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Lagebericht 2025

Wilhelm Schwarzmüller GmbH

Original-PDF

Stichtag 31. Dez. 2025 · Eingereicht am 23. Sep. 2026

Inhaltsverzeichnis

L A G E B E R I C H T

für das Geschäftsjahr 2025

der Wilhelm Schwarzmüller GmbH

Freinberg/Hanzing

Geschäftsverlauf und Lage des Unternehmens

Struktur und wirtschaftliches Umfeld:

Im Geschäftsjahr 2025 zeigte die im Dezember 2024 eingegangene strategische Partnerschaft mit der KRONE Commercial Vehicle SE erstmals spürbare Integrationsund Synergieeffekte. Die Bündelung der Beschaffungsvolumina führte zu verbesserten Konditionen in wesentlichen Materialgruppen und stabilisierte gleichzeitig die Versorgungssicherheit in einem weiterhin herausfordernden Beschaffungsumfeld.

Auch im Vertrieb zeigten sich im Berichtsjahr Fortschritte: Die Kooperation ermöglichte einen engen abgestimmten Zugang zu europäischen Key-Accounts sowie eine intensivere Nutzung komplementärer Vertriebsstrukturen, was die Marktpräsenz in mehreren Kernregionen ausweitete. Zusätzlich wurde das Service- und After-Sales-Netzwerk beider Unternehmen enger miteinander verzahnt, wodurch die Kundenbetreuung über Ländergrenzen hinweg an Qualität und Geschwindigkeit gewann. Insgesamt trug die strategische Zusammenarbeit damit zu einer Stärkung der Wahrnehmung im Markt und einer verbesserten Erreichbarkeit bestehender wie neuer Kundengruppen bei.

Über die operativen Synergieeffekte hinaus erhöhte die Beteiligung der KRONE-Gruppe im Jahr 2025 die strukturelle Resilienz der Wilhelm Schwarzmüller GmbH. Die breitere Kapital- und Investitionsbasis ermöglicht eine robustere Planung, während erste Skaleneffekte in Logistik und Verwaltung zu einer verbesserten Kostenstruktur beitragen. Aus heutiger Sicht haben die im ersten vollständigen Jahr nach der Transaktion erzielten Fortschritte wesentlich dazu beigetragen, die

Wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen und die strategische Ausrichtung der Wilhelm Schwarzmüller GmbH zu festigen.

Im Geschäftsjahr 2025 blieb das wirtschaftliche Umfeld in Europa von einer spürbar gedämpften Gesamtkonjunktur geprägt. Trotz einer moderaten Entspannung bei Inflation und Energiepreisen wirkte die Erholung der wirtschaftlichen Aktivität nur verhalten, und zentrale Nachfragebereiche entwickelten sich weiter schwach. Besonders deutlich zeigte dies der europäische Nutzfahrzeugmarkt, der erneut Rückgänge verzeichnete. Diese Entwicklung spiegelte die anhaltend geringe Investitionsbereitschaft zahlreicher Transport- und Bauunternehmen wider und belastete damit auch die Nachfrage nach gezogenen Nutzfahrzeugen unmittelbar.

Auf den Beschaffungsmärkten setzte sich die bereits 2024 beobachtete Normalisierung weiter fort. Die Preisvolatilität bei Stahl, Komponenten und energieintensiven Vorprodukten blieb zwar spürbar, jedoch deutlich geringer als in den ersten Jahren nach dem Ausbruch des Ukraine-Krieges. Gleichzeitig wirkten volumenbasierte Einkaufskooperationen im neuen Gesellschafterverbund preis- und versorgungssichernd. Vor dem Hintergrund der rückläufigen Fahrzeugneuzulassungen in Europa erwies sich diese stabile Beschaffungslage als ein wichtiger Faktor, um Kostenstrukturen abzusichern und die Produktionsprozesse zuverlässig auszulasten. Insgesamt war 2025 ein Jahr, in dem sich die Wilhelm Schwarzmüller GmbH in einem weiterhin anspruchsvollen Marktumfeld behauptete und ihre strategische Position im europäischen Markt für gezogene Nutzfahrzeuge weiter festigte. Die Kombination aus stabilisierten Supply-Chain-Strukturen, konsequenten internen Maßnahmen und der fortschreitenden Nutzung des Synergiepotenzials mit der KRONE-Gruppe trug wesentlich dazu bei, die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit zu stärken – trotz eines insgesamt schwachen Marktumfelds und rückläufiger Nachfrage in der Kernbranche.

