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Lagebericht 2024

Jöbstl Bauerngut GmbH

Original-PDF

Stichtag 31. Dez. 2024 · Eingereicht am 29. Sep. 2025

Inhaltsverzeichnis

Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft

Die Jöbstl Bauerngut GmbH, mit Sitz in 8421 Schwarzautal, Wolfsberg 1, ist ein systemrelevantes Produktionsunternehmen der österreichischen Lebensmittelwirtschaft mit dem Auftrag, die Grundversorgung der Bevölkerung mit Schweinefleisch sicherzustellen. Die Gesellschaft führt die operative Tätigkeit am Standort in A-8472 Strass in Steiermark, Hofgasse 1, aus.

Die Hauptlieferanten sind im überwiegenden Ausmaß die Bauern der Steiermark sowie Österreichs. Die Gesellschaft verkauft das verarbeitete Fleisch einerseits in Osterreich und anderseits in das Ausland an diverse Lebensmittelketten und Wurstindustrien. Der Exportanteil verminderte sich im laufenden Geschäftsjahr von 22,6 % im Vorjahr um 3,1 %-Punkte auf 19,5 %. Osterreich hat nach wie vor mit einer verschlechterten internationalen Wettbewerbsfähigkeit der österreichischen Betriebe im Schweinefleischbereich gegenüber jenen aus anderen EU-Staaten, aber auch gegenüber jenen aus Nord- und Südamerika zu kämpfen. Besonders stark war der Rückgang dabei in Asien.

Das Geschäftsjahr 2024 war seit mehreren Jahren erstmals durch ein leicht angestiegenes Lebendschweineangebot gekennzeichnet. Insgesamt erhöhte sich das Lebendschweineangebot österreichweit mengenmäßig um 0,1 %. Während 2023 4.635.868 Schweine in Osterreich geschlachtet wurden, waren es 2024 4.661.336 Schweine (vgl. Statistik Austria, Schlachtungsstatistik, Wien 2025).

Die Umsatzerlöse sind im Geschäftsjahr 2024 wertmäßig um 3,2 % gesunken. Das Ergebnis vor Steuern reduzierte sich hauptsächlich aufgrund der extrem hohen Lohn- und Gehaltsabschlüsse im Geschäftsjahr sowie weiterer Kostensteigerungen für bezogene Leistungen. Diese gesamten Kostensteigerungen konnten leider nicht durch ausreichende Preissteigerungen auf der Verkaufsseite kompensiert werden. Darüber hinaus verschlechterte sich die internationale Wettbewerbsfähigkeit der österreichischen Betriebe im Schweinefleischbereich vor allem gegenüber jenen aus Südeuropa sowie Nord- und Südamerika.

Vorgänge von besonderer Bedeutung

Das abgelaufene Geschäftsjahr war durch ein extrem hohes Personalkostenniveau gekennzeichnet. Sowohl im Vergleich zu anderen EU-Staaten als auch zu Anbietern aus Nordund Südamerika verlor die Gesellschaft aufgrund der hohen Personalkostentangente Wettbewerbsfähigkeit in Osterreich. Die Schweinebestände haben sich im abgelaufenen Geschäftsjahr seit vielen Jahren erstmalig nicht mehr weiter vermindert.

Am 29. Februar 2024 konnte in Peking das für die österreichische Schweinefleischexportwirtschaft so wichtige Schweinefleischprotokoll II zwischen der Volksrepublik China und Österreich unterzeichnet werden. Dadurch sind die für China zugelassenen österreichischen Schweinefleischbetriebe (zu denen auch die Gesellschaft zählt) zum Export von sogenannten Nebenprodukten der Schlachtung (beispielsweise Schweinefüße oder Schweineinnereien) nach China berechtigt. Aufgrund zahlreicher organisatorischer und behördlicher Vorarbeiten und Abstimmungen kam es leider zu massiven Verzögerungen im endgültigen Zulassungsprozess weshalb mit einem ersten Export nicht vor dem dritten Quartal 2025 zu rechnen ist.

Seit Dezember 2024 wurde die Gesellschaft für den Export von Schweinefleisch nach Indien zugelassen. Für 2025 sind erste Probelieferungen nach Indien geplant.

Die Gesellschaft startet Ende des 2. Quartals 2024 mit dem Bau eines neuen, modernen Büround Verwaltungsgebäudes mit Kantine, Besprechungsräumen und Umkleideräumlichkeiten für Produktionsmitarbeiter. Dieses Investitionsprojekt soll im 4. Quartal 2025 abgeschlossen sein.

