Inhaltsverzeichnis
Messner Produktions GmbH & Co KG
I. Geschäftsverlauf:
Die Messner Produktions GmbH & Co KG beschäftigt sich mit der Verarbeitung und Herstellung von Fleisch- und Wurstprodukten. Hauptkunde und Abnehmer ist die Messner Ein- und Verkaufs GmbH. Das Geschäftsjahr 2024/25 war für die Messner Produktions GmbH & Co KG von einem anspruchsvollen Marktumfeld geprägt. Die Nachfrage im Lebensmitteleinzelhandel und im industriellen Bereich blieb insgesamt stabilbelasteten anhaltende Kostensteigerungen bei Rohstoffen, Energie und Löhnen die wirtschaftliche Entwicklung deutlich. Die Auslastung der Produktionskapazitäten bewegte sich über das Jahr hinweg auf einem überwiegend soliden Niveau, dennoch blieb die Ertragslage hinter den Erwartungen zurück.
Im Bereich der Produktion wurden Optimierungen in den Abläufen, der Planung und der Instandhaltung vorangetrieben, was zu punktuellen Effizienzgewinnen führte. Gleichzeitig stiegen die Anforderungen an Qualität, Dokumentation und Auditstandards weiter an, was zusätzliche interne Ressourcen band. Die Lieferfähigkeit konnte gegenüber den Kunden durchgehend sichergestellt werden. Organisatorisch wurden Controlling- und Qualitätsmanagementprozesse weiter strukturiert und die Digitalisierung einzelner Abläufe vorangetrieben. Trotz dieser Fortschritte konnte der negative Einfluss externer Faktoren – insbesondere der Kostenvolatilität – nicht vollständig kompensiert werden.
In Summe entwickelte sich das Geschäftsjahr operativ stabil, das wirtschaftliche Ergebnis blieb allerdings hinter den Erwartungen zurück. Die Geschäftsführung bewertet den Geschäftsverlauf daher als herausfordernd und mit entsprechendem Verbesserungsbedarf für das kommende Geschäftsjahr.
II. Lage der Gesellschaft
Vermögenslage:
Die Vermögenslage ist durch eine gute Eigenkapitalausstattung gekennzeichnet. Das Eigenkapital der Gesellschaft beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 1.004. Die Eigenkapitalquote per 30. April 2025 beträgt 21,5%.
Ertragslage:
Der im vorangegangenen Geschäftsjahr erzielte Jahresüberschuss betrug TEUR 22. Im Geschäftsjahr 2024/25 konnte ein Jahresüberschuss von TEUR 4 erzielt werden.
Finanzielle Leistungsindikatoren
Kennzahlen zur Ertragslage
| 2024/25 | 2023/24 | |
|---|---|---|
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern (TEUR) | 3 | 21 |
| Eigenkapitalrentabilität | 0,3% | 2,1% |
| Gesamtkapitalrentabilität | 0,1% | 0.4% |
Kennzahlen zur Vermögens- und Finanzlage:
| 2024/25 | 2023/24 | |
|---|---|---|
| Nettoverschuldung (TEUR) | 611 | 284 |
| Working Capital (TEUR) | 1.242 | 1.255 |
| Eigenkapitalquote | 21,5% | 17,1% |
| Nettoverschuldungsgrad | 60.9% | 27,8% |
Cash-flow Kennzahlen
Die Veränderung des Finanzmittelbestandes gegenüber dem Vorjahr beträgt TEUR – 311. Der Nettogeldfluss aus dem laufenden Geschäftsjahr beträgt TEUR -269.
Der Nettogeldfluss aus Investitionen beläuft sich auf TEUR -19.
Der Nettogeldfluss aus der Finanzierungstätigkeit beträgt TEUR -23.
III. Vorgänge von besonderer Bedeutung
Im Geschäftsjahr 2024/25 ist eine Umgründung in der Unternehmensgruppe geplant. Zur Strukturvereinfachung werden in mehreren Umgründungsschritten, rückwirkend zum 30.4.2025 die gesamte Messner Produktions GmbH & CO KG zu Buchwerten in die MESSNER Würstel Welt GmbH überführt. Nach Eintragung der Umgründungen im Firmenbuch wird die gesamte Produktion durch die MESSNER Würstel Welt GmbH betrieben (siehe Anhang Pkt. 3.2.).
IV. Voraussichtliche Entwicklung der Gesellschaft
Für das Geschäftsjahr 2025/26 erwartet die Messner Produktions GmbH & Co KG eine insgesamt stabile wirtschaftliche Entwicklung. Auf Basis der derzeitigen Auftragslage und der laufenden Gespräche mit Kunden wird von einem moderaten Umsatzwachstum ausgegangen.
Die im vergangenen Geschäftsjahr eingeleiteten Maßnahmen zur Effizienzsteigerung, Prozessoptimierung und Kostenstabilisierung werden sich im kommenden Jahr weiter auswirken. Insbesondere eine verbesserte Auslastung, optimierte Produktionsprozesse und eine strikte Kostenkontrolle sollen zu einer nachhaltigen Ergebnisverbesserung beitragen.
Die Gesellschaft beobachtet die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen - insbesondere Rohstoffpreise, Energiepreise sowie die Entwicklung gesetzlicher und regulatorischer Vorgaben – laufend und passt die internen Maßnahmen entsprechend an. Insgesamt erwartet die Geschäftsführung eine stabile bis leicht positive Entwicklung.