Aufgrund der konjunkturell bedingten niedrigen Nachfrage hat die Wilhelm Schwarzmüller GmbH im Jahr 2025 weitere gezielte Einsparungsmaßnahmen umgesetzt. Dazu zählen umfassende Produktkostenoptimierungen, Kapazitätsanpassungen sowie eine konsequente Straffung der Kostenstruktur in sämtlichen Unternehmensbereichen. Am Standort Hanzing wurde in ausgewählten Bereichen die 4-Tage-Woche fortgeführt. Parallel arbeitet das Unternehmen intensiv an einer klaren, zukunftsorientierten strategischen Ausrichtung, mit dem Ziel, die Organisation strukturell und operativ weiter zu stärken. Die Geschäftsführung geht davon aus, dass die bisher gesetzten Schritte – kombiniert mit der laufenden Weiterentwicklung des Geschäftsmodells – eine tragfähige Basis für die Sicherung der finanziellen Stabilität schaffen. Damit wird gewährleistet, dass die Wilhelm Schwarzmüller GmbH gestärkt aus der aktuellen Marktphase hervorgeht und für zukünftige Wachstumschancen optimal positioniert ist.

Bericht über die Zweigniederlassungen:

Die Gesellschaft betreibt neben dem Produktionsstandort am Sitz der Gesellschaft weitere voll ausgestattete Customer-Service-Betriebsstätten in Österreich (Wels, Wien, Lieboch, Mäder und Kramsach). Diese Standorte bilden das österreichische Servicenetz und bieten ein umfassendes Leistungsportfolio, das Reparaturen, Wartungsarbeiten, §57a-Prüfungen, Ersatzteilhandel, Vermietung sowie den Verkauf von Gebrauchtfahrzeugen umfasst. Der Standort Wels fungiert darüber hinaus als österreichweiter Hauptstützpunkt für Miet- und Gebrauchtfahrzeuge und bietet zusätzlich spezialisierte Leistungen wie Rahmen- und Fahrgestellinstandsetzungen, Hydraulik- und ADR-Druckprüfungen, Lackierungen sowie Fahrzeugaufbauten an. Die Serviceniederlassungen sind integraler Bestandteil der After-Sales-Organisation und gewährleisten eine flächendeckende Betreuung der Kunden über alle Fahrzeugsegmente hinweg.

Geschäftsverlauf und finanzielle Leistungsindikatoren:

Im Geschäftsjahr 2025 wurde ein Gesamtumsatz von MEUR 143,8 erzielt. Der Umsatzrückgang zum Vorjahr um 6,5 % war im Wesentlichen durch das abgeschwächte Investitionsklima und die angespannte Marktlage im Bereich Transport und Infrastruktur bedingt.

Die Betriebsleistung (Umsatzerlöse einschließlich Bestandsveränderungen und aktivierte Eigenleistungen) ist im abgelaufenen Geschäftsjahr von TEUR 149.283 um 5,9 % auf TEUR 140.422 gesunken. Im Beschaffungsbereich war eine Kostensenkung im Vergleich zum Vorjahr zu verzeichnen. Durch die umfassenden operativen Maßnahmen der Geschäftsführung konnte das Geschäftsjahr 2025 trotz des sehr schwierigen Marktumfeldes sowie rückläufiger Umsatzerlöse auf ein EBIT von TEUR -515 (Vorjahr: TEUR -1.618) verbessert werden. Der Investitionsbereich wurde im Geschäftsjahr 2025 bewusst auf einem niedrigen Niveau gehalten. Es wurden ausschließlich operativ notwendige Investitionen vorgenommen, um die Kapitalbindung zu begrenzen und die finanzielle Flexibilität zu sichern. Die fortgesetzten Maßnahmen zur Bestandsoptimierung führten im Berichtsjahr zu einer weiteren nachhaltigen Reduktion des Vorratsvermögens um TEUR 4.065 auf TEUR 23.922. Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sanken um TEUR 1.196 auf TEUR 15.656. Der Kassenbestand sank von TEUR 12.847 auf TEUR 5.308, wobei zum Stichtag 31.12.2024 die Einzahlung aus einem Gesellschafterdarlehen in Höhe von TEUR 12.000 enthalten war. Diese Mittel wurden am 02.01.2025 zur vollständigen Rückführung des COFAG-Darlehens verwendet. Die Eigenmittelquote gemäß § 23 URG beträgt 16,8 % (Vorjahr: 14,4 %).

