zusätzlich hat Gebro noch das sogenannte CIRS System eingeführt. Ein Critical Incident Reporting System organisiert die Meldung eines NEAR MISS (Vorkommnis mit Risikopotential, verbunden mit Beinahe-Schäden an Personen, Sachen, Umwelt, Image). Dieses System ist sinnvoll, weil NEAR MISSES weitaus häufiger sind wie schon eingetretene Schäden und der dadurch erreichbare Lerneffekt eine wichtige prophylaktische Wirkung zum Nutzen aller Mitarbeiter und der Firma ausüben kann.

Beschaffungsrisiko

Unter Beschaffungsrisiko ist die Verknappung oder Verteuerung von produktionsnotwendigen Stoffen zu verstehen. Prinzipielle Prämisse von Gebro ist es, ein Back-Up System zu haben, so dass keine Abhängigkeit von einzelnen Lieferanten besteht. Dadurch kann Produktionsausfällen entgegengewirkt werden. Die Historie zeigt, dass wir im Beschaffungsbereich durch

gezieltes Kunden- /Lieferantenmanagement eine sehr hohe Liefertreue erreichen.

Risiko Mitarbeitergewinnung

Es wird immer schwieriger geeignete Mitarbeiter zu finden, entsprechende Maßnahmen wurden hier bereits eingeleitet und laufend verbessert.

Internes Kontroll System

Durch ein umfangreiches Internes Kontroll-System, welches nach dem Vier-Augen Prinzip aufgebaut wurde, können Risiken vor allem im Finanzbereich ausgeschlossen werden.

Neben den üblichen unternehmerischen Risiken und den oben angeführten sonstigen Anmerkungen sind keine weiteren wesentlichen Ungewissheiten erkennbar.

Finanzierungsinstrumente

Finanzierungs-

Fieberbrunn, am __ Dr. Christian Kollenz

Wesentliche außerbilanzielle instrumente sind zum Bilanzstichtag nicht vorhanden. Ukrainie/Russland Krise; Israel/Gaza Krise; Iran Krise Es gibt keine Geschäftsbeziehungen mit Unternehmen dieser Länder und daher bis dato keine unmittelbaren Auswirkungen. Mittelbar könnte es im Bereich der Beschaffung zu Auswirkungen und Verzögerungen kommen, wenn Vorlieferanten aus den Krisengebieten kommen.

Inflation/Energiekrise

AufgrundderInflationkommt es zu Kostensteigerungen, welche nurzum Teil weitergegeben werden können, auch führt die Energiekrise teilweise immer noch zu erhöhten Energiepreisen.

Anton Velhora

Wir verwenden Cookies, um grundlegende Funktionen der Plattform sicherzustellen und anonymisierte Nutzungsstatistiken zu erfassen. Durch einen Klick auf "Akzeptieren" stimmst du der Verwendung dieser Cookies zu.