Inhaltsverzeichnis
Hipp Produktion Gmunden GmbH
1. Bericht über den Geschäftsverlauf und die wirtschaftliche Lage
Geschäftsverlauf
Die Hipp Produktion Gmunden GmbH ist eine Auftragsfertigerin der HiPP-Gruppe.
Der wichtigste Absatzmarkt ist Deutschland. Als Marktführer im deutschen Gesamtmarkt Baby- und Kindernahrung erreichte die HiPP-Gruppe im Geschäftsjahr einen Marktanteil (Marktdaten nach NielsenIQ) von 41,4 % (Vorjahr 43,3 %). Die HiPP-Gruppe lag somit in 2025 deutlich vor Danone/Milupa (20,3 %), Handelsmarken (16,4 %), Nestlé (5,5 %) und dem Rest.
Produktinnovationen vor allem in den Segmenten Quetschbeutel und Schalenmenüs sowie der Aufbau weiterer Exportmärkte durch die Vertriebsgesellschaften tragen zum erforderlichen Wachstum in der Produktionsgesellschaft bei.
Die langjährigen Lieferantenbeziehungen sind weiterhin stabil, wodurch ein wesentlicher Erfolgsfaktor zur Rohstoffqualität gewährleistet ist.
Bericht über Zweigniederlassungen
Es bestehen keine Zweigniederlassungen der Hipp Produktion Gmunden GmbH.
Finanzielle Leistungsindikatoren
i) Ertragslage
Das Rohergebnis beträgt TEUR 41.121. Dies bedeutet einen Anstieg von 11,6 % der sich im Wesentlichen auf den Anstieg im Sach- und Personalaufwand, sowie gestiegene Abschreibungen zurückführen lässt.
Der Personalaufwand ist um 3,8 % auf TEUR 20.241 gestiegen. Der durchschnittliche Personalstand nach Köpfen ist von 265 auf 268 angewachsen.
Die sonstigen betrieblichen Erträge sind um -18,0 % auf TEUR 488 gefallen, im Wesentlichen da weniger Forschungsverrechnungen angefallen sind.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um 18,4 % auf TEUR 13.546 gestiegen, im Wesentlichen da durch die Inbetriebnahme neuer Linien der Instandhaltungsaufwand und Vernichtungsaufwände stark gestiegen sind, sowie aufgrund höherer Verrechnungen verbundener Unternehmen.
Eine wichtige Kennzahl für die Hipp Produktion Gmunden GmbH als Auftragsfertigerin stellt das EBITDA, welches sich aus dem Betriebsergebnis (EBIT) zuzüglich der Abschreibungen auf Immaterielles- und Sachanlagevermögen berechnet, dar. Diese Kennzahl dient der Planung und dem Plan/Ist-Vergleich. Im Geschäftsjahr 2025 liegt das EBITDA bei TEUR 7.334 (VJ: TEUR 5.913). Die EBITDA-Marge (als prozentuales Verhältnis des EBITDA zur Betriebsleistung) betrug in 2025 9,0 % verglichen mit 8,0 % im Vorjahr.
ii) Vermögens- und Finanzlage
Das Anlagevermögen liegt mit TEUR 42.130 um TEUR 2.205 unter dem Vorjahr.
Die Vorräte liegen mit TEUR 7.712 um 8,6 % über dem Vorjahr. Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind um 68,0 % gegenüber dem Vorjahr auf TEUR 20.356 gestiegen. Der Stand an liquiden Mitteln beträgt inklusive der kurzfristigen Cashpoolingverbindlichkeit gegenüber der HiPP-Gruppe TEUR -6.924.
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten liegen bei TEUR 12.312. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen der HiPP-Gruppe sind von TEUR 3.834 auf TEUR 8.274 gestiegen und die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen von TEUR 2.596 auf TEUR 3.006 gestiegen.
Die Eigenmittelquote gemäß URG beträgt 52,5 %. Die fiktive Schuldentilgungsdauer gemäß URG beträgt 5,6 Jahre.
Die Hipp Produktion Gmunden GmbH hat keine derivativen Finanzinstrumente im Einsatz.
Der Nettogeldfluss aus der betrieblichen Geschäftstätigkeit beträgt TEUR -2.046 (VJ: TEUR 1.193). Der Nettogeldfluss aus der Investitionstätigkeit beläuft sich auf TEUR -2.319 (VJ: TEUR -3.228) und jener aus der Finanzierungstätigkeit auf TEUR -360 (VJ: TEUR -360).
Das Working Capital beträgt TEUR 2.820 (VJ: TEUR -613). Die Nettoverschuldung beträgt TEUR 19.825 (VJ: TEUR 20.334).