V. Forschung und Entwicklung
Die Forschung- und Entwicklungsaktivitäten der Gesellschaft konzentrieren sich auf die kontinuierliche Verbesserung bestehender Produktionsprozesse sowie auf die fortlaufende Weiterentwicklung des Sortiments im Rahmen marktüblicher Anforderungen. Ziel ist es, technologische Fortschritte, veränderte Konsumentenbedürfnisse und regulatorische Anforderungen angemessen zu berücksichtigen.
Schwerpunkte liegen insbesondere auf:
• Optimierungen im Bereich Qualität, Haltbarkeit, Prozesssicherheit und Effizienz, • Anpassung von Rezepturen und Verfahren an technologische und rechtliche Entwicklungen, • Weiterentwicklung von Verpackungs- und Produktionslösungen im Einklang mit Nachhaltigkeits- und Wirtschaftlichkeitszielen.
Die Gesellschaft versteht Forschung und Entwicklung als integralen Bestandteil der langfristigen Wettbewerbsfähigkeit, ohne dass im Berichtszeitraum außergewöhnliche oder signifikant risikobehaftete Entwicklungsprojekte durchgeführt wurden.
VI. Risikoberichterstattung
Die wesentlichen Risiken der Gesellschaft stellen sich wie folgt dar:
Risikofrüherkennungs- und Risikomanagement-System
Die Messner Produktions GmbH & Co KG ist als Produktionsunternehmen den aus einem solchen Betrieb entstehenden Risiken ausgesetzt. Das Risikomanagement der Gesellschaft ist Bestandteil der Unternehmensführung und in die Gestaltung der Geschäftsprozesse eingebunden. Ein zielorientiertes Controlling ist vorhanden.
Beschaffungsrisiko
Die Gesellschaft ist von der Verfügbarkeit und Preisentwicklung wesentlicher Rohstoffe abhängig. Marktveränderungen, saisonale Schwankungen, geopolitische Ereignisse oder produktionsbezogene Faktoren können die Beschaffung beeinflussen. Durch langfristige Lieferbeziehungen, laufende Marktabstimmungen und ein breites Lieferantennetz werden diese Risiken begrenzt.
Operative Risiken
Operative Risiken ergeben sich aus Störungen im Produktionsablauf, technischen Ausfällen, Qualitätsabweichungen oder fehlerhaften Prozessabläufen. Durch regelmäßige Wartungen, standardisierte Produktionsprozesse, ein dokumentiertes Qualitätsmanagementsystem und laufende Mitarbeiterschulungen werden diese Risiken gezielt reduziert.
Lieferantenrisiken
Einzelne Materialien und Rohwaren werden von spezialisierten, zertifizierten Lieferanten bezogen. Ausfälle, Qualitätsprobleme oder Lieferschwierigkeiten können die Produktion beeinflussen. Die Gesellschaft strebt mehrere qualifizierte Bezugsquellen an und führt laufende Lieferantenbewertungen durch, um das Risiko zu minimieren.
Personalrisiken
Die Verfügbarkeit qualifizierter Fachkräfte ist ein zentraler Erfolgsfaktor.
Fachkräftemangel, Ausfälle sowie Fluktuation stellen potenzielle Risiken dar. Die Gesellschaft wirkt dem durch strukturierte Personalplanung, kontinuierliche Schulungen und Maßnahmen zur Mitarbeiterbindung entgegen.
Kreditrisiken/Ausfallrisiken
Kreditrisiken bestehen vor allem im Zusammenhang mit Forderungen gegenüber Kunden. Die Gesellschaft überwacht laufend die Bonität ihrer Geschäftspartner, führt ein konsequentes Forderungsmanagement durch und begrenzt so das Ausfallrisiko. Aufgrund der Branchenstruktur wird das Risiko als gering bis moderat eingestuft.
Liquiditätsrisiken
Die Gesellschaft ist wie produzierende Unternehmen üblich abhängig von einer ausreichenden Liquidität zur Finanzierung des laufenden Geschäftsbetriebs. Preisvolatilität bei Rohwaren und Energiekosten kann kurzfristige Belastungen verursachen. Durch vorausschauende Liquiditätsplanung, abgestimmte Finanzierungslinien und laufende Abstimmung mit den finanzierenden Banken werden diese Risiken kontrolliert.
Versicherungsrisiken
Die Gesellschaft verfügt über ein branchenübliches Versicherungsportfolio (inkl.
Betriebsunterbrechung, Haftpflicht). Ein Restrisiko bleibt bei außergewöhnlichen Schadensereignissen bestehen. Die Deckungsumfänge werden regelmäßig überprüft und an betriebliche Entwicklungen angepasst.
Risiken der IT-Systeme
Störungen in den eingesetzten ERP- und Produktionssystemen. Durch
IT-Risiken ergeben sich aus Systemausfällen, Cyberangriffen, Datenverlust sowie Zugriffsbeschränkungen, regelmäßige Backups, externe IT-Dienstleister und laufende Sicherheitsupdates wird das Risiko begrenzt. Notfallpläne und Wiederanlaufkonzepte sind implementiert.
VII. Finanzinstrumente
Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden keine derivativen Finanzinstrumente eingesetzt.
VIIl. Zweigniederlassungen
Die Gesellschaft verfügt über keine Zweigniederlassungen.