Inhaltsverzeichnis
LAGEBERICHT620256
Inhaltsverzeichnis
1 Geschäftsverlauf6Kunden6und6Bildungsmanagement6 62 2 Entwicklung6des6Ergebnisses6 63 2 1 Gewinn-6und6Verlustrechnung6 63 2 2 Investitionstätigkeit6 63 2 3 Finanzanlagen6 63 2 4 Finanzinstrumente6 63 3 Organisationsstruktur6des6Unternehmens6 63 3 1 Ausbildungszentren6 65 3 2 Personal6 65 4 Vorschau 65 4 1 Kunden-6und6Bildungsmanagement 65 4 2 Wirtschaftliche6Entwicklung6und6Risiken6 66 4 3 Investitionen6 66
Gesch fftsverlauf Kunden und Bildungsmanagemenft
Für das Berichtsjahr wurde im öffentlichen Bereich von verhaltenen Erwartungen hinsichtlich der Auftragslage ausgegangen. Diese Erwartungen konnten jedoch in sehr zufriedenstellender Weise übertroffen werden, da es gelang, wieder in solidem Umfang Aufträge aus dem öffentlichen Bereich zu akquirieren.
Die in den Vorperioden eingeleiteten Maßnahmen zur nachhaltigen Reduktion der Fixkosten entfalteten im Berichtsjahr die intendierte Wirkung. Ergänzend dazu wurden weitere strukturierende Kostenoptimierungsmaßnahmen umgesetzt. In diesem Zusammenhang erfolgte die Zusammenlegung eines Verwaltungsstandorts (Fromillerstraße 40) mit der Zentrale, Sachkostenreduzierung in den Bildungszentren (Reinigung etc.) und Einsparungen bei Personalkosten, wodurch zusätzliche und dauerhafte Einsparungseffekte in Höhe von rund 850 TEUR realisiert werden konnten.
Ergänzend dazu wurde frühzeitig ein strategischer Marketing- und Produktentwicklungsschwerpunkt im Rahmen der Bildungsschiene-Süd (im Speziellen für das bfi-St. Stefan) gesetzt. Ziel war es, die Sichtbarkeit des Unternehmens auf überregionaler Ebene zu erhöhen sowie neue, gemeinsame Projekte - unter anderem mit dem bfi-Steiermark - gezielt zu forcieren. Parallel dazu wurde eine neue Produktpolitik verfolgt, die insbesondere auf modulare und flexible Ausbildungslösungen ausgerichtet ist.
Diese strategische Neuausrichtung erfolgte bereits im Hinblick auf die von der öffentlichen Hand angekündigten Kürzungen großer überbetrieblicher Ausbildungsmaßnahmen im Raum Unterkärnten und diente der frühzeitigen Anpassung des Leistungsportfolios an veränderte Rahmenbedingungen.
Im Berichtsjahr konnte darüber hinaus ein überregionales, hybrides Bildungsangebot im Bereich Rechnungswesen in Kooperation mit Osttirol erfolgreich etabliert werden.
Die genannten Maßnahmen stellen wesentliche Differenzierungsmerkmale des Unternehmens als großregionaler Bildungsanbieter dar. Insbesondere die Fähigkeit zur Entwicklung überregionaler, skalierbarer sowie flexibler Bildungsangebote verschafft dem Unternehmen einen nachhaltigen Wettbewerbsvorteil gegenüber kleineren Anbietern und trägt zur weiteren Stärkung der Marktposition bei.
Unsere großen überbetrieblichen Ausbildungsangebote, insbesondere die Lehrwerkstätten und die IT-Labs, konnten erneut erfolgreich beauftragt werden. Damit ist die Fortführung dieser wichtigen Angebote weiterhin gesichert.
Im frei finanzierten Bereich waren auch in diesem Jaahr die „Nikotinfrei“-Kurse für die Österreichische Gesundheitskasse (ÖGK) Bestandteil unseres Angebotes. Die enge Zusammenarbeit mit der Kärntner Arbeiterkammer im Bereich AK digi check konnte ebenso erfolgreich weitergeführt werden. Die Umsätze im Segment der Privat- und Firmenkunden verzeichneten im Berichtsjahr einen Rückgang. Dieser stand im Zusammenhang mit der allgemein angespannten wirtschaftlichen Situation, die sowohl im privaten als auch im unternehmerischen Bereich zu einer Zurückhaltung bei Ausgaben für Bildungsleistungen führte.