Nicht finanzielle Leistungsindikatoren
Das Unternehmen HiPP steht für eine bewusste und sensible Auseinandersetzung mit den Themen Natur, Mensch und Wirtschaft und verankert das ethische Handeln gegenüber Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, Umwelt, Markt, Staat und Gesellschaft mit der Implementierung des Ethik- Managements und der Ethik-Charta.
Umweltschutz bei HiPP wird gelebt. Die HiPP-Gruppe setzt sich für den Erhalt der Umwelt und der Schöpfung ein. Um dieser Verantwortung gerecht zu werden, geht Hipp beim Umweltschutz über die gesetzlichen Auflagen hinaus. Das beweisen täglich alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der HiPP-Gruppe in den verschiedenen Produktionsstandorten, die das ökologische Engagement des Unternehmens mittragen und ständig verbessern. Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind dazu verpflichtet, die Umwelt zu schützen.
Die Qualität der Lebensmittel hat bei HiPP oberste Priorität. Seit mehr als 50 Jahren stellt HiPP Babynahrung aus organisch-biologischen Rohstoffen her und erfüllt damit den wachsenden Wunsch der Eltern nach gesunder, schadstoffarmer Ernährung für ihre Babys und Kinder. Der Anteil der Bio- Produkte im HiPP Sortiment wird kontinuierlich erhöht.
Ethisches Handeln steht vor allem im Personalbereich an oberster Stelle, was sich auch in den im Unternehmen implementierten Verhaltensregelungen gegenüber Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern widerspiegelt. Im Wesentlichen geht es um die korrekte und motivierende Information der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die Vereinbarung von Zielen, die Auswahl und die Entwicklung im Personalbereich, die leistungsgerechte Entlohnung sowie flexible Arbeitszeitregelungen, und um die Berufsausübung möglichst in Einklang mit den familiären Belangen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
2. Bericht über die voraussichtliche Entwicklung und die Risiken des Unternehmens
Voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens
Durch permanente Optimierung der Produktionsprozesse wird ein entsprechender Beitrag zur Produktsicherheit und Produktqualität geleistet. Chancen bestehen durch Maßnahmen zur Steigerung der Kosteneffizienz. Als Herausforderung sind jedoch die volatilen Material- und Energiekosten zu nennen. Der Gesellschaft kommt als Auftragsfertigerin ein entsprechender Ergebnisanteil der Gesamtmarge zu. Dadurch wird im Jahr 2026 ein ähnliches Ergebnis wie im Jahr 2025 erwartet.
Wesentliche Risiken und Ungewissheiten
i) Risiken und Chancen
Die Analyse der wesentlichen Risiken und Chancen im Rahmen des Planungsprozesses ist ein wesentlicher Teil der Unternehmensführung der HiPP-Gruppe. Ziel ist es hierbei, Risiken und Chancen frühzeitig zu erkennen, sie zu bewerten und entsprechende Maßnahmen einzuleiten.
Die Risikofelder des Konzerns gliedern sich in die beiden großen Risikofelder „finanzielle Risiken“ und „sonstige, nichtfinanzielle Risiken“. Innerhalb dieser Risikofelder wird nach einzelnen Risikoarten unterschieden.
Nachfolgend werden die für die HiPP-Gruppe relevanten Risiken erläutert und in diesen Zusammenhang auf Chancen eingegangen.
Finanzielle Risiken:
Risiko aus Fremdfinanzierung:
Im Rahmen bestehender Kreditverträge hat HiPP übliche Verpflichtungen zur Einhaltung bestimmter vertraglich festgelegter Finanzkennzahlen (Financial Covenants) übernommen, wobei die Fremdfinanzierung eine wesentliche Finanzierungsgrundlage darstellt. Diese Verpflichtungen wurden per 31. Dezember 2025 vollständig eingehalten.
Gleichwohl besteht grundsätzlich das Risiko, dass es infolge einer unerwarteten negativen Geschäftsentwicklung oder veränderter Marktbedingungen künftig zu einer nicht vollumfänglichen Einhaltung der vertraglichen Verpflichtungen oder zu Einschränkungen bei der Refinanzierung auslaufender Finanzierungen kommt. Sollte es HiPP nicht gelingen, den vertraglichen Verpflichtungen der Financial Covenants vollumfänglich nachzukommen, besteht das Risiko einer Kündigung bestehender Vertragsverhältnisse. Im Zuge von auslaufenden Kreditverträgen ist HiPP dem Risiko ausgesetzt, dass diese nur zu ungünstigeren Konditionen refinanziert werden können, was die finanzielle Flexibilität beeinträchtigen kann.