Nicht finanzielle Leistungsindikatoren:

Umweltbelange

Das bestehende Umweltmanagementsystem nach ISO 14001 wurde auch im Geschäftsjahr 2025 ordnungsgemäß weitergeführt und wird turnusmäßig erneuert. Nachhaltigkeitsaspekte bilden damit weiterhin einen festen Bestandteil der operativen Steuerung der Unternehmensgruppe. Im Bereich der Energieeffizienz und erneuerbaren Energiequellen wurden die bereits 2021 an den Standorten Hanzing, Wels und Wien installierten Photovoltaikanlagen erfolgreich betrieben. Im Jahr 2024 erfolgte zudem die Installation einer zweiten, leistungsstärkeren Photovoltaikanlage am Standort Hanzing sowie die Inbetriebnahme einer weiteren Anlage am Standort Lieboch, wodurch die eigenproduzierte Strommenge weiter gesteigert werden konnte. Zur Reduktion fossiler Energieverbräuche setzt das Werk Hanzing auf eine Hackschnitzelanlage, die eine nachhaltige Wärmeversorgung sicherstellt. Darüber hinaus wurde der Großteil der Produktionsbeleuchtung auf energieeffiziente LED- Technologie umgestellt. Im Fuhrpark ist eine klare Tendenz zur Elektrifizierung erkennbar, wodurch weitere Emissionen reduziert werden. Auch in der Beschaffung wird ein aktiver Beitrag zur Senkung von Umweltbelastungen geleistet: Schwarzmüller sourct wesentliche Komponenten überwiegend lokal bzw. innerhalb Europas, wodurch Transportwege verkürzt und CO₂-Emissionen verringert werden. Mit der strategischen Partnerschaft mit Krone wird sich der Fokus auf Nachhaltigkeitsthemen weiter verstärken.

Personal

Die Themen Arbeitssicherheit und kontinuierliche Weiterentwicklung der Mitarbeitenden haben in der Wilhelm Schwarzmüller GmbH einen hohen Stellenwert. Neben individuellen Weiterbildungsmöglichkeiten werden praxisnahe Qualifizierungsprogramme angeboten, die gezielt auf die Anforderungen der jeweiligen Tätigkeitsbereiche ausgerichtet sind. Als freiwillige Sozialleistungen stehen den Mitarbeitenden unter anderem ein Shuttleservice, eine betriebseigene Kantine sowie kostenloses Obst zur Verfügung. Zusätzlich tragen regelmäßig stattfindende Mitarbeiterevents, wie das Sommerfest oder gesponserte Sportveranstaltungen, zur Stärkung des Teamgeistes bei und erfreuen sich großer Beliebtheit.

Das Personal am Standort Hanzing zeigte auch im Jahr 2025 einen hohen Grad an Loyalität und Engagement während der weiterhin geltenden 4-Tage-Woche. Diese Regelung wird im Jahr 2026 teilweise fortgeführt und lief für alle betroffenen Bereiche aufgrund einer verbesserten Auslastungssituation im ersten Quartal 2026 aus. Die modern ausgestattete Lehrlingswerkstatt am Standort Hanzing, die 2020 fertiggestellt wurde, hat sich als wichtiger Baustein in der Ausbildung junger Fachkräfte etabliert. Neben einer fundierten praktischen Ausbildung legen die drei Lehrlingsausbildner besonderen Wert auf die persönliche Entwicklung der Nachwuchskräfte. In ganz Österreich bildet Schwarzmüller aktuell 51 Lehrlinge aus.