Die im Vorjahr angestrebte Etablierung neuer Bildungsangebote im Bereich Sport und Lehre konnte im Berichtsjahr nicht umgesetzt werden. Grund hierfür waren fehlende finanzielle Mittel seitens des Bundes, der Länder, der Gemeinden sowie der Sportverbände. Infolgedessen kam es in diesem Themenfeld zu keiner Realisierung konkreter Projekte.
2 Entwicklung des Ergebnisses
as bfi-Kärnten, dessen Tätigkeit nicht auf Gewinnerzielung ausgerichtet ist, fördert das Gemeinwohl usschließlich und unmittelbar durch gemeinnützige und mildtätige Zwecke. Diese sind die Planung und urchführung von Kursen und Lehrveranstaltungen im Rahmen vornehmlich arbeitnehmerorientierter eruflicher Aus- und Fortbildung, Erwachsenenbildung, Rehabilitation und Prävention.
2.1 Gewinn- und Verlustrechnung
hne Berücksichtigung eines Einmaleffekts hätte das Ergebnis vor Steuern im Geschäftsjahr 2025 bei rund 604 T€ gelegen (Vorjahr: 0 T€) und damit deutlich unter dem geplanten Ergebnis von 10 T€. Durch einen ositiven Einmaleffekt aus der Bewertung laufender Maßnahmen erhöhte sich das ausgewiesene Ergebnis or Steuern jedoch auf 256 T€.
ie Betriebsleistung ging im Berichtsjahr gegenüber dem Vorjahr um 5,07 % zurück. Im Segment der ffentlichen Kunden wurde ein Rückgang von 4,04 % verzeichnet, während der freifinanzierte Bereich Privat- und Firmenkunden) ein Minus von 7,96 % aufwies.
2.2
Investitionstätigkeit
m abgelaufenen Geschäftsjahr wurde im bfi-St. Stefan eine Umstellung der Gastherme auf Fernwärme mgesetzt. Die Gesamtkosten beliefen sich auf rund 68 T€, wovon rd. 31 T€ öffentlich gefördert wurden. as neue elektronische Kursverwaltungssystem wurde in diesem Jahr eingeführt und ausgerollt.
2.3
Finanzanlagen
ie Kurswerte der Wertpapiere des Anlagevermögens und des Umlaufvermögens wurden nach Maßgabe er Bewertungsvorschriften des UGB abgewertet. Das Portfolio wird regelmäßig hinsichtlich etwaiger isiken überprüft, wobei schon bei der Anschaffung von Wertpapieren auf ein möglichst geringes Risiko ntsprechend dem Anlegerprofil des bfi-Kärnten Bedacht genommen wird.
2.4
Finanzinstrumente
inanzinstrumente, die für die Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von Bedeutung wären, urden im Berichtsjahr nicht verwendet.
3 Organisationsstruktur des Unternehmens
Eine Übersicht über die aktuelle Organisationsstruktur gibt das nachfolgende Organigramm des nternehmens.
6)
| If | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| g 1 | I | ||||||
3.1
Ausbildungszentren
as bfi-Kärnten führt seine Ausbildungsmaßnahmen an folgenden Standorten durch:
020 Klagenfurt, Bahnhofplatz 1 800 Spittal, 10.-Oktoberstraße 36 300 St. Veit Glan, Friesacher Straße 3a 560 Feldkirchen, Bahnhofstraße 35 500 Villach, Kaiser-Josef-Platz 1 524 Villach - St. Magdalen, Europastraße 9a 431 St. Stefan, Hauptstraße 47 100 Völkermarkt, Mettingerstraße 8 620 Hermagor, Grabengasse 4
3.2
Personal
Im abgelaufenen Geschäftsjahr waren durchschnittlich 178 MitarbeiterInnen (197 im VJ) (Vollzeitäquivalent 150 (167 im VJ)) und 166 (174 im VJ) ReferentInnen als Freie Dienstnehmer (z.T. lohnsteuerpflichtig) beschäftigt.
Aufgrund des Eintritts des Prokuristen in die passive Phase der geblockten Altersteilzeit wurde im Jahr 2025 die Vertretungsbefugnis der Gesellschaft neu geordnet.
Es wurden zwei Prokuristen neu bestellt, die jeweils gemeinsam, in Kombination mit der Geschäftsführung oder gemeinsam mit Handlungsbevollmächtigten zeichnungsberechtigt sind. Darüber hinaus wurden drei Handlungsbevollmächtigte ernannt, die gemeinsam mit einem Prokuristen oder der Geschäftsführung zeichnungsberechtigt sind.
