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Lagebericht 2024/25

Ing. Karl Thanhofer GmbH

Original-PDF

Stichtag 31. Jän. 2025 · Eingereicht am 30. Okt. 2025

Inhaltsverzeichnis

1. Bericht über den Geschäftsverlauf und die wirtschaftliche Lage

a) Geschäftsverlauf

Die österreichische Wirtschaft befand sich 2024 in einer Rezession, da das reale Bruttoinlandsprodukt um 1,2 % zurückging. Dieser Rückgang wurde hauptsächlich durch die starke Rezession in der Industrie angetrieben, die auch den Arbeitsmarkt belastet. Im ersten Halbjahr 2025 verzeichnete die österreichische Wirtschaft einen leichten konsumgetriebenen Aufwärtstrend. Die Nachfrage aus dem Ausland blieb jedoch weiterhin verhalten, da mehrere Faktoren, wie Zolldrohungen aus den USA, geopolitische Spannungen, Rückgang des Welthandels, etc., die Exportentwicklung hemmen.

Das Bruttoinlandsprodukt soll im Jahr 2025 um etwa 0,3 % bis 0,4 % wachsen. Für 2026 wird ein moderates Wirtschaftswachstum von etwa 1,0 % erwartet. Die Inflation wird voraussichtlich weiter sinken, der Arbeitsmarkt wird sich leicht erholen und die Staatsverschuldung wir voraussichtlich leicht steigen.

Thanhofer ist ein alteingesessenes Unternehmen, gegründet um 1800 als Schmiede und Entwicklung zur Werkstätte für landwirtschaftliche Maschinen und Geräte. Mit Beginn der CNC-Technologie im Jahr 1994 entwickelte sich Thanhofer zu einem dynamischen Unternehmen im Bereich der Metallbearbeitung für die Fahrzeug- und Maschinenhersteller. Durch die Automatisierung und hohe Fertigungstiefe ist das Unternehmen Systemlieferant für den Fahrzeugbau im Bereich Landwirtschaft, Eisenbahn, Bauwirtschaft, etc.

In diesem herausfordernden Kontext verzeichnete die Ing. Karl Thanhofer GmbH nochmals einen Umsatzrückgang von 16,7 %, wobei die Umsatzerlöse auf 13.859 T€ sanken (Vorjahr: 16.633 Te). Dies ist hauptsächlich auf den Rückgang der Aufträge eines Großkunden zurückzuführen. Das Unternehmen konnte jedoch dank gezielter Maßnahmen zur Kostenoptimierung eine stabile Umsatzrentabilität beibehalten.

Ing. Karl Thanhofer GmbH

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 2
AERICH
per 31. Jänner 2025

b) Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Die wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren haben sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt entwickelt:

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 2
Kennzahl2024/20252023/2024
Ergebnis vor Steuern (EBT)1.478 T€2.096 T€
Eigenkapitalquote74,6 %70,3 %
Cashflow1.249 T€1.721 T€
Nettoumlaufvermögen (Working Capital)7.230 T€10.102 T
Netto-Geldfluss aus laufender Geschäftstätigkeit-386 T€2.998 T€
Netto-Geldfluss aus der Investitionstätigkeit-93 T€-57 T€
Netto-Geldfluss aus der Finanzierungstätigkeit-3.998 T€0 TE

Die Unternehmensfinanzen blieben solide, und es gab weiterhin keine Bankverbindlichkeiten. Der Rückgang des Jahresüberschusses auf 1.147 T€ (Vorjahr: 1.595 T€) resultierte vor allem aus den geringeren Umsatzerlösen und den gestiegenen Personalkosten, jedoch war das Unternehmen in der Lage, die Rentabilität zu wahren.

2. Bericht über die voraussichtliche Entwicklung und Risiken des Unternehmens

a) Voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens

Für das kommende Geschäftsjahr 2025/2026 wird keine Stabilisierung der Auftragslage erwartet, da das wirtschaftliche Umfeld weiterhin unsicher bleibt. Ein Großkunde hat für die kommenden Wintermonate bereits angekündigt, die Produktion zurückzufahren. Im Bereich der Landmaschinen ist ebenfalls keine bessere Auftragslage zu erwarten, da die Ernte zwar sehr gut war, aber die Preise derzeit im Keller sind. Die Inflation, die Rohstoffpreise und die Personalkosten werden die Ertrage weiter unter Druck setzen. Das Unternehmen rechnet trotz seiner starken Marktstellung und geplante Investitionen in Höhe von 150 Te in die Produktionskapazität langfristig mit keinem wesentlichen Rückgang der Nachfrage.

Für das Wirtschaftsjahr 2025/26 ist mit keiner Umsatzreduktion zu rechnen. Das Ergebnis vor Steuern wird mit rund € 1.200.000,00 erwartet.

b) Wesentliche Risiken und Ungewissheiten

Das Unternehmen sieht sich weiterhin mit den allgemeinen Risiken konfrontiert, die durch wirtschaftliche Unsicherheiten und schwankende Rohstoffpreise entstehen. Technische und operative Risiken werden durch eine ständige Qualitätskontrolle und die strikte Einhaltung der Normen gemäß ISO 9001-2000 gemindert. Es sind derzeit keine außergewöhnlichen Risiken bekannt, die die Geschäftstätigkeit des Unternehmens erheblich beeinträchtigen könnten.

c) Finanzielle Risiken

Da keine Bankverbindlichkeiten vorhanden sind, ist auch das Zinsrisiko zu vernachlässigen. Währungsänderungsrisiken der Gesellschaft sind ebenfalls nicht gegeben, da die Aufträge ausschließlich in Euro abgeschlossen werden.

Risiken im Forderungsbereich sind immer gegeben, bewegen sich aber in einem nicht immanenten Rahmen.

Zur Abdeckung der laufenden Verbindlichkeiten sind ausreichend finanzielle Mittel vorhanden.

3. Forschung und Entwicklung

Das Unternehmen betreibt keine eigene Forschung, legt jedoch großen Wert auf die Entwicklung neuer Technologien im Bereich der Metallbearbeitung.

4. Zweigstellen

Es werden keine Zweigstellen betrieben.

Kematen, am 30.10.2025

Ing. Karl Thanhofer

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