Zur Begrenzung dieses Risikos überwacht die Geschäftsführung die Einhaltung der vertraglichen Finanzkennzahlen fortlaufend im Rahmen der Liquiditäts- und Finanzplanung. Zudem setzt HiPP auf eine vorausschauende Refinanzierungsstrategie, sowie einen kontinuierlichen und frühzeitigen Dialog mit finanzierenden Banken und weiteren Kapitalgebern.
Liquiditätsrisiko:
Es besteht das Risiko, dass der durch mögliche Schwankungen ausgelöste Bedarf an Zahlungsmitteln nicht oder nur zu erhöhten Kosten gedeckt werden kann. Die Geschäftsführung überwacht daher fortlaufend die Liquiditätslage basierend auf einer Liquiditätsplanung.
Zinsänderungs- und Währungsrisiko:
Zum Zinsänderungs- und Währungsrisiko verweisen wir auf den nachfolgenden Abschnitt Finanzinstrumente.
Inflationsrisiko:
Weiter besteht ein Inflationsrisiko insbesondere in der Türkei, welchem durch stetige Preiserhöhungen entgegenwirkt wird, wobei das Risiko besteht, dass solche Preiserhöhungen am
Markt nicht dauerhaft im erforderlichen Umfang durchgeführt werden können. Zudem werden Währungsabsicherungsgeschäfte abgeschlossen, um dem Risiko teilweise zu begegnen.
Risiken aus Pensionsverpflichtungen:
Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen können sowohl durch eine Änderung der versicherungsmathematischen Annahmen, einschließlich des Abzinsungssatzes, als auch durch Veränderungen an den Finanzmärkten oder eine Änderung in der Zusammensetzung unseres Anlageportfolios beeinflusst werden.
Wertminderungsrisiko:
Bei einer nachteiligen Entwicklung der Ertragslage oder einer wesentlichen Erhöhung des Abzinsungssatzes, der für die Berechnung des beizulegenden Werts der Vermögenswerte herangezogen wird, besteht das Risiko von materiellen außerplanmäßigen Abschreibungen des Anlagevermögens, insbesondere für den entgeltlich erworbenen Geschäfts- oder Firmenwert sowie die immateriellen Vermögensgegenstände Markennamen, Kundenstämme, Rezepturen und Fertigungstechnologien.
Prüfungen von Finanzbehörden sowie Veränderungen in den Steuergesetzen und -regelungen:
Als international tätiges Unternehmen agieren wir in Ländern mit komplexen steuerlichen Regelungen, die - insbesondere für grenzüberschreitende Tätigkeiten - unterschiedlich ausgelegt werden können. Künftige Auslegungen beziehungsweise Entwicklungen der Steuersysteme könnten unsere Geschäfts-, Vermögens- und Ertragslage beeinflussen. Wir werden regelmäßig von den Finanzbehörden in verschiedenen Jurisdiktionen geprüft, wobei wir entsprechende Risiken identifizieren und bewerten.
Kreditausfallrisiko:
Das Ausfallsrisiko bei Forderungen ist gering, da die wesentlichen Kunden der HiPP-Gruppe Drogeriemarktketten und der Lebensmittelhandel sind, die geringe Ausfallwahrscheinlichkeiten aufweisen. Die branchenübergreifende Zunahme von Unternehmensinsolvenzen stellen derzeit keine Auswirkung auf unser Kundenportfolio und damit verbundene, möglichen Forderungsausfällen dar.
Sonstige, nichtfinanzielle Risiken:
Geschäftsrisiken:
Die rückläufigen Geburtenraten, höhere Stillquoten sowie die Fokussierung des Handels auf die preisgünstigen Eigenmarken werden im Bereich der Milch und Beikost als Herausforderung gesehen. Diese Entwicklung kann in Absatzrückgängen für die eigenen Marken und in rückläufigen Marktanteilen münden.
Wirtschaftliche und politische Unsicherheiten in den für HiPP relevanten Märkten können das allgemeine Konsumklima eintrüben und damit zu einem geringeren Absatz von Produkten führen. Im Exportbereich bestehen langfristig positive Wachstumsmöglichkeiten (u.a. in Asien). Die HiPP-Gruppe begegnet den Geschäftsrisiken mit Sortimentserweiterung sowie der Verbesserung bzw. Erweiterung der bestehenden Produktpalette. Wir verweisen hierfür auf den Abschnitt III. Bericht über die Forschung und Entwicklung. Zu den Geschäftsrisiken zählen auch laufende bzw. potenzielle Rechtsstreitigkeiten v.a. mit Lieferanten. Für diese Ereignisse werden entsprechende Rückstellungen gebildet und diese stellen in Summe kein wesentliches Risiko für die Geschäftstätigkeiten der HiPP-Gruppe dar.