Die Situation mit der Afrikanischen Schweinepest in Osterreich ist weiterhin unverändert. Auch bei dieser Tierseuche ist weiterhin höchste Vorsicht geboten und die Biosicherheitsvorkehrungen entlang der Wertschöpfungskette müssen unverändert aufrechterhalten werden.

Der Krieg zwischen Russland und der Ukraine ging in unverminderter Härte weiter. Die Gesellschaft pflegt weiterhin keine Geschäftsbeziehungen mit Russland, Weißrussland oder der Ukraine und benötigt für die Aufrechterhaltung der Betriebe kein Erdgas oder Erdöl. Seit 7. Oktober 2023 führt Israel und die islamistische Hamas Krieg im Gazastreifen.

Die Gesellschaft ist durch diese kriegerische Auseinandersetzung dadurch betroffen, dass der Seeweg durch das Rote Meer noch immer beeinträchtigt ist, wodurch Containerschiffe, welche die Gesellschaft für Exporte nach Asien nutzt, nicht mehr durch das Rote Meer sondern um den afrikanischen Kontinent (Kap der guten Hoffnung) fahren müssen.

Voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens

Anhand der derzeit vorliegenden Auftragslage des Unternehmens, der allgemeinen Marktlage, der unklaren Situation durch die aktuelle geopolitische Lage und den durch die USA provozierten, zollbedingten Handelskriegen, der tierseuchenbedingten Importsperre für österreichisches Schweinefleisch seitens einiger Länder und der sehr ernsten Tierseuchensituation in Europa und Österreich ist im Geschäftsjahr 2025 mit rückläufigen Verarbeitungsmengen zu rechnen. Durch die weiterhin sehr hohen Schweinepreise, sehr hohen Lohn- und Gehaltsabschlüsse und Kostensteigerungen für zahlreiche Hilfs- und Betriebsstoffe wird es sehr herausfordernd werden, dies in höheren Verkaufspreisen umzusetzen. Die Gesellschaft sieht es daher als Erfolg, wenn das Ergebnis vor Steuern des Vorjahres im laufenden Geschäftsjahr wieder erreicht werden kann.

Die Geschäftsführung befasst sich laufend mit verschiedenen Maßnahmen, die Ertragskraft des Unternehmens nachhaltig zu steigern, um so den Weiterbestand des Unternehmens zu gewährleisten bzw. den Beschäftigungsstand weiter aufrecht zu erhalten.

Die Seuchensituation hat seit dem Ausbruch der Maul- und Klauenseuche in Deutschland, Ungarn und der Slowakei im 1. Quartal 2025 eine neue Dimension erhalten und die Afrikanische Schweinepest als pekuniär für die Gesellschaft gefährlichste Tierseuche abgelöst. Zusätzlich haben Japan, Großbritannien, Kanada, die USA und partiell Serbien eine unerklärliche Importsperre für österreichisches Schweinefleisch verhängt, weil eine – mittlerweile wieder aufgehobene – Uberwachungszone in vier Gemeinden im Burgenland aufgrund des Maul- und Klauenseuchenausbruchs nahe der österreichischen Grenze in Ungarn eingerichtet wurde.

Forschung und Entwicklung

Die Gesellschaft entwickelt gemeinsam mit einer Schwestergesellschaft für die Gesellschaft als auch für die Konzerngesellschaften und Dritte smarte Prozesssoftware, die Effizienzsteigerungen in den Produktionsprozessen sicherstellen können. Fokus dabei liegt auf Ressourcenschonung und reduziertem Energieeinsatz für die Produktionsprozesse.

Risiken und Ungewissheiten

Die Afrikanische Schweinepest (kurz: ASP) breitet sich weltweit weiter aus. Die Gefahr durch Ausbruch der Schweinepest einen Schaden in einer Schweinepopulation zu verursachen, ist nach wie vor sehr groß. Hinzugekommen ist die Maul- und Klauenseuche, die bereits gravierende Auswirkungen auch auf Osterreich hat, obwohl Osterreich gemäß der World Organisation for Animal Health mit Sitz in Paris (kurz: WOAH) maul- und klauenseuchenfrei ist.

Die Klimakrise ist in aller Munde. Deshalb beschäftigt sich die Gesellschaft sehr intensiv mit Ressourcenschonung und investiert in erneuerbare Energien und in Technologien (Kühlungen, Maschinen), die es erlauben, energiesparender zu produzieren als noch vor einigen Jahren. Die Vorbereitungen für das ESG-E-Reporting sind ebenfalls im Gange. Es bleibt derzeit jedoch abzuwarten, wann und in welcher Form diese Vorschriften in Osterreich als nationales Recht beschlossen werden.

