Inhaltsverzeichnis
I. Bericht über den Geschäftsverlauf und die wirtschaftliche Lage
Unternehmen
Die „System 7 metal technology GmbH“ ist ein traditionsreicher Lohnfertiger im Bereich für Blechteile und Metallkomponenten mit starkem regionalem Kundenfokus.
Die Haupttätigkeit umfasst die Verarbeitung von Stahl-, Edelstahl- und Aluminiumblechen zu Einzelteilen oder ganzen Komponenten im Auftrag und nach Vorgabe der Kunden.
Geschäftsverlauf
Das wirtschaftliche Umfeld in Europa blieb auch 2025 herausfordernd. Österreich befand sich nach zwei Rückgangsjahren erstmals wieder in einer leichten Erholung (reales BIP +0,3 % nach -0,7 % im Vorjahr), die Sachgütererzeugung war mit –0,5 % jedoch weiter rückläufig. Der wichtige Absatzmarkt Deutschland und die Metallbranche insgesamt zeigten weiterhin schwache Nachfrage.
Die Teuerung ging gegenüber den Vorjahren zurück, lag mit rund 3,5 % aber weiter über dem Euroraum-Durchschnitt. Die EZB hielt den Leitzins nach den Senkungen des Vorjahres bei rund 2 % stabil. Die Energieversorgung war das gesamte Jahr über gesichert; die Preise für Strom und Gas haben sich gegenüber den Krisenjahren deutlich entspannt.
Entgegen dem Branchentrend konnte die Gesellschaft den Umsatz deutlich steigern. Die breite Kundenbasis sowie die Gewinnung zusätzlicher Aufträge wirkten der schwachen Gesamtnachfrage entgegen. Der Geschäftsverlauf ist damit im Branchenvergleich klar positiv zu bewerten.
Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
Die Ertragslage hat sich gegenüber dem Vorjahr spürbar verbessert.
Nach einem Finanzergebnis von € –124.561,72 ergibt sich ein Ergebnis vor Steuern von € 476.868,01 (Vorjahr: € 198.255,95) und nach Steuern ein Jahresüberschuss von € 398.511,76 (Vorjahr: € 181.005,48).
Die Liquidität blieb geordnet. Der operative Cashflow lag mit T€ 1.078 unter dem Vorjahreswert (T€ 2.065); wesentlicher Grund ist die mit dem Umsatzwachstum verbundene höhere Mittelbindung im Umlaufvermögen. Aus der Investitionstätigkeit flossen T€ 840 ab, aus der Finanzierungstätigkeit T€ 442 (im Wesentlichen Kredittilgungen). Der Finanzmittelbestand verringerte sich entsprechend auf € 169.179,49 (Vorjahr: € 373.609,19).
Investiert wurde 2025 schwerpunktmäßig in Energie- und Nachhaltigkeitsprojekte: Erweiterung der Photovoltaikanlage um 500 kWp, neue Ladestellen für E-Fahrzeuge, Modernisierung der Absaugung sowie die Einrichtung der Schweißabteilung.
Für das Geschäftsjahr 2025 wurde keine Ausschüttung vorgenommen. Das Ergebnis wurde zur Gänze thesauriert und stärkt die Eigenkapitalbasis. Die Eigenkapitalquote stieg dadurch auf 39,55 % (Vorjahr: 34,55 %).
Finanzielle Leistungsindikatoren
Die Gesellschaft weist im aktuellen Berichtsjahr einen Bilanzgewinn in Höhe von € 3.716.449,65 (Vorjahr: € 3.317.937,89) aus, welcher sich aus dem Jahresüberschuss in Höhe von € 398.511,76
(Vorjahr: € 181.005,48) sowie aus einem Gewinnvortrag in Höhe von € 3.317.937,89 (Vorjahr: € 3.136.932,41) zusammensetzt.
| Wesentliche Kennzahlen | 2025 | 2024 |
|---|---|---|
| Eigenkapitalquote | 39,55 % | 34,55 % |
| Cash-Flow TEUR: | ||
| Nettogeldfluss aus der betr. Tätigkeit | 1.078 | + 2.065 |
| Nettogeldfluss Investitionstätigkeit | -840 | – 1.500 |
| Nettogeldfluss Finanzierungstätigkeit | -442 | – 457 |
II. Ausblick
Für 2026 wird eine langsame konjunkturelle Erholung erwartet, die jedoch verhalten bleibt (prognostiziertes reales BIP-Wachstum in Österreich rund +1,1 %, Sachgütererzeugung rund +1,2 %). Die Teuerung dürfte sich auf etwa 2,4 % zurückbilden, die Leitzinsen stabil bleiben.