Voraussichtliche Entwicklung und die Risiken des Unternehmens

Voraussichtliche Entwicklung

Für das Geschäftsjahr 2026 rechnet die Wilhelm Schwarzmüller GmbH mit einer moderaten Erholung in einem weiterhin herausfordernden Marktumfeld. Der Auftragseingang steigt gegenüber dem Vorjahr leicht an, getragen von einer stabileren Nachfrage im Sonderfahrzeug- und Tankbau sowie beim Schubboden. Auf dieser Basis ist eine Ausweitung der Produktionsmengen geplant, die zu einem höherem Umsatzniveau gegenüber 2025 führen soll. Die Preismaßnahmen in allen Kernbereichen sowie die unterstellten Materialkosteneffizienzen unterstützen zusätzlich die Ergebnisentwicklung.

Geopolitische Einflüsse wie die im März 2026 eskalierenden Auseinandersetzungen in Nahost werden auf die Beschaffungs- und Absatzsituation direkte Auswirkungen durch Änderungen in Preisgestaltung und Kaufverhalten haben. Weiteren Steigerungen der Materialkosten soll durch Synergieeffekte im Beschaffungsprozess mit dem neuen Investor entgegengewirkt werden. Darüber hinaus wird die Kostensituation laufend überwacht, um im Bedarfsfall Vertriebsseite zeitgerecht umzusetzen. Preisanpassungen auf der

Für 2026 wird ergebnisseitig eine operative Stabilisierung angenommen, gestützt durch die fortgeführten Effizienz- und Kostenmaßnahmen. Cashflow-seitig wird im Jahr 2026 aufgrund eines höheren Working-Capital-Bedarfs ein negativer freier Cashflow erwartet, der über gesicherte Kontokorrentlinien abgedeckt wird. In den Folgejahren wird dagegen wieder ein positiver Beitragsverlauf unterstellt. Parallel dazu werden die Investitionen im Jahr 2026 erhöht, um notwendige Modernisierungen und strukturelle Weiterentwicklungen umzusetzen und die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit abzusichern. Insgesamt geht die Geschäftsleitung davon aus, dass die gesetzten strukturellen und strategischen Maßnahmen zu einer sukzessiven Verbesserung der finanziellen Performance beitragen werden und die Wilhelm Schwarzmüller GmbH mittelfristig wieder auf einen profitablen Wachstumspfad zurückgeführt wird.

Forschung und Entwicklung

Die strategische Ausrichtung des Unternehmens auf die individuelle Fertigung von Fahrzeugen für unsere Kunden spiegelt sich insbesondere in der Forschung und Entwicklung wider. Die konsequente Kundenorientierung sowie der multifunktionale Einsatz der Nutzfahrzeuge stehen weiterhin im Mittelpunkt aller Entwicklungsaktivitäten. Diese Kernkompetenz soll gezielt ausgebaut werden, um die technologische Differenzierung weiter zu erhöhen und unsere Marktposition im anspruchsvollen Spezialfahrzeugsegment zu stärken.

Risiken des Unternehmens

Die Wilhelm Schwarzmüller GmbH sieht sich weiterhin einem herausfordernden Marktumfeld gegenüber. Die konjunkturelle Abschwächung in wesentlichen europäischen Absatzmärkten sowie die damit verbundene Unsicherheit auf der Nachfrageseite stellen zentrale externe Risikofaktoren dar. Darüber hinaus können volatile Rohstoff- und Energiekosten sowie der anhaltend hohe Wettbewerbsdruck die Ergebnislage zusätzlich beeinflussen.

Die interne Berichterstattung an die Geschäftsführung sowie an den erweiterten Führungskreis erfolgt regelmäßig, zeitnah und auf Basis standardisierter Kennzahlen. Dieses Reporting bildet die Grundlage für kurzfristige operative Steuerungsmaßnahmen und ermöglicht es, auf Veränderungen des Marktumfeldes unmittelbar zu reagieren. Auf diese Weise wird sichergestellt, dass sowohl Hanzing als Produktionsstandort als auch die österreichischen Service-Niederlassungen flexibel auf Nachfrageschwankungen und externe Einflussfaktoren reagieren können. Die im März 2026 eingetretene Nahostkrise hat unmittelbar noch keine direkten Auswirkungen auf die Gesellschaft. Durch die getroffenen Steuerungsmaßnahmen versucht man im Verbund mit dem strategischen Partner rasch auf etwaige entstehende Einflüsse am Beschaffungsmarkt reagieren zu können.

