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Bericht über den Geschäftsverlauf
Das Unternehmen Die Ginzinger electronic systems GmbH ist Problemlösungsspezialist für die Entwicklung und Fertigung maßgeschneiderter elektronischer Baugruppen in der Medizin-, Industrie- und Automatisierungsbranche. Speziell im Bereich der Entwicklung von Leistungselektronik, embedded solutions und speziellen Kundenanforderung sowie der kundenspezifischen Steuerungstechnik verfügt die Ginzinger electronic systems GmbH über mehr als 30 Jahre Erfahrung und Know-How.
| Geschäftsverlauf | Entwicklung der Umsätze |
|---|---|
| Die fakturierten Nettoumsätze sanken im vorliegenden Geschäftsjahr | |
| gegenüber dem Vorjahr um - 30,61 %. Gleichzeitig verringerte sich der | |
| Bestand an unfertigen Erzeugnissen um - 21,17 %. |
Investitionsbereich
| Die Investitionstätigkeit betraf mit einem Volumen von EUR 693.211,91 |
|---|
| verschiedene Erneuerungen im Bereich des Sachanlagevermögens. In |
| Wertpapiere des Anlagevermögens wurden EUR 146.263,20 investiert. |
Finanzierungsbereich
Die zum Bilanzstichtag vorhandenen Liquiditätsreserven lassen die Finanzlage des Unternehmens als geordnet erscheinen.
Personal- und Sozialwesen Nach Vollzeitäquivalent gerechnet beschäftigte das Unternehmen im Durchschnitt 97 Mitarbeiter. Die Fluktuationsrate stellte sich niedrig dar. Wesentliche innerbetriebliche soziale Probleme waren im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht festzustellen. Aus dem Kreis der Arbeitnehmer hat sich bisher kein Betriebsrat konstituiert.
Kennzahlen zur Ertragslage
Umsatz
Der Umsatz betrug im Geschäftsjahr 2024 EUR 30.437.500,00. Dies stellt gegenüber dem Vorjahr eine Reduktion von - 30,6 % dar.
Ergebnis
Bedingt durch hohe Abwertungen der Lagerbestände lag das operative Ergebnis sowohl auf der Ebene des Betriebsergebnisses (EBIT) als auch auf der Ebene des Ergebnisses vor Steuern (EBT) im Geschäftsjahr 2024 deutlich unter dem Vorjahrsniveau:
| 2024 | 2023 | 2022 | |
|---|---|---|---|
| Ergebnis vor Steuern (EBT) | 576.800 | 1.779.700 | 4.597.300 |
| Bereinigt um Finanzergebnis | 25.700 | 202.100 | 136.400 |
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) | 602.400 | 1.981.800 | 4.733.700 |
Nach Berücksichtigung der Steuern weist die Gesellschaft im Geschäftsjahr 2024 einen Jahresgewinn von EUR 537.800,00 (Vorjahr TEUR 1.466) aus.
Kapitalrentabilität
Die Kapitalrentabilitäten ergeben sich aus dem Verhältnis des Ergebnisses zum durchschnittlichen Kapital. Die Eigenkapitalrentabilität (Return on Equity), bezogen auf das EBT, und die Gesamtkapitalrentabilität (Return on Investment), bezogen auf das EBT, bereinigt um Zinsaufwendungen, haben sich wie folgt entwickelt:
| 2024 | 2023 | 2022 | |
|---|---|---|---|
| Eigenkapitalrentabilität in % | 8.8 | 23,6 | 57,2 |
| Gesamtkapitalrentabilität in % | 2.9 | 8,9 | 23.3 |
Cash-Flow-Kennzahlen
Netto-Geldfluss
Die im Folgenden dargestellten Teilergebnisse wurden entsprechend der
AFRAC-Stellungnahme 36 „Geldflussrechnung (UGB)“ berechnet.
| Cash-Flow | 2024 | 2023 | 2022 | |
|---|---|---|---|---|
| aus dem betrieblichen Ergebnis | 1.262.500 | 2.565.100 | 5.320.200 | |
| aus der betrieblichen Tätigkeit (nach Steuem) | 8.172.200 | 5.936.000 | 766.600 | |
| aus der Investitionstätigkeit | - | 957.800 | - 1.037.000 | - 444.500 |
| aus der Finanzierungstätigkeit | - 3.749.000 | - 4.867.100 | - 276.200 | |
Entwicklung Investitionen
und Cash-Flow
Im Geschäftsjahr 2024 wurden EUR 986.000,00 in das Anlagevermögen (inkl. GWG) investiert. Diesen Investitionen steht ein Cash-Flow aus dem betrieblichen Ergebnis (vor Steuern) in Höhe von EUR 1.262.500,00 gegenüber.
Investitionen und Cash-Flow aus dem Ergebnis bewegten sich in den vergangenen drei Jahren wie folgt:
Selbstfinanzierung der Investitionen durch den Cash-Flow
| Cash-Flow | 2024 | 2023 | 2022 |
|---|---|---|---|
| Investitionen | 986.000 | 1.067.300 | 488.200 |
| Cash-Flow aus dem betrieblichen Ergebnis | 1.262.500 | 2.565.100 | 5.320.200 |
Kennzahlen zur Vermögens- und Finanzlage
URG-Kennzahlen
Der Anteil des Eigenkapitals (inkl. Investitionszuschüsse) am Gesamtkapital gemäß § 23 URG und die fiktive Schuldentilgungsdauer gemäß § 24 (1) URG entwickelten sich in den letzten drei Jahren folgendermaßen:
| 2024 | 2023 | 2022 | |
|---|---|---|---|
| Eigenmittelquote in % | 30.0 | 29.9 | 36.6 |
| Fiktive Schuldentilgungsdauer in Jahren | 9.8 | 3,7 | 3.5 |
Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten
Zur Sicherung bzw. dem weiteren Ausbau der erreichten Marktstellung ist das Unternehmen permanent bemüht, den Kunden technisch sowie energiewirtschaftlich innovative Entwicklungen/Produkte anbieten zu können.