Die Gesellschaft geht für 2026 von einer stabilen bis leicht steigenden Nachfrage aus. Ziel ist es, das erreichte Umsatzniveau zu halten bzw. weiter auszubauen und die verbesserte Ertragslage abzusichern. Der Ausbau der Flexibilität und Effizienz durch Automatisierung und Digitalisierung wird fortgesetzt. Sehr herausfordernd bleibt es, notwendige Kostenanpassungen umzusetzen und die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Österreich zu sichern.
III. Wesentliche Risiken und Ungewissheiten
Allgemeinen Risiken aus Lieferketten, Energieversorgung und geopolitischen Konflikten trägt die Gesellschaft durch die Vorhaltung von Barmitteln und Lagerbeständen sowie eine möglichst flexible Kostenstruktur Rechnung.
Neu in den Blick gerückt sind die Auswirkungen der erratischen US-Zollpolitik. Die Gesellschaft exportiert nicht direkt in die USA, ist aber mittelbar betroffen: Zölle von bis zu 25 % auf Stahl, Aluminium und Fahrzeugteile belasten wichtige Kundenbranchen (insbesondere Automobil- und Maschinenbau) und erhöhen die Planungsunsicherheit entlang der Lieferketten.
Ein weiteres Risiko besteht in einem möglichen neuerlichen Energiepreisschub infolge einer Eskalation der Iran-Krise bzw. einer Beeinträchtigung der Straße von Hormus. Die Gesellschaft begegnet diesem Risiko durch den Ausbau der Eigenstromerzeugung sowie eine flexible Kostenstruktur.
Dem Risiko der Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Österreich wird mit Automatisierung entgegengesteuert. Absatzseitig baut die Gesellschaft Rahmen- und Langfristaufträge auf, um die Auslastung zu glätten bzw. Geschäft in verschiedenen Industriezweigen zu betreiben.
Bei den Finanzrisiken ist primär das Ausfallrisiko von Kundenforderungen für die Gesellschaft relevant. Mittels Bonitätsauskünften, internen Limits und stetem Kundenkontakt wird hier Risikokontrolle ausgeübt. Das Zinsänderungsrisiko iZm den bestehenden Krediten wird aufgrund von Fixzinsvereinbarungen als nicht wesentlich eingestuft.
Lagebericht zum 31. Dezember 2025 System 7 metal technology GmbH
IV. Arbeitnehmer- und Umweltbelange
Qualifikation, Motivation und Flexibilität der Mitarbeiter bilden die Basis für eine gleichbleibend hohe Produktqualität. Die Gesellschaft achtet darauf, dass die Erfahrung und Expertise der Mitarbeiter dem Unternehmen erhalten bleibt und auch in Zukunft für eine erfolgreiche Unternehmensentwicklung zur Verfügung steht.
Parallel zu den Investitionen in Digitalisierung werden die entsprechenden Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen gesetzt.
Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr 2025 durchschnittlich 71 Mitarbeiter (2024: 67). Der Umsatz pro Mitarbeiter betrug im Geschäftsjahr T€ 250,4 (Vorjahr: T 236,5). Der Anteil der Personalkosten lag im Geschäftsjahr bei 30,3 % der Betriebsleistung (Vorjahr: 32,3 %).
In sämtlichen Unternehmensbereichen wird auf möglichste Schonung der natürlichen Ressourcen, effizienten Energieeinsatz sowie möglichste Abfallstoffvermeidung geachtet. Mit der Erweiterung der Photovoltaikanlage und dem Ausbau der Ladeinfrastruktur für E-Fahrzeuge wurde der Anteil selbst erzeugter erneuerbarer Energie weiter erhöht.
V. Forschung und Entwicklung
Forschung und Entwicklung findet bei Kundenaufträgen iZm Kundenbauteilen im Rahmen von Fertigungsverbesserungen statt. Die Gesellschaft hat keine originären Produkte und betreibt daher keine eigenständige Forschung.
VI. Zweigniederlassungen
Es bestehen keine Zweigniederlassungen.
Laakirchen, 10.09.2026
Mag. BenedilREITHOFER