Die Gesellschaft beobachtet die globalen Entwicklungen sehr genau. Insbesondere die kriegerischen Auseinandersetzungen in Europa und im Nahen Osten erfordern es, Warenströme, Transportwege und Lieferketten zu analysieren, um nachteilige Auswirkungen auf die Gesellschaft frühzeitig zu erkennen und entgegenwirken zu können.

Negative Auswirkungen könnten sich durch die „America first-Politik“ und dem jüngsten Handelsstreit zwischen den USA und dem Rest der Welt, insbesondere auch mit der EU wegen neuer, hoher Zölle ergeben. Für uns in der Schweinefleischbranche könnten sich negative indirekte Auswirkungen im Drittlandsexport ergeben, weil auch diese Drittländer von der neuen Zollpolitik der USA betroffen sind und zur Umlenkung von Warenströmen führen könnte, wodurch sich in einzelnen Ländern ein Angebotsdruck ergeben könnte.

Weitere Risiken und Ungewissheiten liegen in keinem Ausmaß vor, um existenzgefährdend zu sein oder zu einer anderen Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft zu führen.

Finanzinstrumente

Finanzinstrumente wurden im Geschäftsjahr 2024 keine angewendet. Detailinformationen dazu sind dem im Anhang zu entnehmen.

Die Gesellschaft besitzt keine Zweigniederlassung.

Finanzielle Leistungsindikatoren

Die folgenden betriebswirtschaftlichen Kennzahlen vermitteln einen Einblick in die finanzielle Lage des Unternehmens.

Kennzahlen der Ertragslage

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 7
1. Umsatzerlöse2024 TEUR2023 TEUR
Umsatzerlöse190.018196.276
2. Ergebnis vor Zinsen und Steuern2024 TEUR2023 TEUR
Ergebnis vor Steuern + Zinsen und ähnliche Aufwendungen gem.3.0723.214
§ 231 Abs. 2 Z 1533
= Ergebnis vor Zinsen und Steuern3.0743.217
3. Kapitalrentabilität
3.1. Eigenkapitalrentabilität2024 TEUR2023 TEUR
Ergebnis vor Steuern3.0723.214
durchschnittliches Eigenkapital25.22225.210
= Eigenkapitalrentabilität12,2 %12,7 %
3.2. Gesamtkapitalrentabilität2024 TEUR2023 TEUR
Ergebnis vor Zinsen und Steuern3.0743.217
durchschnittliches Gesamtkapital32.83932.981
= Gesamtkapitalrentabilität9,4 %9,8 %

Kennzahlen der Vermögens- und Finanzlage

1. Nettoverschuldung

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 8
20242023
TEURTEUR
Verzinsliches Fremdkapital302275
Flüssige Mittel-6.284-2.163
= Nettoverschuldung-5.982-1.888
Verzinsliches Fremdkapital
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten00
Rückstellungen für Jubiläumsgelder292266
Rückstellungen für Abfertigungen99
= Verzinsliches Fremdkapital302275

2. Nettoumlaufvermögen (Working Capital)

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 8
20242023
TEURTEUR
Umlaufvermögen (inkl. latente Steuern und ARA)20.76222.732
- langfristiges Umlaufvermögen00
= kurzfristiges Umlaufvermögen20.76222.732
- kurzfristiges Fremdkapital-7.191-7.034
Nettoumlaufvermögen13.57015.698
3. Eigenkapitalquote20242023
TEURTEUR
Eigenkapital inkl. Investitionszuschüsse26.23624.640
Bilanzsumme33.72831.950
Eigenkapital x 100
Gesamtkapital77,8 %77,1 %
Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 9
4. Fremdkapitalquote20242023
TEURTEUR
Fremdmittel7.4937.310
Bilanzsumme33.72831.950
Fremdmittel x 100
Gesamtkapital22,2 %22,9 %
5. Fiktive Schuldentilgungsdauer20242023
TEURTEUR
Langfristiges Fremdkapital302275
Mittel- und kurzfristiges Fremdkapital7.1917.034
ab:
Flüssige Mittel-6.284-2.163
1.2095.146
Mittelüberschuss aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit
Betrieblicher Cash flow3.4213.519
Fremdmittel - verfügbare Aktiva
Mittelüberschuss aus der
gewöhnlichen Geschäftstätigkeit0,4 Jahre1,5 Jahre
6. Nettoverschuldungsgrad20242023
TEURTEUR
Nettoverschuldung-5.982-1.888
Eigenkapital inkl. Investitionszuschüsse26.23624.640
= Nettoverschuldungsgrad-22,8 %-7,7 %