Risiken aus Produktionsoptimierungen:
Der Konzern verfolgt kontinuierlich Maßnahmen zur Effizienzsteigerung in den Produktionsprozessen, einschließlich Standortoptimierungen. Es besteht das Risiko, dass geplante Optimierungen nicht oder nur teilweise den erwarteten Erfolg erzielen. Eine nicht erfolgreiche Umsetzung kann zu erhöhten Fertigungskosten führen. Sofern bestehende technische Anlagen und Maschinen nicht im ursprünglich geplanten Umfang wirtschaftlich genutzt werden, besteht ein erhöhtes Risiko von Wertminderungen.
Zur Risikobegrenzung überwacht die Geschäftsführung die Optimierungsmaßnahmen fortlaufend und führt Wirtschaftlichkeitsanalysen durch.
Geopolitische Risiken:
Im Februar 2022 führte der Ukraine-Russland-Konflikt aufgrund von militärischen Interventionen Russlands zu Sanktionen gegen Russland. Die HiPP-Gruppe ist mit einer Produktionsstätte in Kaliningrad sowie einer Vertriebsgesellschaft in Moskau in Russland vertreten. Weiter besteht eine kleine Produktion im Westen der Ukraine sowie eine Vertriebsgesellschaft in Kiew. Der Anteil Russlands und der Ukraine am Geschäftsvolumen der Hipp-Gruppe ist aktuell gering. Durch die bisher verhängten Sanktionen gegen Russland zeigen sich Einschränkungen für die Betriebstätigkeit und die Lieferketten. Die HiPP-Gruppe beobachtet die Lage laufend und trifft alle möglichen Maßnahmen, um negative Auswirkungen so gering wie möglich zu halten. Die Fortsetzung lokaler Betriebsaktivitäten erfolgt unter höchster Sicherheit für die Mitarbeitenden und strikter Einhaltung der Sanktionen. Es wird geschätzt, dass dieses Risiko auch in den folgenden Geschäftsjahren auf die Geschäftsaktivitäten der HiPP-Gruppe wirkt.
Darüber hinaus können anhaltende (weltweite) geopolitische Spannungen und Unsicherheiten, wie bspw. der Nahost-Konflikt, zu weiteren Volatilitäten bei Energiepreisen sowie zu erhöhten Kosten entlang der Wertschöpfungskette führen und damit die Ertragslage der HiPP-Gruppe belasten.
Reputationsrisiken:
Die Marke HiPP steht für Tradition, Nachhaltigkeit und höchste Qualität und hat eine sehr starke Wirkung am Markt. Das Reputationsrisiko zeigt sich in Form eines Schadens an der Marke HiPP und ist die Konsequenz weiterer, dargestellter Risiken. So kann bspw. die Nichteinhaltung von erforderlichen Umwelt- und Qualitätsstandards oder auch der nicht angemessene Umgang mit externen Ereignissen einen Imageschaden zur Folge haben, was wiederum zu Umsatzeinbußen führt. Daher hat die HiPP-Gruppe eine ganzheitliche Methodik für das Risikomanagement sowie das Interne Kontrollsystem implementiert, um relevante Risiken adäquat steuern zu können.
Nachhaltigkeitsrisiken:
Die stark regulierte Branche, in der HiPP tätig ist, fordert verstärkt die Einhaltung gesetzlicher Bestimmungen und den bewussten Umgang mit allen nachhaltigkeitsrelevanten Aspekten. Die hohen Standards, die HiPP an seine Produkte und sein Geschäftsmodell stellt, stellen bei Nichteinhaltung ein Risiko dar. Zunehmende Erfordernisse bezogen auf die Nachhaltigkeit was bspw. Verpackungen angeht, können aber auch eine große Chance für das Unternehmen sein. Durch wandelnde Bedürfnisse und Erwartungen der Kunden an die Nachhaltigkeitsstandards von HiPP oder auch durch Weiterentwicklungen von Wettbewerben wird HiPP gezwungen, sich aktiv mit diesen Trends auseinanderzusetzen und erhält die Chance, das Produktportfolio und die Geschäftsaktivitäten stetig und grundlegend zu überdenken.