4 Vorschau
4.1 Kunden- und Bildungsmanagement
Vor dem Hintergrund der weiterhin herausfordernden wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen verfolgt das Unternehmen konsequent einen Konsolidierungskurs. Dieser umfasst sowohl eine gezielte Weiterentwicklung des Angebotsportfolios als auch die fortlaufende Umsetzung von Kostenoptimierungsmaßnahmen. Zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit wird weiterhin auf Überregionalität und Modularität gesetzt.
Im Bereich des SÖB-Projekts Attivo wird es zu wesentlichen strukturellen und organisatorischen Veränderungen kommen. Diese stehen im Zeichen einer verstärkten Konsolidierung sowie einer Anpassung an veränderte förderrechtliche und wirtschaftliche Rahmenbedingungen. In diesem Zusammenhang werden organisatorische Einheiten zusammengeführt, Prozesse neu ausgerichtet und Teile des Projekts räumlich und administrativ in den Hauptstandort des bfi-Kärnten integriert. Ziel dieser Maßnahmen ist eine effizientere Nutzung von Ressourcen nd eine Reduktion von Overhead-Kosten.
Für das Geschäftsjahr 2026 wurden folgende strategische Arbeitsschwerpunkte definiert:
• Stärkung zentraler Bildungsbereiche: Überregionale Angebote o Technische sowie IT-orientierte Bildungsformate KI-Module Weiterer Ausbau Pflege- und Gesundheitsangebote Frauenspezifische Qualifizierungen Fokus auf Ausbildungen für Jugendliche o Schwerpunkt für Bildungsangebote für Migrant*innen im Sprachbereich
Darüber hinaus wird eine weitere Ausweitung des Drittmittelgeschäfts im Projektbereich angestrebt, soweit dies unter den gegebenen Rahmenbedingungen möglich ist.
Im Privat- und Firmenkundensegment erfolgt eine laufende Weiterentwicklung und Aktualisierung des Kursangebotes, wobei der Schwerpunkt auf modularen Lehrgängen sowie strategischen Kooperationen liegt.
Für das kommende Berichtsjahr ist vorgesehen, die Zusammenarbeit im Rahmen des im Jahr 2024 gegründeten Bildungshubs fortzuführen und weiter auszubauen. Dabei sind insbesondere gemeinsame Auftritte sowie abgestimmte Marketing- und Kommunikationsmaßnahmen geplant, um die Außenwirkung der Bildungsangebote zu unterstützen.
Durch eine koordinierte Offentlichkeitsarbeit und gemeinsame Aktivitäten wird erwartet, dass die Sichtbarkeit der beteiligten Bildungseinrichtungen weiter erhöht und die Marktpositionierung gestärkt werden kann. Zudem soll der Bildungshub weiterhin als strukturierter Rahmen für Netzwerkaktivitäten dienen und die Ansprache potenzieller neuer Kundensegmente erleichtern.
Nach derzeitiger Einschätzung kann der Bildungshub damit auch im kommenden Berichtsjahr einen unterstützenden Beitrag zur Marktdurchdringung und zur Wahrnehmung im Bildungsmarkt leisten, wobei Umfang und Wirkung der Maßnahmen von den jeweiligen Rahmenbedingungen abhängig bleiben.
4.2 Wirtschaftliche Entwicklung und Risiken
Das gesamtwirtschaftliche Umfeld stellt weiterhin eine Herausforderung dar. Die Untenehmensführung hat auf diese Rahmenbedingungen mit den zuvor dargestellten strategischen und strukturellen Maßnahmen reagiert. Vor dem Hintergrund der anhaltend gedämpften Konjunktur wird derzeit davon ausgegangen, dass sich die wirtschaftliche Situation für das Unternehmen im Berichtszeitraum moderat verschlechtern wird, da die Auftragsbücher bis Q3/2026 zwar gut gefüllt sind, ab dem vierten Quartal 2026 aber mit Auftragsrückgängen aus dem öffentlichen Bereich gerechnet werden muss.
4.3 Investitionen
Im Geschäftsjahr 2026 sind aus aktueller Sicht keine größeren Investitionen geplant.
Klagenfurt, am 18.05.2026
KÄRNTNER BERUFSFÖRDERUNGSINSTITUT G^H Geschäftsführung
tfried Pototschog, MBA