So fielen im vorliegenden Geschäftsjahr im Projektentwicklungsbereich Aufwendungen im Umfang von rund EUR 3.041.800,00 (Vorjahr TEUR 3.161,5) an.
Eine mindestens vergleichbare Aufwandshöhe ist für die künftigen Geschäftsjahre jährlich für Forschungsund Entwicklungstätigkeiten budgetiert.
Risiken des Unternehmens
| Finanzielle Risiken | Die Eigenkapitalausstattung des Unternehmens ist als stabil anzusehen. In | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Anbetracht der gegebenen Finanzierungsstruktur sind trotz veränderter | ||||||
| Rahmenbedingungen der Kreditwirtschaft keine Risiken erkennbar. | ||||||
| Mit den finanzierenden Banken wurden ausreichende Kreditrahmen zur | ||||||
| Abdeckung kurzfristiger Liquiditätsschwankungen vereinbart. | ||||||
| Da der Anteil an verzinslichem Fremdkapital zudem relativ gering ist, ist das | ||||||
| Unternehmen keinem besonderen Risiko aus der Veränderung von | ||||||
| Zinssätzen ausgesetzt. | ||||||
| Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden keine derivativen Finanzinstrumente | ||||||
| eingesetzt. | ||||||
| Den Risiken aus Forderungsausfällen wird durch eine laufende Evaluierung | ||||||
| der Kunden und deren Zahlungsverhalten begegnet. | ||||||
| Preisänderungen | Preis- und Kostenänderungen im Beschaffungsbereich können im Rahmen | |||||
| der Wettbewerbssituation an die Kunden weitergegeben werden. | ||||||
| Personalrisiken | Die | Verknappung | der Spezialisten im | Bereich | der Hard- und | |
| Softwareentwicklung ist merkbar. Durch den Bürostandort Linz konnten aber | ||||||
| entsprechende Mitarbeiter im Zentralraum für das Unternehmen gefunden | ||||||
| werden. | ||||||
| IT-Risiken | Zur | Gewährleistung | der | IT-Sicherheit | wurden | entsprechende |
| Vorsorgemaßnahmen getroffen, um einen dauernden Datenverlust zu | ||||||
| verhindern bzw. eine längerfristige Beeinträchtigung der Produktionsabläufe | ||||||
| zu vermeiden. | ||||||
| Für das Unternehmen bestehen keine bestandsgefährdenden Risiken. Gesamtrisiko | ||||
|---|---|---|---|---|
| Auch vom Konflikt zwischen Russland und der Ukraine ist das Unternehmen | ||||
| nicht unmittelbar betroffen. | ||||
| Aus heutiger Sicht sind daher keine Risiken erkennbar, welche den | ||||
| Fortbestand des Unternehmens gefährden, allerdings sind Einflüsse durch | ||||
| Änderung | gesetzlicher | Rahmenbedingungen | in | Deutschland |
| (Gebäudeenergiegesetz) und die allgemeine Konjunkturschwäche zu | ||||
| beobachten, wodurch die Finanz- und Ertragslage des Unternehmens noch | ||||
| nicht unmittelbar gesteigert werden kann. | ||||
Voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens
Das Unternehmen konnte sich trotz Lieferschwierigkeiten während der Coronapandemie sowie den aktuellen politischen und konjunkturellen Unsicherheiten erfolgreich stabilisieren. Die Lagerbestände, die während der Pandemie sowohl im Unternehmen als auch bei den Kunden aufgebaut wurden, sind wieder auf ein normales Maß reduziert. Bei den aktuellen Kundenbeziehungen sind daher keine Forderungsausfälle zu erwarten, sodass auf dieser Basis in den kommenden Jahren verlässlich aufgebaut werden kann.
Die zeitweise geringere Nachfrage infolge hoher Kundenlagerbestände führte kurzfristig zu Absatzrückgängen. Dennoch wird eine Normalisierung des Marktes bis 2025/26 erwartet. Parallel werden ungenutzte Ressourcen gezielt zur Kostenoptimierung eingesetzt. Diese Maßnahmen können zwar kurzfristig belasten, tragen aber langfristig erheblich zur Reduzierung der Herstellkosten und zur Steigerung der Rentabilität bei.
Zur weiteren Stärkung des Unternehmens werden die internen Prozesse umfassend optimiert. In der Entwicklung erfolgt die Einführung eines Stage- Gate-Prozesses, um bei langlaufenden Projekten Abweichungen vom Budget frühzeitig zu erkennen und gegenzusteuern. Gleichzeitig sorgen Effizienzsteigerungen in den Geschäftsabläufen sowie eine vorsichtige Preisanpassung in bestehenden Vereinbarungen dafür, die Erträge nachhaltig zu stabilisieren und auszubauen.
Weng im Innkreis, am 25. September 2025
| Ing. Herbert Ginzinger | Tanja Ginzinger | Dipl.-Ing. (Fly chael Berger |
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