Umweltrisiken:
Die Folgen des Klimawandels werden immer spürbarer – auch für HiPP. Extremwetterereignisse nehmen von Jahr zu Jahr zu und diese können auch signifikante Auswirkungen auf HiPP haben – sei es auf die Produktionsstandorte oder die Rohstoffbeschaffung. Durch bspw. Sturmereignisse oder Hochwasser kann die Infrastruktur der HiPP-Standorte beschädigt werden, was zu Produktionsausfall führt. Extreme Dürren verknappen die Rohstoffe, die zur Produktion der Produkte erforderlich sind. Durch Beschaffungsstrategien und Lieferantendiversifikation steuert HiPP sein Rohstoffportfolio aktiv und berücksichtigt diese Ereignisse in den Beschaffungsprozessen.
IT-Risiken:
Auch die Geschäftsprozesse in der Produktion sowie der Verwaltung und im Vertrieb der HiPP- Gruppe hängen stark von Technologie und Systemen ab. Ein (temporärer) Ausfall (eigen- und fremdverschuldet) der verwendeten Systeme bedeutet eine signifikante Auswirkung auf die Geschäftstätigkeit der Unternehmensgruppe. Dieses Risiko, wie auch das Risiko von Cyberangriffen, ist real und bedeutend. Durch ein Notfallkonzept und hohe Sicherheitsstandards im IT-Bereich wirkt HiPP aktiv diesem Risiko entgegen.
Personalrisiken:
Der Kampf um Talente und Fachexperten bekommt in den Märkten, in denen die HiPP-Gruppe geschäftlich aktiv ist, zunehmend an Bedeutung. Das Risiko, perspektivisch qualitative und/oder quantitative Mängel in der Personalausstattung zu haben, ist nicht vernachlässigbar. Bereits in den vergangenen Jahren ließ sich dieser Trend beobachten und eine Verbesserung des
Fachkräftemangels ist nicht ersichtlich. Aus diesem Grund hat die HiPP-Gruppe eine Personalstrategie erarbeitet, um diesem Risiko langfristig zu begegnen.
Compliance-Risiken:
Die gesetzlichen Bestimmungen und Regelungen nehmen stetig zu; auch im gesetzlichen Umfeld, in dem sich die HiPP-Gruppe bewegt. Daher steigt die Anzahl an Anforderungen, die die Unternehmensgruppe erfüllen muss, stetig. Insbesondere im Umfeld der Nachhaltigkeit erfordern neue Bestimmungen wie bspw. die Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) die Umsetzung der neu verabschiedeten Regelungen. Das Risiko der nicht angemessenen Umsetzung gesetzlicher Bestimmungen und damit das verbundene Risiko der Non-Compliance ist nicht zu unterschätzen. Durch die Implementierung aufbau- und ablauforganisatorischer Strukturen einer ganzheitlichen, gruppenweiten Compliance-Organisation steuert HiPP dieses Risiko aktiv.
Prozessrisiken:
Alle Planungsaktivitäten der Unternehmensgruppe basieren auf festgelegten Unternehmensprozessen – sei es die Ressourcen-, die Produktions- oder die finanzielle Planung. Daher ist es für HiPP umso wichtiger, alle Geschäftsprozesse in einer einheitlichen Methodik und nach definierten Unternehmensstandards über alle Unternehmensstandorte zu definieren und wo möglich zu standardisieren. In diesem Bereich sieht das Unternehmen die Chance, im Zuge von Prozessdefinition und -dokumentation, Effizienzen zu erkennen und zu heben, sowie Synergien länderübergreifend zu heben, was sich letztendlich auf die Ertragslage des Unternehmens positiv auswirkt.
ii) Finanzinstrumente
Der Konzern ist im Rahmen seiner Geschäfts- und Finanzierungstätigkeit insbesondere Risiken aus Wechselkurs und Zinssatzänderungen ausgesetzt. Die Tochtergesellschaft Hipp GmbH, Pfaffenhofen a.d. Ilm, hat eine zentrale Funktion hinsichtlich des konzernweiten Managements von Finanzmarktrisiken. Die Hipp Produktion Gmunden GmbH verwendet keine Finanzinstrumente.
3. Bericht über die Forschung und Entwicklung
Die HiPP-Gruppe hat eine zentrale Stelle für Forschung und Entwicklung. Es werden neue Produkte entwickelt und mit Marketingunterstützung eingeführt. Ziel ist es, die Sortimente sinnvoll zu erweitern und die bestehenden Produkte sowie deren Verpackung zu verbessern.
Gmunden, am 11. Mai 2026
Hipp Produktion Gmunden GmbH
Stefan Hipp
stian Hip
Maximilian raf von Oppersdorff
Bruthena
Thomas Brunbaugr