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Bristol-Myers Squibb GesmbH, Wien
Geschäftsverlauf, Geschäftsergebnis und Lage des Unternehmens
Unsere Mission ist die Erforschung, Entwicklung und Bereitstellung von innovativen Medikamenten, die Patienten dabei unterstützen sollen, schwere Erkrankungen zu überwinden bzw. die Auswirkungen irreversibler Krankheiten bestmöglich zu therapieren. Dafür entwickeln und vertreiben wir im Konzern Medikamente gegen Herzkreislaufbeschwerden, Immunologie / Rheumatologie, Onkologie, und HIV / Infektiologie.
Mit insgesamt 48,2 Milliarden US-Dollar Umsatz im Jahr 2023 (2024: 48,3 Milliarden US-
Dollar) gehört Bristol-Myers Squibb zu einem der größten Pharmakonzerne der Welt.
Die Bristol-Myers Squibb GesmbH erzielte im Jahr 2024 Umsatzerlöse von TEUR 243.771 (2023: TEUR 238.588).
Entwicklung des Pharmabereiches in Österreich
Wertmäßig wuchs der Gesamt-Pharmamarkt 2025 um +8,2% und erreichte ein Umsatzvolumen von 7,5 Mrd. Euro. Das Wachstum lag damit unter dem Durchschnitt der vergangenen vier Jahre von +9,3%. In allen Segmenten wurden positive Wachstumsraten verzeichnet.
Der Krankenhausmarkt erzielte 2025 einen Umsatzplus von +7,7% (Vorjahr: +11,6%) und erreichte ein Marktvolumen von 2,6 Mrd. Euro.
Der Retail-Markt, bestehend aus öffentlichen Apotheken und Hausapotheken, verzeichnete 2025 ein wertmäßiges Wachstum von +8,4% (Vorjahr: +9,0%) bei einem Umsatz von 4,9 Mrd. Euro.
Der Consumer Health Markt erzielte 2025 ein leichtes Plus von +0,8% (Vorjahr: +3,5%) und erreichte einen Umsatz von 1,5 Mrd. Euro.
In unserem Unternehmen steigen die Umsatzerlöse gegenüber dem Vorjahr um 2% auf TEUR 243.423.
Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
Die Ertragslage zeigt ein positives Betriebsergebnis von TEUR 10.421 (2024: TEUR 10.071).
Die wirtschaftliche Lage des Unternehmens wird durch die folgenden wesentlichen Ertragskennzahlen dargestellt (in TEUR):
| 2025 | 2024 | |
|---|---|---|
| Umsatz | 243.771 | 238.588 |
| Betriebsergebnis | 10.421 | 10.071 |
| Ergebnis vor Steuern | 12.134 | 14.695 |
Die Forschung und Entwicklung unserer Produkte erfolgt in den USA.
Risikoberichterstattung
Bei der Bristol-Myers Squibb GesmbH ist ein Risikomanagement-System implementiert. Die Aufnahme der Chancen/Risiken erfolgt kontinuierlich. Die Ergebnisse der Chancen-/Risikoaufnahme werden der Geschäftsführung laufend mitgeteilt. Mit diesem System wird zum einen den gesetzlichen Vorgaben genüge getan, zum anderen wird der Geschäftsführung ein weiteres Instrument zur Verfügung gestellt, um die Unternehmenschancen unter Berücksichtigung der damit verbundenen Risiken abzuschätzen. Somit hilft dieses Risikomanagement-System der Geschäftsführung, ihrer unternehmerischen Verantwortung gerecht zu werden. Die Geschäftsleitung identifizierte die nachfolgend beschriebenen wesentlichen Risiken des Unternehmens wie folgt:
• Sowohl die Unternehmensabläufe als auch die Genehmigungsverfahren sind durch schriftlich niedergelegte Standards festgelegt. Die Einhaltung dieser Standards wird durch die interne Revision der Konzernmutter in regelmäßigen Abständen überprüft. Mit dem Abschluss von Versicherungen für mögliche Haftungsrisiken und Schadensfälle wird sichergestellt, dass sich die im Unternehmen verbleibenden Risiken in Grenzen halten bzw. ausgeschlossen werden. Der Umfang des Versicherungsschutzes wird dabei laufend überprüft und bei Bedarf angepasst. Es ist sichergestellt, dass Schadensfälle keine existenzgefährdenden Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage der Bristol-Myers Squibb GesmbH haben.
Aus unternehmerischen Entscheidungen resultierenden rechtlichen Risiken wird sowohl durch die umfassende rechtliche Beratung durch eigene Experten als auch durch ausgewiesen externe Fachleute entgegengewirkt. Aus dem laufenden Geschäftsbetrieb können sich auch Risiken aus Akquisitions-, Investitions- und Entwicklungsentscheidungen ergeben. Diese Aktivitäten sind wegen ihrer Zukunftsorientierung für den Fortbestand des Unternehmens notwendig, gleichzeitig jedoch aufgrund der damit verbundenen
Unsicherheiten mit Risiken behaftet. Sorgfältige Prüfungen von Akquisitionen, Investitionen und neuen Entwicklungen werden zusammen mit begleitenden Prüfungen bei der Durchführung solcher Projekte genutzt, um die operativen Risiken zu steuern und zu reduzieren. So werden neben der Einhaltung von Budgets die Erfüllbarkeit der ursprünglichen Prognosen und das Auftreten neuer finanzieller Risiken untersucht.
