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Lagebericht 2025

DMG MORI Balkan GmbH

Original-PDF

Stichtag 31. Dez. 2025 · Eingereicht am 06. Aug. 2026

Inhaltsverzeichnis

1. Geschäftsverlauf, Geschäftsergebnis und Lage der Gesellschaft

Überblick

Das Unternehmen ist Teil des DMG MORI-Konzerns und verantwortlich für den Vertrieb und Service der Werkzeugmaschinen, diverser Software- und Digitalisierungsprodukte sowie Dienstleistungen in Serbien, Slowenien und Kroatien. Der Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit unserer Gesellschaft liegt im Großhandel mit Metallbearbeitungsmaschinen und Zubehör für Metallbearbeitungsmaschinen.

Der weltweite Markt für Werkzeugmaschinen war – wie schon im Vorjahr – geprägt durch globale Herausforderungen und Unsicherheiten. Der nach wie vor andauernde Krieg in der Ukraine sowie der durch die USA ausgelöste Zollstreit sind wesentliche Gründe für die andauernde Unsicherheit der Unternehmen und damit für die Zurückhaltung der Kunden bei Investitionsentscheidungen.

Die Umsätze der DMG MORI Balkan GmbH sind im Vergleich zum Vorjahr von 19.217 T€ auf 13.421 T€ im Geschäftsjahr 2025 gesunken. Nach Abzug der Aufwendungen in der Gesamthöhe von 13.113 T€ (Vorjahr T€ 18.199 T€) konnte das Geschäftsjahr 2025 erfolgreich abgeschlossen werden und es wurde ein EBIT von 308 T€ (Vorjahr 1.018 T€) erzielt.

Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Das im Umlaufvermögen (hier insbesondere in den Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten und in den Vorräten) gebundene Kapital hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr um 26.344 T€ reduziert. Das working capital beträgt im Saldo 5.365 T€ (im Vorjahr 28.939 T€).

Die Umsatzerlöse des Unternehmens beliefen sich auf 13.421 T€ gegenüber einem Umsatz von 19.217 T€ im Jahr 2024, was einer Reduzierung von 30,2 % entspricht. Der Rückgang war in erster Linie auf geringere Maschinenverkäufe infolge eines im Vergleich zum Vorjahr reduzierten Auftragsbestands zurückzuführen. Dennoch liegt der Umsatz weiterhin im Rahmen des langfristigen durchschnittlichen Geschäftsvolumens des Unternehmens. Der Personalaufwand stieg um 455 T€ und entspricht einer Erhöhung von 37,9%. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen der Gesellschaft beliefen sich auf 1.560 T€ gegenüber 1.719 T€ im Jahr 2024, was einer Reduzierung von 10,2 % entspricht. Das Ergebnis vor Steuern belief sich auf 4.239 T€ gegenüber 28.601 T€ im Jahr 2024. Dies entspricht einer Reduzierung von 85,2 %.

Das Ergebnis vor Steuern war im Geschäftsjahr 2024 signifikant durch die Ausschüttung des 100 %igen Tochterunternehmen in Höhe von 27.000 T€ beeinflusst, im Geschäftsjahr 2025 beläuft sich die Ausschüttung in Höhe von 3.500 T€.

Der Mittelzufluss aus dem Ergebnis (vereinfacht nach der Praktikermethode berechnet) beträgt im Geschäftsjahr 388 T€ (2024: 1.098 T€). Dieser umfasst ein operatives Betriebsergebnis von 308 T€ und planmäßige Abschreibungen von 80 T€.

Finanzindizes für die Jahre 2025 und 2024

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 2
Jahr 2025Jahr 2024
Betriebsergebnis308.184,99 = 2,30%1.017.867,72 = 5,30%
Umsatzerlöse13.420.591,5919.217.348,42
Jahr 2025Jahr 2024
Bruttomarge3.338.536,45 = 24,88%4.019.730,29 = 20,92%
Umsatzerlöse13.420.591,5919.217.348,42
Jahr 2025Jahr 2024
Ergebnis vor Steuern4.239.314,04 = 66,11%28.600.590,38 = 95,12%
Eigenkapital6.412.681,4230.066.331,28

2. Chancen und Risiken

Chancen werden im DMG MORI – Konzern systematisch identifiziert, analysiert und gesteuert. Operative Chancen ergeben sich aus positiven Abweichungen der monatlichen „Rolling Forecasts“ jeder Konzerngesellschaft. Im konzernweiten Customer Relationship Management (CRM)-System werden die Vertriebs- und Serviceaktivitäten detailliert dokumentiert und analysiert. Zusammen mit einer permanenten Marktbeobachtung können so Frühindikatoren genutzt und Chancen erkannt und genutzt werden.

Der DMG MORI – Konzern hat in seinem Risikomanagementsystem Grundsätze und Richtlinien festgelegt, um frühzeitig Risiken zu erkennen und Gegenmaßnahmen ergreifen zu können. Wesentliche Risiken für die Entwicklung der DMG MORI Balkan GmbH resultieren größtenteils aus konjunkturellen Einflüssen auf dem (ost-)europäischen Markt.

