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Lagebericht 2024

pro mente kärnten gmbH

Original-PDF

Stichtag 31. Dez. 2024 · Eingereicht am 20. Aug. 2025

Inhaltsverzeichnis

L A G E B E R I C H T

der pro mente kärnten gmbH zum 31.12.2024

1. Geschäftsverlauf, Geschäftsergebnis und Lage des Unternehmens

1.1 Geschäftsergebnis, Ertragslage (inkl. Kennzahlen)

Die Basis für das Geschäftsjahr 2024 bildet der am 12.12.2023 vom Aufsichtsrat beschlossene Budgetvoranschlag.

Im Geschäftsjahr 2024 verzeichnet die Gesellschaft einen Jahresüberschuss in der Höhe von TEUR 331 (Vorjahr: Jahresüberschuss TEUR 556). Die Ertragssituation ist stabil.

Zufallsgewinne der pro mente kärnten GmbH, einem gemeinnützigen Träger, werden nicht ausgeschüttet, sondern verbleiben im Unternehmen zur Abdeckung etwaiger Verlustbereiche oder werden in qualitätsverbessernde Maßnahmen investiert.

1.2 Vermögenslage (inkl. Kennzahlen)

Das Vermögen der Gesellschaft iHv EUR 10,0 Mio (VJ EUR 10,4 Mio) ist mit EUR 4,7 Mio (VJ EUR 4,1) im Anlagevermögen und mit EUR 5,3 Mio (VJ EUR 6,2) im Umlaufvermögen gebunden.

Durch den im Geschäftsjahr 2024 erzielten Jahresüberschuss erhöht sich das Eigenkapital von EUR 3.021.357,02 im Jahr 2023 auf EUR 3.352.274,47. Dies entspricht einer Eigenmittelquote gemäß § 23 URG von 42% (Vorjahr: 36%).

1.3 Finanzlage (inkl. Kennzahlen)

Der Bestand an kurzfristigen Mitteln auf den Kontokorrentkonten ist zum Bilanzstichtag mit rund EUR 1,6 Mio (Vorjahr: EUR 2,3 Mio) auf einem Niveau, welches sicherstellt, dass sämtlichen fälligen Verpflichtungen problemlos nachgekommen werden kann, die Finanzlage der Gesellschaft ist somit aufgrund des deutlich positiven Working Capital ausgeglichen.

2. Forschung und Entwicklung

Aktuelle Projekte dieses Jahres:

• Beratung bei der Anpassung des Dokumentationsprogrammes Vivendi • Weitere Durchführung Personenzentrierten Analysen des Evaluationsdatensatzes der Sozialpsychiatrischen Dienste • Evaluation des externen Lehrganges Traumapädagogik 2. Durchgang (durchgeführt vom Verein Nordlicht): Erstellung, Auswertung der Befragung zu den einzelnen Modulen • Beginn der 1,5-Jahresevaluation Bereich Training

Gemeinsame Projekte in der pro mente Gruppe im Rahmen des eMental Health Schwerpunktes:

• Vorbereitung der Implementierung und Aufnahme des Betriebs der APP Coach Yourself

Andere gemeinsame Projekte in der pro mente Gruppe:

• Erhebung des IST-Standes der Implementation von Green Care/naturgestützten Angeboten in der pro mente Gruppe in Kärnten

3. Prognosebericht (voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens)

Für das Geschäftsjahr 2025 erwarten wir ein ausgeglichenes Jahresergebnis. Die Belegung unserer Wohnangebote ist konstant, ebenso die Nachfrage nach arbeits- und tagesstrukturierenden Maßnahmen.

Einschränkungen in der Leistungserbringung ergeben sich im Besonderen für den psychotherapeutischen Bereich, resultierend durch die Schwierigkeit, Fachpersonal mit mehrjähriger vorgewiesener Erfahrung im psychiatrischen Bereich zu lukrieren. In den Arbeitsprojekten wird das Dienstleistungsportfolio erweitert,um die Selbsterwirtschaftungsquote zu erhöhen und die nächsten Jahre eine Kostendeckung zu erreichen.

Durch unser aktives Cash- und Creditmanagement sowie laufende Akontierungen seitens der Vertragspartner und Subventionsgeber ist sichergestellt, dass ausreichend Liquidität (eigene Mittel bzw. ausnutzbarer Kontokorrentrahmen) verfügbar ist, um eingegangene Verbindlichkeiten zu begleichen.

4. Risikoberichterstattung (Beschreibung der wesentlichen Risiken und Ungewissheiten)

Die Arbeitsmarktsituation im Sozial- und Gesundheitsbereich ist besonders herausfordernd. Beinahe alle Gesundheitsberufe sind bereits in der Mangelberufsliste aufgenommen und auch klinisch psychologisches und psychotherapeutisches Personal wird zunehmend schwierig, zu finden.

Darüber hinaus ist in den nächsten Jahren mit einer Reihe von Budgetsanierungsmaßnahmen der Bundesregierung, aber auch der Länder zu rechnen. Bereits für das Jahr 2025 stehen Kürzungen bei den Valorisierungen im Raum, die jedoch besonders für Betriebe, die mit Förderverträgen finanziert werden, ein zentrales Instrument zur Sicherstellung der Leistungsfähigkeit darstellen. Einsparungen im Bereich des Gesundheits- und Sozialwesens könnten zu Leistungseinbußen führen.

Die rasante digitale Entwicklung erfordert Regulative wie beispielsweise NIS2, die jedoch für Organisationen mit erheblichem bürokratischem Aufwand sowie nicht eingeplanten personellen und finanziellen Ausgaben verbunden sind.

Im Baubereich sind die Kosten nach wie vor sehr hoch, was dazu führt, dass nicht alle Vorhaben realisiert werden können und dies zu einem Rückstau von Instandsetzungsmaßnahmen und Investitionen führt.

Für die Organisation können zusätzlich zu den aufgeführten Risiken weitere Risiken bestehen. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt sind solche Risiken nicht bekannt oder werden diese von uns für vernachlässigbar gehalten.

Die Gesamteinschätzung der Situation der Gesellschaft weist zum Berichtszeitpunkt keine bestandsgefährdenden Risiken auf.

Klagenfurt ap-Wörthersee, am/18.06.2025

Geschäftsfúhrung:

Univ. Doz. Dr. Georg Spiel

Mag. Petra Müller, MBA

Brigitte Kowatsch, MAS, MBA

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