GELDFLUSSRECHNUNG

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 9
20242023
TEURTEUR
Finanzielles Ergebnis aus dem operativen Bereich9.6581.203
Finanzielles Ergebnis aus der Investitionstätigkeit-4.737-693
Finanzielles Ergebnis aus der Außenfinanzierung-800-4.000
4.121-3.490

Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Die nichtfinanziellen Leistungsindikatoren werden vom Management neben den finanziellen Leistungsindikatoren ebenfalls zur Steuerung des Unternehmens und zur Messung des Zielerreichungsgrades in den folgenden unternehmensspezifischen Teilgebieten verwendet.

Ein wesentlicher Werttreiber der Gesellschaft ist die hohe Flexibilität und Kundenbindung. Ziel ist es, die Kunden der Gesellschaft bestmöglich zu bedienen und Produkte, die der Kunde wünscht, zu produzieren und zu liefern. Die Gesellschaft ist mittlerweile bereits sehr stark mit den Kunden vernetzt und tauscht eine Menge Daten aus, um Informationen bestmöglich zu nutzen. Speziell entwickelte Produkte und Zuschnitte der Gesellschaft sind weltweit gefragt, insbesondere auch am asiatischen Markt. Anspruch der Gesellschaft ist, der kompetente Partner zu sein, wenn es um Schweinefleisch geht.

Ein besonderes Augenmerk wird aktuell auf die Bereiche Digitalisierung und künstliche Intelligenz im Bereich der Prozesssteuerung, Ressourcenschonung und Energieeffizienz gelegt. Tierwohl und Tierschutz, Okologie und Umweltschutz sowie die Vorbereitung auf das ESG-E-Reporting sind prioritäre Anliegen der Gesellschaft. Für das Jahr 2025 sind wieder umfangreiche Investitionen im Bereich Lebensmittelsicherheit, Hygiene, Mitarbeiter- und Sozialräumlichkeiten (Neubau eines Büro- und Verwaltungsgebäudes) geplant. Es wird laufend im Bereich Tierwohl investiert und ausgebildet. Die Gesellschaft ist neben den üblichen Standards wie IFS, QS, AMA oder BIO nach dem CSR-Standard SEDEX-SMETA 4pillar zertifiziert.

Ein besonderes Anliegen der Gesellschaft ist die Wahrung der Unabhängigkeit über alle Stufen. Es werden weltweit 12 Länder bearbeitet und ein Exportanteil von 19,5 % (Vorjahr: 22,6 %) erreicht. Besonders steht aktuell der Heim- und benachbarte EU-Markt im Fokus der Verkaufsbemühungen, weil sich die globalen Handelsströme durch die kriegerischen Handlungen in der Ukraine und im Nahen Osten, der Importsperren durch einige Länder aufgrund der Maulund Klauenseuche in Ungarn und der Slowakei, der Zollpolitik durch die USA sowie der extrem hohen Lohn- und Gehaltsabschlüsse völlig verändert haben. Natürlich sind die Exportmärkte ebenfalls bedeutend, vor allem um einen internationalen Risikoausgleich erreichen zu können.

Die große Frage aktuell ist, wie die Warenströme sich im weiteren Verlauf des Geschäftsjahres 2025 entwickeln werden. Da die Gesellschaft aktuell für ein sehr wichtiges konzernales Exportland – nämlich Japan – gesperrt ist, verschieben sich aktuell die Absatzkanäle. Wir hoffen, dass die Sperre im 2. Quartal 2025 wieder aufgehoben wird und zu einer Normalisierung des Geschäfts beiträgt. Dies führt sehr häufig zu Kaufzurückhaltung der Kunden.

Eine gravierende Auswirkung auf den globalen Handel hat die weitere Vorgangsweise der USA in vielen Fragen der Geo- und der Zollpolitik. Die Verunsicherung der Märkte führt zu Kaufzurückhaltung und zu sinkenden Verkaufspreisen.

Einen besonderen Stellenwert hat die Tierseuchenbekämpfung – nun auch in Osterreich – erhalten. Durch den Ausbruch der Maul- und Klauenseuche in Deutschland, Ungarn und der Slowakei im 1. Quartal 2025 hat auch Osterreich extrem strenge Biosicherheits- und -überwachungsmaßnahmen eingeführt, um einen Übertritt dieser hoch kontagiösen Tierseuche nach Osterreich zu verhindern und die nicht nachvollziehbaren Exportsperren für Fleisch- und Milchprodukte aus Osterreich nach Japan, Großbritannien, Kanada, USA und partiell nach Serbien schnellstmöglich wieder rückgängig zu machen.