Preisänderungsrisiken
Die Forderungen lauten im Wesentlichen auf Euro und sind kurzfristig, sodass der in Bezug auf die Forderungen ausgewiesene Buchwert im Wesentlichen deren Marktwert entspricht und ein nennenswertes Preisänderungsrisiko nicht bestehen sollte.
Die Verbindlichkeiten sind ebenfalls kurzfristig und lauten im Wesentlichen auf Euro, sodass auch der in Bezug auf die Verbindlichkeiten ausgewiesene Buchwert deren Marktwert näherungsweise entspricht.
Cashflow-Risiken
Cashflow-Risiken bestehen zudem in Bezug auf die variabel verzinsten kurzfristigen Veranlagungen bei einem verbundenen Unternehmen. Da zumindest kurzfristig große Schwankungen in Bezug auf die Zinssätze nicht erwartet werden, wird das Risiko diesbezüglich als gering angesehen.
Ausfallsrisiken
Das Forderungsausfallsrisiko, das mit den in der Bilanz ausgewiesenen Buchwerten begrenzt ist, wird aufgrund der Bonität der Schuldner ebenfalls als gering erachtet. Die Forderungen insgesamt werden mit einem Betrag von TEUR 72.602 ausgewiesen. Eine Risikokonzentration besteht in Bezug auf die Veranlagungen bei einem verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 58.767.
Liquiditätsrisiken
Als Liquiditätsrisiko wird das Risiko bezeichnet, dass die Gesellschaft ihren finanziellen Verpflichtungen mangels ausreichender finanzieller Mittel nicht nachkommen kann. Die finanziellen Verpflichtungen beschränken sich im Wesentlichen auf Verbindlichkeiten gegenüber Dritten und gegenüber verbundenen Unternehmen aus Lieferungen und Leistungen und auf unter Rückstellungen ausgewiesene Verpflichtungen. Da das Umlaufvermögen diese kurzfristigen Verbindlichkeiten und Rückstellungen beträchtlich übersteigt und vom Konzern bei Bedarf Mittel bereitgestellt werden, wird ein Liquiditätsrisiko nicht gesehen.
Verwendung von Finanzinstrumenten
Im Geschäftsjahr 2025 wurden zur Erfüllung der gesetzlichen Verpflichtung zur Deckung der Pensionsrückstellung Wertpapiere mit einem Buchwert von TEUR 1.083 gehalten.
Informationen über Umwelt- und Arbeitnehmerbelange
Im Rahmen unserer Mission - der Erforschung, Entwicklung und Bereitstellung innovativer Arzneimittel, die Patienten bei der Überwindung schwerer Erkrankungen helfen - unterstützt Bristol-Myers Squibb weltweit Patientenorganisationen.
Für unsere Mission - mehr Gesundheit für ein besseres Leben - engagieren sich 88 Mitarbeiter. Ihr Wissen, ihr Engagement, ihr Teamgeist sind der Schlüssel zu unserem Erfolg. Die Erfahrung des Alteren, ergänzt durch die Idee des Jüngeren, das Fachwissen des einen, ergänzt um die strategische Ubersicht des anderen, so entsteht konstruktive Zusammenarbeit. Für deren berufliche Weiterentwicklungen sorgen unterschiedliche Fortbildungsveranstaltungen und fachspezifische Schulungen.
Ausblick auf das Jahr 2026
Nationale Entwicklungen werden auch in Zukunft die Strukturen und Entwicklungen des Gesundheitsmarktes prägen. Alle nationalen Gesundheitssysteme zeigen als gemeinsames Strukturmerkmal die Finanzierung ihrer Versicherungssysteme auf, d.h. das Aufbringen der Mittel für die Gesundheitsversorgung der Bevölkerung. Durch den Finanzierungsdruck innerhalb des Gesundheitsmarktes bilden sich Segmente mit differenzierten Wachstumschancen, die unser Unternehmen nutzen will. BMS hat sich hierbei auf die wachstumsstarken Bereiche der Immun-Onkologie, Kardiovaskular, Immunologie und Hämatologie fokussiert. Es ist zu erwarten, dass sich der Kostendruck im Gesundheitswesen fortsetzen wird.
Für 2026 sind in Bezug auf die Immun-Onkologie und Zelltherapie Indikationserweiterungen geplant. Produkterweiterungen in den Bereichen Kardiovaskular, Immunologie und Hämatologie aus 2024/2025 werden das Wachstum unterstützen.
Wir gehen von einem geringen Umsatzwachstum aus, das durch alle therapeutischen Gebiete getrieben ist und den Loss of Exclusivity von Pomalyst/lmnovid kompensiert.
Ausblick auf die Folgejahre
Basierend auf laufenden klinischen Studien, Entwicklungen in der Pipeline sowie Akquisitionen erwartet BMS Österreich in den kommenden Jahren eine fortlaufende Transformation des Portfolios sowie weitere Indikations- und Produkterweiterungen. Ein wesentlicher Einfluss auf den Umsatz wird durch den bevorstehenden Patentablauf von Eliquis im Jahr 2027 erwartet.
Wien, 17. Juni 2026
Jérome Garcin