Das interne Kontrollsystem wird laufend weiterentwickelt und an die aktuellen Anforderungen angepasst. Im Oktober 2025 wurde das konzernweite Legal & Compliance Network implementiert mit dem Ziel der systematischen Überarbeitung und Präzisierung der kontrollrelevanten Prozesse. Die Arbeiten befinden sich weiterhin in Umsetzung und werden im Laufe des Jahres 2026 sukzessive weitergeführt. Die Wilhelm Schwarzmüller GmbH verfügt über ein implementiertes Compliance-System, das auf der Einhaltung gesetzlicher Vorgaben, interner Richtlinien sowie ethischer Grundsätze basiert. Ein zentrales Element dieses Systems ist der im Jahr 2016 eingeführte „Code of Conduct“, der die wesentlichen Verhaltensanforderungen für alle Mitarbeitenden definiert. Der Kodex wird neuen Beschäftigten im Rahmen ihres Eintritts in das Unternehmen übergeben und ist verbindlich zur Kenntnis zu nehmen. Ende 2025/Anfang 2026 wurde der bestehende Code of Conduct umfassend überarbeitet. Die Aktualisierung berücksichtigt aktuelle rechtliche und regulatorische Entwicklungen, insbesondere in den Bereichen Compliance, Integrität und unternehmerische Sorgfaltspflichten. Darüber hinaus wurde der Kodex inhaltlich an die Standards des Krone-Konzerns angeglichen, um eine einheitliche und zeitgemäße Compliance sicherzustellen. Die Einführung und verpflichtende Anwendung des überarbeiteten Kodex ist für das Geschäftsjahr 2026 vorgesehen. Mit Beginn des Geschäftsjahres 2026 wurden für jede Gesellschaft des Konzerns Compliance Verantwortliche designiert. Darüber hinaus wird die Sensibilisierung der Mitarbeitenden durch gezielte Schulungen, Informationsmaßnahmen und das interne Kontrollsystem unterstützt, um die nachhaltige Einhaltung aller Verhaltens- und Berichtspflichten sicherzustellen.

Durch konsequentes Kostenmanagement sowie laufende Optimierungsmaßnahmen in allen Geschäftsbereichen wirkt die Wilhelm Schwarzmüller GmbH den bestehenden Absatz- und Beschaffungsmarktrisiken aktiv entgegen. Ziel dieser Maßnahmen ist es, die Auswirkungen der weiterhin schwachen konjunkturellen Rahmenbedingungen im Jahr 2026 möglichst zu begrenzen und die finanzielle Stabilität des Unternehmens zu sichern.

Im Beschaffungsbereich wird das Risiko von Abhängigkeiten einzelner Lieferanten durch einen breit diversifizierten und regelmäßig überprüften Lieferantenmix reduziert. Dennoch besteht aufgrund geopolitischer Entwicklungen - insbesondere des Ukraine-Kriegs sowie weiterer internationaler Konflikte – weiterhin ein erhöhtes Risiko von Materialengpässen. Diesen Risiken wird durch ein kontinuierliches Monitoring, die Nominierung alternativer qualifizierter Lieferanten sowie konstruktive Anpassungen in der Fahrzeugentwicklung begegnet. Im Absatzbereich bestehen neben Preisrisiken auch Forderungsausfallsrisiken. Diese werden durch die Einholung aktueller Bonitätsauskünfte, ein stringentes Mahnwesen sowie die Vereinbarung von Anzahlungen und Eigentumsvorbehalten systematisch begrenzt.

Aufgrund der erfolgreichen Umsetzung der eingeleiteten Maßnahmen sowie der Bereitstellung ausreichender Kreditrahmen durch Banken und eines Gesellschafterdarlehens Ende 2024 konnte das COFAG-Darlehen in Höhe von TEUR 12.000 zu Beginn des Geschäftsjahres 2025 vollständig zurückgeführt werden. Damit ist aus heutiger Sicht die Liquidität der Wilhelm Schwarzmüller GmbH jedenfalls bis Mitte 2027 gesichert.

Freinberg/Hanzing, am 22. April 2026

Die Geschäftsführung Bastian Litterscheid

Georg Eckmair Clauß Artmayer

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