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Lagebericht 2024

Sotreq Handels GmbH

Original-PDF

Stichtag 31. Dez. 2024 · Eingereicht am 30. Sep. 2025

Inhaltsverzeichnis

gemāß § 243 UGB

Die Geschäftsführung hat gemäß § 243 UGB den Geschäftsverlauf und die Lage des Unternehmens im Lagebericht so darzustellen, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage vermittelt wird:

Erläuterung zu Geschäfts- und Rahmenbedinqungen

Allgemeines

Die Sotreq Handels GmbH ist eine 100%ige Tochtergesellschaft der Sotreq S.A, Rio de Janeiro, Brasilien und ist als vollkonsolidiertes Unternehmen im Konzernabschluss der Sotreq Gruppe enthalten. Die Gesellschaft war im Berichtsjahr im Vertrieb von Baumaschinen, Bergbaumaschinen sowie Dieselmotoren tätig. Die Sotreq Gruppe ist Vertriebspartner der Caterpillar Gruppe (USA) in Brasilien, wodurch auch das Vertriebsgebiet unserer Gesellschaft definiert ist.

Konjunkturelle Rahmenbedingungen

Das globale Wirtschaftswachstum 2024 lag laut dem Internationalen Währungsfonds (IMF) bei 3,2% (IMF Jul. 25) und wird für das Jahr 2025 mit 3,0 % prognostiziert. Die Weltwirtschaft zeigte sich widerstandsfähig gegenüber geopolitischen Spannungen und geldpolitischer Unsicherheit, wobei insbesondere fiskalische Expansionen und verbesserte Finanzierungsbedingungen in großen Volkswirtschaften unterstützend wirkten.

In Brasilien betrug das reale BIP-Wachstum im Jahr 2024 3,4 %, was deutlich über den Erwartungen lag. Die Wirtschaft profitierte von einer starken Binnenkonjunktur und stabilen Exporten, insbesondere im Rohstoffbereich. Für das Jahr 2025 prognostiziert der IMF ein moderateres Wachstum von 2,0 %, was auf eine Kombination aus geldpolitischer Straffung, globalen Handelsunsicherheiten und einer Abschwächung der Konsumdynamik zurückzuführen ist

Der Bergbausektor, der für die Kunden der Sotreq Handels GmbH von zentraler Bedeutung ist, entwickelte sich im Jahr 2024 dynamisch. Brasilien verzeichnete ein Umsatz-

wachstum von 7,5% im Bergbau, wobei Eisenerz, Kupfer und Gold die wichtigsten Exportprodukte blieben. Zwischen 2025 und 2029 sind Investitionen von über 68 Milliarden US-Dollar in den brasilianischen Bergbau geplant, insbesondere in Eisenerz, Kupfer, Nickel und Lithium. Diese Entwicklung unterstreicht die strategische Bedeutung des Sektors und die anhaltende Nachfrage nach Maschinen und Ausrüstung für Exploration und Förderung.

Auch die Olindustrie Brasiliens setzte ihren Wachstumskurs fort. Die Rohölproduktion erreichte im April 2025 rund 3,63 Millionen Barrel pro Tag, was nahe am historischen Höchststand liegt. Die langfristigen Prognosen deuten auf eine weitere Steigerung der Fördermengen hin, was Brasilien als wichtigen Energieexporteur in der Region stärkt. Die Nachfrage nach Maschinen und Ausrüstung für Exploration, Förderung und Transport bleibt entsprechend hoch.

Die Sotreq Handels GmbH konnte im Jahr 2024 von diesen Entwicklungen profitieren und verzeichnete eine stabile Nachfrage nach Caterpillar-Maschinen, insbesondere in den Bereichen Mining, Heavy Equipment und Energieinfrastruktur. Für das Jahr 2025 wird – trotz erwarteter konjunktureller Abkühlung – weiterhin mit einer soliden Nachfrage gerechnet, insbesondere im Bereich kritischer Rohstoffe und Energieprojekte.