Neben der verkaufsseitigen Präsenz ist ein ganz entscheidender Werttreiber die Sicherung des Rohstoffes. Nach einer Konsolidierung im Vorjahr ist für 2025 wieder mit einem rückläufigen Schweineangebot zu rechnen, weshalb die Nachfrage nach Lebendschweinen erneut in den Fokus tritt.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden im Bereich Produkt- und Objektschutz zahlreiche weitere Vorhaben umgesetzt. Neben den Vorschriften der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO), die es einzuhalten gilt, wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr weiter große Anstrengungen gegen Cyber-Kriminalität unternommen. Der Versicherungsschutz gegen Cyberangriffe ist weiterhin aufrecht, wodurch zusätzlich Versicherungsschutz gegen Schäden aus Cyber-Angriffen für die Gesellschaft besteht. Die NIS-2-Richtlinie ist an sich umgesetzt, da jedoch nach wie vor die nationale Gesetzwerdung ausständig ist, bleibt abzuwarten, ob es noch weiterer Anpassungen oder Anderungen der durchgeführten Maßnahmen bedarf.

Umwelt- und Arbeitnehmerbelange

Die ökologischen Ziele der Gesellschaft umfassen den schonenden Einsatz der Ressourcen sowie die Erfüllung höchster hygienischer Anforderungen unter Optimierung der Emissionsbelastungen. Die Gesellschaft und die Gruppe investiert daher gerade in diesem Bereich sehr intensiv. Tierwohl und Tierschutz stehen weiterhin ganz oben in der Prioritätenliste. Die Aspekte Wasserwirtschaft, Regionalität und Nachhaltigkeit sowie Ersatz fossiler Brennstoffe durch erneuerbare Energien ist gelebte Realität. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde sehr viel in die Prozessoptimierung und in die Datenauswertung in diesem Bereich investiert.

Die Themen Regionalität und Nachhaltigkeit sind mittlerweile zur Selbstverständlichkeit der Gesellschaft geworden. Die Geschäftsführung der Gesellschaft beschäftigt sich aktuell mit der Kennzeichnung von Tierhaltungsformen. Die Gesellschaft ersetzt bereits seit Jahrzehnten fossile Brennstoffe durch alternative Brennstoffe. So wird die Heißwasserbereitung und Heizung der kompletten Betriebe am Standort Strass i. Stmk. durch Biomasse (örtliche Hackschnitzel) anstatt mit Heizöl durchgeführt. Insgesamt können auf diese Weise allein am Standort Straß i. Stmk rund 295.000 Liter Heizöl im Jahr 2024 eingespart werden. Das entspricht einem CO2-Aquivalent von 0,89 Mio kg CO2.

Die Gesellschaft ist langfristig nur mit qualifizierten und engagierten Mitarbeiterlnnen erfolgreich. Die Gesellschaft hat sich daher zum Ziel gesetzt, der Mitarbeiterentwicklung und der Mitarbeiterakquise höchste Priorität beizumessen, da dies für die erfolgreiche Entwicklung in den kommenden Jahren von entscheidender Bedeutung sein wird. Deswegen wurde dieses Thema auf Ebene der Geschäftsführung angesiedelt. Voraussetzung dafür ist die Schaffung von Rahmenbedingungen, die auf gegenseitiger Wertschätzung und Anerkennung von Leistung beruhen. Die Zahl der durchschnittlichen Mitarbeiterlnnen blieb im Geschäftsjahr beinahe unverändert.

Jöbsti Bauerngut GmbH Schwarzautal

Die Lohn- und Gehaltssumme stieg von TEUR 14.619 um 11,6 % auf TEUR 16.318. Die internen und externen Schulungen der Mitarbeiter wurden wie gehabt in allen Bereichen weiterhin durchgeführt. Die Gesellschaft investiert in die Ausbildung der Nachwuchsführungskräfte (Steirerfleisch-Akademie) enorm viel Geld, um die Zukunft der Gesellschaft abzusichern, Weitere Schulungen erfolgen nach dem Schulungsplan, der im Rahmen des Qualitäts- und Hygienemanagementsystems nach dem Regelwerk des IFS (International Featured Standard, Food - Version 8) jährlich ausgearbeitet wird. 2024/2025 erfolgte wieder die erfolgreiche Rezertifizierung nach dem IFS- und nach dem QS-Standard.

Schwarzautal, am 10. Juni 2025

Die G ft hour

hg Scheucher Karoline

Christian Hackl, MBA

Andian kal

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