Das Unternehmen ist verschiedenen finanziellen Risiken ausgesetzt, für die es geeignete Maßnahmen ergreift. Durch eine gezielte, im Jahresverlauf mehrfach überarbeitete Volumenplanung sowie durch entsprechendes Kostenmanagement wird das Risiko auf ein Mindestmaß reduziert. Aus heutiger Sicht ist für das Unternehmen kein bestandsgefährdendes Risiko zu erkennen.

Finanzielle Risiken sind insbesondere solche:

1. Liquiditätsrisiko

Wir definieren das Liquiditätsrisiko als die Möglichkeit, dass das Unternehmen seine gegenwärtigen und zukünftigen Verbindlichkeiten aufgrund vollständig oder pünktlich zurückzahlen kann. mangelnder Liquidität nicht

Das Vermögen der Gesellschaft zusammen mit den Forderungen, die sich auf Schulden der Konzernunternehmen beziehen, reicht aus, um die Verbindlichkeiten zu decken, so dass die Gesellschaft über ausreichende Liquidität verfügt. Zudem wird die ausreichende Liquidität der Gesellschaft durch das konzernweite Cash Pool-System sichergestellt.

2. Kreditrisiko

Die Kreditrisiken des Unternehmens sind begrenzt, da der Verkauf jeder Maschine durch Anzahlungen in Höhe von mindestens 90% des Verkaufspreises abgesichert ist. Dementsprechend wird das Risiko aus der Nichterfüllung von Zahlungsverpflichtungen durch Kunden als gering eingestuft. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden laufend überwacht, und identifizierte Kreditrisiken werden durch die Bildung angemessener Wertberichtigungen berücksichtigt. Auf Basis der zum Bilanzstichtag vorliegenden Informationen geht die Unternehmensleitung davon aus, dass die gebildeten Wertberichtigungen ausreichen, um die erwarteten Kreditverluste angemessen abzudecken.

3. Wechselkursrisiko

Das Unternehmen handelt hauptsächlich in Euro. Es ist daher keinen Wechselkursschwankungen ausgesetzt.

Das Unternehmen verwendet keine derivativen Finanzprodukte.

3. Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten

Das Unternehmen ist nicht im Bereich Forschung und Entwicklung tätig.

4. Zweigniederlassungen

Das Unternehmen hat drei Niederlassungen in Slowenien, Kroatien und Serbien.

5. Voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens

Zu Beginn des Jahres 2026 sieht sich die Weltwirtschaft weiterhin Risiken gegenüber, die insbesondere durch den anhaltenden Krieg in der Ukraine sowie durch wirtschaftliche Unsicherheiten infolge unvorhersehbarer Handelspolitiken geprägt sind. Darüber hinaus hat der neu ausgebrochene militärische Konflikt im Zusammenhang mit dem Iran bereits zu spürbaren Anstiegen der Energiekosten geführt, wobei die weiteren Auswirkungen derzeit noch nicht absehbar sind.

Dennoch wird aus heutiger Sicht kein signifikanter Rückgang beim Geschäftsvolumen erwartet.

Die bereits seit zwei Jahren anhaltende Zurückhaltung der Kunden bei Investitionsvorhaben hat ihren Höhepunkt erreicht und wird langsam, aber stetig zurückgehen. Auftragseingang, Umsatz und Auftragsbestand im Bereich Neumaschinen werden aus heutiger Sicht das Vorjahresniveau erreichen und nicht weiter sinken. Der Geschäftsbereich Service (Ersatzteile, Dienstleistungen und Schulungen) wird sich im Laufe dieses Jahres voraussichtlich ebenfalls stabilisieren. Auch der im vergangenen Jahr im Volumen etwas zurückgefallene Geschäftsbereich Service (Ersatzteile, Dienstleistungen und Schulungen) dürfte sich in diesem Jahr zumindest stabilisieren. Ein nachhaltiger Volumenanstieg wird erst 2027 erwartet.

Herausfordernd wird die Kostenentwicklung, vor allem wenn sich die Steigerungen im Energiebereich länger fortsetzen und sich inflationär auf andere Branchen auswirken. Aus diesem Grund wird der Fokus auf Konsteneffizienz gelegt. Dies vorausgesetzt, ist im Jahr 2026 wieder ein Betriebsergebnis auf dem Niveau von 2025 zu erwarten.

Mit der Strategie „Machine Transformation" (MX) begegnet DMG MORI dem herausfordernden Marktumfeld. Diese basiert auf den vier Säulen Prozessintegration, Automatisierung, Digitale Transformation (DX) und Grüne Transformation (GX) und tragt dem steigenden Kostendruck, den sich verschärfenden Fachkräftemangel sowie dem Druck in Richtung Okologie und Nachhaltigkeit Rechnung. Die in den vergangenen Jahren aufgebaute, flächendeckende Servicestruktur und - kompetenz wird in den nächsten Jahren weiter ausgebaut werden.

Lustenau, am 31. Juli 2026

Die Geschäftsführer

ye Rajeev Anahd

Gébhard Áberer Copialianus

Stavros Pagkalidis Josef by Alexandros Fátselidis

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