Analyse des Geschäftsverlaufes und Lage des Unternehmens bzw. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnte die Gesellschaft die Erwartungen nicht erreichen. Die Umsatzerlöse in Höhe von 205,1 MEUR lagen rd. 18,4% unter dem Budget (251,4 MEUR). Dies ist im Wesentlichen darauf zurückzuführen, dass unsere Kunden bereits im Jahr 2023 überplanmäßig ihre Maschinenflotten erneuert haben. Infolge dieser vorgezogenen Investitionen zeigt sich im Berichtsjahr sowie im Folgejahr ein branchenüblicher Nachfragerückgang, der sich auch in der Umsatzentwicklung widerspiegelt. Mit rd. 83,3% (VJ 83,1%) trug zum Umsatz 2024 im Wesentlichen der Geschäftszweig „Mining" bei.

Die Bilanzsumme verringerte sich über dem Vorjahr auf 94,5 MEUR (VJ 103,5 MEUR). Dies ist vor allem auf die Abnahme der Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen zurückzuführen.

Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt unverändert 35 TEUR. Unter Berücksichtigung des Bilanzgewinnes sind die Eigenmittel von 33,3 MEUR auf 40,8 MEUR gestiegen. Aufgrund der verringerten Bilanzsumme und des im Berichtsjahr erzielten Gewinns stieg die Eigenmittelquote (Eigenkapital/Gesamtkapital) von 32,2% auf 43,1%. Die Eigenkapitalrentabilität (Jahresüberschuss/Eigenkapital) des Unternehmens beträgt 18,3% (VJ 21,0%) und die Gesamtkapitalrentabilität beträgt 7,9% (VJ 6,8%).

Das Fremdkapital verringerte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr um 16,4 MEUR auf 53,8 MEUR (VJ 70,2 MEUR). Die Veränderungen betreffen im Wesentlichen die Abnahme der Verbindlichkeiten (14,6 MEUR). Die Fremdkapitalquote (Fremdkapital/Gesamtkapital) verringerte sich folglich von 67,8% auf 56,9%.

Das Umlaufvermögen verringerte sich im Berichtsjahr um 9,0 MEUR auf 94,5 MEUR (VJ 103,5 MEUR). Dies erklärt sich überwiegend aus der stichtagsbedingten Zunahme der Vorräte um 7,5 MEUR auf 29,2 MEUR (VJ 21,7 MEUR), der Abnahme der Forderungen um 13,4 MEUR auf 5,4 MEUR (VJ 18,8) und der Abnahme der Liquiden Mittel um 3,1 MEUR auf 59,8 MEUR (VJ 62,9 MEUR).

Die Umschlagshäufigkeit der Vorräte (Materialaufwand/durchschnittlicher Vorratsbestand) beträgt 6,59 (VJ 11,2).

Die Umschlagshäufigkeit (Umsatzerlöse/durchschnittlicher Forderungsbestand) der Debitoren beträgt 17,56 (VJ 27,98).

Die Kapitalflussrechnung zeigt die Herkunft und die Verwendung der Mittel (in TEUR) in 2024 (2023):

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 3
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit- 3.072 (13.654)
Cashflow aus der Investitionstätigkeit- 44 (- 4)
Cashflow aus dem Finanzierungsbereich0 (0)

Die Liquidität ersten Grades (liquide Mittel/kurzfristiges Fremdkapital) beträgt 111,3% (VJ 89,7%). Die Liquidität zweiten Grades ((liquide Mittel + kurzfristige Forderungen)/kurzfristiges Fremdkapital) beträgt 121,5% (VJ 116,5%). Die Liquidität dritten Grades ((liquide Mittel + kurzfristige Forderungen + Vorräte)/kurzfristiges Fremdkapital) beträgt 175,7% (VJ 147,4%).

Für das Geschäftsjahr 2024 liegt ein positives Working Capital (Umlaufvermögen - kurzfristiges Fremdkapital) von 40,7 MEUR (VJ 33,3 MEUR) vor. Das Working Capital Ratio (Umlaufvermögen/kurzfristige Verbindlichkeiten) beträgt 175,7% (VJ 147,4%).

Verwendung von Finanzinstrumenten

Im Berichtsjahr hat die Gesellschaft keinerlei Finanzanlagevermögen, Wertpapiere oder sonstige Finanzprodukte besessen.

Für die unter den Begriff der originären Finanzinstrumente fallenden Kassenbestände und Guthaben bei Banken, sowie Forderungen und Verbindlichkeiten gelten die Bedingungen in den nachstehenden Erläuterungen.

Der Marktwert eines originären Finanzinstruments ist der am Markt erzielbare Preis, also der Preis, zu dem das Finanzinstrument in einer laufenden Transaktion zwischen zwei voneinander unabhängigen Partnern frei gehandelt werden kann. Der Marktwert der kurzfristigen Forderungen und Verbindlichkeiten sowie der liquiden Mittel entspricht aufgrund ihrer kurzen Laufzeiten/Fälligkeiten im Wesentlichen den Buchwerten.

Risikoberichterstattung

Das Risikomanagement ist als integraler Bestandteil in der Unternehmensführung und der Gestaltung der Geschäftsprozesse eingebunden. Die Hauptrisiken werden nach Risikoarten gegliedert und umfassen strategische, finanzielle, rechtliche und operationelle Risiken. Die Gesellschaft verfolgt eine konservative Risikostrategie mit Fokus auf Stabilität und Absicherung. Neben den identifizierten Risiken ergeben sich auch Chancen durch die Digitalisierung der Geschäftsprozesse sowie durch die zunehmende Nachfrage im Bergbau- und Energiesektor.

Das interne Kontrollsystem stellt sicher, dass Risiken im Rechnungslegungsprozess frühzeitig erkannt und adressiert werden.

Strategierisken

Ein zielorientiertes Controlling sowie ein regelmäßiger Strategieabgleich sollen sicherstellen, dass bei unternehmerischen Entscheidungen, Chancen und Risiken in einem ausgewogenen Verhältnis zueinander stehen und frühzeitig erkannt werden. Die konzernweite interne Revision überwacht die Einhaltung interner Richtlinien und stellt die Integrität der

Geschäftsabläufe sicher. Darüber hinaus werden die lokale Geschäftsleitung und auch das Konzern-Management anhand eines umfangreichen Berichtswesens regelmäßig über wesentliche Kennziffern informiert.

Ausfallsrisiken

Die auf der Aktivseite der Bilanz ausgewiesenen finanziellen Vermögenswerte stellen das maximale Ausfallsrisiko dar, da im Allgemeinen keine Aufrechnungsvereinbarungen existieren. Für die Gesellschaft bestehen keine außergewöhnlichen Ausfallsrisiken hinsichtlich einzelner Vertragspartner oder Gruppen von Vertragspartnern. Der Schwerpunkt im Forderungsmanagement liegt im vollständigen und zeitnahen Forderungseinzug. Erkennbaren Ausfallsrisken wird durch entsprechende Wertberichtigungen Rechnung getragen.

Unsere Guthaben bei Kreditinstituten sind bei Banken bester Bonität angelegt, sodass diesbezüglich kein Ausfallsrisiko gegeben ist.

Legislative Risken

Legislative Risiken können sich durch die Abhängigkeit und Änderungen von Gesetzen, Richtlinien und Regelungen ergeben. Durch enge Zusammenarbeit unserer Konzernrechtsabteilung mit führenden Anwaltskanzleien sollen potenzielle Risken frühzeitig erkannt und entsprechende Maßnahmen eingeleitet werden.

Finanz- und Treasury-Risiken

Das Liquiditätsrisiko besteht darin, dass zur Begleichung eingegangener Verpflichtungen erforderliche Finanzmittel möglicherweise nicht beschafft werden können bzw. die Rückzahlung von Krediten aus eigener Kraft nicht gesichert ist. Die laufenden Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen werden aus dem Cashflow bedient. Zur Steuerung nimmt die Gesellschaft regelmäßig Einschätzungen über den laufenden Liquiditätsbedarf vor. Bei Liquiditätsengpässen besteht im Konzern die Möglichkeit gegen marktübliche Verzinsung eine Zwischenfinanzierung zu erhalten.

Das Währungsrisiko ist als gering einzustufen, da der Großteil der An- und Verkaufstransaktionen in USD durchgeführt wird. Bei Transaktionen in anderen Währungen wird das Risiko durch weitestgehende Währungskongruenz minimiert.

Forschung und Entwicklung

Die Gesellschaft ist nicht im Bereich Forschung und Entwicklung tätig.

Bericht über Zweigniederlassungen

Die Gesellschaft betreibt keine Zweigniederlassungen.

Personal und Organisation

Mitarbeiterinnengespräche werden laut interner Richtlinien einmal im Jahr geführt. Im Zuge dessen wird die künftige, gezielte und eigenverantwortliche Entwicklung des einzelnen Mitarbeiters abgestimmt. Zur Förderung unternehmerischen Denkens und Handelns sowie zur Abgeltung von Sonderleistungen besteht für alle Mitarbeiter ein Bonussystem, welches sich sowohl an individuellen Zielen, als auch an Zielen des Unternehmens bzw, der Unternehmensgruppe orientiert.

Zum Stichtag 31.12.2024 waren im Unternehmen 10 Mitarbeiterlnnen (VJ 10) beschäftigt. Die Zahl der durchschnittlich in der Gesellschaft Beschäftigten betrug im Geschäftsjahr 2024 10 Mitarbeiterlnnen (VJ 10).

Ereiqnisse nach dem Bilanzstichtag

Nachdem das brasilianische Wirtschaftswachstum im Jahr 2024 bei 3,4 % lag, was vor allem auf die robuste Binnenkonjunktur und die starke Rohstoffnachfrage zurückzuführen ist, zeigen sich für das Jahr 2025 gemäß aktuellen Prognosen moderatere Aussichten mit einem erwarteten Wachstum von rund 2,0 %. Trotz Herausforderungen wie geopolitischen Spannungen und globaler Handelsunsicherheit bleibt die brasilianische Wirtschaft widerstandsfähig.

Aus heutiger Sicht ist davon auszugehen, dass die Umsätze im Wirtschaftsjahr 2025 unter dem Niveau des Vorjahres liegen werden. Der Umsatz im Jahr 2025 liegt mit Stand August 2025 um 33,7 % unter dem budgetierten Wert. Es wird jedoch davon ausgegangen, dass die Budgetzahlen bis zum Ende des Jahres erreicht werden. Dieser Rückgang ist im Wesentlichen darauf zurückzuführen, dass unsere Kunden bereits im Jahr 2023 überplanmäßig ihre Maschinenflotten erneuert haben. Infolge dieser vorgezogenen Investitionen zeigt sich im Jahr 2025 ein branchenüblicher Nachfragerückgang, der sich auch in der Umsatzentwicklung widerspiegelt.

In den Bereichen Personal und Organisation wurde die in der Pandemie eingeführte Homeoffice-Regelung mit zwei Remote-Arbeitstagen pro Woche zum Februar 2025 aufgehoben. Seitdem sind alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wieder vollständig in die Büropräsenz zurückgekehrt. Die Maßnahme wurde im Einklang mit den strategischen Zielsetzungen der Gesellschaft umgesetzt und soll die direkte Zusammenarbeit sowie die Effizienz in operativen Abläufen weiter stärken. Die Erfahrungen aus der Pandemie haben gezeigt, dass unsere Prozesse zwar weitgehend digitalisiert sind, jedoch bestimmte Abstimmungen und Arbeitsprozesse von der persönlichen Präsenz profitieren.

Organe der Gesellschaft

Die Geschäftsführung setzte sich im Geschäftsjahr 2024 wie folgt zusammen:

Marcelo Orberg (DN der Sotreq S.A.) Renato Pimentel Freitas (DN der Sotreq S.A.) Guilherme Carlos Monteiro Mag. Karl Neumayer

Wien, am 26. September 2025

Geschäftsführung

IE Marcelo Orberg Signiert von: karl Numayer F52055060802436 Mag. Karl Neumayer

ocuSigned by: կատան -- 8401620DR10049A ... Renato Pimentel Freitas Signed by: Gullierne Monteiro TARRANSORAASSARA ... Guilherme Carlos Monteiro

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